Ausgabe 
27.6.1889 Zweites Blatt
 
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^L^rCflrh^hLroceiJCr bürsten, wenn auch langsam entwickeln konnte - wendet der Redner sich wieder seinem Thema über die Fortbildungsschule zu. Er bearündet die Berechtigung^derselben durch den Hinweis, wie schnell das in der Schu^ Gelernte dem entlassenen Schüler ohne Wiederholung verloren geht und wie auch etne Erweiterung des Gelernten für den spateren Beruf geboten sei Ä diel r B? Diesterweg^u t « fld> die Forderungen bekannter Pädagogen" wie Cuttmann und reit ber^'XWs banach die B-recht.guno und Rothwcud.g-

,, 2. These verlangt, daß der Besuch der Fortbildungsschule obliaatorisck fei

SjH bisherigen Erfahrungen Fortbildungsschulen, bet denen eine

freie.^^iheiligung stattgefunden, sehr schnell wieder eingegangen seien auch eine all­gemeine Weiterbildung durch nicht obligatorische Schulen nicht erreicht werd?

h3;r^rtC!CtF.nsUtCptn^rr bie Behauptung auf, daß die Entwickelung und die r^!ln0en SortbUbun03fc6uIe wenn auch bei den großen Schwierigkeiten die sich ihrem Gedeihen entgegenstelleu, keine glänzenden Resultate zu verzeichnen seien doch normale stien, wie sie bis jetzt nicht anders erwartet werden konnten. Daraus ergebe sich die Pflicht, unausgesetzt das Gedeihen der Schule zu erstreben.

,\ These sagt uns, daß die Herstellung einer guten Disciplin in der ^nrt- bilbun0§fd)ule_ nur herbeigeführt Werden kann durch das geeignete pädagogische Ver­halten des Lehrers in Handhabung der Zucht, durch die Zeitweise ThpHnnFimp Schülern^an d^s ffit bc? -"Erricht, durch Mittheilung von Ausschreitungen von Unb burcb bie Unterstützung des Lehrers im Amt durch

..... T)ie 5. These lautet: Der Unterricht hat sich auf Rechnen, Raumlehre Gefchäftg- ^attif4rbarine"uU6e?rei,bennfCn *f nut baä baSCcbcn wirklich Ers°rL°r«ch? und

^.^?rstb^nde Thesen, die wir zur Einführung des Lesers in die Verbandliinn dieselben mit Absicht zum Theil nicht ihrem Wortlaute, sondern in ihrem Sinne Mpn.£ babc\ Don, Verfasser in umfassender Weise begründet und mänS s e' *" »>"«»»"«'« »«

größere Zahl von Lehrern betheiligten. Besonders lebhaft wurde diesilbe O^uhrt, ob die obligatorische, oder die Fortbildungsschule, die den GMu6 ünftChiP (?A"r8U vermöge dann ob der Lehrer einen wirklich erziehlichen Zufluß °uf die Schuler ausube oder nicht, und ob er überhaupt in der Fortbildunas- QUtx b C ^sticht habe, erziehlich zu wirken. Bezüglich These 5 wurde besonders betont und von den anwesenden Lehrern anerkannt, daß es gerade um der Korts be"r-Erziehlichen Eharaklcr zu wahren, der Einführung Zeines besonderen Tbe^n'im^üütP Ut b tefc bctn verfaßten Lesebuchs bedürfe. Im Uebrigen wurden die mAenommem* ' ® f C bem Scfcr ^bracht haben, von der Versammlung wttpr'f^n rorrt.Äf(bVttcnen Tageszeit konnte der 2. Gegenstand: Verwerthung der MM^Vortra^konmrem geographischen Unterricht, Referent Lehrer Spitz, nicht mehr

Ein gemeinsames Mahl vereinigte nach Schluß der Verhandlungen die Tbeil- nehmer. Bei demselben wurde ein Trinkspruch auf Seine Königliche Hoheit den ^ro^rzog als dem Schirmer und Beförderer des hessischen Volksschulwesens und dem wohlwollenden Beschützer des Lehrerstandes von dem Herrn Vorsitzenden der Kreis-Schul^Eommission ausgebracht, nach dem alle Anwesenden freudig bewegt in das dreifache Hoch auf den Landesherrn einstimmten. Bei geselliger Unterhaltung tiieb die Versammlung bis 4 Uhr Nachmittags vereinigt. 9 unreryauung bltev

Kreis-Lehrercovftrenr in Gießen am 24. Juni.

, ®ie Sonferenj, an welcher drei Mitglieder der Kreisschulcommission-rr Provinztaldircctor Freiherr t>. Gagern, Herr Schulralh Büchner, Herr Kirchenratb Dr. Strarf, als Gaste Herr Regierungsrath Jost, die evangelischen Decane L-rr

iU ^unberg und Herr Wahl zu Wteseck und I52L-hre?und Lehrefinnen thetlnahmen, wurde von dem Herrn Vorsitzenden der Kreisschulcommission Freiherrn -. Gagern mit einer Begrüßung und Ansprache eröffnet. In dieser legte er die Äcr ßroJ ®onf.c,renl=1J sür die Anregung zu einem sreudtgm Wirken der Lehrer in ihrem Berus, für die Klärung verschiedener Anschauungen über wichtiae Lehrer"des^Kreises^^nb fÜr biC 55tberun0 einc8 collegialtschen Verhältnisses dfr ....,^^°us verlas Herr Schulrath Büchner eine Ueberstcht über die Schulver- r-ltnisse des Kreises in den Jahren 1886/88 in Bezug aus die Volks- Erweiterte und I°Edungsschul°n die Präparanden-Anstait in Lich unddas R-ttungshaus "u 5n[(cnb rS" 30Öbtcn barau8 Einzelnes an, was wir von allgemeinem Interesse bestanden am Schluß des Schuljahres 1888, d. i. am lebten Avril 1889 in 80 @OTeinben 77 Volksschulen mit 180 Klassen, 12 Klassen mehr als^Ende 1885 wirket 57° p Schulkinder betrug 11675, nur 288 mehr als 1885. An den Schulen wirkten 157 Lehrer und 3 Lehrerinnen, außer den Hülsslehrcrn in Religionsunterricht und Gesang; es waren 118 definitiv angestellte Lehrer, 15 Schulverwalter an erlediaten Stellen, 27 Schulverwalter an ständigen Vikariatsstellen 8

Erweiterte Volksschulen bestehen 2 im Kreise, in Grünberg mit durchschnittlich 40, sthr?rn 8 m 24 ed|ulcrn; an lebcr wirken 2 ständige Lehrer außer den Hülfs- ..Fortbildungsschulen bestanden 76^mit 98 Klassen und 1836 Schülern, 72 mehr Ö15 lööO. ~

. , ??»^r Präparandenanstalt zu Lich waren jährlich 50-60. An der Anstalt wirken 2 ständige Lehrer und 5 Hülfslehrer. 1

In dem Rettungsbaus Arnsburg wurden durchschnittlich jährlich 33 Mädchen unterrichte!"^ bcm der Volksschule von 2 ständigen geprüften Lehrerinnen

Dieses Wenige möge als von allgemeinem Interesse genügen.

Bevor in die Tagesordnung eingetreten wurde, erfreute der Lehrer-Gesangverein des Comerenzbezirks Lich-Hungen unter Leitung des Herrn Lehrer Gunschmann I. die Versammlung durch Vortragung des LiedesMit dem Herrn fang Alles an" «-«Ä tnD? weitere Lieder folgten, die gut vorgetragen wurden und allgemeinen Beifall fanden. °

Nun wurde H-rrn Lehrer Katzenbach zu Wieseck das Wort ertheilt unb ging man damit ,um ersten Gegenstand der Tagesordnung über; Die obligatorische ästiden Discipttnen"^' 58crtcbtlounfl- ibre «-Währung und di- in ih? zu bchan- ,.D-r Redner ergeht sich in freiem Vortrag zunächst in dem Hinweis aus die Estifuhrung der Fortbildungsschule, Ue durch die Staatsrcgterung in ll-bereinsttmmung mit der Volksvertretung, welche das Bedürfnis einer solchen Schule anerkannte erfolgt® 6r zieM dann einen Vergleich zwischen der so oft gepriesenen alten und der jetzigen neuen Schule, der sehr zu Gunsten der letzteren anssällt. Die wettergehende Schul- bub 's' wegen der so sehr o»änderten öffentlichen Verhältnisse im Verkehr, in Kunst und Gewerbe nothwendig. Wo ein- schlechte Schulbildung ist, erkennt man dies an dem Zustande und den Verhältnissen eines Volkes. Es wird auf Belgien b n- ?-wi-s-n, in dem von 900 000 Familien i/,0 in guten Verhältnissen, '/,° in gedrückten, 997an<Htin®tltn ®Ic?br ,2" diesem Land konnten nach der letzten Statistik I ^091 D-rsonen lesen und schreiben, 2548 742, also über die Hälfte, konnten es I "tcht. Rach einem Rückblick wie günstig sich in unserem Vaterlande die Volksschule I

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Die Einreichung der Offerten hat unter Couvert mit der Aufschrift Submission" verschen, bis zum 6. Juli, Vormittags 10 Uhr, an unterzeichneter Stelle portofrei zu geschehen.

Gießen, den 22. Juni 1889.

Großh. Kreisbauamt Gießen.

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