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zu machen, ist der Zweck dieser Zeilen. Friedr. Naumann ist ein Volksredner von flana ungewöhnlichen Gaben, voll Begeisterung, voll Humor, und voll brennender Liebe zu seinem Volk.

Möchten also die Glieder unserer Gemeinde, Männer und Frauen, recht zahl­reich sich einfinden. Die Zusammenkunft wird ganz zwanglos beim Glase Bier sein. Eintritt unentgeldlich. Schl.

Gingesan-t.

Gießen, 25. Januar.

Im Gegensatz zu verschiedenen Einsendungen bezüglich der Verbindung des Seltersberges und der Kliniken mit dem Bahnhof, den Schulen und der Altstadt ist Einsender ds. der Meinung, daß keine der beiden Brücken über die Oberhessische Bahn die andere ersetzen kann. Die Brücke an der katholischen Kirche wird für dm Verkehr des Seltersberges mit der Bahn zwar bei geschlossener Barriere den lästigen Aufenthalt von oftmals 5 bis 10 Minuten ersparen, aber den bisherigen Um­weg von gleichfalls ca. 5 Minuten nicht verkürzen; die Brücke beim Hotel Lenz aber wird wie man auf dem Stadtplan abgretsen kann für den Verkehr von Selters­berg tn's Her- der Altstadt auf der einen Seite ebenso einen Umweg von mehreren Minuten bilden wie auf der anderen Seite der Weg durch Wilhelms- und Ludwigs- firaße nach der Stadt, dem Gymnasium rc.

Danach ist das Vorgehen des Stadtvorstandes, welcher beide Brücken in's Auge faßt, wohl gerechtfertigt, für die Interessenten auch doppelt dankenswerth; statt zu streiten, welche der beiden Brucken dringlicher, sollte man sich bemühen, das Ent­gegenkommen der Landstände festzuhaltcn, um wenigstens die Brücke bei der katholischen Küche, für welche das Projekt und die Mittel bereit liegen, noch vor Eröffnung der Kliniken ausgeführt zu bekommen.

Oder ließe sich vielleicht eine Vereinbarung dahin erzielen, daß die Regierung namentlich im Interesse ihrer Kliniken die verfügbaren Mittel für eine Ueberbrückung bei Lenz verwenden, die Stadt dagegen für die Brücke bei der katholischen Kirche einstehen würde, falls wie Einsender glaubt ein Dedürfniß dafür nach wie vor bestehen bleibt.

Sächsische Vieh-Verstcherungsbank in Dresden. Diese bekanntlich größte und bestfundtrte aller deutschen Vieh-Versicherungs-Gesellschaften hat auch im 16. Geschäftsjahre, abgesehen von den bezahlten Massenschäden im Betrage von je 603 256., einen höchst erfreulichen Abschluß zu verzeichnen.' Wiederum ist der Zugang an neuen Versicherungen, an Prämien nebst Prämien - Reserven, sowie der Effekten-Bestand beträchtlicher wie im Vorjahre. Trotzdem die Viehoerluste circa je 124000. mehr als im Jahre 1887 betrugen, wurden doch olle berechtigten Schäden in voller statutarischer Höhe ausgezahlt und die Gelder den Versicherten direct per Post zrigesandt. Die segensreichen Bestrebungen der Anstalt wurden namentlich durch das ihr allerseits von Behörden, Großgrundbesitzern und Thierärzten entgegengebrachte Ver­trauen unterstützt und hat sich bet dem Vtehbesitzer längst die Erkenntniß Bahn ge­b', ochen, daß bet der Bank, bei ihren festen Prämien ohne Nach- oder Zuschuß jede Leistungsfähigkeit unb Garantie vorhanden ist. Versichert waren bis ultimo 1888 Je 153 699 040.. (Siehe heutiges Jnspectoren-Gesuch.)

Handel und Verkehr.

nB! * * Die eingehenden Reklamationen wegen Erstattung von Fahrgeld für nicht vollständig ausgenutzte Fahrkarten lass?« erkennen, daß die Erfordernisse für die Gewährung deraitig^Erstattungen im Publikum nicht genügend bekannt sind Es liegt nun tm eigenen Interesse des Publikums, daß es, um dte Thatsache der erfolgten Nrchtausnutzung einer Fahr- oder Rückfahrkarte zweifellos festzustellen, bei Beendigung der nur thetlweise darauf zurückgelegten Fahrt, bezw. bet völliger Nichtbenutzung der Fahrkarte alsbald nach Losung derselben, bet Rückfahr-, Rundreise und ähnliche Karten ledenfalls vor Ablauf der Gilttgkeitsdauer, von dem betreffenden diensthabenden Statlonsbeamten die Ntchtbenutzung auf der Fahrkarte bescheinigen zu lassen und die so bescheinigte Fahrkarte dem Erstattungs-Gesuche beizufügen.

Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische «emeivde.

Gottesdienst.

3. Sonntag nach Epiphanias, den 27. Januar: Kirchliche Feier des Geburtstags unseres Kaisers.

, Vormittags ausnahmsweise 9 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Vormittags 10'/» Uhr: besonderer Milttärgottesdienst, Pfarrer Schlosser. _ . , Nachmittags 5 Uhr- Pfarrer Dingeldey.

Krnderktrche fallt aus.

i <m?tßClftoonb^: Montag den 28. Januar Abends 8 Uhr, in der Kleinkindcrschule.

1. Mos. Kap. 22, Gott fordert Jsaak's Opferung, Abrahams Glaubensgehorsam. Pfarrer vr. Naumann.

Am Sonntag den 3. Februar, Beichte und heiliges Abendmahl tm Abendgottesdrenft.

m[ Die Pfarrgefchäfte in der Woche vom 27. Januar bis 2. Februar besorgt Pfarrer vr. Naumann.

Katholische Gemeinde.

3. Sonntag nach Epiphania.

Samstag: Nachmittags um 5 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Morgens um V?7 Uhr Austheilung der hl. Communion und

Gelegenheit zur hl. Beichte; um </88 Uhr Frühmesse; um 3/410 Uhr Zur Feier des hohen Geburtsfestes Seiner Majestät des deutschen Kaisers solennes Hochamt mit Predigt Nachmittags um 3 Uhr Christenlehre und Andacht. Abends um V26 Uhr Herz-Mariä-Bruderschaftsandacht mit Predigt.

Gottcsdikiist in der Synagoge.

Freitag Abend 4^ Uhr, Samstag Morgen 8* Uhr, Samstag Mittag 3« Uhr, Samstag Abend 5d0.

Holzversteigerung.

Dienstag den 29 d. MtS., werden in hiesigem Gemeindewald versteigert:

48 Eichen-Stämme von 15 bis 40 cm Durchmesser und 5 bis 10 m Länge,

7 Buchen'Metzgevhackstöcke von 85 bis 1 cm Durchmesser,

47 rm Buchen- und Eichen-Scheit,

65 ,, Knüppel,

68 , Stöcke,

1600 Wellen Reisig.

Die Zusammenkunft ist Vormittags 10 Uhr beim Bergwerk.

Großen-Lmden am 22. Jan. 1889.

Gr. Bürgermeisterei Großen-Linden.

Leun. 752

Holzversteigerung

in der

«gl. Oberförstcrci Krofdorf.

Dienstag den 5. Februar er., Dorm. 9 Uhr, bei Wtrthin Weißbrodt in Salzböden, Schutzbezirk Waldhaus, District Lindenschied 73 » und b.

Eichen r 13 rm Scheit; Buchen 1611 rm Scheit, 58 rm Knüppel, 639 rm Reiser und 3 Buchen - Stämme II. Cl. mit 4,66 fm c. 3- District Lindenschied 74. Eichenr 25 rm Klafter-Nutzholz Ir und III. Cl., 76 rm Scheit, 2 rm Knüppel, 32 rm Reiser; Buchenr 21 Stämme mit l\70 fm c. I., hierunter 3 Stück mit 70, 71 und 81 cm Durchmesser, geeignet zu Hackbrettern rc.

Metzger; 849 rm Scheit, c8 rm Knüppel und 909 rm Reiser.

Krofdorf, den 24. Januar 1889. 743

Der Konigl. Oberförster: Müller.

Mittwoch ben 30. ,

Nachmittags 2 Uhr, !

werden Neuen Baue 15 die zur Hinter­lassenschaft des Fräulein Bloebaum gehörigen Mobilien, als: !

Tische (wobei ein großer runder), ' Stühle, Kommoden, Nähtlschchen > livei Kleiderschrünke, ein Sopha, einiges schönes Porzellan, Weiß­zeug u. s w.

versteigert.

74v Hoffmann, Nachlaß Verwalter.

Hafer - Stroh und Grummet

verkauft \1S4

® m i | Lotz, Kirchenplatz 9.

Allgemeiner Anzeiger.

Aufforderung.

Die Einwohnerschaft wird freundlichst gebeten, am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers Sonntag d-n 27. d. Mts. die Häuser zu schmücken resp. zu ftaggen.

Gießen, den 23. Januar 1889.

A Bramm,

Oberbürgermeister. 749

Holsvcv8teigertmge

Dienstag den 29. und Mittwoch den 30. d. M., Vor­mittags von 10 Uhr an, sollen in dem Albacher Gemeindewald, District Kreuzholz, sog. Pfingstweide und Buchwald nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden:

A. Bau-, Werk- und Nutzholz:

148

Eichenstämme von 1440 cm Durchm., 314 m Länge, = 54 67 fm

156

Nadelstämme 14-36 7-24 = 84,62'

13

Nadel-Derbstangenv. 9-42 9-12 = 1,03

B. Brennholz:

Scheiter Knüppel Reisig Stöcke

rm rm Wellen rm

Buche 46 44 650 24

Birke 2 2

Eiche 24 120 1590 51

Nadel 2 10 1650 34

Arpe 4 10 _

Die Zusammenkunft ist im Buchwald, gegenüber der Eisenkaute, am Eingang des Waldes, und zwar konimt am ersten Tag das Bau- und Werk­holz, den zweiten Tag das Brennholz zur Versteigerung.

Alb ach, am 23. Januar 1889.

Großherzogliche Bürgermeisterei Albach.

Balser._____________________ 736

Gienanthbräu I

Bayerische Bierniederlage zur Stadt München.

Den geehrten Herren Abnehmern zeige ergebenst an, daß in einigen Tagen der Doppelwaggon eintrifft, wetzhalb ich bitte, Bestellungen kurz bewirken zu wollen, damit solche sofort vom Bahnhofe aus effectuirt werden können

756 Hochachtend

Heinrich Schneider.

746] Gut gemachtes Heu und Grummet verkauft

I. Balser, mittlere Bleiche.

4'<0] Eine sehr gut erhaltene Näh, maschine zu verkaufen. Näheres

Neuen Bäue 7, Vorderh. IV.

Holzversteigerung

in der

Nönigl Gberförsterei Strupbach.

(Königlicher Waldwärter Seibel zu Wilsbach).

Montag den 11. Februar, sollen am Thalberg, District 44a, b und 45b öffentlich versteigert werden:

44 Stück meist schwere Eichenstämme mit 46,12 fm,

22 Stück Nadelholzstämme mit 10,51 fm,

40 rm Eichen - Nutzscheite (Roll­scheite),

24 rm EichemNutzknüppel (Gruben­holz),

4 rm Nadelholz-Nutzscheite,

6 rm Nadelholz-Nutzknüppel, 150 rm Eichen-Scheit und Knüppel, 15,50 Hundert Eichen-Wellen,

43 rm Eichen-Stockholz,

5 rm Buchen-Scheite, 1,25 Hundert Buchen-Wellen,

12 rm Nadelholz-Scheit und Knüp­pel und

2 Hundert Nadelholz-Wellen.

Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Holzschlage, District 44a amRoß- bacher Pfad".

Kaufliebhaber wollen das Holz vor dem Termine besichttgen.

Forsthaus Strupbach, den 23. Januar 1889.

Der Königliche Oberförster: 745 Baumann.

Ileikgeöotenes.

Ein Reitpferd, AuchSwallach, kräfiig gebaut, für lang­sameres Fuhrwerk in der Landwirthschafl noch sehr geeignet, billig zu verkaufen.

Näheres Bahnhofstraße 60 II. [739 la. Ochsenfleisch, nicht ladenrein, per Pfund 35 Pfennig. 753 Neustadt 48, rechts.

Zwei Hobelbänke, eine gebrauchte und eine neue, preis» * würdig zu verkaufen.

Näheres in der Exped. b- Bl. 694