Ausgabe 
24.11.1889 Zweites Blatt
 
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Forderungen der Gesundheit viel höhergestellt werden sollten als die der Eitelkeit. Unsere Gesundheit verlangt, daß wir das geräumigste Zimmer der Wohnung zum gewöhnlichen Aufenthalt machen und in dem zweitgrößten schlafen, denn in dem ersteren, bringen wir etwa zwei Drittel und in dem letzteren ein Drittel unserer Lebenszeit zu. Wenn dann noch ein Raum da ist, der mag meinetwegen den hohen Namen das gute Zimmer" bekommen. Die uns besuchenden Freunde werden uns eine derartige Vertheilung des Platzes auch nicht übel nehmen, auch wenn wir sie nicht in das Putzzimmer führen. Sie wollen uns ja in unserer Häuslichkeit besuchen, nicht aber unsere Putzgegenstände und feinen Möbel u. dgl. bewundern. Uebrigens ist in dem sogen, guten Zimmer der Aufenthalt immer ein ungemüthlicher, wie in allen Räumen, in denen nichts die Gegenwart des Menschen anzeigt. Die Franzosen und Engländer kennen eine solche, gelinde gesagt, nicht berechtigte Einrichtung der Wohnung nicht. Es wäre gut, wenn es auch bei uns anders würde. Unsere Bau­meister stellen uns Wohnräume her, die mit den Forderungen der Gesundheitspflege im Einklang stehen. Wenn wir sie doch auch zweckmäßig verwerthen wollten.

Ein netter Kandidat. Ein neues Muster der Re- clame findet sich in Nr. 269 desDuisburger Tagebl." ; das­selbe enthält folgende Anzeige:

Stadtraths-Wahl!

Ich ersuche sämmtliche wahlfähige Bürger der dritten Abtheilung, welche meine Candidatur unterstützen, zur Be­sprechung in einer Hauptversammlung Freitag Abend 8 Uhr im Saale desBurgackers" sich einzufinden. Ich werde mein Programm zu den städtischen Verwaltungsfragen mit­theilen, hauptsächlich Kirmeßfragen und hohe Steuerlast der dritten Abtheilung betreffend. Auch werde ich die Interessen der Wirthe dahin vertreten, daß ich aus Verschiebung der Polizeistunde bis zur thunlichsten Grenze hinarbeiten werde. Meine Einmischung in die Abortabfuhr ist selbstverständlich. Ich habe mit dem Wirthe vereinbart, daß das Glas Bier an jenem Abend während der Versammlung nur 10 Pfennig kostet. Zur Deckung der Kosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben- der sich ergebende Ucberschuß wird an die Armen sämmtlicher Confessionen, Juden und Christen, vertheilt.

W. L. jun.,

Eigenthümer des billigsten Spielwaaren - Fabriklagers Duisburgs.

Ohne Concurrenz! Ohne Concurrenz!

Poststraße 31.

Nur die Wähler der dritten Abtheilung haben Zutritt.

Milde, wohlschmeckend und seit zehn Jahren bewährt ist der

HollLnd. Tabak von B. Becker in Eeefen «. Herz, 10 Pid. sco. 8 JL 7295

Hebet Netter- Haarwasser.

Es kann nicht genug wiederholt werden, und ist auch darüber schon Vieles von Autoritäten geschrieben worden, daß Oele und Pomaden die Hautporen nur verstopfen, in Folge Zutritts des Staubes sich eine Schichte bildet, welche die Hautausdünstung verhindert, die Haarwurzeln erstickt und dadurch Kopfleiden und kahle Stellen er­zeugt. Und dennoch gibt es noch eine Unzahl Leute, die im blinden Vertrauen auf schwindelhafte Reclame unbedacht, ob das Ver­sprochene zu erfüllen möglich sei Hunderttausende für schädliche Haavmittel ausgeben und in dem Wahne leben, neue Haare auf kahlen Stellen zu erzeugen, während sie damit doch nur den Eharlatanismus unterstützen und ihrer Gesundheit schaden. Wäre es benn nicht viel vernünftiger, bei Zeiten von dem unnatürlichen Dressiren der Kopf­haare abzulassen und dafür ein wirklich gutes conserotrendes Haar­mittel statt der insqesammt schädlichen Oele und Pomaden zu ge­brauchen? Als ein solch' verläßliches und unschädliches Mittel kann das

Haarwasser von Earl Retter in München

nicht genug empfohlen werden, da dasselbe laut Gutachten hervorragen­der Autoritäten, wie Professor Dr. v. Wtttstein rc. rc., Alles enthält, um das Haar feucht, weich, glänzend und die Kopfhaut immer thätig und weich zu erhalten, sowie die lästigen Schuppen innerhalb acht Tagen gänzlich zu entfernen. Zu beziehen per Flacon ä 40 H und vM 1.10 bet Herrn I. H. Fuhr, Sonnenstraße 25, Gießen.

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hinter den Schießgärten an der Rodheimerstraße,

Nr. 268/10o - 1339 Meter Hof- raithe daselbst,

Nr. 26*8/J(r 123 Meter Grab­garten daselbst,

Nr. 28^/10 - 2044 Meter Hof- raithe daselbst,

daselbst,

Nr. 35,6 1988 Meter Acker daselbst,

Nr. 36,1 2169 Meter Acker daselbst,

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1 Waage,

1 Gaslüstre,

2 Tische und 5 Stühle,

1 goldene Herrenuhr und verschiedene andere Sachen. Versteigerung bestimmt. Ferner: nm 4 Uhr auf Bureau:

find zu haben bei

8383

Sobald eine solche Karte ganz mit Marken beklebt ist, oder wenn sie Marken im Betrage von mindestens Zwei Mark enthält, kann Ein­lage bei der Sparkasse erfolgen. Ist schon ein Büchelchen ausgestellt, so muß aus der Karte oben rechts dessen Nummer, anderenfalls das Wörtchen neu- beigefügt werden. Die Beschreibung der Einlagen kann nur an den bestimmten Zahltagen im Geschästslokale der Sparkasse stattfinden und zwar unter Vorlegung der Sparkassebücher.

Es wird daraus aufmerksam gemacht, daß die Vorlage der Bücher und Markenkarten auch durch Kinder besorgt weroen kann, sodaß die Eltern darüber keine Zeit zu versäumen brauchen. Mehr als einmal im Monat findet eine Zuschreibung von Einlagen zur Pfennigsparkasse nicht statt. Es ist nothwendig, daß aus den Markenkarten an der dafür bestimmten Stelle außer dem Namen des Kindes auch der genaue Namen des Vaters, der Mutter oder des Vormundes rc. angegeben wird, da eine Rückzahlung von Einlagen nur an erwachsene Personen stattfinden kann, deren Be­rechtigung zum Rückempfang durch ihre Bezeichnung aus der Karte dar- gethan wird, während sonst durch Beibringung anderer Legitimationen Kosten entstehen würden.

Sollte sich das Bedürsniß nach Errichtung weiterer Verkaufsstellen ergeben und sollten weitere Kaufleute mit offenen Geschäften bereit sein, solche zu übernehmen, so wird um gefällige Mittheilung an die unterzeichnete Direction gebeten.

versteigert.

Das Rüstzeug kommt Mittwoch Vormittags zum Ausgebot.

F. Hoffmann.

eine goldene Damenuhr mit do. Kette.

9426 Born,

Gr. Gerichtsvollzieher zu Gießen.

7. Für die Anfangs Januar k. I. an Stelle der eingesammelten Sparkaflen- scheine zur Ausgabe gelangenden Sparkassenbücher sind je 10 H zu ent­richten. Es wird daher gebeten, bei Empfangnahme dieser Bücher zu­gleich den Kostenbetrag derselben zu bezahlen.

Gießen, am 21. October 1889.

Die Direction'des Spar- und Leihkasse-Vereins. Langsdorfs.

Plüschsopha mit 2 Sesseln, anderes Sopha,

Secretär, 1 Spiegelschrank, Regulator und 1 Wanduhr, Nähmaschine,

Flur 8 Nr. 302/w - 4296 Meter Acker daselbst,

Flur 8 Nr. 32/10 6840 Meter Wiese

Pfennig - Sparkasse Gießen.

Nach Beschluß des Ausschusses des Spar- und Leihkasse-Vereins vom 13. Juni I. I. treten hinsichtlich der Pfennigsparkasse vom 1. November

Bekanntmachung.

Zur Empfangnahme oder Beischreibung der Zinsen pro 1889 für Einlagen zur hiesigen Spar-! und Leihkasse sind folgende

Eine Tommode und ein Küchen- schrent billig zu verkaufen bei 9160 Schreiner Menget, Kaplaneigasse.

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Montüg den 9. Dccember l. I.,

Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Ziegeleibcsitzer KaSP-rr Schomber in Gießen und Kinder Philipp und Elise Schomber gehörigen Immobilien: Flur 3 Nr. 144 2550 Meter Acker auf dem Leufertsröder Weg, Flur 8 Nr-16 2825 Meter Acker auf dem Holzweg hinter den Schieß­gärten,

Flur 8 Nr. 16a 2819 Meter Acker da­selbst.

I. an folgende Aenderungen ein:

Die seither bestandenen Sammelstellen in den Schulhäusern in der Schulstraße und in der Neustadt, sowie bei Herrn Kaufmann Emil Fischbach dahier werden aufgehoben.

Der Verkauf der Sparmarken findet von dem oben genannten Zeitpunkte

28.

30.

3. December

4.

5

7.

10.

11.

12.

14.

17.

18.

19.

21.

23.

24.

Zahltage festgesetzt worden:

26. November 1889,

Mittwoch den 27. Noormber,

Vormittags 10 Uhr und

Nachmittags Vr2 Uhr, sowie

Donnerstag den28 November,

Nachmittags Vr2 Uhr, werden die zur Hinterlassenschaft des Herrn Anton Petri gehörigen Weißbinder-Utensilien, als:

Rüststaugen, Dielen, Kloben, Seile, Leitern, Eimer, Schablonen usw., sowie die noch vorhandenen

Farbe«, Lacke, Pinsel und Rohr, 1 Hobelbank, einige Farbmühleu, eine fast neue 10 Ctr. Deeimalwaage mit Gewichte, mehrere Wagen, insbesondere ein wenig gebrauchter kleiner Rollwagen, für jedes

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r) der höheren Mädchenschule.

In den unter pos. ao aufgeführten Geschäften sind Sparmarken jederzeit zu haben, solange die Geschäfte offen sind, und in den Schulen an den von den betreffenden Herren Lehrern bestimmt werdenden Tagen. An Stelle der seither üblichen Büchelchen werden Markenkarten aus­gegeben, welche beim erstmaligen Kaufen der Marken und später nach Bedürsniß bei den Markenverkaufsstellen in Empfang zu nehmen sind.

sowie:

in dem Schulhause in der West-Anlage,

Flur 8 Nr. 37,1 - 462 Meter Acker da­selbst.

Flur 8 Nr. 38,1 462 Meter Acker da­selbst,

Flur 8 Nr. 39 - 625 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 40 625 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 41 - 1944 Mettr Acker daselbst, Flur 9 Nr. 46 1350 Meter Acker auf der großen Weide,

Flur 30 Nr 172*/10 2634 Meter Wiese über der Erdkaute auf dem Weg hinter dem Fluthgraben,

Flur 3 Nr. 188 1869 Meter Acker auf dem Krofdorferweg,

Flur 8 Nr. 24 1600 Meter Acker dies­seits am Grasweg

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16 November 1889.

Großherzogl. Ortsgericht Gießen.

___I A-: Bogt._______9304

Schasversteigerung.

Mittwoch den 27. d. M., von Vormittags 9 Uhr an, läßt die hiesige Schäferei-Gesellschaft

158 Schafe, meistens junge Zucht­schafe,

27 Hammellämmer und

22 Mutterlämmer versteigern.

Eberstadt, am 20. Novbr. 1889.

I. A.: 9415

Gör lach, Bürgermeister.

an in folgenden Geschäften statt:

Herrn Kaufmann Eberhard Dort, Wallthorstraße Nr. 45, Joseph Georg,. Ederstraße Nr. 2,

I. H a i n b a ch, Marburgerstraße Nr. 29,

,> Eberhard Metzger, Neustadt Nr. 8,

Christoph Biecker, Neustadt Nr. 55,

Christian Haubach II., Krofdorserstraße Nr. 2, Wilhelm Klee, Marktstraße Nr. 2,

Frau Ottmar Köhler Wwe., Lindenplatz Nr. 5,

Herrn Conr. Steinhäuser, Buchbinder, Neuen BäueNr. 17, Julius Hoos, Buchbinder, Bahnhofsstraße Nr. 41, Kaufmann Emil Fischbach, SelterSweg Nr. 24,

Frau Wilhelmine Rusag, Frankfurterstraße Nr. 39, Herrn Kaufmann August Voigt, Seltersweg Nr. 46,

Rudolf Schlabachs Nachfolger,Ludwigsplatz4,

Versteigerung.

Montag den 25. d. M., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Schulstratze Nr. 4 dahier gegen Baarzahlung:

3 Marmortische,

1 Büffet,

1 silb. Tafelaufsatz, 1 desgl. Schale, 1 großen Ladentisch,

1 kleinen Ladentisch,

ihre Zinsen an einem der oben genannten Tage unter Vorlage der Scheine in Em­pfang zu nehmen oder beischreiben zu lassen. Die Vorlage der Scheine ist dies­mal um so notwendiger, als mit dem 1. Januar k. I. Einlagebüchelchen aus­gegeben und die alten Scheine eingezogen werden.

Die Gr. Bürgermeistereien des Spar­kaffebezirks werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung im Interesse ihrer Orts­angehörigen auf geeignete Weise zu deren Kenntniß zu bringen

Gießen, am 11. November 1889.

Der Rechner der Spar- u. Leihkasse Gießen. Doering.

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Reparaturen werden prompt und schon auageführt,_______________________________

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