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< Acten von Paul Lindau.
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istinath Max daskovski.
s Frau Luise Maas.
sr Tochter Anni Reiiers.
rieh berg, t Adam Reiners.
liehberg, Paul t. Gallas.
is Otto Frank.
iim Marie Jaskowski.
iBchneider Richard Lerch, stmädchen Helene Pauli, r Albert Ullrich.
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Nr. 274.Samstag den 23. November 1889.
Der Wiener ^njeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags.
Die Gießener Aiamilie« vtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.
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Kenemt-Mnzeiger.
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Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis Gieren.
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folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Ultgt. VUUIXI. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung,
Schasräude zu Odenh?.usen betreffend.
Da auch die weitere Schasheerde zu Odenhausen, außer derjenigen des Schäfers Sauer, räudeverdächtig erscheint, wird auch über diese die Sperre hierdurch verfügt
Gießen, den 21. November 1889.
Grobherzogliches Kreisamt Gießen.
v Gagern.
Deutscher Reich.
Darmstadt, 20. November. Bei den Großherzoglichen Hanprstenerämtern sind an Zöllen und Verbrauchs- steuern im Rechnungsjahre 1888—89 Mk. 11,726,761 ein- gegangen, wovon Mk. 7,507,396 aus Eingangszoll entfallen. Die Zuckersteuer brachte in den Hauptsteueramlsbezirken Offenbach und Gießen Mk. 514,336 Materialsteuer und Mk. 260,273 Verbrauchsabgabe. Von bedeutenden Eingängen entfallen aus die Tabaksteuer Mk. 335,419, die Salzsteuer Mk. 909,825, die Braustcuer Mk. 871,349, auf den Reichsspielkartenstempel entfallen auf den Steuerbezirk Darmstadt Mk. 155,219. Die Branntweinsteuer lieferte Mk. 125,141 an Maischbottich- und Materialsteuer, Mk. 828,571 Verbrauchsabgabe und an Nachsteuer Mk. 3441.
Darmstadt, 20. November. Das Gesammtcrgebniß der Weinsteuer im abgelaufenen Rechnungsjahr 1888—89 hat sich im Großherzogthum Hessen aus 294,289 Mk. 85 Psg. gegen 290,936 Mk. 62 Pf. im Vorjahre belausen. Aus die Provinzen vertheilt kommen aus Rheinhessen 160,506 Mk. 53 Pf., aus Starkenburg 109,170 Mk. 64 Ps. und aus Oberhessen nur 24,612 Mk. 69 Pf. Weinsteuer. Den höchsten Steuerbetrug bezahlt der Bezirk Mainz mit 73,681 Mk.
Ausland.
London, 21. November. Der Vorsitzende des Emin- Pascha-Cvmites, Mackinnon, hat von Stanley ein Telegramm erhalten, in welchem derselbe nun ebenfalls seine und Emin Paschas glückliche Ankunft in Mpwapwa ankündigt und zugleich mittheilt, daß er des Sultans Gebiet in fünf Tagen zu erreichen gedenke. (F. Z.)
Deutscher Reichstag.
20. Plenarsitzung. Donnerstag den 21. November 1889, 12 Uhr.
Haus und Tribünen sind spärlich besetzt. Am Bundesrathstische Niemand.
Das Haus tritt in die Tagesordnung ein: Erste Beratung des Antrages Ackermann (cons.), betreffend den Befähigungsnachweis, in Verbindung mit den Anträgen Aichbichler (Ctr.) und v. Kardorff (Rp.) denselben Gegenstand betreffend.
Abg. Ackermann: Ich habe die Ehre, die sechste Generaldebatte über den Befähigungsnachweis zu eröffnen. Bisher war all unser Bemühen vergebens; ich habe die Sache herzlich satt und betreibe die Angelegenheit, weil ich die Quittung von der Regierung erwarte. Redner geht dann die bekannten Gründe, welche sür und gegen den Besähigungs- nachweis angeführt zu werden pflegen, durch, diese bekämpfend, jene befürwortend. Er hofft, daß der Geheimraths-LiberaliS- mus überwunden werde und man dann das Gesetz annehmen wird. Der Befähigungsnachweis ist unser ceterum censeo; erreichen wir ihn nicht, unsere Söhne werden das Werk fortsetzen. (Bravo! rechts.)
Abg. Metzner (Ctr.): Die Sache habe Eile und es werde gut sein, diese Anträge noch vor den Wahlen zu erledigen. Zu wünschen wäre deshalb, daß man die zweite Lesung recht bald auf die Tagesordnung setze; eine Commissions- berathung sei überflüssig.
Abg. M e r b a ch (Rp.) befürwortet den Antrag v. Kardorff, der auch einen Nothstand der Handwerker anerkenne. Zur Linderung deffelben sei der Befähigungsnachweis auf dem Boden Ler Gewerbesreiheit geeignet. Das Publikum verhalte sich der Sache gegenüber gleichgültig und kaufe, wo die Waaren am billigsten sind. Eine zu weite Ausdehnung des Befähigungsnachweises schädige Handwerk und Publikum,' es muß unter den Handwerkern unterschieden werden. Dringend nöthig scheint der Befähigungsnachweis bei den Bauhandwerkern, wo von der Geschicklichkeit deS Arbeiters Leben und Gesundheit der Mitmenschen und große finanzielle Interessen abhängen,
ebenso bei Bandagisten. Die Besähigung soll nicht vor einer Commission von Concurrenten, sondern vor einer öffentlichen Behörde abgelegt werden. Für die Soeialdemokratie ist das Handwerk eine der Mauern vor dem Eingänge zum Paradiese der neuen Weltordnung.
Abg. Goldschmidt (dsr.): Neues sür die Anträge ist nicht beigebracht; auch dagegen können wir nichts Neues sagen und wenn trotzdem Herr Ackermann noch weitere Wiederholungen der Anträge in Aussicht stellt, so wäre eS vielleicht angebracht, einen Phonographen aufzustellen und denselben später in Thätigkeit zu setzen. Man beruft sich auf die 100000 Petitions-Unterschriften. Diese sind aber sehr geringe gegenüber den 4 Millionen Handwerkern in Deutschland. Der Handwerkerstand sei genügend entwickelt und bedürfe solcher Mittel nicht- besser wäre es, den Handwerker zu belehren über Dinge, die er praetisch gebrauchen kann. Auch bei Bauhandwerkern würde der Befähigungsnachweis nichts nützen. Unfälle werden sehr ost verschuldet durch schlechtes Material und auch durch geprüfte Königl. Baumeister.
Abg. Struckmann (natl.): Wenn die Herren von der Majorität beklagen, daß die Anträge früher nicht bis zur dritten Lesung gediehen sind, so kann die Schuld doch nur bei Ihnen liegen. Durch die Anträge würde für viele Theile Deutschlands ein Zustand geschaffen, schlimmer, als er vor dem Jahre 1869 war, so namentlich in Bayern und Hannover. Es sei nicht wahr, daß das Handwerk sich im Niedergang befinde; gegenüber früheren Zeiten habe ein Aufschwung statt- gesunden. Elend gibt es immer und überall. Für die zweite Berathung wünscht Redner eine gründlichere Erörterung der Frage, wie man bte Pflichten der Lehrherreu gesetzlich zu bestimmen gedenke, damit diesen nicht lediglich eilt Privileg gegeben werde.
Abg. Kröber (Volkp.): In Frankreich blüht das Handwerk ohne Besähigungs-Nachweis. AuS eigener Erfahrung weiß Redner, daß auf das Besähigungszeugniß nicht viel zu geben ist. Am besten tverden wir dem Handwerk nützen, wenn wir die Anträge ablehnen.
Abg. Kühne (Soe.): Eine Prüfung vor einer staatlichen Behörde kann man zulassen bei Beschäftigungen, wo ein öffentliches Interesse in Frage kommt. Das ist bei den meisten Handwerkern nicht der Fall. Redner hat in zahlreichen Fällen gesunden, daß geprüfte Gesellen sehr wenig praetisch brauchbar und ungeprüfte oft recht tüchtig in ihrem Fache sind. Obwohl selbst Handwerker, ist Redner doch ein Gegner der Anträge. Die wenigeit Handwerker, welche heute noch den Jnnungsparteien nachlaufen, werden sich bald überzeugen, daß sie sich uns, der Partei der Zukunft, anfchließeu müssen.
Abg. C e g i e l s k y (Pole) ist aus wirthfchaftlichen Gründen mit den Anträgen einverstanden, doch verbieten ihm politische Gründe, für dieselben zu stimmeu. Er könne den Prüfungsbehörden keine Befugnisse gewähren, welche politisch gemiß- braucht werden können.
Die Debatte ist damit geschlossen.
ES folgen die Schlußreden für die einzelnen Anträge.
Abg. Hitze (Ctr.) tritt für den Antrag Aichbichler ein. Man habe die Gegner des Befähigungs-Nachweises aufgefordert, ihrerseits Petitionen einzusenden; es seien aber solche nicht eingegangeu.
Abg. M e r b a ch (Rp.) vertheidigt den Antrag v. Kardorff und den Befähigungs-Nachweis gegenüber den Angriffen Kühnes. Der Handwerker wird von der Soeialdemokratie sofort zum Fabrikarbeiter degradirt.
Abg. v. Kleist-Retzow (cons.) vertheidigt den Antrag Ackermann gegen die Ausführungen Kühnes. Das Handwerk sei die vom Ganzen losgelöste, vereinzelte Taube, welche dem Habicht der Socialdemokratte preisgegeben sei. (Heiterkeit links.) Der Noth der Landwirthschast hat man abgeholsen durch die Zölle; nur für den armen Handwerker sind die Herzen verschlossen.
Damit ist die erste Berathung beendet.
Das Haus vertagt sich.
Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr. Zweite Etatberathung (Auswärtiges Amt).
Schluß 4 Uhr.
Nerreste Nachrichten.
DolfsS telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 21. November. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser verlieh dem Hauptmann Wißmann unter Belassung in seinem Commando, unter Versetzung zu den Offizieren ä la suite der Armee trat der Uniform des zweiten Garderegiments den Character glS Major.
Berlin, 21. November. Seine Majestät der Kaiser empfing heute Nachmittag 5 Uhr die drei Präsidenten des Reichstags in besonderer Audienz, welche etwa eine Viertel stunde währte. Der Kaiser begrüßte die Herren überaus gnädig und unterhielt sich mit jedem Einzelnen. Die Politik blieb bei der Unterhaltung bestem Vernehmen nach unberührt.
Berlin, 21. November. Der Kronprinz von Griechenland dankte zugleich im Namen der Kronprinzessin dem Magistrat und den Stadtverordneten der Stadt Berlin durch ein Handschreiben für die Glückwünsche zu seiner Vermählung. Er werde stets mit Freuden an die schönen Tage in der deutschen Neichshauptstadt zurückdenken, worin ihm vergönnt war, an den Uebungen deS deutschen HeereS theilzunehmen, die mustergiltige Ordnung der hauptstädtischen Verwaltung kennen zu lernen und den Grund zu legen zu dem häuslichen Glück, das der Allmächtige ihm gnädig be- schiedeu habe. Er werde mit der Kronprinzessin nie aushören, an Freud und Leid der Bürgerschaft Berlins innigen Antheil zu nehmen.
Potsdam, 21. November. Anläßlich des Geburtstags der Kaiserin Friedrich fand heute Nachmittag um 11/4 Uhr bei den Majestäten im Muschelsaale des neuen PalaiS eine größere Tafel statt, zu welcher über 70 Einladungen ergangen waren. Unter den geladendn Gästen befanden sich alle zur Zeit in Berlin und Potsdam anwesenden Mitglieder der königlichen Familie mit Gefolge, der britische Botschafter Sir Malet mit Gemahlin, die Mitglieder der englischen Botschaft, die Regiments-Commandeure und die selbstständigen Bataillons- Commandeure der Potsdamer Garnison. Die Tafelmusik gaben die Capellen des 1. Garderegiments zu Fuß und deS Leibgarde-Husarenregiments.
Paris, 21. November. Im heutigen Ministerrath theilte der Marineminister Barbey mit, daß er zum eventuellen Schutz der französischen Staatsangehörigen in Brasilien ein Kriegsschiff dorthin absende. Der Unterstaatssecretär für die Colonien, Etienne, kündigte die Bildung einer Gesellschaft an, welche den Bau dringend nothwendiger Eisenbahnen im Congo- staate studire; er theilte ferner dem Ministerrath die Necla- mationen französischer Kaufleute mit, welche Beschwerde darüber führen, daß ausländische Maaren in den Colonien eingeführt werden, nachdem sie Frankreich passirt haben. Die Beschwerden betonen die Nothwendigkeit der Beibringung von Urfprungszeugiiissen solcher Maaren. Der Ministerrath beauftragte den Finanzminister mit dem Studium der Ange- legenheit.
Paris, 21. November. Das „Jollrn. ossiciel" publicirt das Verbot der Einfuhr nach Frankreich und der Durchfuhr Don Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen aus Deritschland und Oesterreich-Ungarn.
London, 21. November. Gutem Vernehmen und) eröffnet die Königin die neue Parlaments-Session persönlich.
— Ein dem Auswärtigen Amte zugegangenes Telegramm aus Zanzibar über die Ankunft Stanleys und Emin Paschas in Mpwapwa führt unter den Begleitern noch Pater Graull von der algerischen Mission aus. Stanley beabsichtigte von Mpwapwa am 12. November über Hemba, Mwemi nach der Küste aufzubrechen; er machte ,'die Mittheilung, daß der Victoria-Nyansa weiter nach Südwesten reiche- als man bisher angenommen habe, derselbe erreiche seine südlichste Grenze mit 2° 48z, 455 Meilen von Tangajika-See entfernt.
Messina, 21. November. Die Kreuzercorvette „Vespucci" erhielt Befehl, nad) Rio de Janeiro abzugehen; es verlautet, ein zweites italienisches Kriegsschiff werde sich dorthin begeben zum eventuellen Schutz der italienischen Staatsangehörigen.
Petersburg, 21. November. Bei der gestrigen Artill'erie- I ubels eier hielt der Kaiser eine Ansprache an die Artillerie- Offiziere, worin er für die tapferen Waffendienste dankte und die Ueberzeugung aussprach, die Artillerie wie die gejammte Armee werde auf den Schlachtfeldern auch künftig wie früher sich anszcichnen. Gott gebe nicht, daß es bald geschehe. „Bewahre unS der Herr vor dieser schweren Prüfung ! Wenn es geschieht, bin ich überzeugt, daß unsere tapfere Artillerie wie die anderen Waffengattungen für die Ehre und Ruhe des theueren Vaterlandes einstehen werde." Zu Ehrenmitgliedern der Artillerie-Akademie wurden ernannt: der Großfürst- Thronfolger, der Großfürst Wladimir, der Kriegsminister, der General Sofiano und der Finanzminister.
Konstantinopel, 21. November. Der Sultan ließ zum Andenken an den Besuch des deutschen Kaiserpaares eine goldene Medaille prägen, welche auf der einen Seite das türkische Wappen und auf der anderen das deutsche


