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Lokale-.

* Gießen, 19. Juli. Der gestern von der Studentenschaft ihrem derzeitigen Rector Herrn Prof- Dr. Boftroem gebrachte Fackelzug gestaltete sich zu einem so imposanten, wie ibn Gießen lange nicht gesehen. Man kann wohl sagen, daß dieser Zug, der gegen 9 Uhr sich von Oswalds Garten aus in Bewegung setzte und die ganze Stadt durchzog, bis er gegen 11 Uhr seinen Abschluß fand, äußerlich als Zeichen der hohen Frequenz und des vorzüglichen Standes unserer Universität gelten konnte. Nachdem der Zug, in welchem 4 Musikcorps vertheilt waren, vor der Wohnung des Herrn Rectors an der Frankfurter Straße angekommen, hielt stad. med. Vornhecke (Markomannia) folgende Ansprache:

Hochverehrter Herr Rector 1 Im Namen der Commilitonen stehe ich vor Ihnen, um den Gefühlen Ausdruck zu verleihen, welche unser festliches Erscheinen am heutigen Abend veranlassen. Magnrficenz! seit langen Jahren ist es an unserer alma mater nicht mehr oorgekommen, daß dem scheidenden Rector eine besondere Ovation dargebracht wurde, heute aber bewegen uns zwingende Gründe, von dieser Gewohnheit abzuweichen und Ihnen, ehe Sie die Würde und die Bürde Ihres Amtes niederlegen, noch einmal unsere Liebe und Verehrung zu beweisen. Zu lebhaft steht es in unserem Gedächtnisse, mit welcher Freundlichkeit und Aufopferung Sie sich den Interessen der Studentenschaft gewidmet und welch' leutselige Herzensgüte Sie jedem Bürger unserer alma mater entgegengetragen haben- Zwar haben wir Ew- Magnificenz nichts zu geben als Worte des Dankes und die Versicherung unserer Zuneigung, aber eine Freude ist es ja für den verdienstvollen Mann, wenn er sein Streben anerkannt sieht, wenn er sieht, daß ihm als Lohn für seine Mühen die Herzen derjenigen warm entgegenschlagen, für welche er gestrebt und gearbeitet hat. Diesen einen Lohn genießen Ew. Magnificenz in reichem Maße; es ist keiner unter den Commilitonen, der nicht mit begeisterter Verehrung an Ihnen hinge- Doch schauen Sie nieder auf das wallende Feuermeer zu Ihren Füßen, überblicken Sie die vielhundertköpfige Versammlung, alle beseelt von dem Gedanken, Ew. Magnificenz ihre Zuneigung zu beweisen! Dieser Anblick redet lauter als meine schwachen Worte vermögen!

Commilitonen! In nächtlicher Stunde, umwoben vom gluhrothen Scheine der Fackeln, stehen wir hier, um den Dankesgefühlen in unserer Brust unserem verehrten Herrn Rector gegenüber auch öffentlich einen würdigen Ausdruck zu verleihen. Wie die Fackeln aufleuchten und flammen, also durchflammt begeisterte Liebe zu unserem Rector unsere Herzen und flammt auf unter den rauschenden Klängen der Musik zu einem donnernden Hoch. Commilitonen! Seine Magnificenz unser allgeliebter Rector Herr Professor Dr. Boftroem, er lebe hoch!

Nach dem begeistert aufgenommenen Hoch ergriff Herr Prof. Dr. Boftroem das Wort, um den Studirenden für die dargebrachte Ovation zu danken; am Schluffe seiner Ansprache brachte er ein ebenso begeistert aufgenommenes Hoch auf die Univer­sität und die Studentenschaft aus. Nach Beendigung des Zuges hielten die einzelnen Corps und Verbindungen in verschiedenen Lokalen die übliche Festkncipe ab-

(Der Verband wissenschaftlicher Vereine begab sich von Oswald's Garten nach Stein's Garten zum Concerte und beehrte später Se- Magnificenz denselben mit seinem Besuche).

* Gießen, 19. Juli. Denjenigen Einwohnern, welche noch besonderer Be­schleunigung bedürfende Eingaben an die Stadtoerordneten-Versammlung zu richten haben, sei hier mitgetheilt, daß die nächste Sitzung am Donnerstag den 1. August statt findet. Nach dieser Sitzung tritt, sofern unvorherzusehende Anlässe nicht die Abhaltung außerordentlicher Sitzungen nöthig machen sollten, eine bis in den September reichende Pause in den Stadtoerordneten-Verhandlungen ein.

Gießen, 19. Juli. Durch Verfügung des Königlichen General-Commandos in Cassel ist Herr Premier-Lieutenant d. L. Busch zum Control-Offizter für das hiesige Hauptmelde-Amt ernannt worden und hat seine Stellung bereits angetreten.

Nach einer Bekanntmachung Großh. Directton des Landeszuchthauses Marien schloß sind, soweit dies nach der diesbezüglichen Instruction zulässig, von den Acten dieser Anstalt zur Vernichtung ausgeschieden: Die Personalacten entlassener, pensionirter und verstorbener Beamten und Bediensteten; die Personalacten entlassener Strafgefangener von 1811 bis 1853; alte Instructionen; Rescripte und Berichte, sowie allgemeine Correspondenzen, das Mckitärwesen betr., und spectell das Wacht-Commando zu Martenschloß; ältere Verfügungen, das Rechnungswesen betr.; ältere Acten, das Bauwesen betr.; alte Submissionsacten' ältere Acten über Seelsorge im Landeszucht­hause; alte Acten, betr. die Anstaltsschule; alte Acten, betr. das Sanitätswesen im Landeszuchthause rc. rc. .Diejenigen, welche an der längeren Aufbewahrung einzelner dieser Acten ein Interesse haben, können dasselbe binnen vier Wochen bei Großh. Directton des Landeszuchthauses melden.

Gießen, 19. Juli. (Turnerisches.) Nächsten Sonntag den 21. Juli wird der hiesige Turnverein, einer Einladung folgend, sich an dem in Herborn ftatt- findenden X. Turnfest des Lahn-Dill-Gaues betheiligen. Nach den bis jetzt etngegangenen Anmeldungen zu urtheilen, wird die Zahl der Theilnehmer fettens des Vereins eine recht ansehnliche sein; an diejenigen Mitglieder jedoch, welche sich noch hieran betheiligen wollen, dürfte die Aufforderung am Platze sein, sich schleunigst anzumelden, was in der Turnhalle, sowie bei dem Schriftwart Otto Schmidt, Marktstraße, geschehen kann, woselbst auch Wünsche bezüglich der Quartiere vorgebracht werden können. Betreffs Erlangung von Fahrpreisermäßigung sind bereits die nöthigen Schritte geschehen. Die Abfahrt erfolgt Morgens 6^. §

Gießen, 19. Juli. (Victualien-Preise Ende Juni 1889.] Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten:

Ochsenfleifch per Pfund

Rindfleisch per Pfund

Kalbfleisch per Pfund

Schweinefl. per Pfund

Hammelfleisch per Pfund

Gemischtes Brod

Roggen- Brod

Butter per Pfund

Milch 1 Liter

Eier

1 Stück

Städte mit Octrot:

Darmstadt

70

64

66

66

66

13

12

122-131

17

5-6

Mainz

68

54

64

60

60

14

12

106-118

19

5-6

Offenbach

66

55

56

65

65

14

13,5

118-130

22

5-8

Worms

70

64

64

66

60

12,5

11,5

110-128

15

5-7

Gießen

Städte ohne Octroi:

65

53

49

60

60

13

11

101-109

17

5-6

Bingen

65

60

60

70

55

13

12,5

106-120

18

5-6

Bensheim

60

56

56

60

60

12,5

10

90-110

17

6

Alzey

56

52

70

70

70

14

11

99-111

17

6

Friedberg

68

58

50

52

50

14

12,5

110

16

6-7

Alsfeld

60

45

50

50

.

12,5

11

90-100

14

5

Lauterbach

56

56

50

56

50

15

11,5

HO

14

5

Vermischtes.

Mainz, 18. Juli. Durck gestern erfolgten Stadtoerordnetenbeschluß wird das hiesige städtische Hospital eine bedeutende Vergrößerung erfahren, die eine Mehr­aufnahme von etwa 50 Kranken ermöglicht. Die Vergrößerung geschieht durch Zu­ziehung eines angrenzenden größeren, von der Stadt vor Jahresfrist erworbenen Hauses, dessen Um- und Anbau 130 000 JL erfordert. Bei der Bewilligung dieser Summe wurde in der Stadtverordnetenversammlung von verschiedenen Setten auf die Unzu­länglichkeit der hessischen Irrenanstalten hingewtesen und betont, daß es als eine dringende Nothwendtgkett erscheine, bet der Regierung um Abhülfe Schritte zu thun. Der Landtagsabgeordnete Wasserburg, der gleichzeitig Stadtverordneter ist, glaubte tn seiner ersteren Eigenschaft der Stadtverordnetenversammlung die beruhigende Ver­sicherung geben zu könnm, wenn eine diesbezügliche Vorlage an den Landtag käme, solche auf eine Annahme Seitens der Stände sicher rechnen könne.

In jüngster Zelt hat der Gouverneur der hiesigen Festung verschiedene An­ordnungen getroffen, welche in Offizierskreisen nicht gerade großen Anklang finden. So ist den Offizieren auf das Strengste verboten worden, ohne größeren Urlaub in Ctoilkleidung zu gehen. Selbst bet Ausflügen tn die Umgegend darf die Uniform nicht

abgelegt werden. Ein ferneres Verbot richtet sich gegen die Ausübung der Jagd und Fischerei in den Festungswällen und Gräben, was von den Offiziere« seither vielfach zu ihrer Unterhaltung betrieben wurde.

Mainz, 17. Juli. Der Transport von lebenden Fischen vom Rhein nach Wien wird mit gutem Erfolg betrieben. Gestern kam wieder ein Fischkasten, einem mittel­großen Schiffe ähnlich, hier an, welcher mit 6000 Pfund Fischen angefüllt war. Diese riesigen Fischkästen sind mit Löchern versehen, damit das Wasser hindurchströmen kann, wodurch sich die Fische immer in frischem Wasser befinden. Die Fische kommen von Holland, werden tn ihrem Behälter rhetnaufwärts geschleppt, durchfahren alsdann dm Main und den Donau-Main-Canal und von da aus die Donau bis Wim. Von ZeU^zu^Zeit werden die Kästen geöffnet, um etwa zu Grunde gegangene IFische zu

Bingen, 18. Juli. Bei einer Besichtigung der Trümmer der durch den Brand zerstörten Rochuskapelle durch Sachverständige und durch den Jnspector der Landesbrandkasfe, bei welcher das vernichtete Bauwerk zu 17 000 JL versichert war, hat sich ergeben, daß eine vollständige Niederlegung der Umfassungsmauern geschehen muß, so daß von der ursprünglichen Kapelle nichts mehr verbleibt als ein Thetl der Fundamente. Erfreulicher Weise regen sich zur Beschaffung der Mittel für den Wiederaufbau allerseits Hände, so daß vielleicht schneller als erwartet, die Kapelle aus dm Trümmern neu erstehen durfte. Zur Abhaltung einer Hauscollecte ist bereits die Genehmigung ertheilt und wird solche zur Veranstaltung einer Lotterie Seitens der Regierung auch nicht lange auf sich warten lassen. Eben ist man damit beschäftigt, das Metall der geschmolzenen - G'ocken zu sammeln, um daraus Erinnerungsmedaillen zu prägen, die zu Gunsten der Baukasse verkauft werden sollen.

r . = Frankfurt, 18. Juli. Die Lohnbewegung hat zwar an Intensität

bedeutend verloren, was zweifelsohne zum Thetl der Jahreszeit zuzuschreiben ist, tndeß regt es sich immer noch. Gestern Abend hielten die Bäcker abermals eine öffentliche Versammlung ab, in welcher u. A. mitgetheilt werden konnte, daß die Bäckermeister- Genossenschaft erklärt, die Forderungen der Gesellen seien ihr zu spät bekannt gegeben worden, um noch eine General-Versammlung vor der öffentlichen Versammlung der Gesellen etnberufen zu können. Da ein Gehülfe bezüglich seines Meisters mitthetlm konnte, derselbe stehe den Forderungen der Gesellen sympathisch gegenüber und die Genossenschaft werde sich voraussichtlich denselben ebenfalls geneigt zeigen, wurde eine Resolution angenommen, welche lautet:In Anerkennung der gefälligen Antwort, gibt die heutige Bäckeroersammlung der Genossenschaft kund, daß in 14 Tagen eine neue Versammlung stattfinden soll, bis zu welcher eine entscheidende Antwort erwartet: wird; andernfalls stehe es derselben frei, mit der Lohncommission innerhalb dieser Frist in Verhandlung zu treten." Bemerkt mag noch sein, daß mehrere Bäckergesellen gemaß­regelt worden sind, weil sie an der Bewegung Thetl genommen haben. Man glaubt eben hier wie anderwärts noch vielfach, mit Maßregelungen lasse sich die Magenfrage etwas anderes^ist es ja doch nicht aus der Weit schaffen.

Die Stukkateure hielten gestern ebenfalls eine Versammlung ab. Die Frage, um die es sich namentlich drehte, war die, ob man nicht eine 14tägtge Kündigung, die das Gewerbegesetz bekanntlich vorschreibt, die im Stukkateurfach wie in vielen anderen (man denke nur an die Schneider) aber nicht etngehalten wird, durchzusetzen versuchen wolle. Man einigte sich schließlich dahin, den Princtpalen ein Schreiben zuzu­stellen, worin die Bitte ausgesprochen wird, gegebenen Falles soweit als thunlich eine Kündigung der Entlassung oorangehen zu lassen und den eoent. Eintritt eines Arbeits- mangels so frühzeitig als möglich dem Fachverein anzuzeigen.

Unsere Stadt wird sich, dem Vernehmen nach, bald eines zweiten Volks- brauscbades zu erfreuen haben. Derselbe Herr, welcher das erste derartige Bad' auf dem Mertansplatze hterselbst der Stadt schenkte, Herr Stadtverordneter Theodor Stern, will in einem anderen, ebenfalls sehr bevölkerten Stadttheil ein zweites, aber bedeutend größeres Bad erbauen lassen. Das jetzt bestehende Brausebad erfreut sich einer außerordentlichen Frequenz. Ein Bad kostet einschließlich Wäsche nur 10 Trinkgeldernehmen ist den Angestellten bet Strafe sofortiger Entlassung verboten, so daß also auch durch diese Unsitte das Baden nicht oertheuert wird. Da die wohl- thätige Wirkung dieses hochherzigen Geschenkes eine allgemein anerkannte ist, muß man den Entschluß des Gebers, eine zweite solche nützliche Anstalt zu errichten, mit leb­hafter Freude begrüßen. Das neue Bad soll alle Verbesserungen erhalten, welche die Erfahrung als nützlich und nothwendtg gezeigt hat, namentlich sollen auch die Bade- und Ankleideräume größer werden. Das jetzt bestehende Brausebad hat 20,000 JL ge­kostet. Das Geschenk ist also gewiß ein recht ansehnliches.

Der oder die Diebe, welche verflossenen Sonntag einen hiesigen Geschäfts­mann um ca. 8000 JL erleichterten, haben dem Bestohlenen das Sparkassenbuch und die Obligationen von Darmstadt aus durch die Post zugestellt. Das baare Geld hat der Spitzbube natürlich behalten. Von dem frechen Einbrecher fehlt bis heute jede Spur.

Frankfurt, 16. Juli. Heute Abend 6 Uhr wurden durch 8 Feuerwehrmänner und zwei Gensdarmen neun Russenarbeiter geschlossen von Heddernheim nach dem hiesigen Gefängniß transportirt. lieber den Grund der Verhaftung wird berichtet: Circa 50 Russenarbeiter in Heddernheim hatten sich heute einen freien Tag erlaubt und beabsichtigt, denselben in der Wtrthschast Kastor zu verbringen. Vor dem Lokale wurden zwei Mann mit Nassauer Gewehren und aufgepflanztem Bajonett aufgestellt. Der Gensdarm und der Ortsdiener, sowie der Bürgermeister wollten gegen diesen Unfug einschretten, worauf die zwei WachtpostenRaus" riefen. Die tn der Wirthfchaft sitzenden Arbeiter sprangen nun heraus und brachten dem Gensdarmen einen Stich bei, während der Bürgermeister und der Ortsdiener mit Steinen geworfen wurden. Schließlich mußte Alarm geblasen werden und die Feuerwehr ausrücken, welcher es gelang, die Haupträdelsführer zu fassen und hinter Schloß und Riegel zu bringen.

Die deutschen Jäger bemühen sich seit einiger Zeit mit Nachforschungen über den Verbleib des Steppenhuhns in den verschiedensten Gegenden. Voriges Jahr nistete der fremde Vogel mehrfach auf deutschen Feldmarken und hielt sich bis zum Spätherbst hinein in Deutschland auf. Der Winter scheint indeß die Thiere fortgetrieben oder getödtet zu haben. Alle Unterfuchungen haben, wie von Jagdkundigen gemeldet wird, Hefen Sommer noch fein einziges Exemplar des Vogels entdecken lassen. Man nimmt an, daß die gewünschte Acclimatisirung vollständig mißlungen ist und bedauert, im Vorjahr den Fremdling nicht als Jagdbeute ausgenutzt zu haben.

Burgsteinsurt, 15. Juli. Das heutige Schützenfest der Allgemeinen Bürger- Schützengesellfchaft nahm ein trauriges Ende. Der Aufsicht zweier Schlofferlehrlinge hatte man die Gewehre, darunter ein geladenes, welches versagt hatte, anvertraut. Einer der Jungen legte damit ahnungslos auf einen Knaben an und schoß denselben nieder. Das Kind war sofort tobt. Ohne Sang und Klang ging die Festoersammlung auseinander.

Niedermendig, 12. Juli. (Schrecklicher Tod.) Ein mit der fallenden Krankheit behafteter Mann in Niedermendig stand im Begriff seine Sense zu wetzen. In diesem Augenblick Überfiel ihn die Krankheit, er stürzte mit dem Unterleib tn die Sense, sodaß der Tod sofort erfolgte.

Handel und verkehr.

(Neue deutsche Briefmarken.] Gegenwärtig arbeitet die Reichsdruckerei, wie dieKöln. Volksztg." meldet, an der Herstellung neuer Postwerthzeichen, welche am 1. October d. Js. zur Ausgabe gelangen. Für die oerfchtedenen Gattungen von Briefmarken unter und über 10 H ist nur je eine Zeichnung angefertigt und nach Ausführung geringfügiger, auf die Form des Reichsadlers und der Kaiserkrone bezüg­licher Aenderungen dem Schnitte der Stempel zu Grunde gelegt worden. Die tech­nische Ausführung der neuen Postwerthzeichen entspricht in der Hauptsache der früheren Herstellungsweise. Nur für das Gummiren, Trocknen und Zähneln der Postwerth­zeichen sind neue mechanische Vorrichtungen eingesührt worden, welche sich bis jetzt durchweg gut bewährt haben und als Verbesserungen gegenüber dem bisherigen Ver­fahren zu erachten sind.

Wärmegrade der Lahn und der Luft gemeffen nach Reaumur am 19. Juli zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser W/2 Grad, Luft I6V1 Grad.

L. Ehr. Rübs am en, Turn- und Schwimmlehrer.