maßen:
1— 20 Mk.
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nachgerade nicht mehr ungewöhnlichem
Sterblichkeitsziffer: 18 <VC0.
Es starben an: Zusammen
1
Masern
1
14
86
35
94
//
H
n n In
für Anerkenntniß- urtheil:
—.30 Mk.
Hospitanten 17
4
8
für Versäumniß- urtheil:
1.—
2.40
4.60
7.50
U.-
Summe
52
30
54
21
8
die Einrichtungen von Wasserleitungen in Arbeitcrwohnungen, ein Vorzugspreis für den Wasserconsum des Arbeiterstandes in Betracht kommen. Zu diesem Zwecke werden Erhebungen veranstaltet und wird event. ein Antrag an die Stadtverord- neren-Versammlung ergehen. Was nun die auswärtigen ledigen Arbeiterinnen anbelangt, welche in der Stadt Unterkunft suchen, o vertrat Hr. von Heyl den Standpunkt, daß zunächst eine Mädchenherberge in Verbindung mit dem Diakonifsenhause zu planen sei, die Zustimmung des letzteren zu diesem Projecle tehe freilich noch aus. Die Fürsorge und Mithülfe müsse auf religiöser Grundlage beruhen, als Protestant sei er in dieser Hinsicht auf seine Confession verwiesen, da aber die religiösen Pflichten über die confessionellen zu stellen seien, so wäre eine Anregung in der angedeuteten Richtung bei den katholischen Schwestern ober sonstigen Corporationen sicherlich ebenfalls von einem günstigen Resultat begleitet.
verkehr, Land, nnd volkrwirthschaft-
— In der Reichstagssitzung vom 10. December ist von dem Abgeordneten Schultz-Lupitz bet anerkennender Erwähnung der seit dem 1. November etngdretenen weiteren Ermäßigung M Xtlt» graphenbotenlohnS auf da* Land von 60 Psg. auf 40 Pfg. u. A. daraus htngedeutel worden, datz es zweckmäßig erscheine, die Absender von Telegrammen nach den Landbeztrken öffentlich davon in Kenntnttz zu setzen, datz die Anwendung des ermäßigten Landbotenlohnes nur bet einer Vorausbezahlung zulässig sei. Diese Ankündigung ist bereits erfolgt und soll auch noch wiederholt werden.
— Den Eisenbahnschaffner« ist es untersagt, einem Reisenden auf dessen Ersuchen an einer Station eine Fahrkarte zu lösen, wenn derselbe weiter fahren will, als seine ursprüngliche Fahrkarte lautet. Viele Reisende werden noch nicht gewußt haben, daß sich die Schaffner durch Erweisung einer solchen Gefälligkeit einer Pfltcht- widrigkeit schuldig machen.
Canal hat man darum wieder eingestellt.
— Ein vom Humanitären wie volkswirthschastlichen Standpunkt gleich dankenswerthes Unternehmen wird demnächst hier in das Leben treten, nämlich eine Haushaltungsschule. Die Anstalt, in welcher nach dem Vorbild anderer Städte die Mädchen aus den Volkskassen eine pracüsche Ausbildung als Hausfrau erhalten sollen, verdankt ihr Entstehen der Initiative des vaterländischen Frauenvereins, der zu dem Zweck einen Betrag von 3000 Mk. zur Verfügung gestellt hat.
Oppenheim, 16. Deeember. Das Pferd eines hiesigen Fuhrmannes, welches einen Beinbruch erlitt, mußte getödtet und auf den Wasenplatz verbracht werden, wo der Cadaver über Nacht liegen blieb. Ein Liebhaber billigen Pferdefleisches hat während der Nacht Gelegenheit genommen, sich auf längere Zeit mit Fleisch zu verproviantiren.
Oppenheim, 16. December. Die hiesigen Bäcker haben den Preis des 4pfündigcn Laibes Brod um 3 Pf. erhöht. Motivirt wird der Aufschlag mit den gesteigerten Mehl- und Kohlenpreisen. Auch die Brödchen lassen den Aufschlag schon an sich bemerklich erscheinen.
Worms, 14. December. In einer Versammlung, welche Frhr. von Hehl mit seinen in Worms wohnenden Arbeitern in dem Vereinshaus seiner Fabrik kürzlich abhielt, wurde aus seine Anregung hin ein Ausschuß gewählt, der sich künftighin mit der Arbeiterwohnungsfrage in Worms beschäftigen soll. Hierbei soll in erster Linie die Kostgängerinnensrage,
17
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Kinder vom
Locales uttfc provinzielles.
Gießen, 18. December.
vermischtes.
Darmstadt, 16. December. Die Gefammtzahl der Stu- direnden und Hospitanten an der Großh. technischen Hochschule betrug im Studienjahr 1888/89: 324. Aus die einzelnen Abtheilungen vertheilen sich dieselben folgender-
1) Bauschule
2) Ingenieurschule
3) Maschinenbauschule
4) Chemisch technische Schule A. Chemiker
B. Pharmaceuten
5) Mathemat. naturwissenschaftliche Schule
6) Electrotechnische Schule
Stil, d. h. vor gähnend leerem Hause, verlief das zweite Gastspiel des Herrn Janez Mally, und zwar trat der Künstler als Vereinsdiener Schnake im Moser'schen „Stiftungsfeste" aus. Der Schwank selber ist weltbekannt und bedarf keiner Besprechung. Die Rolle des Gastes ist weniger durch ihren Umsang hervorragend, als sie dem Darsteller Gelegenheit bietet, sein Vermögen, feinere characterisirte comische Nollen zu verkörpern, an den Tag treten zu lassen. Noch weit mehr als der Schneider Zwirn erfordert sie einen Schauspieler, der seine Erfolge nicht in derben Effecten und burd) grobe Situationscomik zu erreichen sich bemüht, sondern der dadurch, daß er lebenswahre, comische Charactere zu schaffen versteht, die Heiterkeit seines Publikums zu erregen weiß. Gerade in der Rolle des Schnake würde sich jede Uebertreibung und grobe Auffassung schwer rächen, während eine geistreiche und durchdachte Wiedergabe sie namentlich auch für Freunde feinerer Cvmik äußerst interessant und amüsant macht. Herr Janez Mally genügte allen Anforderungen in wirklich seltenem und hervorragendem Maße. Alle seine schon neulich gebührend gerühmten Vorzüge setzte er auch gestern wieder ins hellste Licht. Seine stupende Sicherheit und Gewandtheit, sein Talent, mit wenig scharfen Strichen natürliche und darum desto erheiternder wirkende Figuren zu schaffen, befähigten ihn, eine wirklich mustergültige Darstellung des | ewig geschäftigen, mit einer wahrhaft unheimlichen Rede- fertigkcit begabten Schnake zu bieten. Lebhaftester Beifall lohnte wiederholt die prächtige Leistung. Von unseren einheimischen Kräften sei vor Allem Herr Director Reiners hervorgehoben, dessen ausgezeichnete, urgemüthliche Wiedergabe des Commerzienrathcs Bolzau noch von vorigem Winter her im besten Andenken steht. Als Hartwig, also in einer mehr den römischen Characterrollen angehörigen Partie, war Herr von Gallas beschäftigt. Sein Spiel war sehr gewandt und namentlich in der Scene mit Schnake äußerst wirksam. Die Herren Ullrich, Jaskvwski, Frank und Lerch fanden sich mit ihren kleineren Rollen zur vollen Zufriedenheit ab. Fräulein Maas hätte die Auffassung ihrer Partie noch recht wohl vertiefen können. Die übrigen Damen geben zu besonderen Bemerkungen keinen Anlaß.
Bad-Nauheim, 15. December. Der Vorstand der im vorigen Jahre durch die Initiative des Herrn Pfarrers Walz dahiergegründeten Kleinkinder sch u l e beabsichtigt im Laufe dieses Winters dahier einen Cyklus von Vorträgen aus verschiedenen Gebieten des menschlichen Lebens zu veranstalten, wenn die Sache genügende Unterstützung findet.
Lauterbach, 16. December. Diesmal sind wir bei dem ersten Schneefall, welcher Mittel- und Süddeutschland besonders reichlich bedacht hat, gut davongekommen. Von vielen Orten wurde Verspätung der Eisenbahnzüge, sowie gänzliche
Darmstadt, 18. December. Einem umlaufenden Gerüchte, wonach der Prinz von Wales schwer erkrankt sei, meldet eine officiöse Nachricht aus London, daß der Prinz sich wohlbefindet und das Gerücht grundlos sei.
München, 18. December. Professor Giesebrecht ist in vergangener Nacht gestorben.
Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen.
50. Woche. Vom 8. December bis 14. December 1889. Einwohnerzahl: 20 200 (tncL 1600 Mann Militär).
— Die Fleischpreise machen auf dem Schweinemarkt eine Rückwärtsbewegung, weil Angebote, da jetzt der kleine Landmann mit fetter Waare an den Markt kommt, stärker als Nachfrage sind. Bei den letzten Wochenmärktcn in Frankfurt mußten jedesmal größere Partien als unverkauft eingestellt werden, was einen bedeutenden Abschlag zur Folge hatte.
(L. A.)
Maar, 17. December. In der Sonntagsnacht brannte Scheuer und Stall, sowie ein Th eil vom Wohnhause des Landwirths Blum dahier nieder. Da-das Feuer gegen 10 Uhr ausbrach, war sofort Hilfe zur Stelle, welche größeres Unglück verhütete.
— lieber die Wahlbewegung für die kommenden Reichstagswahlen läßt sich das „Frkf. Journ." aus Oberhessen schreiben: Von den drei nationalliberalen Vertretern Oberheffens im Reichstag wird nun Herr Kalle wieder candidiren, dessen Wahl (im Kreise Alsfeld-Lauterbach) gesichert ist. Im Wahlkreis Gießen werden nicht weniger als vier Bewerber auftreten; eine Stichwahl wird dort unvermeidlich fein, da immerhin eine beträchtliche Anzahl Stimmen Herrn Dr. Böckel zufallen wird. Wenn uns nicht Alles täuscht, wird den Stimmenverlust durch Abgabe an die Antisemiten in erster Linie die freisinnige Partei zu tragen haben (namentlich im sogen. Bufecker Thal). Die Freisinnigen haben ihre Candidaren noch nicht nominirt; Herrn Dr. Gutfleisch würde eine nochmalige Candidatur selbst in den Augen vieler seiner bisherigen Anhänger schaden, aber man weiß, wie schwer ihm die Entsagung fallen wird. Den schwierigsten Kampf wird es kosten, den Kreis Friedberg-Büdingen den Cartell- parteien zu erhalten. Auch in ihm ift außer dem socialistischen Zähleandidaten noch kein Bewerber aufgestellt.
— Der Landwirthschaftliche Verein der Provinz Ober- hefien hat in feiner letzten Ausschußsitzung den Beschluß gefaßt, in Rücksicht auf die gleichzeitig für 1890 nach Straßburg ausgeschriebene Ausstellung der Deutschen Landwirth- schasts-Gefellschaft und im Hinblick auf -die Geringfügigkeit der verwendbaren Mittel die Betheiligung an einer rhein- hessischen Ausstellung in Mainz abzulehnen.
1. Lebensjahr
HD 1
1 (1)
1 —
1 —
haben, auf das Doppelte erhöht werden sollten. Ein solcher Plan bestehe nicht.
Petersburg, 17. Deeember. Das „Journ. de St. Petersburgs drückt sein Erstaunen über die ungerechten Angriffe der österreichischen Presse gegen Serbien aus wegen einer rein finanziellen Frage und über erfundene Beschwerden, wie die Ausnahme montenegrinischer Einwanderer durch Serbien, denn damit sei nur ein Act brüderlichen Mitgefühls vollzogen worden.
Riga, 17. December. Gestern fand hier die erste Sitzung der Stadtverordneten statt, in welcher in russischer Sprache verhandelt wurde. Das Stadthaupt von Dettingen nnd die Stadträthe Hillner, Hausmann, Tiemer, sowie der Stadt- fecretär Alt haben ihre Entlassung nachgesucht.
Belgrad, 17. December. Die Skupschtina verwarf in ihrer heutigen Sitzung den Antrag der Liberalen betreffs Aushebung des Tabakmonopols und den Ersatz desselben durch die Tabaksteuer.
Washington, 17. December. Präsident Harrison übersandte dem Congrcß eine Note, in welcher er die Verlängerung des Congresses der Seeuferstaaten um 2 Monate, vom 1. Januar 1890 ab gerechnet, Vorschläge
: Erwachsene: im
Summa: 7 (2) 4 (2) 1 2 ,
Anm. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gietzm gebrachte Kranke kommen.
über 20— 60 60—120 „ 120—200 „ 200-300 k. Theater.
Zusammen 248 76 324
Davon gehörten an: dem Großherzogthum Hessen 193, anderen deutschen Staaten 112, dem Auslande 19.
— Die Hauptversammlung deS Hilfsvereins im Großh. Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde, soll am Montag den 30. December, Nachmittags halb 4 Uhr, im Damensalon des Saalbaues zu Darmstadt stattfinden. Gegenstände der Tagesordnung sind die regelmäßigen, in den bezügl. Paragraphen der Statuten bezeichneten.
△ Mainz, 17. December. Ueber das Austreten der Influenza hier gingen in den letzten Tagen verschiedene Mittheilungen durch die auswärtigen Blätter. Wie man uns aus ärztlichen Kreisen versichert, find diese Mittheilungen alle sehr übertrieben und entspricht die Zahl der angegebenen Erkrankungsfälle durchaus nicht der Wirklichkeit. Besonders in Bürgerkreisen tritt die Krankheitserscheinung nur in ganz vereinzelten Fällen auf und zwar in so leichter Art, daß die von der Krankheit Ergriffenen schon in drei bis vier Tagen wieder vollständig genesen sind. Bei dieser Gelegenheit wird uns von ärztlicher Seite auch mitgctheilt, daß die Krankheit im Ende der sechziger Jahre hier viel heftiger und in weit schlimmerer Art aufgetreten, damals habe man aber statt Influenza das deutsche Wort Grippe gebraucht.
— Seit heute Morgen bringt der Main wieder ziemlich viel Eis. Das kaum begonnene Ausrichten der Wehre im
: 2.-15. Jahr:
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Studirende
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-a- Die Thatsache, daß bei den Gerichten nicht wenige Klagen erhoben werden, welche Forderungen zum Gegenstände haben, die die beklagte Seite, ohne Einwendungen machen zu können, zugibt und in Folge dessen nicht zum Termine erscheint, sondern Versäumnißurtheil gegen sich erwirken läßt, wird es angezeigt erscheinen lassen, das Publikum daraus ausmerksam zu machen, daß es im Interesse des Beklagten gelegen ist, sich in solchem Falle im Termine einzufinden und die Forderung anzuerkennen, da alsdann 7/10 der Kosten erspart werden.
Es betragen solche nämlich bei einem Object von:
Luftröhrenentzündung 2 (1)
Lungenschwindsucht 1 (1)
Herzbeutelentzündung 1
Gehirnfchlagflutz 1
Tuberkulöser Hirnhaut- enüünbung 1
-.80 „
1.40 „
2.30 „
3.30
Literatur und rinnst.
Sagenkranz aus Hefsen-Raffa« von Earl Heßler. Verlag von Gustav SUauntg, Hofduchhsndlung, Cassel. Preis 2.50 Mk. Eleg. geb. 3 Mk.
Dieses Werk bietet eine reichhaltige Sammlung der vorzüglichsten und schönsten Sagen aus Hessen, Nassau und der Wartburggegend. Es ist wirklich ein schöner „Kranz", der uns hier geboten wird, ein Kranz, gewunden aus frischen und duftenden Waldblumen. Einem Jeden sollten die Sagen seiner Heimath bekannt sein; ein Jeder sollte wissen, welche Sage sich an diese oder jene Ruine, an diesen oder jenen Ort knüpft. Tann erscheint ihm die Gegend in einem ganz anderen Lichte: sie ift ihm dann nichts Todtes mehr, sie redet zu ihm, verkündet ihm Maren aus alten, sturmbewegten Tagen. Die Sagen einer Gegend erscheinen wie die Flora derselben, sie gehören zu ihr, wie die Blumen, welche eine Burg umblühen. Gleich dem immergrünen Cpheu umschlingen sie die altersgrauen Trümmer der Burgen; sie geben solchen Orten eine gewisse Weibe, und mit stillem Schauer betritt man diese Statten vergangener Herrlichkeiten und ruhmvoller Thaten. So knüpfen sie das Herz des Menschen an seine Heimath, machen sie ihm lieb und theuer und,pflanzen in die Herzen ein gar edles Pflänzchen: die Liebe zur Heimath, zum Vaterlande — die Liebe, die schon gar Manchen, der in der Fremde dem Glücke nachgeeilt, mit unwiderstehlicher Gewalt in das Land seiner Lieben, in sein trautes Heimathland, zurückgezogen hat. Wir führen hier noch die schönen Worte Bechsteins an, die der Verfasser dem Werke als Motto vorgesetzt hat:
„Die Sage wandelt sinnend durchs Land von Ort zu Ort, Und pflanzt in ihrem Garten die schönsten Blumen fort. Sie weilet in Ruinen, sie lauscht am Felsenhang, In Hainen rauscht ihr Flüstern wie ferner Harfenklang."
Wir können diese Sammlung aufs Wärmste empfehlen, insbesondere auch zur Anschaffung in Volks- und Jugendbibliotheken.
— Geh. Rath Victor Meyer, der Nachfolger Bunsens au^ dem Heidelberger Lehrstuhl der Chemie, wird nun doch seinen in der elften allgemeinen Sitzung der 62. Versammlung deuticker Naturforscher und Aerzte hier gehaltenen Vortrag: »Chemische Probleme der Gegenwart", der mit so großem Beifall ausgenommen wurde, den aus allen Kreisen der Gebildeten an ihn ergangenen Aufforderungen entsprechend, einzeln herausgeben. Derselbe erscheint in 14 Tagen bei Winter in Heidelberg.
— Biertreber als «chweinesutter. sNachdruck verboten.) Die Biertreber sind ein Mastfutlermiuel ersten Ranges für Rindvieh und Schweine und können an die letzteren bis zur halben Deckung des Gefammteiweißbedarfs verfüttert werden. Wenn somit Mastschweine im großen Durchschnitt, respective in der Tagesration, per 1000 Kgr. Lebendgewicht ca. 30 Kgr. organische Substanz mit 4 Kgr. verdaulichem Eiweiß bedürfen, so können tm täglichen Futter bei einem Durchschnittsgehalte dcr frischen Treber von 22,2 Kgr. organischer Substanz und 3,9 Kgr. verdaulichem Eiweiß gegeben werden (pro 1000 Kgr. Lebendgewicht) bis zu 50 Kgr. frischer Treber. Man wird indessen selten in die Lage kommen, so große Tredermengen zu verfüttern, da sich die Deckung des erforderlichen Eiweißbedar es im Fuller meistens mit geringeren Mengen und vor Allem auf billigerem Wege wird bewerkstelligen lassen. Strengstens ist aber darauf zu sehen, daß die verfütterten Treber ganz frisch und nicht etwa ange- säuert sind. Saure Treber, besonders essigsaure, in größeren Mengen an Schweine verfüttert, rufen nur zu leicht Durchfallerscheinungen hervor, die natürlich ein Fortschreiten der Mast unmöglich machen. Sind die Treber stark angesäuert, so müssen sie vorher gut mtt Waller ausgewaschen werden, ein Zubereitung^verfahren, das sich übrigens bet nicht ganz frischen Trebern vorsichtshalber immer empfiehlt Was die Art der Verfütterung der Treber anbelangt, so vermische man sie — womöglich noch im warmen Zustande — mit ben übrigen Futtermitteln. Man kann die Treber aber auch für sich verabreichen, sollte sie jedoch dann immer behufs besserer Verdauung mtt etwas abgebrühter Spreu (Kaff) vermischen oder mit der letzteren »uvor kochen. Das Schwein gedeiht bekanntlich bei jeder Art von Kochfutter am besten und besonders die Mastschweine.
Verkehrsstockung gemeldet und hier haben wir's für diesmal noch nicht einmal zu einer Schlittenbahn gebracht. Daß wir nicht verschont bleiben, haben wir schon mehrfach er- | fahren, aber immerhin ist es ein angenehmes Gefühl, wenn * man gerade den unangenehmsten Theil des Winters hinter sich weiß, ohne feine Härte empfunden zu haben. |


