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unb die Zechenverwaltungen nicht fehlen lassen. Bergmann Schröder sprach die Bitte aus, die Knappschaftskassen möchten auf ihren Listen die entlassenen Bergleute nicht streichen, damit diese ihrer bisher gezahlten Beiträge nicht verlustig gingen. Oberpräsident von Studt versprach die Bitte zu berücksichtigen. Hier findet morgen keine Bergarbeiter-Ver­sammlung statt, dagegen in Wen.

Hannover, 14. December. Se. Majestät der Kaiser ist nach beendigter Jagd nm 6 Uhr 30 Min. Abends mit seinen Jagdgästen von Springe hier eingetroffen. Nach einem kurzen Aufenthalt, wahrend dessen Se. Majestät den Wagen nicht verließ, erfolgte die Weiterfahrt nach Potsdam. Die Gesammtstrecke des in Springe erlegten Wildes beträgt 235 Stück Schwarzwild, 29 Stück Rothwild und 21 Stück Damwild.

Potsdam, 14. December. Der Kaiser traf mit dem Erzherzog Ferdinand mittelst Sonderzugs um 9 Uhr 45 Min. auf der Station Wildpark ein und begab sich mit seinem Be­gleiter zu Wagen nach dem neuen Palais.

Saarbrücken, 14. December. Der ,,Saarbrückener Ztg." zufolge erließ Berghanptmann Brassert an die Berginspectionen 110 als Commissar des Ministers für öffentliche Arbeiten eine Bekanntmachung dahingehend, daß diejenigen Bergleute, welche wegen unbotmäßigen Verhaltens während der Arbeiter­bewegung diejes Jahres auf Grund der Arbeitsordnung von der Bergarbeit aus den königlichen Gruben bei Saarbrücken durch Ablegung oder Kündigung entfernt worden, im Wege der Gnade unter der bestimmten Erwartung der künftigen untadelhaften Führung zur Bergarbeit wieder angenommen werden sollen, falls dieselben binnen acht Tagen die Wieder­anlegung bei der Berginspection nachsnchen.

Gelsenkirchen, 14. December. Die auf heute Abend an­gesetzte Versammlung der Arbeiterdelegirten, welche stark be­sucht war, trat um 7 Uhr zusammen. Auf der Tagesordnung standen: Die Aufhebung der Sperre, die Schichtdauer, die Lohnsrage, sowie die Bildung eines Ausschusses zur Regelung der vorliegenden Fragen. Einige Arbeiter führten Klage darüber, daß sie auf ihren bisherigen Zechen keine Arbeit ge­sunden hätten. Von anderer Seite wurde anerkannt, daß durch den Landratl) Arbeit geschafft worden sei und daß sich die Verwaltungsbehörden dieserhalb besondere Mühe gegeben hätten. Der Delegirte Schröder erklärte, daß die Arbeiter den Re gierungsbehörden vertrauen müßten und deren Sympathie nicht verscherzen dürften. Die gegenwärtige Versammlung sei nicht als eine allgemeine Delegirtenversammlung anzusehen. Aus den Gru­ben des Dortmunder Reviers sei die Sperre thatsächlichansgehoben. Nachdem alsdann über die Frage, ob die Sperre wirklich aufgehoben worden sei oder nicht, verschiedene Meinungen geltend gemacht und in dieser Beziehung eine mehrwöchentliche Beobachtungsfrist als erforderlich bezeichnet worden war, wurde die Discussion über diesen Punkt geschlossen. Der Vorsitzende Diekmann hob in einem Resume hervor, daß die Sperre noch nicht als aufgchoben zu betrachten sei; t'Mzdem solle von einem Strike Abstand genommen werden. Es er­scheine aber nvthwendig, einen Ueberwachungs-Ausfchuß ein­zusetzen. Die Versammlung beschloß darauf , ohne in eine weitere Diskussion über die Schichtdauer einzutreten, daß ein Controlausschuß von 12 Mitgliedern gewählt werde, welcher zu überwachen habe, ob die Sperre wirklich aufgehoben sei und welcher event. später die Versammlung zu einer weiteren Beschlußfassung einzuberufen berechtigt sei.

Hamburg, 12. Decemver. In Erinnerung un die kürz­liche Colonialdebatte des Reichstages dürfte es uoit Interesse sein, einmal zu erfahren, was so ein Woermann-Dampfer aus Westafrika hierherbringt. Die Ladung der kürzlich hier an- gelangrenAnna Woermann" umfaßte 3 Fässer Kaffee, 25 Säcke Gummi-Copal, 22 Säcke Gummi-Elasticum, 16 Säcke und 5639 Coevsnüsse, 1 Collv Elephantenzähne, 5 Colli Affenfelle, 1 Kiste Goldstaub, 28 Stück Haute, 30 Colli Kaufmannsgüter, 112 Säcke und 35 Tons Mais, 1 Kiste Tabak, 179 Fässer Palmöl, 4352 Säcke und 568 Tons Palmkerne, 2 Kisten Curiositäten. Die mit derAnna Woermauu" hier eingetroffeneAssana" brachte u. A. 2 Fässer

//Das wird sich gleich zeigen. Bitte, Madame, hier herein !"

Sie blickte verständnißlos von einem zum andern und dann aus die schnell um sich stauende, neugierig gaffende Menge. Bestürzt zog sie den Schleier vor das Gesicht und folgte dem Beamten in daö Local, dessen Thür er geöffnet hatte.

Wollen Sie Ihre Tasche hier aus dem Tisch ausleeren."

Mein Herr, ich bin Frau von Brandt aus S.!" stammelte sie fassungslos.

Frau von Brandt? So! Ohne schönen Titel geht es natürlich nicht. Also, lassen Sie sehen, was in' Ihrer Tasche ist."

Mechanisch fuhr sie mit der Hand in die Tasche und zog ein Porteinonnaie heraus.

.Mein Portemonnaie!" rief der dicke Herr befriedigt. Ich wußte es ja. Niemand konnte es genommen haben als sie. Ihr scheuer Blick fiel mir gleich auf."

Mein Portemonnaie!" hatte auch Frau von Brandt rufen wollen, aber die Worte waren ihr auf den Lippen er storben. Das war nicht ihr Portemonnaie. Es war ihm ähnlich, sehr ähnlich, aber dasselbe war es nicht. Sie griff hastig wieder in die Tasche.Das ist mein Portemonnaie," sagte sie, es neben das fremde legend.Ich habe das andere aus Versehen eingesteckt, die Aehnlichkeit hat mich getäuscht."

Ihr Portemonnaie?" fragte der Beamte, ohne den letzten Theil ihrer Rede zu beachten.Das ist kein Damen- ^ortemonnaie."

//Ich pfiege stets Herrenportemonnaies zu benutzen." Das scheint so. Nun, vielleicht findet sich noch etwas." Er kehrte selber die Tasche völlig um.

Was, noch eine Geldtasche!" rief er erstaunt.

Ich trage mein Neservegeld darin."

Gummi, 20 Fässer Palmöl, 6262 Säcke mit 1099 Tonnen Palmkerne an Land.

Halle, 12. December. Der in Yokohama verstorbene Lieutenant Ribeck hat einen großen Thcil seines Vermögens der Stadt Halle behufs Gründung von Armenstellen vermacht; es ist die Rede von 2J/2 Millionen Mark.

München, 14. December. Nach dem über das Befinden des Ministerprüfidenten v. Lutz heute früh ausgegebenen Berichte ist die Grippe noch nicht im Rückgänge begriffen,- die Nacht hatte einen leidlichen Verlaus.

Karlsruhe, 14. December. Die beiden Kammern haben sich bis nach Neujahr vertagt. In der zweiten Kammer hat die liberale Partei folgende Anträge angekündigt: Die Regierung wolle im Bundesrathe dorthin wirken, daß eine Erhöhung der Vergütungen für die Natural-Verpflegung der bewaffneten Macht im Frieden erfolge; ferner solle die Re­gierung den Quartiergebern bei den Herbstmanövern einen Zuschuß aus der Staatskasse gewähren und denselben in dementsprechendem Sinne in den Etat einstellen.

Ausland.

Wien, 14. December. Der Cardinal Gang l bauer ist heute Mittag um 1 Uhr gestorben.

Pest, 14. December. Oberhaus. Der Minister­präsident richtete an das Haus eine Zuschrift, nach welcher der Kaiser die Verzichtleistung des Erzherzogs Johann Salvator auf seinen Rang und seine Titel genehmigte. Diese Zuschrift wird zur Kenntniß genommen und in Folge derselben Erzherzog Johann Salvator aus der Liste der Oberhaus­mitglieder gestrichen.

Paris, 14. December. In der Berathung, welche in der heutigen Kammersitzung über die geheimen Fonds des Ministeriums des Innern stattfindet, wird der Minister- Constans die Cabinetssrage stellen. Wie verlautet, wird das Cabinet keinerlei Abänderungsanträge annehmen.

London, 14. December. Ein Telegramm derTimes" aus Zanzibar meldet von einer Reihe von Kämpfen des portugiesischen Majors Serpa Pinto mit den Makololos. Serpa Pinto habe nach voraufgegangener Kriegserklärung die Makololos angegriffen und denselben durch die Gatling- gcschütze, die er nut sich geführt, große, nach Hunderten von Tobten zählende Verluste beigebracht. Derselbe habe bei dieser Gelegenheit auch zwei englische Fahnen erbeutet, welche an­geblich den Makololos jüngst vom englischen Consul geschenkt worden seien. Serpa Pinto habe die Absicht ausgesprochen, das ganze Land bis zum Nyassa für Portugal zu erobern.

Slcuefte Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Potsdam, 15. December. Der Kaiser ist heute Nach­mittag um 2 Uhr 35 Min. mittels Sonderzuges nach Neu­gattersleben abgereift.

Esten, 15. December. Die heute hier abgehaltene, von etwa 3000 Bergleuten besuchte allgemeine Bergarbeiter. Versammlung hat nachstehende Resolution gefaßt:Die heutige, von mehreren lausend Bergleuten besuchte Versamm­lung erklärt mit Rücksicht auf die Unterstützung, welche die hohe Staatsregierullg den Bergarbeitern entgegengebracht und welche die Arbeiter mit Dank zu würdigen wissen, ferner mit Rücksicht darauf, daß zunächst abgewartet werden muß, ob die den Arbeitern gegebenen Versprechungen erfüllt und gehalten werden, zur Zeit von einem Ausstand abzusehen und eine friedliche Haltung zu bewahren. Die Bergleute wünschen zugleich, daß ihnen in Zukunft die Sympathien der hohen Staatsregierung und der gesummten Bürgerschaft erhalten bleiben mögen." Das gestern gewählte Ueberwachungs-Comite wurde ausdrücklich anerkannt.

Saarbrücken, 15. December. Der Proceß gegen die Bergleute Warken, Bachmann, Müller, Almeyer, Strauß und Becker wegen Beamtenbeleidigung hat heute begonnen und dürfte mehrere Tage dauern.

Wien, 15. December. Das Leichenbegängniß des Car­dinals Gang lbaur wird am Mittwoch Nachmittag erfolgen.

,/Schr gut. Und dies Tuch da?" Er wies auf das seidene Foulardtuch, das neben ihrem weißen Taschentuch zum Vorschein gekommen war.Ihre Vorliebe scheint sich nicht nur auf Herrenpvrtemonnaies, sondern auch auf Herrentaschen­tücher zu erstrecken. Nun, ich denke, wir haben einen guten Fang gemacht," agte der Beamte zu dem dicken Herrn. Sie können Ihr Portemonnaie nehmen und Ihre Reise sort- setzen. Geben Sie nur Ihre Adresse an. So, das genügt!" Er wandte sich 5111- Frau von Brandt:Sie kommen mit mir aus das Polizeicommissariat."

Aber, mein Herr, ich bin Frau von Brandt."

Das haben Sie schon gesagt. Für nlich sind Sie für den Augenblick nichts, als eine auf der That ertappte Taschen­diebin."

Frau von Brandt knickte zusammen. Der Ernst der Situation, den sie bisher noch immer nicht begriffen, ward ihr plötzlich furchtbar klar.

Aber, mein Herr, Sie werden doch nicht im Ernst glauben- Sie müssen doch einsehen, es kann sich hier doch nur um einen Jrrthum handeln."

Das können Sie dem Polizeicommissar auseinander- setzen. Jetzt kommen Sie!"

Ganz betäubt folgte sie dem Beamten in die Vorhalle des Bahnhofs hinaus. Dort winkte dieser einen Wagen her­bei, setzte sich mit ihr hinein, ein paar Minuten später hielten sie vor dem Polizeigebäude. Dort ward sie in ein Zimmer geführt, in dem schon eine ganze Anzahl von Personen, meist aus der Hefe des Volkes, aus ihre Vorführung vor den Com­missar warteten.

(Schluß folgt.)

Die feierliche Einsegnung des Verstorbenen wird der Nuntius Galimberti vornehmen. Der Weihbischof Angerer ist ein­stimmig zum Capitularvicar wiedergewählt worden. Auch die Kronprinzessin-Wittwe und der Erzherzog Wilhelm haben dem Domcapitel anläßlich .'des Hinschcidens des Erzbischofs Ganglbaur ihre tiefgefühlte Theilnahme ausdrücken lassen.

London, 15. December. Wie die Morgenblätter melden, sind die vom englischen Generalconsul in Zanzibar ein­gegangenen Telegramme über den Angriff des portugiesischen Majors Serpa Pinto auf die Makololos Lord Salisbury nach Hatfield, wo sich derselbe augenblicklich aufhält, über­sandt worden. Voraussichtlich werde sich der morgen statt- findendc Ministerrath mit der Angelegenheit beschäftigen, lieber sein definitives Vorgehen in der Frage werde sich Lord Salisbury voraussichtlich erst schlüssig machen, wenn Nachrichten über die weiteren Einzelheiten eingegangen seien.

Rom, 15. December. Nach einer Meldung aus Massauah ist der General Orero, Nachfolger des bis­herigen Oberbefehlshabers Generals Valdissera, dort ein­getroffen.

Sofia, 15. December. Gestern ist zwischen der bul­garischen Regierung und der Waffenfabrik Steyr der Ver­trag über die Lieferung von 60,000 Gewehren nach dem 8-Millimeter-Mannlicher-System unterzeichnet worden. Die Lieferung soll innerhalb 15 Monaten erfolgen.

Waldenburg i. Schlesien, 16. December. Eine gestern hier abgehaltene Bergarbeiter-Versammlung beschloß, eine Commission zu wählen, welche bei den Gruben-Verwal- tungen vorstellig werden soll, um eine achtstündige Schicht­dauer durchzusetzen. Sollte diese Forderung nicht bewilligt werden, so solle eine besondere Deputation an den Kaiser entsandt werden. In der ziemlich lauten Versammlung warn­ten verschiedene Redner vor Ausschreitungen und socialistischen Einflüsterungen. Ein Ausstand ist vorläufig nicht in Aus­sicht genommen.

Cocales rrird Provinzielles.

Gießen, 16. December.

* Wie dieN. Hess. Volksbl." berichten, ist der frühere Commandeur des hiesigen Regiments und späterer Com- mandeur der 43. Infanterie-Brigade in Cassel, zuletzt Generalmajor z. D., Baron von Callas, am 3. d. M. in Berlin gestorben.

Concertverem. Die Besprechung des gestrigen Concertes mußte leider wegen Raummangels für morgen zurückgestellt werden.

k. Theater. Gestern Abend begann das Gastspiel des berühmten Zwergcomikers Janez Mally. Gegeben wurde Nestroys Lumpacivagabundus. Ucber das Stück selber zu sprechen ist unnöthig, da es leicht Niemandem unbekannt sein wird. Es entbehrt zwar einer streng durchgeführten Handlung, ist aber dafür um so reicher an den gelungensten Scenen und bietet namentlich in der Rolle des Schneiders Zwirn zur Entfaltung zwerchfellerschütterndster Comik reichlichst Gelegenheit. Der Gast, Herr Janez Mally, zeigte denn auch als Zwirn ein geradezu glänzendes Talent, comische Figuren zu schaffen. Auffassung, Maske, Mienenspiel und Gesten, alles war gleich vorzüglich und entfesselte die ausgelassenste Heiterkeit. Diese ist keineswegs auf Rechnung einer derberen, ein ästhetisch gebildeteres Gefühl verletzenden Comik zu setzen. Sondern das ist gerade das Hervorragende und eminent Künstlerische an Janez Mally, daß er nie die Grenzen des bei Darstellung co Mischer Personen Erlaubten überschreitet, sondern innerhalb des Rahmens einer durch feinsten Takt bestimmten Darstellungsweise ganz brillant characterisirte comische Typen liefert und so um so unwiderstehlicher aus die Lachmuskeln wirkt. Seine Leistung als Handwerksbursche war ebenso unübertrefflich, wie sein grandioses Spiel als überall mit seinem Reichthum und seiner Stellung Prunkender Parvenü, der aber nicht einmal schreiben und lesen kann. Es wäre mehr als undankbar, wollten wir Herrn Reiners als Schuster Knieriem mit Stillschweigen übergehen. Sein Spiel war wieder einfach unbezahlbar. Die Scene, in der er sich einen Thaler dadurch, daß er ein Gläschen Brannt­wein stehen läßt, verdienen soll und doch der immer wachsenden Macht der Versuchung schließlich erliegt, kann gar nicht besser zum Ausdruck kommen. Die Direction hatte keine Kosten gescheut, um das erste Bild im Feenreiche würdig auszustatten. Die Costüme waren alle neu und geschmackvoll. Frau Anni Reiners sreilich hätte nicht erst ein mit so seinem Geschmack gewähltes Costüm nöthig gehabt, um als das denkbar lieb­lichste Feeukind zu erscheinen. Den Anstrengungen der Direction gegenüber ist die Theilnahmlosigkeit eines Theiles des Pub­likums um so bedauerlicher. Gallerie, erster und zweiter Platz waren ja recht gut, aber bei den Besuchern der Sperr­sitze scheint nicht die gleiche Empfänglichkeit für Bestrebungen, die darauf hinaus laufen, dem Gießener Theater eine gewisse künstlerische Höhe zu sichern, vorhanden zu sein.

x. Theater. Dienstag Abend wird Herr Janez Mally in Mosers berühmtenStiftungsfest", in dem das kleinstädtische Vereinsleben eine höchst ergötzliche Schilderung erfährt, als Vereinsdiener Schnake in einer seiner Haupt­glanzrollen auftreten. Der außerordentliche Erfolg, den der Künstler in der nämlichen Rolle schon vor sieben Jahren in Gießen hatte, wird Manchem noch in der Er­innerung sein und Anlaß werden, die Gelegenheit, eine comische Meistcrleistung ersten Ranges zu genießen, nicht un­benutzt vorübergehen zu lassen.

* Gestern Nachmittag wurde auf der Frankfurter Straße ein Schulmädchen aus Klein-Linden von einem beim Bau des Ueberganges über die Köln-Gießener Bahn beschäftigten be­trunkenen Arbeiter geängstigt und verfolgt. Als der Unhold von einem des Weges kommenden Klein-Lindener Einwohner, um dessen Schutz das Kind geboten, zur Rede gestellt wurde, bedrohte ihn der Betrunkene mit Todtstechen und ging auch sogleich zu Thätlichkeiten über. Als dem auf diese Art Be-