Kaiser seinen früheren Lehrer am Casseler Friedrichsgymnasium, den Director des hiesigen Staats-Gymnasiums, Professor Dr. Hartwig, auf Montag Nachmittag gegen 5 Uhr in das ^kaiserliche Absteigequartier befohlen hatte. Schon Morgens beim großen Empfange am Hauptbahnhof zeichnete der Kaiser den genannten Herrn durch Händedruck und huldvolle Worte aus. Ueber die fast halbstündige Audienz ist nichts Bestimmtes in die Oeffentlichkeit gedrungen, wahrscheinlich sind Schulfragen berührt worden. Se. Majestät überreichte dem Herrn Director eigenhändig den Rothen Adler- Orden 4. Classe.
Cassel, 12. December. Der hiesige Zweigverein des evang. Bundes hat einen Ausschuß gewählt, welcher in Fühlung mit dem Vorstand des Vereins die erforderlichen Schritte zur Errichtung eines Denkmals Philipps des Großmüthigen in Cassel einleiten soll.
Leitmeritz, 10. December. Wie man mit Werthpapieren sicher reist. Hierher kam dieser Tage ein Tischlergehülfe aus Bautzen, den wegen seines fragwürdigen Aeußern die Leitmeritzer Sicherheitswache als Vagabunden verhaftete. Bei Visitation fand man jedoch Depotscheine deutscher Banken über 40000 Mk., die auf den Namen des Festgenommenen lauteten. Derselbe besaß ferner eine größere Summe in Geldstücken, die in seinen Lumpen eingenäht waren. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, daß der vermeintliche Vagabund bis vor Kurzem Tischler in Marseille war. Der Deutschenhaß trieb ihn fort. Durch äußerste Sparsamkeit hatte er sich die angegebene Summe erspart und sich, um nicht auf der Fußreise beraqbt zu werden, als Bettler verkleidet. Die Polizei hatte ihn schon mehrmals in ihren Händen gehabt, aber immer wieder lausen lassen. Auch in Leitmeritz wurde er selbstverständlich nach Feststellung des Thatbestandes auf freien Fuß gesetzt.
— Ein hübsches Nadelgeld. Am 21. dss. Mts. vermählt sich die etwa 18jährige Tochter der vielgenannten Frau Ratazzi mit einem der reichsten Männer Spaniens, dem Ingenieur und Abgeordneten Luis Villianopa. Der Bräutigam hat seiner künftigen Gattin den Ertrag zweier Plantagen in der Havannah als Nadelgeld zum Geschenk gemacht- diese beide Plantagen liefern die Cigarren für eine Anzahl europäischer Souveräne. Nach oberflächlicher Berechnung dürste dieses Geschenk jährlich 15 bis 20 Millionen Francs betragen.
— Ilse Frapan berichter eine ergötzliche Geschichte von Fr. Th. Vischer in ihren Vischer-Erinnerungen (Stuttgart, Göschen). Vischer sah in Bologna einmal einen Trupp Soldaten vorbeiziehen- der Trommler guckt ihn scharf an, Vischer den Trommler, und denkt bei sich: Der hat so ein gutes schwäbisches Gesicht. Plötzlich kehrt der Mann um, tritt auf Vischer zu und sagt: „I mein wohl, der Herr muß a Landsmann von mir sein, i ben von Ulm." Also richtig! Es war eine recht freundliche Begrüßung, dann fuhr der Mann zutraulich fort: „I hätt gern en Brief besorgt an mei Rikele daheim, 's geht aber so schwer einer durch (b. h. uneröffnet, unter päpstlicher Herrschaft), send Se an so gut und nehme Se den Brief mit, wann Se nach Haus geha."
— Auf Umwegen. Ein edler Magyar, des Deutschen nur höchst mangelhaft kundig, ging in Wien zu einem Bekleidungskünstler, um sich einen Rock machen zu lassen. Er wollte ihn nicht nach ungarischer Mode mit dicht an einander gesetzten Knöpfen, sondern nach Wiener Muster. Aber als er dem Schneider dies zu erklären suchte, wußte er es trotz aller Mühe nicht in die richtigen Worte zu bringen- die einfachen zwei Worte: „weit auseinander" fielen ihm absolut nicht ein. Da fand er einen genialen Ausweg: er deutete mit dem Finger an seinem Rock auf die betreffenden Stellen und sagte: „Mochen Sie mir najen Rock, aber nicht mit Knopp, Knopp, Knopp, Knopp, sondern mit Knopp — wart' a biss'l — Knopp — wart' a biss'l!" Der intelligente Schneider verstand ihn denn glücklicher Weise auch.
— Der Sultan will seine Schätze taxiren lassen. Das ist ein gesunder Gedanke des „kranken Mannes", denn es ist auf jeden Fall gut, wenn man weiß, wie viel man hat, bei uns in Europa schon der Steuer-Einschätzungscommission wegen. Mit der hat der Sultan nun freilich nichts zu thun, aber auch ihm könnte es einmal passiren, daß man zu wissen verlangte, wie viel er hat. So hat er denn einem der besten Sachverständigen in London den Auftrag zukommen lassen, nach Konstantinopel zu reisen und dort mit der Arbeit zu beginnen, der aber trägt Bedenken, denn die Größe der Aufgabe schreckt den braven Mann. Thatsächlich sind die Schätze niemals catalogisirt worden und über den größten Theil herrschen nur Muthmaßungen. Sie müssen jedoch an sich und in geschichtlicher Beziehung einen außerordentlichen Werth darstellen. Die Beute der räuberischen Sultane der früheren Jahrhunderte muß Millionen betragen.
Christoph Rübsamen f.
Ein Blatt dankbarer Erinnerung.
Am Dienstag Nachmittag wurden die sterblichen Ueber- reste eines Mannes dahier zu Grabe getragen, der ein Menschenalter im öffentlichen Leben unserer Stadt gewirkt — Ludwig Christoph Rübsamen, der Begründer der edlen Turnkunst in Gießen.
Einer ganzen Generation ist der Verstorbene Lehrer der Turnerei gewesen, und unvergessen werden seine, sein ganzes Leben umfassende Bestrebungen zur Förderung edler Leibesübungen bleiben. Er zählte schon zu den Vorturnern jener Turnerschaar, welche im Jahre 1848, als in Frankfurt a. M. das Nationalparlament tagte, die Wachen an der Paulskirche bezogen. Nach dem Sturze der Nationalversammlung traf auch diese Turner die Verfolgung der Reaction, und Christoph Rübsamen mußte damals, wie so viele andere vaterlandsbegeisterte Jünglinge, über dem Ocean eine sichere Stätte suchen. Aber nicht lange litt es ihr. drüben. In Baden war die Revolution ausgebrochen und viele Hunderte, darunter
auch ihn, zog es zurück in die Heimath. Die meisten kamen zu spät, um thätig in die Verhältnisse eingreifen zu können, und Chr. Rübsamen wandte sich nach Gießen, wo man den politischen Flüchtling auch unbehelligt ließ.
Von nun an begann seine eigentliche fruchtbare Thätigkeit in der Turnerei. Die Stellung, welche Gießen in den 50er Jahren in der Geschichte der Turnerei erwarb, ist in erster Linie sein bleibendes Verdienst.
Im Turnverein und insbesondere als Turnlehrer an den Schulen widmete er seine ganze Kraft der Ausbildung seiner Schüler. In seiner Liebe und Zuneigung zur Jugend wurde Chr. Rübsamen auch der Begründer der Jugeudfeste unserer Stadt, die in ihrer Eigenart und Volksthnmlichkeit ein herrliches Vorbild zur Nacheiferung für andere Städte wurden.
Er war nicht nur der Lehrer seiner Jugend, sondern auch- ihr Freund und Genosse, der an freien Nachmittagen mit ihr hinauszog in den maiengrünen Wald, zu den alten deutschen Kampfspielen, wo es galt, Muth und Entschlossen- heit zu stählen. Weite Turnsahrten und Ausflüge wurden unternommen, und diese werden einem jeden Theilnehrner in bleibender Erinnerung fein.
Er war eine eigenartige Natur - mit einem warm fühlenden Herz für alle edlen Bestrebungen verband er eine seltene Energie des Characters. Seine freie Meinung zu äußern, scheute er sich nie, auch wenn er einmal damit allein stehen sollte. Mit seiner ganzen Seele, mit aller Kraft widmete er seine Dienste dem Vaterland. Die Einigung und die Freiheit Deutschlands, die er als Jüngling schon mit erkämpfen wollte, sie war sein Ideal. Als das glorreiche Jahr 1870 kam, litt es den schon bejahrten Mann nicht zu Hause. Zweimal übernahm er die Führung der Liebesgaben-Transporte für die im Felde stehende hessische Division, und unter Mühen und Fährnissen aller Art erreichte er beidemal das Ziel. Bei dem zweiten Transport nach Frankreich, bei dem auch große Montirungs-Vorräthe sich befanden, erreichte er erst nach unendlich beschwerlicher Reise im harten Winterfeldzuge Oie Division in Orleans, freudig von allen Seiten begrüßt (auch von dem Commandeur, dem Prinzen Ludwig), .brachte er doch für so Viele Grüße und Gaben der Liebe.
Unvergessen möge es auch bleiben, was er in damaliger Zeit in hingebender Pflege der in der Turnhalle in Gießen liegenden Verwundeten gethan.
Auch als eifriger Förderer der Feuerwehrsache suchte er seinen Mitmenschen zu dienen, wie es überhaupt fast kein Gebiet aufopfernder Thätigkeit gab, auf dem er nicht bestrebt war, redlich sein Theil zu thun.
Wenn er in den letzten Jahren von seiner öffentlichen Thätigkeit als Turnlehrer auch gesundheitshalber zurücktreten mußte, so hing er doch mit warmem Herzen allezeit an der deutschen Turnerei. Gießens Turner haben ihn darum auch in dankbarer Anerkennung feierlich zur letzten Ruhestätte geleitet. In seinem schlichten, bescheidenen Sinne würde er wohl bei Lebzeiten gegen eine solche ihm zugedachte Ehre lebhaften Einspruch erhoben haben, aber die Gießener Turner haben mit ihrem Ehrengeleite nicht nur die Person, sondern auch die Sache geehrt, der Christoph Rübsamen sein ganzes Leben geweiht hatte.
Mögen in Gießen noch in fernster Zeit fröhliche Jugend- feste gefeiert werden, möge die edle Turnerei blühen und gedeihen in Deutschlands Gauen, dies war allezeit sein sehnlichster Wunsch!
Dem schlichten, wackeren und verdienten Maune, dem wahren Patrioten aber möge nach langer, harter Erdenarbeit die Erde leicht sein!
Gießen, am 13. December 1889. ....
Eingesandt.
Gießen, 14. December. Worms und sein Festhaus. Der glänzende Ehrentag, welchen die Stadt Worms in dem ihr am vorigen Sonntag widerfahrenen Kaiferbesuch feierte, hat die ruhmvolle Geschichte der alten Katserstadt um ein neues Blatt bereichert. Aber der Besuch des Kaisers galt diesmal nicht dem historifchen Worms, sondern in erster Linie der Krönung eines Werkes, welches einträchtiger Bürger sinn, rückhaltlose Hingabe an das Gemeinwohl, Opfermuth, Selbstverleugnung und Patriotismus geschaffen, — dem neu ei bauten und kürzlich etngewechten städtischen Festhause. Wir haben nickt die Absicht, uns an dieser Stelle noch über den Verlauf der Festlichkeiten in Worms während des Katser- besuches zu verbreiten; unsere Leser werden sich darüber schon genügend unterrichtet haben. Nur den Eindruck wollen wir schildern, von weichem wir am Sonntag beim Besuch des Wormser Festhauses beherrscht wurden: Das Volksleben ist in der Stadt Worms von einem idealen Zug durchweht, das Bürgerthum in seiner Gesammt- hett dort ist angehaucht von dem Bewußtsein der höheren Aufgaben der Neuzeit für das Gemeinwohl, welches darin besteht, daß in aufstrebenden Gemeinwesen jeder Bürger, stehe er hoch oder niedriger, sei er hervorragend, mäßig oder bescheiden an Gütern ausgestattet, seinen Beitrag sowohl zur Erreichung materieller als idealer Zwecke zu leisten habe. Die vornehmste Aufgabe der Neuzeit, zu deren Erfüllung Alle berufen sind, besteht aber gerade ui dem Bestreben, das Volksleben zu idealisiren und die höheren Güter der Eullur, Kunst und Wissenschaft allen Elasten des Volkes nach Maßgabe ihrer Fähtg- kesten und Verhältnisse zum Gemelngut zu machen. Wohl nur in wenigen deutschen Städten tritt dieses Vrrhältniß so schön zu Tage, wie gerade in Worms, und es liegt nahe, von dort den Blick vergleichend unserer Vaterstadt zuzuwenden. Auch hier sind ja Be ftn-bungen im Gange, welche sip mit denjenigen von Worms auf gleicher Höhe befinden, aber von unserer Gefammtbürgerschaft noch nicht diejenige genügende Unterstützung empfangen haben, welche noth'g ist, wenn dem Geoanken die That folgen soll.
Aber auch für Gtegen wird bestimmt das Ziel zu erreichen sein, von dem wir reden, wenn unsere Bürgerschaft rn ihrer Gesammtyeit, in allen Schichten, sich das Bewußtsein anetgnen konnte, daß es sich bet Errichtung eines Festhauses, Saalbaues, einer Tonhalle, oder wie man es nennen will, eben um eine ideale Aufgabe handelt, welche nicht von dem nüchternen Beistand allein zu lösen ist, zu deren Lösung vielmehr d^r Opfermuth aller Kreise unserer Bevölkerung, das Verständntß der Stadlvertretung für die höheren Aufgaben der städtischen Entwickelung nicht entbehrt werden kann.
Literatur und Uunst.
— Katechismus der Spinnerei, Weberei «nd Appretur oder Lehre von der mechanischen Verarbeitung der Gespinstfasern. Dritte, bedeutend vermehrte Auflage; unter thell- wetser Benutzung des Grothe'schen Originals bearbeitet von Dr. A. Ganswindt. Mit 196 in den Text gedruckten Abbildungen. VIII
und 338 Seiten. In Leinwand gebunden. Preis 4 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig.
Diese neue Auflage des Katechismus der Spinnerei, Weberei und Appretur hat mit den früheren Auflagen wenig mehr gemein, als den Titel und tritt uns als nahezu völlig neues Buch entgegen. Webers Jllustrtrte Katechismen, welche einen großen Theil menschlicher Berufsthattakeit, Kunst, Wissenschaft, Handel und Gewerbe umfassen, haben ourch diesen Band einen werthvollen Zuwachs erhalten. Derselbe entwickelt in kurzer, dabei leichtveiständlicher Form die Grundlage des theoretischen W-ssens und die Technik der Textilindustrie und gibt ein übersichtliches Bild von dem jetzigen Stande der Maschinentechnik auf dcm Gebiete der hier in Betracht kommenden Industrie.
verkehr, Land« und «-otkswirthschaft.
Land« «nd forstwirtschaftliche Ausstellung in Wien 1890» Der Statthalter von ^ttederösteiretch Se. Excellenz Herr Erich Graf Kielmansegg und der neugewählte Bürgermeister Wiens, Dr. Prix, wurden zu Ehrenpräsidenten der Ausstellung gewählt. Den Bemühungen deZ Geneial-Eomtlöz ist es gelungen, ein Ausstellung^ object zu gewinnen, das zwar nicht genau in den Nahmen dieser Fachausstellung gehört, jedenfalls aber einen der größten Anziehungspunkte für das große Publikum bilden wird. Es sind dies die leuchtenden Fontainen, fontaines lumineuses, welche in der letzten Pariser Ausstellung so großes Aussehen erreichten und sehr erheblich zu dem großen Erfolge der Pariser Ausstellung beitrugen, da jedesmal eine nach Zehntausenden zählende Menge dies prächtige Schauspiel bestaunte. Wien dürste die erste Stadt nach Paris sein, in welcher dieses zauberhafte Schaustück gezeigt werden wird. Interessant ist die rege BetheUigung des Auslandes an dieser Ausstellung, die unter anderem z. B. eine Eollecktvausstellung Algter's enthalten wird. Die sächsische Staatsregierung wird in hervorragender Weise sich an der Ausstellung betheiitgen, ebenso auch Schweden und Norwegen; die beiden letztgenannten Länder chaben sehr reich angemeldet. In Italien fördert die Staatsregierung sehr lebhaft die Beschickung der internationalen Gruppen.
Gießen, 14. December. Marktberichts Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Btt- 1,Ob—1,10, Hühnereier
1 St. 7-8, 2 St. -. H, Enteneier 1 St- 0- H, 2 St. — H, Ganse eter — Käse pr St. 5—8 Kasematte pr. St. 3
Erbsen pr. Liter 17 Linsen vr. Liter 30 Tauben pr. Paar vH. 0.50—0,60, Hühner pr. Stück X 0,85—1.1)0, Hahnen pr. St. vH. 0,60—1,20, Enten pr. Stück JL 1,70—2,00, Gänse pr. Pfd- 55—65 H, Ochsenfleisch pr. Pfd 66—72 Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 60—70 H, Hammelfleisch V)—66 H, Kalbfleisch 56-60 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo vH 4/ 0-0,00, Weißkraut pr. St. 6—8 -b, Zwiebeln per Centner vH. 8,00—9,00, Milch pr. Liter 12—18 H
— Pariser Weltausstellung 1889. Die Preisliste der Klaffe 69 (genießbare Fette, Mrlcy und Mtlchproducte) ist erst dieser Tage veröffentlicht worden. Wir bemerken darin, daß das Haus Nestle in Vevey für seine ausgezeichnete condenstrte Milch den großen Preis erhalten hat. Dem berühmten, in der ganzen Welt io vorthetlhast bekannten Nestle'Ichen Ktndermehl wurde schon in der Klasse 67 die goldene Medaille, die höchste, Producten dieser Kategorie bewtllrgte Auszeichnung, zuerkannt.
TTfli 1 q1 A Aw verlangen stets eine sofortige Be- **6e*ö*w*Vbw** kämpsung, will man nicht Gefahr laufen, daß die langwierigsten und schlimmsten Krankheiten daraus entstehen sollen. Zur solchen Bekämpfung empfehlen medictnische Autoritäten Kays Aechte Sodener Mineral-Pastillen als das hierzu geeignetste, wtrkungsrelchste Heilmittel, bas in allen Apotheken und Droguenhandlungen i 85 Pfg. die Schachtel erhältlich ist. 8000
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Auszug aus den Stair-esaiutsregifterir
der Stadt Gietzen.
Aufgebote.
December: 7. Heinrich Schien«.tng, Dienstknecht zu Bruchenbrücken, mit Sophie Schwing daiclbst. 11. Philipp Christoph Peter Muth, Schriftsetzer dahier, mit Helene Auguste Spier hterselbst.
Geborene.
December: 2. Dem Taglöhner Heinrich Nau eine Tochter, Elise. 2. Dem Schuhmacker Ludwig Appel ein Sohn, Ernst Karl. 5. Dem Schuhmacher Konrad Wißner eine Tochter, Johanna Katharine Marie. 5. Dem Händler Philipp Fischer eine Tochter. 6. Dem Schmied Franz Brunnow eine Tochter, Emma Marie Luise. 8. Dem Seconde-Lieutenant Heinrich Freiherr v. Datwig ein todtgeborenes Kind weiblichen Geschlechts. 9. Dem Hilssbremser bei der Main- Weser-Bahn Emil Günther ein Sohn. 13. Dem Kaufmann Wilhelm Poppelsdorf eine Tochter, Johanna Georgine Marie.
Gestorbene.
December: 6. Peter Baumann von Lumda, 24 Jahre alt, Knecht dahier. 7. Ludwig Christoph Rübsamen, 67 Jahre alt, Badeanstaltsbesitzer dahier. 9. Margarethe Dickhardt, 2 Jadre alt, Tochter von Schreiner Heinrich Karl Dickhardt dahier. 10. Wilhelm Manz, 41 Jahre alt, Bergmann von Wallmerod. 11. Carl Heßler, 3 Jahre alt, Sohn von Taglöhner Emil Heßler dahier. 12. Louise Seitz, 67 Jahre alt, Wittwe von Postschaffner Heinrich Seitz dahier.
Auszug aus den Kirchenbüchern
der Stadt Gietzen.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Den 8. December. Friedrich Schneider, Maurer zu Gießen, ein Wittwer, und Katharine Jünger, Tochter deS Stratzenwärters Wilhelm Jünger zu Annerod.
Getaufte.
Den 7. December. Dem Arckitecieu Reinhardt Has eine Tochter, Friederike Luise, geboren den 4. October.
Den 8. December. D<m Wagenputzer Johannes Schweitzer ein Sohn, Wilhelm Carl Johannes, geboren den 30. October.
Denselben. Dem Gerber Heinrich Kraft eine Tochter, Katharine Caroline Johanna, geboren den 27. September.
Denselben. Dem Vicefeldwedel Wilhelm Maurer eine Tochter, Lina, geboren den 18. November.
Beerdigte.
Den 9. December. Peter Baumann, Fuhrmann, alt 24 Jahre, starb den 6. December.
Den 10. December. Ludwig Christoph Rübsamen, Badeanstaltsbesitzer, alt 67 Jahre, starb den 7. December.
Gedenket der hungernden Vögel im Schnee I


