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flammet befaßte. Aber während diese ihren Entscheid in liberalem Sinne abgab, stellte sich der Dichter die Ausgabe, an einem speciellen Falle zu erweisen, zu was für unseligen Consequenzen, zu welch leichtfertiger Anschauung und Behandlung der Ehe die Möglichkeit, das Eheband jeder Zeit lösen zu können, führen müsse. Er zeichnet eine romantisch angelegte, mit dem Ernste des Lebens völlig fremde, liebedurfnge Frau, die, weil sie ihren Gatten und seinen Werth nicht kennen zu lernen Gelegenheit gehabt hat, sich verleiten läßt, einem Liebhaber mit bestechenden Acußerlichkeiten, aber ödem Herzen, Hoffnungen zu machen und den Gatten wegwersen zu wollen, wie „ein welkes Bouquet". Aber es ist sa alles nur Spiel; phantastische Träumereien sind es, denen Cyprienne unbesonnen nachgiebt. Sowie ihr Garte auf ihre Pläne eingeht und sich anschickt in Thaten umzusetzen, was der seltsamen Schwärmerin in nebliger Ferne vorgeschwebt und sich da wunderschön gemacht hat, da ist es bereits nicht mehr nöthig, daß sie ihren Mann zu schätzen und achten, und den andern verächtlich zu sinden lernt, um zur Erkennrnitz ihres Fehltrittes zu gelangen. Man ersieht, daß auf die Darstellung der Cyprienne eben alles ankommt. Mit ihr steht und fällt das Stück. Ohne jedes „Wenn" und „Aber" wird man das Spiel der Frau Director Reiners, durch deren Mitwirkung die Aufführung fast den Anstrich einer Festvorstellung bekommen hatte, eine meisterliche nennen. Unsere Erwartungen waren gewiß hochgespannte, aber sie wurden womöglich noch weit überholt. „Nichts verlernt und nichts vergessen" hat Frau Anni Reiners von ihrer großen Kunst, sie ist nach kaum überstandener schwerer Krankheit ganz die entzückende Künstlerin vom vorigen Winter, die, wie es nur Wenigen beschieden ist, die Gaben besitzt, alle Herzen im Fluge zu erobern. Ganz reizend war ihre Wiedergabe der irregeleiteten und dabei doch herzensguten, kindlich-unschuldigen und reinen Frau, die gar keine Ahnung von der Tragweite ihres Beginnens hat, sich nicht der mindesten Schuld bei ihrem unseligen Vorgehen bewußt ist und sich in der lieblichsten Naivität von ihrem Gatten düpieren läßt. Unvergleichlich schön und ergreifend war dann ihr Schmerz über dessen scheinbare Gleichgültigkeit und ihre Rücksprache zu ihm. Einer Partnerin, wie Frau Anni Reiners, gegenüber haben die übrigen Darsteller einen schweren Stand, müssm sie alle Kraft, die Lust und auch den Schmerz, zusammennehmen, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen mehr oder weniger unvortheilhafl abzustechcn. Zunächst kommt in dieser Beziehung Herr v. Gallas in Betracht. Wir können ihm das Zeugniß geben, daß er seiner Aufgabe vollauf gerecht wurde. Er wußte ein treffendes und sympathisches Bild des Herrn von Prunelles zu geben. Sein Spiel war durchaus wahr und interessant. Nicht dasselbe Zeugniß können wir Herrn Albert Ullrich als Adhemar v. Gratiguan ertheilen. Er machte den unglückseligen Liebhaber, der nach dem Stücke schlimmstens ein Geck ist, zu einem entsetzlich albernen, lächerlichen Gesellen. Nun ist aber doch die Grundbedingung des Lustspiels die, daß Cyprienne Adhemar zu lieben sich cinbildet. Wie sehr müßte sie in unseren Augen eine so blinde Sympathie schädigen! Abgesehen davon, darf Herr Ullrich immer noch mehr Lebendigkeit entwickeln. Fräulein Pauli als Josepha war recht nett. Herr Frank spielte den Bastian. Hebei' die übrigen Rollen ist wegen ihres verschwindend kleinen Umfangs nichts zu sagen. Das völlig ausverkaufte Haus spricht für sich und enthebt uns fast der Bitte, die Dircction möge die Cyprienne bald wiederholen. Gewiß war heute der Wunsch, Frau Ann? Reiners nach so langer Zeit zu begrüßen und wieder zu sehen, für die meisten in erster Linie maßgebend. Aber wir sind fest überzeugt, daß das interessante und geistreiche Lustspiel in so befriedigender Besetzung und bei solch meisterhafter Wiedergabe der Titelrolle wie gestern, vielen auch zum zweiten Mal erwünscht sein wird.
Wie dem „Gießener Anzeiger" aus dem Theaterburean mitgetheilt wird, gedenkt Fran Reiners schon nächsten Freitag wieder in einem Lustspiel feineren Genres („Mit dem Strom") aufzntrctcn.
Ruppertenrod, 10. November. Bon hier wird den „N. Hess. Volksbl." geschrieben: Vor einigen Wochen starb der seitherige Inhaber der hiesigen Polizei di en er stelle. Derselbe bezog aus der Gemcindekasse neben freier Uniform einen Jahresgehalt von 145 Mk. Nach der alsbald nach der Vacanz stattgchabtcn ortsüblichen Bekanntmachung zur Wettbewerbung um diese Stelle meldeten sich vier hiesige Einwohner. Der Gemeindcrath konnte sich nicht entschließen, einen oder den anderen Bewerber als den geeignetsten in Vorschlag zu bringen, da einmal jeder derselben als gleich tüchtig und brauchbar gelten mochte, das anderemal aber auch kein Gemeinderathsmitglied es sich durch seine Stimmabgabe
bei Einem oder dem Anderen verderben wollte, und so wurde beschloffen, die Polizeidienerstelle an den Wenigstnchmenden zu versteigern. Die Versteigerung fand statt, an welcher sich jedoch nur zwei der erstgenannten vier Bewerber bcthciligren und das Resultat war, daß einem derselben die Stelle mit 3 0 Mark Jahresgehalt und 25 Mark Vergütung für Uni form zugeschlagen wurde. Ob die Verwaltungsbehörde, das Großh. Kreisamt Alsfeld, diesem ersteigerten Polizeidiener die gesetzliche Bestätigung verleihen wird, bleibt abzuwarten. Es darf dabei nicht unerwähnt bleiben, daß die Gemeinde Ruppertenrod vollständig schuldenfrei ist, ein ganz bedeutendes Gemeindevermögcn besitzt, aus fast lauter wohlsittnrtcn Orts bürgern beucht und keine sogen. Ortsarmen hat.
Vermischtes.
Darmstadt, 12» November. Der Bericht des Ersten Ausschusses Zweiter Kammer über die Vorlage des Großh. Ministeriums der Finanzen, betreffend den Personal- Etat für die Nebenbahn Hungen-Laubach (mit Abzweigung nach der Friedrichshütte), erstattet von dem Abgeordneten Wolf stehl, lautet wie folgt: Der vorgelegtc Personal-Etat gibt hinsichtlich der in denselben aufgenommenen Stellen keinen Anlaß zur Beanstandung, indem die durch die Verhältnisse gebotene Sparsamkeit hierbei genügend beobachtet erscheint. Er weist auf: einen Statiousassistenten, zwei Bahnwärter, worunter ein zugleich mit der Expedition betrauter, und an Zugpersonal je einen Locomotivführer, Heizer und Schaffner, welch letzterer gleichzeitig als Zugführer fungirt. Was dagegen die eingestellten Gehaltssätze anbelangt, so entsprechen theilweise dieselben nicht den zur Zeit für die Oberhefsifchen Haupt- beziehungsweise die beiden anderen Nebenbahnen bestehenden Personal-Etats, sondern sie sind demjenigen gleichgehalten, welcher von der Großh. Regierung vorgelegt, Seitens der Stände aber noch nicht genehmigt worden ist. Da es einerseits noch nicht feststeht, ob und bis zu welchem Zeitpunkt letztere Vorlage die landständische Zustimmung erhalten wird, andererseits aber jedenfalls Vorsorge getroffen werden muß, daß bei Fertigstellung der Nebenbahn Hungen-Laubach das zum Betriebe derselben erforderliche Personal zur Verfügung steht, so erscheint zwar die Genehmigung der hier behandelten Vorlage, jedoch unter einer der Sachlage entsprechenden Beschränkung geboten. Wir beantragen deshalb: Die Kammer wolle den von Großh. Regierung für die Nebenbahn Hungen-Laubach (mit Abzweigung nach der Friedrichshütte) vorgelegten Personal-Etat mit Wirkung vom Tage der Betriebseröffnung an und mit der Maßgabe, daß die infolge Anstellung des Beamtenpersonals zu verausgabenden Beträge aus den Betriebseinnahmen der gedachten Nebenbahn gedeckt werden, sowie ferner unter der Beschränkung die Zustimmung ertheilen, daß bis zum Zustandekommen einer Vereinbarung über den dermalen den Ständen vorliegenden Personal-Etat für die Oberhessischen Eisenbahnen nur diejenigen Gehaltsätze vergeben werden können, welche den bei Verabschiedung des laufenden Staatsbudgets genehmigten Personal-Etats für die Nebenbahnen Nidda-Schotten und Stockheim-Gedern entsprechen.
Frankfurt, 11. November. Wegen Belästigung des Publikums vor dem Standesamt wurden Ende verwichener Woche zwei Sarghändler verhaftet. Die Polizei duldet es nicht mehr, daß diese Leute sich vor dem Amte aufstellen und unbekümmert darum, ob ein Sterbefall vorliegt, den Leuten ihre Dienste anbieten.
△ Kassel, 12. November. Eine dunkle That ist gestern an's Licht gekommen. Im Walde bei Sondershausen, unweit der hessisch-hannoverschen Grenze, wurde etwa dreißig Schritt vom Wege entfernt die noch vollständig erhaltene Leiche eines jungen Mannes aufgefunden. Mehrere Personen, die zufällig in jene Gegend kamen, entdeckten den schauerlichen Fund, der unter dem Laube des Waldes etwas verscharrt war, nur die Stiefeln guckten ein wenig hervor und fiihrten so die Entdeckung herbei. Die Leiche war auffallend gut gekleidet, aber in den Taschen des anscheinend einige zwanzig Jahre alten Mannes war auch nicht das Geringste zu finden, welches über die Persönlichkeit desselben hätte Aufschluß geben können, ebenso fehlte Uhr, Geldbörse, sowie auch jeder noch so geringe Werthgegenstand. Dagegen wies die Leiche die Spur eines im Rücken erhaltenen Stiches auf, auch zeigte der Kopf eine klaffende Wunde, welche von einem stumpfen Instrumente augenscheinlich herrührend, den Tod des Unbekannten herbeigeführt hat. Die Leiche hat schon mehrere Tage im Walde gelegen, denn theilweise Warschau Verwesung eingetreten. Nach dem Befunde scheint Raubmord vorzuliegen. Soweit bis jetzt ermittelt, ist die Persönlichkeit des Ermordeten in Stadt und Umgegend völlig
unbekannt. Es ist auch gar nicht bekannt geworden, daß in hiesiger Gegend jemand vermißt würde. Eine Gerichts- commission war gestern bereits an Ort und Stelle und nahm den Thatbestand aus. Hoffentlich gelingt es der eingeleiteten Untersuchung bald, Licht in dieses grauenvolle Dunkel zu bringen.
△ Aus dem Fürftenthum Waldeck, 12. November. Auf der Grube „Mart en berg" bei Adorf, ein Bergwerk, aus welchem seit Jahren mit Erfolg nach Eisenerzen gegraben wird, hat sich vorgestern beim Legen von Sprengminen zum Bloslegen des Gesteins ein entsetzlicher Unglücks fall zugetragcn. Der Schuß ging nämlich zu früh loö und tödtete von den in der Nähe befindlichen Bergleuten zwei auf der Steve. Beide hinterlassen zahlreiche Familie. Wie verlautet, ist das Unglück durch Fahrlässigkeit der Betheiligten entstanden. Dieselben sollen den Zündstoff direct und nicht durch Vermittlung einer Zündschnur angesteckt haben. Die Untersuchung ist bereits eingeleitet.
Citeratur und Kunft
— Billig und gut! Dieses geflügelte Wort kam uns in den Sinn angesichts des eben erschienenen ersten HestS der „Deut* scheu Romandibliothek" (Stuttgart, Deutsche VerlagS-Anstalt, derausgegeben von Josipd Kürschner, redigirt von O. Baisch), der mit Recht als bie bdllgrte, eleganteste und beste aller ähnlichen Unternehmungen bezeichnet werden dars. e>ie bietet Werke der ersten Vertreter der deutschen Romanliteralur, die mit kundiger Hand ausgewählt sind; und wir haben nur selten Romane gelesen, die gleich in ihren ersten Kapiteln den Leser so gefangen nehmen und so sehr den Eindruck des wahrhaft Bedeutenden machen wie die beiden, mit denen der neue Jahrgang der „Deutschen Romanbibliothek" eröffnet wird. Der erste von ihnen, „Die Spinne" von Hermann Heiderg, führt unS in das moderne Salonleben und zeigt uns innerhalb desselben namentlich drei Gestalten, die ohne Zweifel zu hervorragenden Rollen bestimmt sind: die schone, eigenwillige und dennoch auch vermöge ihrer inneren Eigenschanen unwiderstehliche Barbro von Semidoff, den jungen geistvollen Staatsanwalt Lucius und den reichen Lebemann Baron Tassilo. Wie sich die gegenseitigen Beziehungen dieser drei anziehenden Menschen gestalten werden, darauf weiß uns der liebenswürdige Verfasser mit seinem blendenden Erzählertalent im höchsten Grade gespannt zu machen. Diesem fesselnden Bild aus dem Privatleben der heutigen Gesellschaft tritt in »Bonn! eoit qni mal y penße“ von Walter Morgan ein zum Roman gestaltetes, überaus bemerkenswerlhes Stück jüngster Zeitgeschichte zur Seite, das uns von vornherein erkennen läßt, wie hier von einer Reihe von Vorgängen, die ihrem tieferen Wesen nach bisher im Verborgenen lagen, die Schleier gelüstet werden. Geschmackvoll sind auch die dem Hefte eingestreuten Gaben „Aus der neuen deutschen Lyrik" ausgewählt, nicht minder ist die Ausstattung bervorzuheben, die dadurch an Reiz und Eleganz gewonnen hat, daß jetzt jede Nummer in einem Umschlag erscheint, der mit ©eenen aus den im Erscheinen begriffenen Romanen geschmückt ist. Wer nach einer wirklich guten Lectüre sucht, der wird sie nirgends besser und bei dem überaus mäßigen Abonnementspreise von nur 2 Mk. vierteljährlich für 13 Wochennummern oder 35 Pfg. für jedes vierzehntägige Heft auch nirgends billiger als in der „Deutschen Romanbibliothek" finden._____________________________________________________________________
Die Bedeutung einer rationellen Ernährung wird täglich immer mehr anerkannt. Man weiß jetzt sehr wohl, daß eine große Anzahl Leiden durch schlechtes nicht gehörig zusammengesetztes Blut heroorgerufen wird, z B-: Blutarmuth, Bleichsucht, Scropheln, Hautausschläge etc. Hatte man in allen diesen Fällen Gerichte aus Franks Avenacia, das durch feine Leichtoerdau- ttchkeit, durch seinen Nährwerth, durch seine Haltbarkeit (auch bet größter Sommerhitze), als das erste und vornehmste Nährmittel der Neuzeit anerkannt und ärztlich als solches empfohlen wird, als tägliche Speise erwählt, Tausenden würden ihre Leiden erspart geblieben sein. Franks Avenacia ist zu 1.20 die Büchse erhältlich in Gießen bei Emil Fischbach und Karl Krombach. 6657
Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Gießen.
45. Woche. Vom 3. November bis 9. November 1889. Einwohnerzahl: 19 001 (tncl. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitsztffer: 27.3 4/vo
Kinder
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nack Gießen aebraebte Kranke kommen
Es starben an : Zusammen:
Erwachsene
im
1. Lebensjahr: 2.
vom
—15.Jahr:
Gehirnschlagfluß
1
1
—
—
Lungenentzündung
1
1
—
—
Entzündung der
Bronchien
1
1
—
—
Organ. Herzkrankheit
1 (1)
1 (1)
—
—
Krebs
1 (1)
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—
—
Lebensschwäche
1
1
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Masern
2
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2
Unbekannter Ursache, weil Todeszeugniß
nicht vorlag
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Summa:
10 (2)
5 (2)
1
2
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.
Bibel stunde heute Mittwoch den 13. Noobr-, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, Philipper-Brief Kap. 2, von Vers 12 an, der Kreuzesweg des Gehorsams zum Schaffen der Seligkeit und des Kreuzesweges herrliches Ende. Pfarrer Dr. Naumann.
Bekanntmachung.^
Im Genoffenschaftsregister unterzeichneten Gerichts wurde eingetragen, daß der NüddingShausener Spar- und DarlehenSkaffen- vereiu, eingetragene Genossenschaft zu Rüddingshausen, seiner Firma den Zusatz „mit unbeschränkter Haftpflicht" beigefügt hat.
Zugleich wird bekannt gegeben, daß die Liste der Genoffen dieser Genoffenschaft ausgestellt ist.
Hiernach werden alle in dieser Liste aufgeführten Personen, welche behaupten, daß sie am 1. October 1889 nicht Mitglieder der Genoffenschaft gewesen sind, oder daß ihr Ausscheiden nicht richtig in die Liste eingetragen ist, sowie die in derselben nicht ausgesührten Personen, welche behaupten, daß fie an dem bezeichneten Tage Mitglieder der Genossenschaft gewesen find, ausgesordert, ihren Widerspruch gegen die Liste bis zum Ablaus einer Ausschlußfrist von einem Monat schriftlich oder zum Protokoll des Gerichtsschreibers zu erklären, als sonst lediglich der Inhalt der Liste maßgebend ist für die Mitgliedschaft am 1. October 1889 und für das Ausscheiden in Folge vorher geschehener Aufkündigung oder Ausschließung, es sei denn, daß Jemand an der Erhebung des Widerspruchs ohne sein Verschulden tatsächlich verhindert gewesen ist, und binnen einem Monat nach Beseitigung des Hindernisses den Widerspruch schriftlich oder zum Protokoll des Gerichtsschreibers erklären würde.
Großherzogliches Amtsgericht Homberg. 9187
Eichenholz-Verkauf.
Montag den 18. Novbr., Vormittags 9 Uhr, kaffe» die Unterzeichneten folgende Hölzer öffentlich meistbietend versteigern:
co. 100 Bahnfchwellen (Ausschuß),
„ 100 Kanthölzer, 7/8 stk.,
„ 100 do. 8/13 stk,
„ 100 Bohlen in div Dimensionen,
„ 120 kantige Gartenpfosten, 2—2'/r m lg, „ 40 Rmtr. Brennholz.
Heuchelheim, den 13. Novbr. 1889. oiqi J. Rinn XV. und 0. Löher.
Verloren:
ein graues silbernes Schlangen« Armband. Gegen Belohnung ab- zn-eben im
9204 BahnhofS'Siesiau,lra7.
Ein Schreinergekekle auf dauernde Arbeit aesucht von [9177
Schreinermeister Weber, Krofdorf.
9180] Nachhilfestunden geg. mäß Honorar. Gefl. Offerten unter E. B. an die Erped. d. Bl.
Zwangsversteigerung.
Donnerstag den 14. d. MtS., Nachmittags 2 Uhr
werden
1) Grünberger Straste 30:
1 Kleiderschrank,
1 Consolschränkchen,
2) in meinem Bureau um 2Vt Uhr:
2 Cassenschränke, 2 Schranke mit Silber- waaren und versilberten Bestecken, 1 Schmuckkästchen mit verschiedenen Gold- waaren, 2 Taschenuhren, darunter eine goldene, 2 Tepviche, 12 Tischtücher, 1 Jagdflinte, 2 Kanarienvogel, 2 Nähmaschinen u. verschiedenes Hausmobiliar als: Tische, Commoden, Sophas, Wanduhren , Schranke und Betten; ferner 1 Dienstmannskarren
gegen Baarzablung versteigert.
Born,
Gerichtsvollzieher in Gießen, Asierweg 44. 9201
9175 Eine Frau, welche beffere Küche versteht, sucht Beschäftigung; dies, nimmt auch AushÜlfSstelle an. Näheres
Frau Binder, Wetzlar, Wölbacherthor.


