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Universität- - Ghronik.
® Btttngen, 8. Juli. Zum Prorector unserer Universität für hie öpit nnm " ■” S‘"‘* H" »-I»,
ifÄÄttZÄ ä 5“$, alä Director der S-burlshülfltch-n Klinik und sich, im 66. L-bmsjahre 3 6 n n' u ‘ r^n Stelle des verstorbenen Geheimen Justizraths Professor
H 2lschner ist vom Senat der Geh. Regierungsrath Professor Dr Grmin vn $ <» als Vertreter der Universität im fremrkaufe 9611)5^ 0)0^ " ^affC
rn , ä" Erlangen ist an Stelle des resormtrten Professors Liefert, der einen
Aussichtgmummem" 6at' d-r Prt°°td°c-nt Ps-rr-r Dr. theol. M. Uster, in Zürich
Reservisten, welch- In Folge dringender Veranlassungen genothigt sind, die Befreiung von den Hebungen bei den Militärbehörden au erbitten werben darauf hingewiesen, datz solche Gesuche nicht, wie dies sehr häufig gesthieht bei den Bezirkscommandos, sondern bei den betreffenden 93e3irr§felbroebeln elnaerei4 werben müssen. Ferner ist es burchaus er forderlich, baß bie Richttakeit der H “ B-hind-rungsgründ- von der zuständigen Orlsbeh^rd? bescheinigt ^wird Gesuche, bet denen die bezeichneten B-dingungeu nicht erfüllt sind, finden keine Berück NLLw-gz^Vrast. bCr bC,t£ff<,'be ^'-nder weg!n «ÄÄ O7 cv Netzen, 10. Juli. sThiersch utzoerein Gießen. Generaloersammluna am fVad) Erstattung des Rechenschaftsberichtes burch den Vorsitzenden Herrn d)mQn,:' -?Ulbe ^urch den Rechner des Vereins, Herrn Oberlehrer Ruhr Uber Einnahme und Ausgabe im verflossenen Vereinsjahre oorgeleat* hÄS wkac öon ben Herren Rentner Gross und Oberlehrer Hahn aemüft und für richtig befunden worden. In den Ausschuß wurden neu- resp. wtederaewäblt die Herren. Mehrer Curschmann, Oberamtsrichter Langsborff, Bürgermeister Gnautb Maior Cullmann, Lehrer Lehr. Durch Kooptation würben in den Ausschuß ausgenommen die Herren: Dtrector Vtgelius, Oberlehrer Hahn, Lehrer Eifert, LehrerOehlenschl^r In
Jemand einen Freund unter den Opfern des Unglücks, er stürzt vor, wird aber von den Feuerwehrleuten zurückgedrängt. Dort findet eine Dame, die ihren Mann erwartete denselben gesund und unverletzt wieder - sie sinken sich schluchzend in die Arme. Mit dem Zuge ist auch die Liste der Tobten eingetroffen. Der Generalbirector Herr Schnorr von Carolsfeld dtcttrt sie den Vertretern der Preffe. Mit ihm sind der Polizeidirector, sowie die Minister von Feilitzsch und von Crailsheim anwesend. Wer irgend etwas vom Unglück weiß, so besonders die Vertreter der Presse, wird sofort von einer Unmasse Menschen umdrangt und befragt.
Und nun zum Unglück selbst! Vor Allem: Wie entstand die Katastrophe? Es ist die alte Geschichte, die schon so viele Eisenbahnunfälle hervorgerufen — falsche Wetchenstellung, Nachlässigkeit eines untergeordneten Bediensteten.
Der verunglückte Zug sollte sich fahrplanmäßig mit dem Schnellzuge München- Nurnberg in Dachau kreuzen. Wegen einer Verspätung des ersteren begegneten sich aber bte beiden Zuge schon in der nächsten Station von München aus, in Röhrmoos Der Münchener Zug blieb auf dem Hauptgeletse stehen und ließ den von Norden kommenden Train auf einem Zweiggeleise vorbeifahren. Dieser fuhr auf das Hweig- geleise, anstatt aber hinter dem Münchener Zuge wieder das Hauptgeleise zu erreichen, fuhr er in ein tobtes Geleise, sogenanntes „Sackgeleise", das zum Rangierdienste bestimmt war. Auf diesem letzteren Geleise war Morgens rangtrt worden, weshalb Verbindungsweiche zwischen Sackgeleise und Nebengeleise geöffnet wurde. Durch Nachlässigkeit des Wechselwärters war sie nicht wieder geschlossen worden, so daß der Schnellzug von seiner richtigen Bahn abgeleitet wurde.
Die Stelle des Unglücks.
Wechsel
Verwischte s.
, „ Gießen, 9. Juli. Nach einer im Gewerbeblatt für das Grokberioatbum am l" ^Uüai888nhp^apftih aC§ Lanbesgewerboereins für das Großh. Hessen gehörten hem Landesgewerboerein 4098 Mitglieder folgender Berufsarten an- ?rVncrol5, ^undwirthe 57, Steinbruchbesitzer 4, Kalkbrennereien 1 Häfner 9 Rteaekt* SMnssPvbi^o^arbeiter 12, Schmiede 70, Kupferschmiede IO,' Messerschmieds 4 - 5ctlcn6aucr 3, Gießereien 9, Metallarbeiter 4, aNetaU*
’Q 6A 25, Nähmaschinenfabriken 13, Maschinenbauer 11
^ie-r?an flr 47^Q2ßSfmcifter 14' Instrumentenmacher 8, Wagner 44, Büchsenmacher 5, Uhrmacher 38, Optiker 3, Orgelbauer 1, Chemische Fabriken 5 Chemiker 7, Apotheker 28, Droguisten 6, Seifensieder 11, Zeug- und Strumpfwebereten 12* WL7?^^abrtken 2 fflkWer 9, «pfamenttrer 6, Seiler 5, S' 21' ©Stil?qq5' Tapetenfabriken 6, Gerber 36, Porte- feutller 21, Sattler 39, Buchbinder 50, Tapezierer 34, Holzschneider eien 4 Dreher 33 Bürstenmacher 2, Kammmacher 3, Korbflechter 3, Küfer 38, Stuhlmacher 3 Schreiner 297* Ä 5nÄ64'^0bfS.rifen7 ^M-tzg-r 27, Müller 38 Bfirbrguer Ü3 H-fl: mnfiprf«h34fOc iabrt^en$3' Auditor 7, Tabaksabriken 8, Cichortenfabriken 1, Miner al- ^rpihpr?nha$ t 9 F°ustn- Malzfabriken 5, Liqueulfabrtken 6, Essigfabrtken 1, ^^h^uhfabr ken 1, Schneider 28, Waschanstalten 1, Friseure und Barbiere 5, Schuhmacher 40, Heilgehulfen 3, Hutmacher 5, Archikecten 45, Ingenieure 34 Bauunternehmer 34, cLtraßenmeifter 18, Bahnmeister 18, Bautechntker 55 Baumeister 34 in' 5?aurcr 201, Zimmerleute 149, Glaser 57, Weißbinder 182, Dachdecker 32* Pflästerer 10, Brunnenbauer 3, Mühlenbauer 7, Installateure 3 Ofensetzer 15 Stein- bauer 41, Techniker 22, Zeichner 18, Buchdrucker 55, Photographen 9 Lithographen 7 A^re 37, Bankiers 9, Buchhalter 13, Buchhändler 29, Commerzien-
vhandlungen 13, Holzhandlungen 22, Kaufleute 230, Kohlenhändler 9, Aeh^^"hler 8, Weinhandler 38, Bahnbeamte 9, Postbeamte 8, Gastwirthe 63. gehörten am 1. Juli 1888 dem Landesgewerbverein außer den technischen Beamten noch an: 69 höhere Beamte, 16 Gerichtsbeamte, 12 Forstbeamte, 22 Steuer- beamte und 79 Berwaltungsbeamte; im Ganzen 198 Beamte. Ferner 13 Geistliche, ß4srotr?ä?dOriß m2 ^rzte, 13Rechtsanwälte, 5Redacteure, 78Lehrer, 33Bürgermeister, LTf ?l8' 16 ?eie ne- Der Rest entfallt auf Rentner, sowie nicht speciell genannte ober seltener vorkommende Berufsarten. u
^p^»n?^OttC4n' 8uf$ull , lVogelsberger Höhen-Club.^ Unter zahlreicher Betheiligung, ^wie wohl noch in keinem Jahre seit Bestehen des V. H.^Cl., fand am %«?a£0w!Crr Sonntag der Hauptausflug aller Sectionen auf den Hoherobskopf statt. Die Festhalle war gefüllt bis aus den letzten Platz und mag daher manchen durstigen ®cbicnun8 in der geräumigen Festhalle und im Clubhaus irm?cer nrA flott genug gewesen sein. An der Kasse dürsten ca. 350 Karten von Mit- i iast sämm tcher Sechonen und Freunden des Höhen-Clubs gelöst worden sein
E r freien Zutritt) und kann man daraus schließen, daß die ständige Zahl
der Festtheilnehmer in der Halle und im Clubhaus wohl 700 zum Mindesten betragen haben mag Auch waren im Walde die Wirthschaften stark besucht. - Herr Ober- nr^p?/p^ü^^° -L der Central-Ausschusses, begrüßte in längerer An-
sprache die zahlreichen Festgaste, schilderte in schön gesetzten Worten die Naturschönhetten ^erHohen, forderte^zur Wetterentfaltung und thatkräfttgem Arbeiten in unserem X\öer letzt schon nach so kurzem Bestehen auf zahlreiche Erfolge zurückblicken könne, k Tri r“ften dürfe, auf, gedachte in dankenswerther Weise der Herren, die durch Geschenke den Club unterstützten und ihm manche Ausgabe ersparten, und brachte
Dr des Clubs, Seiner Königlichen Hoheit unserem Großherzog, ein drei- ^ches Hoch, in das die Festgenossen freudig etnsttmmten. Auch ergriff der Sänger des Vogelsbergs, Herr Dekan Briegleb von Pfeddersheim, das Wort, um der Liebe zu seiner ropfnMp» «T Vogelsberg, Ausdruck zu geben. In längerer, von hohen patriotischen Gefühlen getragener Rede gedachte der Redner unseres wetteren fest und stark dastehenden Vaterlandes Deutschland und endtgte mit einem begeistert aufgenommenen §AiL-aU lUsudlichen, mit f° herrlichen und edlen Herrschergaben ausgestatteten
j i * ki t Witterung war am Morgen nicht gerade Vertrauen erweckend, aber wie n diesem Sommer unserem Vogelsberg - leider - selten die trüben Wolken den segenspendenden Regen boten, so blieb auch der gestrige Tag von oben trocken und warm wie alle anderen wenn auch in den Vor- und Nachmittagsstunden auf den exponirten Höhen ein kräftiger, warmer, aber doch Kühlung spendender Süd-West etwas meh.r, wie erfrischte. Fernsicht war leider nicht. - Es ist ferner noch erwähnens- ®c,rtk daß während des Festes eine Besprechung der Vertreter der erschienenen Sectronen behufs Bestimmung uber Abhaltung eines Delegirtentages zur Vorberathung der auf der nächsten Generalversammlung vorzulegenden rcvidirten Statuten stattfand. Diese De egirtenversammlung soll am 21. ds. in Schotten stattfinden. - In ungezwungener HnlerlaIt k"0' a£e< l^ben Liedern und Tanz, amüsirten sich Jung und Alt bis zum kÄ?^bnden Abend. Wir glauben nicht zu viel zu sagen, wenn wir behaupten, daß alle Festgenossen recht befriedigt vom Hoherobskopf heimgezogen sind. Auf Wiedersehen nächstes Jahr. (Anzetgebl. f. d. Kr. Schotten.)
. .L^shausen, 8. Juli Ein schweres Unglück hat das gestrige Gewitter über eine hiesige achtbare Familie gebracht. Die 39jährige Frau des Ackerers Conrad Hofmann von hier war in's Feld gegangen, um Futter nach Hause zu holen. Als das Gewitter einbrach, suchte sie Schutz unter einem in der Nähe ihres Ackers stehenden Birnbäume, wahrend eine unfern arbeitende andere Frau in's Dorf zurückging. Da Frau Hofmann zu lange ausblieb, ging ihr Mann, zunächst nichts Arges ährend, selber hinaus, um das Futter heimzuholen. Er glaubte, seine Frau sei irgendwo eingek-hrt und habe sich dabei langer aushalten lassen. Ader auch nach seiner Rückkunsi sand Hofmann seine Frau noch nicht zu Hause vor. Da er nun ein schlimmes Ereigmß e{i0!"0 ?er unglückliche Mann suchen und fand dabei die ärgsten Befürchtungen bestätigt: Unter dem erwähnten, in der Steindorfer Gemarkung stehenden Baume lag seine Frau tobt, vom Blitze erschlagen. Anstatt bes erhofften Schutzes hatte sie unter
Pfunden. Der jammer bes so unerwartet verwittweten Mannes, sowie ber hochbetagten Eltern des Ehepaares ist groß. (W A) , Cx P?a^ur0/ 8- Juli Die gestern stattgehabte alljährliche collegiale Zusammen- kunst der Docenten der drei Universitäten Gießen, Göttingen und Marburg, hatte neben den hiesigen etwa 30 auswärtige Professoren in unserer Musenstadt vereinigt. am Morgen unternommene Kahnfahrt nach dem eine halbe Stunde entfernt gelegenen Wehrda und der hiernach folgende Spaziergang über die Wehrdaer Stein- 2?^ ^"iSVÄ0 zu.ruck fand unter zahlreicher Betheiligung, auch einiger Damen Itatt. Ein am Mittag im Saale des Museumsgebäudes veranstaltetes gememiames qrnL6!1'!«6 b^e derzeitigen Rectoren der genannten Universitäten, tue Herren
Magniftcenz Professor Dr. Bostroem-Gießen, Weiland-Göttingen und Greef- Marburg die Ehrenplätze der Tafel einnahmen, verlief in der animirtesten Stimmung, ebenso die am Nachmittage im Dammelsberge arrangirte Fahparthic. Mit den besten Cindrucken von Marburg und seiner schönen Umgebung verließen am Abend die aus- «Ak* i" ? E den nach Nord und Süd abgehenden Bahnzügen unsere Musen- Heimreise^^ bcrc t8 im Jahre 1885 eine derartige Versammlung stattfand, um bie
Nach München. -H» »F Nach Ingolstadt.
Derselbe fuhr mit voller Eilzugsgeschwinbigkeit auf zwei mit Steinen beladene Guterwagen, die auf dem Sackgeletfe standen, auf. Den ersten derselben schleuderte er 15 Schritte über die Straße hinüber. Den zweiten warf er die Böschung hinunter, bouuerahnliches Krachen erschütterte die Lust, der ganze Zug war momentan in . .Staub- und Rauchwolke gehüllt — dann herrscht auf einen Augenblik die Ruhe eines Kirchhofs. Die ntchtbeschädigten Passagiere springen entsetzt aus den CoupSs UNO stürzen auf den haushohen Berg von Eisen- und Holztrümmern zu, unter denen jetzt ein markerschütterndes Schreien und Stöhnen kundthut, daß ein ent- setzliches, fürchterliches Unglück sich ereignet hat. Sofort beginnen d'e Rettungsarbeiten. Passagiere und Beamte räumen unter Lebensgefahr die Trümmer theilweffe beiseite, um zu den Verunglückten zu gelangen. Besonders zeichnet sich hierbei eine Dame aus, ^^.^rl^kuhnem Muthe mitten unter den einstürzenden und brechenden Trümmern mitarbeitet. Die Verwundungen der Opfer sind schrecklich. Einem Mann ist der Fuß zweimal gebrochen — et ist tobt. Zwei Männern haben bie Puffer eines Waggons
Unterleib total zerquetscht. Eine Frau ist mit dem Unterleib zwischen die Etsen- ^UAeklemmt sie schreit schrecklich um Hilfe — als man sie endlich befreit hat, m fte tobt, ein Kinb liegt daneben, gleichfalls tobt. Nach anberthalbstünbiger Arbeit findet man unter einem künstlichen Dache, das die Trümmer bilden, zwei Frauen voll- "Ich lebe", ruft die eine, „und mein Mann ist tobt!" Die 9na""e§ liL0t i"-,t^rer Nähe. Ein Mann wirb herausgezogen, derselbe ist bewußtlos. Als man ihn ins Leben zumckgerufen, erklärt er, daß er dem Erstickungs- tobe nahe war. Fast alle Verwunbeten sinb am Unterleib unb an ben Füßen verletzt, fte würben zwischen ben Sitzen bes Wagens eingezwängt.
Der Zug hatte zwei Lokomotiven. Hinter denselben befand sich der Dienstwagen, dann ein Personenwagen 3. Klasse, dann ein Gepäckwagen. Während nun die übrigen ^^gaus Ziemlich unversehrt blieben, wurde der Personenwagen vollkommen zermalmt. Derselbe fuhr bei dem plötzlichen Anprall in den Dienstwagen hinein, während der ! nachfolgende Gepäckwagen auf ihn hinauffuhr und den Passagierraum förmlich vom St1C1^?pbQa^rk* Säwmtliche Insassen des Wagens wurden verwundet ober ge- !obt^- Die Zahl ber Tobten (wir haben bie Namen betreiben schon mitgetheilt. D. Reb.) beträgt 8 die der Verwundeten 11; von den letzteren ist inzwischen noch Einer gestorben. ~ , Der Wechselwärter, welcher die ganze Katastrophe verschuldete, ist flüchtig gegangen. mp*Mbe"h^ ?bidl und soll schon 13 Jahre auf der Station sein. Er ist Hilfs- wechselwarter, der ständige Weichensteller war dienstfrei. Der Lokomotivführer der
^owotive erlitt einen Rippenbruch. Sonst wurde vom Personal Niemand ver- A« v. Führer der zweiten Lokomotive bemerkte noch das Signal „Sackgeleise rothweise Scheibe und versuchte den Zug zu bremsen. Leider zu spät! Die Westinghousebremse der zerstörten Lokomotive ist ausgelöst. Das Unglück wäre noch großer geworden, wenn die beiden Güterwagen nicht auf dem Sackgeleise gestanden waren. Dann wäre der Zug unfehlbar eine ca. 3 Dl. hohe Böschung hinabgestürzt! Sehr viel zum Unglück trug auch der Kölner Schlafwagen bei, der mit einer un- «peuren Wucht auf die vorhergehenden Wagen drückte. Jrn Postwagen befanden sich ^hpnh?e9Th^ lRCntink k"0e n"b die mit dem Schrecken davonkamen. $)er jours L?e^ VM^^ dPn^p!äp/bbbnfalls auch zur Verantwortung gezogen werden — er hatte Dte Pflicht, ben Wechsel zu controlieren.
~ «??Ä^Ä^besuchten heute von München aus bie Unglücksstätte - barunter auch mÄ^tersiatter. Rohrmoos ist ein kleines Dorf in ber Nähe von München.
Der Postzug braucht von München aus eine Stunbe bahin. Der Schauplatz der Katastrophe gewahrt einen unheimlichen Anblick. Die beiben Maschinen sinb bis über bie Wnder unb Achsen im^ Sanb vergraben. Die Räber fehlen, bei ber einen Maschine j Cn^a?Cn ^nb bic Wänbe eingebogen, bie Puffer ab= h 0 i rk23 Personenwagen ist nur noch der Rahmen zu sehen.
Ite0^ep5(froagen, dessen Wände zertrümmert sind. Ringsumher thpHp0 b/utbefleckte Polft^:, Zerbrochene Coup^thüren, Betten, armsdicke zerknickte Eisen- if/ ” ,^^imliches Chaos. Die Schienen sind aufgerissen. Der Verkehr der Züge eincrm Güterschuppen sind die bis jetzt noch nicht vollständig agnoscierten lobten gelagert. Die theilwetse ober ganz entfleibeten Leichen ^uen schrrcklichen Anblick. Die Aerzte conftatiren bie Tobesursache; @e= ^en^^on^liVn^bc" ankommenben Verwanbten ber Unglücklichen bbnn eine zweite, fast noch schrecklichere Auflage ber berüchtigten §Ä?r^6katastrophe. Der pflichtvergessene Bebienstete, der das Ganze verschuldet wird feiner gerechten Strafe nicht entgehen. Die Entschädigung übrigens, welche die General-Directton an die Hinterbliebenen zahlen muß, wirb bei ber hervorragenben Stellung ber Opfer ber Katastrophe burchaus keine kleine sein. (Fr. Journ.)


