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dafür aber wirthschaftlich von tief einschneidender W»:ktjijg fsr.
englischen Artille'
ägl.
Locales und provinzielles.
Gießen, 9. November.
m. Theater. „Die Darwinianer ", Lustspiel in 3 Acten von Dr. I. B. von Schweitzer. Leider war Frau Director Reiners durch Unpäßlichkeit verhindert, ihr angekündigtes erstes Wiederauftreten gestern Abend erfolgen zu lassen. Wir hoffen, daß die Indisposition der geschätzten Künstlerin nur eine ganz vorübergehende und bis zum nächsten Dienstag so völlig behoben ist, daß uns dann der lange entbehrte Genuß, Frau Director Reiners spielen zu sehen, zu Theil werden kann. Gestern wurden als Ersatz für die ausgefallene „Cyprienne" von Sardou, die also auf nächsten Dienstag verschoben ist, die „Darwinianer" von Schweitzer wiederholt. Wir wollen heute die in der Vorwoche verabsäumte Besprechung des Stückes und seiner Ausführung kurz nachtragen. Die „Darwinianer" segeln, wie so manches andere Lustspiel — man denke auch an die „Fledermaus" und
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Sonntag den 10.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 7. November. Die „N. Hess. Volksbl." schreiben zu der Vorlage Großh. Regierung betr. die Ausbesserung der Gehalte der Lehrer in Landgemeinden: Die Anregung hierzu gaben jedenfalls die Petitionen der Lehrervereine und zwar verlangen die Lehrer vor Allem, daß die derzeitige Besoldungsscala beseitigt werde und daß ein Lehrer, falls er im Gehalte ausrücken will, nicht erst den Tod des älteren Collegen abzuwarten hat, sondern daß jeder Lehrer überall nach einer gewissen Reihe von Dienstjahren den Maximalgehalt erreichen kann. Die Regierung ist diesem Wunsche im Princip nachgekommen, indem jeder Lehrer nach 30 Dienstjahren (vom Staatsexamen an gerechnet) 1600 Mk. Gehalt beziehen soll. Seither konnte es ein Lehrer in Orten bis zu drei Lehrerstellen erst nach 25 Jahren aus 1300 Mk. bringen. In Orten mit mehr Lehrerstellen hatte der älteste rcsp. die ältesten Lehrer einen etwas höheren Gehalt. Da häufig im Alter der einzelnen Lehrkräfte ein nennenswerther Unterschied nicht obwaltete, so entstanden empfindliche Härten, was die Lehrer veranlaßte, zu pctitioniren. Im Princip will also die Regierung diesen Petitionen stattgeben, nicht aber in der zu erreichenden Maximalsumme und dem Zeitpunkte, wann diese Summe zu erreichen ist. Die Lehrer verlangen nach 25 Dienstjahren 1800 Mk. Die Negierung will aber erst nach 30 Dienstjahren 1600 Mk. gewähren. Jedoch gibt man sich der Hoffnung hin, daß die Landstände den Gesetzentwurf zu Gunsten der Lehrer ändern werden.
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« Nr. 263. - 1889
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auch ein Jünger des Mars, das Folgende in Er- falsiAH^gebracht: Auf dem Schießplätze bei Woolwich wurden neue Gebirge Geschütze erprnbt, dewn cinzillue Stücke, Rohr lind Laffette, gesondert vonsN^ißtIHPHu^EDMen und dann zum Gebrauche zusammengesetzt Mit
glied des Prüfungs-Ausschusses schlug, vor,versuchsweise einen scharfen Schuß üoi?ifcQX)ejicvc^ aus — man hatte einen Esel zur Verfügung um
zu sehen, ob man nicht auch so, ohne die zeitrcuxbbnd^Arbeit der Zusammenstellung der Geschütze, Erfolge erzielen,,jönne. Trotz des Kopfschüttelns einiger Mitglieder fand der Versuch statt. Das arme Vieh stand geduldig da und ließ die kleine ' suitone mit Gemüthsruhe nach dem Ziele richten. Ein guter Treffer schien sicher und die Zündschnur, welche den Schuß zum Losgehen bringen sollte, wurde darauf angezündet. Zischendes Geräusch der Schnur, und mit der Gemüthsruhe des Esels ist es vorbei! Er bockt, schlägt und dreht sich im
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Aus Niederschlefien, 6. November wird der „Köln. Ztg." geschrieben: Die theueren Schweinefleischpreise halten noch immer an und haben einen nie geahnten Pferdefleischverbrauch zur Folge. Die Roßschlächtereien in den Städten Liegnitz, Görlitz, Lauban, Reichenbach, Bunzlau u. s. w. haben nie so glänzende Geschäfte gemacht wie jetzt. Die Pserde- fleischpreise haben jetzt die doppelte Höhe wie vor einigen Monaten. Man zahlt jetzt in Niederschlesien durchschnittlich für ein Pfund Pferdefleisch 38 Ps., das ist noch mehr, als vor einigen Jahren das Kalbfleisch kostete. Dazu kommt, daß die Kartoffelernte, von der für die Arbeiterkreise so unendlich viel abhängt, in Niederschlesien in diesem Jahre kaum das Mittelmaß erreicht. Dieser Umstand ist es auch, der die Gutsbesitzer veranlaßt, ihren Viehstand nach Möglichkeit zu verringern. Um so drückender empfinden darum die kleinen und großen Gutsbesitzer die Aufhebung von Viehmärkten in einer Reihe von Ortschaften, eine Maßregel, die von der Regierung zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche für nothwendig erachtet werden ist. So scharf übrigens auch die Grenzbewachung sein mag, eine gänzliche Absperrung jedes Weges und Steges ist ein Ding völliger Unmöglichkeit und die Schmuggler, die durch das Schweine-Einfuhrverbot bezw. durch die infolge desselben eingetretenen hohen Schweinefleischpreise (85 Ps. für das Pfund) zum „Paschen" angeregt werden, kennen als Eingeborene allerlei geheime Pfade, von denen die Grenzbeamten, welche zumeist aus fremden Gegenden dahin versetzt worden sind, keine Ahnung haben. Daß ab und zu
„Blindekuh" von Strauß — gewissermaßen unter falscher Flagge. Wenn man das Stück nur dem Titel nach kennt, so erwartet man zweifellos, daß darin im Sinne des Horazischen „ridentem dicere vera“ entweder für oder gegen den Darwinismus Stellung genommen werde, vielleicht in der Art, wie in der „Berühmten Frau" von Schönthan-Kadel- burg der Blaustrumpf, dessen herzlichere, der Familie gewidmeten Gefühle allmählig zu vertrocknen beginnen, gekennzeichnet wird. Das wäre weit gefehlt. So wenig die „Fledermaus" in der so genannten Operette eine sonderliche Bedeutung hat, so gleichgültig ist es auch, ob Herr Haller Anhänger Darwins, Vegetarianer oder Volapükbegeisterter ist. Aber trotzdem oder wahrscheinlich eben deswegen ist das Lustspiel höchst amüsant. Ueber die Aufführung ist im Großen und Ganzen nur Gutes zu sagen. Herr MaxJaskowski als Raschermann und Frau Jaskowki als Geheimräthin von Wallau waren famos. Fräulein Maas darf bei Rollen,, wie der Leontine von Stein, noch immer mehr den leidenschaftlichen Ton, in dem sie die Jane Ehre mit Recht spielte, dämpsen. Das ist ein Rath, der mit dem neulich ertheilten, die Dame möge nicht zu rasch sprechen, eng zusammenhängt. Ihr Ritter, der Baron von Chatillon, wurde von Herrn Paul von Gallas mit jener Sorgfalt und Gewandtheit dargestellt, wie wir sie von dem strebsamen und talentirten Schauspieler nachgerade schon gar nicht mehr anders erwarten. Daß sich Fräulein Helene Pauli in die Rolle der Alwine Pauli sehr gut hineinfand, kann nicht Wunder nehmen, da
Kreise. Der Prüfungs-Ausschuß liegt, die Gefahr erkennend, vom Jüngsten bis zum Aeltesten im Handumdrehen platt aus dem Boden,- vor ihnen springt der bockende Esel. Noch ein paar angstvolle Secunden und dröhnend durchschlägt das Geschoß, glücklicherweise ohne weiteren Schaden zu thun, zwei Wände des Arsenals, das gerade dem Ziele entgegengesetzt war.
Verkehr, Land« unö Volkswirtschaft.
— Verfangen der Schweine. (Nachdruck verboten.) Unter diesein Namen versteht man etn rheumatisches Nebel, welches meist durch Erkältung, heftiges Treiben, Hetzen und Jagen, besonders gegen den Wind, oder auch durch Uebersütterung entsteht und sich durch folgende Symptome bemerkbar macht. Das Schwein ist traurig und läßt im Fressen nach: es steht entweder zitternd auf den Beinen, geht mit gekrümmtem Rücken langsam umher, fetzt die Htnterschenkel wett unter den Bauch und schwankt mit dem Htntertheile, als ob es kreuzlahm wäre, ober es liegt mit gestreckten Gliedern auf der Streu und stöhnt vor Schmerzen. Sobald man an einem Schwein diese Krankheit bemerkt, gebe man ihm Anfangs Schwefelblüthe etn. Sollte sie jedoch von Uebersütterung herrühren, so würde Branntwein anzuwenden sein. Hat dieses Uebel schon mehrere Tage bestanden, so liegt das Schwein säst immer aus der Streu; es nimmt keine Nahrung mehr zu sich und steht unaufgefordert nicht mehr auf. Mit dem etntretenden Fieber bekommen auch die Schleimhäute des Maules und der Nase eine röthere Farbe und der Stuhlgang ist entweder ganz unterdrückt oder nur spärlich vorhanden; in diesem Falle aplictre man lauwarme Klystiere. Sobald man das kranke Thier an den Beinen saßt, schreit es vor Schmerzen. Während der Krankheit sorge man für ein trockenes und warmes Lager und gebe man den Schweinen kein festes Futter, sondern nur Milch und laues Mehl- oder Kleien wasser.
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