Ausgabe 
8.12.1889
 
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sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach einen bedeutend höheren Ertrag ergeben, namentlich durch die infolge der ungünstigen Erndte nothwendig werdende stärkere Einfuhr von Getreide aus dem Auslande. Im vorigen Jahr war die Einfuhr keineswegs so stark. Bereits im v. I. betrugen die Getreide­zölle 20pCt. aller Zolleinnahmen, in diesem Jahre werden die Getreidezölle etwa 1I4 bis Vs aller Zolleinnahmen aus- machcn. Damit wird aber eine bedenkliche Unsicherheit in dem wichtigsten Einnahme-Posten des Etats geschaffen. Kein Land in Europa hat so hohe Preise für Getreide zu zahlen, wie Deutschland. Danach müßten nun in Deutschland auch die höchsten Arbeitslöhne gezahlt werden, das ist aber nicht der Fall, die Arbeiter helfen sich aus andere Weise. Während z. B. in Berlin die Schlachtung der Schweine er­heblich zurückgegangen ist, hat die Schlachtung von Pferden bedeutend zugenommen. Unter diesen Umständen sollten Die­jenigen, welche die Steuern bewilligt haben, den Muth be­sitzen, sie wieder aufzuhebcn. Die Zölle haben die schlimmste wirthschaftliche Verwirrung herbeigeführt. So können jetzt die Fabrikanten in Schlesien das dortige Eisen in Kopen­hagen billiger kaufen, als bei sich in Schlesien; es sind dies die Wirkungen des schlesischen Eisencartells. Redner hofft, daß den herrschenden Uebelständen durch Tarifverträge mit dem Auslande Abhülfe geschaffen werde.

Staatssekretär von Maltza hn-Gültz. So erheblich unterschätzt sind die Zolleinnahmen wohl nicht, wie der Vor­redner meint. Allerdings hat sich die Erndte nachträglich in einigen Bezirken ungünstiger gestaltet, als vorher angenommen war- aber gerade weil es sich um Zölle handelt, darf bei der Veranlagung nicht das einzelne Jahr mit seinen Aus- nahmeverhältnissen maßgebend sein.

Das Haus vertagt sich.

Nächste Sitzung Samstag 12 Uhr. Tagesordnung : Etat. Schluß 5 Uhr.

Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Darmstadt, 6. Decemper. Nachdem der gegen Abend begonnene Schneefall und der herrschende Wind sich gelegt hatten, ging die Illumination der Stadt glänzend von Statten. Es zeichnete sich hierbei wieder der für solche Ar­rangements trefflich gelegene Louisenplatz Vortheilhast aus. Während der Kaiser und der Großherzog nach der im Neuen Palais abgehaltenen Familientafel zum Theater fuhren, wurde das Ludwigsmonument und das Kriegerdenkmal in einer Pracht bengalisch beleuchtet, die das Staunen selbst Verwöhnter hervorries. Der Menschenandrang in den Straßen ist immer noch ein sehr bedeutender. Fr. Ztg.

Esten, 6. December. DerRhein.-Wests. Ztg." zufolge machen die Landräthe im Essener Kreise bekannt, daß in dem diesseitigen Reviere nur noch fünf Bergarbeiter ohne Beschäftigung seien und daß alle übrigen anderwärts Arbeit gefunden hätten. Von 154 Delegirten, die im Mai von den hiesigen Belegschaften gewählt worden, seien jetzt im Stadtkreise alle, im Landkreise 91 aus derselben Zeche beschäftigt.

Esten, 6. December. Die gestern Abend stattgehabte zahlreich besuchte Versammlung der Delegirten der Berg­arbeiter des Bochumer, Gelsenkirchener und Dortmunder Reviers beschloß nach längerer Berathung, durch Wiederauf­nahme des Strikes die Aushebung der Arbeitersperre zu erzwingen und diesen Beschluß der am Sonntag stattfinden­den Bergarbeiter-Versammlung als Resolution vorzulegen.

Dresden, 6. December. Die zweite Kammer sprach in ihrer heutigen Sitzung der Gewährung von vorübergehenden Hülfskräften für die festangestellten Aufsichts-, Vollziehungs­und Betriebsbeamten zu, deren Bezüge 3150 X nicht erreichen. Der Gesetzentwurf über den Wegfall der Pensionsbeiträge der Civilstaatsdiener fand ebenfalls einstimmige Annahme mit der Abänderung, daß die im Entwürfe gemachte Ausnahme bezüglich derjenigen Postbeamten, welche die königliche sächsische Staatsdienerschast besitzen, in Wegfall kommt.

Straßburg, 6. December. Der Statthalter hat sich heute Vormittag zu 'kurzem Aufenthalt über München nach Berlin begeben.

London, 6. December. Sechstausend Arbeiter der South Metropolitan Gasgesellschast kündigten für nächsten Mittwoch einen Mass en aus stand an, falls die Verwal­tung nicht das mit den nichtunionistischen Arbeitern getroffene Abkommen rückgängig macht.

London, 6. December. Aus Zanzibar wird gemeldet, das es Emin etwas besser geht. Er erlitt schwere innere Verletzungen.

Brüssel, 6. December. In der heutigen Kammersitzung richtete bei der Fortsetzung der Berathung über die Inter­pellation Bara der Abg. Janson heftige Angriffe gegen Devolder, welcher daraufhin den Redner einen Lügner nannte. Der Präsident versuchte vergeblich zu vermitteln, Devolder hielt seine Aeußerung ausrecht.

Madrid, 6. December. Aus Tanger wird gemeldet, daß eine Verschwörung gegen den Sultan entdeckt worden ist. Derselbe ließ einen seiner Brüder verhaften und in das Gefängniß zu Fez werfen. Im Innern des Landes wären in Folge dessen beinahe Unruhen ausgebrochen.

Petersburg, 6. December. Der Ukas über die Ein­führung der russischen Sprache bei den Stadtbehörden der baltischen Provinzen und über die Entziehung des Wahlrechts für die Literaten bei den Stadtwahlen auf die nächsten vier Jahre ist nunmehr publizirt.

Zanzibar, 6. December. Stanley und seine Begleiter trafen heute Vormittag hier ein.

Darmstadt, 7. December. Der Kaiser und der Groß- Herzog fuhren um 9i/2 Uhr zur Jagd nach dem Wildpark bei Großgerau.

Berlin, 7. December. Die LondonerTimes" meldet aus Zanzibar: Emin Pascha war zehn Stunden bewußt­

los, kann aber wieder sprechen; man hofft, ihn in zehn Tagen überzusiedeln.

Cocaks rind Lrovinzielles.

Gießen, 7. December.

-r. Theater.Gras Waldemar", Charakterbild in 5 Acten von Gustav Freitag. Die Wiedergabe der Titel­partie des Freitag'schenGraf Waldemar" durch Herrn Wil­helm v. Hoxar konnte unsere Hochachtung vor der ganz ungewöhnlichen und außerordentlichen schauspielerischen Be­fähigung und Bildung des Gastes nur noch steigern. Wie imKean" muß der Darsteller der Titelrolle allen, auch ganz entgegengesetzten Neigungen und Gefühlen Ausdruck zu ver­leihen vermögen. Herr v. Hoxar hat diese schwierige Auf­gabe mit vollendeter Meisterschaft gelöst, er lieferte ein wahres Cabinetsstück darstellerisch überzeugender Characteristik. Das höchste Ziel in aller Kunst, sie wieder zur Natur- zu machen, hat er wie selten einer erreicht. Bei ihm findet sich keine Spur von Gemachtem und Maniriertem, keinTheater­schmerz" und keine gekünstelte Freude, sondern alles an ihm ist frisches, warmes, aus vollem Herzen strömendes Leben, unverfälschte Natur. Darum ist die Wirkung v. Hoxars eine so unmittelbare und unwiderstehlich hinreißende, nimmt sein Spiel Herz und Sinn völlig gefangen. Auch die gestrige Vorstellung zeigte deutlich, wie sehr sich alle Diejenigen, die den Aufführungen bisher unbegreiflicher Weise ferngeblieben sind, im Lichte gestanden haben. Immerhin war der Besuch gestern schon ein wenig besser. So kann man, von dem In­teresse unserer wackeren Direction ganz abgesehen, wohl er­warten, daß die Gemeinde derer, die den Wunsch hegen, einen in Folge seiner glänzenden Anlagen und der voll­kommensten geistigen Herrschaft über seine Rollen in der vordersten Reihe stehenden Künstler zu sehen und zu hören, am Sonntag noch beträchtlich gewachsen ist, indem die Direc­tion noch außerdem eine treffliche Wahl getroffen hat. Wer kennt nicht Mosers einzig römischenVeilchenfresser" man denke nur an den ergötzlichen auf der Festung spielenden Akt jenes Stück, das seinem Verfasser allein am Berliner Wallnertheater 20 000 Mark an Tantiemen eingebracht hat? Herr v. Hoxar wird dann die Rolle des Victor von Berndt spielen und, nachdem was wir von dem geschätzten Gaste als Bonvivant am Donnerstag gesehen haben, können wir uns keinen vorzüglicheren Darsteller des schneidigen Husaren­offiziers denken. Auch für Frau Anni Reiners besteht eine sehr niedliche Rolle im Veilchensresser. Diesen Namen hat das Stück, um das zum Schluffe zu bemerken, dem Um­stande zu verdanken, daß man in Preußen die stets verliebten Seelen als Veilchenfresser bezeichnet, während sie in Schlesien ungalanter Weise Eselsfreffer heißen.

vermischtes.

Frankfurt a. M., 6. December. Die Ausschmückung der Straßen nimmt einen verhältnißmäßig sehr langsamen Fort­gang- am meisten vorgeschritten ist die Zeil, deren Straßen­schmuck bis auf das Aufhissen der Fahnen auf die Masten fertig ist, das Gleiche ist mit dem vorderen Theil der Lieb­frauenstraße der Fall. Um den Brunnen auf dem Liebfraueu- berg zieht sich ein Kreis von Masten, die in bekannter Weise verbunden und geschmückt werden. Die Kaiserstraße wird heute auch fertig werden, dagegen sieht es auf dem Roßmarkt, in der Fahrgasse, alten Markt, Steinweg und Gr. Bocken­heimerstraße noch sehr leer aus, wie es überhaupt noch vieler Arbeit bedarf, soll Alles zur rechten Zeit fertig werden. Am Römer hat man heute Morgen mit Aufstellung des nach dem Meckel'schen Entwurf angefertigten Vorbaues begonnen - die Fertigstellung geht hier jedenfalls sehr rasch vor sich, da die einzelnen Theile nur zusammengestellt zu werden brauchen. Auch die Schmückung der Gebäude ist noch keine allgemeine- unter den bereits fertigen macht namentlich dasjenige des Herrn Möbelhändlers Schmidt auf dem Römerberg einen freund­lichen Eindruck, indem die Felder zwischen den Fenstern und Stockwerken mit rothem Fahnentuch ausgeschtagen sind, zu dem das frische Grün der Guirlanden einen angenehmen Contrast bildet. Außer der geplanten bengalischen Be­leuchtung sämmtlicher Gärten und Villen der Bockenheimer Landstraße anläßlich des Kaiseröesuchs ist nun auch eine Be­leuchtung der ganzen Anlagen des Palmengartens, sowohl bei der Ankunft als bei der Abfahrt, in Aussicht genommen. Auch das Opernhaus soll bei der Abfahrt in bengalischem Licht erstrahlen, dem sich dann die Gärten vom Bockenheimer Thor bis zum Taunusthor anschließen werden. Ein groß­artiges Schauspiel für unsere Stadt, welches zugleich den Schluß der ganzen Veranstaltungen bezeichnet, dürfte die nun noch in Aussicht genommene bengalische Beleuchtung unseres Pfarrthurms, welcher in einem Feuermeer von farbigem Licht erstrahlen soll und die während der Abfahrt des kaiserlichen Zuges, nachdem derselbe den Bahnhof verlassen, stattfinden soll.

Verkehr, Land- und Volkswirthschnft.

Gießen, 7. December. Marktbericht.) Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Buller or. 'Bft-. * l,Ov-1,08, Hübnereier 1 St. 78, 2 St.. H, Enteneier 1 St- 0 3-,, 2 St. H, Gänse eier Käse pr St. 58 H, Kasematte pr. St. 3 Erbsen pr. Ater 17 Ansen nr. Liter 30 Tauben pr. Paar *-* 0,500,60, Hühner pr. Siück 0,851 00, Hahnen pr. St. X 0,60-1,20, Enten pr. Stück X l,7u2,00, Gänse pr. Pfd 5065 H, Ochsenstetscb pr. Pfd 6672 H, Kuh- und Rindfleisch 56-60 Schweinefleisch 60-70 Hammelfleisch 5066 H, Kalb­fleisch 56-60 Kartoffeln pr 100 Kilo X 4/ 0-0,CO, Weißkraut pr- St- 6-8 o, Zwiebelr per Gentner X 6,037,00, Milch pr. Liter 12-18 H.

Eine zunehmende Wandlung deS Geschmacks der Wein- freunde oouziehl stch gleichmäßig tn allen Thetten Deutschlands zu Gunsten der oorsichtig und unter Controlle der köntgl. italienischen Reglet ungsbeamten impoittrten italienischen Weine. Man beginnt es zu schätzen, daß man sicher sein kann, in den Kellereien und Nieder­lagen der unter den Auspicien der kgl. ital. Regierung in'S Leben ge­tretenen Deutsch-Italienischen Wein-Jmport-Gesellschast wirklich die Weine vo, zufinden, deren he,oorragenbe Eigenschaften man wohl schon rühmen hotte. Der Gleichwerth so mancher oon der Gesellschaft im- portirten Tafel Weine mit kostspieligeren Bordeaux Weinen macht sich

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bei den Kennern bemerkbar. Das alte Vorurtheil, als fände man in Italien nur geringere Wtrthshausweine und veredelte Likörwetne, als wären die geistigeren Sorten nur als Verschnittweine brauchbar und was bergt traditionelle Redensarten find, treten zurück bet der Selbsterprobung, zu welcher reichhaltige und billige Probekisten der Deutsch-Italienischen Wein-Jmport-Gesellschaft die bequemste Gelegen­heit bieten. Assortirte Probekisten, die sich auch zu Feftgeschenken vorzüglich eignen und zwar

1 Flaschen Vino da Pasto, 1 Flasche Chianti recehio, 1 Flasche Adriatico superiore,

1 Flasche Malvasia, 1 Flasche Marsala, 1 Flasche Moscato, 1 Fl. Ämarena, 1 Fl. Moscato spumante, 1 Fl. Vermouth, 4 Flaschen Vino da Pasto, 1 Flasche Chianti vocchio, 1 Fl. Chianti extra vecchio, 1 Fl. Adriatico superiore, 1 Fl. Lacrima Cristi rosso, 1 Fl. Capri bianco, 1 Ft Moscato, 1 Fl. Marsala, 1 Fl. Vermouth

nebst Preiscourant können von mir gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages bezogen werden, und verstehen sich die Preise für dieselben incl. Glas, Kiste und Verpackung.

Die dunkelrothen und goldgelben Rebensäfte Italiens sind, in'S Crystallglas eingeschenkt, Zierde der feinsten Tafel und bekommen dem Magen ausgezeichnet. Das Aroma der sorgsam gekelterten und eingelagerten Tafel- und Luxuswetne hat seines Gleichen bet den Weinen anderer Reben pflanzender Länder Europas kaum, waS aber die eigentlichen Süßweine betrifft, so ist es eine bekannte Thatsache, daß viele, wenn nicht die meisten unter anderen Ursprungsnamen in den Handel kommenden Stärkungsweine aus Süd-Italien stammen. Deutschlands Wetnkenner werden diesen Umstand mehr und mehr gewahr und kaufen die guten, sehr preiswürdigen, durch Staattz- controlle garanttrt reinen Süß- resp. Stärkungsweine der Deutsch- Italienischen Wein-Jmvort-Gesellsckast [9851

Friedrich Mohr, Frankfurt a. M.

Schiffs nacfy rieten.

Der PostdampferWesternland" derRed Star Line" tn Ant­werpen ist laut Telegramm am 5. December wohlbehalten tn Newyork angekommen.

Auszug au» -en Standesamtsregrftern

»er Stadt Gietzer,.

Aufgebote.

December: 2. Emil Louis Wilhelm Eduard o. Sturmfeder, Premierlteutenant dahier, mit Karolina Sophie Kathinka oon der Pfordten zu Bamberg. 2. Andreas Ferdinand Löffler von Ilbes­hausen, Wagner dahier, mit Lina Eltsabetha Maria Emma Weber von Ettingshausen, wohnhaft dahier. 3. Philipp Balser, Landwtrth zu Oppenrod, mit Maria Wagner oon Gtoßen-Buseck. 3. Ludwig Otto von Beuern, Küfer dahier, mit Katharine Wtßner oon Beuern. 3. Georg Carl Hermann Warnstädt, Kaufmann zu Berlin, mit Amanda Emilie Müller von hier. 3. Heinrich Schneider, Maurer zu Gießen, mit Helene Henriette Herrmann daselbst. 3. Michael Heidmann von Wtngersheim t. E., Fuhrmann dahier, mit Karoline Jost von Stangenrod, wohnhaft dahier.

Eheschließungen.

November: 30. Johann Baptist Hubert Schäffer, gebürtig oon Manderscheid, Apotheker dahier, mit Karoline Henriette Julie Martha Heß von hier. December: 4. Heinrich Conrad Christoph Müller von Grebenstein, Hilfsbremser bet der Matn-Weser-Bahn dahier, mit Elise Kunigunde Christine Johanna Katharina Schomber dahier. 4. Sigmund Oppenheimer, Fabrikant zu Mainz, mit Rosalie, genannt Recha Rosenthal von hier. 6. Heinrich Kraft oon Altenhain, Gerber dahier, mit Marte Henriette Engel hterselbst. 6. Karl Leichtweis, Bürstenmacher und Musiker dahier, mit Johanna Budy von Leun, wohnhaft dahier. 6. David Lion, Kaufmann zu Euskirchen, mit Johanna Wallach Hierselbst. 6. Friedrich Schneider oon Herchenhatn, Maurer dahier, mit Katharine Jünger oon Annerod, wohnhaft dahier.

Geborene.

November: 28. Dem 2acktrer Konrad Wagner eine Tochter, Lina Emilte Johanna. 28. Dem Bäckermeister Friedrich Tepel eine Tochter. 28. Dem Kaufmann Julius Klipstein ein Sohn. 29. Dem Metalldreher Johann Adam eine Tochter. 29. Dem Metzger Johann Schunck ein Sohn, Johann Wilhelm.

Gestorbene.

December: 1. Maria Gräf, 62 Jahre alt, ledig, zu Hungen. 1. Pauline Laris, geb. Roehl, 72 Jahre alt, dahier, Wtttwe von Bürgermeister Heinrich Jacob Christoph Laris. 1. Aurelie Kretzig, 4 Jahre alt, Tochter von Tapezier Paul Kretzig dahier. 2. Ludwig Heidenreich, 42 Jahre alt, Taglöhner dahier. 2. Bertha Ebel, geb. Simon, 49 Jahre alt, dahrer, Wittwe von Pfarrer Wilhelm Ebel. 3. August Diehl, l1/« Jahr alt, Sohn von Maurer Jacob Diehl zu Osthetm. 3. Wilhelm Lindenstruth, 5 Monate alt, L>ohn von Oeconom Wilhelm Lindenstruth III., dahier. 4. Eltsabethe Brück, geb. Horn, 45 Jahre alt, Ehefrau von Händler Wilhelm Brück, dahier. 4. Heinrich Käß, 60 Jahre alt, Rentner dahier. 4. Susanne Karoline Block, geb. Schneider, 71 Jahre alt, Wtttwe von Gastwirth und Weinhändler Franz Block, dahier. 6. Elisabethe Wagner, geb. Becker, 69 Jahre alt, Wittwe von Stellmacher Jacob Wagner zu Naunheim. 6. Philipp Ochs, 55 Jahre alt, Taglöhner von Weinbach, Amt Weilburg.

Auszug aus den Kirchenbüchern

der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 30. November. Johann Baptist Hubert Schäffer, Apo­theker, und Karoline Henriette Julie Martha Heß, Tochter des Oeconomen Heinrich Friedrich Hetz zu Gießen.

Den 4. December. Christoph Müller, Bremser an der Matn- Weser-Bahn, und Elise Schomber, Tochter des Ztegeleibesitzers Ka-par Schomber zu Gießen.

Den 6. December. Heinrich Kraft, Gerber, und Marie Henriette Engel, Tochter des Invaliden Heinrich Martin Engel zu Gießen.

Denselben. Karl Letchtweis, Bürstenmacher und Musiker, und Johanna Budy, Tochter des verstorbenen Schneidermeisters Johannes Budy aus Leun.

Getaufte.

Den 30 November. Eine uneheliche Tochter, Elisabeth Käthcheu, geboren den 24. November.

Den 1. December. Dem Posthilfsboten Adolf Gäbe ein Sohn, Adolf Wilhelm August Peter, geboren den 11. September.

Denselben. Dem Kellner Jakob Krauskopf ein Sohn, Martin Ernst Heinrich Friedrich, geboren den 3. November.

Denselben. Dem Kürschner August Kretschmar ein Sohn, Oskar Theodor Johann Reinhard Wilhelm, geboten den 3. Noobr.

Denselben. Dem Schlosser Karl Oskar Weißbach eine Tochter, Ida Luise, geboren den 15. October.

Den 3. December. Dem Schaffner Reinhard Kling ein Sohn, Reinhard Eduard Johann Heinrich, geboren den 30. October.

Den 4. December. Dem Nangtrer Wilhelm Hansmann ein Sohn, Robert, geboren den 19. November.

Beerdigte.

Den 3. December. Charlotte Pauline Laris, geb. Roehl, Wtttwe des Bürgermeisters Christoph Jakob Heinrich Laris aus Zehdenik, alt 72 Jahre, starb den 1. December.

Den 4. December. Bertha Ebel, geb. Simon, Wittwe des Pfarrers Rudolf Ebel, alt 49 Jahre, starb den 2. December.

Den 6. December. Elisabeth Brück, geb. Horn, Ehefrau des Handelsmanns Wilhelm Brück, alt 45 Jahre, starb den 4. December.

Denselben. Heinrich Käß, Rentner, alt 60 Jahre, starb den 4. December.

Denselben. Karoline Block, geb. Schneider, Wtttwe des Hotel­besitzers und Wetnhändlers Franz Block, alt 61 Jahre, starb den 4, December.