Ausgabe 
6.11.1889 Erstes Blatt
 
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vom Trauerhause, Aster weg 7, aus.

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Die Beerdigung findet statt: Donnerstag Nachmittag 3 Uhr

Herr L. Flett erklärt sich energisch für die Canalisation der Uni* versitäts- und vielleicht auch späteren Großstadt Gießen rm Interesse der Reinlichkeit rc. der Stadt - vor noch nicht ganz einem Jahre trat er als Präsident der Schäfereigesellschasten Gießenr ebenso entschieden für öw behaltung der Schaafbeerden für ebendiese Univerfttätr. und vielleicht auch spatere^GroßstM ün^t^dt^er^rdneter wird Herr Flett im Jntereffe der Reinlichkeit zc. dann wohl auch dagegen sein, daßm dervlellerchtspäteren Großstadt die Handelsleute in der bisher üblichen Weise Vieh für den Markt einstellen, Vieh durch die Straßen treiben :c, daß überhaupt größere Vieh

Innern der Stadt gehalten werden, mit emem Worte daß dre , c _ kn*'OnT mPThPTT

Am Sonntag, den 10. November:

Miffions-Berfammlnng

;u Beuern.

1. Gottesdienst Nachmittags 1V3 Uhr, Pfarrer Biegler aus Dorn-

Dürkheim und Pfarrer Vogel. 3 ,

Abendgottesdienst 5 Mr, Pfarrer Dr. Naumann aus Greßen, Pfarrer Windecker aus Rödgen u. A.

In Auftrag:

9000 vr. Naumann, Pfarrer zu Greßen.

Redaction: A. Scheyda. Druck rnib Verlag der Brübl'fchen Druckerei (ftr. Ehr. Vielsrd) in Gießen. k Ä ..

Die heutige Nummer umfaßt 2 Blatter und 1 Berlage.

Bauer fcher Gesangverem.

Sonntag den 10. November, Abends 8 Uhr:

Abendunterhaltung mit Theater

im Leib'schen Saale. 8980

Der Vorstand.

W Nichtmttglieder können eingeführt werden.

aufzunehmen bezw. darin stehen zu lassen.

8 Viele Bewohner aus allen Theilen der Stadt

Gesucht 8976

ein Mädchen für zwei junge Leute, welches mit nach auswärts geht, durch Jyrau Hüttenberger, Seltersweg 52 (Exped. der Oberh -Jiadjr., Seitenbau rechts).

bestände im Innern der Stadt gehalten werden, nm ernem -p - Landwirthe mit ihren Hofraithen vor die Thore der Stadt gefttzt werd .

Herr Flett, selbst Landwirth, macht fernen College» emen V^rvurf daraus, daß sie bei Regenwetter Dünger fahren. Sollen sie ber Regen- wetter im Interesse der Feldwege feiern? Auch dre Landstraßen leiden vorzugsweise dann, wenn die Straßenbahn durch Regenwetter durchgewerch ist. Soll deshalb nun das Lastfuhrwerk in dreser Zert ruhen?

Gewiß, die Grundstücke der Stadt stnd sehr hock' "-rpachtet ebenso die Aecker von Prioatleutew Der Pachipre s wird ab«iosort ganz be deutend sinken, sobald die Gelegenhert nrcht mehr gegeben ist, dre Aecker mit Fäkalmassen gut und bMg zu düngen- ..

Berlin fckwemmt die Fäkalmassen etwa 1015 Kilometer wert vor die Thore der Stadt auf die Rieselfelder. Die Markthallen Berlins werden von dort mit prachtvollem Gemüse rc. versorgt. - Bel UNS in einer Stadt von 20,000 Einwohnern erklärt sich sogar ein Landwirth dasur die Fakal, massen, die p. a. einen Werth von mindestens 20,000 .* haben, kurzer Hand durch Canäle sortzuspülen. ________________2_

Todes-Anzeige.

Statt besonderem Ansagen theilen wir Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht mit, dass unser innigst- geliebter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel

Emil Junker

nach längerem Leiden heute Morgen 4 Vs Uhr sanft verschieden ist.

Um stille Theilnahme bitten

Die trauernden Hinterbliebenen.

Giessen, den 5. November 1889.

Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Ver­luste unseres unvergeßlichen Kindes Karlchen, insbesondere Iden lieben Schwestern für die liebevolle treue Pflege in der Krippe sagt herzlichen Dank

Die trmiftnbe Familie Schaum.

Gießen, den 5. November 1889. (899k

Circus Althoff-

Mittwoch den 6. November, Nachmittags 4 Nhr, Große KinderVorstellung bei bedeutend ermäßigten Preisen.

Abends 8 Uhr:

Unwiderruflich, letzte Vorstellung.

Zum Schluß:

Grosser Schweizer Gürtel-Ringkampf.

Preis eir«e silberne Ubt.

Wähler?

Zwei große Vereine, der deutsch-freisinnige und der Bezirksverein Seltersberg, sowie viele andere Bürger Hutten uls Eandidaten zur Studtverordneteuwuhl den Herrn stkechtsauwalt Grünewald ausgestellt. Er wäre auch ohne Zweifel mit großer Mehrheit gewählt worden, hätte er nicht öffentlich gebeten, von ihm abzusehen.

Wir wissen nicht, ob Bescheidenheit oder andere Grunde zu dieser Bitte Veranlassung ge­geben haben, keinenfalls begehen wir ein Unrecht, wenn wir - zumal das Gesetz eine Ab- lehnnna des Ltadtvcrordnctciiamtes nicht kennt - an der Person des Mannes auch jetzt «och festhalten, dcsscii ächt bürgerlicher, toleranter nnd gerechter Sinn, dessen Interesse für das Gemeinwohl und dessen hervorragende Arbeitskraft die Veranlassung gegeben hatten, ihn aufzustellen! _ ,

Wir wollen diese Arbeitskraft der städtischen Vertretung zufuhren!

Wir bitten Euch deßhalb, sich nicht irre führen zu lassen nnd in Euren Wahlzettel

Herrn Rechtsanwalt Grünewald

Fermietyungen.

8988] Dritter Stock nebst Zubehör zu vermtethen. L. «ramm, Ostanlage 61.

8997] Kl. freundl- Logis zu vermietben. Krofdorferstraße 17.

8999] Möblirteund umnöblirte Zimmer sowie zwei Wohnungen zu vermischen.

Gasthaus ,zum Adlers

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C. Steinhäuser.

- 8545P6omfort7äBobnunfl nebft großem Lagerhaus alsbald zu vermietben, eventuell gante Hofraithe zu verkaufen.

Offerten unter N. N. 36 an die Exped- d- Bl. erbeten.