Rotterdam, 3. October.
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welche -ine Lohnerhöhung nicht bewilligt ift ober erfte SRerneBmunnh-a?ie L-galsectton der Frau und die
Vermischtes.
Darmstadt, 3. October. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde erlheilt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 26. September den Mitgliedern der fretw. Feuerwehr zu Gießen und zwar: 1) dem Heilgehilfen und Barbier Christian Frultg, 2) dem b-s „Gießener Anzeiger" Adam Scheyda und 3) dem Rathsdiener Carl Moll;
am 27. September dem Mitglied der freiwilligen Feuerwehr zu Darmstadt. Kartenmacher Christian Emge.
Butzbach, 3. October. Die diesjährige Kartoffelernte ist auch in hiesiger Gegend über alles Erwarten günstig ausgefallen. In Quantität wie Qualität läßt dieselbe nichts zu wünschen übrig. Kartoffeln von 700 bis 1000 Gramm Gewicht sind keine Seltenheit. Ganz besonders schöne Exemplare von Kartoffeln hat Herr H. Forbach dahier geerntet. Eine solche Kartoffel (Richters Imperator) weist das große Gewicht von 1300 Gramm auf, andere wiegen 1100, 1050, 850 und 750 Gramm. Rothe Maus(Salat-)kartoffeln züchtete genannter Herr, welche ca. 500 bis 750 Gramm wiegen. W. B.
Offenbach, 3. October. In Sachen der Nebenbahn der Großh. hessischen Kreise Offenbach und Dieburg findet am nächsten Sonntag Nachmittag i/r3 Uhr tm Mainzer Hof in Dieburg eine Versammlung statt, zu welcher von den Ortsoorftänden von etwa 20 Gemeinden der genannten Kreise, sowie von den beiden Ausschüssen für die Nebenbahnen Offenbach-Dieburg-Reinhetm und Jsenburg-Dtetzenbach-Dreieichenhain- Götzenhain (unterzeichnet von Herrn Oberbürgermeister Brink in Offenbach bezw Herrn Decan Fromman in Dreteichenhatn) etngeladen wird. Es handelt sich darum, Stellung zu nehmen gegen die von Darmstadt projecttrte Erbauung einer Nebenbahn von Offenthal nach Langen im Anschluß an eine gleichfalls zu erbauende Straßenbahn Langen-Darmstadt.
Mainz, 2. October. Bei den gestern entlassenen Einjährig-Freiwilligen befanden sich auch drei katholische Theologen des hiesigen bischöflichen Seminars. Zwei gingen mit dem „Knops", der andere mit der „Tresse" ab. In Darmstadt diente ein bereits ausgeweihter Kaplan. Derselbe brachte es zum Lieutenant und bezieht nun seine neue Kaplauei in Bingen. Vor seinem Eintritt zum Militär functtontrte Herr Ambos in Nteder-Roden bei Seligenstadt.
Wetzlar, 3. October. Wie wir hören, wird in'einigen Tagen — wahrscheinlich am 12. October — der Stab des XI. Armeecorps für kurze Zeit in unserer Stadt eintreffen. Die hierdurch veranlaßte Einquartierung umfaßt 1 General, 7 Stabsoffiziere, 10 Hauptleute, 6 Lieutenants, 2 Unteroffiziere und 28 Gemeine. Außerdem dürfte für 51 Pferde Unterkunft zu beschaffen sein.
Frankfurt a. M., 3. October. Wie es scheint, hat man es bei dem Mörder seiner Frau, dem Etsenbahnsecretär Thun in Sachsenhausen doch nicht mit einem Irrsinnigen zu thun, was jedoch nicht ausschlteßt, daß er die That in einem Anfalle von Schwermuth verübt hat. Daß es ihm bet oder wenigstens nach der That nicht an Ueberlegung gefehlt haben kann, scheint auch daraus hervorzugehen, daß er nach Ermordung seiner Frau sich in die Mansarde begab, das Dienstmädchen wecken ließ und dasselbe beauftragte, die blutigen Spuren der That zu entfernen, wobei er angab, seine Frau habe plötzlich einen Blutsturz bekommen und sei daran gestorben. Am Nachmittag thetlte er der Polizei schriftlich mit, daß er seine Frau ermordet habe. Das Instrument, womit er seiner Frau den Schädel etnschlug, ist nicht etwa ein schwerer Hammer, sondern ein solcher von der Größe und Starke, wie ihn die Schreiner gebrauchen; er führte damit nicht einen, sondern mehrere Stretche. Wie man hört, hat Thun schon drei Jahre lang die Aeußerung laut werden lassen, er werde seine Frau einmal todtschlagen, was dann mit ihm geschehen werde, sei ihm einerlei. Anlaß zu dieser Aeußerung war, daß er 25000 JL an der Börse verspecultrt hatte und noch
Lokales.
, Gießen, 4. October. Zur Richtschnur für Arbeitgeber sei mitgetheilt, daß Arbeiter, welche nut Krampfen oder Schwtndelanfällen behaftet sind, nach dem Unfallversicherungsgesetz auf Baustellen und insbesondere an gefährlichen Stellen nicht beschäftigt werden dürfen. Dasselbe gilt auch von kurzsichtigen und altersschwachen Arbeitern. Ebenso dürfen auch keine Angetrunkene auf den Baustellen geduldet werden Verunglückt ein solcher Arbeiter und wird dem Betrtebsunternehmer, bezw. dessen Stellvertreter der Nachweis erbracht, daß er von einem dieser Gebrechen Kenntniß hatte, so erfolgt nicht nur dessen Bestrafung, sondern die Berufsgenossenschaft macht ihn außerdem noch für die ev. zu zahlende Rente regreßpflichtig.
r, 7 Wir machen darauf aufmerksam, daß diejenigen Ersatz-Reservisten, welche tm Jahre 1884 der Ersatz-Reserve überwiesen und zu Uebungen nicht heran- gezogen worden find, ihre Ersatz-Reseroe-Pässe alsbald dem Bezirksfeldwebelzwecks Uebersuhrung zum Landsturm ersten Aufgebots vorzulegen haben; so lange Der Heber-- trtltsvermerk im Paß fehlt, gehört der betreffende Mann zur Ersatz-Reserve.
Belgrad, 3. October. Dem Vernehmen nach ift die Regentschaft entschlossen Ms die Königin Natalie bet ihrer ableDnenben Haltung oerbant, ber upKa ein Gesetz vorzulegen, welches Natalien den Aufenthalt in Serbien verbietet. Zunächst sind die Verhandlungen über die Dauer der Anwesenheit Nataliens in Belgrad abgebrochen worden. Nunmehr werden die Modalitäten betreffs der Zusammenkunft des Königs mit feiner Mutter erörtert. Die Entscheidung hängt von Milan ab, dessen Antwort auf den diesbezüglichen Vorschlag spätestens heute erwartet wird.
Belgrad, 3. October. Die neuerrichtete „Agence Belgrade" meldet: Die Regttrungskreise legen der Anwesenheit der Königinmutter Natalie bet Weitem nicht die Bedeutung bei, wie es die Correspondenten auswärtiger Blätter darstellen Die Regterung betrachtet die Angelegenheit als Privatsache der Eltern des Königs und verhält sich besonders letzt, nachdem die Königin Natalie den Compromiß nicht angenommen, vollständig passiv. Die Berichte auswärtiger Blätter sind theils übertrieben cheils meistens unrichtig oder sensationell. Kein Regent besuchte die Königin, auch nicht heimlich, wie z. B. der „Lloyd" von Belimarkowttsch meldete.
Petersburg, 3. October. Ter Großfürst und die Großfürstin Wladimir reisen heute ins Ausland ab. *
Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen «oaogklischk Skmeindr.
Gottesdienst.
16. Sonntag nach Trinitatis, 6. October: r_„ Dormittags S'/- Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Am Schlüsse Verpflichtung von drei neu gewühlten Ktrchenvorstehern.
, .. Nachmittag« 2>/r Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Kinderkirche fallt au«; sie beginnt wieder am Sonntag den 13. October, die Vorbereitung am Donnerstag den 10. October, Abends 6 Uhr, im Gymnasium. „ . Ltbelstunde am Mittwoch den 9. October, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, Brief Paul, an die Philipper Kap. 1, heiliger Gruß und fröhlicher Dank. Pfarrer u r. Baumann.
... Noch besonders wird bemerkt, daß in diesem Winterhalbjahr die Btbelstu nd en MB°nbBrn,"r ^halten werden sollen; die Gemeinde wird
zum Besuch derselben herzlich eingeladen.
Der Confirmandenunterricht für die im Jahre 1890 zu confirmirenden Kinder unserer Gemerndc beginnt tn der nächsten Woche.
« irr. IAUer der Stadlknabenschule versammeln sich am Montag, Vormittags in « auLbem OZwaldsberg; die Gymnasiasten am Montag, Nach-
'^ttags3 Uhr im Gymnasium. Sammtliche Mädchen versammeln sich am Montag, Nachmittags 4 Uhr, in der Kirche. r
Dm Realgymnasiasten und Realschülern wird der Beginn ihres Unterrichts noch besonders bekannt gemacht.
Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 6. bis 12. October besorgt Pfarrer vr. Naumann. °
Strtkenden hat beschlossen, die Arbeit ycmc wreoer auszuneymen, auch auf den mit Mineralien beladenen Schiffen, für welche eine Lohnerhöhung nicht bewilligt ist "aber nur unter der Bedingung, daß auf diesen Schiffen keine Nachtarbeit gefordert' wird. Hiernach kann der Strike als beendet angesehen werden.
. Rom, 3. October. Der „Tribuna" zufolge seht die zwischen Crispi und Makonen vereinbarte Zusatzconvention zu dem von Italien und Aethiopien abgeschlossenen Ver- trage fest, die Regelung des Zolldienstes und des Handelsoetkehrs von Italien mit »tm und deren Nachbarländer, sowie die Festsetzung neuer Grenzen. Endlich ist bestimmt, daß Italien bei dem König Menelik durch einen Generalconsul vertreten werde und ein Schutzbündniß gegen gemeinsame Feinde eingegangen werde.
Neapel, 3. October. Der König ratificirte den Vertrag, der zwischen Antonelli und König Menelik am 2. Mai dss. Js. im Lager von Ucctalli abgeschlossen wurde. Crispi unterzeichnete gestern die mit Makonnen vereinbarte Zusatz - Convention zum Vertrage.
Nn schönes Zeugnitz königlicher Anerkennung wurde dem echten brunchen AW- Oldenburger Rachf., Inhaber Aug. Groyku-rth in Hannover, von Seiner Majestät dem König von Sachsen bei seinem Besuwe der SU Theil. Von diesem deutschen Benedictiner ließ sich der König zweimal geben, indem er dabei auf d'e Vorzüglichkeit des Liqueurs feiner Um; betonenb96hnn6UP8 be?l sranzöllschen Fabrikat zur Seite stellte, dabei
bie beul!$e Gestaltungskraft auch in dieser Beziehung ebenbürtig, wenn nicht über zu sehen. Der Liqueur ist übrigens in diesem KölnV Rb^mn"^ !ür Nahrungsmittel und Hausbedarf in
mnhm rh ^s^n Auszeichnung, der goldenen Medaille, prärnilrt worden,
woduich sime Gute auch noch anderweitig dokumenti t worden ist.
Handel und Berkehr.
der Köln-Gießener Eisenbahn), 3. October. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht o41 Stück Rindvieh und 622 Schweine. Der nächste Markt tft am 18. November l. I., zugleich Flachsmarkt.
, ^enach, 2. October. Gegen 331 Theilnehmer an der Generalversamm-
lung vereinigten sich zum Festmahle, in dessen Verlaufe manche zündende Rede aebalten ®“rbe- Graf Witzingerode brachte den ersten Toast auf den deutschen Kaiser und den Erb- 8rr°l?Kiri°9 Sachsen-Weimar, auf das Kaiser!, und Erbgroßherzogliche Laus aus Archidiaconus Kiefer feiert den Centralvorstand, Geheimer Kirchenrath Fricke die schöne ^radttion von Goethe, Schiller, Wieland und Herder im weimarischen Land und den Generalsuperintendenten Hesse aus Weimar, welcher Herder'schen Geist gezeigt habe Zucken-Eisenach sprach seinen T7inkspr7ch aus da^ Va?erland- woraus die Wacht am Rhein gesungen wurde; das Festcomitö ließ Pfarrer Bärwinkel £ en’ Witte-Psorta die Waldenser, Nippold-Jena die Schwaben, welche die Fahne dem m £E?n C vorangetragen haben, u. s. w. Auch zahlreiche Telegramme kamen
— Ein unerreicht dastehendes Nährmittel ist in Franks gefunden. Aus dexcrinirkem Hafermehl hergestellt, also keine unoer- n 1° £enb/ b^bet Es für alle an Störung der Verdauungsoraane
Leidende die zuträglichste Kost. Weil leicht verdaulich, wird es auch von dem ange- griffensten Magen leicht vet tragen und fein hoher Nährwerth erzielt rascheste Kräftigung des Kranken. Diese fern anderes Nährmittel bietenden Vorzüge sind auch von der Jury für vollkommen würdig erachtet worden, Avenacia in der diesjährigen inter- S^l°™Icn Ausstellung für Nährmittel zu Köln die höchste Auszeichnung, die goldene iÄFra»8 Avenac'a empfiehlt sich ganz speciell zur Ernährung d 1 ’ Rcc<>nvalescenten ?c., von welchen es auch seines Wohlgeschmackes wegen gerne genommen wird. Franks Avenacia ist zu 1,20 die Bvchse erballlich in Gießen bei Emil Fischbach und Carl Krombach. 6657
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Katholische Semeiade.
17. Sonntag nach Pfingsten, 6. October.
Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag: Morgens 6 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte; ^7 Uhr Austheiluna der hl. Communion; ’/a8 Uhr Frühmesse; 3/410 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags Vr3 Uhr Christenlehre und Andacht. Abends 6 Uhr Rosenkranzandacht.
Dienstag und Freitag: Abends 6 Uhr Rosenkranzandacht.
Sotlksdienst in der Sgnngngt.
Samstag, 5. October: Versöhnungstag.
Freitag Abend 600 Uhr, Samstag Morgen 700 Uhr, Feftesausgang 610 Uhr.I
erste Vernehmung des Angeklagten'vor dem Untersuchungsricht^ F I brlin, 2. October. Ohne Klang und Sang den Berlinern unbewußt hat sich ^ro"at ein wichtiges Ereigniß in der Geschichte der Reichshauptstadt vo§ 14. September hat die Einwohnerzahl Berlins die dritte halbe Million seicht. ^Es wurden für diesen Tag genau 1499 895 Seelen 56X^ 011^ ^ nQm7ra0 16 noä) 6emeldeten Neugeborenen und des Zuschlags, der iia^Unf6§n2a^ 81 Weggezogenen zugezahlt werden mutz, ergibt sich für den r^b^Äseelen3^1 1 5°°103 Anwohner. Jetzt betrag? die "jährlich? Zunahme
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