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europäische Lage zu haben, legt in denkbar bestimmtester Weise Zeugniß für den Frieden ab, derselbe General, der als Kriegsminister das deutsche Heer für den Kriegsausbruch um 750,000 Mann vermehrte, es zwei Mal mit neuen Gewehren und mit einer neuen Ausrüstung versah, unter dessen Amtsführung wir die Franzosen in ihrem Pulver wie in ihren Sprenggeschossen in aller Stille längst überholt hatten. Nun, unsere Herren Nachbarn in Ost und West verfügen ja über hinlängliche Mittel, „zu vertraulichen Zwecken", um sich zu überzeugen, daß es doch vielleicht ein schlechtes Geschäft wäre, mit Deutschland anzubinden. Gerade weil General v. Bronsart den Grad unserer Bereitschaft und — unserer Überlegenheit kennt, kann er mit voller Zuversicht vom Frieden sprechen, der nicht gestört werden wird. Es ist glorreich für einen General, dem feindlichen Feldherrn das harte Gebot einer Schlacht zu geben aber noch glorreicher für eine Slaatskunst, einer starken, rauflustigen Nachbarschaft das Gesetz des Friedens oorzuschreiben, wie der Friedensbund in seiner unerschütterlichen Festigkeit dies vermag. u ö
- n A ^.h^Enhessen, i. August. Für den Wiederaufbau der Rochus- Spelle in Bingen sind durch freiwillige Gaben bereits 25,000 aufgebracht. In Bingen allein wurden 17,000 Jt gesammelt. 115 1x511
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ankfurt, 1. August Die Lohnbewegung ist hier immer noch nicht zum Abschluß gelangt. Gestern hielten die Bäckergehtlfen abermals eine öffentliche vorr mehreren Hundert Berufsgenossen besuchte Versammlung ab. Zunächst wurde die ein- gegangene Antwort der Backergenossenschaft verlesen, die dahin lautet, daß bei dec Verschiedenheit der Geschäfte es nichts möglich sei, einen allgemein geltenden Beschluß zu fassen, es vielmehr den Gehilfen überlassen werden müsse, mit ihren Meistern direct !'l verhandeln. Darauf nahm die Versammlung folgende Resolution an-
Die heutige Bäckergehülfen-Versammlung ist mit der Antwort der Meister dnüerftonben und spricht einerseits denjenigen derselben, welche sich bereits mit ihren Gesellen verständigt haben, ihren Dank aus, bedauert aber andererseits leb- haft, daß schon einige Collegm gemaßregelt wurden und behält sich vor, einzelnen Gesellen, deren Meister noch nichts gethan haben, zu überlasse^ sich mit ihren Meistern zu vereinbaren. Ferner erklärt die Versammlung, daß sie in Zukunft sich. " ?lusnahmeverhaltniß anderen Gewerkschaften gegenüber drängen lassen wiffen^will gesetzlich gewährleistete Coalitionsfreiheit jederzeit hochgehalten
Lokales.
..... 2’ August. Wir erhielten nachstehende Zuschrift: Der Unfug, anders
n+ - bejeicbnen, mit Falb's kritischen Tagen nimmt fein Ende, ja er scheint fortwährend zu wachsen. Jetzt wird wieder der 28. Juli in den Leitungen genannt und daß Falb mit seiner Ankündigung von Sturm und Erdbeben recht be- ^^/EN ^abe. Bedenken denn diese Gedankenlosen gar nicht, daß jeden Tag irgendwo ?us der Erde dn ©türm, ein heftiges Gewitter, ein Erdbeben ist? Wir erfahren durch die erleichterten Verkehrsmittel von derartigen Vorkommnissen manche, aber wie viele auch werden nicht bekannt. Ware die letzte große Ueberschwemmung in China zufällig mit einem „kritischen Tage zusammengefallen, so wäre das auch Wasser auf die Mühle ^.Z^diauer gewesen. Daß jetzt an: Tage vor dem 28. Juli zufällig in Chicago ftnttf« 5? £ ^l0en roar urnb daß in Tagen um diese Zeit herum ein Erdbeben ftaWanb ba& soll Fa lb vorausgesagt haben. Ebenso ist es mit den schlagenden Wettern in Steinkohlengruben. Ein Unglück, oas dadurch an oder in der Nähe von kritischen Ä ?ird MS »um U-b-rdruß ausgeb-ut-t, um Falb'S Hyp'oth- 7 u
fWn. Alle zu anderen Zeiten ftattfmbenben Unglücksfälle burch Schlagwetter, unb deren Und viel mehr, werben von den Falbianern todtgeschwiegen. — Nach Falb soll ö?nk<S°1?ne ^d ^ond zur Erde an bestimmten Tagen die Atmo- sphäre, das Meer und das feuerflussige Erdinnere besonders beeinflußt werden, so daß
00 burch Stürme, Erdbeben und Schlagwetter veranlaßt werden Daß Ebbe und Fluth im Meere durch Sonne und Mond v7anlaßt werden darüber N kein Zweifel, daß aber auch solche Fluthbewegungen in der Atmosphäre und im feuer Erdkern veranlaßt werden, dafür haben wir gar keinen Anhalt. Verfolgt man die täglichen Berichte der Hamburger Wetterwarte, so haben wir an jedem Tage
an der einen Stelle der Erde den niedersten, an einer anderen den höchsten Barometer- stand, und diese Stellen verschieben sich fortwährend. Der niedere Luftdruck soll aber" Hür b ^kritischen Tagen" die Schlagwetter heroorlocken und die Unglücksfälle ver-
avlassen. Genaue Beobachtungen in Westfalen haben nachgewiesm, daß biefe Tnnabme westfälischen Kohlenbezirk wurden auf vielen Gruben diese Beob- achtungen angestellt und von der Zeche Shamrock bet Herne über dii^Eraebnisse erstattet. Danach waren diese für Falb's Hypothese durchweg ungünstig Für d^ Ät 1886 bis October 1887 lagen sechs solcher Prophezeiunaen nnr- i! Ä
am ^26 dn ^"!^eb der unterirdischen Gase statlfinden, welcher
am -jb. October sein Maximum erreichen und Schlagwetter iur Fnlni» haben D° w'rkNch. Beobachtung ha, ergeben: Vom 13. »s25 Oe,°ber f Äbwt auf 764 nun und blieb bis Ende des Monats auf dieser Höhe. Die äBiitetuna mar gan» normal und ohne wesentliche Nied-richläg-. Wetterproben ergaben nut „erinae Abweichungen von der Normal-Ausströmung. 2) Vom 6. big 8. Februar 1887 lÄ G-wItler mtt sehr starker Gas-Ausströmung stattfinden. Von Ansang Februar b s Uber den 20. hinaus zeigt sich dagegen sehr hoher Barometerstand, der am 7 seil- ”Dtki776 r™™/, fce,n ^°chiten Stand der Jahre 1886 und 1887, erreichte
Stets heiterer Himmel, scharfer Nordostwind, mit einer Temperatur meist unter 0»" ^ktaben eine sehr geringe Menge Grubengas. 3) Zweite Juni-Woche- An' gebliche Voraussagung der Hibernia-Explosion. Thatsächlich war vorn 4? bis Enda itets fiterer Himmel mit Öftluft und hohem Barometerstände, also geringe Aus- ftrömun0 von Schlagwettern. 4) Falb prophezeite für den 17 Sevtember irr? ftnrf«» i?a$j?U£$k Professor Wiggins in Canada berechnete für diesen Tag den größten Sturm h?nhn*?r?UnbCrt^ 20* September wurde dagegen hoher Barometerstand
beobachtet; vorwiegend Ostlu t mit ausgesprochen ruhiger Witteruna
2-October 1887 war ein weiterer kritischer Tagl jedochschwächer-anmkündia? Vom -0. <^c^.nJ.t,er bis 4- October zeigte sich dagegen steigender Barometerstand ohne ab- ^k"!5T?i"erung. 6) Der 16. October sollte wieder ein kritischer Tag mit heftigen Erderschutterungen sein. Vorn 11. bis 17. October stieg das Barometer reaelmä^a" vorwiegend Nordostlust ohne besondere Niederschläge. Eine Wetterprobe vom 17$ October ergab eine unter dem allgemeinen Durchschnitt bleibende Menge Grubengas - Unter den von Falb von Anfang October 1886 bis Ende 1887 als kritisch" bereickneten Tagen hat sich also kein einziger als auch nur irgendwie gefahrdrohend bestätigt — Unterlasse man es doch endlich, Unwissende vor den „kritischen Tagen" gruseln zu ® Jjffi toCr aU$ nur roeni0 in bie Lehren der Natur geblickt hat, ist von selbst davor geflyugr.
. Qnn" Hetzen, 2. August. Zwei für unsere Stadt gleich wichtige Arbeiten haben Woche ihrenAnfang genommen, nämlich die Umpflasterung der Neuen Ss C elephonleitung. Wer genöthigt war, die Neuen
Hmnfi 1 brem ? Pfkaster täglich mehrmals zu passiren, wird den Beginn der Umpflasterung und die Herstellung erhöhter Trottoirs freudig begrüßen und die Etn- sicht unserer Stadtvertretung loben, die unter den zur Umpflasterung vorgesehenen die Neuen> Bäue zuerst bestimmte. - Die auf verschiedenen Häusern b^eits angebrachten Stutzen für die Telephonleitung geben aus ihrer luftigen Hohe Zeugniß dafür, daß der Termin näherrückt, bis zu welchem unsere Stadt wieder
C1 rroi\Ciin4C3r nothwendiges, bereichert wird. Soviel sich
von unten beultheilen laßt, sind die Stutzen für 32 Drätbe bestimmt.
Was aber am meisten interessiren wird und vermuthlich nicht nur für Frankfurt zutrifft waren die nun folgenden Mittheilungen einzelner Gesellen über vorhandene Mißstände! Es wurde unter Anderem zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß es im Punkt der Reinlichkeit sehr faul aussieht. So wurde z. B. geschildert daß wenn ein mfif<??Ca«Mtr6ta?fbCnr,Ci' dasMbe Wasstr für 10 und 12 Mann benutz, werden muffe. Nicht fetten komme es aber auch vor, daß dasselbe Gefäß, welches erst das xum Backen erforderliche Wasser enthalte, nachher als Waschbecken benutzt !? e,r/e*, Das ist jedenfalls recht appetitlich! Ferner wurde mitgetheilt, daß die Back- stuben vielfach die Toilettezimmer sind, daß es an Stühlen rc. fehle und infolge dessen aar 5* a benutzt werden. Betten haben viele Gehülfen
Vern einen Strohsack und Decke. 6 solcher Lagerstätten müßten mitunter ?^Schla!?elle dienen. — Das sind gewiß Zustände, die dringend der bedürfen. Es ist ein Verdienst der Bäckergesellen, diese Dinge zur Sprache JMe$r?sfe hat! ^ttX' Dinge, an denen das Publikum ohne Zweifel ein großes c. m ”, Eine der neuesten Ueberraschungen auf dem Gebiete der Automaten dürfte die Verabfolgung brennender Cigarren sein. Steckt man in den Automaten ein Zehnpfennigstück, so offnen sich sofort zwei kleine Flügelthüren, durch deren Auseinandergehen ein elektrischer Strom erzeugt wird, der die gewünschte Cigarre, die nach dem Hineinwerfen des Geldstückes sofort auf einer metallenen Platte erscheint, entzündet.
Bermischtes.
△ Mninz, 1. August. Eine mit Tausenden von Unterschriften versehene Aufhebung des Brückengeldes wird demnächst von hier aus an Staatsministerium und die beiden Kammern abgehen. Die Eingabe welche auch die Unterfchrisren der meisten Bewohner von Kastel unb Kostheim sowie mehrerer Rieborte trägt, befürwortet nicht nur ben von dem Abgeordneten Möhn in iSÄ ? ^mmer um Ermäßigung des Brückengeldes für die hiesige Straßenbrücke §§ellten Antrag, sondern verlangt die gänzliche Beseitigung des Brückengeldes für die . Eindrücke und die neue Marnbrücke bei Kostheim. In sehr eingehender WEe wird in der Eingabe angeführt, daß Gründe des Rechts und der Billigkeit für Abschaffung des Brückengeldes sprachen, indem sämmtliche Straßen des Großherzoa- thums frei und die Brücken doch nichts weiter als eine Fortsetzung Der Straßen seien HA 4 Ai? i n z, 1. August. Unter der Spitzmarke „Der erste Schritt aur 93erftaat-' MittÄilnn^^ Ludwigsbahn ' bringt das „Mainzer Tageblatt" heute Abend eine Mittheilung, die nicht verfehlen durfte, einiges Aufsehen und Befremden hervorzurusem ^ verschiedener Blatter berichtigend, daß augenblicklich durch Commissäre des Reichs-Eisenbahnamtes eine Revision der Strecken unb des Materials ber Lubwias- me beL „Tageblatt", baß biese Reoisionscommissäre von der Hessischen Regierung entsandt und dieselben Beamte der Oberhessischen Bahnen seien Ferner schreibt alsdann das genannte Blatt, daß das Reichs-Eisenbahnamt^ mit btt& Angelegenhdt, bei der es sich auch keineswegs um die Sicherheit des Eisenbahnbetriebs handele, nichts zu thun habe, vielmehr der Revision und dem sichtlichen Bestreben der Revisionscommissare, recht viele Fehler bei der Ludwigsbahn zu entdecken, das Bewandtnitz zu Grunde liege, das Unternehmen der Ludwigsbahn in technischer Hinsicht minder- werthiger erscheinen zu lassen, als es finanziell allgemein gelte. Wir müsfin dem
^x^eblatt für diese auffallende Mittheilung, die in der vielerörterten Ver- lberlaffen"$^ cine 0ani ncue Perspective erscheinen läßt, die volle Verantwortung
Telegraphische Depeschen.
Wolff's telegr. Korrespondenz-Bureau«
Berlin, 1. August. Das Programm für die Festlichkeiten zu Ehren des Kaners von Oesterreich ist wie folgt festgesetzt: Am 12. dss. Mts. Ankunft um 5 Uhr Nachmittags; Abends 7 Uhr Familiendiner, um 8V2 Uhr Zapfenstreich aller Garde-MusikcorpS vor dem Schloß. Am 13. August früh 9 Uhr Parade, alsdann Frühstück, Fahrt nach Charlottenburg zum Besuch des Mausoleums, der Grabstätte Kaiser Wilhelms; nm 6 Uhr Galadiner. Arn 14. August Gefechtexerciren bei Spandau Rückkehr nach Berlin gegen 2 Uhr, woselbst das Frühstück genommen wird- 4 Uhr Fahrt nach Potsdam zum Besuch der Friedenskirche, der Grabstätte Kaiser Friedrichs- Abends 6 Uhr Diner in Babelsberg bet der Kaiserin Augusta. Am 15. August Kirchgang und Exerciren des Kaifer-Franz.-Regiments nach dem neuen Reglement; Frühstück der beiden Majestäten tm Regimentscasino. Erzherzog Franz Ferdinand begleitet den Kaiser auf seiner Reise.
Qr Berlin, 1. August Heute Abend 8’/2 Uhr brach in der Unfallverhütungs- Ausstellung in der elektrischen Abtherlung der großen Maschinenhalle Feuer aus, wodurch der mittlere Theil der elektrischen Abtheilung zerstört wurde. Das Feuer könnte noch vor dem Eingreifen der Feuerwehr durch Löschgranaten unterdrückt werden. Der Schaden ist noch unermittelt.
qr o “ Die mittelst Reichs - Postdampfer „Hohenzollern" beförderte Post aus Australien ist in Brindisi eingetroffen; dieselbe gelangt für Berlin voraussichtlich am 4. August Vormittags zur Ausgabe.
Wiesbad^,, I. August. Der Bildhauer Professor Keil ist in oergangeuer Nacht in Kidnch an einem Herzleiden gestorben.
ir± München, 1. August. Die französische Commission mit den Gebeinen Latour's ist um 8Va Uhr hier angekommen; die Nachtwache bei dem Leichenwagen leistete ein Doppelvonen des Leibregiments. Die Weiterreise erfolgt morgen früh 7 Uhr.
Stuttgart, 1. August. Der „Staatsanzeiger" berichtet, der König unterzog sich auch in diesem Jahre einer Massagekur bei vr. Röchlings. Der Erfolg sowohl für das Allgemeinbefin^n als für die neuralgischen Befchwerden ist ein günstiger. Der König ist heute nach Babenhausen abgereist. ö
, Wien, 1. August. Der Minister des Innern verfügte die Auflösung des SchuloereinS für die Deutschen wegen Ueberfchreitung seines statutengemäßen Wirk- ungskreifes.
m , .Bari-, 1. August. Der Minister des Aeußeren, Spuller, läßt die „Times"- Nachricht bementiren, daß er Delyannis erklärt habe, Frankreich werde sich der Lösung der Kretafrage zu Gunsten Griechenlands nicht widersetzen.
q k z-2fn?<w' vi ?tU0U[f* Bei dem gestrigen Jahresbanket im Mansionhouse sagte Lord Salisbury, die Unruhen auf Kreta rechtfertigten keine ernsten Besorgnisse. Namens der englischen Regierung erkläre er kategorisch, daß sie nicht verlange, Kreta zu besitzen. Was Egypten anbetreffe, so beweise das Auftreten der Derwische, daß der Zeitpunkt zur Räumung Egyptens noch nicht gekommen sei. England erfülle eine Verpflichtung wenn es Egypten nicht eher verlasse als bis es im Stande wäre, sich allein gegen innere und äußere Feinde zu vertheidigen. Lord Salisbury wies entschieden-den Gedanken zurück, daß England gletchmüthig die Vorgänge und Unternehmungen in Osteuropa gutheißen solle, ohne Einspruch zu erheben ober seinen entgegenstehenden Willen zu manifestiren. England könne nicht seiner hergebrachten Politik entsagen, Verpflichtungen, die es übernommen, ohne Geltendmachung seines Einflusses opfern. Der erste Gegenstand der englischen Politik sei die Erhaltung des Friedens ohne Opfer an feiner Ehre. Lord Salisbury schloß: die ungeheuren Rüstungen bildeten eine wichtige Friedensgarantie, ein Krieg wäre so furchtbar, daß die Nationen davor zurückschrecken.
t. ?• 1r2m0uü-, Sm Unterhaus erklärte Worms, die Regierung habe
beschlossen, an Privatleute Erlaubnißscheine zur Ausfuhr von Antiquitäten aus Cypern ferner nicht mehr zu geben, sondern nur noch an Institute.
o ?*»ver, L August. Das deutsche Geschwader passtrte heute Abend 7 Uhr; die Landbatterien feuerten Salutschüsse ab. Der deutsche Botschafter am englischen Hofe, Graf Hatzfeld, der hier ankam, ging an Bord der Pacht „Hohenzollern".
,3 .. Petersburg, August. Das „Journal de St. Petersbourg" zollt Salisbury für die am 29. Juli im Oberhaus gehaltene Rede Anerkennung. Salisbury ließ der korrekten Haltung Rußlands in den Balkanangelegenheiten Gerechtigkeit widerfahren. Es sei zu wünschen, daß die Worte Salisbury's dazu beitragen, in gewissen politischen Greifen, welche bis jetzt in biefem Punkte augenscheinlich gegenteiliger Ansicht gewesen seien, eine gerechtere Beurtheilung herbeizuführen. Die Rebe scheine ben Zweck gehabt zu haben, den pessimistischen Tenbenzen, bie letzthin herrschten, entgegenzutreten. Es wäre in dieser Beziehung zu wünschen, baß bas gewollte Resultat auch erreicht würbe
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Berlin, 2. August. Zum Rector ber Berliner Universität für 1889-90 wurde Professor Hinschius gewählt. Zum Dekan ber theologischen Fakultät würbe Pros * Harnack, ber juristischen Fakultät Prof. Golbschmibt, ber mebicinischen Fakultät Prof. Barbeleben, ber philosophischen Fakultät ber Orientalist Prof. Sachau gewählt.


