Don den unehelich geborenen wurden nur anerkannt
85 Knaben 75 Mädchen
-t „ 3
Nicht anerkannt sind daher 81 Knaben 72 Mädchen.
An Mehrgeburten sind 9 Zwillingsgeburten erfolgt. Diese vertheilen sich: ehe- liche 2 mit Knaben, 4 mit Knaben und Mädchen, 2 mit Mädchen. In 3 Fällen war je eins der Kinder lebend und eins todt geboren. Uneheliche 1 mit Knaben.
Todtgeboren wurden 24 Kinder, 2 weniger als im vorigen Jahre.
Ehelich Unehelich Zusammen
Im Jahre 1887 wurden Knaben Mädchen Knaben Mädchen Knaben Mädchen geboren 10 9 3 4 13 13
Im Jahre 1888 wurden geboren 6 11 3 4 9 15
Mithin in 1888 weniger
resp. mehr — 4 4-2 — — — 4 4-2
Die Gesammtzahl der Sterbefälle beträgt 451.
männliche Personen weibliche Personen
Im Jahre 1887 sind gestorben 237 218
Im Jahre 1888 sind gestorben 235 216
Sonach in 1888 weniger 2 2
Dem Civilstande nach sind verstorben:
ledige Personen 136 126
verheiratete Personen 71 56
verwittwete Personen 19 33
— 226 215
Der Familienstand, ob ledig, ver- ?,eirathet oder verwittwet, konnte nicht estaestellt werden bet auswärtigen in dem academischen HoSpital Verstorbenen ______________9__1
zusammen wie oben 235__216
Die Zahl der im Jahre 1888 dahier gestorbenen Ortsfremden beträgt 95 57
Davon waren 121 eoang., 20 kath.,
2 isr., bei 9 Personen war die Religion unbekannt. — Hiervon sind gestorben:
1) im academischen Hospital 81 41
2) in der Frauenklinik — 6
3) in der Entbindungsanstalt 8 Kinder 9
4) in Privatwohnungen 6__1
zusammen wie oben 95 57
Die Sterbefälle, nach dem Alter der Verstorbenen Im Jahre 1888 Im Jahre 1887 männlich weiblich männlich weiblich
unter 1 Jahr 41 35 38 42
von 1 bis 5 Jahren 28 38 28 26
„ 6 v 10 „ 13 8 6 7
„ 11 „ 15 „ 10 6 8 6
„ 16 „ 20 „10 9 10 7
„21 „30 „ 25 21 21 15
„ 31 „ 40 „ 13 22 30 26
„ 41 „ 50 „ 25 17 23 17
„ 51 „ 60 „ 29 16 27 22
„ 61 „ 70 „ 28 18 20 23
71 „ 80 „ 10 20 18 18
« 81 „ 90 „ 2 5 7 9
über 90 „ 1 1 — —
Alter unbekannt — — 1 —
gruppirt, ergeben Folgendes: Gegen das Jahr 1887 mehr weniger
männl, weibl. männl, weibl. 3 - - 7
- 12 - —
7 1 — —
2 — — —
— 2 — -
4 6 — —
- — 17 4
2 — — —
2 - - 6
8 - - 5
- 2 8 —
- - 5 4
11 — — — — 1 —
235
216
237
218
29
24
31
26
Die Sterbefälle vertheilen sich auf die Monate:
Im Jahre 1888
Im Jahre 1887
Gegen das Jahr 1887
männlich
weiblich
männlich
weiblich
mehr männl, weibl.
weniger männl, weibl.
Januar
27
22
23
18
4
4
_
Februar
26
22
16
13
10
9
—
März
20
19
19
21
1
2
April
17
19
20
24
—
3
5
Mai
26
28
21
20
5
8
Juni
22
11
26
26
4
15
Juli
16
9
13
22
3
_
13
August
17
16
23
25
_
6
9
September
20
17
9
10
11
7
October
11
19
16
11
8
5
November
19
19
23
15
_
4
4
December
14
15
28
13
—
2
14
—
zusammen
235
216
237
218
34
42
36
44
„ ,?°"?^ ^heimtschen waren evangelisch 267, katholisch 21, israelitisch 8, sret- religiös 1, altkatholisch 1, Religion unbekannt 1; zusammen 299.
Die Zahl der im Jahre 1888 dahier lebend geborenen
ehelichen Kinder beträgt 193 männliche, 234 weibliche,
hiervon gehen ab die dahier ehelich geborenen Kinder, deren Eltern auswärts wohnhaft sind, 5 „ 3
K , bleiben ~188 männliche, 231 weibliche, Hrerzu kommen die dahier unehelich geborenen Kinder, ’
deren Mütter in Gießen wohnhaft sind, 11 n 10
O r rc c in Geburten für Gießm ' 199 männliche, 247 weibliche,
Zu gleichem Ergebniß führtMe folgende Zusammenstellung:
Die Zahl der im Jahre 1888^ dahier lebend geborenen
hl-rvmi"g7hen^b°' 278 «°nnlich-, 309 weiblich-
». die unehelichen Kinder, in der Entbindungsanstalt und in Privat
wohnungen geborenen 85 männl., 75 wetbl., b. ehel. Kinder, deren Eltern
auswärts wohnhaft sind, 5 „ 3 „
zusammen 90 männliche, 78 weibliche,
Y. . , , . u rvvl„ bleiben 188 männliche, 231 weibliche,
hierzu kommen uneheliche Kinder, deren Mütter in
Gießen wohnhaft sind 11 männliche, 16 weibliche,
ergibt Geburten für Gießen wie oben l99^Wfittch^'247 weibliche.
Die Zahl der im Jahre 1888 dahier
Gestorbenen beträgt 235 männl., 216 weibliche Personen,
hiervon gehen ab die im akadem. Hospital, in
der Frauenklinik, in der Entbindungsanstalt
u. in Prtvatwohnungen gest. Ortsfremden 95 „ 57
er0ibt Sterbefälle für Gießen 140 männl., 159 weibl' Personen,
Zahl der Geborenen 199 männl., 247 wetbl,
ergibt Geburten-Ueberschuß 59 männl., 88 wetbl. ----------
= 147
Deutscher Reichstag.
32. Plenarsitzung. Freitag, den 1. Februar 1889, 1 Uhr.
1. Der Bundesrathsbeschluß in der Bekanntmachung betr. Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über die Einführung der Gewerbeordnung in Elsatz-Lothrtngen wird in erster und zweiter Lesung angenommen.
2. In zweiter Lesung wird genehmigt das Ausführungsgesetz zur Convention betr. die Unterdrückung des Branntweinhanoels unter den Nordseefischern.
Es folgt: Fortfetzung der zweiten Etatberathung. Specialetat der Marine- Verwaltung.
Abg. Richter (bfr.) fragt, ob nähere Nachrichten über das Gefecht auf Samoa vom 28. December o. I. eingegangen sind und bittet, daß wir mit zuverlässigeren Nachrichten über die Vorgänge bei der Marine bekannt gemacht würden, namentlich sei auch Auskunft erforderlich über die angebliche Theilung der obersten Verwaltung in der Marine.
Contreadmiral Heusner: Ueber die Vorgänge auf Samoa sind nähere Nachrichten erst mit der nächsten Post, die Mitte d. M. eintreffen wird, zu erwarten. Die Nachrichten von der Marine, soweit sie allgemein interessiren, werden bekannt gegeben. Ueber Veränderungen in der Marine-Verwaltung sind zwar Erörterungen gepflogen, aber noch keine Beschlüsse gefaßt.
Abg. Peters (natt.) fragt, ob die Kosten bet Mittheilung der Namen der im Gefechte Gefallenen und Verwundeten durch den Telegraphen etwa so hohe seien, daß man von der telegraphischen Mttthetlung Abstand genommen.
Eontreadmiral Heusner: Die Kosten kommen nicht in Betracht. Es fehlte nur an passender Gelegenheit, die Nachricht zu befördern.
Das gesammte Ordinarium wird ohne wettere Debatte bewilligt.
Im Extraordinarium wird gemäß dem Commisstons-Antrage die Position: „Zum Bau eines Minendampfers dritte und Schlußrate 900 000 JL" in der Fassung genehmigt: „Zum Bau eines Mtnendampfers dritte Rate 600 000 JL"
Die Positionen „Zum Bau der neuen Panzerschiffe A, B, C und D mit je 800 000 werden gemeinsam dtscutirt.
Abg. Barth (dfr.): Die Marine-Verwaltung selbst müsse anerkennen, daß die Marine in Bezug auf die Anschaffung von Panzerschiffen nicht vorsichtig genug sein könne. Es liege die Möglichkeit vor, vielleicht schon in nächster Zeit die Marine in Bezug auf Schlachtschiffe vollständig umzugestalten. So gern seine Partei bereit sei, der Marine weitgehende Eoncessionen zu machen, so können wir doch diese Forderung in ihrem ganzen Umfange nicht billigen. Wir wollen vorläufig nur für ein Panzerschiff die Mittel bewilligen. Die Mehrbewilligung ist auch bedenklich wegen der gegenwärtigen Organisation des Jngenieurwesens, die dieser plötzlich erhöhten Anforderung nicht gewachsen sein dürfte, da die ganze Marine-Technik sich schließlich concentrirt in einer einzigen Person. Es haben sich infolgedessen auch mehrfach technische Mängel bei Neubauten gezeigt, die nur mit großen Kosten beseitigt werden konnten. Unter diesen Umstünden ist Vorsicht bei Schiffsbauten dringend nöthig.
Abg. Dr. v. Frege (coni.): Gleich nach dem Eintritt des uns leider zu früh entrissenen Grafen Monts in die Marine-Verwaltung wurde uns die Nothwendigkeit klargelegt, für die Bewilligungen zu Neubauten ein rascheres Tempo eintreten zu lassen; wenn nun der Aög. Barth diese Bewilligungen bekämpft, so entfernt er sich damit aus dem Rahmen derjenigen Grundsätze, welche das Haus früher aufgestellt hat. Die Marine stehe vor einem bedeutsamen Abschnitte ihrer Entwickelung, den zu hindern sehr bedenkliche Folgen haben könne, da die Marine das populärste Institut sei.
Abg. Frhr. v. Gagern (Etr.): Von einer Annahme bestimmter, vom Grafen Monts oorgelragener Grundsätze ist meinen politischen Freunden nichts bekannt und den Anstrengungen anderer Mächte gegenüber bleiben unsere heimischen Verhältnisse allein maßgebend. Für unsere Defensio-Entwickelung ist die weitere Vervollkommnung des Torpedowesens ausreichend. Wenn für neue Unternehmungen, wie hier, so erhebliche Kosten gefordert werden, so müssen wir auch sicher sein, daß es sich nicht blos um Experimente handelt. Wenn wir auch anerkennen, daß eine ausreichende Defensive nur möglich ist, wenn auch Offensiostöße geführt werden können, so konnten wir uns doch nicht zur sofortigen Bewilligung einer so bedeutenden Summe, 3 200 000 JL., entschließen. Für eine geringere erste Rate hätten wir gestimmt. Wir werden die erste Rate für Panzerschiff A, 800 000 JL, bewilligen, die Mehrforderungen für die Panzerschiffe B, C und D aber ablehnen.
Eontreadmiral Heusner: Die Bedenken des Abg. Barth gegen das Jngenieur- wesen sind nicht begründet, die Leistungen unserer Ingenieure sind gut. Die Verwaltung steht dem Jngenieurwesen wohlwollend gegenüber. Die Zögerung, welche Abg. v. Gagern vorschlug, scheint der Marine-Verwaltung nicht rathsam.
Abg. Graf Behr-Behrenhof (Rp.) hat anfänglich auch Bedenken gehabt, ist jedoch in der Commission genügend aufgeklärt; die großen Schlachtschiffe entlasten im Kriegsfälle die Landarmee; eine Verzögerung des Neubaues könne sehr bedenklich werden.
Abg. Rickert (dfr.): Früher haben uns die Conseroativen verhöhnt, als wir uns für die Panzerschiffe des Herrn v. Stosch aussprachen. Um so mehr Gewicht sollten Sie darauf legen, wenn wir nun gegen solche Bauten Bedenken haben. Wir freuen uns, wenn die Marine-Verwaltung fest an ihren Forderungen hält; aber Sie müssen auch unseren Standpunkt anerkennen, wenn wir Rücksicht nehmen auf die Prästationsfähigkeit des Landes. Es ist bedenklich, diese fort und fort immer höher anzustrengen. Unser Schwerpunkt ist, durch unsere Lage bedingt, die Landmacht, wir können nicht den Ehrgeiz haben, neben einer starken Landmacht auch noch eine hervorragende Seemacht zu halten. Ich würde den Herrn Kriegsminister bombardiren, wenn er uns Küstenbewohner nur dem Schutze der Marine überlassen wollte. — Unsere Marine wird immer in den düstersten Farben geschildert, sobald neue Forderungen kommen.
Eontreadmiral Heusner: Wir haben bis zum letzten Momente gewartet, ehe wir zu diesem entscheidenden Schritte übergingen. Die Torpedowaffe wird in absehbarer Zeit und nach menschlicher Vorausberechnung eine Umwälzung des Krtegsschiffs- wesens nicht herbeiführen- Es wird nach wie vor an dem Princip festgehalten, daß wir eine führende Seemacht nicht werden wollen- An diesem Princip, das betone ich ausdrücklich, wird festgehalten. Aber hinter gewissen Anforderungen dürfen wir nicht Zurückbleiben. Angesichts des Vorsprunges anderer Nationen ist es dringend geboten, die Forderungen zu bewilligen.
Abg. vr.Hammacher (nl.) tritt für die Bewilligung der geforderten Summe ein. Bei der Abstimmung werden die sämmtlichen Positionen bewilligt.
Zum Bau einer Kaserne in Cuxhaven werden 220000 JL gefordert. Die Commission beantragt Streichung dieser Position. Das Haus beschließt diesem Anträge gemäß, trotz der Befürwortung durch Eontreadmiral Heusner. Zur Verstärkung der Kriegsvorräthe der Marine-Bekleidungsämter werden 678 000 Ju gefordert; hier beantragt die Commission 378000 zu streichen und nur 300000 JL zu bewilligen- Das Haus beschließt demgemäß. Der Rest des Marine-Etats wird genehmigt.
Ebenso werden die noch ausstehenden Spezial-Etats und das Etatsgesetz ohne weitere Debatte genehmigt.
Damit ist die zweite Berathung des Etats beendet und die Tagesordnung erledigt.
Nächste Sitzung Montag 1 Uhr. Tagesordnung: 1 Gewerbe-Ordnung für Elsaß- Lothringen. 2. Brantweinhandel tn der Nordsee. 3. Antrag Schuhmacher (Aufhebung der Getreidezölle). 4. Antrag Wi ndthorst lFreiheit der Kulte in den Schutzgebieten).
Schluß 5V2 Uhr-
^2— w . erzielt man nur, wenn die Annoncen zweckmäßig adgefaßt 44 MH | und typographisch angemessen ausgestattet sind, ferner die W H. U richtige Wahl der geeigneten Zeitungen ge- 1 troffen wird. Um dies zu erreichen, wende man sich an
bitt'rh die Annoncen-Expeditton Rudolf Moise in Frankfurt
UmUJ cyMIHIWltll am Main (Vertreter in Gießen Jul. Wallach, Kaufmann, Marktplatz); von dieser Firma werden die zur Erzielung eines Erfolges erforderlichen Auskünfte kostenfrei ertheilt, sowie Inseraten - Entwürfe zur Ansicht geliefert. Berechnet werden lediglich die Original - Zeilenpreise der Zeitungen untet Bewilligung höchster Rabatte bei größeren Aufträgen, so daß durch Benutzung dieses Instituts neben den sonstigen großen Vortheilen eine Ersparniß an Jnsertionskosten erreicht wird. 184


