Telegramme, Briefe und Adressen gingen ein von dem früheren Gesandten am hiesigen Hofe, Grafen Werthern, dem Gesandten in Washington, Grafen Arco, dem badischen Landesarchio, der Stadtbibltolbek Metz, den Universitäten Durham (Amerika), Jena, dem Seminar für Kirchengeschichte daselbst, den Professoren Sickel (Wien). Beyschlag (Halle), Lython (Oxford), v. Paul Heyse, dem deutschen Schriftstelleroerband. Abordnungen entsendeten das attkatholtsche Comttä, das Gemeindecollegium, die Staatsbibliothek, die Akademie der Wissenschaften, diese im gleichzeitigen Auftrage der historischen Commission. Der Director der Universität war mit dem gesummten Senat zur Beglückwünschung erschienen.
München, 28. Februar. Döllinger erhielt weitere Adressen von der theologischen Fakultät zu Bern, von der philosophischen Fakultät zu Straßburg, von der böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften. Brieflich gratultrten der Statthalter Hohenlohe, die ; Geheimräthe Sybel (Berlin), Windschetd und Dürrschmidt (Leipzig), Kölltker (Würzburg) und zahlreiche andere Gelehrte und Professoren Persönlich gratultrten der Polizeipräsident und der Oberbürgermeister, sowie Studentendeputationen; Prinz Leopold sandte einen Adjutanten.
Braunschweig, 28. Februar. Der Prtnzregent, Se. Königliche Hoheit der Prinz Albrecht, hat sich heute Mittag zum Gebrauch einer Massagekur nach Dresden begeben. — Der Reichskanzler, Fürst von Bismarck, hat der hiesigen Regierung seine Theilnahme an dem Ableben des Ministers Grafen Görtz-Wrisberg in einem Schreiben ausgedrückt, in welchem es heißt, der Verlust des bewährten Staatsmannes berühre ihn um so näher, als derselbe stets mit hohem Eifer und Erfolg die Pflege bundes- sreundltcher Beziehungen sich habe angelegen sein lassen.
Pest, 28. Februar. Abgeordnetenhaus. Als der Ministerpräsident Tisza zur Widerlegung der Ausführungen der Opposition über die SS 24 und 25 der Wehrvorlage das Wort ergriff, versuchte die Linke durch demonstrative deutsche Hochrufe denselben am Sprechen zu hindern. Auch im weiteren Laufe seiner Rede wurde Tisza Wiederholt durch geräuschvolle Kundgebungen unterbrochen. Auf die Bemerkung Tisza's, die Opposition müsse die Wahrheit sehr fürchten, daß sie dieselbe nickt hören wolle, trat zwar eine kurze Ruhe ein; bald jedoch erneuerten sich die Unterbrechungen von Setten der Opposition, so daß der Präsident zu energischen Mahnungen zur Ruhe veranlaßt wurde. Tisza schloß seine Ausführungen mit der Mahnung : „Zerren wir die Krone nicht in den Kampf, vottren wir das Gesetz im Interesse des Landes und der von der Opposition irregeleiteten Jugend!" Die Sitzung schloß geräuschvoll.
PariS, 28. Februar. Der heutige Mtnisterrath berieth über ernstliche Polizeimaßnahmen hinsichtlich der inneren Politik, die aber geheim gehalten werden. Rach der Sitzung fand eine abermalige Konferenz im Ministerium des Innern statt, welcher die Minister Ttrard, Konftans, Thevenet, der Generalprokurator Bouchez, der Prokurator der Republik Banaston und der Polizeipräfekt Loz6 beiwohnten.
Paris, 28. Februar. Die Kammer beschloß, den Antrag Basly bezüglich der Amnestie in Erwägung zu ziehen und berieth alsdann die Interpellation Andrieux über Tongktng.
— In parlamentarischen Kreisen cursirt das Gerücht, die Regierung hatte heute beschlossen, energisch gegen die Patriotenliga vorzugehen.
— Delafosse setzte den Minister des Aeußern, Spuller, davon in Kenntniß, daß er wegen der Angelegenheit Atschinow's eine Interpellation einbrtngen werde. Spuller sagte die Beantwortung der Interpellation für Samstag zu.
Paris, 28. Februar. Die Patriotenliga erließ Namens ihrer angeblich 240,000 Mitglieder eine Erklärung, welche fick heftig gegen das Vorgehen der Regierung in Sagallo (gegen Aschinow) aussprtcht. 'Für die Familien der Todten und Ver- wunbeten wird eine Subskription eröffnet.
Paris, 28. Februar. Heute Nachmittag fand sich in den Bureaus der Patrioten- liga am Börsenplätze ein von 20 Polizeiagenten begleiteter Poltzeicommtssar ein und nahm, nachdem die Bureaus gegen jeden Zutritt abgesperrt worden, in Gegenwart Deroulede's, Laguerre's und Rtchard's eine Haussuchung vor. Er beschuldigte die Letzteren, daß sie als Unterzeichner des Aufrufs der Patriotenliga, welcher sich gegen das Vorgehen der Regierung in Betreff Aschinows in Sagallo ausspricht und für die Familien der Todten und Verwundeten eine.Subscrtption eröffnet, eine staatsfeindliche und den Staat einer Kriegserklärung aussetzende Handlung begangen hätte. Deroulede Verweigerte jede Erklärung. Die Deputaten Laguerre und Laisant wurden bald danach verhaftet, weil sie sich mit Gewalt der Haussuchung widersetzen wollten. Da sie sich damit eines flagranten Falles von Widersetzlichkeit schuldig gemacht haben, fu.ti sie durch ihre Unverletzlichkeit als Abgeordnete nicht geschützt. Es heißt, Prooost de Launay (Rechte) werde über den Zwischenfall eine Interpellation einbringen.
— In einem von den Zeitungen veröffentlichten Schreiben des boulangistischen Deputirten Laguerre an den Juftizminister heißt es: Er höre, daß gegen Deroulede und den Secretär der Patriotenliga Richard wegen des Aufrufs zu Gunsten Aschinows und der Famllien der bei Sagallo getödteten und verwundeten Begleiter desselben die gerichtliche Verfolgung angeordnet worden sei. Er sei erstaunt, daß nicht auch gegen ihn die gerichtliche Verfolgung eingeleitet worden sei, da er den Aufruf ebenfalls unterzeichnete. Er werde, wenn der Minister nicht von der Kammer die Ermächtigung zu feiner gerichtlichen Verfolgung verlange, am Samstag über das ungleichmäßige und Äußerst ungerechte Verfahren der Justiz in der Kammer eine Interpellation einbringen.
Londsn, 28. Februar. Auf der Trunkeisenbahn bei St. George stürzten drei Wagen eines Schnellzuges einen steilen Damm herab, wodurch gegen 35 Personen aetödtet sein sollen.
London, 28. Februar. In einem Leitartikel drückt die „Times" wiederholt ihr „aufrichtiges Bedauern" über die Veröffentlichung der gefälschten Briefe Parnell's aus, erklärte aber gleichzeitig, daß, nachdem die Briefe zurückgezogen worden seien, die Untersuchung des übrigen Theiles der Anklagen seinen Fortgang nehmen werde.
Rom, 28. Februar. Deputirtenkammer. Crispi zeigte an, das Ministerium habe demissionirt. Der König habe dasselbe ersucht, zur Erledigung der laufenden Geschäfte vorläufig auf dem Posten zu bleiben. Die Kammer vertagte sich hierauf auf unbestimmte Zett.
Rom, 28. Februar. Der König hat bezüglich der Lösung der Eabinetskrisis noch keine Entscheidung getroffen. Voraussichtlich dürste eine Umbildung des bisherigen Habinets unter dem Präsidium Erispi's eintreten, da sowohl betreffs der äußeren wie der inneren Politik die Kammer noch am 16. und 18. Februar dem Ministerium ein Vertrauensvotum ertheilte und nur in den Steuer- und Finanzfragen abweichende Ansichten herrschen. Im Laufe des Abends wird der König mit den Präsidenten des Senats und der Kammer über die Lage berathen.
— Nach einer Meldung aus Aquilla in den Abruzzen sind dort in der vergangenen Nacht fünf Erdstöße, darunter zwei heftige, verspürt worden, die jedoch keinen Schaden angerichtet haben.
Petersburg, 28. Februar. In dem Proceffe gegen vier Pastoren aus den russischen Ostseeprooinzen, welche angeklagt waren, ungesetzlicher Weise Orthodox- gläubige mit Lutherischen getraut zu haben, verurtheilte der Senat drei derselben zu otermonatltcher Entfernung vom Amte und den vierten zu einjährigem Gefängniß. Die vollzogenen Trauungen wurden kassiri.
Athen, 28. Februar. Der König nahm die Entlassung des Unterrichtsministers an und betraute den Marineminister mit dessen Stelloertrelung.
% 9 ! d i t l
Gießen, 1. März. Samstag den 9. März 1889, Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude dahier eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung kommen:
1. Gesuch des Metzgers Wilhelm Faust zu Lauterbach um Genehmigung der Anlage einer Schlächterei.
2. Gesuch des Metzgers Wilhelm Dietrich Weil von Bönstadt um Erlaubniß zum Betriebe einer Gastwirthschaft.
3. Gleiches Gesuch des Friedrich Pflüger zu Bingenheim.
4. Gesuch des Wilhelm Frank aus Geiß-Nidda um Ausstellung eines Wandergewerbescheins; hier die Mitführung seiner schulpflichtigen Kinder betr.
5. Recurs des Jonas Grünebaum und des Jos. Kehrn II. aus Bindsachsen gegen den Poltzeibefehl des Großh. Kreisamts Büdingen, die Hülfeleistung beim Schneeschöpfen betr.
6. Reclamation der im Jahre 1886 aus der israelitischen Religionsgemeinde zu Gießen ausgetretenen Israeliten gegen die Hebregister und den Ausschlag der Communalbedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinde Gießen pro 1888/89.
Gießen, 1. März. In der gestrigen Sitzung des Stadtvorstandes wurde u. A. dem Anlchlutz der Bürgermeisterei, des Polizeiamtes, der Gasanstalt und des Schlachthauses an die beabsichtigte Telephonanlage zugestimmt.
— Zum Hospitaloerwalter wurde Herr Carl Grüneberg II., zum Architekten für das Stadtbauamt (insbesondere zur Bearbeitung des Schulbaues) Herr Has, derzeit Stadtbaumetster in Weimar, erwählt.
Vermischte-.
Neu-Ulrichstein, L März. ^Monats - Bericht der Arbeiter - Colonie pro Februar 1889.] Ende Februar sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos ins- gesammt 95 Mann.
Hiervon waren Arbeiter 32, Bäcker 3, Buchdrucker 1, Buchbinder 1, Bürstenmacher 1, Eisengießer 2, Former 1, Gärtner 3, Glasmacher 1, Gürtler 1, Glaser 1, Kaufmann 3, Kammmacher 1, Koch 1, Maschinenschlosser 3, Maurer 4, Metzger 1, Schlosser 2, Schneider 3, Schuhmacher 9, Schreiber 7, Tuchmacher 1, Weber 4, Weißbinder 4, Ziegler 2, Zimmermann 3.
Den Staaten nach kommen auf: Grvßherzogthmn Hessen 32. Preußen: Regierungsbezirk Cassel 10, Regierungsbezirk Wiesbaden 18; auf die Provinzen: Brandenburg 2, Hannover 4, Pommern 2, Rheinland 4, Sachsen 3, Schlesien 3, Westfalen 1; auf die Königreiche: Bayern 10, Sachsen 2, Württemberg 2; Thüringer Staaten 2.
Abgegangen sind im Laufe des Monats Februar 27.
Davon gingen in Stellung durch die Colonie 3, auf eigenen Wunsch 18, entlaufen 6.
Im Ganzen wurden feit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 1136 Coloniften, abgegangen 1041.
Gesammt - Arbeitstage im Februar 1889 : 2501, darunter 50 für fremde Rechnung.
A Mainz, 28. Februar. Nach dem nunmehr vorliegenden Bericht des Prooin- zialauslckusses werden für das in Rheinhessen projectirte Provinzialfiechenhaus von dem Prooinzialtag im Ganzen 533,000 «/& gefordert, 183,000 JL mehr als ursprünglich in Aussicht genommen war. Unter der Voraussetzung, daß das Kapital zu 3* 1 2 3 4 5/» °/o beschafft und mit Va % amorttfirt werden kann, wirb sich durch die erhöhte Anforderung für die steuerpflichtige Bevölkerung der Provinz eine Mehrbelastung von 2,8 H pro Kopf und Jahr stellen. Mit Ausnahme des Bürgermeisters Michel von Neu-Bamberg ist der Provinzialausschuß einstimmig für die Bewilligung der ange- fordertm Summe.
— Die hiesige altkatholische Gemeinde, deren Bethaus durch Veräußerung des betreffenden Jmmobils in andere Hände übergegangen ist, ist bei der städlrschen Verwaltung um Ueberlassung der Kirche des ehemaligen Karmeliterkloster eingekommen. Die Kirche ist dermalen als Magazin benutzt und wird man sich wohl dazu verstehm, dem Verlangen Rechnung zu tragen.
A Kastel, 28. Februar. Dank des neu errichteten Wasserdauamtes wird jetzt endlich die Beseitigung des geradezu trostlosen Zustandes an dem hiesigen Rheinufer energisch in die Hand genommen und die längst geplante Ufercorrectton nach den Wünschen der Gemeinde und der Schiff- und Floßinteressenten öorgenommen. Aus Einladung des Wafferbauinspectors haben heute Nachmittag die Mitglieder des hiesigen Gemeinderaths wie auch Vertreter der ersten Floßgeschäfte eine Besichtigung des Ufers vorgenommen, um an Ort und Stelle die Meinung über die vorzunehmenden Arbeiten auszutauschen. Der anwesende Wasserbauinspector nahm von den Wünschen der Interessenten Protokoll und versprach deren energische Vertretung an maßgebender Stelle.
A Aus Rheinhessen, 28. Februar. In dem Concursverfahren gegen die Firma Franz Allmann & Sohn ist auf den 25. März eine neue Gläubigerversamm- lung anberaumt. — In der Behausung des Bcückenbauunternehmers Mohr bei Oberhausen ist ein Quantum Sprengstoffe explodirt und hat die Gebäulichkeiten zertrümmert.
Homburg v. d. H., 26. Februar. Herrn Bäckermeister Gustav Arrabin hier ist, wie der „T.-B." meldet, der ehrenvolle Auftrag zu Theil geworden, zu der Wißmann- schen ostafrikanischen Expedition 300 Kisten seiner berühmten Friedrichsdorfer Zwiebacke birect an das kaiserliche Consulat nach Zanzibar zu senden.
— Bei der vor einigen Tagen beim Reichskanzler stattgehabten parlamentarischen Abendgesellschaft kam u. A. die Unterhaltung auch auf das monarchische Princip, und der Fürst bemerkte, die geschichtliche Erfahrung beweise u. A. noch bei der Karolinenfrage, daß eine von volksthümlichen Strömungen abhängige Politik viel leichter engagtrt werde, als eine von einem Monarchen geleitete. Die letztere könne sich ungefährdet zurückziehen und sogar, wenn sie es nothwendig halte, einige Schritte rückwärts gehen, während ein Gleiches für die erstere Politik vollständig ausgeschlossen sei. Selbst eine verlorene Schlacht brauche nicht die Stellung des Monarchen zu erschüttern. Hieran knüpften sich längere Ausführungen über die Nützlichkeit einer monarchischen Regierung gegenüber der parlamentarischen; bei dieser verhelfe nur zu leicht die große Gabe einer glänzenden Beredtsamkett zum parlamentarischen Siege über Sachkenntnitz und tatsächliche Verhältnisse. Es sei eine alte Erfahrung, daß, wer eine solche Beredtsamkett besitze, selten einen klaren Blick und ein richtiges nüchternes Urtheil für die wirklichen Verhältnisse habe. Dem gegenüber sei eine nüchterne, kernige, hausbackene Natur, wie sie den verstorbenen Kaiser Wilhelm zum Segen des Vaterlandes ausgezeichnet habe, um so nachdrucksooller und glücklicher wirksam.
Thorn, 28. Februar. sSchmugglerknisf.] In Magdeburg wurde kürzlich ein Sarg mit einer Leiche zum Bahntransport nach Rußland aulgegeben. In der Nähe von Thorn hörte plötzlich ein Schaffner in dem Wagen, in welchem der Sarg stand, ein rätselhaftes Gepolter und gab deßhalb das Nothstgnal. Als der Zug hielt und man nach der Ursache des Gepolters forschte, sand man nichts Verdächtiges und man glaubte deßhalb, der Schaffner habe in Folge von Schnapsgenuß Hallucinationen gehabt. Bald aber wiederholte sich das Gepolter, der Zug wurde abermals zum Stehen gebracht und nun erlebte man etwas höchst Sonderbares. Als man den Deckel des Sarges abhob, um nach der Leiche zu sehen und diese an der Hand faßte, fühlte man, daß die Hand warm war. In demselben Augenblicke sprang die vermeintliche Leiche auf und suchte sich aus dem Staube zu machen, wurde indessen festgehalten und in Haft genommen. Man hatte einen Schmuggler erwischt, denn als der Sarg weiter untersucht wurde, fand man unter den Hobelspähnen verborgene Goldsachen im Werthe von etwa 24,000 JL, die auf diese ungewöhnliche Weise nach Rußland hatten eingeschmuggelt werden sollen.
— ^Deutscher und Oesterreichischer Alpenoerein.] Das vor Kurzem ausgegebene 1888er Jahrbuch des D. u. Oe. Älpenvereins (die „Zeitschrift", rebigtrt von Th. Trautwein) möchten wir der Aufmerksamkeit der Aipenfreunde unter den Lesern bestens empfehlen. Dieses Jahrbuch, ein stattlicher Band von 474 und VI Seiten mit 22 Beilagen und 44 Figuren und Profilen im Text, wird jebem Mit- gliede des D. u. Oe. Alpenvereins unentgeltlich geliefert und ist daher auch Interessenten aus anderen Kreisen gewiß leicht zugänglich.
Aus dem reichen Inhalt wollen wir nur einzelne, besonders werthvolle und allgemein interessante Arbeiten hier herausheben. Es sind dies zunächst die fortgesetzten Gletscherbeobachtungen des Dr. E. Richter, Dr. S. Finsterwald und Dr. H. Schunk am Karlinger- unb Pasterzengletscher in bir Gr. Glocknergruppe, bem Obersulzback- Gletscher, sowie bem Glieber- unb bem Gapatschferner, bie neues reiches Material zu der noch in vielen Stäbten bunfelen Naturgeschichte ber alpinen Gletscher zusammen- getragen unb verarbeitet haben. Ferner reihen sich hier an bie eingehenden Einzeldarstellungen über die Lechthaler Alpen, die Grödener Dolomitgebirge und das Karweudel- gebitge. Höchst interessante Beiträge zur Kenntniß der Bewohner ber beutscken Alpen liefern sobann auf bem Gebiete der Culturgeschichte im weitesten Sinne Studien und Aufsätze über das Weiland der ostbayrischen Alpwirthe, über „Marterln" unb „Taferln" (Kreuze und Bildstöcke mit Inschrift und bildlichen Darstellungen), über die Hochzeitsgebräuche im Eisackthal und in der Steiermark, über Geschichte, Culturgeschichtr und Etnographie des Grödnerthals, über neugesammelte Algäuer Volkssagen unb vieles Andere mehr, das, wie die Monographien über das Hohe Rad, den Lüner See, das Hallthal in Tirol u. f. w. mehr den Fachmann und Liebhaber zu eingehenderen Studien einladet.


