Ausgabe 
31.10.1888
 
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Lokales

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versehrt. Es ist noch nicht festgestellt, ob es sich dabei nur um einen Betriebsun^^ handelt. Nach einer Meldung aus Sebastopol traf das Kaiserpaar dort W ensU?UCAe ??^»^schehenem Empfang eines außerordentlichen türkischen G? ^ndten^des^Nackmtttags^setne Rückreise nach Petersburg fort._____________

Um ert5eitun6 fcer 6o*

Desgl. des Heinrich Kalkbrenner.

Desgl. des Georg Stösser.

Desgl. des Gerhard Bötz.

MnUßiqucur^riCb ®t00^ um Erthetlung der.Concession zum Ausschank

Zand. bel £cinrl,S Kr«°b zum Ausschank von Bi-r und Wein °«

121 Wlbti?*8 mr ®Cpp um Erlaubnlß zur Anbringung eines Firmen-

13. Desgl. des Graveurs Max Rühl.

iE' JEsgl. des Zahntechnikers Julius Kohlermann.

1g: 3Be8Cn- S'r°b-N und Plätz-N.

17- Die Anstellung eines Schutzmannes.

iq TU «?rUfI^tIintc Einen Thetl der Straße in der Neustadt.

19. Die Beleuchtung auf der Ostanlage.

20. Ten Feldweg in der Lichtenou.

21. Baugesuch der Wilhelm Dietrich Wwe

22. Den Fluthgraben in der Flügelsgasse.

23. Die Benennung der Straßen.

24. Kostendecretur^n.

~ rk ©iefefttr 30 October. Die frühere Gail'sche Wollspinnerei im Neustadt Feld ist durch Kauf in den Besitz des Herrn Wilh. Gail (Firma: G?

©tabliffement die Hohe des Kaufpreises verlautet noch nichts Bestimmtes. Das Etabltstement bleibt sonach erfreulicher Weise im Besitz der Familie Gail.

Reise von München nach Riga wird das Orchester der Münchener

»Sr-lftFsr1 » n" \ 20 r Wonnen daher unfern Lesern einen genußreichen Abend in

Aussicht stellen und verweisen bezüglich des Näheren aus den Jnseratenlhell.

K verweisen unsere Leserinnen nochmals auf die im ^nseratentbell i>,-

rurb ®*a<6 un^inbmK1m^0hr Sl-n°gr°ph-n-«-r-lns und empfehlen ihnen KMbe ^r -oeaajrung tn Rücklicht auf den eminent großen Nutzen der Stenoaravbi?

I 7°°'°pr-n-V-r.in aber, welcher ja schon'soviel für bie »SX jgg E abel^bergers gethan hat, wünschen wir, daß auch seine jetzigen Bestrebunaen die Stenographie in unsere Damenwelt einzuführen, von Erfolg begleitet seien!

Vermischtes.

SagebL LZlissement (Gr° Drehböhn" 8 U6r an- °-'°Mg-V-r-dligun, in MnganN7m«K

Senator O^wa d Namens des Senats und durch Herrn Präses Mestern Namens der Hamburger Handelskammer. Hierauf Erläuterung der ausgestellten Pläne durch §r?.krt'Sber:^nhCn eur ^"dreas Meyer. 11 Uhr: Beginn der Besichtigung. 1 Uhr §ru&ftücf, Segeben von der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschatt an

ÖBÄ.ÄK L m SÄtSÄSSS für d-r-n Valvarasto-Llnle. Rückfahrt nachStP°ulr^Baumwall sD- -anal .ft eleclrlfch beleuchtet.) 5«/, Uhr: Schluß der Besichtigung 6V° Uhr pünkll^ der Hand7skammer Ämbüt®* ®Wment (Gr. Drehbah»),gegeben °°n *y&Ä?Ä'aE«Ä

krößereu ML 7?,. ?LLuu°en sich ergebende Häute entweder in

15° MS 20 $rn«nt nphrfi^autc a'tn ^>°u seit Jahren gegen di-Nachbarstädte um annäh-A ÄooSobÄttr fttr be 6iCf,8tn M-tzü-r -in jährlicher V'-rlust von svät-r ^fn^s,ünern.9A8.»s$crnanHtun0i. Ging heute in später Abendstunde bis zu d-r .P?i,E/,"iolgenden Urtheilspublicatton der längst erwähnte Proccß aeaen den ffi,- slarK -Ä. "ä tes. su'ääss ü"" scs

gretfen fei, weil vielfach nur sehr geringe Betrage hinterzogen worden seien. 3

u b SSSts » S^ÄÄ von O-st-r-ich di-hiesige StZt^" °°" WenCm§ paffirle heute Morgen bie Äaiferia

erb e t ©tabtöeiorbneter Haffner, ein Bruder von Bischof Haffner das sill-rne silberne"Ver?ienstmedatlle."'b b'° ^°'steh-rtn d-s hiesigen Pmam.ut-nver-lns eine ©amfiag MeudÄ/Äch!'einer L-mr'Br-u°«l" d« Geld &r»tWUrb' m, ^tt0WbtXte und bMWKrtfi offÄ S Geld'b i h*1 ? &ßCk' ?ls sie sich in ihrer Vermuthung getäuscht sahen ^ derart auf

ben Unecht ein, baß berfelbe blutüberströmt in Alzey ankam. -

gleifte gestern Äittag eine Gütermaschiene mit bret Wagen, woburch ber direkte Ner- fe^r zwischen Mainz unb Kirchheimbolanben längere Zeit gesperrt war-

n^lUrt 271 October. Am Donnerstag Nachmittag hielt ber Verein für das Großherzogthum Hessen unb die Provinz Hessen - Nassau ur Beschäftigung

°m°wf «.TaZesorbnung für die St«btverorbneten-Sitzuna tm »otmeritafl den 1. November 1888, Nachmittags 4 Uhr. 0 *"

9 Thetlung ber III. Elaste der Stadtknabenschule.

2* K,Echnung des Realgymnasiums unb ber Realschule für 1887/88.

5Dte Vermiethung der Kellerräume unter ber höheren Mäbchenschule. ehemals Walther'schen Hofraithe.

Stiftung^ dH. Großer III. um Abtretung von Gelänbe der Plockischen

Füßen legen zu dürfen. Ich schätze mich glücklich, durch bas Vertrauen meines erlauch­ten Herrn zum Dolmetscher sowohl der Gefühle der Freundschaft, welche Allerhöchst- venselben mit Ew. Majestät vereinigen, wie auch ber Trabitionen bes herzlichen Ein­vernehmens zwischen den beiben Länbern berufen zu sein."

Berlin, 29. October. Nach amtlicher Mittheilung des städtischen Magistrats er­widerte der Kaffer auf die am Sonnabend von den städtischen Behörden überreichte Adresse, er danke herzlich für das dargebotene Geschenk und nehme dasselbe gern entgegen. Es ge­reiche d m zur freudigen Genugthuung, daraus zu ersehen, wie die Theilnahme der Berliner Bürgerschasr ihn begleite, wohin auch immer die Aufgaben seines kaiserlichen Berufes ihn führten. Se. Majestät freuten sich um so mehr, das am heutigen Tage aussprechen zu tomien, als sie soeben einer schönen Feier beigewohnt hätten: der Einweihung einer neuen deren Bau vom lebhaftesten Interesse seines Vaters verfolgt und gefördert wurde. Auch Sr. Majestät gereiche es zur großen Freude, daß er überall die Wahrnehmung mache, wie dem deutschen Reiche von fremden Fürsten und Völkern Sympathie entgegengebracht wurde, und daß diese Theilnahme sich auch auf die Reichshauptstadt mit erstrecke. Aller- hochstdieselben könnten aber nicht umhin, auch einer recht schmerzlichen Erinnerung aus seiner Reffe Ausdruck zu geben Während Se. Majestät alle Kräfte eingesetzt hätten, um durch das Anknüpfen von Freundschaftsbanden den Frieden und die Wohlfahrt des Vater­landes und auch d.'mit der eigenen Hauptstadt zu sichern, hätten die Tagesblätter der Haupt- und Residenzstadt die Angelegenheiten seiner Familie in einer Art und Weise an die Oeffentlichkeit gezogen und besprochen, wie sich ein Privatmann dies nie würde haben gefallen lasten. Se. Majestät sei dadurch nicht nur schmerzlich berührt, sondern auch Aller- hochstihr Unwille dadurch erregt worden. Vor allem bäten sich Se. Majestät aus, daß das fortdauernde Zitiren ihres seligen Vaters gegen ihre Person endlich unterbleibe. Es verletze ihn als Sohn aufs Tiefste unb sei unpassend im höchsten Grade. Er gebe sich der Erwartung hm, daß, wenn Allerhöchstdieselben Berlin zur hauptsächlichen Residenz wählen und ihn als einen Berliner ziehe es immer hierher, man davon absehen werde, rntime Beziehungen seiner Familie zum Gegenstand der Erörterung in der Presse zu machen. Die Aufgaben, welche den Fürsten mit seinem Volk vereinten, um das Vaterland groß und glücklich zu machen, seien bedeutend und mannichfach genug, um sich mit ihnen zu beschäf­tigen und alle anderen Dinge, wie vorerwähnte, ruhen zu lassen. In treuer Hingabe für diese hohen, erhabenen Ziele sollte man sich vereinigen und seine Kräfte gebrauchen; Aller- hochstdieselben vertrauten, daß die Vertreter ber Stadt Berlin, welche heute begrüßen zu können Sr. Majestät zur besonderen Freude gereiche, hierzu an ihrem Theile mitwirken , würden.

_ . Die auswärts verbreitete Meldung von einem gegen den Kaiser von Ruß­land wahrend des Aufenthaltes in Ketais beabsichtigten Attentate ist nach einer von competentester Seile eingezogenen Erkundigung völlig unbegründet.

r, . Hamburg, 29. October Bei dem imHamburger Hof" vom Senat veran- stalteten Festmahl für die Mitglieder bes Bunbesraths hatte an ber hufeisenförmig aufgestellten Tafel Staatsminister v. Bötticher ben Ehrensitz eingenommen, links von demselben saß ber Bürgermeister Versmann, rechts ber Bürgermeister Petersen neben letzterem Minister v. Goßler, bann ber preußische Gesandte Geh. Legationsrath v- Ku^erow ferner waren anwesend der bayerische Gesandte Graf Lcrchenfeld, der sächsische Gesandte Graf Hohentbal, ber württembergische Gesanbte Graf Zepplin, ber badffche Gesanbte v Marschall, Senator Carl Schurz, Abolf Wörmann, ber technische Leiter der Zollanschlußbauten u. a. m., im Ganzen circa 60 Personen. Staatsminister Graf Herbert Bismarck unb Abmiral Graf Monts nahmen bie Einladung des Herrn v. Kusterow, bei ihm Wohnung zu nehmen, an.

29. October. Die Fahrt durch bie Stabt nach bem Festplatze an ^sL^brucke glich einem Jubelzuge. Wieberholt würben Blumen von Kinbern überreicht. Der Enthusiasmus ber Hunberttausenbe ist unbeschreiblich. Der Kaiser grüßte immerwährend. Nachdem ber Kaiser bie Tribüne bestiegen, hielt Senator Lers- mann eine Ansprache:Ew. Majestät wolle ben Dank bes Senats unb ber Ein- wohne' schäft entgegenvehmen, baß es Ew. Majestät gefallen, bie Stabt burch Ihre Gegenwart zu ehren unb ber Feier burch persönliche Theilnahme die rechte Weihe zu geben.' Hieraus ward die Schlußsteinurkunde verlesen, worin die Bedeutung der Ent­stehung und Vollendung des großen siebenjährigen Werkes des ^ollanschlusses aefdiik 2."! - Versmann schloß:Mit Ew. Majestät gnädiger Erlaubniß wird die

Inschrift des Steines noch den spätesten Geschlechtern unserer Nachkommen Kunde geben Sodann wurde bem Kaiser Kelle und Hammer überreicht. Mit den Worten- Zur (^hre Gottes, zum Besten bes Vaterlanbes unb zu Hamburgs Wohl, fützvte ber Kaiser den Mortelwurf und die Hammerschläge aus. Es folgten Mollke, Versmann, Petersen, Bötticher. Während ber ganzen Ceremonie spielte bie Musik pianisaimo ben Marsch aus berZauberflöte". Se. Majestät besichtigte noch von ber Tribüne aus bie Umgebung bes Festplatzes, wobei ber Bürgermeister Versmann Erläuterungen über bie Bebeutung ber von hier aus sichtbaren Anlagen gab. Hierauf betrat ber Geistliche Senior Dr. Hirsch die Tribüne, Se. Majestät unb bie ganze Festversammlung ent- bloßten das Haupt. Se. Majestät hielt währenb ber Rebe des Geistlichen ben Helm tn der Rechten.

c xx Beendigung der Feier erfolgte eine Fahrt auf der Elbe. Zu diesem Zweck hatte sich der Kaiser an Bord des DampfersPatriot" begeben, welcher die Kaiser­standarte hißte. Hunderte kleiner Dampfer umgaben denPatriot" und unaufhörliche Jubelru e erschollen von ben vor Anker liegenden Dampfern, bie mit Schülern und Waisenkindern besetzt waren. An mehreren Stellen lagen Dampfer mit Musikcorps, welche das Kaiserboot begrüßten, und von den großen Setzdampfern, bie mit einem dichtgedrängten Publikum angefüllt waren, wurden bem Kaiser stürmische Hulbigungen dargebracht. Kaiser Wilhelm hatte sich sofort, nachbem er benPatriot" bestiegen, auf die Commanbobrucke begeben, unb bankte allseitig grüßend. Bei ber Fahrt unterhielt st cd der Kaiser sehr lebhaft mit beiden Bürgermeistern, mit den anwesenden Technikern, desgleichen mit Karl Schurz unb Regierungsrath Delbrück, bie sich unter ben Gästen beianben. SM ber Lanbung an ber aufs Prachtvollste geschmückten Brücke begab sich Kaiier Wilhelm, unter immer erneuten stürmischen Kundgebungen des Publikums zu Wagen nach seinem hiesigen Absteigequartier im Jänisch'schen Hause.

Friedrichsruh, 29. October. Der Kaiser ist Abends 7 Uhr 50 Min. hier einge- troffen und wurde auf dem Bahnhofe vom Reichskanzler empfangen. Der Bahnhof war festlich geschmückt und beleuchtet; ebenso die Post unb mehrere Privathäuser. Die Feuer­wehr mit Fackeln bilbete Spalier. Der Kaiser begrüßte den Reichskanzler aufs Herzlichste Mit wiederholtem Händeschütteln und begab sich mit demselben unter enthusiastischen Hur?ah- rusen der trotz des Regens zusammengeströmten Menge alsbald nach dem Bismarck'schen Schloß.

. , *«' 29. öctober. Di- W-s-rz-ilung" erführt, d-r Kaif-r habe anläßlich

d-s glücklich vollzogenen Zallanschlusfes dem Bürgermeister Raff und den Senatoren Gildemetster und vr Meter eine kostbare Vas- übersandt, dem Conlul H. H. Meier den Kron-norden erster, dem Oberbaudlreclor Franzlus zweiter und dem B-uratb Baukes dritter Classe verliehen. y

Rom- 29. October. DerRtforma" zufolge legte Magliani In dem jüngsten Mintstcrrath- die Finanzlage dar und constalirte, daß bie über dieselbe verbreiteten ungünstigen Gerüchte keineswegs gerechtfertigt feien.

Pari-, 29. October. Bei ber heute gefeierten Vermählung ber Tochter Soulangerg fanben am Eingang zum Standesamt boulangisttsche Demonstrationen statt. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor, da ihr, als sie die Volksmenge auseinandertrieb, Widerstand geleistet wurde. 0

r 29' October. In der gestrigen Monarchisten - Versammlung, woran gegen 2O0O Personen theilnahmen, hielt Lambert de Sainte-Croix eine Rede, worin er auf die Vereinigung aller Royalisten hinwies unb betonte, es sei befremblich, daß bie

1' L" Verfassung tauge nichts Nach ber Versammlung t ki ' ^ei welchem ber General Charette in einem Trinkspruch aus-

g?rle, bie Mov-r-bi- s-i dl- l-tzl- Zuflucht Frankreichs; sie werde das Glück und dl- Stabilität des Landes sichern.

Atttr6.btt,.9' ,29' Octvber. Das Els d-s Ladoga- Sees begann gestern bei Schlüsselburg in bie Newa hineinzugehen. 0

Petersburg, 29. October. Ein hier eingegangenes Telegramm bes Hofministers von heute um zw^ Uhr Nachmittags melbet, daß auf der Station Borkt der Kursk- Charkow-Asower Eismbahn, im Kaiserzug die zweite Lokomotive unb bie auf biefe olgenben vier Waggons entgleist sind. Die Kaiserfamilie und die Suite blieben un-