' §ebf. Alsdann geht Redner auf die geschichtliche Entwicklung der Frage ein erinnert- ■ 1 1885i ü0,Jl ^crein eine Enquete veranstaltet, im Jahre 1888 im
8nfe A?aCrC hingehende Diecussion über diese Frage stattgefunden habe
; das Jnteresle für dieselbe in der Gegenwart, einer Zett tiefgehender aara-
begreiflich sei. Der Wucher, sagt Redner, führt uns in X
: Kte*HOr4ftnen-?inflen nQ* Südwest- und Mitteldeutschland, wo er vor-
e ma^ren? er in anderen Theilen Deutschlands nur sporadisch
auftrete. Als Maßregeln gegen den Wucher empfiehlt Referent nur solche welche schon die Feuerprobe bestanden haben. Er nennt Wucher die Ausnützu^g ^nes fakLi chen «f?erXVUbTrCte Z°"b°"u»d Schaden d°r M-„tm. Auf dem L Bin । eriter Unte der kleine Bauernstand vom Wucherer getroffen. Der Wucher sei he- I ?^iffen Eigenschaften des Wucherers, insbesondere der hochentwickelten
-^ieist^ebigkett desselben, die deßhalb verderblich sei, weil sie mit außerordentlicher Rück- stchtsl°sigr-it ausgeübt werde. Der Erfolg des'Wucherers hänge'von d«
er 6kgenuberstehenden Bevölkerung ab. Wo der Wucherer Erfolg habe könne nschk^ucherte seine Vermögenslage nicht richtig übersehen,bÄbie UXiX er^sei ?rffillt^mi^9lr?m^n"^ unb 3nltiaHDe, um günstige Kaufgelegenheiten zu finden, nirht in °^- 8 0 Höherstehende, während er andererseits dem Wucherer
widerstehen vermöge Auf der anderen Sette förderten mancherlei soziale Verhältnisse den Wucher, so z. B. die künstliche Steigerung der Gutszinsen das fehlen von legitimem Erwerb von Besitzthum u.a.m. Inbicfe ßücfe tre e nun De/ Vortragende schildert nun eingehend das Vorgeh n des Wucherers wie derselbe an,'Ä,a8.:K •••{”**• ■-"**. h-,“TbÄSK gb^tzes oon 1880, seit dessen Inkrafttreten die Zahl der Darlehens-Wucherer abae- nommen habe, wendet sich Redner zu den gemachten Vorschlägen zur Verringert ®udier$. ®r kommt der seinen Ausführungen zu dem Ergebniß daß die in Vorschlag gebrachten Mittel, als Einschränkung des Wech elreäfls V->rböt Wucherer durch Anwälte mcht mehr vertreten werden dürfen, zwangsweise i?nb^hnrrhmftThn^r n0?*?1?7 iUrDerK.erfcn teien, dagegen empfiehlt er ms zweckdienlich und durchführbar 1) schärfere Handhabung des Wuchergesktzes, 2) Erhöhung der tur den Wucher angedrohten Strafmaxima und Minima 3) ®efttmmi Lin
nach welchen Verträge Über Mobiliarmrkäuft nur schrifttichunduntkrA^^^^ bnmiMn^fnehOnCLJn V,nn-<mJ 4) 936X1)01 gegen die Grundstücksversteigerunm
. be^ab f ^ioatoersteigerungen üblichen Praktiken in Wegfall kommen 5) Erschwerung des sogenannten Guterausschlachtens und 6) Erleichterung zur Ab- Güter °on großen Complexen, Erschwerung der Bil-
murf3n Linie wendet sich Res .ent zu den Mitteln, den Bauer dem Credit- wucher zu entziehen. Referent schickt voraus, daß dem Landwirih so billig Credit ae- ?±Lto±n muffe/ es die Eonj. ^tur des Geldmarktes irgend gestatte und be- ^dann m eingehendster Weife die bestehenden Credittnftitute, und zwar zunächst ? e ^^^hekenbanken, Lebensversicherungen und Sparkassen. Er
' k>aß all diese dem in Rede stehenden Zwecke nicht entsprechen und weist riffern- 50 P6ft '?res Kanals in
s $ wogegen nur in sehr engen Grenzen b.w^gc. Tie Ansicht, daß die Sparkasfen durch werteren Ausbau dem ländlichen Persona e'ed r d enstbar gemacht ^Lbl"/o^ien, IHElt Redner nicht; die ganze Einrichtung die.ei Jnstuute stelle sich ?rSrhprHCrhCLynb seines Erachtens sei eine vollständige Reorganisation der Sparkassen ilfLnfpL^-H S man auf diesem Wege etwas erreichen wolle. Den e. wähnten Credit- ^,"ituten halt °er Vortragende alsdann diejenigen gegenüber, welche lediglich zur Be- Rrini^tp0 lQnbI,c^6n Credttbedursnisses bestimmt sind und auf genossenschaftlichen
$ tb Ll“ nblDtr^fd)a!lIid)t'n Darlehenskassen, Vorschußkassen und hrin^rh deren Einrichtung Redner zwar für gut und nutz-
aan?bestim7!iL Un0 leb°$ bisher eine noch zu geringe sei, weil sie an
9an3 bestimmte Voraussetzungen gebunden waren.
KtpMhSL britt,r unterzieht Redner die staatlichen und communalftandischen 5^?i"ustttute einer Betrachtung und kommt auch hier zu dem Ergebniß, daß sie der J* nb 0en? allgemeinen Verbreitung entbehren. Sache der Einzelstaalen, nicht des Reiches, sei es nun seines Erachtens für größere Befriedigung des Credits zu ^rgen. N^b 0 m ^ne größere Decentralisation der^CredUinsti.ute, Errichtung von Filialen Ve.einfachung und Erleichterung der Verhandlungen, welche zwt'chen den Grundbesitzern n?b den einzelnen Creditinftituten geführt werden (durch periodische Re- vifwn der Grp.ldsteuerkatas -r, Führung von Registern und persönliche Creditfähigkeit der Grundbesitz^., Uebernahme bereits bezahlter aber noch nicht gelöschter Hypotheren) Zufuhr größerer Summen an die Creditanstalten (durch Erweiterung des Rechts Pfandbriefe zu emittiren, Verpflichtung der Reichsbank, den Creditanstalten Summen gegen Zins zur Verfügung zu stellen) u. s. w.
qr a{3^orrcfcrent @6b; Oberregterungsrath Dr. Thiel-Berlin wendet sich in seinen Ausführungen gegen Ausstellungen, welche an der vom Verein im Jahre 1885 veranstalteten Enquete gemacht worden sind und weist den Vorwurf, als wenn die Referate eine anttsemitische Tendenz verfolgten, zurück. Der Verein sei ganz neutral an die herangetreten, er habe lediglich die Aufgabe, winhfchaftliche Schäden zu consta- trren verfolgt. Man habe der Enquete vorgeworfen, sie sei zu wenig wissenschaftlich. Das ser zum Theil richtig. Seinetwegen möge man den wissenschaftlichen Werth der Enauete bestreiten; ihm fei es dabei mehr auf das Praktische angekommen. Jndeß werde man die Blauchbarkett der Enquete nur dann erfolgreich angreisen, wenn man nachzuweisen vermöge, daß entweder aus Unkenntniß oder Tendenz ein völlig falsches Bilb ber Verhältnisse geliefert worben fei. Uebtizens sei bie Enquete nur von votit'- wen Zeitungen, die in großen Städten erscheinen, angegriffen worden, in der aamen landwirtschaftlichen Literatur hingegen sei auch nicht ein einziges Beispiel dafü/ nachzuweisen daß gesagt werde, die Verhältnisse seien verschoben, übertrieben oder falsch ?ar8^fa/;. ^on sammtltchen landwiithschaftlichen Vereinen habe nur einer, und zwar der Wiesbadener, erklärt, daß der Wucher in dortiger Gegend viel schlimmer austrete. Redner wendet sich hierauf zu den einzelnen Formen des Wuchers, nachdem er noch vorher darge egt, warum vorzugsweise der kleine Landwirth dem Wucherer in die Hände Me. Als einen Hauptgrund bezeichnet er die Schwierigkeit für den Landmann, seine Einnahmen zu übersehen. Der Geldwucher, sagt Referent, ist immer noch der verbreitetste, trotz des bestehenden Wuchergesetzes. Weniger häufig trete schon der Viehwucher QUk XuCLmIrlrr "r.^hr bedenklichem Maße; man finde ihn vorzugsweise in Süd-
uird Westdeutschland, wahrend er rn Norddeutschland seltener sei. Beim Grundstücks- ^Ä^^"^eherdet Referent mehrere Formen, nämlich Mißbrauch beim Verkauf und unsittliche Mantpulationen bet Zerschlagung einzelner Güter.
™ Der Enquete habe man vorzuweifen, daß sie zu Unrecht den Hausirhandel zum Waarenwucher geworfen habe. Der Hausirhandel in seiner ursprüngllchcn Gestalt zähle gewiß nicht dazu, dagegen nähere er sich ohne Zweifel dem Wucher, wenn er in eine Verlockung zum Kauf ausarte. Der Wucher in seiner schlimmsten Form, der Generalwucher, wie er ihn nennerr mochte, der sich dadurch charakterisire, daß der Wucherer es in der Hand habe, sein Opfer von Grund und Boden zu treiben oder für sich arbeiten ju lasten, komme glücklicherweise seltener vor als man annehme, soviel ihm bekannt
^vzelnen Theilen der Rheinprovinz, Badens und des Elsaß. Als die Ursachen )es Wuchers bezeichnet der Vortragende, neben den schlechten wirthschafllichen Eigenschaften, die schlechten Hypotheken-Verhältnisse, das schlechte Mobiliarrecht, die Contra- birung von Schulden zur Abfindung der Erbrn bei Untheilbarkett des Besitzlhums x (Sine gute Wirkung „gegen den Wucher habe unzweifelhaft das imJabrel880 g ei di offene kau^eubl man demselben in juristischer Beziehung vo>. geworfen, habe sich in der Praxis als heilsam erwiesen.
Generalversammlung des Vereins für Sozialpolitik.
1 ♦ j?r lI1 lur c £^rC?tcrmbcr* t Hbute Vormittag 9 Uhr trat im Hörsaale der
Polytechnlschen Gesellschaft hrerselbst der „Verein für Sozialpolitik" zu einer zweitägigen ^rlflinUn9Tp“r^oo^ordnung stehen zwei allgemein tntereffiunbe 2r°0en,; /Der ländliche Wucher und die Mittel zu feiner Abhilfe, insbesondere die Orga.iisanon des bäuerlichen Kredits" und „Der Einfluß des Detailhandels LL » und elwaige Mittel gegen eine ungesunde Preisbildung" f Mc
Rach einigen geschäftlichen Mittheilungen des Vereinsschristsübrers prfinif
t [(' ,/■ c^rselbe erklärt zunächst, die beiden eingangs genannten Fraaen ständpn r-ßhalb auf der Tagesordnung, weil die erste die Unterlage für das zweite Thema ab"
war von dem Infanterie-Regiment Nr. 120, dessen Chef Se. Majestät der Kaiser ist, gestellt. In der Vorhalle des Bahnhofs wurde der Kaiser von 120 weißgekleideten Jungfrauen begrüßt. Im Gefolge des Kaisers befand sich der Staatsmtnister, Staats- secretär Graf Herbert Bismarck. Die Bevölkerung, welche die durch elektrisches Licht viele Taufende von Flammen, Kerzen und Lampions und durch Pechfackeln erleuchtete Triumphstraße füllte, begrüßte Se. Majestät den Kaiser mit unausgesetzlen stürmischen Hoch- und Hurrahrufen. Im Hofe des Residenzschlosses war eine zweite Ehrencompagnie vom Regimente Kaiser Friedrich aufgestellt. Bei der Abends 9 Uhr dargebrachten Serenade richtete der Oberbürgermeister von Hack einen Willkommengruß an den Kaiser, der mit einem jubelnd aufgenommenem Hock) auf Se. Majestät den Kaiser schloß. Der Kaiser, der König und die Königin, sowie der Prinz und die Prinzessin Wilhelm erschienen Abends wiederholt auf dem Schloßbalkon und wurden von der vor dem Schlosse versammelten Menge jedesmal mit stürmischen Hochrufen begrüßt.
Stuttgart, 28. September. Bet der gestrigen Serenade hob Oberbürgermeister Hack in feiner Begrüßungsrede hervor, er fei stolz darauf, daß es ihm vergönnt sei, dem Kaiser zum ersten Male seine Huldigung zollen und das Gelübde der Treue zu Kaiser und Reich erneuern zu können. Muthooll, hoffnungsfroh blickt heute das Volk zum Kaiser empor, es lebt der Zuversicht, daß der Kaiser in Erfüllung des hohen Ver- mächinisses seines Großvaters allezeit Mehrer des Reiches an Gütern und Gaben des Friedens, der nationalen Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung sein werde. Der Kaiser sprach sich hocherfreut über den Empfang aus. Heute ist das herrlichste Kaiserwetter. Eine ungeheure Menschenmenge, namentlich viel Landvolk, umfluthet das Schloß. Die Bahnzüge bringen immer neue Tausende von Fremden.
Stuttgart, 28. September. Um 10 Uhr begannen sämmtliche Glocken zu läuten und unter Kanonendonner fuhr die sechsspännige offene Hofgalakutsche, in welcher sich Se. Majestät der Kaiser in der Uniform seines württembergischen Infanterie-Regiments Nr. 120 und Se. Majestät der König Karl in der Uniform seines preußischen Jnjanterie- ^^tments Dir. 2.? befanden, aus dem Schloßhofe. Im zweiten Wagen folgten Ihre Majestät die Königin nebst Prinz und Prinzessin Wilhelm, elfterer in der Uniform des Leibgarde-Husaren-Regiments; es folgten zwölf weitere Wagen mit den Prinzen und Prinzesnnnen des königlichen Hauses, sowie den beiderseitigen Gefolgen. Der Kaiser dankte unausgesetzt den enthusiastischen Kundgebungen der dicht gedrängten Menschenmenge. Im Stadtgarten nahm Se. Majestät von Festdamen Bouquets entgegen und dankte dem Oberbürgermeisttr wiederholt für den schönen Empfang. Die Umfahrt währte über eine Stunde. Um 2 Uhr findet das Galadiner zu 170 Gedecken statt und erfolgt sodann um 4 Uhr die Weiterreise nach der Mainau.
Stuttgart, 28. September. Bei dem heute Nachmittag im weißen Saale statt- gkhabten Galadiner brachte König Carl folgenden Toast aus: „Ich trinke auf das Wohl Sr. Majestät des Deutschen Kaisers, dessen Besuch uns hoch erfreut, und wünsche, daß Gott ihm eine lange glückliche Regierung schenken möge zum Heil der kaiserlichen Familie und zum Segen für unsere deutsche Heimath." Der Kaiser erwiderte: „Ich danke Ew. Majestät herzlich für die freundlichen Worte, ich danke insbesondere für die gnaoige Einladung Ew. Majestät, welche mir Gelegenheit gegeben, in dieses schöne Land zu kommen, welches sich unter der gesegneten Regierung Ew. Majestät einer so sichtbaren Blüthe erfreut, welches schon im Mittelalter Deutschland so viele hervorragende Regenten geschenkt und welches die Wiege meiner Väter ist. Glauben Sie, auch in meinen Adern rollt süddeutsches Blut, wie in einem Jeden von Ihnen. In diesem Sinne trinke ich auf das Wohl Ihrer Majestäten."
. Stuttgart, 28. September. Se. Majestät der Kaiser begab sich gegen 4 Uhr mit dem König, Der Königin und sämmtlichen Mitgliedern des königlichen Hauses nach dem Bahnhofe, woselbst die Staatsminister, die Generalität und die Hofwurdenträger zur Verabschiedung anwesend waren. Der Kaiser verabschiedete sich auf das Herzlichste von dem König und grüßte wiederholt aus dem Fenster seines Wagens. Um 4 Uhr erfolgte unter enthusiastischen Zurufen des zahlreich anwesenden Publikums die Abfahrt Sr. Majestät, worauf Der König nach dem Schlosse zurückkehrte.
Berlin, 28. September. Der Kaiser hat unterm 22. September an das Reichs- «ericht za Leipzig ein Dankschreiben gerichtet, worin es heißt: „Unter vielfachen Zeichen trefsttn Mttgesuhls, welche Mir aus Anlaß des Hinscheidens Dt eines geliebten Vaters von nah uno fern zugegangen sind, hat die Beileidsadresse des Reichsgerichts Meinem betrübten Herzen besonders wohlgethan. Ich sage dem Reichsgericht hierfür, insbesondere auch für die Mir dargebrachten Segenswünsche und das Gelöbniß der Treue und Hmgebung herzlichen, aufrichtigen Dank und hoffe zu Gott, daß die verantwortungsvolle ^dätigkeit des obersten deutschen Gerichtshofs auch ferner zum Heile des deutschen Vaterlandes gereichen werde."
Paris, 28. September. Der heute Vormittag abgehaltene Ministerrath setzte die Einberufung der Kammer auf den 15. October fest. Der Marineminister Admiral Krantz erklärte, er werde jede weitere Herabsetzung des Marinebudgets ablehnen. Der bauminister Vielte theilte mit, die Weizenernte von 1888 habe in Frankreich 96 Mill. Hektoliter gegen den jährlichen Durchschnitt von 108 Millionen ergeben. Der P schritt ferner zur Prüfung der Frage, ob den Kammern beim Zusammen
tritt der Entwurf einer Verfassungsrevision vorzulegen sei. Ein endgültiger Entschluß wurde noch nicht gefaßt.
MonS, 28 September. Seit gestern zeigt sich unterirdisches Feuer im Schachte ran? HÄ"? 068 Steinkohlenbergwerks Agrappe in Frarneries. Die Wettermafchine ist außerThatigkeit gesetzt worchen, um die Zuführung von Luft zu verhindern. Bisher ist nur Material vernichtet.
StoSholm, 28 September. Generalzolldirektor Bernich und Justizminister -^ergstrom Haden dernissionirt. Staatsrath Longr en ist zum Generallzolldirektor, Justiz- rath Perbom zum Justizminister und Freiherr Ackerjelm zum Staatsrath ernannt worden.
Madrid, 28. September. Don Carlos erklärte in einem Manifest, er habe niemals die Zusage gegeben, die Königin-Regentin nicht bekämpfen zu wollen. Ebenso rocn A.flrcbtCt cr ,tne Vereinigung mit den Anhängern Alphonso's an. UebrigenS werde er nichts unternehmen, um die Ruhe Spaniens zu stören, so lange Spanien nicht selbst danach verlange.
September. Der Papst empfing gestern eine Anzahl italienischer Geistlicher unter Führung des Erzbischofs von Turin. Er erwiderte auf die von dem letzteren verleseue Adresse, daß er über unverjährbare Rechte des päpstlichen Stuhles könne Der italienische Strafgesetzentwurf sei ein neuer Angriff Auf die Kirche und den Clerus, er hoffe aber auf Gott, der stets alles zum Besten leite und auch jetzt alles zum Besten der Kirche dienen lassen werde.
„ Petersburg, 28. September. Das „Journal de St. Petersburg" bemerkt bezüglich der Konstantinopeler Correspondenz, welche über die Vorbereitungen zum Em- pfang der beiden Großfürsten Sergius und Paul berichtet, die außerordentliche ^uvor- kommenhe t des Sultans gegenüber den hohen Brüdern des Kaifers entspreche durchaus den Beziehungen des gegenseitigen Vertrauens zwischen den beiden Mächten. Man bemerke in Rußland mit Genugthuung, daß die Pforte den Aufenthalt der Großfürsten SpIPaih Umible Uigkeit und Herzlichkeit der Beziehungen im unbestreitbaren Interesse des allgemeinen Friedens zu bekunden.
Petersburg, 28. September. Das Kaiserpaar, Der Thronfolger und ©rofc furft Georg sind am Mtttwoch Abend aus Pala nach dem Kaukasus abgereist.
Xn, Kronstadt, 28. September. Gestern Nacht brach in einem mehrstöckigen Wohn- ; m.? L^e^er °UÖ CT ra^ um sich, daß es den Bewohnern nicht mehr Gthnig aüt hi?" AVn&Pn V zu kommen. Mehrere stürzten, ehe die Feuerwehr eüitraf' Personen^um? b Whtten D elfa$ Verletzungen. Im Feuer selbst kamen vierzehn
Lokales.
. K Gießen, 29. Septbr. Mit dem Bau der im hiesigen Schlachthaus zu errief)- ^nb.CL?relbauF gestern begonnen worden. Dieselbe erhält ihren Platz an dem ÄVLL “S®ng<Wfl ö°n bCr S^aße, so daß das Publikum den Hofraum
Bermischtes.
,®cfd6reibung' des asiatischen Steppenhuhns.l Stevven- hühner ähneln in ihrer allgemeinen Erscheinung unseren Rebhühnern, aber die Ständer


