ftnb viel kürzer, dicht befiedert und haben nur drei, ebenfalls befiederte, sehr kurze und auf der Sohle stark schwielige Zehen. Die Flügel sind außerordentlich spitz; bie erste Schwinge, sowie die beiden mittelsten Schwanzfedern laufen in eine dünne Spitze aus. Das Gefieder ist sandfarben, obersetts schwarz gefleckt und gebändert, Wangen und Kehle gelblich, auf der Mitte des Bauches ein schwarzer, bei jüngeren dunkelbrauner Fleck'.
— Für die Auffindung seines von Zigeunern entführten Kindes bietet der Fabrikant Louis Simon auf der Siraubenmühle bei Ellwangen 500 Mark. Der Knabe ist 3 Jahre alt, hat Helle, blühende Gesichtsfarbe, blaue Augen und blondes Haar. Er kennt seinen tarnen und wird auf die Aufforderung: „Komm Heinrich, du darfst zu deinem Papa" zu jedem Fremden gehen. Besondere Kennzeichen: Der Knabe hat auf der linken Seite des Gesäßes eine 2 Linien breite und tiefe Narbe und daneben ein kleines braunes Muttermal.
— Unser neues Infanterie - Exerzierreglement läßt den Franzosen keine Ruhe. F.anzösischerse.ts war Ln verflossenen Maimonal ebenfalls ein neues Exerzierreglement firtiageftellt und imc gewissen Anzabl von Regimentern probeweis eingesührt worden. Es scheint abty, daß die mit demselben gemachten Erfahrungen nicht vom besinn g'wesen vrb, wenigstens ist dasse'be an den Redalttonsausschuß mit der Weisung zuri'^gel^.let, es i it." n^chmalw-n Umarbeitung zu unterziehen und diese Ausgabe zu beenden, e'^e die Rel.uten von 1887, lur Erstellung gelangen. Die Blätter wünschen dem fianzöstschen Reglement e!n-»n ähnlichen Erfolg, wie ihn das neue deutsche davongetragen.
— Frankreich hat im Jahr 1886 die Häupter seiner Lieb?n gezählt und 37930759 Häupter beraus-'ebracht Auch die Fremden sind gezählt worden und deren Zahl betrug im Jahr 1ö76 etwas über C •!( C3, im Jahr aoer 1126003: die Zahl der Deutschen bat um rund 18C ) zugenommen. Man sieht, Paris hat immer noch eine große Anriehungskra-t; 3003 davon leben in Paris, in der Umgebung 35000 Belgier gab es im Jahr 1886 53CCD, Italiener 240 0 und Schweizer 12CC0 in Frankreich.
Ilniversttäts - ßhronik.
— Bei den zwanzig Universitäten des deutschen Reiches und der Akademie zu Münster waren nach Aschersons Universitäts-Kalender im vergangenen Sommerhalb- ;ahr msgesammt 2919» Studirende eingeschrieben. Von diesen studirten 4859 evangelische Theologie. 1166 katholische Theologie. 6472 die Rechte und £316 die Heilkunde, 7618 waren bei den philosophischen Fakultäten eingeschrieben. Am meisten besucht von ollen Universitäten war Berlin, wo 4767 Hörer eingeschrieben waren; es folgen München mit 3813 Studirenden und Leipzig mit 3208. Mehr als 1003 Hörer hallen von den anderen Universitäten: Würzburg (1547L Halle (1489), Tübingen (1419), Breslau (1343), Bonn (1313), Freiburg (112o). Gre.sswald (1066) und Gö mgen (1016). Die i'brigen Hochschulen reihen sich in Hinsicht auf die Hörerzahl wie folgt aneinander: Heidelberg 984, Marburg 9?8, Erlangen 926, Königsberg 811, Straßburg 828, Jena t yl, Kiel 560, Gießen 5-16, Münster '51 und Rostock 347. Die höchste Zahl der Studirenden der Rechte und der Heilkunde wies München auf, 1479 und 1599; es folgt Berlin mit 1214 Studirenden der Rechte und 1159 Studirenden der Heilkunde, welch letzteren noch 250 Studirende der militärärztlichen Bildunasanstalten zuzuzählen sind- Hingegen waren in Berlin die meisten Studirenden der Philosophie, 1715, und der Theologie. 679, eingeschrieben. Bei einzelnen Universitäten hat eine bestimmte Fakultät im Verhollrisse zu den anderen besonders viele Hörer; so in Halle, Tübingen und C. langen, in Würzburg und Greifswald die medizinische und in Heidelberg die ju- ristlsche. ^Für die 29193 deutschen Studirenden waren insgesammt 2283 Dozenten bestellt, nämlich 1026 ordentliche Professoren, 470 außerordentliche, 57 Honorarprofessoren und Akademiker, 601 Privatdozenten. Die meisten Dozenten, 320, hat Berlin, es folgt Leivzig mit 179, München mit 167. Die wenigsten Dozenten, nur 42, hat Rostock.
Literarische-.
vor zwei Jahren von Otto Hendel in Halle (Saale) unternommene Bibliothek der Gesammtlitteratur des In- und Auslandes (25-Pfennig- Ausgabe» hat eMen erfreulichen Fortgang. Eine in diesen Tagen ausgegedene Folge umfaß: oie Nummern 241 bis 256 und bringt Wash. Irvings Skizzenbuch, Engels Vhlloioph für die Welt; flant, Macht des Gemüths; Shakespeare, der Widerspenstigen Zähmung; Goethes Wahlverwa'idischas.en und die Sämmtlichen Märchen von Andersen Das Foimat dieser B'bliotbek ist bekanntlich ein handliches Ottav, der Druck mit größeren, dem Auge nicht nachteiligen Le..ern ausgefüyrt, und jeoes Bändchen in steifen Umichlog geriet und beschnitien. Auch * 1 2 31 Ganzleinenband mit Rothschnüt gebunden ist l^es Bändch.u zu haoe.' Gegenüber dem, was hier (ebolen wird, ist der Pre.s un wirklich beispiellos billiger und jedermann nunmehr im Sande, die Perlen unfe.er ßitteanar sich in hübsch,, ik ur Handbibliothek zusammenzustellen. Um nur ein Beispiel anzusühren, verweisen wir auf die oben mit aufgesübrten Märchen von Andersen, ein einiae 43 Bogen starkes Buch, das in dieser Bibliothek nur 1 JL 50 kostet, die billigste Ausgabe, welche es gegenwärtig gibt. Ausführliche Verzeichnisse sino in jeder Buchhandlung zu haben.
Handel und Verkehr.
„ . ?ßen, 29. September. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, pr. Psd.
^00-1,0,, fipfriereier, 1 St 6— -9>. 2 St. 03- Enteneier 0- Gänse- der 0 00 Käse pr- St. 4—7 Käsematte pr. St 3 X Erbsen pr. Liier 55 Stufen vr. Liter 18 Tauben nr. P-ar JL 0,30—0,03, Hühner pr. St. JL -3,85-1,03 Ahnen pr. St. 0.60-1,0 >. Enten pr. St. JL 1,3j—l,c3, Ochsenfleisch pr. Pfd.
Kub- und Rindfleisch 45—54 Schweinefleisch 50-60 H, Hammelfleisch 54—U L' ^ bfleisch 40-16 Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 5,00-7,t0, Zwiebeln per Gentner JL 5,00-7,00, Milch pr. Liter 12-18 H, Weißkraut pr. St. 3-9
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Zu haben tn größeren Delikatessen- und Colonialwaarenhandlungen. 7579 General-Depot P. Wohl, Frankfurt a. M.
Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen.
«§^ptember 22. Carl Friedrich Heinrich Busse, Premterlieutenant dahier, mit ® $ Michelstadt. 24. Carl Zulauf, Oeconom und Gastwirth zu Angenrod,
S la rm lane ÄroIlnc Pober SU Gießen. 25. Georg Hartmann von Stockhausen, Kreis Gießen, Schneider dahier, mit Karoline Ernestine Burkhardt dahier. 25. Ludwig Ußübelm Schmidt Metallgießer dahier, mit Auguste Luise Henriette Pauline Wisker bierselbst. 26. Adam Jacob Kaspar Hetnzerltng, Schreiner zu Gießen, mit Helene 5,omfr SU ^lnbach. 26. Heinrich Pfeiffer, Bergmann zu Eisenroth, mit Anna Katharine ftlooS zu Roßbach. 28. Wilhelm Schmidt VIT, Landwtrth zu Großen-Buseck, mit Katharine Pfeiffer von da.
_ t Gheschlie-unge«.
September: 26. Diettich Wilhelm Spö'-Hase von Marburg, Mechaniker dahier, mit Magdalene Luise Kitz hier selbst. 28. Johannes Welter von Rixfeld, Schneider dahier, mit Luise Stein von Beuern, wohnhaft dahier.
_ . , Geboren».
September: 17. Dem Premierlteutenant Hermann Clößner ein Sohn. 17. Dem Bremser bei der Oberhefsischen Eisenbahn Johann Heinrich Schneider ein Sohn, Curt 17. Dem Kaufmann Carl Georg Kllinhenn ein Sokn, Ludwig Ferdinand. 18. Dem Metzgermeister Christian Seum ein Sohn, Carl Friedrich. 20. Dem Kauf- mann Fetß Ellinger ein Sohn. 21. Dem Bürstenbinder Heinrich Kuhl eine Tochter, Katharine Therese. 21. Dem Maurer Jacob Müller ein Sohn, Otto. 21. Dem Ich?, oermeister Wilhelm Heß e*n Sohn. 22. Dem Dachdecker Philipp Kröck eine Tochter, Anna Marie. 23. Dem Kaufmann Heinrich Kehm ein Sohn. 24. Dem Metzger Franz Schmidt dn Sohn. 21. Dem Feldwebel Johannes Henkel ein Sohn, Johann Heinrich. 25. Dem Weinhändler A. Austerlitz ein Sohn, Friedrich. 25 Dem Sergeanten und Regimentsschneider Valentin Gonter ein Sohn.
Geftordeve.
oo ^September: 21. Johannes Hofmann, 56 Jahre alt, Bergmann von Wetzlar. 22. Wilhelmine Aar, 18 Jahre alt, Dienstmagd von Kircheib. 22. Wilhelm Höhn 16 Jahre alt, Bäckerlehrling von Ahausen, Amt Weilburg. 25. Konrad Klein, 66 Jahre M Ackersmann von Löhnberg, Amt Weilburg. 26. Luise Sonnemann, geb. Vogler, 66 Jahre alt, Ehefrau von Rentner Gustav Sonnemann dahier.
Auszug aus deu Kirchenbüchern der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
_ Getaufte.
Den 23. September. Dem Taglöhner Konrad Röhrig eine Tochter, Christine Philippine, geboren den U September.
_ _ Denselben. Dem Schneider Wilhelm Tugend eine Tochter, Emilie, geboren den 27. August.
Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich Belloff ein Sohn, Heinrich Friedrich Wilhelm, geboren den 9. August.
Denselben. Dem Kaufmann Friedrich Habenicht eine Tochter, Carlotta Sophie Minna, geboren den 15. Mai.
Denselben. Dem Schriftsetzer Albert Wolff eine Tochter, Dora Sophie, geboren den 16. Juni.
Den 26. September. Dem Gymnasiallehrer Dr. Karl Roack ein Sohn, Werner Otto, geboren den 1. Juni.
Beerdigte.
Den 27. September. Konrad Klein, Landmann aus Löhnberg, alt 66 Jahre, starb den 25. September. '
Brodpreise
vom 30. September bis 14. October 1888.
der Bäcker
1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27
bei F. Schreiner, W. Löber, K- Germann. H. Faß.......26
2 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 54
bei F. Schreiner, W. Löber, K- Germann, H. Faß.......52
1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrot) 1.Sorte 24
2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 48
1 „ (2 Pfd.) Sckwarzbrod 2. Sorte 221
bei Carl Lenz ..... 211
2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 441
bei Carl Len;.....42 j
3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte I bei K. Haas, L Keil......66 |
„ I. Lein.......... 651
Gießen, den 29. September 1888.
der Brodverkäufer
1 Kar. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27
bei Kd- Heuser.........26
2 . (4 „ .....54
bei Kd- Heuser.........52
1 * (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 24
2 jf (4 , ) Schwarzbrod 1. Sorte 48
3 ,, (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte —
1 « (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 22
2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 44
3 ■ (6 , ) Schwarzbrod 2. Sorte 66
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.
Allgemeiner Anzeiger
7798
Hochachtungsvoll Heinr. Gaafke.
Ahüä geprüfte Kehrerin.
Gienanthbräii
Unsere MHREL ■
Deutsche Schokoläde!।
”1 Vr und l/k Pfrnd-Tafe.ln. drs Pfand 1,60 Mark, ’’st vorräth;g in Giessen M \
bei Hex.n <1. Scliwaal>. De'ie t '£ -ns-esch-ifL
• stets frisch im Zapf. Auch in Flaschen und Gebinden.
7811
Restaurant zur Stadt München.
bei Heun C. Schwaab, De'ie .t
ngescbäft.
wozu ergebenst einladet
Von heute an:
nur süddeutsche Bedienung
für künstliche Zähne. JTiombieren rc. befindet sich nach wie vor Asterweg 5,1. St.
Che, Frutig.
Ich zeige hiermit an, daß ich vom 15. Oc-obec ab einen Unterrichts- Kursus m: ^baudnähen, Mafchinennähen, Flicken, Stopfen, Bseist» und AÜnutstirkerei eröffne und bitte um geneigten Zuspruch.
Anmeldungen nehme in meimc Wohnung: Schiffenbergerstraße 7, entgegen und bin zu jeder Ausiunst gerne bereit.
Beste Empfehlungen st-hen mir zur Sette. 7778
7801 Ein Hund (Pinscher) zugelaufen. Abzugeben bei
W. Deibel II, Klein-Linden.
- WM «W G MG 7783 Ph. Weller Wwe.
Eine Zirnmcrdouchc, wenig gebraucht ull£rJa't ^och wie neu, billig avzugeben.
Wo? sagt die Cxped. ds. Bl. 7612
WcUcrsburg.
Sonn tag den 30. September 1888:
Theodor HilWnnil k Mn,
7792 Hoflieferanten Sr. Maj. des Königs,
Berlin, O.. Spandauerstr. 47,48.
Mein Atelier
7787


