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Arankreich.

Commune

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Pari-, 27. Mat. Anläßlich des Jahrestages der Unterdrückung der im Jahre 1871 besuchten heute zahlreiche Mitglieder der revolutionären Gräber der Communarden auf dem Pere la Chaise.

Rußland.

Petersburg, 27. Mai. Nach wetteren Nachrichten aus Samarkand wurde der erste Zug der transkaspischen Eisenbahn, in welchem sich General Annenkow, Depu­tationen der gelehrten Gesellschaften, Vertreter der Presse und zahlreiche ausländische Gäste befanden, von dem Gouverneur des turkestantschen Gebiets, General Rosenbach, Abgesandten des Emir von Buchara, den Behörden und einer zahlreichen Menschen­menge empfangen. Der Zug hielt unter Kanonendonner bei dem Grabmal Tamarlans <m. Später fand bet dem General Rosenbach ein Dejeuner statt, bei welchem dieser ein enthusiastisch aufgenommenes Hoch auf den Kaiser ausbrachte. Der Präsident der kaiserlichen geographischen Gesellschaft, Senator Semenow, hielt eine Ansprache in welcher er die Verdienste Annenkow's heroorhob, der den Bau der 1342 Werst langen Bahn vollendet habe. Die Stadt Samarkand ist beflaggt. Abends findet große Illu­mination statt.

Partei die Gräber der Communarden auf dem Pere la Chaise. Es wurden die üblichen Reden gehalten, wöbet sich einige Redner auch heftig gegen den Boulangismus wendeten. Als zahlreiche RufeNieder mit Boulanger" vernommen wurden, kam es zu einem rZu- sammenstoß zwischen Anarchisten und Anhängern Boulanger's. Einer der letzteren gab drei Revoloerschüsse ab, wodurch zwei Anarchisten verwundet wurden. Die Minister Floquet und Lockroy, welche sich nach Laon zur Einweihung des dortigen Lyceums begaben, wurden von der Bevölkerung mit lebhaften Zurufen begrüßt. Floquet em­pfing die Ofsictere der dortigen Garnison und betonte denselben gegenüber, die Regie­rung rechne auf die Armee, um die republikanische Freiheit gegen Jeden zu vertheidiaen -er sie angreifen sollte.

Fürst Bismarck tft heute Abend kurz nach 6 Uhr eingetroffen und auf dem Bahnhofe von dem Grafen Herbert Bismarck und der Gräfin Rantzau worden.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau.

Berlin, 28. Mai. Seine Majestät der Kaiser hatte eine gute Nacht; er war Vormittags im Park. Für den Nachmittag ist eine Ausfahrt beabsichtigt. Mackenzie wechselte in Gegenwart der Aerzte die Canüle, was leicht von Statten ging. Die Kaiserin eilte nach der Rückkehr von einem Spazierritt sofort nach Berlin an die Unglücksstätte des Schauspielhauses.

Berlin, 28. Mai. Der Kaiser verweilte von 24f/2 Uhr im Parke, begab sich darauf mit der Kaiserin im offenen Wagen nach Berlin, wo er am Kaiserpalais bei -er Kaiserin-Mutter Augusta vorfuhr und alsdann über den Gensdarmenmarkt Mohrenstraße, Ziethenplatz, Wilhelmsplatz, Voßstraße und Thiergarten um 6% Uhr nach Charlottenburg zurücktehrte. Nach der Consultation der Aerzte empfing der Kaiser Prof. Virchow, welcher in Gegenwart Mackenzie's den Hals untersuchte. Das All­gemeinbefinden des Kaisers ist gut. Nach der Consultation sprach die Kaiserin längere Zeit mit Virchow.

Berlin, 28. Mai. Der Kaiser hörte um 11 Uhr den Vortrag Wilmowski's und begab sich um 12 Uhr in den Schloßpark. Gegen 1 Uhr machte die Kaiserin Augusta dem Kaiser und der von Berlin zurückgekehrten Kaiserin einen Abschiedsbesuch und begab sich dann in das Mausoleum. An dem Diner bei den Majestäten nehmen die Metningen'schen Herrschaften Theil.

Berlin, 28. Mai. Einer Meldung der Abendblätter zufolge hat der Kaiser am Hochzeitstage des Prinzen Heinrich dem Prinzen Wilhelm von Hessen den schwarzen Adlerorden verliehen.

General Stosch hat Berlin wieder verlassen.

c Baden-Baden, 28. Mai. Ihre Majestät die Kaiserin Augusta trifft Dienstag Abend 11 Uhr hier ein. Allerhöchstdieselbe reift von Berlin Vormittags 8 Uhr 45 M. mittelst Sonderzug ab. In Sangerhausen wird das Dejeuner im Wagen, in Elm das Diner tm Wartesaal eingenommen. Empfang und Begleitung finden an keinem Orte statt.

Greifswald,' 28. Mai. Im Auditoriumflügel des Universitäts-Krankenhauses brach gegen 6 Uhr Abends Feuer aus. Der Dachstuhl und das Innere des Flügels wurden fast ganz zerstört, doch blieb das Feuer auf seinen Herd beschränkt. Die Kranken die sämmtltch zuerst entfernt worden waren, wurden später in die vom Feuer unbe-- rührten Abteilungen wieder ausgenommen.

....^rakburg t. 28 Mat. Die Lanbeszeitung für Elsaß-Lothringen" ver- »uenlllcht die Aussuhrungsvorschriften zur Paßoerordnung. Nach denselben haben alle französischen Staatsangehörige, auch diejenigen, welche nicht über die französische Grenze kommen, wenn sie im Retchslande Aufenthalt nehmen, einen mit dem Visa der deutschen Botschaft m Paris versehenen Paß vorzulegen. Der Paß ersetzt die Aufenthalts-Erlaub- nitz für die Dauer von 8 Wochen, ausnahmsweise kann der Bezirkspräsident über diese nettere Erlaubniß ertheilen. Für active und nicht actioe französische Militärpersonen und für Emigranten bleibt außer dem Paß eine besondere Aufenthalts- Erlaubniß erforderlich.

In den Ausführungsvorschriften zur Paßoerordnung ist ferner bestimmt, daß Franzosen, die sich vor dem 10. April 1887 ständig tm Reichslande aufgehalten haben, !^ner solche, die im Reichslande Grundeigenthum besitzen und bisher regelmäßig einen zahrlicheu Aufenthalt genommen haben, ferner allein zureisende, nicht schulpflichttge Knaben und Mädchen einer Erlaubniß zum Aufenthalt nicht bedürfen. Ferner soll leder französische Staatsangehörige verpflichtet fein, in jedem Orte, wo er länger als r?^be?.aufcnt6a^nimmt' fi* bei dem Bürgermeister beziehungsweise bei der Polizeidirection zu melden. Ausnahmsweise kann von dem Polizetdireetor ober von dem Kreisbireetor eine einstweilige Aufenlhaltserlaubniß auch solchen erlheilt werden die einen Paß nicht besitzen. '

Parts, 28. Mai Nach demJournal des DSbats" ist der französische Bot­schafter in Wien, Decrais, beauftragt, bei Kalnokp die Rede Tisza's vom Samstag zur Sprache zu bringen. - Freyeinet beabsichtigt, nach der Beendigung der ersten Lesung der Reeruttrungsvorlage im Senate dte Jnfpicirung der Ostgrenze wieder auf- zunehmen. 1

_. ^aon- 28. Mai. Bei dem zu Ehren Floquets und Lockroy's veranstalteten ? der Regierung für die Landwirthschaft hervor.

Das Cabinet habe durch die Entsendung von zwei seiner Vertreter in das Departement .2li§ne dte Lauterkeit keiner Politik gegenüber allen Republikanern darthun wollen, welche am Werke der Versöhnung und Sammlung arbeiten wollten. Den neuen m^^renman ftch gegenwärtig bediene, und gegen welche bereits dte Rechtschaffenheit des Volkes sich auflehne, werde die Regierung die Ruhe als Zeichen der Kraft, die Vernunft als Leiterin der Reformatoren und die Vorsicht als Schuh gegen abenteuerliche Unternehmungen entgegensetzen.Nehmen Sie ein Beispiel an der Armee, die würdig der Freiheit wie auch in Folge unablässiger Arbeit würdig, roTrbm bfoateb § aSater anbcS r>erlhetbigen würbe, wenn betfelbe jemals angegriffen « n ME-, 28. Mai Der Papst empfing das Lokaleomitä ber Jubiläums-Aus- ftenung, welches feinen Rechenschaftsbericht erstattete nnb wünschte, ber Papst mögebie Ausstellung bei der Schließung besuchen. Der Papst stimmte zu und brückte seine Genugthuung über den glücklichen Erfolg der Ausstellung aus. Er dankte dem Comit« bedauerte indessen, daß seine Genugthuung und Freude durch feindselige Akte gegen bte Arche und den päpffllidjen Stuhl getrübt würden. Namentlich sei der gegenwärtig zur Berathung stehende Strafgesetzenlwurf zu beklagen, der darauf abziele, die Ketten welche die Kirche in Italien trage, noch schwerer zu machen. Kein wahrhafter Katholik könne zur Ausführung eines solchen Werkes beitragen. y

Berlin, 29. Mat, 10 Uhr 55 Mtn. sPrioatdepefche.s Der Kaiser hatte eine J gute Nacht. Der Kronprinz wird seine Brigade gegen 11 Uhr vor dem Kaiser vorbei­führen. Der Kaiser wird im offenen Wagen in Begleitung der Kaiserin die Front abfahren. Die Abnahme der Parade findet von der Schloßterrasse aus statt Die Kronprinzessin ist feit 10 Uhr im Schlosse anwesend.

und da die Meinung verbreitet, als bestände -jnonder dargGklls würden. W set bS'/.li.

Vermischtes.

Darmstadt, 26 Mar. In der am 23. d. M. im oberen Locale der alten 93 oft" Äenq Hauptversammlung deö Hessischen Landesvereins für Reform feeä »eftattunQ^ - ^^ltatrve Feuerbestattung referirte Herr Obermedicinalrath Dr. Vir über die abgelaufenen Jahre. Insbesondere wurde hervorgehoben ^daß durch re Herausgabe der MonatsschriftPhönix" dem Verein zahlreiche neue Mitglieder 'uaeiübrt "urd-n, wre denn auch eine ganze Anzahl gleiche Tendenzen verfolgender^ auLst er aewäblt bTbenü Exemplaren gedruckt wird, zum SBereinaorg«

gerodtjlt haben. Um einen vermehrten Umfang des Blattes, das mit allseitigem ^ntprpff.» Vereinsmitgliedern gratis zugeftellt wird, zu ermöglichest ^beschloß man den Mmimaliahresbeitrag der Mitglieder auf 1 M. 50 Pf. festzusetzen/Der ' Pbönir" 1entsprechend von nun ab regelmäßig im Umfang von 2 Bogen erscheinen - Es aller rootber nur angeführt sei, daß die Rechnung nach Befriedigung

aller Bedürfnisse noch einen Kassevorrath von 34 M. 56 Pf. aufweist. 09

m ~,er ^^ag der Landtagsabgeordneten Ohly und Genossendie zweite Kammer wolle Staatsregierung das Ersuchen richten, alsbald die erforderlichen Bestimmungen zu treffen, um die Feuerbestattung im Großherzogthum Hessen zu ermöglichen'' war fiu vorigen Landtag von der zweiten Kammer bekanntlich mit großer Majorität angenommen Kammer gegen 3 Stimmen abgelehnt worden. Auf Antrag des Herrn Oberbürgermeister Ohly beschloß man eine Immediateingabe in gleichem Betreff an Se Komgl. Hoheit den Großherzog zu richten, im ganzen Lande zur Unterschrift in Eirculation syen und dann durch eine Deputation Sr. Königl. Hoheit überreüh^

Uebrigen wurde allseitig der bestimmten Ueberzeugung Ausdruck gegeben man dürfe "bei ber bekannten Gerechtigkeits- und Paritätsliebe Sr. Königl. Lohendes GEerwas M ÄS * biefCn $ßÜn^en CinCr ^°ßen Zah'l Ä S

nun folgenden Neuwahl des Vorstandes wurden die Herren Oberbürgermeister f^nd^lO^bdlcmalrath Dr. Vix wiederum zu Vorsitzenden gewählt, bie Zen"«K ®arnier £1°?Keuc M«igt. Das Rechneramt wurde Herrn Oberrechnungsrevisor ÄngeatÄgebe^et,6en & f-

ßof« Dem Besitzer bes bekannten GasthofesZum Holläubischen

F- Büdingen, ist am Samstag bei Nauenheim ein febr beklagens: werthes Jagdungluck zugestoßen. Derselbe passirte mit einer kleineren Jagdgesellschaft n einem Wagen eben eine Walbschneise. als sich etn Rehbock bstcken ließ was bie malbbüt r7uA?eb,hea6fsberb6unbsb« 3S,gc,§ ficb Io6ti6 unb bem Wilb nachjagte. Ein ofet enb nol b u°u besten eigenmachiigcr Jagb abzuhaltzn unb eilte itm

Inzwischen war Herr Bübingen von bem Wagen, besten Pferde durch 3BaIblü e* SeaHff ab,?e[tiE8 und erwartete die Rückkunft des

itoen «Iifaii entloben, ging dasselbe durch einen Unglück-

Itajen Zufall von selbst los und nahm die Ladung ihren Lauf nach einer Seitenschneise EÄr." demselben Augenblick der Waldhüter herkam.' Die volle Ladung ging dem Waldhüter rn den Kop und zwar derart, daß ber Unglückliche aus ber Stelle tobt Herr Äg®nWart berei" ertlärt bat. 5 Sbinbcrn' fÜr bie forßfn M

einen Aufruf '"Lr® eJc<®n*flW Bewohner und Bürger hiesiger Stadt erlassen soeben

unb^m^elte Ä""9 eines Vereins zur Errichtung von Ferien-Colonien für

Freitag stattfiÄn $ ' conftituircnbe Versammlung des Vereins soll kommenden

s°lsche Zähne ein Luxus? Das Gericht hatte sich eben mit dieser Frage ^?bwssen. Eine Kaufmannsfrau, welche von ihrem Gatten geschieden ist, bezieht von dem- tnL laufenden Ausgaben, während sich der Eheherr bereit erklärt hatte,

ä ^othwendige Ausgaben besonders zu bezahlen. Nun ließ sich die Dame u. A.

"" kunstfiches Gebiß anfertigen und ihrem Gatten die Rechnung zusenden. Derselbe verweigerte die Zahlung, indem er geltend machte, daß ein solches Gebiß ein Luxusartikel sei. Es kam ^bricht zu Gunsten der Frau entschied/ Es führte in seinem ^rrenntniß aus, daß die Frau standesgemäß leben müsse und daS Gebiß zur Verschönerung, g eichzettig aber auch zur Erhaltung der Gesundheit diene. Von einem Luxus könne hier also nicht die Rede sein. Der Kaufmann wurde zur Zahlung der 150 Mark verurtheilt, wie auch in die Gesammikosten des Verfahrens.

ftattfinb®n^?5i^rcLSu^neEi6eCrnbben3 ÄS»beZ «* W. Juni mitjutbeilen, baß Ihr- Königlichm Hoheiten ber Großher,og^bs°w e 'biebPrin»n

ist noch nicht bestimmt, aber wahrscheinlich 0 ®e beS Erbgroßherzogs Äft $ .die Stabtverorbneten-Sitzung am

1. Die Abhaltung von Vtehmärkten.

2- ®ÄfiSÄ*r fiarl S,£in -um »Pr'nz Karl" um Erlaubniß zum

Das städtische Schlachthaus.

Gesuch bes Metzgermeisters Emil Harms um Erlaubniß «um Einstellen Nctichtrausporlwagen in der Wagenhalle bes Lchlachihauses L

S 1? t'a Maurermeisters Georg Psass um Bauerlaubniß. '

Dksgl. bes Lorenz Schäfer ans Watzenborn.

Die Anlegung von Triebvierteln zu Wiesen.

Die Unterhallung der städtischen Baumpflanzungen.

Die Jnstanbhaltung ber Einfallsteine in ben Slraßengossen.

Gfißem7 Estenbahn, ^""^ur'-rstraße nach ber Güterexpebition bet Deutz-

Die Fassung des Stadtringgrabens in eine Steinsohle.

Wostelableitung $Creln5 fÜr $lrmcn= unb Krankenpflege wegen

Kostendecreturen.

-- Die Hanstein-Stiftung betr.

»r. 116 ebenfalls in ber angegebenen Zeit unb auf bem angegebenen £ es mh* M°tnz, das Jnfanieric-Regiment Nr. 118 vom 18. bis 27. August ebenbafelbft Vna unb 116) übt oorn 24 0hi« 2? Jnfanterie-Brigobe (Jnfanteiie-Regimeuler Nr. 115 sr« äs,*»'* - sRHrtnhp Detachementsubungen. Das 1. Detachement, welches aus der 49 Infanterie-

i BISRSäw« s