vorausgesehen" haben soll, da Se. Königliche Hoheit die allgemeine Ueberzeugung thetlte und zum Ausdruck brachte, dag dieser Krieg, wie er auch ausfallen möge, „die Eröffnung einer Reihe von Kriegen", eines kriegerischen Jahrhunderts sein werde, dennoch aber unvermeidlich sei. Seite 16 scheint unmöglich, daß der Kronprinz gesagt habe: „Er setze die Verleihung des Eisernen Kreuzes an Ntchtprcußen mit Mühe durch", da ich noch in Versailles, also Monate später, im Auftrage des Königs den Kronprinzen wiederholt zu bitten gehabt habe, mit der Verleihung des Eisernen Kreuzes auch an \ Ntchtprcußen oorgehen zu wollen, und Se. Königliche Hoheit dazu nicht sofort geneigt j fand, es vielmehr wiederholter Anregung Sr. Majestät bedurfte, um die befohlene Maßregel in Fluß zu bringen. Besonders auffällig bei Prüfung der Echtheit ist der | chronologische Jrrthum, daß eine lebhaftere Dtscussion mit mir über die Zukunft Deutschlands und die Stellung des Kaisers zu den Fürsten erst in Versailles ftattge- ’ fanden habe. Dieses Gespräch fand schon am 3. September in Donchery statt, und [ teilweise bei einer noch früheren Verhandlung von mehrstündiger Dauer, von welcher ich mich nur entsinne, daß sie zu Pferde, also wahrscheinlich bei Beaumont oder Sedan stattfand. In Versailles haben Erörterungen von Meinungsverschiedenheiten zwischen Sr. König!. Hoheit und mir über die künftige Verfassung Deutschlands nicht mehr stattgefunden. Ich darf vielmehr annehmen, daß Se. Königliche Hoheit sich von der Richtigkeit der von mir für das Erreichbare gezogenen Grenze überzeugt hatte, denn ich habe mich bet den wenigen Gelegenheiten, wo die Zukunft Deutschlands und die Kaiserfrage in Gegenwart beider höchsten Herrschaften zur Sprache kam, des Einverständnisses Sr. Königlichen Hoheit, den Bedenken Sr. Majestät gegenüber, zu erfreuen gehabt.
Die Behauptung des Tagebuches, daß Se. Königliche Hoheit beabsichtigt haben könne, Gewalt gegen unsere Bundesgenossen anzuwenden und denselben eventuell die von ihnen treu gehaltenen und mit ihrem Blute besiegelten Verträge zu brechen, ist eine Verleumdung des hochseligen Herrn. Derartige vom Standpunkte des Ehrgefühls wie von dem der Politik gleich verwerfliche Gedanken mögen in der Umgebung Sr. Königlichen Hoheit Vertreter gefunden haben, aber sie waren zu unehrlich, um in seinem Herzen, und zu ungeschickt, um bei seinem politischen Verstände Anklang zu finden. Ebensowenig stimmt mit den Thatsachen, was in dem Tagebuch bezüglich meiner Stellung zur Kaiserfrage 1866, oder zur Jnfallibilitätsfrage oder zu der des Oberhauses und der Reichs-Ministerien angeführt ist. Der Kronprinz ist nie darüber zweifelhaft | gewesen, daß das Kaiserthum 1866 weder möglich noch nützlich gewesen wäre, und ein ! „norddeutscher Kaiser" wohl ein „Empereur", aber kein geschichtlich berufener Ver- | mittler der nationalen Wiedergeburt Deutschlands gewesen sein würde. Ebenso war ! die Oberhaus-Jdee in Donchery am 3. September zwischen uns abgethan und Se. j Königliche Hoheit überzeugt, daß die deutschen Könige und Fürsten für eine Annäherung ? ihrer Stellung an die der preußischen Herrenkurie nicht zu gewinnen sein würden. Die ! Jnfallibilität war mir stets gleichgültig, Sr. Königlichen Hoheit weniger, ich hielt sie j für einen fehlerhaften Schachzug des damaligen Papstes und bat Se. Könial. Hoheit, | diese Frage während des Krieges wenigstens ruhen zu lassen, aber den Eindruck, daß ich sie nach dem Kriege betreiben wolle, kann Se. Königliche Hoheit niemals gehabt und in ein täglich geführtes „Tagebuch" eingetragen haben.— Sette 10 wird berichtet, daß Se. Majestät der König den Entwurf zu dem Briefe an den Kaiser Napoleon an Graf Hatzfeldt dtkttrt habe; der Kronprinz war zugegen, als der König mir befahl, den Brief zu entwerfen, und dieser Entwurf vom Grafen Hatzfeldt der allerhöchsten Genehmigung durch Vorlesen unterbreitet wurde; es ist auch hier nicht glaublich, daß bei einer täglichen Einzeichnung ein derartiger Jrrthum vorkommen konnte.
Ich halte nach allem diesem das „Tagebuch" in der Form, wie es in der „Deutschen Rundschau" abgedruckl ist, für unecht. Wenn es echt wäre, so würde auf feine Veröffentlichung meiner Ansicht nach der Artikel 92 des Strafgesetzbuchs Anwendung finden, welcher lautet: „Wer vorsätzlich Staatsgeheimnisse oder Nachrichten, deren Geheimhaltung für das Wohl des Deutschen Reiches erforderlich ist, öffentlich bekannt macht" u. s. w. Wenn es überhaupt Staatsgeheimnisse gibt, so würde dazu, wenn sie wahr wäre, in erster Linie die Thalsache gehören, daß bei Herstellung des Deutschen Reiches Kaiser Friedrich die Absicht vertreten hätte, den süddeutschen Bundesgenossen die Treue und die Verträge zu brechen und sie zu vergewaltigen. Eine Anzahl anderer Anführungen, wie die angeblichen Urtheile Sr. Königlichen Hoheit des Kronprinzen über Ihre Majestäten die Könige von Bayern und Württemberg, die Anführungen über den Brief des Königs von Bayern und dessen Entstehung, die angeblichen Intentionen der preußischen Regierung gegenüber der Jnfallibilität fielen, wenn sie wahr wären, ganz zweifellos in die Kategorie der Staatsgeheimnisse und der Nachrichten, deren Veröffentlichung den Bestand und die Zukunft des Deutschen Reichs, die auf der Einigkeit seiner Fürsten wesentlich beruhen, gefährdet, also unter Artikel 92 des Strafgesetzes. Wird die Publikation für echt gehalten, so liegt der Fall des Art. 921 des Strafgesetzbuchs vor; wenn aber, wie ich annehme, die Veröffentlichung eine Fälschung ist, so tritt vielleicht in erster Linie der Art. 9211 in Wirksamkeit, und wenn über dessen Zutreffen juristische Zweifel obwalten sollten, so werden außer Art. 189 wegen Beschimpfung des Andenkens Verstorbener, wie ich glaube, auch andere Artikel des Strafgesetzes die Unterlage eines gerichtlichen Einschreitens bilden können, durch welches wenigstens die Entstehung und die Zwecke dieser strafbaren, für die hoch- seligen Kaiser Friedrich und Wilhelm und für Andere verleumderischen Publikationen an's Licht gezogen werden können.. Daß dies geschehe, liegt im Interesse der beiden hochseligen Vorgänger Ew. Majestät, deren Andenken ein werthoolles Besitzthum des Volkes und der Dynastie bildet, und vor der Entstellung bewahrt werden sollte, mit welcher diese anonyme, im Interesse des Umsturzes und des inneren Unfriedens erfolgte Veröffentlichung in erster Linie sich gegen den Kaiser Friedrich richtet.
In diesem Sinne bitte ich Ew. Majestät ehrfurchtsvoll, mich huldreich ermächtigen zu wollen, daß ich dem Justizminister Allerhöchstdero Aufforderung zugehen lasse, die Staatsanwaltschaft zur Einleitung des Strafverfahrens gegen die Publikation der „Deutschen Rundschau" und deren Urheber anzuweisen.
von Bismarck.
An Se. Majestät den Kaiser und König.
Aeuychtand.
Berlin, 26. September. [Oiftlrung der weiteren Ausgabe der Auszüge aus Kaiser Friedrichs Tagebuchs Die Mttthetlung der „Freis. Ztg.", daß die weitere Ausgabe des Octoberheftes der „Deutfchen Rundschau" mit den Auszügen aus dem Tagebuche Kaiser Friedrichs sistirt ist, lautet wörtlich:
„Nachdem die in Berlin verfügbaren Exemplare des Octoberhcftes der „Deutschen Rundschau" mit dem Tagebuch Kaiser Friedrichs bei der Verlagsbuchhandlung von Paetel bereits am Samstag vollständig vergriffen waren, erhielten wir von der Verlagsbuchhandlung in Berlin die Zusicherung, daß wir Mittwoch Nachmittag nach Ankunft neuer Exemplare aus der Druckerei in Altenburg in den Besitz der weiterhin erforderlichen Exemplare kommen würden. Es waren nämlich bei der mit unserer Expedition verbundenen Buchhandlung bis dahin weitere 320 Exemplare fest bestellt worben. Indessen kam am Mittwoch unser Bote von der Buchhandlung mit dem Bescheid zurück, daß die weitere Ausgabe des Tagebuchs sistirt sei. Bei nochmaliger Anfrage seitens des Leiters unserer Expedition ließ sich die Verlagsbuchhandlung auf eine neuere Erklärung nicht ein. Auf die Frage, ob wir denn später die uns fest zugesicherten Exemplare erhalten würden, wurde uns der Bescheid, daß wir nähere Mittheilung erst morgen erhalten könnten."
Telegraphische Depeschen.
Wslff'K telegr. Sorrespondenr. Bureau.
Berlin, 27. September. In der gestrigen Bundesrathssitzung wurde den Anträgen Preußens und Hessens, sowie den gemeinschaftlichen Anträgen Preußens und Hamburgs wegen erneuter Anordnungen gegen die Socialdemokratie (Verlängerung des kleinen Belagerungszustandes für Berlin, Stettin, Hamburg-Altona und Frankfurt- Offenbach) die Zustimmung ertheilt. Der Vorsitzende thetlte mit, daß der Zeitpunkt an welchem der Anschluß Hamburgs und Bremens an das Zollgebiet erfolgen soll vom Reichskanzler auf Grund eines Beschlusses des Bundesraths aus den 15. October festgesetzt sei.
— Der „Rcichsanzeiger" enthalt eine Bekanntmachung des Ministers des Innern laut welcher die Wahlmännerwahl auf den 30. Octobcr, die Abgeordnetenwahl auf den 6. November festgesetzt wirb. »
riT( Berlin, 27 September Die „Nordb. Allg. Ztg." erinnert angesichts ber ab- Jf1Ltiflen Urteile über den bayerischen König Lubwtg in bem angeblichen Tageouch bes Karsers Frtebrich daran, baß bie entscheibende Kunbgebung ber nationalen Gesinnung ßubrotflS nicht in der Frage der Nebaction seiner formellen Anregung ber Kaiserwürbe abschon auch diese den Dank Deutschlands für ewige Zeiten verdiene, fonbern in ber '^"bllenEntschließung liege, womit er unmittelbar nach ber am 15.Juli 1870 erfolgten preußischen Mobilmachung am Vormittag bes 16. Juli die Berathungen seiner Minister durch den kurzen telegraphischen Befehl beendete, die Armee zu mobilisiren. Durch die,en hochherzigen Entschluß aus ganz freier Initiative habe sich Ludwig ein unzerstör- bares D-nkmal in den Herzen des deutschen Volkes gesetzt. „Keine nachträglich- Kritik ^aiin o i cs es Verdienst rauben; ebensowenig, daß er in voller Consequenz seiner prompten patriotischen Entschließung nicht nur der Herstellung des Kaisertums zugestimmt, son- bc™,™ Forderung desselben in einem eigenhändigen Schreiben an den König Wilhelm ges ellt hat Ebenso unvergessen bleibe die deutsche Gesinnung des bayerischen Stammes, ^blche in ber heldenmuthigen Tapferkeit der Bayern im ganzen Verlaufe des Krieges ihre Bethatigung gefunden habe. ö
Berlin, 27. September. Im Samoa ist in der Person Malietoa's II. ein - Zenromg gegen Tamasese ernannt worden. Die Lage der Fremden wird durch die Sire m ^fn Kampfe nicht gefährdet, da ein deutsches und ein amerikanisches Kriegsschiff anwesend sind.
. s Merlin, 27. September. Laut Mittheilung der Paetel'schen Verlagsbuchhandlung wird das Octoberheft ber „Deutschen Runbschau", welches bas Tagebuch Kaiser Frieb- richs enthalt, nicht mehr ausgegeben.
Stuttgart, 27. September. Zu Ehren bes Besuchs Sr. Majestät bes Kaisers prangt die ©rabt in festlichem Schmuck. Uebcrall sieht man prachtvolle Dekorationen, vom Bahnhofe durch bie Schloßstraße an bem Königsbau vorbei bis zur Manie ist eine großartige via triumphalJergefteM, auf welcher 10 Pyramiden, die mit dazwischen stehenden Mastftangen durch Guirlanden verbunden sind, sich erheben Die Maststangen tragen Gruppen von Fahnen und die allegorische Figur der Württemberaia mit bem Palmzweig. Seine Majestät wird bet ber Ankunft am Bahnhöfe von bem König unb den sammtlichen königlichen Prinzen nebst bem Gefolge unb bem Hofstaat empfangen, ferner werben bie Staatsminister, bie Präsidenten öeiber Kammern bie preußische Gesandtschaft, fammtliche Generäle und Regimcnts-Commandeure, der Ehrendienst, forme die L-tadtbehörden anwesend fein.
Leipzig, 27. September. Das Reichsgericht hob das freisprechende Urtheil des Landgerichts in Nürnberg vom 18. April gegen Grillenberger unb Bernhard wegen Verbreitung verbotener Druckschriften auf unb verwies bie Sache nach Fürth zurück.
27/ September. Der Kaiser ist heute roieber eingetroffen unb besuchte Mittags ben König von Griechenlanb, welcher österreichische Uniform trug. Der Kaiser verweilte eine halbe Stunde im Hotel des.Königs unb kehrte darauf nach ber Hofburg jurucf, woselbst kurz barauf ber König von Griechenland zum Gegenbesuche eintrat Der Kaiser fuhr sodann zum Besuche des Prinzen von Wales.
Rom, 27 September Der „Moniteur" erklärt, bezüglich des Ceremoniells beim Empfang des Kaisers Wilhelm im Vatikan seien noch keine endgültigen Bestimmungen getroffen.
aD.r, 27. September. Dem Vernehmen nach wird der Empfang des Kaisers
Wilhelm durch den Papst wahrscheinlich am 14. Oktober stattfinden.
Rom, 27. September. Der Papst empfing eine Anzahl italienischer Geistlicher unter der Führung des Erzbischofs von Turin und erwiderte auf die von Letzterem verlesene Adresse, daß er in Bezug auf die unverjährbaren Rechte des päpstlichen Stuhles niemals einen Vergleich eingehen könne. Der italienische Strafgesetzentwurf sei ein neuer Angriff auf die Kirche und ben Clerus. Er hoffe aber auf Gott, ber stets Alles am besten leite unb auch fitzt Alles zum Besten ber Kirche dienen lassen werde.
Lissabon, 27. September. Der neue deutsche Gesandte Wäcker-Gotter wurde heute vom Kronprinzen, welcher ben noch abwesenben König vertritt, in feierlicher Audienz empfangen. Derselbe gedachte in seiner Antwort auf die Ansprache des Ge- sandten der .gemeinsamen Interessen beider Länder in Afrika und des freundnachbar- lichen Verhalmisfes, welches dort zwischen den beiden Regierungen bestehe.
Belgrad, 27. September. Gerüchtweise verlautet, Radiooj-Milojkooic, Gerichtsrath, Ehrrftic, ber Sohn bes Ministerpräsidenten, und ber Abvokat Giorgievic sinb worben ^ra0C Cabinetwechsels vom König Milan nach Gleichenberg berufen
Konstantinopel, 27. September. Der von Wien kommenbe internationale Zug ist in ber vergangenen Nacht bei Murabci entgleist, weil ein Büffel auf bas Geleise qerathen war. Es würbe Niemanb verletzt.
Newyork, 27. September. Die Berichte aus ben Bezirken bes gelben Fiebers lauten etwas beruhigenber. Aus ben Südstaaten wirb Frost gemelbet. Die Quarantäne wirb weniger streng beobachtet. Aus Jacksonvtlle würben heute 103 neue Fiederansälle gemelbet; acht Personen sinb gestorben.
Newyork, 27. September. In einem von ben republikanischen Senatoren vorgeschlagenen Zolltarifentwurf werden Abstriche von fast 70,000,000 Dollars gemacht- hiervon entfallen auf die Tabaksteuer 30,000,000, auf die Zuckersteuer 25,000 000 Doll.' alsdann wird der Schutzzoll auf Wollwaaren erhöht unb zwar für feinere Wollwaaren' die zu Kleibungsstücken verarbeitet werben, um 12 ober 13 Cents pro Pfund. Die Zollsätze für anders verarbeitete Wollwaaren, sowie auf Seide bleiben unverändert. Die Zolle auf verschiedene Arten von Stahlwaaren werden dagegen erhöht diejenige aus Zucker und Reis werden um die Hälfte vermindert. Schließlich wird in'bem Entwürfe bie völlige Abschaffung bes Tabakzolles beantragt.
Vermischtes.
k rc- 2L September. Das schon seit vielen Jahren schwebende Project
der Errichtung eines Volksbades hier ist jetzt endlich soweit gediehen, daß sich die Stadtverordneten im Prmcip darüber klar gemorbcn, daß zwei solche Badeaim.ttteii, die eine tn ber Altstadt unb bie andere in ber Neustadt erbaut werben sollen Für royrbc. inr gestriger Stabtoerorbnetensitzung in dem oberen Stadnheile ein Platz bestimmt unb gleichzeitig ber erforberliche Betrag von 52 000 „M bewilligt Das mit einem Turnsaal verbundene, nach Lassar'schem System einzurichtenbe Bad wirb Männer er halten3 2ßanncbaber fur Frauen und 9 Brause- unb 3 Wannebäder für , Peinliches Aussehen erregt bie gestern erfolgte Verhaftung bes Geschästs- fuhrers einer bebeutenbcn Bauunternehmung hier. Derselbe hatte bislang für fihr wohlhabend gegolten und auf einem ziemlich großen Fuße gelebt unb überrascht eS
Lokales.
Gießen, 28. September. Auf ber Reise von Tetmolb nach Stuttgart passirte gestern Nachmittag gegen V-3 Uhr Se. Majestät ber Kaiser mittelst Sonberzuges bie hiesige Elation. Der Aufenthalt währte nur so lange, als zum Wechsel ber Maschine nothig war. Empfang fand nicht statt.
n „Hetzen, 28. September. Die oberen Klassen bes Realgymnasiums unb ber ^eaffchule bringen fommenben Dienstag Abenb ihrem von hier scheibenben Director Fackelzug. Am folgenben Tage wirb Director Weyrich durch Großh. Oderschulrath Sold an feierlich in feine neue Stellung eingeführt. - Auf bie L 3. an bte Schuler ber oberen Klassen obiger Anstalt ergangene Einlabunq zur Errichtung von Krankentragercolonnen im Falle eines Krieges haben 28 Schüler ihre Dienste angeboten. . v
Gießen, 27. September. (Schwurgericht.) In nicht öffentlicher Sitzung verhanbelte der Gerichtshof heute die Anklage gegen ben verheirateten Fuhrknecht @eorg Volz von Nieder-Mockstabt wegen Sittlichkeitsoerbrechens, bie britte bieser Art in ber nur 5 Falle umfaffenben Session. Das Urtheil lautete auf eine Gefängniß- fitafe oon 2 Jahren, sowie Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte auf bie Dauer von 3 Jahren.
— . — wir hören ist schon ein großer Theil ber Theater-Gesellschaft bes Herrn Dsrector Reiners eingetroffen unb werben bernnächst bie ersten Proben beginnen. ?^f^o^""6s-Vorftellung ist auf Montag ben 8. October festgesetzt unb soll von ber stattlichen Noottaten-Zahl, welche Herr Director Reiners für die hiesige Bühne eröffnen" "T^sdemonas Taschentuch", Schwank von Rudolf Kneisel, ben Reigen


