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ersteres seitens Koreas dieselben Vergütungen erhalten habe, wie sie schon Deutschland und England genössen.

Auf Samoa haben neuerlidr^nru$en stattgefunden. Zwischen den Anhängern Mataafa's, des Gegenkönigs des r den Deutschen neu eingesetzten Herrschers von Samoa, Tamasese, und der Partees letzteren fanden heftige Kämpfe statt, in welchen die ersteren den Kürzeren gezogesi^ben sollen.

Aeutschlaud.

Darmstadt, 24. Nove^er. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Geheimen jrratI? Prof. Dr. Str,eng von Gießen.

Darmstadt, 24. Norder. Seine Köntgl. Hoheit der Großherzog haben Aller- gnLdtgst geruht:

Am 23. November n Gerichtsassessor Karl Kolb aus Darmstadt zum Amts­richter bet dem Amtsgeric' Nidda,

am 24. November->en Landgerichtsrath Earl Küchler in Gießen zum Land- gertchtsrath bei dem Lanlericht der Provinz Starkenburg,

an demselben Tac den Amtsrichter Dr- Wilhelm Schäfer in Gießen zum Land- gertchtsrath bei dem L-'bgericht der Provinz Oberhessen,

an demselben Tve den Amtsrichter Gustav Kullmann in Seligenstadt zum Amtsrichter bei dem mtsgericht Gießen,

an demselben age den Amtsrichter Hermann Funk in Fürth zum Amtsrichter bet dem AmtsgertchtAlsfeld,

an demfelber Tage den Gerichtsassessor Gottlieb Clement aus Erbach zum Amtsrichter bet de< Amtsgericht Seligenstadt,

an demselbl Tage den provisorischen Director des Landeszuchthauses, Haupt­mann a. D. A-xander Bornemann, zum Dtrector des Landeszuchthauses zu Martenschloß,

an demsiben Tage den Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Matrix Heinrich Zimrermann, zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Wörrstadt zu ernennen;

an derselben Tage den Landgerichtsrath bei dem Landgericht der Provinz Starkenburger. Carl Metsel auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner lang­jährigen tren?n Dienste in den Ruhestand zu versetzen.

«tr.tzbrrrtz L ©, 24. November. DieLandeszeitung für Elsaß-Lothringen" bezeichnet he in Schweizer Zeitungen enthaltene Nachricht, daß die deutsche Retchs- regierung für militärische Zwecke an der Schweizer Grenze bei Groß-Lützel Grundstücke ankaufe, als unrichtig, mit dem Bemerken, daß die Ankäufe seitens der Forst- verwaltuig Elsaß Lothringens seit 4 Jahren successive zur Arrondirung des Staats­waldes rorgenommen würden.

Schweiz.

Bern, 24. November. Der Bundesrath hat den Beschlüssen der internationalen Conferenz, betreffend die Herstellung einer Karte .des Bodensees, seine Genehmigung ertheilt.

Arankreich.

PariS, 24. November. Die republikanischen Blätter erklären, der angebliche Staatsllreich sei eine Erfindung, welche lediglich dazu bestimmt sei, bezüglich der cäsaristischen Umtriebe irre zu führen. Cassagnac bleibt bei der Behauptung, daß er und Boulanger unumstößliche Beweise dafür hätten. Es heißt, dieser Gegen­stand solle heute in der Kammer durch einen Anhänger des Cabinets zur Sprache gebracht werden.

Atallm.

Nom, 23. November. Wie derRiforma" von der Insel Maddalena gemeldet wird, machte das französische KanonenbootEtendarb" in den dortigen Gewässern wahrend des Tages und der Nacht wiederholte Aufnahmen. VomSemaphor" aus konnte man mit weittragenden Fernrohren wahrnebmen, wie zahlreiche französische Offictere von der Commandobrücke desEtendard" aus die Vertheidigungsarbeiten auf der VMel Maddalena beobachten und Notizen machten. Als die Militärbehörde von Maddalena Vorkehrungen traf, das KanonenbootEtendard" verfolgen zu lassen, segelte dieses in der Richtung auf Korsika ab. DieRiforma" hofft, das Marineministerium werde Vorkehrungen treffen, daß Derartiges nicht mehr stattfindet.

Nußland.

<. e Petersburg, 24. November. DasJournal de St. Petersbourg" weist auf bic Kundgebungen herzlicher Sympathie hin. deren Gegenstand der Großfürst-Thron­folger wahrend seines Aufenthalts in Berlin seitens Sr. Majestät des Kaisers, des ha und der Bevölkerung gewesen sei und bemerkt dazu: Man ist glück­

lich bei uns, diese Kundgebungen verzeichnen zu können, obschon keineswegs überrascht davon, angesichts der persönlichen Liebenswürdigkeit des Großfürsten-Thronfolgers und bei den innigen Beziehungen der Freundschaft, die zwischen den beiden kaiserlichen

Numänierr.

^b^h^?E5!?m)?^^ooember. Das Ministerium hat sich wie folgt reconftituirt:

ÄMÄÄÄKaexÄ

Tekegrapyische Peprschen.

»Olst'5 ter-gr. «orrespon-en,. Buresm.

, , derli«, 25. November. Der Herzog von Aosta begab sich heute mit seinem (Se- fflänt>CTndin6benIftnnen1ifrt,.Un^ !Jnb *c,fllc Lorbeer- und Blumenkränze mit

Katars Frkdrlch nkber. Warben an den Särgen des Kaisers Wilhelm und des 25- November. DasFrembenblaii" schreibt bezüglich b-s seit wenigen Wochen in Wien erscheinenben WochenblättchensSchwarzgelb", über welches lieb eln^e L°"(b ;3 "fc(r(rei^Mb^Me ®ünbni6 hesttg auslicßen, baß bi- zweite Nummer Z ^W°ch<m chr t m t dem in den beutschcn Blätl-rn behandelten Aussatz vond r

- mW?!.

Bublfkums"durcbdosÄ ^""gerufen und der Kenntniß des österreichischen

satten die EH-sch-Lg b"antragt^' b'-Gemahlin Boulanger'z hätte gegen ihren Ehe-

s KopenhOgen, 25. November. Anläßlich der Rede des Präsidenten des t6taB8 gegen die Th-tlnahin- an den Jubüäumssestlichketten des Königs bat die R-ckt^ des Follethings gegen die vom Prä identenim Namen" des Folkethinas aetbun^ Aeub-rung-n -inen Piotest -ing-bracht, der am Dienstag in der Kammer Ä orterung kommen soll. u cl iur

Lokares.

hna 261 November. Das zweite Concert des Concertoereins, in dem mir

hatJ D lr.0An?nüte Damen-Streichquartett mit Frl. Soldat an der Spitze ru hören Gelegenheit hatten, sand gestern vor sehr zahlreich versammeltem Publikum ffaS ^nahm den günstigsten Verlauf. Ein na'heler Zertcht folgt In ^d-rmmgkgm

26. November. Samstag den 24. d. M. hielt Herr Reallebrer G-n&T aus Wimpfen hier im kaufmännischen Verein den bereits vorher in diesen Blättern über Victor von Scheffel. In freier fließender ändert! balbstund ger. Rede entwarf Herr Kahl, dem ein entschiedenes ^dnertalent nicht ab^ ^biten ift, ein frisches lebendiges Bild von Leben und Werken Scheffel's, dieses hervor- $oirebbD*Qnpn,ht,n mcläcnk nccren ®4*ctn b-gabl-st-n und vom ganzen dcuischm Volke hochgeltebten Sängers, der in mühevoller geistiger Arbeit erst gemäß dem Mill,» aut d,estÄrl X 2,4 ¥ »br°d°rw-rb-°nd'-^ MuL wiL^mußtkL auf diese Art mit der Hingabe an seine eigenen geistigen Neigungen in steten 6onfltrt der zwischen Vater und Sohn keine Lösung fand, sondern sich in dem Maße verschärfte, als der Dichter seinem Genius gerecht wurde.

r. ^bffel verkannte freilich selbst sein Genie, indem er sich zum Maler geboren Irin* SH?/? ,^reunynfnen gewaltig übel nahm, als sie ihn versnhcrte?

'hm fowohl'VorbildÜng^ Ä?ÄlÄ'fchl°!""° bU 5BalCtfC- iu 4eren Uchtig-m G-brauL ».^wollige Wirkung des genialen Trompeters von Säckingen mußte Lrf. mS°6k Überzeugen, woraus seine Krait und Bestimmung beruhe. Ä. roik b?r MIbnef *n launiger Weise vorsührte, die Dichtung von Seitm solcher Leute Widerspruch erfuhr, die sich durch die eine oder andere humoristische Be­merkung und Zeichnung darin getroffen fühlten, welchem Unmuthe sie in mebr ober jnintJer grimmiger Weise Ausdruck gaben. Dem Dlchterrubme Scheffels bahn'e des stlb»^Weg in die Herzen des deutschen Polles; dem Dichi^ selbst aber hatte das Schicksal nach fcdem freudigen und anregenden Ereignisse irgend einen empfindlichen und widerwärtigen Schlag bereitet, der eine ungestörte Lebms- und Schaffensfreudigkeit nicht gedeihen ließ. 0 ' ne teOenS

Die Pracht der ihm so theuren Alpenwelt, des duftigen Tannenscklaas sagenumwebten Berge und Burgen am Bodensee ließ die von reichen Althetthums- unÄ '^kkehard^ entstehen. Mit ihr hatte die Schöpferkraft t WcpunH erreicht und seine anderen größeren Gedichte kommen an Me^e genialen Schöpfungen nicht mehr heran, wenn auch der zündende Funke des Gentes leicht und flohltch hinüberzuckt überall hin, wo Humor und Jugend die Herzen beleben", wie aus Gaudeamus, Lieder aus dem Engem. 15

tm,. Der Redner verstand es in höchst fesselnder Weise viele characteristische Anecdoten Witze und weniger bekannte Gedichte des beliebten Sängers einzuflechten die mm

l Heiterkeit erregten (rote z. B. daß er einer Dame, die ihn in einem aus Vergeßlichkttt unfrankirt gebliebenen Briefe um ein Autograph bat, in einem allerdings franfirten Briefe nichts schrieb als die Worte:Bildung macht frei" rc)

Dichters, sein in späteren Jahren cxaltirter Neroen- zustand, der ihn nothigte, in verschiedenen Anstalten Heilung zu suchen, und endlich seine trübe gereizte (Stimmung, Die ihn zuletzt freilich oft Trost und Ermunterung beim Becher suchen ließ, aber auch die frohen Bilder von seinen vielen Reisen, von der ihm gewordenen Anerkennung und den Huldigungen von Seiten seines Fürsten, rote seiner engeren und weiteren Kreise bei Gelegenheit seines 50. Geburtstages Mnde Wiedergabe in der hochstgelungenen Rede, welcher der zahlreiche Horerkreis des gedrängt vollen Saales in athemloser Stille bis zu Ende folgte, dann aber lauten und reichen Beifall spendete. j

Nach dem Vortrage fand ein Banket statt, bet welchem der Frohmuth Scheffel'scher Lieder die angeregte Stimmung der Anwesenden noch erhöhte. H

e Hörer waren dem Vorstände des Kaufmännischen Vereins sehr zu Dank verpflichtet, daß er ihnen diesen geistigen Genuß bereitet hatte, und vielfach wurde der Wunsch ausgesprochen, Herr Kahl möge mit seinem schönen Talente noch öfter zur Lud- und Anregung einer Gesell,-hast h-r°°rtr°len, bk sehr gerne X Wta fidelitatls bereit ist, eine Stunde des Abends das geistige Theil zu pflegen.

, . 26. November. Aus Hamburg wird uns die Mittheilung von einem

.^jacht vom Freuag zum Samstag verübten grausigen Raubmord, begangen an einem 42 Jahre alten Manne. Der Mörder wird als aus Gießen gebürtig bezeichnet und verfolgt die Hamburger Polizei seine Spur nach Amsterdam. ®

Gietzen, 26. November. (Theaters Wenn es Herrn Director Reiners bet seinem Unternehmen Ernst ist um die Kunst - und bis jetzt hatten wir keine Veran- ^ssung, hieran zu zweifeln, - so muß er heute zu der Einsicht gelangt sein, daß er Sonntags, und sei s auch am Todtensest, mit einem ernsten Stück in Gießen nicht an- üiÄ^n des Publittims wird er dagegen gerecht werden, wenn er Sonn- und Schwanke zur Aufführung bringt; die an solchen Tagen aÜerHngö in der Minderzahl anwesenden Gebildeten werden bann nicht durch übel- angebrachte Heiterkeit aus der Illusion gerissen, während die weniger GMldeten etwas fte -U(^ °??ehen. Denn wer über die Thränen, die eine tieferschütternde Familienscene einem alten Manne entlockt, über das Wiederfinden zweier einander fremd- gewordener Herzen in schallendes Gelächter ausbrechen kann, wie es gestern die höheren hpnab ?ncn ?cr beweist hinlänglich, daß ein solche Scenen enthaltet

des Stuck über seinen Gesichtskreis geht. Materiell wird Herr Reiners durch ein Ein- gefcen auf unseren Vorschlag keinen Schaden erleiden, da es dem Sonntagspublikum !^ügemeinen egal ist, obVolksstück mit Gesang" oberPosse mit Gesang" auf bem Zettel steht; kommen wird es doch, aber es wird unter allen Umständen lachen.

h 11 ^etin abgesehen, war die gestrige Aufführung vonHasemanus gut. $erx Reiners als Hasemann war fast durchweg ausgezeichnet, ü" ^Obne, wo er sich mit seiner Gattin auseinandersetzt, war gegen ben Schluß ^n?Pra(?^nid)orntaÄrIid) senug, roäbrenb gerade der erste Theil dieser Scme Znm Glanzpunkt der Aufführung bildete. Frl. Hell mut zog ihre Rolle anfangs durch Pathos n's Karrikaturenhafte, irn letzten Akte dagegen war der Eindruck Kes Spieles ein gewinnender. Unter ben brei Töchtern gefiel uns Rosa am besten. Frl. Muller spielte mit warmem Gefühle unb ihre Sprache war heute gänzlich frei Lu dem sonst so störenben kibigen Deklamiren. Frl. Eckert hat eine unangeneh,^ 21^100^11^11 mit ber abgegangenen Frl. Frey gemeinsam: ein unschönes Spielen des rn?u^e lkber ben Werth bieser neuesten Errungenschaft unserer Bühne Maligem Auftreten noch nicht urtheilen. Bei ihrem Gesang störte die ?nmmn?nUr^ vEEtnm unlogisches Athemholen. Sinb zwei Textesworte burch Kommata eingeschlossen, so kann man sicher sein, baß Frl. Eckert zwischen den Worten Äthern nimmt. Wie würde das gesprochene klingen! 8 °

^^ners spielte ben ungezogenen vorlauten Backfisch sehr anmuthia.

ihr Mienenspiel in ben Scenen, denen sie als stumme Zeugin,die doch zuhoren muß , beiwohnt, hervorzuheben. Herrn Piepers knorrige Wiedergabe !"^en Schlossermeisters Knorr war eine äußerst gelungene und wotflt^uenbe. Auch Herr Tau ßig (Korner) wurde durch sein gemessenes edles Spiel sein-rsMabe in vollstem Maße gerecht. Unter ben Nebenrollen ist besonders .Herr Zentschel als Klinkert wegen seiner gelungenen Maske zu nennen. Auch Frau

©attin) verdient Erwähnung. Nur verstehen wir nicht, rotirum sie anrebetC' ba b°» uns-r-s Wissens

^n den meisten neueren Stücken pflegen die Verfasser die Verwirrung burch ÖCrSC^ url herbeizusühren. L'Arronge hat auch ohne Anwenbung bieser ÄffiÄtts JXf 'S Äb!.Ä".,;SS ST es mil"b"4«"»'i"'»«« w

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