gewiesen wird, Frankreick könne auf Grund der Capitulationen in Massauah gewisse Rechte ausüben. Die „Ag. Stefani" fügt hinzu, Griechenland stütze sich bei seinen Einwendungen gegen die Municipalsteuern nicht auf Capitulationen, sondern auf den griechisch-italienischen Handelsvertrag von 1867. Auf Anweisung der griechischen Regierung bezahlten die Griechen in Massauah die auferlegten Municipalsteuern.
London, 24. Juli. Dem Bureau Reuter wird aus Kairo gemeldet, ein dort eingetroffener Bote aus Omdurman (Khartum) habe berichtet, Khalifa Abdullah habe Nachrichten über die Ankunft eines wettzen Pascha aus der Provinz Bahr-el Gazelle erhalten und beabsichtige dorthingoorzugehen. Der Bote fügt hinzu, der weiße Pascha sei Emin.
Petersburg, 24. Juli. Das „Journal de St. Pstersbourg" hebt hervor, die Verlängerung des Besuchs des Kaisers Wilhelm bis heute sei ein Zeugnitz der herzlichen Beziehungen der Kaiserfamilie zu den erlauchten Gästen, welche beiderseits den Wunsch nach einem Aufschub der Trennungsstunde entstehen ließen. Alles beweise die überaus große Herzlichkeit der Beziehungen, woraus nur Gutes für die Beziehungen der beiden Regierungen und Nachbarnationen hervorgehen könne.
Peterhof, 24. Juli. Der Kaiser Wilhelm folgte gestern Abend einer Einladung zum Famtliendiner bei dem Großfürstenpaar Michael Nikolajewitsch. Der Kaiser Alexander und die Kaiserin nahmen heute an einem Dejeuner an Bord des „Hohen- zollern" Theil. Hierauf erfolgte die Abreise des Kaisers Wilhelm.
Peterhof, 24. Juli. Kaiser Wilhelm ist nach herzlichster Verabschiedung von der Kaiserin mit dem Kaiser Alexander heute Vormittag um 10 Uhr nach Kronstadt abgeretft.
Kronstadt, 24. Juli. Die Kaiser Wilhelm und Alexander, die Kaiserin und die Großfürsten wurden an Bord der „Hohenzollern" von dem Prinzen Heinrich empfangen, welcher der Kaiserin ein Bouquet überreichte. Nach Besichtigung des Schiffes begaben sich die Herrschaften auf das Panzerschiff „Baden" und besichtigten dasselbe, worauf eine Umfahrt um das ganze deutsche Geschwader stattfand, welches in Paradestellung mit den Matrosen in den Raaen dalag. Die Musikcorps intontrten die russische Hymne. Nach der Rückkehr zur „Hohenzollern" wurde das Dejeuner ern- genommen, worauf sich Kaiser Wilhelm und Prinz Heinrich von den russischen Majestäten und den Mitgliedern der Kaiserfamilie auf das Herzlichste verabschiedeten. Die Letzteren begaben sich an Bord der „Alexandria" zurück, während Kaiser Wilhelm die Commandobrücke bestieg, die „Hohenzollern" die Anker lichtete und von der russischen Flotte und den Forts von Kronstadt Salutschüsse ertönten. Kaiser Wilhelm winkte andauernd der „Alexandria" nach, auf welcher die Grüße erwidert wurden. — Ein Theil des kaiserlichen Gefolges ist bereits nach Berlin zurückgereist.
Kronstadt, 24. Juli. Das deutsche Geschwader lichtete Nachmittags 3 Uhr die Anker und dampfte unter donnerndem Salut der russischen Flotte und der Forts ab. Nachdem Kaiser Wilhelm sich von dem russischen Kaiserpaare und den Großfürsten, welche an dem Dejeuner theilgenommen hatten, herzlichst verabschiedet hatte, ging die Hohenzollern" um 4«/r Uhr in See. Es ertönte abermaliger Salut der russischen Flotte, welche in Paradeftellung eine Linie gebildet hatte, von welcher die preußische Nationalhymne ertönte. Zahlreiche Prioatdampfer geleiteten die „Hohenzollern" unter fortwährendem Hurrahrusen bis auf die hohe See.
Deutschland und Dänemark.
Kaiser Wilhelm spricht auf seiner Heimreise von dec Begegnung mit dem Czaren in diesen Tagen als Gast auch am dänischen Königshofe vor und hiermit sindet die bedeutsame Meeresfahrt des jungen deutschen Monarchen ihren stimmungsvollen Abschluß. Während der Besuch, den Wilhelm II. unmittelbar vor seinem Erscheinen in der Hauptstadt Dänemarks auch am schwedischen Hofe abgestattet, seine hinlängliche Erklärung durch die nahen verwandtschaftlichen Bande erhält, welche unser erhabenes Kaiserhaus mit der schwedischen Köntgsfamilie verbinden, wohnt dem Erscheinen des deutschen Kaisers in Kopenhagen unzweifelhaft eine tiefere politische Bedeutung inne. Jahrhunderte lang hat ein scharf ausgeprägter nationaler Gegensatz zwischen Deutschen und Dänen trotz der Zugehörigkeit beider Völker zu Einem großen Stamm, bestanden und das gegenwärtige Jahrhundert vermehrte durch die wiederholten deutsch-dänischen Kämpfe um den Besitz Schleswig-Holsteins nur diese gegenseitige Spannung. Als der Krieg von 1864 den deftnttiven Verlust der Elbherzogthümer für Dänemark herbeiführte, da wuchs daselbst erklärlicherweise der Groll gegen den deutschen Nachbar und eine mächtige Partei in dem dänischen Jnselreiche setzte es sich zur Aufgabe, mit allen Mitteln für die Wiedervereinigung der verloren gegangenen schönen Provinzen mit Dänemark zu wirken. Als 1870 der welterschütternde Krieg zwischen Deutschland und Frankreich ausbrach, stand daher das Dänenvolk mit seinen Sympathien sofort auf Setten des letzteren Staates und die sogenannte eiderdänische Partei drängte zum offenen Anschlüsse Dänemarks an Frankreich, zumal eine große französische Flotte in der Nordsee erschien. In den Kopenhagener leitenden Kreisen war man so vorsichtig, erst die nächste Entwickelung der Dinge abzuwarten und als die Nachrichten von den ersten französischen Niederlagen bei Wörth, Spicheren und Weißenburg bekannt wurden, da zog man es in Kopenhagen vor neutral zu bleiben, zum Glücke für die Weiterexistenz des dänischen Staates.
Die Errichtung des neuen mächtigen deutschen Reiches infolge der deutschen Stege über Frankreich ließ die auf Wiedergewinnung Schleswig-Holsteins gerichteten dänischen Wünsche mehr und mehr als unerfüllbar erscheinen. Dennoch mochten die 'Chauvinisten am Sund nicht ganz auf ihre Hoffnungen verzichten und forderten wenigstens die Rückgabe Nordschleswigs an Dänemark, wofür sie eine ziemlich lebhafte nrenn auch meist geheime Agitation entwickelten, während sie zugleich mit den Krtegs- sanatikern an der Seine und an der Moskava liebäugelten und dieses Treiben wirkte natürlich auch auf die offiziellen deutsch-dänischen Beziehungen nicht sonderlich günstig ein, die ziemlich kühler Natur blieben. Seit einigen Jahren ist indessen in Dänemark ein allmählicher, aber konsequenter Umschwung in der Stimmung gegen Deutschland eingetreten. Man begann dort einzusehen, daß es am Ende doch besser sei, die unerfüllbaren Wünsche und Hoffnungen hinsichtlich Nordschleswtgs definitiv aufzugeben und sich dafür mit dem mächtigen Nachbarn im Süden, mit welchem das Dänenvolk ja auch mannigfache materielle wie geistige Interessen eng verbinden, ohne Hintergedanken möglichst freundschaftlich zu stellen. In diesem Sinne erheben sich in Dänemarks Parlament wie Presse immer mehr Stimmen mit stets wacksendem Erfolge im Lande und für den Umschwung in der Stimmung des dänischen Volkes gegenüber der deutschen Nachbarnation zeugte es wohl am besten, daß unmittelbar auf die Nachricht vom Hin- scheiden Kaiser Wilhelms I. die Vorsitzenden des dänischen Folkethings wie Landsthings des dahingeschiedenen Herrschers mit lebhaftester Anerkennung gedachten und die Hoffnung ausdrückten, daß das wachsende Einoerständniß mit dem Kaiser und Volke Deutschlands die Wunden früherer Zeiten heilen werde. Diese versöhnliche Gesinnung ist in den leitenden Kreisen Berlins nicht unbemerkt geblieben und wenn nun Kaiser Wilhelm II. als Gast in der Hauptstadt Dänemarks erscheint, so bedeutet dies, daß Deutschland gern die Hand zur vollständigen Aussöhnung mit dem rassenverwandten kleinen, aber tüchtigen und kernhaften Dänenvolke bietet. Wie die Zeichen heute stehen, wird man in Dänemark freudig diese ausgestreckte Hand ergreifen und so darf man wohl hoffen, daß von dem Besuche Kaiser Wilhelms am dänischen Hofe eine neue Epoche aufrichtiger freundnachbarlicher Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark batiren werde.
Lokales.
Gießen, 25. Juli. Gestern Abend fand dahier im Cafe Ebel unter dem Vorsitz des Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Metz eine Versammlung der hiesigen Mitglieder „des hessischen Landesvereins für Reform des Bestattungswesens und Einführung faculta- iiver Feuerbestattung" statt. In derselben, an welcher auch Nichtvereinsmitglieder Theil nahmen, referirte zunächst Herr Obermedicinalrath Dr. Vix aus Darmstadt über die „Re
formbewegung auf dem Gebiete des Bestattungswesens". Derselbe beleuchtete die Bestrebungen der Vereine für facultative Feuerbestattung vom medicinischen bezw. hygienischen wie vom ästhetischen, juristischen und moralischen Standpunkte aus, gab eine intereffante Darstellung über die bei den verschiedenen Völkern zu den verschiedenen Zeiten und an den verschiedenen Orten gebräuchlichen Bestattungsarten, mit welcher Darstellung er Mittheilun* gen über seine eigenen Wahrnehmungen verband, welche er auf Reisen durch Italien und Aegypten bezüglich der dorrigen Grabstätten gemacht hat. Hieran knüpfte Redner eine Uebersicht über die Entwickelung der Reformbestrebungen, über die facultative Einführung der Feuerbestattung in den verschiedenen Ländern unter besonderer Berücksichtigung des Standes der Bewegung in Deutschland und speciell im Großherzogthum Hesien.
An diesen Vortrag knüpfte sich, nachdem der Vorsitzende dem Herrn Referenten den Dank der Versammlung für seinen ebenso interessanten wie belehrenden Vortrag ausgesprochen hatte, eine anregende Discussion. Bei derselben, an welcher sich die Herren Realgymnasialdirector Dr. Nodnagel, Commercienrath Noll, Gymnasiallehrer Dr. Hüter, Chr. Wallenfels, Rechtsanwalt Dr. Rosenberg und Rechtsanwalt Metz, sowie namentlich auch der als Gast erschienene Vertreter des Frankfurter Vereins, Herr Generalagent Wolff, beteiligten, wurden alle einzelnen bei der Reform des Bestattungswesens, insbesondere der Einführung der facultativen Feuerbestattung in Betracht kommenden Fragen, sowie alle gegen die Feuerbestattung geltend gemachten Einwendungen gestreift und namentlich auch die Frage erörtert, ob in Deutschland und speciell in Hessen gesetzliche Bestimmungen der Ausübung der Feuerbestattung entgegenständen und welche Schritte zu ergreifen seien, um die der Ausübung thatsächlich entgegenstehenden Hindernisse zu beseitigen.
Hierbei wurde von verschiedenen Seiten hervorgehoben, daß trotz der zur Zeit noch ablehnenden Haltung der Großh. Regierung doch wohl gegründete Aussicht vorhanden fei, daß gerade in Hessen eine weitere energische Agitation für die Zulassung der Feuerbestattung von Erfolg sein werde, und zwar umsomehr als einerseits die einzigen sachlichen Bedenken, d. h. diejenigen vom criminalistischen Standpunkte aus, die im Landtag von Seiten der Regierungsvertreter hervorgehoben wurden, in der ersten Kammer von dem obersten richterlichen Beamten des Landes schlagend widerlegt worden seien und als andererseits gerade in diejenige Abtheilung des Ministeriums, die hier in erster Linie zuständig erscheine, neuerdings eine tüchtige Kraft berufen worden, welche der Sache sehr symphatisch gegenüberstehe.
Wegen vorgerückter Zeit mußte für den gestrigen Abend von einer Beschlußfassung darüber, ob die am Platz zur Zeit bereits vorhandenen 89 Mitglieder des Landesvereins in einer besonderen engeren Organisation innerhalb des Landesverbandes sich vereinigen sollten, abgesehen werden. Dagegen wurde beschlossen, Herrn Rechtsanwalt Metz zu ersuchen, in seiner Eigenschaft als Mitglied des Vorstandes des Landesvereins als Reprä« fentant der hiesigen Vereinsmitglieder deren Interessen im Landesverein vorerst wahrzu- e nehmen, die Erhebung der Beiträge für das lausende Jahr, sowie die Vertheilung des in * Darmstadt erscheinenden Vereinsorgans Phönix zu besorgen. Derselbe erklärte sich hierzu bereit und soll dann nach Ablauf der Gerichts-, bezw. Schul- und Univerfttätsserien weiterer Beschluß bezüglich der Organisation am hiesigen Platz gefaßt werden.
Gießen,.25. Juli. Die Specialitäten-Truppe der „Allemania" in Frankfurt a. M. unter Dtrection des Herrn Böhrer wird Donnerstag und folgende Tage im Garten des Wiener Hofes (bei ungünstiger Witterung im Saale des Caf6 Leib) einen Cyclus von Vorstellungen eröffnen. Die Truppe hat sich überall das vollste Lob erworben und sei ein Besuch ihrer Vorstellungen Liebhabern derartiger Kunftleistungen aufs Beste empfohlen.
Gießen, 25. Juli. Der gestern Morgen 5 Uhr 20 Min. hier eingetroffene Berliner Schnellzug hat auf der Station Fronhausen den in Cassel ftationirten Zugführer Dietrich, einen Vater von 6.Kindern, überfahren. Dietrich führte einen Güterzug in entgegengesetzter Richtung, stieg auf Station Fronhausen aus dem Packwagen und war im Begriffe, den Zug abzufertigen. Der Schnellzug, welcher dort nicht anhält, erfaßte und zermalmte den Beamten während der Ausübung seines Dienstes.
Vermischtes.
Lauterbach, 22. Juli. Unser Turnverein versendet soeben an die auswärtigen Turnvereine seine Einladung zu dem diesjährigen Hainigfeste, welches laut Beschluß des Gauausschusses am 5. August stattsinden soll. Die volksthümlichen Hebungen bestehen dieses Jahr in Freiweitsprung, Stabhochsprung, Gewichtheben mit einem Arm und Wettlauf. Auswärtigen Turnern, welche über Nacht hier zu bleiben gedenken, wird Freiquartier zugesichert. Da dieses Jahr das Turnfest des Gaues Hessen, welches in Wetzlar abgehalten werden sollte, infolge Ablebens Sr. Majestät.Kaiser Friedrich III. ausfiel, so läßt sich für das diesjährige Hainigfest ein zahlreicherer Besuch als in den Vorjahren seitens auswärtiger Turner und Turnfreunde erwarten. Dem Programm entnehmen wir Folgendes: Vormittags Empfang der fremden Turner; 12^2 Uhr Consti- tuirung und Sitzung des Preisgerichts; 2 Uhr Abmarsch nach dem Hainig; 2ff» Uhr Beginn des Preisturnens, während desselben Harmoniemusik; 5 Uhr Preisvertheilung, nach derselben Turnspiele, Volksbelustigung u. s. w.
△ Vom Rhein, 23. Juli. Wie das bei den fortwährenden Niederschlägen nicht anders zu erwarten, ist der Rhein seit mehreren Tagen ständig im Steigen begriffen und hat derselbe bereits eine Höhe erreicht, welche die Gefahr einer großen Ueber- schwemmung sehr befürchten läßt. Auf dem linksseitigen Ufer Rheinhessens stehen die Felder und Wiesen schon theilweise unter Wasser. Der letzten großen Ueberschwemmung ging auch so ein regnerischer Sommer voraus ,roie in diesem Jahre und sind die Befürchtungen einer Ueberschwemmung dieses Mal nicht weniger begründel^weil das Erdreich von dem Wasser ganz gesättigt ist.
△ Aus Rheinhessen, 24. Juli. Laut kreisamtlicher Bekanntmachung dürfen Sonntagsarbeiten während der Erntezeit nur in dringenden Fällen und zwar erst dann erlaubt werden, wenn der Gottesdienst beendigt ist.
— Frankfurt, 24. Juli. Es wird weiter eingebrochen und gestohlen, obgleich Langner entwischt ist und Bergmann hinter Schloß und Riegel sitzt. In den Laden der Firma Di. Toussaint, Große Gallusgasse dahier, wurde in der vorletzten Nacht eingebrochen und Pretiosen im Gesammtwerthe von 700 JL gestohlen.
— Am 5. August hält der Allgemeine deutsche Sängerbund in Verbindung mit mehreren befreundeten Vereinen auf dem Affensteiner Keller ein Gartenfest ab zur Erinnerung an das im Jahre 1838 vom 28.—30. Juli dahier stattgehabte deutscke Sängerfest. Als Gesammtchor kommt das „Deutsche Lied" von Kalliwoda zum Vortrag, welches bekanntermaßen dem Sängerfest von 1838 seine Entstehung verdankt.
— Eine heitere Verwechslung passirte am Sonntag Abend einer Frau in der Allerheiligenstraße. Ihr Mann, der in's Wirthshaus gegangen war, blieb ihr zu lange und voll Zorn wartete sie auf den Säumigen hinter der Hausthür. Endlich kam „er" beim. Sie empfing ihn mit den Worten „in meine Wohnung kommst Du nicht mehr" und warf ihn dann unter Püffen zur Thür hinaus. Der so Empfangene rief um Hilfe und versicherte Vorübergehenden, daß das Haus sein Eigenthurn und er zu Unreckt auf die Straße gesetzt worden sei. Darauf öffnete bte „tapfere" Frau die Thür und erkannte nun, daß sie nicht ihren Mann, sondern den Hausherrn durchgewalkt hatte. Als sie um Entschuldigung bitten wollte, rief eine Stimme von oben „schadet ihm nichts, er kann auch früher nach Hause kommen". Es war die „besorgte- Gattin, die sich also vernehmen ließ. „Er" hatte inzwischen von den Dingen, die sich in dem Hause, wo er wohnte, ereignet hatten, vernommen und kam die Nacht gar nicht nach Haus. Als er andern Mittags muthooll den Heimweg antrat, fand er flart einet zornbebenden Ehehälfte ein ob seines Wiedererscheinens erfreutes Weibchen, das mit den befriedigten Ausruf „Gottlob, daß Du wieder da bist", die Suppe auftrug.
Rothenkirchen bei Einbeck (Hannover), 22. Juli. (Zu Dode gcräbert.J Di 13jährige Tochter des Reichsbank-Directors Baetge in Casfel hat am Samstag hier wo sie sich mit ihrer Familie in der Sommerfrische befand, auf entsetzliche Weise da Leben eingebüßt. Sie war in einer nahegelegenen Mühle dem Treibriemen eine Schwungrades m nahe gekommen und in das Räderwerk hineingerissen worden. Nai mehreren Stunden qualvollen Leidens wurde das furchtbar zugerichtete unglücklich Mädchen durch den Tod erlöst.


