gefaßt. Mehrere Eingaben, welche sich auf die Ergänzung' und Abänderung des Kranken- versicherungsgesetzes richten, sowie die Eingabe eines Gewerbtreibenden wegen Befreiung seines Gewerbebetriebes von der Unfalloersicherungspflicht wurden dem Vorsitzenden des Bundesraths überwiesen. Der Eingabe des Vorstandes einer freien Hilfskasse, berr. die Kosten ber staatlichen Beaufsichtigung der freien Htlfskassen, und dem Anträge einer Sectton der Müllerei-Berufsgenossenschaft auf Ausscheidung aus dieser Genossenschaft und Bildung einer neuen Mülleret-Berufsgenossenschaft für den Bezirk dieser Sectton beschloß die Versammlung keine Folge zu geben. Das Gesuch des Vorstandes einer Berussgenossenschaft um Auslegung der Beschlüsse des Bundesralhs vom 21. Mat 1885, betreffend die Bildung der Beruf-genossenschaften für die unter das Unfallversicherungsgesetz vom 6. Juni 1884 fallenden Betriebszweige, wurde den Ausschüssen für Handel und Verkehr und für Justizwesen zur Vorberathung übergeben.
— Dem Aellestencollegium der hiesigen Kaufmannschaft ging ein Schreiben des Handelsministers vom 17. d. M. zu, in welchem die gegen die Schlußschetne für Rauhwetzen geäußerten Bedenken als unbegründet zurückgewiesen und die Schlußschetne für Rauhwetzen unbedingt unverändert aufrecht erhalten werden. Ebenso wird das Inkrafttreten der Anordnungen, betreffend die Ausschließung der nicht vereidigten Makler, wenn dieselben bei den Bestrebungen zur Vereitelung der festgesetzten Lieferungsbedingungen Mitwirken, gefordert. Der Handelsmintster erwartet, daß die Aeltesten allen Bestrebungen gegen neue Einrichtungen entgegentreten und darüber unverzüglich berichten werden.
Crefeld- 20. October. Der Reichstagsabgeordnete für den Kreis Kempen, Amtsrichter Pfafferott (Centrum) ist heute gestorben.
Serbien.
Belgrad, 20. October. Wie die Wiener „Polit. Corr." meldet, nahm der König die Demission des Ftnanzmtnisters Rakic an und beiraute den Minister des Auswärtigen Mtjatovic mit der einstweiligen Leitung der Finanzen.
Ilrankreich.
Paris, 20. October. In der vorletzten Nacht wurde in Havre das Schild des deutschen Consulats abgerissen auf der Straße gefunden. Der Unterpräfekt begab sich in das Consulat, drückte dem Consul sein Bedauern über diesen Vorfall aus und erklärte, daß die Untersuchung sofort eingeleitet sei. Der Minister des Auswärtigen, Goblet, hat dem deutschen Botschafter, Grafen Münster, ähnliche Erklärungen gegeben.
England.
London, 19. October. In der Versammlung der Londoner Abtheilung der deutschen Colonial-Gesellschaft, in welcher Hermann Schmidt den Vorsitz führte, hielt Dr. Schlichter einen Vortrag über die Vorgänge im Sudan. Der Redner gab der Hoffnung Ausdruck, daß Emin Pascha schleunig Hülse gebracht werde. Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, in welcher sie ihr Interesse für die Emin- Pascha-Expedition lebhaft bekundet und den Wunsch ausspricht, daß Deutschland bei der Hilfeleistung womöglich mit England gemeinsam vorgehen möge. Sodann wurde weiter der Beschluß gefaßt, den Ausschuß zur Unterstützung der Emin-Pascha-Expedttion zu erweitern.
Telegraphische Depeschen.
»oM's telcgr. Correspondeur - Bureau.
Potsdam, 21. October. Der Kaiser ist heute Vormittag 81/* Uhr auf Station Drewitz emgetroffen, wo die Kaiserin ihn erwartet hatte. Die Herrschaften begaben sich vom Bahnhofe sofort zu Wagen nach dem Marmorpalais.
Stuttgart, 21. October. Der König, welcher gestern die Route über den St. Gotthard und Alessandria benutzend, mittelst Extrazuges nach Nizza abgereist und da- sUbst heute Mittag eingetroffen ist, hat die Erledigung der Regierungsgeschäfte dem Prinzen Wilhelm übertragen, wichtigere Angelegenheiten seiner eigenen Entscheidung vorbehaltend. — Der Landtag wird etwa Mitte November zusammentreten.
München, 21. October. Der Kronprinz von Griechenland ist in Begleitung seines Bruders heute Vormittag hier eingetroffen und setzte nach kurzem Aufenthalt seine Fahrt nach Athen über Brindisi fort.
Wien. 21. October. Wie die hiesigen Blätter betreffs der Verhandlungen über den österreichisch-schweizerischen Handelsvertrag melden, ist es der gestrigen Conferenz in Folge beiderseitigen Entgegenkommens gelungen, die bestandenen Differenzen wesentlich zu reduziren, so daß eine Einigung nunmehr ziemlich sicher ist. Die Delegirten der Schweiz holten telegraphisch Instruktionen ein und es dürfte die morgen statlsin- dende Sitzung ein positives Resultat ergeben. In diesem Falle würde auch betreffs der provisorischen Verlängerung des gegenwärtigen, am 7. November er. ablaufenden Vertrages bis zum Jahresschluß ein Abkommen getroffen werden, was schon deshalb noth- wendtg ist, weil die Unterfertigung des neuen Vertrages erst nach dem Abschluß des deutsch-schweizerischen Vertrages möglich ist.
Wien, 21. October. Se. K. Hoheit Prinz Heinrich von Preußen traf heute Vormittag hier ein und wurde am Bahnhofe von dem Kaiser und dem Kronprinzen, welche preußische Uniform mit dem Schwarzen Adlerorden angelegt hatten, empfangen. Auf dem Perron stand eine vom Infanterie-Regiment Degenfeld gestellte Ehrencompagnie aufmarschtrt, an deren rechten Flügel sich der Corpskommandant General Kaiffel, der Dtvisionsgeneral Zambauer und der Generalstabschef des zweiten Armeecorps, Oberst Dralschmid posttn hatten. Außerdem waren der Statthalter von Nieder-Oesterreich, Frhr. v. Possinger, der Botschastsrath Gras Monts mit dem übrigen Personal der deutschen Botschaft und der Polizeipräsident o. Kraus anwesend. Der Botschafter Prinz Reuß und der Sr. K. Hoheit dem Prinzen zugethetlke Ehrencavalier, Fregattenkapitän Graf Mon.ecucuU waren dem Prinzen bis Rekawinkel entgegengefahren. Als der Zug in die Halle einfu.,r, intonirte die Militärkapelle die preußische Nationalhymne. Der Kaiser eilte beim Halten des Zuges auf den Prinzen Heinrich, welcher die österreichische Uniform eines Korvettenkapitäns trug, zu und begrüßte Höchstdenselben in überaus herzlicher Weise. Kronprinz Rudolph begrüßte den hohen Gast mit Kuß und Umarmung. Se. K. Hoheit Prinz Heinrich stellte sodann dem Kaiser sein Gefolge vor und schritt hierauf zur Rechten des Kaisers die Front der Ehrencompagnie ab. Nach Vorstellung der am Bahnhofe versammelten Würdenträger geleitete der Kaiser seinen hohen Gast im offenen Wagen nach der Hofburg, wo Prinz Heinrich dieselben Räume bewohnt, die jüngst Se. Majestät Kaiser Wilhelm inne hatte. Hier empfing Se. K. Hoheit alsbald die Besuche des Prinzen Gustav von Sachsen-Weimar und des Vizeadmirals Freiherrn von Sterneck. Sodann stattete der Prinz bei den Erzherzogen Besuche ab. In die Hofburg zurückgekehrt, wurde Se. K. Hoheit von dem Kaiser Franz Joseph empfangen, welchem Höchstderselbe seinen Dank für die Ernennung zum Korvettenkapitän abstattete. Bald darauf machte der Kaiser dem Prinzen seinen Gegenbesuch. Dem hierauf stattgehabten Dejeuner wohnte auch ,der Botschafter Prinz Reuß bet. Später stattete Se. K. Hoheit dem Vizeadmiral v. Sterneck einen dretvtertelftün- digen Gegenbesuch ab. Inzwischen gaben der Minister des Aeußern Graf Kalnoky und der russische Botschafter Fürst Lobanoff bet Sr. K. Hoheit ihre Karten ab. Heute Abend findet zu Ehren des Prinzen Hofdtner statt.
Paris, 21. October. Der König von Württemberg ist heute Vormittag in Nizza emgetroffen und am Bahnhofe von den Ctotl- und Militärbehörden empfangen worden.
Madrid, 21. October. Die conservative Partei in Saragossa gab dem ehemaligen Mmifter Canovas bei Casttlo zu Ehren ein Banket. Canooas hielt eine Rede, in der er sich als entschiedener Gegner des allgemeinen Stimmrechts erklärte.
Petersburg, 21. October. Der Kaiser, die Kaiserin und der Großfürst Thronfolger find am Samstag Mittag in Baku etngetroffen, woselbst sie von zahlreichen Deputationen begrüßt wurden. Unter diesen ist besonders diejenige der Turkmenen Transkaspiens, welcher sich die Wittwe des ehemaligen Chans von Merw, die im Jahre 1884 ihren Stamm überredet hatte, sich Rußland zu unterwerfen, mit zwei Söhnen angeschlossen hatte, zu erwähnen. Die Turkmenen brachten den Majestäten Salz und Brod auf werthoollen Schüsseln dar, überreichten der Kaiserin Teppiche und andere Handarbeiten Tekinscher Frauen und schenkten dem Großfürst Thronfolger einen mit Edelsteinen geschmückten Säbel. Am Nachmittage wohnten die kaiserlichen Herrschaften der Grundsteinlegung der orthodoxen Kathedrale in Baku bei und werden sodann die Nobel'schen und andere Naphtawerke besuchen.
Athen, 21. October. Die Königin traf heute Morgen hier ein. Der König der Kronprrnz von Dänemark, die Minister und das diplomatische Corps empfingen dieselbe auf dem Bahnhofe.
Lokales.
— Gießen, 22. October. Der zweite Vortrag des Fräulein Dr. Mensch behandelt^ das „Volkslied der Deutschen und Slaven". Nachdem die Rednerin in großen Zügen das Wesen der Volkspoesie ausetnandergesctzt, ging sie näher auf die verschiedenen Entwickelungsstadien ein, die das deutsche Volkslied durchlausen und hob sodann die Momente hervor, die das slaotsche Volkslied vom deutschen unterscheiden Die feinfühlige Charaktertstrk und der volle Wohlklang, mit dem die Proben vor-. getragen wurden, machten auch diesen Vortrag zu einem hochinteressanten.
Gießen, 22.October. (Süddeutsches Männer-Sextett.) Herrn Stein ist es gelungen, das „Süddeutsche Männer - Sextett", bestehend aus Mitgliedern der Frankfurter Oper, für einige Concecte zu gewinnen. Wie vorliegende Berichie ersehen lassen, leistet dasselbe Ausgezeichnetes im Sextett-, Quartett- und Sologesang, besitzt brillante Solisten und hatte unlängst die Ehre, vor Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen, von Wales, Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog von Mecklenburg und anderen hohen Herrschaften zu singen. Dieselben haben sich sehr looend über die ausgezeichneten. Leistungen des Sextetts ausgesprochen und demselben ein Anerkennungsschreiben zugesandt. Wir möchten auf diese Concerte, welche am 24. und 25. October stattfinden, besonders aufmerksam machen, denn unbefriedigt verläßt gewiß Niemand die Concerte.
Gießen, 22. October. (Theater j Wir machen die Leser auf eine Novität aufmerksam, welche unsere Direktion Dienstag Abend zu bringen gedenkt. Das Stück führt den Titel: „Sein Varzin", denn es spielt auf dem Landgute eines Finanzministers, der sich von den Arbeiten des Kleinstaates dahin zurückgezogen. Dort kann er jedoch die gesuchte Ruhe nicht finden, von Bittgesuchen und Petitionen üderstürmt. Die Machinationen zweier Parteien, die für und gegen die Concession einer Eisenbahn wirken, werden uns vorgeführt. Liebe und Haß treiben ihr Spiel. Der vielfach verschlungene Knoten löst sich endlich, und der junge Assessor gelangt durch die Liebe des Fmanzmmisters und seiner Tochter zum gewünschten Ziel.
r — Die Dornseiff'sche Hofraithe auf dem Seltersweg, neben dem „Prinz Carl lregend, wurde um die Summe von 61,000 an Herrn I. Dietz (früher Besitzer des „Prinz Carl") verkauft. Die Uebernahme erfolgt am 1. April t I.
Vermischtes.
+ Offenbach, 20. October. In dieser Woche ist hier seit Verhängung des kleinen Belagerungszustandes die erste Ausweisung erfolgt. Der verheirathete Schuhmacher Hermann und der ledige Posamentier Merk wurden Mittwoch aufgeforbert innerhalb 24 StundlN das Gebiet des kleinen Belagerungszustandes zu verlassen. Man glaubt, die Ausweisung sei die Folge der Enthüllungen, welche ein jüngst gegen die Beiden anhängig gewesener Prozeß zu Tage gefördert habe. Der Prozeß soll nämlich ergeben haben, daß die Genannten sozialistische Schriften, insbesondere den „Sozialdemokrat" Derbreiteten.
△ Mainz, 22. October. Das im Jahre 1863 hier gegründete katholische Kasino „zum Frankfurter Hof" feiert am 28. d. Mts. des Jubelfest seines 25jährigen Bestehens. Mit Rücksicht darauf, daß das Kasino „zum Frankfurter Hof" die erste große gesellige Vereinigung war, in der die katholische, sich spätex unter dein Namen Centrum zusammen- fassende Bewegung in Deutschland ihr Heim fand, wird von den Katholiken dem Jubelfeste eine größere wie locale Bedeutung beigelegt und rüstet man sich, die Feier außerordentlich großartig zu begehen. An alle katholischen Vereinigungen in Deutschland, wovon die meisten schon bei Congressen und sonstigen Anlässen in dem „Frankfurter Hof" Einkehr erhalten haben, sind Einladungen ergangen und hofft man, daß die Anwesenheit zahlreicher Gäste und Deputationen von Auswärts die Teilnahme des katholischen Deutschlands an dieser Feier bekunden werden. Neben kirchlichen Feierlichkeiten besteht der Haupttheil der Feier in einem Festbanket und Abends in einer Festversammlung.
A Mainz, 21.October. Die sich von Tag zu Tag mehrenden Arbeiten unserer städtischen Verwaltung haben einen solchen Umfang angenommen, baß wir, wenn auch indirect, allrnälig der Errichtung eines Magistrats zusteuern. Unser Bürgermeister mit den drei Beigeorbneten sind fast nicht mehr in ber Lage, die Arbeiten zu bewältigen und die Bestellung eines weiteren —des zweiten besoldeten — Beigeordneten ist bereits so gut wie beschlossen, und wird hierzu nur die in Vorbereitung begriffene Reorganisation der städtischen Perwaltung abgewarter. Von einer fünfköpfigen Verwaltung bis zu einer Magistratselnnchtung ist kein großer Unterschied mehr und wird bei der Bestellung eines weiteren besoldeten Beigeordneten sicher auch wieder die Schaffung eines Magiftratscollegiums angeregt werden. Diese Art der Reorganisation der städtischen Verwaltung mit der Bestellung eines weiteren besoldeten Beigeordneten, die wiederum eine jährliche Mehrausgabe von 7000 erfordert, stößt in Der Bürgerschaft auf entschiedenen Widerspruch, indem man von ber Reorganisation ber städtischen Verwaltung grabe eine vereinfachtere unb weniger kostspielige Geschäftsführung erwartet hat. In Stabtoerordnetenkreisen ist biefe Frage eben Gegenstand lebhafter Discussion.
— Mit Rücksicht darauf, Daß neuerzeits verschiedene katholische Theologen, die bereits zu Priestern geweiht, hier zu dem Militärdienst herangezogen worden sind, hat das bischöfliche Ordinariat verfügt, daß in Zukunft den sich dem geistlichen Stand widmenden katholischen Theologen erst nach Absolvirung der Militärpflicht die Prieftek- weihe ertheilt werden soll.
A Aus Rheinhessen, 21. October. Die Kartoffeln sind in Rheinhessen größtentyeUs eingeheimst. Nach den vorliegenden Berichten ist man mit verschwindender Ausnahme sowohl mit dem Quantum, wie mit der Qualität sehr zufrieden.
= Frankfurt, 21. October. Seit 4 Tagen mehren sich bei uns die Vor- boten des Winters.^ Das Laub fällt infolge der kalten Nächte massenhaft zur Eide und bald wird kein grünes Blatt mehr unser Auge erfreuen. In den beiden letzten Nächten sank das Thermometer bis 3 Gr. unter Null; vor den Thoren der Stadt haiir es richtig gefroren-und innerhalb derselben waren bis nach 8 Uhr die Dächer ganz weiß. Während der Mittagsstunden ist das Wetter allerdings herrlich; die Sonne sendet ihre erwärmenden Strahlen zur Erde und erinnert daran, daß wir noch Herbst haben — es sind freilich die letzten schönen Herbsttage. Lange wird's nicht mehr bauern, bis der Winter seinen förmlichen Einzug hält.
~~ Die auch von uns gebrachte Meldung, der Erfinder des Volapük, Pfarrer Schleyer in Konstanz, sei gestorben, bestätigt sich nicht. Auf eine von einem Berliner Freunde des Genannten nach Konstanz gerichtete telegraphische Anfrage ist von Henn dürrer Schleyer telegraphisch gemeldet, daß er zwar krank gewesen sei, aber sich wieder besser befinbe.
— Einem Oeconomen in Altenburg bei Alsfelb gingen in Folge Verwechselung von Chilisalpeter mit Viehsalz beim Füttern 11 Stück Großvieh zu Grunbe.
— Die neuen Zwanzig-Markstücke mit bem Bildnisse Kaiser Friedrichs durften bald aufhören, zu den Seltenheiten zu zählen. Nach dem „Franks. General- Anzeiger" sind am Freitag für 2 Millionen Mark dieser Münzen auf ber Reichslmnk in Frankfurt angekommen. — Neue Fünf-Markstücke in Silber mit dem Bilbnisse Kaiser Wilhelms II. gibt es auch schon. Dieselben sinb aber nicht für den Verkehr, sondern als Denkmünze an die Kaiserreise geprägt worden; sie tragen daher auch nicht bas Reichswappen, fonbern bie Wappen ber Stäote, in benen sich der Kaiser auf feiner Reise aufhielt.
— Wie ber „Nat.-Ztg." aus Neu-Breisach gemelbet wirb, ist baselbst die neu errichtete Unterofficier-Vorschule am 17. b. Mts. mit ber vollen Zahl von 300 Schülern eröffnet worben; baoon sinb ungefähr 20 aus Elsaß-Lothringen.
— Nach ben statistischen Ermittelungen bes Vereins beutscher Eisen- und Stahl- inbustriellen belief sich bie Roheisenprobuction des Deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs) im Monat September 1888 auf 353 812 Tonnen, barunter Puddelroheism und Spiegeleisen 172 028 Tonnen, Bessemerroheisen 34 745 Tonnen, Thomasroheisen 102 900 Tonnen und Gießereiroheisen 44 139 Tonnen. Die Production im September 1887 betrug 337 638 Tonnen. Vom 1. Januar bis 30. September 1888 wurden producirt 3168 641 Tonnen gegen 2 849 491 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.


