welche Reminiscenzen an Kaiser Friedrich enthielt, wurde wegen Abdrucks von Stellen aus dem „Tagebuch von 1870" confiscirt.
Telegraphische Depeschen.
»•Ifl’l telegr. «orrespondLnz. Burea«.
Berlin, 18. October. Die Kaiserin Friedrich, umgeben von ihren Töchtern und d.m Kronprinzen von Griechenland, empfing um 11 Vs Uhr eine Deputation des Magistrats und der Stadtverordneten von Berlin unter Führung des Oberbürgermeisters zur Ueberreichung einer Adresse bezüglich einer Stiftung und eines Denkmals zum Gedächtniß des Kaisers. Die Kaiserin sprach nach der Verlesung ihren tiefgefühltesten Dank aus und beauftragte den Bürgermeister mit der Uebermtttelung desselben an die Stadtvertretung.
Berlin, 18. October. Im Prozeß Geffcken ist die Voruntersuchung abgeschlossen; die Erhebung der Anklage ist demnächst zu erwarten. Tessendorf, der am Samstag wieder in Berlin war, ist nach längerer Conferenz mit dem Untersuchungsrichter Hirschfeld wieder abgereist. Die Lage Geffcken's wird in eingeweihten Kreisen für sehr ernst gehalten. Gefscken ist seit einigen Tagen leidend und wird durch den Anstaltsarzt Santtätsrail) Levin behandelt. Die tendenziöse Meldung eines Münchener Blattes über eine angebliche Aeußerung des Kaisers bezüglich Geffcken's ist unwahr.
Berlin, 18. October. Heute Mittag stieß an der,.Ecke der Oberwall- und Werderschen Straße eine kaiserliche Equipage, in der sich die Prinzessinnen Sophie und Margarethe befanden, um sich nach dem Potsdamer Bahnhof zu begeben, mit einem Pferdedabnwagen zusammen. Die Deichsel der Equipage zerbrach, ein Pferd stürzte und wurde zur Seite geschleift. Die Prinzessinnen verließen den Wagen und setzten in einer Droschke die Fahrt nach dem Bahnhofe fort. Zur gleichen Zeit fuhr die Kaiserin Friedrich mit .der Prinzessin Victoria die Linden entlang, dem gleichen Ziele zu.
Berlin, 18. October. Unter dem Vorsitz des Ministers v. Bötticher fand heute Nachmittag eine Sitzung des Staatsministeriums statt.
Berlin, 18. October. Den „Polst. Nachr." zufolge haben die unter dem Vorsitz des Ministers v. Bötticher wegen des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. stattgehabten Verhandlungen heute ihren Abschluß gefunden- Wahrscheinlich werde die Ausschreibung einer allgemeinen Concurrenz in Deutschland vorgeschlagen werden- Die Platzfrage sei offen gelassen worden.
Potsdam, 18. October. Heute Nachmittags um 2 Uhr fand hier die Grundsteinlegung zum Mausoleum für Kaiser Friednch in Gegenwart der Kaiserinnen Friedrich und Augusta Viktoria, der Töchter des Verstorbenen, des Kronprinzen von Griechenland, des Erbprinzenpaars von Meiningen und des Prinzen Friedrich Leopold statt. Nach dem einleitenden Gebet und der Weiherede des Geistlichen verlas Prinz Friedrich Leopold die Grundsteinurkunde, worauf ein kupfernes Behältnitz mit Urkunden vielen Münzen und Schriftstücken in das Fundament vermauert wurde. Die Kaiserinnen und die übrigen Herrschaften thaten dann die üblichen Hammerschläge. Nach der hiermit beendeten Feier begab sich Kaiserin Friedrich mit ihren Töchtern und dem Erbprinzenpaar von Meiningen in die Dorfkirche nach Golm, woselbst eine weitere Gedachtnißfeier zu Kaiser Friedrichs Ehren statffand.
Elberfeld, 18. October. Fünf Redacteure von Zeitungen verschiedener Parteistellung wurden heute von der hiesigen Strafkammer wegen vorzeitiger Veröffentlichung des Eröffnungsbeschlusses in dem vorjährigen Thümmelprozeß zu je 30 Mark Geldstrafe verurtheilt.
Bremen, 18. October. Die „Weserztg" hört, daß der vor einigen Jahren seitens einer Anzahl amerikanischer Rheder gegen den bremischen Staat angestrengte Prozeß wegen Rückgabe angeblich zu Unrecht erhobener Seeschifffahrtsabgaben nunmehr entschieden ist, indem der Anspruch der Amerikaner abgewiesen wurde. Auf Vorschlag der Vereinigten Staaten und Bremens war seinerzeit das Schiedsrichteramt dem Fürsten Bismarck übertragen worden, welcher seinerseits das Reichsgericht in Leipzig mit der Entscheidung beauftragte.
Wien, 18. October. Kaiser Franz Joseph machte heute Nachmittags dem König Milan von Serbien einen halbstündigen Abschiedsbesuch; unmittelbar darauf fuhr der Letztere zur Hofburg und ließ dort, da er den Kaiser nicht mehr antraf, seine Karte zurück.
Wien, 18. October. Die Militärconferenz, welche gestern in der Hofburg unter dem Vorsitz des Kaisers Franz Josef während zwei Stunden abgehallen wurde, betraf ausschließlich die laufenden militärischen Angelegenheiten und die den Parlamenten demnächst vorzulegende neue Wehrvorlage.
Wien, 18. October. Nach einer Meldung aus Hermannstadt sind die ungarischen, österreichischen und rumänischen Grenzdifferenzen von den zu ihrer Begleichung bestellten drei Commissionen oollständtg gehoben worden.
Wien, 18. October. Das „Fremdenblatt" bemerkt anläßlich des Todes Robl- lants, Oesterreich-Ungarn habe mit aufrichtig schmerzlichem Bedauern die Nachricht vernommen, daß ein so edler Character und ausgezeichneter Geist, ein verständniß- ooder Freund Oesterreich-Ungarns und verdienstvoller Staatsmann vorzeitig aus dem Leben geschieden.
London, 18. October. Wie das Bureau Reuter aus Simla meldet, machte der Befehlshaber der Expedition tn's Schwarze Gebirge die Anzeige, daß er die Feindseligkeiten wieder aufnehmen müsse, da die Gesandtschaft der Akazais bis zu dem von ihm festgesetzten Zeitpunkt nicht eingetroffen sei.
Neapel, 18. October. Gestern Abend fand ein Galadiner statt, zu welchem 200 Einladungen erfolgt waren. Nach dem Diner unterhielt sich der Kaiser mit dem Marineminister Drin, dem Vice-Admiral Acton und den Contre-Admtralen Bacchia, Martinez, Orengo und Lorero. Bei der Illumination traten die elektrische Beleuchtung des Geschwaders und die bengalische des Plebiscitplatzes besonders hervor. Von der Kuppel der Paulskirche wurde ein prachtvolles Feuerwerk abgebrannt. Eine unzählige Menschenmenge drängte sich in den Straßen und Plätzen. Die Monarchen sahen dem Feuerwerke vorn Balcon des Schlosses aus zu, von der Menge ununterbrochen mit stürmischen Kundgebungen begrüßt. Heute früh 8 Uhr fuhren die Majestäten und Prinzen mit dem gesammten Gefolge nach Pompeji. Vom Palast bis zum Bahnhof bildeten Truppen Spalier, alle Schiffe der Flotte schossen Salut. Auf dem Bahnhof war eine Ehrencompagnie mit Musik aufgestellt, welche die preußische Hymne spielte. Die ungeheure Menschenmenge brach unausgesetzt in Eovivarufe aus. Die Rückkehr erfolgt llVa Uhr Vormittags, sodann reisen die Majestäten nach Rom.
Pompeji, 18. October. Der Kaiser und der König trafen um 83/, Uhr, vom Unterrichtsmintster und dem Obertntendanten der Ausgrabungen und der Atterthümer empfangen, hier ein und besuchten zunächst das Museum, wo der Minister dem Kaiser die Gypsabgüsse mehrerer verschütteter menschlicher Körper zeigte, welche für das Museum Berlins bestimmt sind. Der Kaiser sprach seinen huldvollsten Dank für die Widmung aus. Um 10 Uhr fanden in Gegenwart der Souveräne die Ausgrabungen statt, an welche sich der Besuch des bereits ausgegrabenen Stadttheils schloß.
, . Neapel, 18. October. Der Zug mit den Fürstlichkeiten und Ministern traf heute Mittags von Pompeji um 11 Uhr 35 Minuten wieder hier ein. Die in der Bta Fortuna und Via Nolana gemachten Ausgrabungen ergaben das schönste Resultat und tnteressirten die Beschauer auf's Lebhafteste. Der Empfang seitens der Bewohner Pompeii s war ein enthusiastischer. Auf dem hiesigen Bahnhofe hatten sich zum Empfange die Spitzen der Cioil- und M litärbehorden, die städtischen Behörden b ? Ehrencompagnie aufgestellt. Die Gäste verließen zwar den Zug nicht, unterhielten sich aber vom Waggon aus längere Zett mit den Vertretern der Behörden. -- 3U0 /"hr um l.1 Uhr 55 Min. nach Rom. Der Kaiser dankte noch zuvor dem Bürgermeister von Neapel wiederholt für den ihm bereiteten Empfang.
aDer Fürstenzug traf Abends 6 Uhr auf dem bengalisch prächtig erleuchteten Bahnhof ein, woselbst die in Nom gebliebenen Minister und Spitzen » bcn u,nl) ken König empfingen. Die Monarchen fuhren in
enenem Wagen zum Quirinal: sie wurden, wie auf allen Stationen von Neapel bis Rom, so auch in der Hauptstadt selbst wieder jubelnd begrüßt.
Sofia, 18. October. Ein heute erschienener Ukas des Fürsten setzt die Eröffnung der Sobranie auf den 27. October fest.
Lokale-.
2.
3.
4.
zu Lauterbach gegen das Erkenntntß
©d)I^tereT§ U C§ bc8 ^ises Lauterbach, betreffend Anlage einer Necurse wegen verweigerter Wirthschafts-, resp. Schank-Concessionen:
b. P “=naU4ie6,enUniDErfi,a,§mÜ6Ce ^r-ßm-Lind-n,
0. des Heinrich Kraft III in Rebgeshain
d- des Heinrich Wilhelm Soine in Friedbera,
«. der Marie Finkernagel in Kestrich,
f. des Louis Reitz in Flensungen.
Telegramm aus Darmstadt meldet uns, daß der Professor der Physik Himstedt an der dortigen technischen Hochschule an Stelle Prof ^or'-igen s zum Professor in der philosophischen Facultät an der Landes-Universität unb zum Director des akademischen physikalischen Cabinets ernannt worden ist.
. October. Die vom Vorstände der deutsch-freisinnigen Partei auf
^gesetzte Gedächtnisfeier für Katser Fried?ich war L reich von Anhängern und Freunden der Partei besucht. In dem festlich neftfnnücften ©aale des Eafö Leib, auf dessen Bühne die umflorte, mit Gewächsen umgebene Büste Kaiser Friedrich s aufgestellt war, begrüßte zunächst Herr Fabrikant und Stadtoerord- ^„?"rgi die Erschienenen, betonte, daß die Partei das Andenken des entschlafenen ?U e5len ßlaube, wenn den Anwesenden ein Lebensbild Kaiser Friedrichs oorgefuhrt werde. Hierzu habe sich Herr Rechtsanwalt Grünewald bereit erklärt, welchem Herr Georgi hierauf das Wort ertheilte. Herr Rechtsanwalt Grüne^ eigentliche Thema seines Vortrags eingtng, einen Rück- &licf auf die Ereignisse innerhalb des Parteilebens in Deutschland im Jahre 1887 Ao» dem verstorbenen Kaiser Friedrich führte Redner im weiteren Verlaufe feines 5Kronprinz wie als Kaiser vor, betonte namentlich dessen Gerechtigkeitssinn dem Volke gegenüber, womit er sich bleibend ein Denkmal ae efet Me. Im Geiste Kaffer Friedrichs fortzuleben, sei die Pflicht unserer Natton/dann könne sie rufen. „Ehre seinem Andenken!" Der Vortrag des Herrn Grünewald wurde mit großem Beifall ausgenommen.
c G e o rgi dankte Namens der Erschienenen dem Redner für den Vörtraa
unrb, Schluffe der Feier ein Hoch auf das deutsche Vaterland aus in
welches die Versammlung begeistert einstimmte.
, fötober. Dienstag den 30. October, Vormittags 9 Uhr be-
hiffpnnffnttn4n mC f * örtliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung kommen:
11 Gemeinde Usenborn gegen das Erkenntniß des Kreisausschusses
Usenborn betteffend^' bU 2tnf*affun0 einer Feuerspritze für die Gemeinde Die Enteignung von Gelände des Hermann Eulau von Büdingen behufs Eisenbahnen^ ßabe0eUi^ der Station Büdingen der Oberhessischen
, , "7 Gießen, 19. October. 2Bie unsere Leser schon aus dem Jnseratentheile ersehen haben werden, fmbet am Samstag Abend der zweite Vortrag von Fräulein vr. Ella Mensch statt. Die Vortragende hat für diesen Abend „Das Volkslied der Deutschen und der Slaven" gewählt, ein Thema, das an sich schon dankbar auch für ^^^kungsoolle Recitation einen sehr geeigneten Stoff bietet. Die Besucher des Vortrages dürfen sich also einen angenehmen Abend versprechen.
mifi - Eine Dienstmagd entwendete gestern Nachmittag auf einer Bleiche beim Wäschetrocknen einer Frau, welche ebenfalls mit Wäschetrocknen beschäftigt war, aus deren Kleid 3 JL Sie wurde zur Anzeige gebracht.
Vermischtes.
Darmstadt, 18. October. An unserer Technischen Hochschule wird Pros, vr Mehmke im Laufe des Wintersemesters wöchentlich 2 Stunden über „Volapük und verwandte Systeme" Vortrag halten.
cn 1?^fötober.. Nachdem vor einiger Zeit die Bäcker mit dem
Preise des Brodes aufschlugen, sind diesem Beispiel neuerdings auch die Metzger Befolgt. Die hiesigen Metzger verkaufen das Pfund Ochsenfleisch zu 66, Rindfleisch zu 60 Pfg. Wie man weiter hört, beabsichtigen die Bäcker eine nochmalige Erhöhung der Brodpreise. D
△ Mainz, 18. October. Heute um die erste Mittagsstunde meldeten die Sturmglocken einen Brand in der neuen Hus.iren-Caserne an dem Mombacher Thor Dank vitlseitiger Hülfe blieb das Feuer, das schon eine Stunde früher ausgebrochen war, als die Feuersignale ertönten, auf das massive Gebäude beschränkt und fielen ihm nur reiche Heu- und Futtervorräthe, sowie verschiedene in den oberen Räumen untergebrachte Ausrüstungsrequisiten zum Opfer, lieber die Entstehung des Feuers verlautet nichts.
— Unter dem Verdacht, ihren Mann vergiften zu wollen, wurde gestern die Frau eines hiesigen Arbeiters verhaftet. Dieselbe hatte Zündhölzerköpfe mit Kaffee abgekocht. Der üble Geruch veranlaßte den Mann, das Gebräu unberührt zn lassen und so fein Leben zu behalten.
Mainz, 18. October. Das bekannte Bankconsortium Darmstadter Bank und H. Bachstein * Co. in Berlin, welches zahlreiche Nebenbahnen in Hessen bereits gebaut ober noch im Bau hat, ist mit einem neuen Project hervorgetreten. Dasselbe beabsichtigt nämlich ble Anlage einer Dampfstraßenbahn zwischen den jenseitigen Gemeinden Kastel und Kostheim. Die Concession der Staatsregierung wie auch die Genehmigung der Fortification besitzt das Consortium bereits und hat dasselbe soeben die betheillgten Gemeinden um ihre Zustimmung angegangen. Nach Vollendung der neuen Matnbrücke bei Kostheim verspricht man sich von einzelnen linksmainischen Orten eine lebhafte Frequenz der Bahn.
— Frankfurt, 18. October. Der Prozeß gegen Otto Rückert, welcher sich gestern vor der hiesigen Strafkammer roegen Hehlerei zu verantworten hatte (es ist bekanntlich der Prozeß wegen der der Fürstin Gor t sch a ko ff gestohlenen Diamanten) dauerte volle 10 Stunden. Rückert blieb bei seinen schon mitgetheilten Aus- ro^e*)jrl)olte, er habe ble Juwelen statt der versprochenen Baarsumme von 10,000 Fr. erhalten, ©ein Auftreten war ein sicheres und ruhiges. Die Vertheldigung führte Rechtsanwalt Dr. Geyger. Es wurden 12 Zeugen unb ein ©achverständiger vernommen. Das Zeugenverhör, welches bis zum späten Nachmittag währte, ergab n ®run^e Genommen nicht viel Interessantes, wie man sich bei ruhiger Ueberlegunfl geliehen muß, baß ber Prozeß nur barum so viel ©taub aufgewirbelt hat, weil es Pr hohen Werthbetrag unb einen vornehmen Namen drehte. Wäre nicht
die Fürstin Gortschakoff in die Angelegenheit verwickelt gewesen, es würde kaum so vlel^Aufhebens von der Sache gemacht worden sein. Aus den Zeugenaussagen sei erwähnt, daß die ehemalige Kammerfrau der Bestohlenen, Frau Anniser, so gut wie gar nichts zu bekunden wußte. Dagegen deponirte Frau Dünges von hier, bei welcher der Angeklagte gewohnt hat, Rückert habe ihr vorgeschwindelt, Frau Anniser sei feine Souftne, unb bte Tochter ber Frau Dünges sagt aus, ber Angeschuldigte habe sich als Bahnhofs-Jnspector ausgegeben und seine Cousine (Frau Anniser) als sehr reich bin- gestellt. In höherem Grade belastet die Aussage des Allemannias^Direktors den An- geklagten. Derselbe schildert, wie Rückert stets den feinen Mann gespielt, wie er mit Brillanten geradezu gespielt, sich als Pillenbesitzer, Reserveoffizier bezeichnet, mit Zins- elnnebmungen unb patentlrten Erfindungen renommlrt habe. Juwelier Pehlmann aus Düsseldorf bekundet, daß Angeklagter ihm Juwelen im Werihe von 23000 Ji. zu jebem Preise angeboten habe. Eine Reihe weiterer Zeugenaussagen ist belanglos, da- gegen bk Dcponirung des Zeugen Castricius, welchem Rückert die Etabstrnng eines gemeinschaftlichen Juweliergeschäftes vorgeschlagen habe, nicht ohne Interesse. Er bezeugt, daß ber Angeschuldigte eine Menge werthvoller Steine besessen und bannt wie ein indischer Nabob verfahren habe. Nachmittags war die Fürstin Gortschakoff in Frankfurt angelangt. Nach 4 Uhr betrat sie — eine stattliche Gestalt in eleganter ^olletk den Sitzungssaal, um als Zeugin vernommen zu werden. Sie sprach
ziemlich gut deutsch unb beburfte nur in ganz wenigen Fällen ber Hülfe bes Dol-


