Telegraphische Pepeschen,
telegr. borresponvenz, Bureau.
fru^jetttgen Tod seines mit Recht so innig geliebten Kaisers erlitten h?t 4 bCn
K?KÄÄ- »■• 5
An den Bürgermeister von Berlin.
«t* “k -L t?; ZLsL2r2 K-is^ FÄdrich Sen. m£bic,nifd,fn ®cr,t»‘ °b-r die Krankhttt des
bestrichen und diese Procedur vor jeder Anwendung der künstlichen Ernäbruno wi-d-rbott L-.der war es unvermeidlich, daß von der Durchbruchstelle des Kreb es nach d" Sve s- rohre Krebsparttkelchen an der Canüle vorbei in die kiefern Luftwege hinunk-?fiel-n in di- Lungen g-r.ekh-n und eine Entzündung derselben, di- sogenannte.Aspirations-Pneumoni-^ bervorriefen. Als em ähnlicher Zustand im Mai d. eimutreten brnfitp x-'
Sungen des hohen Patienten noch bte Kraft, die eingedrungenen gefährlichen Masst»n"mi aus-uhusten. T^esmal war der Organismus der Lunge^schon^s^se^
Xungen waren offenbar schon von der allgemeinen Carcinose ergriffen, konnten die Krebs- aussondern, und es trat die so gefährliche Entzündung dieses lebens' wh? Dr0anJ .em* Dieses neue Stadium markirte sich durch hohes Fieber beschleu- 7i,gte Athmung, kleinen, vermehrten Puls. Der lebte Rest bet nhnphin C ?UU*
Korperkräfte verzehrte sich in diesem Kampfe des Organismus gegerbte tückische "Krank?
und seit Mittwoch Abend war es den Eingeweihten klar daß der 3uftnnh hTa a c a hoffnungslos war und die baldige Auflösung bevorstehe Die AtLmuna
JÄT’ 68 ‘ «n apathischer schlaf,üchtigev Zustand -in, aus welchem d» Kais-7^ n fMnh^fpb ewige Nahrung zuführen ließ und sich mit seiner Umgebung ver
ständigte. Trotz der großen Schwäche und der zuletzt einqetretenen <5dj[nfhirfif nnh x—
Dulder noch etwa eine Stunde vor seinem Tode 3ex”aien BewußÄns^^ ?«««gewaltsam und plötzlich ausgeblasen, sondern ein allmähliches sanftes Hmuberschlummern trat ein. Die physischen und seelisch?» w-isch°n Krankheit, di- Kaiser Friedrich mit EinernH-roism!»solider öl-7ch^°'a7t^'7 waren gewiß entsetzlich genug; und doch hat ein gütiges Geschick ihn noch davor ^bemabi/ ^to™6f±nnh,QT7VOC ten?ba|en ber Krankheit dürchzumachem Sr unter den D beschen folgende Se-twnsb«.cht u--.cht von Vorstehendem in einzelnen The.len ziemlich ab> -Majestät der Kaiser und die Kaiserin weilten gestern bis wApnh
5 n ein4.»,br flen Samtllenmitgliebern bei Ihrer Majestät der Kafterin-Wittw-^in S»lob Friedrichskron. Nach 6 Uhr begaben sich Ihre Majestäten mit Vrtnr und tRrini^r H-tnrich nach dem Marmorpalais, woselbstLetztere? ,“SoMer^Mr,n SeRSESS
Der Bürgermeister Berardi, An den Bürgermeister von Berlin.
Italiens, des so oft und gert. gefebem "üfrichttgen Freundes
An den Sürgermeif.aoo^sVriin®"86™^*"'
Bürgers,He" «toüHed. %S«Än^t®^$‘.l>ie «°n,-
QT c Rico, für den Bürgermeister. .
An den Oberbürgermeister Berlins.
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— Der b’ Bürgermeister.
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„i.s.”“'!;,,1''»«;1"'.. ""L «» -
^inber geboren worden, vier Söhne und vier ^balten — acht
von den Söhnen leben noch und leder Deutsche ^eiwt ibr?^^^ Dochter und zwei , ftorbenen Söhne waren Prinz Siaismuvd der LÄ ? / Namen. Die zwei oer- |
1 als eben der österreichische Kriea a^ ÄfnbeSalter am 18. Juni 1866,
im Alter von 11 Jahren am 27. &än 1879 burrf) Wjia Waldemar, der
beute Vormittag einen Trauersalut oon’je SLu^°ab°" 8“btn
Atatiea.
folg-nd^Legramm""-» be®e^apft■^^erSg^nu,aatnnonJU^1!e Käfter Wilhelm Meines vielgeliebten Vaters mit, der Heu e Vo?mitmoft6clIc 3* den Tod Vapst antwortete durch ein Telegramm in welÄmÄr lanft entschlief." Der Mitgliedern der Kaiserlichen Familie fein tiefeslöeileid au"sspr°ach" “nb aCcn
beklag-7 hatte. Wir'wünschen Don gan ern K Sm L nie^a‘8 “« «>n zu erne so lange Regierung wie die seines nprftnrtJn«. a?1 Jun0cn Kaiser Wilhelm II.
tti-d-ich-r s°-.ti?,mm7r tteu bleib^"m°g°e"^Es" er§uݰde? K?I? '
Vertretung des Königs nach Berlin reifen“ verlautet, der Kronprinz werde in j der Unterrichtsmilttster^ d?" sich"nmh^ft?^/lomi'a'beftndet bN -^»ersttät ermächftgte ■ von Professoren und 4 Studirenden nach Serini inr^fWA, » nc Abordnung
zu entsenden, dessen Gruß anläßlich der Jubelfeier inKaiser Friedrich feinem Tode allen Italienern so "heuer gewesen ses. SoI°8na nod> ment»e Tag- vor I
und na®ml$?railahun^U6e6 Kaisers'Etebr7iE"'"^'" besuchte heute die llnioetfilöt Minder sagte die Tramr Deuftch ands fti glttLiH^^^ Weise zu gedenke.i°"7 r deutschen Studenten wurden durch die Tod-sno7ÄÄ I ble, Trauer Italiens. - Die setzt und traten die Rückreise am Dodesnachrtcht in die lebhafteste Bestürzung ver-
Ameriüa.
sch-iben^w-tt"w'°"ft-rs FrHdrich^ihr»£7iefen'"Tb-'ll"7"££ 81,6 bläßlich des Hin- Au B-fehl des Präsidenttn Clemlmd b auftraMe d-°b7£. -tustimmtgen Ausdruck. Gesandten Pendleton in Berlin dem hpi.n*» w = - r Staatssecretar Bavard den Beileid der Vereinigten Staaten Mitthettun?»? Amte von dem innigen
Maiestät des Kaisers zu erwarten stand Sri , Obwohl das Ableben Sr. Todesnachricht allgemeine Trauer kund' ^tnsbesonde^ “ dem Eintreffen der
Yorks, indem überall die Flaggen au?f)alt)maft m xCr Ätschen Colonie Rem- werden demnächst tn einer hiesigen Deutschen
geeigneten Ausdruck geben. 9 ll?rcr Dhetlnahme mit der kaiserlichen Familie
Reichst°dEm-/7 3Um' ®ie Sa'fetti<be ®erorbnun3 betreffend die Einberufung des verordnen ^G?und°'d"eS Arft^s"l°2 d7r" VeftaffÜna ^7, ß°m?u ? ?teu6en’ --- Der Reichstag wird berufen am 25 ^«ni ^^en des Reichs, was folgt:
«ttungenftra3en bin mit den zu^dieftm Zweck^^ Bor'"!
Ämfer™3^ege"ter UnfCtCt ^<bfteig=nbtobigen Unterschrift und beigedruck.em Gegeben Marmorpalais, den 16. Juni 1888.
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, gez. Wllhelm.
Berlin, 17. Juni. Die Section der sieickre 6-«;?,, -> 9gez. Fürst von Bismarck.
ÄT Schloß Friedrichskron stattgesunden ffln ber%fi,br,<bVat im Sterbe- Minister Graf Stolberg, General von WttHprfux • . n nahmen der
Aerzte Theil: Sir Mackentte ör Lovell Ilügeladjutant, sowie folgende Bardeleben, ° Bergmann?^^Virchow^^Waldemr 0r^Brom^°8"^h nbic Ä ®te Section führte Prof. Virchow aus wäbr'-nd Dr- Langerhans.
Untersuchung erforderlichen mi^ofrop^^<^en $räDarote^nf,rf,rOr, die für die
Dr. Langerhans das Protokoll führte.""Eine voll»önt>Ä «8b5ü"b Virchow's Assistent gemacht, sondern^nur die direct erkrankten Organe • ®ur^e jedoch nicht
hFbpr ^TCHb2 e “nbctcn Organe vollkommen unoer^ er-
fS vollständige Zerstörung des eehifnnfpa xenV Die Section ergab
Bronchitis d- t. Entzündung der feineren ßuftrnfn-pnnft» ^ebs, und puride faultger Substanzen. Der ganze Kehlkopf war Donfnnfmpn m Eindringens
sich als eine weiche, schlaffe Maste WnmpnHM?°Urommcn brettert und präsentirte Kehlkopfes kaum nennenswerthe R ste dem Knorpelgerüll des
eine fast zwei Fäuste große^^Ähle m?sta„den.^ ^n Stelle desKehlkopfes^^war bruch) der Speiseröhre nicht zu constatiren Dns ^^g^u war etne Perforation (Durch- Fnedrichs aufgetretene «Verschlucken", w/lches als Lebenstagen Kaiser
ausgefaßt wurde ist offenbar dadurch -u?stan en dakder KebLv7'°^^ Durchbruches des Knorpelgerüstes zedes Halles entbehrte und ,usamn»v«/rstach der Vereiterung der Zuführung flüssiger Nahrung kleine Menoen ^m^ ^'"durch mußten bei von da in die Lungen gelangen. Die von den und in den Kehlkopf
Todesursache ausgesprochene^Diagnose Lunaenläbm»«^^" Aerzten als letzte directe siattgt- Die Arbeit der Aerzte beaann um 4l/, Mr NaLmst^?"^ kbic Section be- &5»/z U^= Zum Schluß wurde über die aanre ftnnsnItf 9^ Umb bauertc bis kurz welches von sammtlichen Aerzten unterzeichnet Hundsung em Protokoll abgefaßt Protokoll beigelegt wurde. Der Hausmststfter G?af^eigentliche Sections- sofort an sich, um dasselbe den Staatsacten einmoerlechm^ 8 nabm baS Actenstück ben Had'den"LehHop1""unb ^die '^ng?'An ^Stelle Äs'«eb§^f - ° ®cction nur auf tommen vereitert zeigte, war fast eine Faust große Mbl- b fOpf 4» roc^ct sich voll, einem “uf lBefe^ des Kaisers erstatteten Berichte ^es s-?"klärte in Kaisers „Kehlkopfkrebs" gewesen sei. Die Diagnose mir ba^ ble Krankheit des
ber Knorpel des Kehlkopfes von ber Krankhe t^erari^n w? °^chwert, ba von Anfang an
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Friedenskirche eingetreten ist, geläutet, zum dritten Mm- bet Zug m bte
Kanonen gelöst sind. Nach dem erstmaligen Läuten^^n-bn,-v ü ° b° Stunde nachdem die chargen in der Jaspis-Galleri- am Fußende des Knr-.a o6ctftcn und Ob-rhvf-
unb bi. Staatäminifter treten hinter bie laboureU an tnen ?a. ^b-rstkämm-rer ber Srone Graf Stolberg, hinter dem Scexter Mavback' b n,-' I,c8cn' f>mter
Mer dem Reichsschwert Bronsari, hinter dem Rei<bski-?-'l bemn Me^SaPfeI Lucius, Schwarzen Adlers Bötticher, hinter dem Kurbut ffi der Kette des
S°kbmarschau Blumenthal eÄ mit d-m"'/^?'°°" Schol, und ende des Sarges auf, die Öeneralabjutanten Misch - unb am SoPfs
gejogeuem Degen neben ihm, auf der untersten Eskral,-M ? l« b r,e4*ä unb links mit D>- Einsegnung der Leiche erfolgt dustch Kögel unter MkiK^!. "!b ^biutanien.
Wege vom Marstall bis zur Gartenterraffe° wird ber^L^^ Geistlichkeit. Auf dem Garbe du Corps escortirt, unb bie acht Mrd- von T"’0.8'” ”,on Offizieren ber d-s Leichentuchs und bie Cordons am^ Baldachin m-^ "b'b'°"^n geführt. Die Zips-, ber Baldachin von 12 Unteroffizieren getragen «ati mnr V° ^'eutenanis gehalten, I Leichenparabe in Marsch, unmittelbar folgt bieSeiflMMt um bi W die
ki°ch° -u empfangen. Der Sarg wirb "durch die n Stammt. 6ciober SN-dens- unter Vortritt der Kammerherren und Minister mit den ^cr Lerbregimenler
Blumenthal zum Leichenwagen getragen, acht Stabsoffistei-e Un^ bes Feldmarfchalls Pferde, 4 Rltter des Schwarzen Adlers tragen die 3inM l6* bie ^ügel der
ben Baldachin und die Cordons. Die fürstlicben J Leichentuches, 18 Generale
juge, der unter Glockengelüute durch die große A^e van^^ 2^ im Reichem brAe sich bewegt. Der Sarg wird vor dem Altar n7edernpsp^İ^ ber Fr.edenS- tntt mu beiden Generaladjutanten hinter das Kopfende^ dPäE'^blnarschall Blumenthal Herrschaften sitzen dem Sarge gegenüber mit ihr™ £ \ des Sarges. Die allerhöchsten frernd-n Fürsten im Schiff d-r Kttch- mit i r-n^ Suikn M bie «»trJter'ber
letJtroiBigen Verfügung des Kaisers durch Kögel ^Wäbr-nd^ ^'^»ng erfolgt nach der werden Jnfanteri-salv-n unb 101 Kanonenschüsse gelöst b Segen» b-s Geistlichen öfÄÄK te 5‘a «ÄrSÄre
Leichenwagen der F-ldmarschall Blumenthal mit dem ", L-ibregtm-nier, hinter dem abjutanten. Alsdann folgt der Käfter der Wnlo "°bk" >h"> 2 General-
und die Leidtragenden des Köniasbaus?tt hipr^>ns^ ^demnächst Prinz Heinrich
sandten fremder Fürsten, die Gene^raladi'utanten unt-r Fürstlichkeiten, die' Abge- mächtigte Kutusoff, die nachgeborenen^ D^n»n XU^e Militärbeooll-
die Generalfeldmarschälle die SpI 8 dncn Häusern, der Reichskanzler rursL


