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Aeutschlaud.

DarmftaSt, 12 October. sH-sfifchc Staatslotterie.] Eine Offenbacher «ank- Pa,1,1 b- d-r zweiten Kammer wegen Gründung einer Hessischen Siaatsklaffen- U1" ' ^worden. Hinweisend aus di- stets wachsenden B-dürsniffe im

Staatshaushalte, die schwierige Ausgabe, dem Staate neue Einnahmequellen zu oer- schaffen, sowie auf die in anderen deutschen Bundesstaaten, wie Preußen, Sachsen, Mecklenburg, Braunschweig und Hamburg bereits bestehenden derartigen Lotterien welche diesen Staaten zusammen beiläufig jährlich 15«/, M.llionen Mark und außerdem dem Deutschen Reiche noch etwa 7V, Millionen Mark an Reichssteuern einbringen, ferner, daß solche Lotterten einem Beoürfntß der Bevölkerung entsprächen wird die -u geben er'u$f' bcr Errichtung einer solchen Lotterte in Hessen ihre Zustimmung SWetfjn® @cinc KSniglich- Hoheit her Großherzog haben

w * Actober den Dirigenten der Justifikatur der Ober-Rechnungskammer,

Rechnungsrath Ludwig Wagner auf sein Rachsucken unter Anerkennung seiner lang­jährigen treuen und ersprießlichen Dienste in den Ruhestand zu versetzen-

Q .. an demselben Tage den Revier-Polizei Commtssär Ludwig Bechl' aus Darm­stadt zum Polizei - Commissär zweiter Classe bei dem Polizetamte Darmstadt iix ernennen. 1 0

nnrn Ac/ober. Die nächste Plenarsitzung des Bundesraths, welche

voraussichtlich am künftigen Donnerstag stattfindet, wird nun wohl die Einleitung in den neuen Ärbettsabschnttt mit Zusammensetzung der Ausschüsse u. s. w. bringen Wie wir hören, wird dann wohl zunächst zu der Fertigstellung des Aibetter-Alterversorgungs- gesetzes geschritten werden. Die Vorarbeiten für das Genossenschaftsgesetz sind noch nicht so weit, um das Plenum sofort zu beschäftigen. Bezüglich der eistgedachlen 23or- laoe roerbfn ofridög letzt unsere früheren Mittheilungen bestätigt. An eine Vorlegung des Entwurfs tn doppelter Form aut Grundlage geographischer Verbände und gleich­zeitig berufsgenossenschaftlicher Organisation ist nicht zu denken. Es bleibt bei der ö°rAa0e üa5 den Beschlüssen des Bundesraths, welche sich, wie aus bundesräthlichen werden &C verlautet, im Wesentlichen den Ausschuß-Anträgen anschließen

15. October. Heute fand in der reich geschmückten Hedwigskirche die feierliche ^onsecration des neu crnannten Bischofs der beuisctnn Armee, Johannes Atzmann, durch Fürstbischof Georg Kopp und unter Assistenz des Bischofs Dr. Redner °,n Kulm und des Wethbtschofs Gleich aus Breslau statt. Unter den Ehrengästen befanb sich Cult usminister Dr. v. Goßler mit Unterstaatssecretär Nasse: den Krieas- Ester°er-rat Generallieutenant o. Grolman, Departementschef im Kriegsminiftertum. Rach der Messe hielt Fürstbischof Kopp eine Ansprache, in deren Eingang er heroorhob

,7? c:nr ncuc Bethäligung des Friedens zwischen Staat und Kirche bandle, um ein Ueberetnkommen der kirchlichen und weltlichen Obrigkeit hinsichtlich der Innung des Geweihten Gewtssenhaftigkett, Opferwilligkeit, Gehorsam und furcht- Formt h a S> bcr ^?!ba drouche, könne nur die Religion gewähren, deßhalb fer das Amt des Neugeweihten so verantwortungsvoll, aber auch so wichtig für die KXten" ^rnhe auf her Tüchtigkeit

©jpebitiön ^1^Ns?Paü'l^ik^^' '^000 für die Emin-Pafcha-

®ln Berliner Bürger hat für hie Kaiser Friedrich - Stiftung 75,000 M 1^*7* Ivie f

" Die Mackenzie'sche Broschüre über die Krankheit Kaiser Friedrich's ®£rbc' verschiedenen Städten berichtet wird, sofort nach Erscheinen am

hausen"c^O"^0 allenthalben confiscirt, so in Leipzig, Berlin, Duisburg, Ober; »c Actober sKaiser Friedrich-Stiftungs Schon bald nach dem

nm Miuel h-ttCa ftd) ;°?^che Bürger hiesiger Stadt zusammengethan,

JiSui 1 1 3 Raffen, die es ermöglichten, dem Heimgegangenen Kaiser durch eine S setze". Die Sammlung ist nun so weit gediehen, daß durch

die Vermittelung des Herrn Bierbrauereibesitzers Schrumpp gestern dem Stadtrath eine Summe von 27 915 60 übergeben werden konnte für eine Stiftung, aus deren

ÄÄ ar"Aer4aber befähigte unb sittlich würbige junge Leute zu tüchtigen Mitgliedern les Gemerbestanbes heranaebtldet werben sollen. Der Stadtrath nahm bte Stiftung dankenb an unb beschloß, ote Staatsgenehmigung hierfür einzuholen.

Telegraphische Aepeschen.

«ES tclegr. Eorresponden,. Burea«.

N^,-s;t,?^ou.'is?'a0c^ber. Im Reichsamt bes Innern finbet morgen unter dem Vorsitz ces Rhnisters v. Bötticher eine Conferenz der von ben einzelnen Bunbes- Äni-?0en cntsenbeten Delegirten statt, um über die Ausführung des Reichstags- beschlusses betreffend Oie Errichtung eines Denkmals für den verstorbenen Kaiser Wilhelm !., berathen. DenPolit. Nachr." zufolge dürfte diese Conferenz ein all­gemeines Ausschreiben vorbereiten helfen.

, - B"lin, 115. Oktober. Der Magistrat beschloß, Seine Majestät den Kaiser nach feiner Rückkehr von der Reise durch eine Deputation zu begrüßen, seiner Freude über den Verlauf der Kaiserrelsen in einer zu überreichenden Adresse Ausdruck zu geben und darin die Bereitwilligkeit der Stadt auszusprechen, einem Wunsche Sr. Majestät entsprechend, den monumentalen Brunnen nach dem Modelle des Professors Reinhold Begas zu errichten und zu unterhalten.

m ~ ftD^'Mordb. Allg. Stg?- zufolge hat das Gericht zu Mülheim a. Rh. die Beschlagnahme der Mackenzie scheu Broschüre wegen Majestätsbeleidigung ausgesprochen, worauf der Staatsanwalt zu Duisburg die Beschlagnahme anordnete.

, derttrr, 15. October. Professor Hinschius wurde an Stelle Beseler's in's Herrenhaus berufen.

durch ^os-fs7G-7hatht°L^' beS R-ctorais her hi-stg-n Unio-rsität

r, . 15C A^ober.^ Der Zollanschluß von Hamburg und Altona vollzog

sich in aller Ee und ohne Stoiung. Die Reoisionsgeschäfte Seitens der Zollbeamten gehen in der coulantesten Weise von Statten, so daß die Eröffnung des freien Ver- rehrs voraussichtlich am kommenden Donnerstag stattfinden dürfte. An der Börse wurde des wichtigen Ereignisses von berufenster Sciie gedacht. Der Präsident der Handelskammer erschien, umgeben von den Mitgliedern und ben Secretären der Handelskammer, an der Brüstung der Gallerte des Hauptsaales und hielt eine An- an bas Borsenpublikum, in welcher er an bie Vollenbung ber wirthschaftlichen

«"t 9tci<?-f b,urc6 den Zollanfchluß Hamburgs unb Bremens IrinneUc.

Sie amanglichen Besorgnisse seien zerttreut worden durch bie Art und Weise, in der h ^""üefunden habe. Der geschaffene Freihasen und die herrlichen An- den Stolz Hamburgs unb gereichten dem Deutschen Reiche zur Ehre.

Sm SunhPdrnfh ß ^hrs .^cses Zieles gebühre in erster Linie ber Reichsregterung^ dem Reichstage für ben Zuschuß des Reiches, alsdann aber dem

Senat, der Bürgerschaft, den Mitgliedern ber Vollzugs- und Anschluß-Commissionen h Der Präsident schloß mit dem Ausdruck der Hostnun7und ^c^zeugung, daß Hamburgs Handel und Industrie auch unter ben neuen Verhält- werbe kine ökllun^^^Äh" L" gedeihen und baß Hamburg im Staube sein

werde, seine Stellung im Welthandel zu behaupten zum eigenen Segen, zum Rußen und Frommen des deutschen Reiches.Hamburgs Handel lebe hoch!" Mit einem »l^wvrtete bas Börsenpublikum. DieHamburgisch^ Borsenhalle fußt diesem Bericht hinzu, der Präsident Mestern habe in seiner Rebe ^^ Körperschaft nicht gebenken können, nämlich der Handelskammer selbst; zweifellos werben & sachverständige bestimmende Mitwirkung allseitig Dank gezollt

| O^ober. Die l^öffnungsvorstellung im neuen vurgtheater ist ant

! ^sW^ndste verlausen. Der Kaiser und die kaiserliche Familie die anwesend^ Furstlichketien, der Hosltaat, die Minister Graf Kalnoky, Graf Taaffe und Gautsch der GenercUintendant, der Erbauer des Theaters, Freiherr v AaSaurr

I ?"»,^^okratie, des diplomatischen Corps, viele Staatswürdenträaer viele fkriermobn^n^h^ff 0 rf1C rahlreiche auswärtige Jntendantfn, Directoren und^Schris!- steller wohnten der Eröffnungsfeier bei. Als in dem Prolog Sonnentbal dem Kaiser btn Äaik?nLaShM^h' M das Publikum und brach in stürmische Hochrufe auf ht U6, ?h elbi9u°atton, nur noch begeisterter, fand zum Schlüsse des Proloas nhmnnJn ^^"5 ^^^clten Mitglieder der Hosbüdne die Volkshymne

Verneiaen hu/ Mitglieder des Kaiserhauses dankten wiedeiholt durch

MHnn nn8r Feftftimmung hielt dis zum Schluß der Vo^ st-llun» °n Die SchMH-rt he8 HaufeS erregte allgemeine Bewunderung hf, K er; DasPrager Abendblatt" berichtet aus Wien, daß durch

die Ernennung ^chonborn s zum Zustizminifter die vagen Hoffnungen der Opposition ° nichm tin" auogefetzt^gew-stn^g^ndüch

9H« gntnift.! etn nc8 3«d)en des Vertrauens der Krone erhaltest

Als a/itnlfter werde Schonborn oor Allem die Psttchten feines Amtes im Auae bnbm h,n,bale,',enf^rnr.,n,?Un0Kbtroe,feor All-M. daß ber °sterte?chi'cheStaä7gkfannen >7

C ^lcer "^t preisgeben dürfe. Es handle sich darum der bis-

n ?c^tl0fnl ö" geben, die extremen Elemente zurückzudrängen'. Und c8 muije zu klarer Ueberzeugung kommen, daß Oesterreich sich selber angedören und auf confernattDer Grundlage bte Traditionen seiner ^ergangenbeit müVknb \n bieiTm^in^1' Uhb ^^pkUchtungen sich unbedingter Achtung erfreuen vusem Sinne werde auch Schonborn die Pflichten seines Amtes erfüllen- Parteien!"" Mc 8ki1,c Gerechtigkeit geübt werden gegen alle Nationalitäten, alle den Eingängen 'der DepEenk^mm^s2i?sn Bourbon

Mauerauichläge, welche die Worte:Nieder^^mil den^ DiebeneLu n Dst e An" chlage wurden poltz-ilich entfernt. DerZempä" behauptet, da« Anhe -n der Plalme fei oon einem boulongtftifdjen Blatte bewirkt worden. 5 1 n oer 4ilaIalc

er. ,r v*/ October. Deputirtenkammer. Bei Vorlegung bes Verfanunas- Sb?, mntrrf\e'n?tte Confetl-Präsident Floqaet, er haste ?s für notbrourbig' bUr? b ^or agen den berechtigten Wünschen des Landes zu genügen. Die Revubl?k werde außerhalb ber Discussion bleiben, denn tiefe sei selbst eine Form des allgemeinen Stimmrechts, wahrend bet der Monarchie an unb für sich von demselben keine Rede E nrichwnaen^i^t^lpruch auf der Rechten.) Es handle sich darum, bie republikanischen

Tx? Un0en " 4 zerstören, sonbern zu verbessern; man müsse ber Republik Watten k^ihen gegen alle Versuche einer royalistischen oder diktatorischen Restauration. Rach- dem der Mmtsterprasibent darauf unter dem Beifall ber Linken den Gesetzentwurf

Verweisung desselben an die Commission, welche be­reits mit der Prusung ähnlicher Entwürfe betraut gewesen sei. Andrieur uerlanate die 'Kommission. Floquet erklärte sich dan.it einverstanden^ oer- Ätz ohnk'ZwM-nfkllBe fUt bdn81i* evfIärt ""de. - Di- Sitzung d-s Senats [C , 15. October. Der Kriegsminister befchloß, daß lutünftla kein frembtr

genommen ntnb!" militärischen Bilbungsanstalt-n noch in bre Regimenter auf. Garte^OustL^nb n?hm späL S^^gV^g^n*"*3 Sp°'"rrlll im October. Da das gestern eingetrelene Regenwettkr anbauert, so un erblteb heute bie Tivolt-^ahrt. Weitere Bestimmungen betreffs ber heutigen Unter­nehmungen bes Kaisers würben angesichts der schlechten Witterung nicht gehoffen Unterredung^ Pt * ' Vormittag mit dem Grafen Bismarck eine längere 1=* £c.!obrfr;. Des Nachmittags um 4 Uhr besuchte Kaiser Wilhelm in 8h nne^ SlU9«IabjuUnten das Colosseum und den palatinischen Hügel. Wahrend dessen trat heftiger Regen ein, sodaß der Kaiser, statt wie bet bei Herfahrt offenen Hofwagen zur Rückfahrt nach bem Quirinal Abenbs 6 Uhr einen ge- hMpr tDalro?ÄCn bcnu?te* Von ber Bevölkerung würben bem Gast auch bei dieser Ausfahrt Hulbigungen dargebracht.

Lokales.

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October. In Ergänzung unseres gestrigen Berichtes über bie S>tiftun9sreier ber Gewerbebank theilen wir nachstehend den Wortlaut ber «i*ten°ttt 3iamcnS ber G-m-rb-bank Herrn Haustein übet,

Frifr ihres dreißigjährigen Bestehens widmet die Gewerbebank iu ©lefeen, eingetragene Genossenschaft, Herrn I. Hanstein zu Gießen dem derzeitigen Vorsitzenden ihres Aufsichtsrathes, in dankbarer Anerkennung seines unablässigen pflichttreuen und erfolgreichen Wirkens für die Aufgaben Gedenktafel. Herr I. Haustein hat als Mitglied der .Mitglied unb Vorsitzender des Aufsichtsrathes durch Jahr- V? c-e ersprießliche Thätigkeit der Bank unterstützt und geleitet.

§ 6 nbie. Forderung ihres Wohles im Auge. Er hat an ?(6mieHn?nUä H ®rflarfc? ber Genossenschaft aus kleinen Anfänaen unb i^mierigen Zeiten heraus wesentlichen Amheil. Ihm zum herzliches Danke und Ihre Chmipr T dApiel ist bte Wibmung btefer Gebenktasel

?aucr1Ilbe Aufstellung im Srtzungssaale bes Aufsichtsrathes beschlossen. Änhben<m13- October 1888. Gewerbebank zu Gießen, e. ® Der « P^0nCA' ^^?cr. Vogt, Controleur. Schultheis, Stellvertreter A8 »CT 2l* Vetri, stellvertretender Vorsitzender.

Rk>'ls^ Pn 3uliuS Hoch. Chr. Leo. Carl Loos. August

®u^tnfdS$eU Äet tt Ä.®d,0P&ad, WI- U6L * auW6nm9®XXtittbenbet ®rÜ6ltocn ®rucferei in 6efannter meisterhafter m Schlüsse seiner Begrüßungsrede gedachte Herr Hanstein des mächtigen

ArÄt ^Sr Maie^^d^^n des Förderers deutschen Fleißes unb deutscher

?? -t^caiestat des Kaisers, sowie auch unseres Lanbesherrn, Sr. ftönial Hoheit °us bi°'--b°n ein Hoch aus,

Gießen, 16. October. Aus Darmstabt wirb uns soeben telegraphisch ge-' melbet, baß ber Lanbgraf von Hessen auf ber Fahrt von Batavia nach Singapore kurz vor letzterer Stabt über Borb gefallen sei unb seinen Tob gefunden habe.

Gießen, 16. October. Tagesordnung für bie Stadtverordneten-Sitzuna am Donnerstag l>ett 18. Oetober 1888, Nachmittags 4 Uhr. ® 8 m

9 ro^fdKn S?rci? wr öffentliche Gesunbhettspflege betreffend

2. Die Rechnung ber Armenkaffe pro 1887/88

3. Desgleichen ber Plockischen Stiftung.

4. Rechnung über das am 9. August 1888 abgehalten- Jug-nds-st,

ß ^^bergcr Söhne gegen die Stabt Gießen,

A-r^apfwstthfchaf? Um Gr,6edun9 der Concefsion zum Betrieb. Desgleichen des Heinrich Reh dahier.

Die gärtnerische Ausführung ber Reststrecke ber Ostanlage.

bes Zugangs zum Stabtbach am Kanzletberg.

Pflasterung bes Gäßchens nach ber ehemaligen Superintendentur. Erbauung eines Schlachthauses. *

Die Bahnhofstraße.

Die Schottstraße.

Erweiterung bes Friebhofs.

München, 15. October. Die deutsch-nationale Kuustaewkrbe-Anss^ss,.«^ m Vorsitzenbe gedachte ferner in warmen Worten der Verdienste der an der

Seute Nachmittag 4 Uhr durch dm Minister d-s ^nern g-fchlofs-n worden/ I U und «SWSÄÄÄ