Einzelbild herunterladen

Allgemeiner Anzeiger.

UniverfitätS - Chronik.

Der bisherige außerordentliche Professor Georg Rüge in Heidelberg ist zum ordentlichen Professor der Anatomie an der städtischen Universität Amsterdam ernannt worben.

SchiffSnachrLchten.

Bremen, 13.October. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Saale, Capttan H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in ' Bremen, welcher am 3 October von Bremen und am 4. October von Southampton abgegangen war ist gestern 2 Ubr Nachmittags wohlbehalten in Newark angekommen. '

Vermischtes.

. = Frankfurt, 15. October. Am 27. October wird im Hotel Drexel hicrseibst

der Anwalts tag des Oberlandesgerichts Frankfurt abgehallen.

Am H-sfendenkmal gab es voroergangene Nacht eine ordentliche Schlägerei zwilchen einer Anzahl lunger Leute, die sich gegenseitig angerempelt hatten. Der Skandal nahm eine solche Ausdehnung an, daß die Kämpfenden mit blanker Waffe auseinander- getrieben werden mußten. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.

u' cel"er Backsteinfabrik am Friedhof wurde ein Mann todt aufgefunden. Der Unselrge halte sich auf den warmen Ofen gelegt und ist vermuthlich durch die demselben entströmenden Gase erstickt. w

- Zufuhr von Llepfeln nach unserer Stadt ist geradezu fabelhaft.

Heute Morgen standen auf der Friedberger Landstraße ca. 50 Wagen mit Kelterobst, fck alle über die am Friedberger Thor befindliche städtische Waage in die Stadt wollten' Ebenso war es am L>amslag. Kein Wunder, daß da der Aepfelwein billig ist und heute sogar schon der SchoppenSüßer" undRauscher" zu 8 Pfg. abgegeben wird der Anwesenheit des Kaisers Wilhelm beschloß die römische Munictpalikat alle letzt im städtischen Leihamte in Rom verfallenen Pfänder bis zu 3 Lrre den Inhabern unentgeltlich zurückzugeben.

Gingesandt.

ar ey rr ~ _. c , .' Ä Gießen, 16. October.

Am verflossenen Samstag feierte derKaufmännische Verein" im festlich decorirten Saale des CafS Leib sein 15. Stiftungsfest, verbunden mit Concert Theater und Ball. Dem ganzen Arrangement und Wohlgeltngen des Festes konnte man schon anseben, daß der Kaufmännische Verein unter dem Präsidium des Herrn Edmund Wetter seinen alten Glanzpunkt wieder eingenommen hat.

m Mit dem Stiftungsfestmarsch von Krauße begann das Fest, welchem sich noch ZEyrere Eoncertpten und zwei Theaterstücke (Ein neuer Hausarzt" undDas , StanwtleS') anrethten. Die Aufführung dieser beiden Lustspiele war wirrucy vortrefflich zu nennen und ernteten Spielerinnen wie Spieler reichen Beifall, mm r ^gann das Tanzvergnügen, welches sämmtliche Theilnehmer bis

'Ikeit - °^en zusammenhielt und trennten sich dieselben mit dem vollsten frnA.r m n SttflungSsest des Kaufmännifchen Vereins in recht würdiger und sroyer Weise gefeiert zu haben.

dieses, welcher seit längerer Zeit einem Vergnügen des Kaufmännischen ^retns nicht beigewohnt hatte, war von der ganzen Festlichkeit sehr überrascht und der Kaufmännische Verein unter den vielen Vereinen junger »^Er Stadt die Hauptstelle einnimmt. Seine Vereinsabende hat der Verein (Bavaria) alle Dienstag und Freitag, woselbst jedem Mitgliede Gelegenheit geboten ist, die aufliegenden Zeitschriften und Bücher zu lesen. Der Verein besitzt außerdem noch eine Bibliothek, welche viele Hunderte Bände zählt und theils aus kaufmännischen sowie anderen wissenschaftlichen Werken besteht.

Bedenkt man, daß man dies Alles für einen jährlichen Beitrag von nur 6 JL ^4 " bekommt, so möchte doch an die verebrlichen Herren Prinzipale die Bitte zu richten sein, dem Vereine als unterstützende Mitglieder beizutreten und ihre jungen ^eute ebenfalls dazu aufzuiordern, denn es gilt ja nicht Einem, sondern zum Wohle des ganzen Kaufmannsstandes.

Ein unterstützendes Mitglied.

Laudwirthscbaftliche Nachricht«».

(Nachdruck verboten.)

r k nicht immer behaupten, daß diejenigen Einmachebüchsen die besten

sind, welche verlothet werden müssen. Wir können die Hausfrauen darüber trösten ^;rff1°eSrn,^,arl andere Buchsen mit genügend luftdichtem Verschlüsse denselben Werth haben. Solche Buchsen kommen natürlich hauptsächlich da in Betracht, wo ein Spengler schwer zu erlangen ist, wie häufig auf dem Lande. Also sorgfältiger Ver­schluß thut auch ohne Lothung seine Schuldigkeit. ü

. r . ~ ^Aufbewahrung des Obstes.^ Beim Einernten des Obstes empfiehlt es sich, sogleich zwei Abtheilungen zu machen, indem man alle angestochenen Stücke sorgfältig von den vollkommen guten scheidet. Das weniger gute Obst wird dann zunächst ver­wendet, da es sich am wenigsten hält. Die guten Früchte dagegen eignen sich zur Auf­bewahrung, wenn man sie noch einige Zeit in luftigen, gegen Feuchtigkeit geschützten Raumen nicht zu hoch aufschuttet, damit sie noch etwas von dem überflüssigen Wasser verlieren. Erst dann bringt man das nun möglichst dauerhafte Obst in die eigent- lichen Raume zur Aufbewahrung. Uebrigens darf man graue Reinetten nicht so behandeln, da sie zu viel Wasser verlieren nnd dadurch zu sehr einschrumpfen.

Herrn Haustein durch das gestern mttgetheilte Schreiben auszeichnete, leider aber eoenfalls an der Feier lheilzunehmen verhindert war, wurde ein Hoch ausgebracht.

Gießen, 16. October. Zu Ehren des Herrn Provinzialdirectors Freiherrn v. Gagern findet am Sonntag den 21. October im Easinosaale zu Worms ein Abschiedsessen statt.

3« unter gestrigen Mittheilung, betr. die Synodalwahlen, tragen wir heute ergänzend nach, daß ferner gewählt wurden in den Decanats-Ausschuß die Herren Bürgermeister Bruckel-Lang-Göns, FabrikantI. Hanstetn-Gießen, Pfarrer Klotz- Hausen; als Stellvertreter die Herren Pfarrer Scrida-Alten-Buseck und Oeconom Carl GeißlerLollar.

r. 16. October. Die auf Donnerstag Abend vorgesehene Theater-Vor­

stellungDesdomenas Taschentuch" findet bereits am Mittwoch Abend statt, da der arct5, af6 Lnb anL Donnerstag Abend dem Verein der deutsch-freisinnigen Partei zur Abhaltung einer Gedächtnißfeter an weiland Kaiser Friedrich III. überlassen worden ist.

Damencursus in Gabelsberger'scher Stenographie beginnt, wie unsere geschätzten Leserinnen aus dem Jnseratentheil unseres Blattes entnehmen können, am 24. October. Der Unterricht findet, wie uns mttgethetlt wird, bis Weihnachten nur einmal wöchentlich statt.

, . Gießen, 16. October. Das hiesige Schlachthaus hat mit dem gestrigen Tage fein erstes Betriebsfahr zurückgelegt. Es wurden in diesem Zeitraum im Ganzen nicht hCqÄ geschlachtet, darunter 1143 Ochsen, 133 Fasset und Kahe,

J ?. «y$r' 90JPferbe, 5962 Hämmel und Kälber und 6194 Schwerne. 20 Ochsen, 4 Kühe, 11 Rinder, 1 Kalb, 3 Pferde und 9 Schweine wurden nach dem Schlachten krank und daher entweder ungenießbar oder nicht ladenrein befunden.

Gießen, 16. October. Am 14. d. M., Nachts nach 11 Uhr, fand zu Allen - Dorf a. ö. Lahn eine Keilerei zwischen verschiedenen jungen Burschen statt, wobei das Messer eine große Rolle spielte. Es gab mehrere schwer Verletzte, darunter einer mit fünf Stichen im Kopfe. Die Attentäter wurden durch die Gendarmerie ermittelt und durfte es noch ein Nachspiel vor dem Strafrichter geben.

Handel und Verkehr.

,, n October. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, pr. Psd.

0.85-0,95, Hühnereier, 1 St. 7- 2 et 13-00 Enteneier 0- H Gänse­

eier 000 Käse pr St. 47 Käsematte pr. St 3 X Erbsen pr Liter 17 H Linsen pr. Liter 30 Tauben pr. Paar JL 0,400,60, Hühner pr. (5t. 0 901 6o Hahnen pr. St. JL 0,901,10, Enten pr. St. JL 1,301,70, Ochsenfleisch pr Vfd.

«7 Schweinefleisch 50-60 H, Hammelfleisch 5464 Kalbfleisch 4046 Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 4,507^0 Zwiebeln per Gentner X 4,00-5,00, Milch pr. Liter 12-18 Weißkraut pr. St 8

m ^ra?ufJ ^..October. lViehmarkt). Angetrieben waren 422 Öchsen, 25. Bullen. 595 Kühe, Strere und Rinder, 335 Kälber, 260 Hämmel, 617 Schweine Dre Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 62-65, 2. Qual. 5457, Bullen 1. Qual. 4042, 2. Qual JL 3739, Kübe Stiere und Rinder 1 Qual. JL 50-54, 2. Qual. JL 42-46, halber 1. Quasi pro Pfund Schlachtgewicht 58-60 J,, 2. Qual. 50-54 4, Hämmel 1. Oual 6v-- L 2 Qual. 58 u

t October. (Getreidemarkt). Weizen hiesiger JL 18,0018,25,

frember JL 19,5022,75, Roggen hiesiger JL 16/ 016,25. fremder JL 00,00-00 00 berste, Brauerwaare ^ 16.00-21,00, do- zu Mahlzwecken JL 12, Hafer 00-13,00 hiesiger JL 14,5015,00, fremder JL 00,00-00,00. ' *

Bekanntmachung.

Für das Großh. akademische Hospital soll pro 1888/89 die Lieferung von:

10 Ctr. untererd. Kohlraben,

2 obererd. Kohlraben,

10 Zwiebeln,

1 rothe Mben,

4 weiße Rüben,

10 gelbe Rüben,

500 St. Weißkraut,

100 Rothkraut,

400 Wirsing,

350 Lauch,

250 Sellerie auf dem Wege der Submission ver­geben werden.

Lieferungsbedingungen können an den Wochentagen, Nachmittags von 35 Uhr, auf dem Verwaltungs­bureau eingesehen werden.

Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 20 d. Mts., Vormittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben.

Gießen, den 16. October 1888.

Gr. Direction des akadem. Hospitals.

Riege.l. 8321

Strickwolle

prima Qualität

empfehlen billigst

Greechw. Heerz, 7609 Neuenweg 7. 1

---Flaschen-Bter.

Empfehle einem verehrlichen Publikum

Prima Export hier, hellfarbig, ä Flasche 23 H, Prima Exportbier, dunkelfarbig, 25

Prima Eagerbier, hellfarbig, 18

aus der Actienbrauerei Giessen.

Bei Abnahme mehrerer Flaschen liefere ich frei in's Haus.

Georg Hebstreit,

6245 Schloßgaffe 7.

ton Auiontateu empiohlen und seit20 Jahren bewährt.

As Malz-Extract

f L.t3Ö lJAll ILvl Catarrh , Athemnoth etc.

e Cßvu Eisen-Malz-Extract bei ES und Y tjsch6 Chinin - Malz - Extractfür n'wachc

I IfalV MdI? I7vfr tur knochenschwache OB1* , iAäL ' Kinder u. Lungenleidende.

' Leberthran-Malz-Extract Personen.

Zu haben in allen Apotheken, wobei stct( co zu verlangen: von Ed. Löflund, Stuttgart. 00

Die

Modellhüte

sowie 8082

sämmtliche Neuheiten der Herbst- u. Minter-Saison

find eingetroffen. zl. JPmfcfjmteim»

| Dienstag den 23. Brtober,

Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dem hiesigen Onsgericht die den

Erben der Daniel Weißmüller Ehe­leuten in Gießen gehörige Hofraithe:

Flur I Nr. 330 81 Meter in der Katharinengasse

einer einmaligen freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden-

Gießen, 16. October 1888.

Großh. Ortsgericht Gießen.

I- V.:

Vogt, Ortsgerichtsmann- 8332

Aeilgeöotenes.

Bitte lesen.

In einer lebhaften UniverfitütS» und Garnisonstadt Heffen's steht in feinst. Lage ein großes, noch neues

Wohnhaus mit Garten

zum Betriebe einer feinen Ochsen- und Schweinemetzgerei

geeign., sehr preisw. b. gering. Anzahlg. zu verkaufen. In dem betreff, verkebrs- rerchsten Stadttbefle ist die Anlage einer Metzgerei ein Bedürfniß, weil bis jetzt keme vorbanden. - Anfragen sende man sub H 65379 an Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M. 8299

Feinste

Toilette- u. Haushaltungs-

Seifen

in großer Auswahl bei 8302

' Otto Schaaf,