Deutschland.
Berlin 14. Januar. £)er ftaifer arbeitete gestern bis 83/< Uhr Abends, nahm tarnt den Thee und ging zu Bett. Der Schlaf war gut. Prinz Wilhelm, welcher gestern Nachmittag im Auswärtigen Amt und im Finanzministerium geatbettet hatte, Hottete dem Kaiser um 51/e Uhr einen Besuch ab.
Berlin, 14. Januar. Der Kaiser stand um zehn Uhr auf und hörte mehrere kürzere Vorträge .sowie einen längeren Vortrag Wilmowski's.^ Abends findet eine kleine Theegesellschaft, morgen ein Familiendiner bei den Majestäten statt. — Die Abhaltung des Kapitels des Schwarzen Adlerordens ist bis auf Weiteres verschoben worden. c
— Eröffnung deS preußischen Landtags. Nach beendetem Gottesdienste rm Dom und der katholischen Hedwigskirche fand Mittags 12 Uhr im weißen Saale des Schlosses die Eröffnung des Landtags statt. Die Tribünen waren nur mäßig besucht, Hof- und Diplomatenloge blieben völlig leer. Im Saale waren etwa 150 Mitglieder beider Häuser erschienen. Gleich nach 12 Uhr traten die Minister paarweise ein und stellten sich nach der Anciennetät auf. Zur Linken des verhüllten Königsthrones verlas der Vicepräsident des Staatsministeriums v. Putlkamer die Eröffnungsrede, welche bei der Schilderung der günstigen Finanzlage, bei Verheißung der Erleichterung der (Kommunal- und Schullasten von lautern Beifall begleitet war. Nach Verlesung derselben brachte der Herzog von Ratibor, Präsident des Herrenhauses ein dreifaches Hoch auf Se. Majestät den Kaiser aus.
Berlin, 14. Januar. Das Herrenhaus sowie das Abgeordnetenhaus beschlossen in der heutigen ersten Sitzung die Absendung von Telegrammen an Se. König!. Hoheit den Kronprinzen, welche die innigste aufrichtigste Theilnahme und die feste Hoffnung aussprechen, den Kronprinzen baldigst genesen und in die Heimath zurückkehren zu sehen.
Das Herrenhaus wählte zum Prästdenten den Herzog von Ratibor, Herrn von Richow-Plessow zum ersten und Herrn Ober-Bürgermeister Miquel von Frankfurt a. M. zum zweiten Viceprästdenten.
Die Präsidentenwahl der Abgeordnetenhauses findet am Montag statt.
Nächste Sitzung des Herrenhauses Montag 12 Uhr Mittags. Tagesordnung: Geschäftliche Mittheilungen.
Straßburg i. E., 14. Januar. Der Landesausschuß von Elsaß - Lothringen . Ist durch kailerliche Verordnung auf den 26. d. M. einberufen.
Hestcrreich.
Wien, 14. Januar. Das „Fremdenblatt" konstatirt auf Grund vorliegender russischer Zeitungsstimmen, daß die in verschiedenen Blättern aufgetauchte Idee, mit der Entfernung des Prinzen Ferdinand aus Bulgarien sei die Entwirrung der bulgarischen Schwierigkeiten in Angriff zu nehmen, in den russischen Blättern keine unbedingte Zustimmung finde; vielmehr werde in Petersburger Organen der Annahme entgegen getreten , daß damit allein irgend ein die öffentliche Meinung Rußlands beruhigendes Resultat erzielt werden könne.
Arankreich.
Pari-, 15. Januar. Der „Temps" fordert die Regierung auf, bei der morgenden Berathung der Interpellation Lamarzelle über das Verhalten des Pariser Gemeinderaths während der jüngsten Präsidentschafts-Krisis die Uebergriffe des Gemeindsraths auf das Entschiedenste zurückzuweisen.
Italien.
Nom, 14. Januar. Der Papst verlieh dem Grasen Brühl - Pförten das Großkreuz des Piusordens, dem Abgesandten des Königs von Sachsen das Großkreuz des Gregorsordens und dem Abgesandten des Königs von Württemberg das Commandeurkreuz des Piusordens.
Rom, 15. Januar. Heute hat hier die feierliche Heiligsprechung der 7 Gründer des Seroitenordens und der Jesuitenpatres Peter Claver, Johann Berchmans und Alphons Rodriguez stattgefunden.
Belgien.
Brüssel, 14. Januar. Das „Mouvement göographique" veröffentlicht ein Telegramm Schweinfurth's aus Eairo, worin derselbe die Meldung eines Blattes, daß er von Stanley Nachrichten erhalten habe, für unrichtig erklärt,
Rußland.
Petersburg, 14. Januar. Ter Kaiser hielt beim Neujahrsempfang keine Ansprache. Er unterhielt sich beim Empfange der Diplomaten huldvollst mit einzelnen Persönlichkeiten, unter Anderen längere Zeit mit dem deutschen Botschafter t. Schweinitz.
Petersburg, 15. Januar. Das „Journal de St. Pötersbourg" sagt, das Programm des Ftnanzministers Wischnegradski bestätige nochmals nicht allein die loyalen friedlichen Absichten der Regierung, sondern auch ihr Vertrauen darauf, daß ber Friede auf lange Zeit erhalten werden könne, wenn die Integrität, die Würde, die Ehre und die Interessen Rußlands geschützt würden. Ohne Zweifel könne keine Regierung für die Aufrechthaltung des Friedens auf bestimmte Zeit eine absolute Garantie gewährleisten; dieser Vorbehalt sei vollständig natürlich. Bis jetzt habe die kaiserliche Regierung stets ihre Politik des Friedens unter Bedingungen bethätigt und ausgesprochen, deren Wichtigkeit Niemand habe entgehen können. Es habe das auch den besten Eindruck auf das Ausland gemacht. Zu wünschen sei daher, daß die auswärtigen Zeitungen und deren Leser nicht weiterhin die Opfer alarmirender und spekulativer Erfindungen würden.
Bulgarien.
Sofia, 14. Januar. Bei dem gestrigen Neujahrsempfange erwiderte Prinz Ferdinand auf die Glückwünsche des Ministerraths: Die Regierung könne sich zu den erreichten Resultaten beglückwünschen; die nationale Existenz habe ihre definitive Stellung wiedergefunden und die Bevölkerung die gewohnte Beschäftigung wieder aufgenommen im Vertrauen auf das Kabinet und dessen festen Patriotismus. Die Armee fühle sich stark, um allen Eventualitäten der Zukunft zu begegnen; er (der Prinz) sei mit seinem Denken und Fühlen Bulgare geworden. So hätte das Land mit Gottes Hilfe ein neues schönes Blatt seiner Geschichte hinzugefügt. Auf die Glückwünsche der Armee antwortete der Prinz: Gebunden durch einen heiligen Eid, werde er seine Sache niemals von derjenigen Bulgariens trennen; mit einer Armee, wie der bulgarischen, könne man Alles wagen, ihre glorreiche Vergangenheit sei eine Garantie für künftige Erfolge; wenn er im laufenden Jahre gezwungen sein sollte, bas Schwert zu ziehen, würde die bulgarische Armee unter der Führung ihres Fürsten der Welt zeigen, daß die Bulgaren zu sterben wissen für die Ehre ihrer Fahne und die Vertheidigung des Vaterlandes. Abends fand ein großes Diner im Palais statt.
8 o k 6 l e H.
Gießen, 16. Januar. (Feier des 50jährigen Bestehens der Handwerkerschule.) In den Zcichensälen des Schulhauses am Asterweg waren gestern und vorgestern die Zeichnungen und Modellirarbeiten dermaliger und früherer Schüler der hiesigen Handwerkerschule ausgestellt und lohnte sich ein Besuch dieser Ausstellung schon um deßwillen, weil in derselben Gelegenheit gegeben war, namentlich Arbeiten früherer Schüler, die in den Kreisen der Industriellen, Künstler und Handwerker heute eine hervorragende Stellung einnehmen, kennen zu lernen. Die Ausstellung war denn auch, soweit es der zur Verfügung stehende Raum gestattete, eine sehr mannigfaltige. Fast alle Berufsklaffen (und welcher Beruf fordert heut zu Tage nicht Kenntniß des Zeichnens als Ausdruck des in ihm gesuchten Sinnes für Formenschönheit?) waren vertreten.
Konnten auch nicht alle ausgestellten Arbeiten das Prädikat vorzüglich beanspruchen, so muß doch com'tatirt werden, daß mit Lust und Liebe und mit bestem Können an ihnen gearbeitet worden. Schüler, die oft stundenweit vom Lande hereinkommm. haben Arbeiten geliefert, die die Aussicht gestatten, daß auch auf dem Lande sich ein Handwerkerstand heranbildet, auf welchen man stolz fein kann. Gerade in Bezug auf die Frequenz der Zeichenschule Seitens der ländlichen Handwerkslehrlinge und Gesellen und die von denselben gefertigten Arbeiten konnte man die Wahrnehmung nicht unterdrücken, daß der Procentsatz derselben gegenüber den Schülern aus der Stadt ein besonders hoher ist, daß gerade auf dem Lande verhältnißmäßig mehr Lust und Liebe zum gewerblichen Fortbilden durch Theilnahme an gutem Unterricht vorhanden, als in der Stadt, woselbst die jungen Leute mehr von allerhand Tändeleien und Vergnügungen, die ihrem Alter nicht angepaßt sind, in Anspruch genommen werden resp. sich diesen mehr hingeben als auf dem Lande. Möchte auch dieses Mtßverhaltniß sich zum Besten wenden.
Dieser gewissermaßen als Vorfeier des Jubiläums geltenden Ausstellung folgte am Nachmittage des gestrigen Sonntags die eigentliche Feier, welche im Saale auf Lony's Bierkcller stattfand. Der Saal vermochte die Erschienenen, unter welchen sich als Eingeladene die Vertreter der verschiedenen Behörden, der Landesuniversität, der Stadtoorstand u. s. w. befanden, kaum zu fassen, als nach 4 Uhr Herr Geh. Baurath Prof. Dr. v. Ritgen die Festlichkeit eröffnete und Namens des Gewerbevereins die Anwesenden bewillkommnete. Herr Geh. Baurath Prof. v. Ritgen gab in seiner Einleitung einen Ueberblick über das Entstehen der Handwerkerschule, an deren Gründung er vor 50 Jahren mitgeholfen, an welcher er, als der damals einer kleinen Schülerzahl vorstehende Lehrer die Arbeit allein nicht bewältigen konnte, thätig mit eingriff und durch mehrere Jahre .selbst mit als Lehrer fungirte. Heute noch, in seinem hohen Aller, sei ihm die Sache an's Herz gewachsen, zumal wenn er den damaligen Stand derselben sich vergegenwärtige mit dem heutigen. Heute zähle die Schule 5 Lehrer und zwischen 330—340 Schüler. Ein das Bestreben und das Wirken der Handwerkerschule in hohem Grade ehrendes Schreiben des Herrn Rectors der Landesuniversität, welches Redner verlas und das in dem Wunsche gipfelte, daß auch in Zukunft tüchtige Handwerker ans der Schule hervorgehen möchten, denn Handwerk habe goldenen Boden, gab Herrn Geh. Baurath v. Ritgen Gelegenheit, in Bezug auf den letzteren Satz einige Episoden aus seinem Leben oorzuführen, welche denselben rechtfertigten. Mit einer an die Schüler gerichteten Ansprache, in welcher dieselben aufgefordert wurden, sich alle Tugenden einer tüchtigen Handwerkerstandes anzueignen, nicht zu erlahmen, wenn ihnen das Glück auch nicht immer lächele und mit dem Wunsche, daß Alle Zufriedenheit finden möchten mit der Arbeit, die sie selbst geleistet, gab Herr o. Ritgen Herrn Professor vr. Buchner das Wort zur Festrede.
Herr Professor vr. Buchner führte aus, daß der einzelne Mensch, der auf eine Lebenszeit von 50 Jahren zurückblicke, damit auch den besten Theil seines Lebens überschaue, in dem er die Hoffnung seiner Jugend feste Gestalt annebmeii sah. Anders fei dies bei einer Gesellschaft von Menschen, für welche eine Periode von 50 Jahren noch lange nicht das Ende der Jugendzeit fei, in welcher es aber auch nicht an Irrungen und Täuschungen fehle, die man ganz wohl mit den Kinderkrankheiten vergleichen könne. Wohl der Gesellschaft, die sie im kräftigen Ringen zu überwältigen weiß, im anderen Falle folge unrettbar der Tod. Auch der Handwerkerschule gezieme es, Rückschau am Schlüsse ihres ersten 50jährigen Bestehens zu halten, und wenn dieser Anstalt auch nicht immer Heller Sonnenschein erglänzte, wenn auch sie schwere Zeiten zu durchkämpfen hatte, fo seien doch die bedrohlichen Zustände überwunden und die Anstalt könne mit Vertrauen in die Zukunft blicken. — Ein Blick auf das Aussehen unserer Stadt genüge, um den Eindruck zu gewinnen, daß dieses Aussehen jetzt ein ganz anderes sei, verglichen mit demjenigen vor 50 Jahren. Die Stadt, damals eingeschränkt auf den Raum innerhalb der abgetragenen Festungsmauern, bot in ihren engen und krummen Straßen, kleinen Häusern, schlechtem Pflaster und den sich in den Straßen bewegenden, von der Weide zurückkehrenden oder nach derselben hinziehenden Vieh- heerden, ein Bild ländlicher Zustände. Die Häuser selbst hatten kleine, niedrige Zimmer mit noch kleineren Fenstern, das schlechteste Gelaß, das nicht bewohnt werden konnte, war immer noch gut genug zur Werkstatt, wenn auch nur ein Lehrjunge darin aufrecht stehen konnte, und nun erst die Beleuchtung; wenn nicht mehr das billige Tageslicht in diese Höhlen eindrang, so war das Licht der damals benutzten Lampen ein geradezu schreckliches. — Wie ganz anders sei es jetzt, die Siadt hat sich mächtig erweitert, in den Hauptstraßen der inneren Stadt wenigstens sind an Stelle der kleinen Häuschen geschmackvolle und schöne Wohnhäuser gebaut worden, ein gutes Pflaster erleichtert auch bei schlechtem Wetter den Verkehr. Für Beleuchtung ist allenthalben gesorgt, in Häusern, Werkstätten, Fabrikräumen und auf der Straße. Nicht nur dem Zweckmäßigen, auch dem schönen begegne man auf Schritt und Tritt. Die Anstalt, die Handwerkerschule, könne sich schmeicheln, nicht wenig zu dieser günstigen Veränderung beigetragen zu haben, war e§ doch von Anfang an ihre Aufgabe, den Geschmack der jungen Handwerker zu bilden und dem Schönen zuzuwenden. Die erste Anregung hierzu ging zwar nicht aus den Kreisen der Bürgerschaft und des Handwerks hervor, vielmehr war es der Bauinkifter Hofmann, der bei Ausführung von Bauten erfahren mußte, daß die Handwerker fein Verständniß für Zeichnungen hatten. Um diesem Mangel abzuhelfen, veranlaßte Hofmann die Gründung einer Handwerkerschule, die denn auch am 14. Januar 1838 mit 28 Schülern eröffnet «vurde. Die Kosten trug der Landes- gewerbverein, der Unterricht war kostenlos. Drei Jahre später enlftanb der hiesige Localgewerbverein, der die Aufsicht über die Schule übernahm. Eine Abendschule entstand auf Anregung des Schlossermeisters Burkhardt im Jahre 1842. 1846 wurden beide Schulen vereinigt, bis im Jahre 1877 die Umbildung in eine erweiterte Hand- werkerschule stattfand. Die Anzahl Der Schüler war in den verflossenen 50 Jahren eine sehr wechselnde. (Redner wies das Steigen und Fallen der Schülerzahl an einer gezeichneten und ausgestellten Kurve nach, deren Erklärung er mit den Worten schloß, daß er nicht wisse, was spater folge, es sei Sache desHerrn Hauptlehrer Archiiekt Hug, in den nächsten 50 Jahren die Aufzeichnungen zu ergänzen.) Die politischen Wirren der 50er Jahre, sowie die späteren Kriege hatten erheblichen Einfluß auf den Besuch der Schule, nicht minder die oft wechselnden Schulräume. Möchte es der Anstalt gelingen, in der 2. Hälfte des Jahrhunderts ihres Bestehens ein besonderes Gebäude, das neu und ganz ihren Zwecken gewidmet sei, zu erwerben. In den verflossenen 50 Jahren waren an der Schule 10 Lehrer thätig, 4 sind es noch, alle haben ihre Schuldigkeit gethan, allen gebühre Dank. Wenn man bedenke, daß keinerlei Schulzwang herrsche, daß viele Schüler nach einer Woche schwerer Arbeit am Sonntag Bleistift und Zirkel handhaben sollen, daß sie, die früher hierzu.keine Gelegenheit hatten, diejenigen Kennt- nisse sich sammeln, die sie zu ihrem Berufe bedürfen, bei oft ungünstigem Wetter aus den Nachbardorfern kommen, um hier zu lernen, so gebühre auch den Schülern volles Lob; man könne nur freudig auf den jungen Handwerkerstand blicken, der trotz mancher Unbequemlichkeiten zielbewußt an der Ausbildung seiner Kenntnisse arbeite. Lobend rCrJ?i . v trotz mangelhafter Vorbildung vieler Schüler Ungezogenheiten oder Widersetzlichkeiten kaum jemals vorgekommen. Die trefflichen Leistungen der Schule wurden auch von hoher Centralstelle lobend anerkannt, die feit 12 Jahren in verschiedenen Städten des Großherzogthums (in Gießen 1881 u. 1884) stattgehabten Ausstellungen von Zeichnungen babtn, von Sachverständigen begutachtet, allenthalben Lehrern und Schulern das beste Lob eingebracht; auch jetzt sei wieder Gelegenheit geboten, ptefe3 Lob zu bestätigen, bei der Ausstellung von Zeichnungen und Modellirarbeiten bei der ictzigen festlichen Gelegenheit. Wenn so die Anstalt mit Befriedigung auf die 50 Jahre zurückblicken könne, so sei dies vorzugsweise zu danken der allezeit kräftigen Unterstützung durch die hohe Eentralstelle des Landesgewcrbvereins. Die Erfolge kämen dabei wesentlich unserer Stadt zu Gute, dies werde auch von den Vätern der Stadt allezeit anerkannt. Mit Dank müsse hervorgehoben werden, daß der Handwerkerschule vom Gemeinderath nicht nur die L-chulräumlichketten, sondern auch Heizung und Beleuchtung derselben kostenfrei und dazu auch noch in letzter Zeit eine Geldunterftützuna von 500 bewilligt wurde, desgleichen müsse der Spar- und Leihkasse, welche durch jährliche Geldbeiträge die Bestrebungen der Anstatt unterstütze, herzlicher Dank abgeftattet werden. Ebenso gebühre Dank den Vorgesetzten derjenigen ihre Militärpflicht ab- solvirenden Schuler, welche den letzteren den zur Theilnahme am Unterricht erforderlichen Urlaub bewilligten. Schwer wäre es, ein Ende zu finden, wolle man allen den Männern danken, welche stets mit ihrer Kraft und Zeit für die Anstatt eintraten Aber ein es Mannes müsse man gedenken, der einzige, der fett der Gründung der Anstatt und des Gewerbvereins diesem unwandelbar treu blieb bis in sein hohes Atter dieser Mann sei der Vorsitzende des hiesigenLocalgewerbvereins, Herr Geh. Baurat^ Prof. v. Ritgen. Er könne sicher auf die unverbrüchliche und unwandelbare Dank-


