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Gesuch der Bürgergesellschaft Gießen um Ueberlaffung eines Schulsaales zur Abhaltung von Gesangftunden.

Die Herstellung der Lahnstraße.

Definitive Besetzung einer Lehrerstelle an der Volksschule.

Die Steinftraße.

Anstellung von Hilfsschutzmännern.

Die gärtnerische Ausführung auf der Ostanlage.

Die Stellung der Rechnung der Stadt Gießen für 1887/88.

Badeanstalt in der Stadtmädchenschule.

Erbauung eines Schlachthauses.

Lokale-.

Gieße«, 14. August. Tagesordnung für die Stadtoerordnetm-Sitzung am Spmtrritog de« 16» August 1888, Nachmittags 4 Uhr.

1. Uebersicht über die wirklichen Einnahmen und Ausgaben des Realgymnasiums Gießen für 1887/88.

2. Die Geschäftsordnung der Stadtverordneten-Versammlung.

3. Gesuch der Firma Tribus * Sundhetm um Erlaubniß zur Wasser­abführung nach der Wieseck.

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4. Die Feier des 2. September im Jahre 1888.

5. Ueberfluthungen des Neustädter Feldes durch die Lahn. Kostendecreturen.

Festsetzung der Baufluchtlinien für die Wolkengasse.

Verbesserung der Feldwege.

Die Anlegung von Trtebvterteln zu Wiesen.

19. Die Ueberwölbung des Schoorgrabens vor dem Bauplatz des Bautechnikers L. Seultng.

f . T Der Dieb, welcher die automatischen Waagen in hiesiger Stadt fortadchf Plünderte, scheint letzt ergriffen worden zu sein. Er hat sich selbst verrathen.

,, J3- August. Obwohl sich Samstag gegen Abend drohende

Wolken am Horizont zeigten und es ernstlich den Anschein nahm, wie wenn Jupiter Pluvms abermals sein Scepter schwingen wolle, wanderten nicht weniger als 10 000 Menschen hinaus Zum Zoologischen Garten, woselbst die 50jährige Feier 'des ersten deutschen Sangerfeftes begangen werden sollte. Die weiten Anlagen des Gartens boten ein reizendes Bild. Die Damen waren zumeist in Heller Toilette erschienen und wandelten m den Laubgängen auf und ab oder unterhielten sich auf der hellerleuchteten Terrasse in ungezwungener Fröhlichkeit. Nichts vermag einem Fest einen Üblicheren Charakter zu ver erhen als ein reicher Kranz hübscher, eleganter Frau n- und Madchengestalten und es bretbt immer wahr, daß nur dann sich echter Frohsinn und roa^.Kr wenn unsere deutschen Frauen ein Fest mitfeiern. Tie Männer-

welt sollte darum be allen ihren Veranstaltungen, die nicht nothwendtg die Anwesen- heit der Damerl ausschließs, die holde Weiblichkeit einladen; sie würde dadurch nicht

s Fröhlichkeit Feste steigern, sondern auch den Frauen in überzeugender Weise darthun, wie schwer es mitunter ist, früh heimzukehren. Kennen die Frauen Ausdauer^erlauf bcr Feste, dann denken sie milder über die Thetlnehmer und deren

Das Fest wurde mit der Ouvertüre zuZampa" eingeleitet. Die akademische im ©aal begann aletc^ nach 8 Uhr. Herr Drill begrüßte die Anwesenden und gab dem Wunsche Ausdruck, daß das Fest den Thetlnehmern zur Freude, den Sanges- brudern zum Ruhme und der Stadt Frankfurt zur Ehre gereichen möge. Nachdem der gemeinsame GesangBrüder reicht die Hand zum Bunde" verklungen, besteigt Herr Drill abermals die Tribüne, um in einstündiger Rede die Entwickelung des Männer­gesanges zu schildern. Aus der Rede sei wiedergegeben, daß der älteste Männer- gesangoerein, der heute noch besteht, der Adjuvanten-Verein in Kostnitz in Anhalt ist welcher 1884 sein 200zahriges Jubiläum feierte. Der älteste Verein dieser Art von dem man überhaupt weiß, bestand in Reiffenberg in Hinterpommern (1637). Mil tu den ersten Mannergesangvereinen Deutschlands gehört der Frankfurter Liederkrant welcher auch die Initiative zum ersten deutschen Sängerfest ergriff, dem der Gedanke ^rch das deutsche^Lted eine Einigung und Festigung des deutschen Volksbewußlsetns herbeizufuhren und die Einheitsidee zum Ausdruck zu bringen. Die Folge des ersten deutschen Sängerfestes war die Begründung zahlreicher Männer- gesangvere ne, eine weitere Folge die Gründung des deutschen Sängerbundes und dn Mozartstiftung. Redner beleuchtete auch die Pflege des deutschen Liedes in patriotischer Richtung und hob namentlich hervor, daß zu jener Zeit, als noch der Gedanke an ein unb9 ma AU tnVerben war, in den Gesangvereinen dieser Gedanke gepflegt unu erhalten wurde. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf imfpr g-liebt-s deutsches Vaterland schloß Herr Drill feine AnspracheUf un,£r

o, ®le ©^iflerocreiniflunfl trug nach Verlassen des Saales im FreienDas deutsche a D? ri ^aa<ln,0^>?' gedichtet von Or. Heinrich Wettzmann für das erste deutsche 4n V\4o Äs4 («Im n .r " 183öf vor. Mächtig klang die

®feVc ^acht hinaus, alle Zuhörer ergreifend. Eine ebenso schöne wie über- bot die bengalische Beleuchtung der Burg und des Daiks welche die geschmackvolle landschaftliche Anlage unseres Zoologischen Gartens wiederum Die für das Fest vorgesehene zweite Adtheilung, in welcher die ein- ^/?^"^bsangoeretne ihre Leistungsfähigkeit zu bekunden Gelegenheit fanden eröffnete die Sangeroeremigung mit 4 Liedern, unter denen die Stolze'sche Volkshymne com- ponirt von Ludwig Gellert, so stürmischen Beifall fand, daß eine Wiederboluna swtt- 2iucb?ie Loreley fand beifälligste Aufnahme. Die der Vereinigung MsrtVi? 33cV?Ile ausnahmslos vortrefflich, aber die Sympathie für^das Volkslied, geweckt durch den Festredner und allezeit mächtig im deutschen Volke machte ^ob^nnbarer Weise bemerkbar und diejenigen Sänger sanden den reichsten S' iÄÄ*' "* & » iS

6. Vierer (Gastrennen).

e?* Trffimk ÄI^^^'r^^Enpreis (Busennadel) dem Sieger. Start I: Boot unbc weiß. Herr A. Königs. Start 11: Boot Pirat- Tricot ffhr SnnÄtilw Herr A. Bieler. Sieger Herr Königs. Königs ging sofort -r^stegt?nach Gefallen"^ Unb fOnnte$n fcin ®Cßner ni$ me6r ernstlich warm machen, estnrt n®6?rJäraCrl; s.3)cm Kieger ein Ehrenpreis. Start I: Herr Havemann. K7.e v°n Anfak/ÄkEnVe kes°Renmnk^ ^°r. Sieger Herr Sauer. Sauer

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Anspruchnefm1nS'Weis7°u7gesV«L^ 'n

und rothern Frack brachte alles Mögliche und Unmnnsi^?E,«bT^ Engländer in Cylinder

@efucb Andreas Keller um Wasserabführung. Die allgemeine Bauordnung.

Abtretung von Gelände zu einem Turnplatz für das Militär. Die Wodestraße.

Gesuch des Karl Haas um käufliche Ueberlaffung städtischen Geländes. Gcsuch des Braunsteinbergwerks um Verlegung eines Weges.

Gieße«, 14. August, lieber das Sommerfest der Gießener Ruder-Gesellschaft am vergangenen Sonntag laffen wir noch Nachstehendes folgen:

v Das Achter-Comito bei den Wettfahrten bestand aus den Herren: Achilles Wild und H. Bardorff-Frankfurt a. M. (Schiedsrichter), Oberst und Regimentscoinmandeur Rogge, Premierlieutenant und Regimeutsadjutant Clößner (Zielrichter), Louis Petri und Fr. Scharmann »(Starter).

Gefahren wurde nach folgendem Programm:

3 Uhr: 1. Auffahrt.

2-. Grönländer (für Ruderer, die einem Ruderverein nicht angehören). Dem Sieger ein Ehrenpreis, dem Zweiten ein Nebenpreis. Start I. Mütze rolh und weiß, ^wrt II. Mutze blau und weiß. Start III. Mütze weiß. Sieger: blau und weiß.

3. Dollenmerer (Clubrennen). Start I. Boot Coralle. Mütze und Tricot roth weiß, i) Herr Gerbode. 2) Herr Sauer. 3) Herr Eltester. Schlag: Herr Osmann. Steuer. Herr Bieler. Stan II. Boot Vorwärts. Mütze und Tricot weiß. 1) Herr &eTr Herr Scheel. 4) Herr Wallenfels. Steuer: Herr

C. Schwaab. Sieger: Coralle.

gingen in scharferRace 36er Schlag ziehend vorn Start und blieben bis zum Drehpunkt ziemlich-auf gleicher Hohe. Hier colltdirten die Boote! Vorwärts 4nCfqh!hpfnf?f^Urdem Rennen; die Mannschaft desselben hat sich in Anbetracht des Unfalls sehr tapfer gehalten. Differenz ca. 6 Längen.

. Vierer.Preis von der Lahn", silberner Pokal. Herausforderungspreis. Dreimal hnttereinander zu gewinnen. Gestiftet von den Herren I. H. Packard-Wetzlar Siegern 5 Erinnerungszeichen. Start I. Gießener Ruder- Gesellschaft. Mutze und Tncot roth und weiß. Boot Britannia. 1) Herr W- Busch. 9? Schlag: Herr C. Krailing. Steuer: Herr

fxtarcl U- ^Ä^^Ruder-Club. Mütze und Tricot blau und weiß. Qoot Freda. 1) Herr C. Martell. 2) Herr H. Seiberth. 3) Herr Th. Bergmann Schlag. Herr H. Böcker Steuer: Herr I. Seibert. Sieger: Wetzlarer Rude?-Club> Knn <m(ftc6en //was flotter vom Start ab und führte eine kurze Strecke, bei 500 Meter war Wetzlar ledoch aufgelaufen und lief seinem Gegner nach und nach da-

Gießener Mannschaft setzte nochmals ihr Aeußerstes daran und lief auch wirk- ?ingmann einen Krebs und das Rennen war entschieden. Wetzlar ö/ng als Zieger mit 21/, Langen Vorsprung durch'S Ziel, sich so den schönen Lahnpreis für dieses Jahr erringend. Das Gießener Boot war für eine solche Con- currenz entschieden nicht mehr entsprechend und wunde, t man sich in fachmännischen ÄuiRn febr, bafc die Clublettung ihre Mannschaft in demselben starten lich.

o» Arass erspiel-

Vermischtes. aiSLSSsMSW iöre Fahnen und warfen als Ablchiedsgr^ß Äum^i herab '*roentten

etCUt,U! Änb^Ä7"8enÄ-£attemann in betränit

24 Jahre ®te Frau elnes htestgen Xtoinlften" e^'n «nhfaU Don 3rrf-nn di- erst İ Qn WahnfinnsanM-n gdiu^a^^ ÄÄÄÄ 'L H°' ab. ZXÄkLi^n^on°Po^uaa.Zngiisch-n ein; auch der Kronprinz von Grieckenlan:SJiecfar;®a^n ^icr Heidelberg nach Wien unsere Stadt. $ Iaub ^a^trte gestern auf der Reise von von Hannover, ^6^ nacheinander die Meisterschaft

in Wien die Meisterschaft von Oesterreich errungen ^ Lebr ^^.^"^^b'Hauptfahren Jubel über die Rennbahn getragen Der kaum i rour^ unter brausendem

beispiellose Erfolge errungen. 17lShrige Sieger hat kurz nacheinander

^e.Flaggen wehen von den Dächern und aus den Fenstern und reicher Kranzschmuck m»1 ^ Einwohnerschaft nimmt an dem Fest regsten Antheil nicht minder

mittaaa2Vrn er' Lindere unsere große Nachbarstadt Frankfurt - G^r^

Ubr ^Me sich der Festzug auf dem Marktplatz auf. Nicht weniger als firh ^prei3n?n? ^Mustkcorps bethetligten sich bei demselben. Kurz nach 3 llÄ setzte § c^d^wegung. In demselben fielen ganz besonders die reichgestickten Fahnen der verschiedenen Gesangvereine, sodann der Fechtclub und die Turner namentiS aber der Festwagen des AthletenclubsGermania" auf, welche eine Athletinfamttimo 3"bet3beSt£n Ätbt pEU-di- SauÄen S ^nftprn ln die Schutzen und andern Thetlnehmer am Zuge fiel aus den

Fenstern ein förmlicher Blumenregen herab. Um 4 Uhr traf der §ua auf berü hrt" mit Fahnen aller beutschen ©taaten tiVren hJn Denetianische Säulen

fünf Scheiben unb zwar brei Stand-eine Feld-^und ^hlt

die Letztere darf jeder Schütz nur einen Sckub tb^» ^-^Meibe Bockenheim. Auf beträgt 6 und für die anberen 4 T Zulage für die Festschetbe

Es werden nur Preise und Prämien ausgeaeben^ ^Ibp^ Ä ? Morgens um 8 Uhr. beleuchtet. Vier mächtige Bier- und 9fleinfmnpn' wird der Festplatz electrisch

und Jony, sorgen für Kehle und Maaen und ^/".biug, Reutlinger, Henninger von Mittags 4 Uhr bis Abends 11 Uhr concertiren ajZuftffflpeUe wird täglich

Bei unferm Jubelfest-, Ihr sollt willkommen Alle sein D-r r d unsere lieben Gäste."

man»-,? chk^n'P 77un7°e's"°^°h^ Schmuckkästchen. Er enthalt

eine di-f-r Gaben zu -rstr-it-n An Eb enaZn' m ,r%'"in erproben, um

s-rn-r -in silbernes Besteck; eine aoldene llbr ' Pokale aestistet,

Album, zwei kunstvoll gearbeitete^ Barometer br^ l?°^'ch"mer Schutzenverein, ein Regulatoren. Ein Kränzt mitf 6eXXel? ,.h «V, ?'®e Weckeruhren, zwei Walter für den besten Ta^llensckÜb Ein7Widmung von Herrn Wilhelm Industrie. Eine Vase mit Makartstrauß^n Verein für Handel und

servtce zwei Glashumpen mit s lb rnem^D ckel^e^^^^^^ etn Trink-

vereinler stifteten eine Jagdflinte ein silbern!r Di,cr Bockenheimer Schützen-

vom Frankfurter Schützenverein 'ein R?nnsn?r- ^in großes silbernes Besteck

ein Rauchzeug, zwei silberne Vorlegelöffel ein C£e fiIbcrnc Fruchtschale,

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