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Operation von außen, so lange nicht durch mikroskopische Untersuchung eines heraus­genommenen Stückes der Wucherung deren krebsartige Natur erwiesen sei. Dem Auf­schub der Operation wurde nun zugestimmt und Mackenzie mit der Herausnahme eines Stückchens der Geschwulst betraut. Die Untersuchung des am 21. Mai entfernten Gewebestückchens durch Virchow ergab nur irrttative Vorgänge, allein es bestand auch noch der Einwand, daß das exstirpirte Stück nicht aus der Geschwulst selbst herrühre. Mackenzie suchte deshalb ein weiteres Stück zu erhalten und ging am 23. Mai Abends daran, dasselbe zu entnehmen, es gelang ihm dies tndeß nicht; wohl aber fand Prof. Gerhardt beide Stimmbänder stark geröthet. Er ging deshalb zu Mackenzie und theilte ihm mit, er (Mackenzie) habe statt des linken (kranken) das rechte (gesunde) Sttmm- band mit seiner Zange gefaßt, gequetscht und gerissen. Mackenzie sagte:It can be und sprach dann von alsbaldiger Abreise. Der Kronprinz war von da an bis lange in England stimmlos und hatte beiderseits Schmerzen im Halse. Der hohe Kranke, der früher heiser, aber nie länger als 3 Stunden stimmlos gewesen, blieb nun viele Wochen, bis zum 8. Juli, stimmlos. Wenn man in gewissen Kreisen wußte, daß Mackenzie den Angehörigen des Kronprinzen versprochen hatte, die Krankheit ohne Operation in einigen Wochen zu heilen, so mußte es auffallen, daß er hiervon den mitbehandelnden Aerzten kein Wort gesagt hatte. Auf Befragen Gerhardt's erklärte Mackenzie, man müsse die Geschwulst mit der scharfen Zange entfernen oder man könne dasselbe durch fortgesetzte galoanokaustische Behandlung erreichen. Auf die Frage, ob er dies bestimmt versichern könne, erwiderte er:Ja bestimmt" und fügte nach einer Pause hinzuhumanly speaking*. Die am 25. Mai abgegebene Zusicherung, dem Kronprinzen die Stimme wiederlaut" herzustellen, klang etwas weniger bestimmt als vorher. Bergmann erklärte ausdrücklich, daß er die Geschwulst für eine bösartige Neubildung halte, worauf auch Tobold die Befürchtung äußerte, daß man die ganze Geschwulst nicht mit der Zange entfernen könne und später doch operiren müsse, er warnte vor wiederholten Eingriffen, durch die das Wachsthum der Geschwulst nur beschleunigt würde.

Vom 23. an wurde auf Mackenzie's Wunsch nur durch Generalarzt Dr. Wegner täglich ein Pulver aus Morphium, Wismuth, Catechu und Zucker eingedlasen. Wir sahen den Krebs wachsen und man streute ein unschuldiges Pulver darauf. Mackenzie's Versprechungen wurden allenthalben felsenfest geglaubt. Dies ist gerade eine Besonder­heit des Kehlkopfkrebses, daß er lange Zeit rein örtliches Hebel bleibt und die Frische und Gesundheit nicht beeinträchtigt. Alle Welt freute sich des trefflichen Auslehens, der Kraft und Frische des Hohen Kranken und wer da sagte, daß das Hebel ein leichtes, ungefährliches sei, hatte den Beifall aller derer, die um den wahren Stand der Sache nichts wußten."

Am 1. Juni 1887 hat Prof. Gerhardt zum letzten Male genau untersucht; die Geschwulst war größer, die Unebenbeit und Zerstörung ging bereits auf die hintere Wand über. Mackenzie exstirpirte am 8. Juni wieder zwei Stückchen, wußte aber bei dieser Operation einen so unbequemen Zuschauer wie Gerhardt fernzuhalten. Die Untersuchung der exstirpirten Stücke durch Virchow ergab eine mit papillären Aus­wüchsen verbundene Epithelwucherung; ob ein solches Hrtheil indetz in Bezug auf die | gesammte Erkrankung berechtigt sei, ließ sich aus dem entnommenen Stückchen nicht ersehen. In der Eonsultation am 10. Juni versicherte Mackenzie, das Klima der Insel Wight werde die Heilung sehr fördern, wogegen v. Bergmann erklärte, das Klima habe auf solche Krankheiten gar feinen Einfluß. Alle Adralhungen der. deutschen Aerzte waren vergeblich, die Abreise nach England war beschlossene Sache, wie der Beschluß zu Stande gekommen, wußte nur Mackenzie, sonst Niemand von den Aerzten. Da die Reise nicht mehr verhindert werden konnte, drangen die Aerzte darauf, daß alle noch zu entfernenden Stücke der Neubildung an Virchow zur Hntelsuchung gesandt werden sollen und die Behandlung in England unter Eontrole eines deutschen Arztes stattfinde. Zu dieser Zeit verbreitete sich unter Aerzten und Laien die Auffassung, daß die deutschen Aerzteirrthümlich" Krebs angenommen hätten. Was sollte nun aber die Geschwulst lein? Nach Mackenzie sollte sie niemals Krebs sein. Irgend eine klare haltbare Diagnose hat derselbe nie gegeben, nur in der Verneinung des Krebses sei Mackenzie nicht schwankend gewesen. t

Die Gründe, die Mackenzie gegen die Krebsdiagnose vorbrachte, waren folgende: I Erstens, die Geschwulst sehe nicht aus wie Krebs. Zweitens, ein Stück müsse mikroskopisch I als Krebs erwiesen werden.

Als die Aerzte bei der letzten Eonsultation Mackenzie sagten, die Geschwulst habe I sich vergrößert, war seine Antwort:Ich sehe das nicht!" Trotzdem schrieb er später I selbst aus einem in San Remo veröffentlichten Berichte, daß die geringere Beweglich- I feit des Stimmbandes bereits in Berlin festgestellt war. Sollte er sie doch schon in I Berlin gesehen haben? Die eine Zeit lang verbreitete Annahme, daß die Krankheit I nicht Krebs, sondern pachydermia verrucosa laryngis fei, konnte nicht erhalten werden, I denn es sprechen drei Gründe dagegen:

1. Pachydermia ist ganz vorzugsweise Trinker-Krankheit. Davon konnte hier I nicht entfernt die Rede sein. 2. Pachydermia kommt fast nur doppelseitig vor, wie I Jürgens, der die erste Beschreibung dieser Krankheit veranlaßt hat, in der Sitzung I der Gesellschaft der Charito-Aerzte vom 29. März d. I. selbst zugab. Hier war die I Erkrankung monatelang einseitig. 3. Pachydermia ist eine langsam verlaufende Krank- I heit, während hier das rasche Wachsthum von Anfang an aufffel. ;

In jedem Falle einer kleinen, dem Stimmbandrande ansitzenden Neubildung noch I unbestimmten Charakters wird es Pflicht sein, sie zu entfernen. Wird die Neubildung I zerstört und wächst mit einer bedrohlichen Schnelligkeit wieder, so wird man allerdings I nicht säumen dürfen, sie durch die Spaltung des Kehlkopfes frei zugänglich zu machen I und mit Stumpf und Stiel auszurotten. Oder sollte Lennox Brown, der den Ein- I wand gemacht, die Krankheit sei ursprünglich gutartig gewesen unb sei durch irritirende I Einwirkungen verschlimmert worden, etwa ganz besonders der galoanokaustischen Be- I Handlung die Fähigkeit zutrauen, aus Polypen Krebse zu machen ? mehr noch als Herrn I Mackenzie's Zange, die später diesem Kehlkopf grobe Verletzungen zufügte? Gesetzt I es wäre bewiesen, daß mit irgend erheblicher Häufigkeit, sogar selbst in >/- Procent I der Fälle, wie es nach Semons Statistik scheinen könnte, gutartige Geschwulst in Krebs I des Kehlkopfes sich umwandle, dann wäre Immer noch nicht bewiesen, daß irgend eine I Behandlungsweise auf diesen Prozeß Einfluß übe, begünstigenden oder verhütenden I Einfluß, noch weniger, daß dies in diesem Falle ftattgehabt habe. Es ist eine dreifach I unbegrünbite Behauptung, die da in die Oeffentlichkeit gebracht wurde.

Heber die Reife des Kronprinzen nach England berichtet Professor I Dr. Gerhardt, daß dieselbe ohne Wissen der Aerzte geplant und beschlossen worden Die I Erklärung v. Bergmanns, daß die Luft auf den Verlauf solcher Prozesse keinen erheb- I lichen Einfluß habe, wurde von Mackenzie einfach verneint. Die Folge habe aber be- I wiesen, daß Mackenzie den hohen Kranken zu einer Reise nach Schottland bewegte daß I also weder die Luft der Insel Wight, noch die von Toblach, Baveno und San Remo I die Krankheit zu hemmen, viel weniger zu heilen vermochte. Die so dringend gewünschte I Eontrole durch einen der Laryngoskopie kundigen deutschen Arzt wurde erst nach vielen I umstanden erreicht; Dr. Landgraf, der Assistent Gerhardl's, war dazu ausersehen worden I i)em aber jede Unterredung mit ihm untersagt worden. Dr. Landgraf wurde von I Wegner mit dem früheren Verlauf der Krankheit bekannt gemacht. Der erste amtliche I Bericht Landgrafs bestätigte mit einer kleinen Ausnahme den Befund Gerhardt's vorn 1. Juni, ebenso stimmten dessen spätere Mittheilungen damit überein.

, .. 17;,äunLi batte Herr Mackenzie Herrn Wegner folgenden Befund mitgetheilt,

den dieser amtlich berichtete.Keine Congestion, Zustand günstig, er bemerke keinen De ekt am rechten Strmrnbande und erkläre die Aphonie aus dem Hervorragen der Anschwellung am linken Stimmbande, welche das Zusammentreffen beider Stimmbänder Verhindere. Landgraf hatte mit der einen erwähnten Ausnahme all das gesehen was ich am 1. Juni aufzeichnete, was Mackenzie hier nicht sah und auch in England zu iefcen ausdrücklich in Abred- stellt-, nämlich di- Risth- des rechten Stimmbandes di- unregelmäßige Form des rechten Stimmbandrandcs, das Uebergreisen des Erkrankunas- wrocesses aus die Hintere Wand des Kehlkopfes und die Schwerbeweglichkeit des linken stimmbandes.

Am Juli findet Landgras das Kchlkopfsinnere geröthet, di- Ausbuchtung am r-cht-n Stimmbande und die G-schwul,t am linken Sttmmbande nicht mehr sichtbar -b-r°n der h'ntcrn Wand deutlichere Schwellung von graugelbem Aussehen, Das Landgraf am 1. Juli Mackenzie wurde erst viel später aus der Insel Wight auf eine Verdickung der Schleimhaut an der Hinteren Fläche der Cartilago arytaenoidea von seinem Assistenten aufmerksam gemacht und sah sie dann auch

Von hier an erhielt Gerhardt keine Mittheilung mehr über den Verlaus der Krankheit. 1

Lokales.

.1?' Juli, Die Adresse, welche Rector und Senat unserer Universität

aus Anla« des Hmscheidens Sr, Mas. des Kaisers Friedrich an S- Kgl Hobei den Großhcrzog gerichtet, hat folgenden Wortlaut: K0U 9°9cU 6en

Allerdurchlauchtigster Großhcrzog! Allergnädigster Fürst und Herr!

Königliche Hoheit haben.geruht, den unterthänigsten Ausdruck der Gefühle welchen die Landcs-Unlvcrsitat nach dem Abscheiden Kaiser Wilhelms I. Höchstdenselbcn und d-m kai erlichen Nachsolger des Verschiedencn darzubringen sich gedrungen fühlte ÄaaIV?t6C0^net6men- Inmitten der erneuten Trauer des gesammten deutsch n B°»-s bei dem Tod- eines zweiten Kaisers Friedrich HL, der seinem erhabenen Vat-r nach ,° kurzer Frist emer Regentenzeit voll heldenmüthiger Ergebung und Pflichttreu­en die stwigk-it gefolgt ist, sind die Blick- des hessischen Stammes mit erneuter nnh oerftarfter Antheilnahme der Person und dem Hause Ew, Königlichen Höhest zugew-ndtt

Die Stimmung der Trauer, welche die gegenwäitigcu Tage über ganz Deustch- land verbreiten, ist in den Herzen Hochst-Jhrer Untertanen um so fühlbarer als in biefen nod) die freudige Erregung aus Anlaß eines beglückenden Ereignisses her iLn " n. Vergangenheit nachklingen durste. Die Klage um len tobten Kaistr önt n ch fast mitten hinein m di- laute und herzlich- Freude, die sich hier aller nrten fnnhh LJ* gesicksts destzerzensbundes, durch welchen die zwischen Ew Königlichen nobeti"i ?"' kaiserlichen Hause schon bestehenden persönlichen Beziehungen zu noch enaererVnmttf, 8.Cmeinhf4af-^ flCftal,e,c"i E?- Königliche H°he?t haben mitbemK'fsirHtibrich einen der nächsten und geliebtesten Verwandten verloren >;rleortch

Die Landes-Universität, welcher es noch vor wenigen Wochen neroRnnt i&rem Landesherrn in persönlicher Vertretung ihre innigsten Glückwünsche zu d r $er- w-hlung sem-r erlauchten Tochter darzubringen, nimmt nunmehr Veranlassung Kunde zu geben von ihrer Trauer über die schwere Trübung, welche durch hns 9tÄ,k. » döchstseligen Kaisers d-m Glücke Ew. Königlichen Hohlunbbeäneu Paar-s b-reitet wurde. Sie genügt ba.nit etiiem inbenGemüthernaller brer^Mi? glieder lebenden ausrichtigen Bedllrsnisse des H-rz-ns 0 " aUer *rer Mit-

Möchten nach diesen Tagen des Leides Ew. Königlichen finbeH nnh gelammtem Hause um so reichere Jahre der Freude und des ^i^-s"ü-s?^^eren "»-»-» Konigitch, 506dl 8näbf,fi Sich inSbdcukod DU. oon Sddn bn

In tiefster Ehrfurcht verharren

Ew. Königlichen Hoheit allerunterthänigste, treugehorsamste Rector und Senat der Ludewigs-Hnioersität.

Gießen, am 20. Juni 1888. Dr

Wortla?st Unttrm 28' 3Un* l,krauf erfol0te A°-rhöchst- Kundgebung ha, folgenden An den Rector und Senat der Ludwigs-Universität.

Gesinnung,^"we?chc"aus^A^nlaß'd-s^schmerzIichkn, ^Mich^^tz^^^rn theiliiahmsvoller rührenden Ablebens weiland Seiner Majestät des Kaisers Friebri^MH bc= sind, auch Meiner Landes-Universität wohlg-meinleM?1" lUgegangen M° Treue und Anhänglichkeit an M-./L"welche^^

Zierde gereichten, ist auch in Ihrer Adresse vom 20. dieses Monats non ,J sonsten Ausdruck gelangt und ergreif- Ich gerne die Gelegenheit, Ihre Wünsche wi!

I __ . Nach den Confultationen vorn 9. und 10. November 1887 erklärte Sir Morell Mackenzie ostentltch: Obgleich die Natur der letzt aufgetretenen Neubildung nicht sicher

I festgestellt Ist, bietet sie durchaus das Aussehen einer carcinomatöfen Neubildung dar. I (Forts, folgt.)

Die französische Ualionalfeier.

an diesem Samstag ihr Nationalfeft, zu welchem der bl$ ^^ffurmes, der 14. Juli, unter der dritten französischen Republik erhoben worden rst und felbstoerständlich bildet die Hauptstadt Paris den Mittelpunkt der ganzen Festlichkeiten. r

besondere Anstrengungen gemacht worden, um der f?rh»0^n möglichsten Glanz zu verleihen und wird u. A. auf dem Mars-

pe*n Festessen unter dem Vorsitze des Präsidenten Carnot stattfinden, zu hPrfSti^nTr ter Cantonshauptorte Frankreichs eingeladen sind. Die herkömmliche protze Truppenrevue zum Nationalfeste soll sich zu einem außerordentlich gestalten und daneben laufen noch eine Menge U< L* blnher, während die in Vorbereitung begriffene Weltausstellllng den Hintergrund des Ganzen abglebt.

n <^Wenn inbeffen bte leitenben Männer Frankreichs vermeinen, burch bie prunk­volle Begehung bes französischen Nationalfestes bem verblassenben Stern ber brüten Republik zu neuem Schimmer zu verhelfen und bas Ausland hierdurch zu blenden, so durften sie sich verrechnen. Denn alle Welt weiß ja, daß es feit dem ffaunl /raurtger um Frankreich bestellt gewesen ist, als heute und daß fern erst so.vielgepriesenes echt" republikanisches Regime eigentlich nur noch eine vegetirende Existenz fuhrt. Kecker als je erheben die verschiedenen Prätendenten auf den Thron Frankreichs ihr Haupt und erst die jüngsten Wocken haben in mH hem briefWn Mani,este bes Grasen von Paris an bie 20 000 antirepublikanischen Bürger - m-ist-r Frankreichs eine neue nid)t zu unter,chätzenbe Kunbgebung aus bem Kreise d r Thronb-werber gebrach, Die Republikaner aber finb mehr als je gespalten, Oppor­tunisten, Radikale unb Ultraradikale bekämpfen unb besehben sich, unb-kümmert um die ihnen gemeinfarn von monarchischer Seite drohende Gefahr, während daneben die pseudorepubltkanrsche Bewegung des Boulangismus noch immer ihre Kreise zieht. Zwar hat der Boulangismus in letzter Zeit mehrfach Fiasco gemacht und auch die Erfolge Boulangers felber auf ferner soeben beendigten Rede-Tourn4e durch die Bretagne nehmen sich recht zweifelhaft aus, aber er zählt noch immer zahlreiche Anhänger und ber der Hnberechenbarkert aller Dinge in Frankreich ist es nicht ausgeschlossen, daß die boulangistrsche Bewegung von Neuem zu gefährlicher Höhe emporflammt. B

das Ansehen ber Republik untergrabenen zerrissenen Parteiverhältnissen gesellen sich auch noch dre sich ftergernben finanziellen Schwierigkeiten, bie wachsenbe Beamtenftanbe, wie die Affarre bes Maire von Carcaffone beweist bie ^Ende oNzufriebenheit weiterer Bevölkerungsklassen mit ben gelammten Verhält- Pinl fiRAf? hh,bm*Unb oba§ rusammen ergibt für bas republikanische Frankreich eine höchst bebenklichernnere Lage. Kaum minber unerfreulich für die heutigen Macht- ln lebocb auch der Blick auf die auswärtige Situation ihres Landes

verkehrte unb oerblenbete Politik sozusagen auf den europäischen Jsolirschemel gesetzt worben ist, bte bankerotte Diplomatie ber französischen Staats­männer hat für Frank, eich eben Mrßersolge auf Mißerfolge gehäuft, selbst ber Traum ^ner russisch-französischen Allianz wirb durch die beoorstehenbe rrusammenkunst der Kaij-r WUH-lm und Al-xand-r rauh zerstör, und somit stell, sich sür Frankr-ich auch völle^dar"^ a Eine nichts weniger als befriedigende und hoffnungs-

Ohne Zweifel wissen die Herren Carnot, Floguet, Goblet u. s. w. selbst sehr ,aV,e ,m Innernaus einem Vulkan tanzen" und daß die Stellung Frank­reichs in Europa -,n- völlig isolirte geworden ist. Aber eben deshalb soll der ver­mehrte außer- Glanz des Rationalf-stes nur dazu bienen, di-Gebrechen und Gebresten der g-g-nwart gen sranzo,rschen R-pudlik möglichst zurücktreten zu lassen und sie als ein kräftiges, lebensfähiges Gebilde erscheinen zu lassen, während sie in Wahrhe t doch kaum mehr als eine Ruine darstellt. Mag darum die Feier des 14. Juli jenseits der V°g-ien in den repubtikanischcn Kreisen noch so sehr geräuschvoll und demonstratio begangen werden, mag sie auch als -in- sichtliche Vereinigung aller antimonarchistischen Elemente Frankreichs auspo,arm, werden - di- republikanisch- Herrlichkeit wird eines Tages zu Ende und an ihre Stelle die Monarchie oder die Dictatur aetreten Idin mögen bie5 6,6c^ißen Träger jener Herrlichkeit viellticht versehen