t Gieß««, 7._ September. sSitzung der Stadtverordneten vom 6. September 1 Anwesend: Herr Bürgermeister Stamm, Herren Beigeordneten Gnauth und Kelter Seitens der Stadtverordneten die Herren Baist, Georgi, Grünebera f>°m- berger, Jughardt, Aug. Noll, Petri, Schopbach und Simon ®
, Die Vorlage der Lo der'schon Stistungsrechnung für 1887/88 ergab an Ein- nae^?AKOQT9«6 Jb,an Ausgaben 11043.92 M, derGcsammtkapitalstock beläuft sich au S8 M ^at V/ der Absicht oes Testaments entsprechend, im letzten Jahre um -00 X vermehrt — Die Zin en der Kirsch'schen Stistung werden ebenfalls den l5S,1ln9Cn be8 Testaments entsprechend an 11 bedürftige und würdige Wittwen resp. Wittwer vergeben. - Das Gesuch des Herrn Joh. Arnold um Ertheiluna der Eoncession zum Wirthschastsbctrieb in der von ihm gepachteten Brauereiwirthschast des Herrn Forlsch wird befürwortet, nachdem Großh. Polizeiamt die Bedürsnißsraae beiabt wogegen das Gesuch des Herrn Wilh. Fritsch um Erlaubniß zum Berkaus von Branntwein und Spirituosen über die Straße aus dem Laden des Petenten im Neubau der Herren Tribus & Sundheim nicht befürwortet wird, da bei der übergroßen Anrabl von Branntweinverkaussstätten die Bedürfnißfrage nicht zu bejahen war — Sür das 1888/89 ist die Vermehrung der Schutzmannschast um zwei Osstzianten vorgesehen Die En scheidung über die Auswahl der Reflectanten für die Schutzmann" stellen soll aber gestelltem Antrag gemäß und in Berücksichtigung mehrerer anbmr Bewerbungen nach einer nochmaligen lleberweisung an die Finanzdepulation erfolgen. ~ besuch des Herrn Reichsbankagenten C. W. Dietz um Befreiung von wsWÄ^r"f^raer^eUer' welches Gesuch die Stadtverordneten - V-rsam?nlung wiederhott beschafttgt und von welcher am 23. August d. I. die Akten hierüber an Großh. ©teuercommiifanat zur Aeußerung mitgetheilt wurden, kommt wieder zur Berathung. Es entitanb eine längere Debatte, in welcher einerseits die Ansicht vertreten wurde, da8 man das Interesse welches die Einwohnerschaft an der Reichsbankneben- fieUe ^abe, nicht allzu hoch anschlagen solle, um derselben noch besondere Vergünstigungen zu Theil werden zu lassen oder durch den Hinweis auf die angedeutete Einziehung der Bankstelle sich in feinen Entschließungen darüber, ob der Inhaber der Agentur hi A als solcher Zur Steuer herangezogen werden solle oder nicht, irgendwie beeinflussen zu lassen andererseits hielt man wieder dafür, daß das Institut, für welches die Stadl ja auch I Opfer bringe und zu dessen Einrichtung am hiesigen Platze man ja auch seiner Seit sehr bemüht gewesen sei, wohl dem Interesse der Einwohnerschaft diene, so daß der angestrebte Steuererlaß wohl in Berücksichtigung gezogen werden könne. Auch machten die Vertreter dieser letzten Ansicht geltend, daß nach dem Inkrafttreten be§ neuen ^"Asbank jedenfalls das einzige Institut sei, welches dem Publikum Xa ffl Ä1 diene, datz es aber, sollte durch einen Beschluß über die Besteuerung des Reichsbankagenten die Einziehung der Reichsbanknebenstelle am Platze veranlaßt werden, schwer halten durfte, dann wieder eine Nebenstelle der Neichsbank' zu erhalten. Es wrrd beschlossen, dem Gesuche insoweit entgegenzukommen, daß die von demNeichs- bankagenten seither entrichtete Steuer von 150 JL auf 40 JL herabgesetzt werde — 2ln Stelle des sein Amt niederlegenden Schleusenwärters Herrn Schwan wird Herr Wiesenwarter Bellof gewählt. - Der Vorstand des Allgemeinen Vereins für fl hat das Gesuch um Verwilligung eines Zuschusses fn Stelle der seither den Schwestern der Anstalt von der Stadt gewährten Unterkunst im städtischen Hospital nachgesucht. Mit dem Bezug des neuen Schwesternhauses an der Schwestern auf den Verein Über" sodaß der städtische Zuschuß von 200 JL lahrlich, auf welchen Betrag sich die theilweise Unterhaltung 1- einer Schwester belief, in Wegfall kommt. Es mkb auf Antrag der beschlossen, dem Verein für Armen- und Krankenpflege, vom Tage des Bezugs des neuen Schwesternhauses an gerechnet, einen jährlichen Zuschuß von 1000 zu bewilligen - Zwecks Aufstellung eines weiteren Kostenvoranschlags über dm Ausbau der Wobest raße mit Herstellung einer nicht fahrbaren Uederbrückuna des Schoorgrabens (ähnlich wie an der Blockstraße) wurde in einer früheren Sitzung noch- maltge Verweisung der Sache an die Baudeputation beschlossen. Nach den vorliegenden Ermittelungen wurden sich die Kosten für den Ausbau der Straße mit beiderseitig
Trottoir auf 5o30 JL stellen, wahrend die Herstellung der Ueberbrückung des laicht ahrdar), mit einer leichten Steigung nach der Ostanlage hin auf 2600 ^veranschlagt ist. Die Baudeputation hat beantragt, die Kosten ^^.Ueberbrückung auf de Stadt zu übernehmen, wenn die Interessenten sich verpflichten, die oben angeführten Kosten der Straßenherstellung zu übernehmen E-^^frd dem Skntrage der Baudevutation entsprechend beschlossen. — In einem dep Bewohner der Lahn- und der Hammstraße legen dieselben die Nothwendigkeit dar, daß die in genannten Straßen befindlichen Petroleumlaternen weil diese eine nur ungenügende und schwer zu unterhaltende Beleuchtung der bett §E^ntheile gestatten, durch Gaslaternen zu ersetzen seien. In Rücksicht auf den ^s Gaswerks, welches die Legung von Gasröhren nur insoweit empfiehlt als tUnb; bergestellt ist, wird beschlossen, die Petroleumlaternen am Schlosser Nollschen, sowie am Oeconom Heß'schen Hause durch Gaslaternen zu ersetzen ^bü-Weiterlegung des Rohrnetzes nach dem entfernteren Theile der Hammstraße ^mirn JIaUfld Zusehen Die auf ^ 765 berechneten Kosten dieser Anlage werden bewilligt. — Dem Gesuche des Herrn Oeconomen Heß und Genossen um Aufstelluna eines Ventilbrunnens an der Lahnstraße wird nicht entsprochen; d7s Gas-Ä !"^ucksichtauf bie hier in Frage kommende Einwohnerzahl cill, ? "bttheils und die zwischen den einzelnen Brunnen innerhalb der Stadt Ernungen, die durchschnittlich auch nicht geringer feien wie diesiniae mnhrP«M^rUnn* I?n Oswaldsgarten, die Anlage einer ca. 1800 JL erfordernden Rohrenleitung nach der bezeichneten Stelle und Aufstellung eines Ventilbrunnens als ru früh - Einige weitere, die Wasserleitung betreffenden AngAegenhesten werden nach Den Anträgen derCommission erledigt, so u. A. die Rückgabe der s. S. von fierrn en exb ^leisteten Caution, sowie ferner die Bewilligung der Kosten der m* 9®^1.crIdtunß .tn das chemische und physikalische Laboratorium
schulgebÄdes. b bU 2lnbrin0un0 emes Zapfhahnes auf einem Corridor des Real-
Rach Erledigung mehrerer Kostendecreturen folgt eine nichtöffentliche Sitzung
Herr Beigeordneter Gnauth ist mit Vertretung unserer Stadt beauftragt " * c ™ 11 n ’§ an0 P tif um, welches nur noch bis nächsten Sonntaa
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Telegraphischer TchiffShericht mpninnrF , der „Red Star Line" Antwerpen.
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im Plenum erklärt. Das Stimmoerhältniß eraibt hnfi hL ungeeignet zur Erörterung »- ’xraSÄsÄS §
Gommiffare beweisen. Dieselben lauteten im ®den«icfien es t8^,("ln5Efllcrun88=
1 SÄÄfÄ'S Äe»*'ÄÄ bedenken, welches Arbeitermaterial im Geiänanissp ftl 0hb fb ^usse man aber auch
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Gefangenen auch noch sonst, z. B. durch Strebe' * ^i^er die Zeit der
Anspruch-genommen. Die Gefängnißverwaltuna^^^ ^^»^bnfuhren u. s. w. in einen möglichst hohen Arbeitsverdienst^ TOd)t'
f« aber nur halb so viel werth als bei ein?S^freien^Arbei^« S ^fangenen Verwaltung für Staatsrechnung arbeite so fei hpr \ VZenn die Gefängniß- großer. Der Unternehmer habe natürlich Vortbeil^ unzweifelhaft noch viel unbilligen Vortheil habe. BerÜcksick^en frage sich aber nur, ob er
Unternehmer stets selbst bei der Arbeit anroefenb fpi^i.nh btc daß der
Daß die L-ache auch nicht so lohnend fei Anweisungen ertheilen müsse.
Plötzensee die Gefangenenarbeit aufgegeben hätten da sie Fabrikanten in
Von der Ausfuhr habe die fr ie^Jndustr"-^ 95 lirnr "achen konnten.
Wettbewerb keine Rede sein. AlleSteuer.at°nne doch von drückendem beitragen, daher sei cs Prlilbt der (S tSnonil 8 er ?!u^cn a.u*6 8U den Gesängnißkosten keit^zum^-i^ne-^Beruf °b-st-be"b?r-«z^ abkr^a^ch'di'es-E'n t^^blich?Thätig! Säwä »Sät! *8,® • der niedrigeren Lebensmittelpreise seien audie Sablin ^Iße
gegangen. In der Landwirthschast könne man die Bestrafungen zuruck-
klimatischen Verhältnissen, z B der gwßen Ru^vaÄ^ ^^^nen bei unseren verwenden. Die Regierung könne keine Arbeit 233tntS' Juy '^wer
gekommen fei, und habe fie eine solche aeiunden fn^Pb^61?' ?UrL b e i Niemand der Gefangenen in den fielen Geschäftsbetrieb Über Derartile^äll" i-^^ entIllf,un9
ssSSSSiSSS getlung der Wnthschaftsconcession von dem Bedürfniß^^abb'änai^ u ^0Ä„btcS-s Delegirten von Württemberg plaidirten sehr für diese Rkf.-nr^nki,«? ^-?^achen. Die Ludwigshafener Wirth mit Entschiedenheit für d e Gone“"«!!«
S! »ÄÄÄf Äta'gsFf"™ ;
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Gefängnißarbeit.
ihrer sp?tpn^"°nscommission des preußischen Abgeordnetenhauses beschäftigte sich in Tagung in Folge mehrerer Petitionen zwei Sitzungen h ndurch m t der .Nachdem die Petitions-Commission sich im Jahre 1886
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Vermischtes.
gestern^eLft!^rd^h7tt"i^eEcher^n^ über welchen
Erschlagene schon über 10 Jahre bei der biefiaen Ka^nifn^s?" ?^Zung, zumal der bekannte Persönlichkeit war Gestern nnb hPHt? TrmQlm^ ""b daher eine ziemlich suchunasrichler andem Tha.o« und wurden mehrfache^ermbn,?"^^ Unb Un,e’ die mdeß über den Thäter wie über das Motin In ■nF-n vorgenornrnen, Anhaltspunkte ergaben. Ein nicht mehr dem Militärst?n?p^^^E.n keinerlei bestimmte von Ober-Olm, der vor 4 Jahren S heS augehorender junger Mann
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üb-r lk^Postg-L untA^°unddb°!?s^,ub7' bekanntlich
wurde, ist am Mittwoch Abend hL Angebracht worden *"
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Auge in den Kopf und der Freund ftürite sofort riht » ? 6 ^"8el drang durch das Familie ist nicht zu beschreiben - der so 'ÄÜcktttL Jammer der
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werben begleitet von sämmtlichen Kindern, dem Großfürsten Wladimir Alexandrowüsch b^-^0luiiuister, mehreren Hofchargen, dem Chef der maison militaire, dem ^trieaö= urinister Wannowski und der sonstigen Suite des Kaisers. 9
Lokales.


