. Lokales.
Gießen, 3. August. sKunstnotiz.] Es gereicht uns zu besonderem Vergnügen, auf die im Erscheinen begriffene Fortsetzung eines Werkes Hinweisen zu können, weiches für jeden Bewohner der guten Stadl Gießen von dem höchsten Interesse ist und immerdar für Kind und Ktndeskinder bleiben wird. Wir meinen die vor einigen fahren erschienene, mit so enthusiastischem Beifall aufgenommene Sammlung Photographien von Gießen und seiner reizvollen Umgebung. Die außerordentliche Schönheit jedes einzelnen Blattes hat es vermocht, daß wett über Gießen hinaus das Werk, welches sein Entstehen der Liebe zur Vaterstadt, nicht dem Trachten nach materiellem Gewinne verdankt, Verbreitung unö eine Fülle von warmer Anerkennung gefunden hat, die wohl einzig in seiner Art dastehen dürfte. Ist doch sogar an allerhöchster Stelle die gnädigst wohlwollendste Entgegennahme erfolgt. Es sind im Laufe der Zeit der überaus rührigen Verlagsbuchhandlung von Emil Roth in Gießen, welche sich durch die Herausgabe ein bleibendes Verdienst erworben hat eine Anzahl der schmeichelhaftesten Kundgebungen in Wort und Schrift geworden, welche sich vollkommen übereinstimmend in lobender, theilweise begeisterter Weise über die Schönheit der hier gebotenen photographischen Schöpfungen aussprechen, welche von den bcrufenften Kräften hergestellt worden sind.
Der über sein engeres Vaterland hmauS rühmlichst bekannte Hofphotograph Lange hat es mit seltener Meisterschaft und feinstem künstlerischen Takte verstanden, die durch besondere Schönheit und Lieblichkeit hervorragenden Punkte für seine Reproduktionen auszuwählen. Hier begegnen wir keiner Alltagswaare nach dem Worte „billig und schlecht", keiner Waare, die nur durch krämerhafte Spekulation entstanden, die schablonenmäßig ausgenommen und ebenso vervielfältigt worden; — hier sieht man vielmehr jedem Blatte an, daß innige Versenkung in die ewige Schönheit der Natur, Liebe für die Sache, glückliche geniale Beobachtungsgabe sich mit vollendeter Technik verbunden haben, um eine wahrhaft harmonische Schöpfung nach dem Blicke des Kenners, des strengen Kritikers zu bieten. Wir hatten schon öfters Gelegenheit, persönlich die peinliche Sorgsamkeit zu bewundern, welche auf jedes der vielen Bilder vom ersten Momente der Entstehung bis zum Ausstellen im Kunstladen verwandt wird, und es ist ein wirkliches unbestrittenes Verdienst, welches Künstler und Verleger durch Verbreitung dieser „Eabinetstücke" sich erworben haben. Zu diesem allen tritt ein verhältnißmäßig höchst wohlfeiler Preis, wie es auch besonders dankbar anzuerkennen ist, daß die Herausgeber sich nicht damit begnügen, bei den von Anfangs hergestellten Bildern es bewenden zu lassen, — vielmehr ihren Stolz und ihren Lohn darin suchen — unbeirrt durch entstehende hohe Geldopfer — durch neue vollkommenere Aufnahmen frühere zu erfetzen und neue Punkte aufzusuchen, welche würdige Ergänzungen abzugeben geeignet sind.
Die Vervielfältigung der Blätter ist der Weltfirma Brück mann in München übertragen worden, welcher Name die beste Bürgschaft für größte Vollendung bietet.
Gieße«, 3. August. Wie man uns soeben mittheilt, ist ein weiteres Rennen und zwar im Sciff (Etnruder) gelegentlich des Sommerfestes der Rudergesellschaft zu Stande gekommen; auf eine von dem hiesigen Sculler, Herrn Krailing, an seinen Gegner auf der Frankfurter und Mannheimer Regatta erlassene Herausforderung hat letzerer (Herr Martell vom Wetzlarer Ruderclub) dieselbe angenommen und wird am 12. August am Start erscheinen.
Beide Herren zählen mit zu den besten Sciff - Ruderer der Saison und ist ein interessanter und heißer Wettkampf zu erwarten. Der Vorstand der hiesigeu Gesellschaft hat für dieses Rennen als Ehrenpreis einen Eompaß in ächtem Gold gestiftet.
Bayreuther Bühnensestspiele.
Plaudereien aus der Festsptelstadt.
*** Bayreuth, 1. August 1888.
I.
„Hört ihr den Ruf?
Nun danket Gott, daß ihr berufen, ihn zu hören!"
Ueberall herrscht Glanz und Freude und der Tempel grüßt von seiner stolzen Höhe, umfluthet von goldenem Sonnenschein, die zahllosen Gäste, welche theils in unabsehbaren Equipagencolonnen, theils gleich einer Wallfahrt froher Pilger zu Fuß den Hügel emporstreben. Endlich hat sich das Haus bis auf den letzten Platz gefüllt, aller Herren Lander, alle Sprachen sind vertreten, die Tbüren werden geschlossen und tiefes Dunkel umfängt die sehnsüchtig Harrenden. Kein Laut regt sich, da wie ein Märchen aus einer anderen Welt erklingen die ersten tiefergreifenden Töne aus dem vollständig unsichtbaren Orchester herauf. Ein eigenthümltcher Schauer durchrieselt den aufmerksamen Zuhörer und wie ein Traum erscheint es fast, was man hört und sieht. Nicht der Glanz und der Tand unserer modernen Bühne, nicht die aufdringlichen, das Auge fesselnden Zierden lenken die Aufmerksamkeit ab von dem, was der Vorhang enthüllt, sondern eine Weihe ergießt sich über Alles und wenn Garnemanz (Gillmeister) sagt: „Hört ihr den Ruf? Nun danket Gott, daß ihr berufen, ihn zu hören", fo hat er Recht; denn glücklich schätzen wir Jeden, der berufen ist, in diesem Heiligthum zu weilen.
Die ganze Aufführung des „Parsifal" war aus einem Guß, plastisch in jeder Beziehung, ein Festspiel in wahrstem Sinne des Wortes und die Kritik muß selbstverständlich die Waffen strecken, da sie nur bewundern kann. Jeder Darsteller ist Sänger und Schauspieler zugleich, wie es der Meister vorgeschrteben, da ist keine unschöne Beengung, keine falsche Betonung der Worte, sondern nur eine Harmonie, selbst bei den kleinsten Partien, und wenn sich am Schlüsse des ersten Acts der Vorhang schließt, so darf es nicht verwundern, wenn nach jener wahrhaft erbauenden Gralsfeier Alles still und ergriffen das Haus verläßt, um einige Zeit im Freien dm Gedanken nachzuhängen. Bald jedoch mahnen die Fanfaren, daß Der 2. Act beginnt. Klingfer (Scheidemantel) macht Kundry (Materna) mit ihrer Aufgabe als Zaubermädchen bekannt und als Parsifal (van Dyck) auf dem Schloß erscheint, verwandelt sich dasselbe in den Zaubergarten, belebt von in Blumengewändern gekleideten Mädchen. Eine liebliche Scene folgte jetzt und gipfelt später in Kundry's Erzählung von Parsifal's Mutter.
Es ist unmöglich, mit Worten zu schildern, was das Ohr gehört, was die Augen gesehen; man muß sich selbst von Allem überzeugen und wird lange Zeit von der Erinnerung zehren können. Wir möchten fast behaupten, daß Wagner's Schöpfungen von dem wahrhaft gewürdigt werden können, der sie im hiesigen Festspielhause mit ganzem Herzen in sich ausgenommen hat. „Wie dünkt mich doch die Aue so schön", wird er „selig im Glauben" ausrufen und sicherlich eingestehen müssen, daß der Parsifal auf einer Alltagsbühne nicht möglich ist, daß ein Ensemble und ein Musterorchester wie das hiesige, ganz abgesehen von den stilvollen scentschen Arrangements zu einer Parsifal-Aufführung Grundbedingungen sind. —k.
Vermischtes.
Gießen, 1. August. ^Bestrafungen der Bettler und Landstreicher im Groß- herzogthum Hessen.] Im Jahre 1887 wurden im Großherzogthum Hessen ins- gesammt 3296 Bestrafungen von Bettlern und Landstreichern auf Grund des § 361, Nr. 3 und 4, rechtskräftig; davon kamen auf die Provinzen Starkenburg 1318, Ober- - essen 725, Rheinhessen 1253, oder im Durchschnitt täglich im Großherzogthum 9,0, in Starkenburg 3,6, in Oberhessen 2,0, in Rheinhessen 3,4. Die meisten Bestrafungen sanden statt im Januar (550), die wenigsten im August (133). Nach Jahreszeiten geordnet, ergibt sich, daß die meisten Straffälle in den Winter fallen (1479), im Frühling kamen 928, im Sommer 494, im Herbst 551 vor. Eine Vergleichung mit den Ergebnisfen aus vorderen Jahren zeigt, daß, nachdem im Jahre 1886 die Anzahl der Bestrafungen gestiegen war, im Jahre 1887 gegenüber dem Vorjahre in den drei Provinzen wieder eine Abnahme eingetreten und in den Provinzen Oberhessen und Rheinhessen wie im Großherzogthum, seit den Erhebungen von 1877 an, im Jahre 1887 der geringste Stand erreicht worden ist. Nur in Starkenburg weisen die Jahre 1884 und 1885 eine kleine Anzahl Bestrafungen (1192, bezw. 1314) auf, was einer Zunahme im Jahre 1887 um 126, bezw. 4 gleichkommt. Es entfallen auf 10,000 Einwohner Bestrafungen von Landstreichern unb Bettlern:
in der Provinz
1885
1886
1887
Starkenburg
42,7
35,8
32,5
Oberhessen
30,1
30,7
27,6
Rheinhessen
46,3
49,7
42,4
im Großherzogthum Hessen
36,1
38,6
34,2
Nach absoluten Zahlen sind im Jahre 1887 in Starkenburg die meisten und in Oberhessen die wenigsten Bestrafungen oorgekommen, während in den vorhergehenden Jahren, bis zum Jahre 1879 zurück, Rheinhessen die meisten Bestrafungen aufweist. Im Verhältniß zur Bevölkerung bemessen, entfallen dagegen auf Rheinhessen in allen Jahren für welche Erhebungen vorltegen, die meisten Bestrafungen.
Nach S 362 des Reichsstrafgesetzbuches kann bei der Verurtheilung zur Haft zugleich erkannt werden, daß die verurtheilten Personen nach verbüßter Strafe der Landespolizeibehörde überwiesen werden. Auf Grund dieser Paragraphen sind im Jahre 1887 in der Provinz Starkenburg 158, in Oberhessen 128, in Rheinhessen 280 zusammen 566 gerichtliche Ueberweisungen an die Landespolizeibehörde erkannt worden.' Von diesen 566 gerichtlichen Ueberweisungen sind durch die Landespolizeibehörden im Großherzogthum 377 Unterbringungen in ein Arbeitshaus und 6 Verweisungen aus dem Reichsgebiet verfügt worden. Die Unterbringung der Ueberwiesenen hat in dem Arbeitshaus zu Dieburg (Provinz Starkenburg) mit 346, in dem Filialarbeitshaus zu Worms (Provinz Rheinhessen) mit 31 stattgefunden. Von den Ueberwiefenen wurden
untergebracht:
a. für die Dauer von 3 Monaten und weniger ... 54
b. für die Dauer von mehr als 3 bis zu 6 Monaten . 117
c. für die Dauer von mehr als 6 Monaten bis unter 2 Jahren 107
d. für die Dauer von 2 Jahren......6
e. auf unbestimmte Zeit.......93
Hierzu ist erläuternd zu bemerken, daß zur Verbüßung von Nachhaft auf unbestimmte Zeit von den Landespolizeibehörden im Jahre 1887 283 Personen den Arbeitshäusern überwiesen worden sind. Diejenigen hiervon, welche im Laufe des Jahres 1887 ihre Haft beendeten, sind den auf bestimmte Dauer Untergebrachten unter a—o oben zugerechnet worden, fo daß am Schluß des Jahres nur die unter e verzeichneten Personen noch in Hast auf unbestimmte Zeit verblieben. Die Gesammtzahl der in den Arbeitshäufern auf Grund polizeilicher Anordnungen untergebrachten Personen betrug nach dem Stand vom 31. December 1887 126 und zwar befanden sich hiervon 119 im Arbeitshaus zu Dieburg und 7 im Filialarbeitshaus zu Worms.
Neu-Ulrichstein, 1. August. sMonats-Bericht der Arbeiter -Eolonie pro Juli 1888.] Ultimo Juli sind in der Eolonie arbeits-, resp. stellenlos ins- gesammt 59.
Hiervon waren Appreteur 1, Arbeiter 18, Bäcker 2, Barbiere 2, Brauer l, Buchbinder 4, Eigarrenmacher 1, Commis 3, Färber 1, Former 1, Gärtner 2' Hausbursche 1, Kellner 2, Kutscher 1, Maschinenschlosser 1, Messerschmied 1, Metzger 1, Schmiede 2, Schneider 4, Schreiber 4, Schuhmacher 3, Steindrucker 1, Tüncher l, Vergolder 1.
Den Staaten nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 11, Thüringen 5, Bayern 4, Württemberg 2, Mecklenburg 1. Von Preußen auf die Provinzen: Brandenburg 2, Hessen (Cassel) 3, Regierungsbezirk Wiesbaden 10, Hannover 1. Posen 1, Rheinland 8, Hohenzollern 1, Sachsen 3, Westfalen 3, Schlesien L Oesterreich 2, Rußland 1.
Abgegangen sind im Laufe des Monats Juli 22.
Davon gingen auf eigenen Wunsch 11, durch die Colonie in Stellung 4, durch eigenes Bemühen 4, zu ihrer Familie 2, durch Entlassung 1.
Im Ganzen würden seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 964 Colonisten. Gearbeitet wurde an 1595 Tagen, incl. 432 für fremde Rechnung.
Darsnstadt, 1. August. sPostpersonalnachrichten.] Angestellt ist der Postassistent Bergmann in Mainz. Ernannt ist der Postassistent Klöpptngerin Mainz zum Ober - Postassistenten.
Versetzt sind der Postsecreiär Siedler von Darmstadt nach Erfurt behufs Uebernahme einer Buchhalterstelle bei der Ober-Postkasse daselbst, der Postsecretär Haag von Metz nach Darmstadt behufs Uebernahme einer Wreaubeamtenstelle erster Classr bei der Ober-Postdirectton, der Postassistent Schulens von Mainz nach Worms, der Postassistent Bergmann von Neuwied nach Mainz.
Gestorben ist der Ober-Postdirectionssecretär Hofmann in Darmstadt.
— Frankfurt, 2. August. Gestern fand die amtliche Probefahrt mither Straßenlocomotioe auf der Frankfurt-Eschersheimer Localbahn statt. An derselben nahmen Herr Regierungsassessor Steffens als Vertreter des Königlichen Polizei-Präsidiums und Herr Baurath Wagner als Sachverständiger theil. Die Probe fiel zur vollen Zufriedenheit der Commission aus, namentlich sprach sie sich über das angebrachte Bremssystem (Luftsaugbremse, System Korting-Hannover) anerkennend aus. Mittelst dieser Bremsvorrichtung konnte der aus Locomotive und 3 Wagen bestehende Zug bei der größten erlaubten Fahrgeschwindigkeit durch einen einfachen Griff auf eine Wagenlänge zum Stehen gebracht werden. Sobald die landespolizeiliche Genehmigung erthck ist, wird der Dampfbetrieb ausgenommen werden.
— Bis zur Eröffnung des Centralbahnhofes soll noch Manches sertiggesteL werden. So arbeitet man jetzt seit einigen Tagen eifrig an der Fertigstellung btt gärtnerischen Anlagen vor der Fa?ade, sowie einer Zufuhrstraße von der Ostfeite. Di! Wartesäle sind schon sämmtlich ausmöblirt und machen einen prächtigen Eindruck.
— Der Ueberschuß an jungen Juristen in Preußen ist zur Zeit ein derartige!, daß von der Reifeprüfung bis zur Anstellung mindestens 15 Jahre vergehen, wie die folgenden Zahlen ergeben. Das Studium der Rechtswissenschaft auf den 9 preußischen Universitäten betrieben:
1861—66 durchschnittlich 1207 Studenten,
1866-71 „ 1316
1871-76 „ 1898
1876-81 „ 2448
1881-83 „ 2645
Seitdem ist ein langsames Fallen eingetreten unb die Zahl betrug im verflossenen Jahre nur noch 2063. Dementsprechend fiel in den letzten Jahren auch bli Zahl der im Vorbereitungsdienste bei den Justizbehörden beschäftigten Referendarim sie hatte 1869 sich auf 1540, 1885 bereits auf 3883 belaufen und fiel 1886 auf 3551 Die Zahl der Gerichtsreserendarten, welche die Prüfung für die Befähigung M Rtchteramte bestanden, ist von 157 im Jahre 1871 auf 704 im Jahre 1887 gestiegen: Regterungsreserendarien waren im verflossenen Jahre etwa 400 vorhanden. Dec gegenüber gab es in demselben Jahre 4234 Richter und Staatsanwälte, 3069 Rechte anwälte unb Notare, unb bei den Communen haben etwa 400 höhere Justiz- uni Verwaltungsbeamte in Preußen Anstellung gehabt; die Zahl der betreffenden AM stellen betrug also 9567. Die actioe Dienstdauer beträgt nun etwa 28 Jahre unb £ würden daher im verflossenen Jahre 342 Stellen zur Neubesetzung gelangt sein. Die!« Zahl steht die Neuernennung von 704 Gerichtsassessoren und von 98 Rcgierungsassessori! gegenüber. Bei dem Vorhandensein von fast 2000 Assessoren unb etwa 330 jährliche! Vakanzen muß jetzt jeder Assessor durchschnittlich 6 Jahre aus Anstellung warten. Die! Zahlen sprechen beredt genug unb bebürfen keines Commentars.
— sDer foginannte Starrkrampf im Wasser.] In jeder Babesaison hört tnfl von Fällen, in welchen geübte ©cf.» immer, ohne burch vorhergegangene große Kra! anstrengung ermüdet zu sein, angesichts des belebten Ufers nach anscheinend spielende! Plätschern im Wasser lautlos uterfhifen. „Ein Starrkrampf scheint die Kräfte bi Unglücklichen plötzlich gelähmt zu Huben", so heißt es bann in den Berichten. Ei amerikanischer Arzt, Dr. Roche, Hal die Erscheinung des plötzlichen Ertrinkens schwimv kundiger Personen seit längerer Zeit zum Gegenstände eifriger Studien gemacht un sich durch Untersuchungen an zahlreichen Ertrunkenen die Ueberzeugung verschafft, bo nicht Krampf die Ursache der plötzlichen Erlahmung aller Kräfte des Schwimme? gewesen. Schließlich gelangte Dr. Roche zum Abschluß seiner Untersuchung durcd ein« Zufall, der ihm um ein Haar selbst das Leben gekostet hätte. Beim Baden in ein« kleinen Meeresbucht überkam ihn nämlich selbst das Gefühl plötzlicher Erschlaffung? verlor die Sprache unb sank unter Wasser. Nur der glückliche Umstand, daß er d«l Lande nahe war, rettete ihn. Die Erklärung, welche der Doctor über diese eigenM liche Erscheinung gibt, der die Wissenschaft bislang vergebens nachgespürt, ist dicsi Der Schaum oder vielmehr der Wasserstaub der kleinen Welle, welche sich Schwimmen an der Lippe des Badenden bricht, wird durch die Nasenlöcher etngeat^


