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TL

gewählt.

III.

regelmäßigen

Die

Abgesehen von den kraft Gesetzes zu den betr. Commissionen gehörigen Kreisveterinärärzten werden in die

Roreomrssion Gießen als Mitglieder: Rentner Rudolf Güngexich in Gießen und Bürgermeister Bopp in Bellersheim-

M Stellvertreter: Bürgermeister Köhler in Langsdorf und Heinrich Velten HL in Großen-Linden:' «orcommrsfion Grunberg als Mitglieder: Bürgermeister Faulstich in Weitershain und Müller Ernst Zimmer in Lauter Stellvertreter: Administrator Hermann in Winnerod und Oeconom Jean Wolf in Villingen

Den gewählten Mitgliedern bezw Stellvertretern sollen für ihre Dienstgeschäste in allen Fällen die Transportkosten vergütet und außerdem bei Rundgangen 6 Jt, bei einzelnen Besichtigungen 3 JL Diäten gewährt werden. D

Dienstbezirke der Gr- Kreisveterinärämter Gießen und Grünberg und damit der beiden Körcommissionen umfasien solgende Orte:

Dienstbezirk des Kreisveterinäramts und der Körcommisston

Gieße«.

Grünberg.

1. Albach.

2. AUendorf a. d. Lahn.

3. Alten-Buseck.

4. Annerod.

5. Bellersheim.

6. Bettenhausen.

7. Birklar

8. Burkhardsfelden.

9. Daubringen.

10. Dorsi Gill.

11. Eberstadt.

12. Garbenteich.

13. Gießen.

14. Großen-Buseck.

15. Großen-Linden.

16. Grüningen.

17. Hausen.

18. Heuchelheim.

19. Holzheim.

20. Hungen.

21. Inheiden.

22. Klein-Linden.

23. Langd.

Gießen, 22. Februar 1888.

24. Lang-Göns.

25. Langsdorf.

26. Leihgestern.

27. Lich.

28. Lollar.

29. Mainzlar.

30. Muschenheim.

31. Obbornhofen.

32. Ober-Hörgern-

33. Oppenrod.

34. Rabertshausen.

35. Reiskirchen.

36. Rodheim.

37. Rödgen.

38. Ruttershausen.

39. Staufenberg.

40. Steinbach.

41. Steinheim.

42. Trais-Horloff.

43. Trohe.

44. Utphe.

45. Watzenborn.

46. Wieseck.

1. Mendorf a. d. Lda.

2. Albertshausen.

3. Bellersheim.

4. Bersrod.

5. Beuern.

6. Climbach.

7. Ettingshausen.

8. Geilshausen.

9. Göbelnrod.

!<'- Grünberg.

11. Harbach.

12. Hattenrod.

13. Kesselbach.

14. Lauter.

15. Lindenftruth.

16. Londorf.

17. Lumda.

Grobherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann.

18. Münster.

19. Rieder-Bessingen.

20. Ronnenrolh.

21. Ober-Bessingen.

22. Odenhausen.

23. Queckborn.

24. Reinhardshatn.

25. Röthges.

26. Rüddmgshausen.

27. Saasen.

28. Stangenrod.

29. Stockhausen.

30. Treis a. d. Lda.

31. Villingen

32. Weickartshain.

33. Weitershain.

34. Winnerod.

Betreffend: Wie oben. Gießen, 22. Februar 1888.----------

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Trotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreise-.

Nach dem Gesetz oom 26. Oktober 1887 über die Anschaffung und Unterhaltung der Faselvieh» dürfen nur solche Faselochsen gehalten werden für welche wir auf Antrag von Sachverständigen - stehe: die vorstehend angegebenen Körcommissionen - die Erlaubniß zur Benutzung erthellt haben ' ° . e wollen sich daher für die Folge bei Anschaffung neuer Bullen zunächst an das Gr. Kreisveterinäramt mit dem Ersuchen wenden, das Gutachten der Körcommisston zu erwirken und dieses an uns weiter zu besördern. ' ^uiacyreR

.. .Weiter bedürfen alle mit den Faselochsenhalter abzuschließenden Verträge in Zukunst unserer Genehmigung. Wir beauftragen Sie daher dieselbe in biejen Vertragen vorzubehalten und uns den Vertrag tu vierfacher Ausfertigung (je ein Exemplar für uns, für Sie, für den Rechner und den Halters vor- zulegen. Wrr bemerken daber, daß rn allen Fallen der Faselochse Eigenthum der Gemeinde sein muß, ausgenommen wo eine Privatperson, etwa der Eigen- chumer einer Gutsherrschast, zur Stellung des Faselviehs für die Gemeinde besonders rechtlich verpflichtet ist. 9 n

®nb?$ Fn b ^eTinbun bei bernmaI beschlossenen Zuchtrichtung verbleiben, also mit den Rassen der Bullen nicht wechseln. Sie werden daber angewiefen, den Gememderath darüber zu vernehmen, von welcher Rasse die Faselochsen in Zukunft sein sollen. Das Protokoll über den ergehend n Beschluß des Gememderathes wollen Sie uns binnen 14 Tagen mit Bericht darüber vorlegen: «eicymy

1) wie viele Bullen dermalen in Ihrer Gemeinde gehalten werden;

2) von welcher Rasse dieselben sind;

3) in wessen Eigenthum sie stehen;

M wie viele Mutterthiere sich durchschnittlich im Jahre in Ihren Gemeinden befinden mögen;

5) wie die dermaligen Halter heißen;

6) wie lange der mit denselben abgeschlossene Vertrag noch läuft.

_ ____________vr. Boekmann.

Politische Woche« -Ueberstcht.

m . Gießen, 2. März.

Don den in Karlsruhe anläßlich der Beifetzungs Feierlichkeiten an» wesend gewesenm süistlichm Persönlichkeiten bat Prinz Wilhelur von Preußen zuerst die badsiche Hauptstadt wieder verlassen, jedoch nicht, um birect nach Berlin lurückzukehren sondern um zunächst seinen Eltern in San Remo einen Besuch abzustatten. G.genüber den sich theilweise widersprechenden Gerüchten, welche in cen Itfcren Tagen abermals über den Gesundheitszustand des Kron« prinzen verbreitet waren, wird man es sich versagen müssen, über die nähere Veranlassung der Reise des Prinzen nach San Remo ein testimmter Urtheit zu Men und kann man nur öer Hoffnung Ausdruck verleihen, daß Prinz Wilhelm M't günstigeren Nachrichten hinsichtlich des Befindens seines erlauchten Vaters heimkehcen möge. Uncontrolirbar sind auch die in Berlin couzfirenben Gerüchte, nionad) Die Kaiserin beabsichtigen sollte, sich demnächst nach San Remo zu be< geben und wonach Kaiser Wilhelm selbst sich mit dem Gedanken tragen solle, bei Eintritt wärmerer Witterung se nen kranken Sohn zu besuchen.

Der Reichstag befinde sich offenbar bereits in derSchlußstimmuna", denn seine Schurz n wessen immer bedenklichere Lücken auf. Zn dieser Woche E* ?aS-®uau? *°9 °n zwei Tagen hintereinander seine Verhandlungen wegen Beichiußunsähigkeit abbrechen, am Montag bei der zweiten Lesung des Gesetz» entwurses, betr. dte unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfindenden Gerichts. Verhandlungen und am Dienstag bei der zweiten Berathung der Vorlage, betr bie Rechtsverhältnisse in den deutschen Schutzgebieten- Freilich sind die Reichs- boten selbst Schuld daran, wenn fich die Session durch diese mangelhatte Besetzung des Hauses nnnöthig in die Länge zieht. Am Mittwoch einem . "Schw-rmitage", zeigte sich das Haus eher beschlußsähig und dem entsprach auch bie Erledigung der Tagesordnung. Aus derselben standen zunächst die An- ttäge Munckel, betr. bie Zuflänb'gkeit ber Schwurgerichte bei politischen und Preßv-rgehen, sowie Munckel unb Reichensperger, betr. bie Wiebereinsühruna ber Berufung in Strafsachen. 5 B 1

®ie Mte?</T9 Armee-Bischof, ber preußischen

a.ntee, bie seit ber Absetzung bei bamaligen Feldprobstes Namimnowski tu Ä y1111*' «ledigt gewesen ist, soll jetzt burch ben sürst ^ chbflichen Delegaten Aßmann, Probst an ber katholischen Hebwigskirche in Serlin, mteber besetzt werben. Die Berufung der Herrn Aßmann auf ben f°a auf ble Vermittelung de« Breslauer Fürst, dtschof, Dr. Kopp zurückzuführen sein. d B

In Frankreich steht man noch unter dem Eindrücke desPlebiscit," für General Boulanger bei den jüngsten Ersatzwahlen zur Deputirtenkammer. 54.000 Stimmen hat der Revanchegeneral, obwohl er gar nicht wählbar war, auf seinen Nam n vereinigt, was etwa einem Achtel der gesammten am Sonntag bei den Ersatzwahlen angegebenen Stimmenzahl gleichkommt. Diese Demonstration, mag sie nun mit oder ohne den Willen des General« erfolgt Mn, ist deutlich und hat sich daher ber französische Ministerrath bereit« mit dieser neuesten Blüthe de« Boulanger-Cultu« befaßt; doch verlautet noch nicht« Bestimmte« über irgend welche Schritte der Regierung gegen Boulanger.

Die Verstimmung zwischen Italien und Frankreich hat durch da« Scheitern ber beiberseiligen Unterhandlungen Über den neuen Handelsvertrag einen verschärften Ausdruck ercaften. Zwar sprach fich der Ministerpräsident Criepi, al« er in der Mittwochssitzung der italienischen Deputirtenkammer die aus die Vertragrvrrhandlungen bezüglichen Schriftstücke verlangte, sehr oer» söhnlich Frankreich gegenüber aus, was aber nicht hindert, daß jenseit« der Alpen eine sehr gereizte Stimmung gegen Frankreich herrscht. Einstweilen bedienen fich die beiden Länder mit gegenseitigen Kampfzöllen.

3m englischen Unterhause ist bie Frage der Reform ber Geschäft«» otbnung bem endlichen Abschlüsse nahe. Von ber coaservativ-unionistischen Mehrheit sind nach langen Debatten eine ganze Reihe von Resolutionen an­genommen worben, welche e« künftig ber Opposition unmöglich machen werden, die Verhandlungen nach ihrem Belieben in die Länge zu ziehen.

Deutschland.

Berlin, 1. März. Der Kaiser nahm heute Vormittag die Monat«» rapporte der Commandeure der Leib-Regimenter, hieraus längere Vorträge des- Kriegeministrs Bronsart o. Schellendorff und des Generals v. Albebyll ent­gegen und machte am Nachmittage eine Ausfahrt. Um 4 Uir erschien der Reichskanzler, Fürst Bismarck zum Vortrage.

m 1. März. DerReichs-Anzeige" veröffentlicht folgender

Bulletin:

San Remo, den 1. März, 11 Uhr 5 Mn. Vormittags. Die Nacht war für Se. K. und K. Hoheit den Kronprinzen gut. Das Allgemeinbefinden ist gehoben, auch das Aussehen besser.

Berlin, 1. März. Alle umlausenden Nachrichten von einer beoorsteheuo den Conserenz in der bulgarischen Frage sind vollkommen unbegründet. Von: