die Konsuln und Vicekonsuln zur Gratulation. Am Syloester-Abend führten die Kinder der Kronprinzen im Salon der Villa Zirto ein kleiner Lustspiel auf. Hierzu waren eingrladen sämmtltche Personen der Gefolges und dar Dienst- perional. Der Kronprinz war bis Mitternacht in heiterster Stimmung im Familienkreise. Sein Befinden ist vorzüglich. (Fr. Z>g)
Telegraphische Depesche«.
Wolff'S telegr.
Meiningen, 1. Januar. Die Herzogin-Mutter Marie ist heute früh gestorben. (Die Herzogin-Mutter Marie, geboren 1804, war die Tochter des Kurfürsten Wilhelm II. von Hessen und dessen Gemahlin Auguste, einer Tochter des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. Ihr Gemahl, Herzog Bernhard, ist 1882 gestorben; ihr Enkels der Erbprinz Bernhard, ist mit Charlotte von Preußen, einer Tochter des deutschen ftron= prinzen^mrmMt.)^ Heute Vormittag um 10 Uhr brad) in der alten Börse
Feuer aus, das noch nicht gelöscht ist, aber auf seinen Herd beschränkt bleiben dürfte. Das in nächster Nähe liegende Rathhaus, sowie die umliegenden Gebäude sind unversebrt^^^, $anuar> Der Gesandte in Berlin, Graf v. Benomar, ist zum spanischen Botschafter ebendaselbst ernannt worden.
Rom, 1. Januar. Durch eine gestern erfolgte amtliche Veröffentlichung ist der Handelsvertrag zwischen Italien und Oesterreich - Ungarn vom 7. v. Mts. mit dem hentigen Tage in Kraft gesetzt worden.
Belgrad, 1. Januar. Der „Polit. Corr." zufolge ist das neue Cabmet wie folgt gebildet: Oberst Gruic Vorsitz und Krieg, Oberst Franaffovic Aeutzeres, Veli- mirovic Bauten, Mtloslaoljevjc Inneres, Wuic Finanzen, Popovic Handel und Gerschtc^Justtt^ Januar. Eine Botschaft des Königs spricht den Schluß der parlamentarischen Session und die Auflösung der Depulirtenkammer aus. Die Neuwahlen sind auf den 4. Februar anberaumt und die Kammern follen am 19. Februar zusammentreten.
— In Folge von Schneewehungen sind die Verkehrsoerbindungen im Lande mehrfach unterbrochen. ___________
Die gefälschten Aktenstücke in Sachen des Coburgers.
Berlin, 31. December.
Der „Reichsanzeiger" beginnt heute die Publikation der gefälschten Actenstücke mit folgender Einleitung: . r,
Es ist bekannt, daß auf Befehl Sr. Majestät des Kaisers von Rußland dem deutschen Reichskanzler gewisse, die bulgarische Frage betreffende Actenstücke behufs Prüfung des Inhalts und Ursprungs desselben mitgetheilt worden sind. Es hat sich ergeben, daß diese Actenstücke lediglich erfunden worden sind, um die Aufrichtigkeit der deutschen Politik zu verdächtigen. Der Zweifel an der Chrlichtett derselben wäre berechtigt gewesen, wenn solche Actenstücke auf Wahrheit beruhten, da die deutsche Politik das Unternehmen des Prinzen Ferdinand von Coburg in Bulgarien von Anfang an und zu jeder Zeit als ein den bestehenden Verträgen zuwtdcrlaufendes angesehen hat und noch ansieht und sich in diesem Sinne allen Cabinetten und insbesondere dem russischen gegenüber amtlich ausgesprochen hat. Es würde daher, wenn die Actenstücke und namentlich das dem deutschen Botschafter in Wien zuaeschriebene echt und die Andeutungen in den fingirten Briefen in der Wahrheit begründet gewesen wären, der amtlichen deutschen Politik mit Recht der Vorwurf der Dupltcität und ihren amtlichen Erklärungen der der Unehrlichkeit haben gemacht werden können. Die deutsche Regierung, welche natürlich bemüht ist, bet den befreundeten Mächten das Vertrauen auf ihre Zuverlässigkeit und Offenbeit zu erhalten, hat daher ein lebhaftes Interesse daran gehabt, die Unechtheit der Actenstücke festzustellen und öffentlich zu bekunden. Die angestcllten Ermittelungen haben ergeben, daß zwischen Ihrer Königlichen Hoheit der Gräfin von Flandern und dem Prinzen Ferdinand von Coburg niemals eine Correspondenz irgend einer Art stattgefunden hat und daß eine politische Eröffnung wie die dem Botschafter Prinzen Reuß zugeschriebene von diesem niemals gemacht worden ist. Auch die Beziehungen, welche anderen hohen Herrschaften in den Actenstücken zugewiesen werden, haben sich als Erfindungen herausgestellt; die Actenstücke sind danach von bisher unermittelten Personen lediglich zu dem Zwecke, Mißtrauen zwischen den europäischen Mächten heroorzurusen, ohne jede thatsächliche Unterlage erfunden und zusammengestellt worden.
Im Nachstehenden geben wir den Wortlaut der gefälschten Depeschen ins Deutsche übersetzt: z
Nr. 1. Brief des Fürsten Ferdinand von Bulgarien an die Gräfin von Flandern vom 27. August 1887.*)
„E. k. H. kennt die unvorhergesehenen Ereignisse, welche soeben meine bisher so geflissentlich friedliche Existenz gekreuzt haben. Ein tapferes edles Volk, das in seiner Freiheit bedroht ist, richtet durch seine Vertreter die einstimmige Bitte, Auftrag und Befehl an mich, zu kommen, um cs zu lenken und zu leiten. Es ist das ein Versuch, der über meinen Kräften und besonders außerhalb meiner Neigungen steht. E. k. H. kann sich davon überzeugen, wenn Sie sich an die Unterredungen und Beziehungen erinnern, welche wir zu der Zeit u. A. in Ischl gehabt haben, wo die gewissermaßen mütterliche Zuneigung, welche Ew. Hoheit mir zeigten, meinen Charakter zwang, sich völlig zu offenbaren Ich stehe, sozusagen allein gegen Europa. Die Versicherungen, welche ich von Konstantinopel erhalten habe, sind kläglich. Vom bulgarischen Gesichtspunkte und dem der Angelegenheiten des Fürstenthums aus ist für mich S. M. der Sultan nicht von größerem Werthe, als S. M. der Czar: Dies sind bis jetzt zwei erklärte Feinde. Die Stimmung von Wien ist kaum ermuthigender, und ich weiß aus sicherer Quelle, was Sie ebenso gut, sogar besser wie ich, wissen müssen, daß man dort S. M. den König der Belgier hat bitten lassen, bei mir zu interventren, um mich zu bestimmen, die bulgarische Herrschaft nicht anzunehmen Aber ich kann es im Vertrauen Ew. Hoheit sagen, ich hätte nicht definitiv angenommen und hätte mich besonders nicht mit dieser Lebhaftigkeit nach Sofia begeben, wenn ich nicht von Berlin sehr zufriedenstellende Mtttheilungen bezüglich meiner Situation erhalten hätte. Ich mache mir keine Illusionen über den Werth dieser Versicherungen, ich weiß, daß ich nur ein Stück im Schachspiele des Fürsten Bismarck bin. Aber die Personen, welche ich um Rath gefragt habe und wächen ich nichts von meiner Lage verborgen habe, der Berliner Horizont mit inbegriffen, haben mir versichert, wie ich es auch selbst glaube, daß die Wichtigkeit dieses Stückes groß genug ist, daß man, in gewissen gegebenen Umständen, für das Fürstenthum und für meine Person daraus Stabilität und eine definitive Macht gewinnen kann. Um Ihnen zu beweisen, daß ich nicht leichtsinnig und ohne folgerichtiges Denken mich in ein Abenteuer gestürzt habe, überreiche ich Ew. Hoheit eine Abschrift einer Note, welche, es ist wahr, nicht unterzeichnet, aber authentisch und vollständig von der Hand des deutschen Botschafters in Wien geschrieben ist. betreffend die geheimen Gefühle der deutschen Reichskanzlei bezüglich meiner Candibatur, meiner Zukunft und der Initiative, die mir gelassen ist."
Im Folgenden bittet der Coburger um die Vermittlung der Gräfin beim König von Rumänien, damit dieser versuche, den Zaren wenigstens von der Aufrichtigkeit feiner (des Coburgers) Sache zu überzeugen.
„Ich kann in den Augen meiner Unterthanen von dem Gefühl meines großen Resoects vor dem Kaiser Alexander nicht mit der Energie Probe ablegen, wie ich wohl möchte; aber, es komme von Petersburg nur der Ausdruck des einfachen Gefühls von Wohlwollen für den neuen Bulgarenfürsten, und die ganze Lage wird plötzlich beleuchtet fein. Ew. Hoheit und Ew. Erlauchter Bruder haben in einem so hohen Grade das Gefühl für die delicaten Nüancen, die in St. Petersburg anzuwenden sind, daß ich glauben würde, es an Refpect fehlen zu lassen, wenn ich noch weiter drängte."
Der Coburger bittet noch dringend um die vermittelnde Neigung des Königs der Belgier, dessen Vater ja bei der Thronbesteigung ähnliche Schwierigkeiten durchzumachen hatte, und hofft sicher, daß der König die so sehr erschütterten Sympathien in Wien dem Coburger wieder zuwenden werde. Das Schreiben schließt:
*) Der deutsch geschriebene Brief ist in das Französische übersetzt worden.
„Ich bitte Ew. Hoheit, meine Mittheilung über Berlin gegenüber S- M. dem I König Karl von Rumänien als absolut vertraulich zu betrachten und halte es für i unnöthig, die Gründe dafür auseinanderzusetzen. Ich überlasse im Gegentheil Ew. Hoheit völlig das Urtheil über die Zweckmäßigkeit einer Mittheilung dieses Actenstückes an
l S- M- den König Leopold. Ich bin in tiefer Ergebenheit Ew..Hoheit- rc. rc.
Nr. 2. Anlage zu dem Briefe des Fürsten Ferdinand an die Gräfin von Flandern: *)
„Indem ich Ew. Hoheit von den Empfindungen und Ideen, mit deren Darlegung ich beauftragt bin, Rechenschaft gebe, kann ich Ihnen nur sagen, daß die Regierung Ihnen keinerlei Rathsckläge oder Weisungen, betreffend die Besitzergreifung des bulgarischen Thrones, zu ertheilen bat, die deutsche Regierung ist durch Verträge gebunden, welche sie achtet. Die Besitzergreifung vom bulgarischen Throne ist unter den obwaltenden Umständen vor Allem eine Frage persönlicher Empfindung der Initiative, welche auf die Gefahr Desjenigen hin unternommen werden muß, der sie unternimmt und welchem die deutsche Regierung in diesem Augenblick keinerlei amtliche Beihilfe noch Aufmunterung zu Theil werden lassen kann, auch nicht einmal dem Anscheine nach. Dennoch folgt daraus nicht, daß die deutsche Regierung nicht für den Bedarf ihrer allgemeinen Politik durch die ihr in Bulgarien zur Verfügung stehenden legitimen Mittel, das Unternehmen, vom bulgarischen Throne in Gemäßheit der Interessen des europäischen Friedens und der deutschen Politik Besitz zu ergreifen, officiös aufmuntern und fördern könnte. Es ist augenfällig, daß, wenn Ew. Hoheit sich mit dieser ernstlich erwogenen und entschiedenen Absicht nach Bulgarien begibt, der Zeitpunkt kommen wird, wo, so ungünstig oder selbst feindlich in dieser Zeit die Hand- lun en der deutschen Politik dem Unternehmen Ew. Hoheit gegenüber erscheinen könnten, die Gefühle, welche die Berliner Regierung insgeheim für den Erfolg ihrer monarchischen Action in Bulgarien nährt, offenen Ausdruck finden und so die volle Wirkung haben werden, welche mit dem offenen und entschiedenen Vorgehen eines mächtigen Reiches verbunden sind. Ew. Hoheit kann, so lange Sie sich auf österreichisch-ungarischem Boden befinden, in aller Sicherheit mit mir verhandeln. Wenn Sie sich zum Ueber- tritt nach Bulgarien entschließen, werde ich eine Chiffernschrift zu Ihrer Verfügung stellen, welche Ihnen die Fortsetzung von Beziehungen ermöglichen wird, die, wie ich hoffe, eines Tages offene und vortreffliche werden können."
Das Schriftstück Nr. 3 ist ein zweiter Brief^des Coburgers an die Gräfin Flandern, batirt vom 21. October 1887. Der Prinz dankt für die Bemühungen beim König von Rumänien und für den „Berliner Versuch", und bedauert, daß er nicht Anspruch habe, beim König der Belgier Hilfe zu erwarten. Dann heißt es wörtlich:
„Ich kann Ihnen sagen, daß trotz des offenen politischen Krieges, den Deutschland jetzt gegen mich führt, keine vier oder fünf Tage zu vergehen pflegen, wo nicht einer der hier aufhältlichen deutschen Agenten uns zu verstehen gäbe, daß höherer Rücksichten halber die internationale Politik Deutschlands so beschaffen sei, wie sie ist, daß sie sich unversehens in günstiger Weise ändern kann; daß gegenwärtig wichtige Interessen zwischen Deutschland und Rußland auf dem Spiele stehen und daß von der Lösung, die sie finden, zum wesentlichen Theile die Haltung Deutschlands abhängen wird. Ich gestehe, daß die derart verstandene Politik meine Leidenschaft als junger Svuoerain befremdet und entmuthtgt" rc.
Nr. 4. Der Coburger hat Der Gräfin von Flandern, deren er sich zur Wiedererlangung der Gunst des Königs der Belgier zu bedienen fortfährt, angezeigt, daß seine Angelegenheiten eine bessere Wendung nähmen (prenaient ... meilleure tournure) (hier ist, wie man mir versichert, diese Mittheilung erst am letzten Dienstag angelangt). Der Coburger kündigt darin an, daß er in der Folge der Zusammenkünfte Kalnoky's und Crispi's mit Bismarck neue Zusicherungen des Fürsten Bismarck erhalten hat, nur, daß des Letzteren Schritte bei Weitem formeller sind. Die deutsche Mittheilung ist, statt wie die vorhergegangene Wiener, durch den Canal des deutschen Botschafters in dieser Stadt zu fließen, bircct von Berlin gekommen. Es ist darin klar gesagt:
Daß in den Entrevuen mit Kalnoky und Crispi „das Geschick Bulgariens gründlich geprüft worden und daß es gewiß ist, daß feine Csnsolidirung unter diesen Bedingungen durch die mitteleuropäischen Mächte mit günstigerem Auge angesehen wird" (dies sind die wörtlich in dem Briefe enthaltenen Ausdrücke). Diese selben Mächte (also Deutschland, Oesterreich und Italien) haben bei neuerlichen und vertraulichen Anlässen die Hoffnung kundgegeben, daß Bulgarien durch die Auffassungsweise seiner politischen Rolle keinerlei Anlaß bieten werde, diese Haltung zu ändern, die man zu einer definitiven möchte werden sehen (de modifier cette attitudo qu’on voudrait voir definitive).
Im Weiteren entwickelt der Coburger die Hauptpunkte seine- vorläufigen Programms : Ruhe im Innern, Respektirung des Suzeräns, dann „die Pflege guter Beziehungen zu Rumänien und stete Bereithaltung, eintretenden Falles diesem Staate Anträge zu machen, welche später näher präcisirt werden sollen." Der Coburger bittet um den Rath und die Unterstützung des Baron Lambermont. Er Iheilt stricht die genaue Art und Weise noch die Form mit, in welcher die Berliner Mittheilung ihm zugegangen ist. Er zeigt in demselben Briefe an, daß er vor Erhalt dieser letzten Mittheilung, zu dem Zweck, in Berlin zu erfahren, was mit dem Grafen Kalnoky in Betreff Bulgariens abgemacht und besprochen wurde, durch Vermittelung des deutschen Botschafters in Wien vorgeschlagen hatte, nach Berlin zu kommen. Aber die aus Berlin empfangene Mittheilung enthält außer den weiter oben dargelegten Thatsachen in Betreff dieses Besuches die Ansicht, daß derselbe gegenwärtig ein viel zu heikler (tran- chant) Akt ist (sic !J, der der Situation in nichts förderlich sein und sie kompromittiren würde; daß der Fürst, wenn es nöthig sein wird, die Mitthetlungen empfangen wird, welche die Ideen entwickeln, deren Kenntniß ihm zum Frommen und seiner Politik nützlich sein könne, ebenso wie die Anschauungen Deutschlands und der Centralmächte. Fürst Ferdinand thut, als wenn er von diesen Veränderungen und von der neuen Wendung seiner Angelegenheiten bezaubert wäre. Die Gräfin von Flandern hat zu Baron Lambermont gesagt, daß mit seiner Sinnesart eine vollständige Umwandlung vorgegangen sei. Ein Punkt in dem Briefe des Fürsten Ferdinand scheint sie lebhaft zu intrifluiren und mit Unruhe zu erfüllen, .das sind „die Rumänien zu machenden Vorschläge und die diesem Staate gegenüber zu befolgende Politik". Übrigens scheint er absolut entschlossen, die Dinge an sich herankommen zu lassen und dec deutschen Strömung zu folgen.
*) Dieses Actenstück ist eines der Schriftstücke ohne Unterschrift, welches dem Fürsten vvm deutschen Botschafter in Wien zugestellt worden sein soll.
Lokale-.
X X Gießen, 2. Jan. Das Decemberheft der von der „Breslauer Dlchter- schule" herausgegebenen „Monatsblätter" enthält unter den von Damen gelieferten poetischen Beiträgen auch einen von Gieß en, der den Autornamen: Ida Schneider trägt.
Gießen, 2. Januar. Sylvesterabend und Neujahrsmorgen trugen diesmal dank der überaus strengen Kälte (das Thermometer zeigte 21 Grad unter Null) nicht das lebhafte Gepräge, wie sonst. Nur in Mitte der Stadt, am Markt, am Kirchenplatz und in den angrenzenden Straßen hatten sich die „Prosit Neujahr!" Rufenden zahlreich eingefunden. Daß auch trotz bestehenden Verbots wieder tüchtig geschossen wurde, darf nach den bisher gemachten Erfahrungen nicht Wunder nehmen; bedauerlich und im höchsten Grade gefährlich ist es aber, daß viele der Neujahrsschützen aus Revolvern feuerten. Wenn auf derartige Weise Leben und Gesundheit der Einwohnerschaft gefährdet wird, so ist es nicht mehr wie recht und billig, daß alle mit derartigen Waffen Betroffenen ganz exemplarisch bestraft werden.
Gießen, 2. Jan. (Theater^) Einen ganz enormen Heiterkeits-Erfolg erzielte die gestrige Premiere der neuesten Berliner Gesangsposse „Der Waldteufel" und war der Beifall ein geradezu enthusiastischer, trotzdem das Theater leider nur schwach besucht war. Von sämmtiichen Possen, welche bisher gegeben wurden, kann sich keine, was den Erfolg betrifft, mit dem lustigen Waldteufel messen. Die Dlrection handelt gewiß im Sinne Vieler, wenn sie diese amüsante Posse nochmals zur Aufführung bringt.
Um die Darstellung machten sich besonders verdient, die Damen Hesse/ Buisson und Hagen, sowie untere köstlichen Komiker, die Herren Woisch und Gitter mann. Herr Woisch hat übrigens am nächsten Donnerstag sein Benefiz, auf welches wir noch


