Paris beauftragte einen Offizier, die angeordneten Vorsichtsmaßregeln genau zu überwachen.
London, 31. Juli. Das Unterhaus hat nach 8stündiger Debatte die Fortsetzung der Berathung des § 1 der Bill, betr. die Parnell'sche Untersuchungs-Commission, auf heute vertagt.
Rom, 31. Juli. Der Afrikareisende Casald theilt in einem Schreiben aus Ginara vom 5. December (?) mit, keine Nachrichten von Stanleu bekommen zu haben, und legt dar, wegen der Anarchie in den dortigen Gegenden könne Stanley vor dem März kaum ankommen.
Lokales.
Hießen, 1. August. Die hiesige Rudergesellschaft richtet sich für ihr alljährlich wiederkehrendes Sommerfest, welches am Sonntag den 12. August, Nachmittags 3 Uhr, an ihrem Boorsplatz abgehalten werden soll.
Auf Veranlassung der dieses Jahr errungenen mehrmaligen Siege wird das Fest in erweiterter und großartigerer Weise wie seither gefeiert werden. Ein am Vorabend (Samstag) in Stein's Garten stattfindender allgemeiner großer Biercommers, zu welchem Einladungen in ausgedehnterem Maße ergehen werden, wird dasselbe eröffnen. Sonntag Nachmittag werden sich die diesigen acliven Ruderer, sowie Mitglieder auswärtiger Vereine auf ihrem Element, der Lahn, in Auf- und Wettfahrten präsentiren,während für Abends großes Brillant-Feuerwerk, lebende Bilder, Concert und eventuell sich anschließender Tanz in Stein's Garten in Aussicht genommen ist.
Den musikalischen Theil des Festes hat die hiesige Regimentskapelle übernommen, welche gleichzeitig, da das Regiment am 14. August zu den Manöoern ausrückt, ihr Abschiedsconcert geben wird.
Zahlreicher Besuch und schöner Erfolg wird unseren Ruderern nicht ausbleiben, aber besseres Wetter und endlich Sonnenschein mochten wir denselben wünschen.
Gießen, 1. August. Am Abend des 30. Juli wurde auf der Vicinalstraße Gießen—Rodgen ein Bursche von Rödgen mittelst Messerstichen lebensgefährlich verletzt. Zwecks Feststellung des Thatbestandes ist gerichtliche Untersuchung eingeleitet und wird dieselbe den Beweis liefern, daß der Thäter zur gehörigen Bestrafung herangezogen werden kann.
Vermischtes.
Darmstadt, 31. Juli. Bei dem ärztlichen und veterinärärztlichen Personale haben sich im Verlause des 2. Quartals d. I. die nachfolgenden Veränderungen ergeben. Es haben sich niedergelassen die Dr.Dr. Hamacher in Mörfelden, Dahlem in Neckar-Steinbach, Woltemas in Offenbach, Wisier tu Gimbsheim, Brosch in Michelstadt, Reichmann in Gießen, Keller in Urberack, Mogk in Gießen, Siepmann in Osthofen, Hartung in Mainz, Riegel und August Hoffmann in Gießen, Kremer in Wald-Uelversheim und Albrecht Weber in Darmstadt, die eilijährig-freiwilltgen Aerzte Dr.Dr. Beyerle, Machenhauer, Lauteschläger und Ludwig Orth in Darmstadt und Jourdan in Mainz. Verzogen sind die Dr.Dr. Pollak von Monsheim nach Forbach, Strubel von Langen und Linden von Ober-Ingelheim nach Bingen, Albrecht Stammler von Roßdorf nach Darmstadt, Brandenburg von Gießen nach Trier, Stimme! von Darmstadt nach Hamburg und Grosser von Darmstadt nach Cassel. Zum Kreis- affiftenzarzt für den Kreis Heppenheim mit dem Sitz in Hirschhorn wurde Dr. Ferd. Schwarz in Erbach ernannt. Gestorben sind die Dr.Dr. v. Löhr in Gießen, Schröter in Osthofen, Kreis-Assistenzarzt Dr. Baur in Hirschhorn und Oberstabsarzt t. P. Fuchs in Darmstadt. — Der practische Veterinärarzt Garth hat sich in Pfungstadt niedergelassen, Sehrt hat seinen Wohnsitz von Gernsheim nach Ober-Ramstadt und Theodor Grewe von Ober-Ramstadt nach Borke verlegt. Verstorben ist der practische Veterinärarzt Hisserich in Pfungstadt und Stabsoeterinärarzt i. P. Zimmer in Darmstadt.
Darmstadt. Die jetzt bekannt werdenden Resultate der am 1. October v. I. zur Feststellung gelangten Einnahme an Branntwein-Nachsteuer im Großherzogthum Hessen sind:
in der Provinz Starkenburg im Hauptsteueramtsbezirk
w Darmstadt rund 81181 JL
Offenbach „ 59 796 „
in der Provinz Oberhessen im Hauptsteueramtsbeztrk
Gießen rund 235 592 „
In der Provinz Rheinhessen im Hauptsteueramtsbezirk
Mainz rund 71150 „ Worms „ 27 778 „
Bingen „ 8 571 „
im Ganzen also rund 484 068
A Mainz, 31 Juli. Das oft erwähnte traurige Vorkommniß in einer hiesigen Badeanstalt wird morgen den Kreisausschuß des Kreises Mainz beschäftigen und zwar in Form einer Reclamation, welche die Besitzerin der betreffenden Badeanstalt gegen die polizeiliche Schließung ihres Gewerbes erhoben hat. Bei der Verhandlung dürften die schweren Vorwürfe, welche sowohl in der Presse als im Publikum gegen die polizeilichen Organe laut geworden sind, denen die Beaufsichtigung der Badeanstalten oblag, zur Sprache gebracht worden. Allgemein ist man hier der auch von den richterlichen Behörden getheilten Ansicht, daß die Schuld an dem traurigen Vorkommniß einzig und allein den Personen zur Last fällt, welche amtlich die Beaufsichtigung zu be- thättgen hatten.
— Hier hat gestern eine Frau ihr Stieftochterchen, ein Kind von 8 Jahren derart mißhandelt, daß das Mädcken in ärztliche Behandlung in's Spital verbracht werden mußte. Gegen die liebevolle Mutter hat der Spitalarzt bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erhoben.
△ Aus Rheinhessen, 31. Juli. Der gestern erwähnte Brand in Nierstein ist wahrscheinlich aus eine vorsätzliche Brandstiftung zurückzuführen und wurden heute nach einem kurzen richterlichen Verhör der Eigenthümer der betreffenden Gebäulichkeiten, sowie dessen Sohn verhattet. Zu der Verhaftung gab hauptsächlich Veranlassung, daß man in den Geschäftslokalitäten mehrere mit Petroleum getränkte Holztheile, Stroh rc. entdeckt, welche jedoch in Folge des raschen Einschreitens der Feuerwehr von den Flammen geschützt blieben.
— Frankfurt, 31. Juli. Die gestern hier mit aller Bestimmtheit auftretende Nachricht, der Postdefraudant Haag von Homburg v. d. H. sei in Basel ergriffen worden, bestätigt sich nicht. Man glaubt jetzt sogar, der Durchgänger werde entweder nicht ober nur sehr schwer abgefangen, da er bis zur Entdeckung seiner Veruntreuungen volle 2 Tage Vorsprung hatte. Daß er nach Basel hin geflüchtet, wird nicht geglaubt, da er auf der Strecke von Frankfurt nach Basel durch seinen Dienst als Postambulant bekannt war.
— Die gestern etngetroffene Locomotive für die Lokalbahn Frankfurt- Eschersheim wurde noch am selbigen Tage probirt. Der Dampfbetrieb soll für die Früh- und Abendzüge eingerichtet werden, Dagegen für die Zwischenzeit des Tages der Betrieb mit Pferden bestehen bleiben.
— Wie Ihnen schon gemeldet, findet am Sonntag den 5. August im Palmen- flarten großes Velociped-Wettfahren statt. Die Nennungen zu demselben sind sehr zahlreich eingelaufen, nur für das Zweirad-Hauptfahren bat sich fein Gegner des Herrn Aug. Lehr, der bekanntlich die Meisterschaft fast aller Länder inne bat und auch die Meisterschaft von Europa in Berlin errang, eingefunden. Die Sportleute scheinen hiernach mit diesem Fahrer den Kampf nicht mehr aufnehmen zu wollen.
— Wie sehr das anhaltende Reg en w etter viele Geschäftsleute schädigt, mag ein Exempel beweisen, das alle hiesigen Blätter der Curiosität halber melden. Ein hiesiger Restaurateur vereinnahmte im Juli 1887 nahezu 63 003 JL, in dem heute zu Ende gegangenen Juli hat er es nicht einmal bis auf 20000 JL gebracht!
— Der Centralbahnhof wird bestimmt am 18., nicht am 15. August eröffnet. Die Verschiebung des Eroffnungstermins um 3 Tage wird mit dein Gerücht, daß der Kaiser der Feier beiwohnen werde, in Verbindung gebracht. In der That scheint die Nachricht von der Hierherkunft Kaiser Wilhelms nicht unbegründet zu sein und man beschäftigt sich hierorts bereits eifrig mit darauf bezüglichen Fragen.
München, 31. Juli. König Ludwig I. (Zentenarfeier. Der Festzug, welcher sich schon früh am Morgen an verschiedenen Punkten der Stadt versammelt hatte setzte sich Vormittags 9 Uhr vom Karlsthor ausgehend, in folgender Reihenfolge in Bewegung: Eine Abheilung Reiter, ein Herold zu Pferde mit einer Tafel, auf welcher des Königs Geburtstag geschrieben steht, foftümirte Männer, Stangen mit Lorbeer- kränzen tragend, eine Ablheilung Trompeter zu Pferde mit bekränzten Helmen, des Königs Insignien, getragen von fünf reich foftümirten Männern zu Pferde, Pagen mit Lorbeer bekränzte Windlichter tragend, abermals foftümirte Männer, Stangen mit Lorbeerfränzen tragend, die Turner und die Fahnen und Embleme der Turn-, sowie verschiedener Vereine und Verbindungen, singende Kinder, die Wiege des Königs begleitet von Kindern in Kostümen des Jahres 1786, die Schüler sämmtlicker Schulanstalten, die studentische Jugend der Befreiungsfämpfe, dargestellt von Mitgliedern des akademischen Gesangvereins, Die Studierenden der Hochschulen, der Zug der Gewerbe (des Kunstgewerbcs, Des Handels und der Industrie, der Baugewerbe und der Baukünste in prachtvoll geordneten Gruppen), die Schüler der kgl. Akademie der bildenden Künste, sowie Deputationen hiesiger und auswärtiger Kunstvereine und Künstlerkor- porationen, die Abgesandten von 26 Städten, Deputationen des Konig-Ludwigs-Denk- mal-Comil6s in Straßburg und des Vereins der Bayern in Berlin, die Zeitgenossen aus der Umgebung König Ludwig L, das Festzugscomtt6 zu Fuß, die Fachausschüsse, die Gruppen der Stadtoertretung und des großen Comilss und zum Schluß berittene und nicht berittene Veteranen, eine Ablheilung von Turnern und der Feuerwehr. — Fast allen Gruppen und Abtheilungen des prachtvollen Festzuges marschierten Musik- korps ^raus. Alle Gruppen, die zahlreiche und prächtige Banner und Embleme mit sich führten, waren auf das Reichste, einzelne mit historischer Treue foftümirt, überall trat das künstlerische Arrangement des Festzugs hervor. Die den Odeonsplatz abschließende Feldherrnhalle war roth drapirt, auf einer in der Nähe des König Ludwig- Denkmals errichteten prachtvollen Zelteftrade hatten der Prinzregent und alle SDHtglieber der königlichen Familie Platz genommen. Gegen 10 Uhr traf die Spitze des Festzugs, in welchem gegen 10 000 Personen theilnahmen, auf dem Festplatze ein.
München, 31. Juli. Bei leidlichem Wetter bedeckten sich die Straßen schon am frühen Morgen mit zahllosen Menschen. Um 8 Uhr waren die Tribünen voll be'etzc. Die Prinzen des königlichen Hauses fuhren kurz nach 9 Uhr vor, der Regent kurz oor 10 Uhr. Der großartig schone Zug nahte um 10 Uhr aus der Residenzstraße dem Ludwigs-Denkmal an Odeonplatz. Die einzelnen Gruppen wecken die laute Bewunderung der Menge. Die Gewerbe in ihren mannigfachen Formen, die Industrie, der Handel, die Kunst, die Gemeinde Sendling, boten farbenreiche, prächtige Gruppen. Alles vollzog sich in schönster Ordnung. Die getroffenen Einrichtungen funftiontren ausgezeichnet. Da, um 12 Uhr, ertönte ein schriller Angstschrei durch die Lüfte. Die Elephanten Hagenbeck's, die in der prachtvollen Gruppe des Handels, geführt von ihren Afrikanern, daher zogen, waren vor dem ungeheuren Dampfthier, welches die Gruppe der Industrie darstellte, scheu geworden und davon gelaufen. Eine Panik ergriff das Publikum, das sich angstvoll zusammendrängte und flüchtete. Nur wenige Mmuten und der Zug setzte sich fort. Die Cheoeauxlegers hatten mit blankem Säbel die Elephanten zuruckgetrieden und größeres Unheil verhindert. Aber leider scheint das, was geschehen ist, schon arg genug zu fein. Der Oberarzt Brunner, Leiter der Station am Odeonplatz, versicherte mir, daß auf seiner Station 15 Verwundete ein- gebracht wurden, darunter eine schwer Verletzte, welche an die Wand gedrückt worden ist. Auch die anderen Stationen, es sind deren sechs, haben Verletzte. Das Unglück selbst ist noch nicht ganz zu übersehen. Noch zweimal wiederholte sich die Panik in kleinerem Umfange. Der Zug wurde gleichwohl zu Ende geführt. Aber das Interesse war dahin. Die Hochs kamen nur gepreßt heraus. Die Haltung des Publikums blieb trotzdem eine ruhige. Gegen 1 Uhr begann Eugen Stieler seine Huldigungsrede, ein furjer treffender Dank der Künstler an den Gefeierten. Bürgermeister Wiedenmayr sprach Namens der Stadt und des Vaterlandes und schloß mit einem Hoch auf Den Regenten. Die Kränze wurden am Denkmal niedergelegt. Damit schließt um 1V2 Uhr die öffentliche Feier. (F. Z.)
München, 31. Juli. Die Panik durch die scheu gewordenen Elephanten entstand, als von der linken Seite vom Siegesdenkmal her ein laut dampfender drachen- artiger Maschinengewerkswagen an der orientalischen Handelsgruppe vorüberkam, deren vier Dromedare und acht Elephanten scheu wurden. Drei an Hals und Füßen fch- gefettete Elephanten durchbrachen das Zuschauerspalier, wobei circa 20 Personen schwer verletzt wurden. Die Elephanten rannten bis zum Residenzplatz, wo sie wieder eingefangen und weggeführt wurden. In Der Ludwigstraße, Residenzstraße und Dienerstraße brachen mehrere leicht erbaute Tribünen zusammen, wobei einige Personen leicht verletzt wurden.
München, 31. Juli. Von den Elephanten, die die heutige Panik während des Festzugs verschuldet haben, ist nach polizeilicher Mittheilung ein Theil ruhig fortgeführt worden, der andere bei der Universität ausgebrochen und schließlich, nachdem er durch den Englischen Garten wieder in die Stadt gelangt war, in ein Haus gesperrt worden. Auf der Polizei ist bisher eine Frau als tobt gemeldet.
München, 31. Juli. Polizeilich conftatirt sind bisher 10 Unglücksfälle als tyolge der durch die Elephanten hervorgerufenen Panik. Zwei Frauen sind tobt, eine davon in Folge eines Tritts von einem Elephanten. Die Elephanten selbst sind erst vor co. einer halben Stunde in die Sicherheit des Circus gebracht. Im Publikum herrscht große Erbitterung. Gerüchtweise verlautet, der Polizcidirector habe im Comili ZU den Gegnern der Elephanten - Betheiligung gehört, dem Drängen Anderer nachgegeben, wenn Hagenbeck die Verantwortung übernähme. Das klingt geradezu unglaublich und wird hier nur conftatirt, damit der wirkliche Sachverhalt bekannt wird.
Lübeck, 28. Juli. Im Jahre 1886 wurden, wie man sich erinnern wird, im Oeresund zwischen Falsterbo und Dragor ein altes Schiffswrack, sowie auf dem Meeresgründe mehrere Metallkanonen aufgefunden. Nachdem man das Wrack durch Dynamit gesprengt hatte, kam eine weitere Anzahl Kanonen und Bruchstücke, theils aus Guß- und Schmiedeeisen, zum Vorschein. Der ganze Fund wurde damals im Kopenhagener Zeughause untergebracht. Erst jetzt ist eine Beschreibung der Kanonen von dem Artillerie-Oberftlieutenant Blom erschienen. Die Kanonen tragen fast alle das Lübecker Wappen. Man nimmt an, daß sie zu dem am 31. Mai 1565 auf- gebrannten Lübecker Admiralschiff „Der Engel" gehört haben. Eine Metallkanone tragt die Inschrift: „De wile Ionas us dem Walfisch rrebber bebe leven, heft man im als einem Verloren finen Namen gegeoen. Anno 1564 Jar Godt mi Mathies Bennick. Dat is war."
- (Kaiser Friedrich in ftpbnif.] Als Kronprinz Friedrich Wilhelm Ende 1866 zur Jagd nach Pleß fuhr und der „unseren Fritz" bringende Zug in Rybnik einlief, spottete das Volk aller Absperrmaßregeln, und die Empfangs-Commiffion, aus deren Mitte der Bürgermeister, alle Mitglieder überragend, hervorsah, war plötzlich von seinem Wagen roeggebrängt. Lachenb sah ber Kronprinz bie Noth und als plötzlich bie Deputation Bahn fanb unb ber erschöpfte Bürgermeister bas Wort ergreifen wollte, da streckte ihm ber Kronprinz die Hand entgegen unb rief: „Lassen Sie's gut sein, lieber Fritze (so hieß nämlich ber damalige Bürgermeister), ich weiß ja, was Sie mir sagen wollen, und ich danke Ihnen herzlich." Dann führte er bie Herren in bas kleine Wartezimmer; mitten in ber Unterhaltung sah er an ber Wanb ben bekannten Stahlstich, den Moment verewigend, in welchem König Wilhelm dem zu Fuß auf ihn zu- eilenben Kronprinzen am Abend von Koniggrätz den Orden „pour le m6rite“ umhängt. Einen Augenblick stand er vor diesem Bilde sinnend, dann drehte er sich zu der Magistratsgruppe um und sagte mit seinem bekannten Lächeln:' „Sehen Sie, gerade so war es! Nur waren wir beide zu Pferde."
— Man sah bisher hier und da an Scheunenthoren getöbtete Nachteulen angenagelt. Dies darf künftig nicht mehr geschehen, ba bas mit bem 1. Juli b. I. in Kraft getretene Reichsgesetz bas Fangen unb Tobten aller Eulen — mit alleiniger Ausnahme bes Uhu — und ebenso das Eierausnehmen mit Geldbuße bis zu 150 A ober Haft bestraft.
— Der Stolz beutscher Hausfrauen, ber wohlgefüllte Wäscheschrank, findet im 15. Hefte ber „Wiener Mobe" eingehenbe Würbigung. Unter bem Titel „Wiener Wäschebericht" erörtert eine fachkunbige Feder alle einschlägigen Fragen in anregendster Weise. Daneben wird aber auch ber eigentliche Mobetheil voll berücksichtigt, rnie nicht minber bie biesmal besonberS reich ausgestattete Rubrik ber Hanbarbeiten, so baß man mit Recht sagen Fann, baß dieses Heft jedem Geschmack unb Bebürsnisse gerecht wird. — Im Beiblatte „Im Bouboir" beginnt eine Novelle des feinsinnigen Dichters Ferdinand von Saar „Die Troglodytin"; wir finden ferner landschaftliche Ansichten aus „Madonna di Campiglio, dem durch den Aufenthalt der Kaiseiin-Wittwe berühmt


