Ausgabe 
30.10.1887 Erstes Blatt
 
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Allgemeiner Anzeiger.

Bahnhofstraße 57

135

8098

Neuenweg 22.

Ich bringe meinen

Rheinwein

von 35 bis 70 H per Vr Liter, ft empfehlende Erinnerung, für deffs Reinheit ich garantire.

Bei Abnahme von mindestens 1' Liter 5% u. bei mindestens 40 LitC 10% Rabatt.

Ph. Bauer II.,

8108] 2 gute Rattenpinscher biM abzugeben. Wo? sagt die Exp. d- Bl.

Literarisch«».

(oierteljShrNch nu' °°° Waum .Kür'»

Montag dm 31. Klober,

Vormittags 10 Uhr

werden in der Wohnung der ver­storbenen Ludwig Bender II. Ehe­leuten folgende Gegenstände versteigerte

2 trächtige Zugkühe, 1 trächtigem Rind, 2 Schweine, 2 Schafe 11 Hühner, 1 Hahn, 1 schwerer Wagen, 2 Pflüge, 1 Egge, Heu Stroh, Kartoffel,

und sonst noch verschiedene Haus geräthschasten.

Rodheim, den 25. October 1887. Im Namen der Erbem

8123 Ludwig Bender VIII.

w . Nrm will man Herrn Ludolf Waldmann nicht einmal seineKleine Fischerin" mehr gönnen! Er hat sie, wie ein Mitarbeiter derN. N." herausqefunden haben flar n ~ vor ihm hat schon ein Anderer, nämlich Wilhelm

mrn??' Griechcnliedes, diesen geschctdten Gedanken gehabt. Bei

Wilhelm Muller heißt es unter der AufschriftDas flotte Herz": B V

Fischerin, du kleine, Schiffe nicht alleine In das große Meer: Hinter dir hergezogen Kommt schon mein Herz durch die Wogen: Fischerin, sind deine Netze noch leer?--

Herr Ludolf Waldmann kam dann also auch ersthinter ihm hergezogen".

w 3" deutschen Zeitungen, so auch in der Kölnischen, erschien unlängst eine Anzeige, durch welche ein General-Agent mit fixirtem Gewinnantheil" gesucht ^wurde Ein Kaufmann in Köln bat daraufhin um Miltheilung der Bedingungen. Er "rhielt dieselben umgehend; sie waren so verlockend, daß er sie anscheinend annahm doch erkundigte er sich gleichzeitig über die FirmaLa Compagnie Manufactntifcre d'Hor- logene, Emanuel CL Masson Dir., 91 Rae Royale ä Bruxelles. Inzwischen verlangte de* HerrDircctor für eine Probesendung von Uhren im Betrage von 420 Fr ?!^deftens einen Werththeil von 200 Fr. als Bürgschaft. Als der Kaufmann nun die Auskunft erhielt:Firma in Brüssel unbekannt, handelsgerichtlich nicht ein­getragen, Maffon polizeilich nicht angemeldet", stieg ihm die Vermuthung auf daß er mit einem Schwindelgeschäft zu thun habe. Um Näheres zu erfahren, ersuchte er um Angabe von Referenzen und Nennung des Herstellungsortes, worauf er aus Aachen folgende Postkarte erhielt:Bin beauftragt, Ihnen mitzutheilen, daß queft Agentur bereits vergeben. Ergebenst Speditions-Agentur der La Compagnie Manufacturilre d Hor ogene emanue Eh Masson, Dir., Aachen." Die Briese sind autographirt die lithographirten Briefköpfe tragen den Vermerk: Paris -London-BruxeUes^ebfi Preismedaillcn und Hoflteferantentitel. Eine Erkundigung bei der Postbchörde in Fa$cn fc rote die genannte dort nicht bekannt ist. Ebenso bat

das deutsche Consulat in Brussel mitgetheilt, daß die Firma in Brüffel nickt ein- getragen ist, daß ein Herr Masson erst seit zwei Monaten dort eingezogen ist daß eine rSÄän ^Eheilung der Muster-Uhrendurch Abreise des Waffon am 8. ds

unmöglich wurde, da im Bureau nach Angabe des Commis fl$bÄtCiänÄm "Tat U'LkU

btm^ ifi' °erdi-n. tiefe

.JS8 be.r, ?afeoneJ Feldwebel beim Exercieren: »Himmelschockschwerenotb tiefen PflTnf*m,nn f SeUts^ebcr! . Derschöne langsame Schritt" wirb von Schwengeln unb Bauerninngen so verhunzt na, ich sag' nfr rommtn rokb.® " ' Orbenitbt 2trmee- fo lange das Militär autm Cwil gt=

Frag- b^ Einschränkung bei Einwanderung voraussichtlich in nicht zu langer Reit r"? öffentlichen Erörterung in Nordamerika kommen wirb. Unter tiefen Umständen erfdjeint den transatlantischen Consuln mehr als je geboten, alle Auswanderung^ luft'K v°r der Auswanderung nach Nordamerika bringenb zu warnen. Zahlreich sind die Falle, in welchen Auswanderer kurz nach der Auswanderung ohne alle firiftem- mtltcl nach Europa zurückkehr,en und die Consularämter um Unterstützung iur fieim- "lsr angeben mußten. All- Vorspiegelungen von Auswandcrungsagenten in Betreff ber Leichtigkeit des Erwerbes in Amerika erscheinen gegenüber den amtlich constalirlcn oben dargelegten Verhältnissen als falsch und unrichtig.

- Das Institut der Einjahrig-Freiwilligen (Le Volontariat) - so schreibt

Un3<rSU? in Frankreich nicht einbürgern zu wollen Ver-

schiedene Male hatte die Heeresleitung die Absicht, dasselbe ganz abzuschaffen- man boffte jedoch immer noch, durch bessere Vorschriften bezüglich des Examens Vine Besserung des Instituts bewirken zu können, und ließ es weiter bestehen Gegen- wärtig ist wiederum e ne neue Vorschrift für das Examen erlassen. Die bis jetzt mit den Einiährig-Frerwilltgen erzielten Resultate .sind: Ein Drittel derselben bildet ein excellentes, ein Dntkel ein mittelmäßiges, ein Drittel ein absolut schlechtes Soldaten­material. Zum zweiten und dritten Drittel gehören besonders die Proteges der ^C^*ter*r^rP?smCn< ihn aJeften -c!10 Lustigen einflußreichen Persönlichkeiten, denen es nicht schwer fallt, selbst den größten Ignoranten, die nicht orthographisch schreiben können und kaum der vier Species mächtig sind, die Annahme als Ein jährig-Frei - ö a 9sVU ücrf$aff.cn- Verschiedene Zeitungen und Zeitschriften sprechen es offen aus, daß gegenwärtig woh. kaum in irgend einer der europäischen Monarchien das

Ä und Connexlons - System so üppig wuchert, wie in der französischen jicpuoiii»

Wochenspruch:

Empfangen ist schön, allein Weit schöner noch geben; Darum ist Liebe so schön, er s. cm xWeil sie empfänget und gibt.

für 8 ^?r,n^<r^htlcr* uns unsere Kinder erziehen. Gabelfrühstück zu 20

Nierm^unb Bl§mlelben°"sn,n, (Fortsetzung.) Gicht. Ctienleibm.

jneren- uno Rialen elöen. Krumme Beine des Kindes. Milckarmulb jnohonlf al?

Weinsteins. Rauchen. Tanzstunden. Die Huckerbüt/ Griechische Schurzen. Lebensversicherung. Wandschmuck. Pfleae ber" Cbfibamnt' sÄhci?' Stralfunber Ttieferviettcn zu waschen. Carbon Ratt°w

Altona r b$Ä?M?r65arrnS-r ®e'ocb^ -ingelegte Häringe. Pesther Tor!-.

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lebe Buchhanblung, sowte bie GeschäftsstelleFür's Haus" in Dresden kostenlos.

Aufgebot.

Der Oberroßarzt Maier zu Szurlauhen hat durch dm Rechts­anwalt Dr. Dittmar zu Gießen al» letzter Inhaber der Pattialobli- gationen der Actien-Gesellschast .Eism- werke Buderus" de dato Main-Weser« Hütte bei Lollar 20. April 1884

Lil- A Nr. 3298 zu 1000 JL

B H84 500

5 » " 3216 500

''immtltch verzinslich zu 5% jährlich und lautend auf die Mitteldeutsche Kreditbank als Gläubigerin und von letzterer mit Blanko-Indossement weiter begeben unter der Angabe, daß diese Werthpapiere ihm abhanden gekommen das Aufgebotsverfahren beantragt' Der Inhaber dieser Werthpapiere wird daher aufgefordert, spätestens im Auf­gebotstermine

Mittwoch d. 21. Dezember 1887,

Vormittags 9 Uhr, seine Rechte bei Gericht anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigen­falls die Kraftloserklärung erfolgen würde.

Gießen, den 10. October 1887.

Großh. Amtsgericht.

Gebhardt. 7683 I

Cokes.

Gegenwärtiger Preis in dem Gaswerk-

StückcokeS.........

Nußcokes, für Stubenheijung, zerkleinert J' "

Wagenladungen von mindestens 35 Ctr" auf einmal"betonen

«Ä*?-'n-S

em. ema Wto, _____^ädtisches Gas« und Wasserwerk Gießen.

, , 3u jedem annehmbaren Gebote

werden eine Parthie neue ^,eoore

Damen-Wintermüntel verkauft bei T ____

Bekanntmachung.

rikben®'Sl. NovÄn ft 6par' unb Leihkaffe

mit 3'/, Procent verzinst. t genannter Kaffe

Lang-Gönr, am 24. October 1887.

»fir die Spar- «ud L-ihkaff- zu Laug-Göus, E. G.;

---______ A Henrich, Direcwr.________ 8024

Telegraphischer SchiffSbericht

, derRed Star Line" Antwerpen. I

Line" welche?°am' «cr, P°ffdampferWesternland" berRed Star

angekömmen Don 3(nfrocr,en °bging, ist heute wohlbehalten hier !

LandwirthschaftlicheSNachrjcht.«

(Nachdruck verboten.)* *

(Das Dämpfen des Futters.^ Die Ernte "nn e

Deutschland und Oesterreich befriedigend ausgefallen ein S»war . von bat Futterpflanzen sagen. Deren Ertrag ist n,?r f,li wdeß ni.J ©egenben werden mit Futtermangel sehr zu kämvkn b!>>. 6cnn8 und etnie i? Landwirth bie Frage heran, wie er sein Viehritt nun an'dm

bringt. Da heißt es in erster Linie auf eine möglichst Äft bur* be" Sßinita banbenen gutternorratbe sehen. Zuerst gilt es, die nicht «an d-r

©tro^ atnb Heu, bie man in futterreichen Jahren viell«cht^z (Ätr^ m ^°"°>he n zur Fütterung mit zu benutzen. Um dies zu ermöglichen ferwanbt"

gedampft ober gebrüht werben. Es hat dies den Jroectbk SKih? 8uttaoorrS d-m betreffenden Futter anhaften und als Krankheitserreger L "r-'' b, Sei ber Sierfütterung ift aber immer noch Vorsicht zu Lauchen nT" Ju ,5b'« bem Vieh immer noch nebenbei gutes, gesundes Futter zu reichen

tn futterarmen Jahren auch in der Wahl ber Futtermittel nickt i« ®^cr wird mm wie sonst, man wird den Wieberkäuern grobbalmigeS Stro *uib Ä)16? Iönnn, Gerstenstreu verfuttern muffen. Bei beiden ist nun wieder hat? Ä Nothfall au 4 Mittel zu empfehlen, um die Stoffe zur Nahrung geeignet >u mack °ls hi® ?SrO6mern16«rtr.bem ?'nd°ieh bas Kauen, es wirb deshalb kiebto a®09 de m Gerstenstroh werben bie Grannen durch bas Dämpfen untosL^nonlrnen «rt ®tefe Winke könnten nun manchen Landwirth zu bem ©Tauben?, Darnpfen überhaupt ein Mittel sei, um den Nährwerth der ?iut^n -la6 bei h6 ro;fl*,beSbalb 3uy Anwendung bei allen anderen Fui era^rten Ä^t^/^ohmi, den Wiederkäuern gereicht werben sollen, alfo bei Rüben, KartoffUn « n5bef0'^« Stroh unb wohl auch Heu empfehle. Oft genug hört man mR Ä Köruerir, eine wohlbegrünbete loben, es wirb darauf hingewiefen b?6 Dide^h^ m-?ir,inun8 baä Dämpfen leichter verdaulich gemacht werden. Das ift rStia km,Ktoffe ßeba bei den Futterstoffen in Betracht kommt, anber«feits WS ^S'ärke- widjtigften unb noch dazu kostfpieligsten Futterstoffe durch das Dämoie^L tbler dm daultch gemacht, nämltch das Eiwetß. Als Vortheil des Dämtieng id,wtTtt« n°ch angeführt werden, daß die Darreichung warnten Futtersnn fernes bedeutet als durch die Aufnahme desfdben di^Thstre Ächt fovid Nabruv?^'"^ zur Erzielung der Körperwarme gebrauchen. Als Nachthcil s ebt dem fc8 ? ?

Umstand entgegen, daß durch die fortgesetzte Aufnahme warmer Vefcer br dammgsorgane der Thiere in erheblicher Weise geschwächt werben genommen ist ber durch das Dämpfen guten, gefunden Futters entlkb,^^?^ großer als der Vortheil, und die Viehbesitzer werden das VerluH

ber Rährwerthes ihrer Futtermittel nidjt

von gefunbem Heu, die es verliert, wie eingehende Versuche tat i A £tni' bedeutend an Werth. Körner, bie gekocht oder gebrüht wu den Dampf« Sanbwirtb wei|, dadurch glitschig und twtzdem fle^weich si"d gehen lle^o» verdaut ab. Das wird am besten durchs bie ©«rotung'Serbßtet Uln

baben alfo »uch vor gedämpften große Vortheile voraus.^ 2tu<fi fiiei? ift trnrfS6rnC futtert, ben Wiederkäuern dienlicher als gedämpft. Dasselbe gllt auch m «,r: von Ruben und Kartoffeln, doch kommt in SBetua auf . lnL"u8dner.

leicht der Wohlgeschmack der Butter leidet, und daß die Milck ^etrad)1, buttert, wenn fortgesetzt große Mengen Kartoffeln ti 6 rn^br * Ä-35 mPunh"1* Ropr und Tag roh verfuttert werden. Werden aber geringere Menaen ntÄ6 ?ro

U.nb Äkic «»eicht, so kann man das Dämpfen de?^artosieln uv laffen. 3ft man aber gezwungen, mehr als die oben angegebene Menge tu nerfMt '° roltb man »ut thun, einen Theil der Kartoffeln gedämpft zu verfüttern