Telegraphische Depeschen.
Wolff»- telegr. Correspondenz • Bureau.
Berlin, 24. August. Der „Nordd. Allgem. Ztg." wird aus Sofia geschrieben: Es ist hier ausgefallen, daß der bulgarische Text der Proklamation vom 14. August mtt der amtlich verbreiteten französischen Uebersetzung nicht genau überetnftimmt. Der Vrin» wendet sich bulgarisch an sein „freies Volk", während französisch der Ausdruck %euple bien aimd“ übersetzt ist. Dieselbe Verschiedenheit findet sich in den bulgarischen Texten insofern die durch Maueranschlag verbreitete Proklamation vom „freien Volke", der Abdruck im Amtsblatt nur vom „vielgeliebten" spricht. Es kann sich hier also nicht um ein einfaches Versehen handeln; es scheint vielmehr, daß man in den Mtt- tbeilungen an die fremden Mächte und im Amtsblatt den dem bulgarischen Volke aeaenüber gebrauchten Ausdruck habe abschwächen wollen. Der große Unterschied zwischen der Proklamation und der Note, welche der Prinz bei seiner Abreise aus Ebenthal an die Botschafter der Mächte in Wien richtete, wird in den dortigen Kreisen nicht unbeachtet geblieben sein. Damals betonte der Prinz sein Vasallenverhältntß zum Sultan, suchte die Streitfrage wegen der Rechtsbeständigkeit der Wahl mit einem Sophismus zu umgehen; in der Proklamation ist weder von dem Sultan noch von den Mächten die Rede und an mehr als einer Stelle wird die Unabhängigkeit Bulgariens so wenig verblümt ausgesprochen, daß das Schriftstück wie eine formelle UnabhängigkettSerklärung erscheint. Heber den Text der von der Donau auS und, wie es heißt, auch aus Tirnowa seitens des Prinzen an den Sultan gerichteten Telegramme ist hier nichts bekannt, ebensowenig, ob dieselben beantwortet worden sind.'
London, 24. August. Das Unterhaus setzte gestern die Berathung über die Ausgabe-Posten für die diplomatische Vertretung fort. Jm>Laufe der Debatte erklärte der Unterstaatssecretär des Aeußeren, Fergusson, daß bezüglich Egyptens gegenwärtig keinerlei Unterhandlungen stattfänden, auch sei es nicht wahrscheinlich, daß solche in Kürze wieder ausgenommen würden.
Dublin, 24. August. Gestern fand unter dem Vorsitze des Dubliner Lordmayors und unter Betheiligung mehrerer irischer und englischer Unterhausmitglteder eine Protestkundgebung gegen die Proklamirung der Rationalltga als staatsgefährliche Verbindung statt. Einstimmig wurde eine Resolution genehmigt, welche die Pro- klamirung als einen gewissenlosen Versuch bezeichnet, das irische Volk vom Pfade eines friedlichen und verfassungsmäßigen Kampfes für seine Rechte abzudrängen.
Ostende, 24. August. Die Ausschreitungen hiesiger gegen englische Fischer haben sich heute noch schlimmer wiederholt. Die Artillerie der Bürgergarde war ge- nötbigt, einzuschreiten. Zwei Fischer wurden getödtet, vier schwer verwundet. Die Fischer beobachten trotzdem andauernd eine drohende Haltung.
Rom, 24. August. Der Papst theilte den Eardinälen mtt, daß viele Dörfer in Macedonien zur katholischen Kirche zurückzukehren verlangen und um Entsendung von Priestern zu ihrem Unterricht bitten.
Falmouth, 24. August. Das deutsche Schiff „Mathilde" traf heute mit sieben Paffagieren und sechs Mann Besatzung des auf der Reise von Rewyork nach Queenstown verbrannten Dampfers „Eity of Montreal" hier ein. Es sind dies die Insassen des bisher noch vermißten Rettungsbootes.
Lokale-.
Gießen, 25. August. Zur Feier des Namenstages unseres Landesherrn fand gestern Abend ein großer Zapfenstreich und heute früh 6 Uhr Reoeille statt. Die Easernen und öffentlichen Gebäude sind beflaggt.
— Auf den Hauptstraßen und Plätzen der inneren Stadt herrschte gestern Abend ein buntes Treiben/ Wenn schon gewöhnlich ein öffentlicher Auszug eine Menge Volks auf die Straßen lockt, so war dies gestern, am Vorabende des Auszugs unserer Soldaten in noch größerem Maße wie sonst der Fall und während des Abends zeigte sich noch einmal ein colossales Menschengewoge unserer nun recht stille werdenden Stadt.
—* Nach der heute Morgen stattgehabten Reveille erfolgte der Ausmarsch des Regiments zu den Herbstübungen der Großherzoglichen Division. Von dem Regimente werden zunächst für die Zeit vom 25. August bis 8. September 5 Compagnien in Grünberg, je 1 Compagnie in Beltershain, Ettingshausen, Göbelnrod, Harbach, Queck- born, Saasen, Vs Compagnie in Reinhardshain und Vs Compagnie in Winnerod einquartiert. Der hier verbleibende Theil der Garnison, sowie die am 20. August eingezogenen Ersatzreservisten stehen unter Commando des Herrn Premier-Lieutenant Tarnogrocky.
— Die Wafferleitung für die klinischen Neubauten ist bereits bis zu dem Bahnwärterhaus an der Schiffenbergerftraße vorgeschritten. Augenblicklich erfolgt die Röhrenlegung längs des Aulwegs nach dem Reservoir bei der Schönen Aussicht.
Gießen, 25. August. In einem hiesigen Gasthaus wurden einem Kellner von seinen Ersparnissen 44 JL entwendet. Der Verdacht lenkte sich auf ein im selben Hause bedienstetes Mädchen, welches denn auch nach längerem Leugnen gestand, das Geld gestohlen und im Keller versteckt zu haben. Die Diebin wurde in Haft genommen.
Gießen, 24. August. Heute Nachmittag fand eine von dem hiesigen Zweigvereine des Verbandes deutscher Ltqueurfabrtkanten anberaumte Besprechung hiesiger Ltqueurfabrikanten statt, um gegen die Branntweinmonopol-Bank Stellung zu nehmen und eine Bereinigung zu bilden, die sich verpflichtet, nur von den Brennern zu kaufen, die der geplanten Koalition nicht beitreten. Ein dahingehender Beschluß wurde einstimmig gefaßt und gleichzeitig Schritte in Aussicht genommen, um sich die Selbstständigkeit behufs Erlangung des nöthigen Spiritus zu wahren.
Wenn dieser Vereinigung, die ihre Entstehung dem eigenen Erhaltungstriebe verdankt, sämmtliche Ltqueurfabrikanten des Großherzogthums bettteten, und bet der nur Vorthetl bietenden Sachlage kann dies als sicher angenommen werden, können wir In Ruhe der Monopol-Bank-Constituirung entgegensehen und deren Betheiligten wünschen, daß ihnm nicht, statt der erhofften goldenen Berge, öde Exportgebtete erschlossen werden.
Beitrittserklärungen sind zu richten an den Vorstand des hessischen Zweigvereins deutscher Ltqueurfabrikanten, Gießen. L.
vermischtes.
A Aus Rheinhessen, 24. August. Von mehreren Seiten wird bestätigt, daß auch verschiedentlich Reben aus der nassauischen Hofgärtnerei nach Rheinhessen gewandert sind und solche zum Theil in dem Biebrich gegenüber gelegenen Mombach Anpflanzung gefunden. Mit Rücksicht auf diese eben erst bekannt gewordene Thatsache erachten es bedeutendere Weinproduccnten Rheinhessens für dringend geboten, daß Seitens der hessischen Regierung ohne Verzug eine Begehung und Durchsuchung der rheinhessischen Weindistrtcte angeordnet wird. Wie wir hören, sollen in dieser Beziehung von Nackenheim und Nierstein aus nächster Tage Schritte bet dem Ministerium geschehen.
— Trotzdem es gegen das Spätjahr geht, regt sich dte Auswanderungslust noch ziemlich bedeutend. Heute konnte man wieder große Schaaren Europamüder — zumeist aus Schwaben stammend — mtt verschiedenen Dampfschiffen zur Reise über den Ocean fahren sehen. Größtenteils waren es jüngere Familien mit 2 bis 3 Kindern.
— Die hessische Regierung hat zu der Errichtung eines Schwesternhauses des Ordens der „Barmherzigen Schwestern" in Kastel dte Erlaubniß ertheilt.
— Auf der Fahrt nach Bingerbrück stürzte gestern Abend in Kreuznach ein Passagier von einem hohen Eisenbahndamm herunter, wobei er sich derart verletzte daß er alsbald verstarb.
— Am 15. September lassen die Erben Zwirnlein in Geisenheim eine kleine Parthie Weine aus den Jahren 1783, 1784 und 1804 versteigern.
Karlsruhe, 21. August. Gestern ist hier ein 30jähriger, kräftiger, von Gesundheit strotzender Mann, der Metzger Hermann Metzger an Blutvergiftung nach unsäglichen Schmerzen gestorben. Derselbe war vor ungefähr fünf Tagen von einer Fliege auf die Oberlippe gestochen morden. Obwohl sofort ärztliche Hilfe geholt mar und am kommenden Tage noch zwei Aerzte zugezogen wurden, konnte der Aermste dessen Frau vor der Entbindung steht, nicht mehr gerettet werden.
Pest, 19. August. Aus Nagy-Maros wird unter dem Heutiaen F>,rLM Drei Knaben, Söhne hiesiger Bürger, spielten heute Nachmittag im Frtten mS’1 fie die übrigen Spiele satt hatten, spielten sie „Henker", wobei dnTber Ä*” M Namms Franz Atnzinger, mit einem Stricke regelrecht gehenkt wurde Als ibn s' W kleinen Henker wieder herabnehmen wollten, gelang es zu ihrem Entsetzen, nirftt ä i h Schlinge, die sie fest um den Hals des „Delinquentm" gewunden hatten nÄr lösen. Sie schrieen um Hilfe, doch als diese anlangte, war der bedauernswertbe^^ 1' bereits tobt. M ?
— [Die sparsame Patti.) Adel,na Pattr ist vor vierzehn Tagen dem Mappleson, der mit ihr für mehrere Gastrollen abgeschlossen, noch am erst«? entflohen, weil Mappleson es unterlassen, ihr das zweite Auftreten im Voraus TuS zahlen. Der Director hat nicht nur Frau Patti auf Schadenersatz in der fmFu/« 10 000 Pfund Sterling verklagt, er erzählt auch in den Zeitungen kleine Cbaratt/r>^ derselben. So verräth er, daß sich jeder Director in Europa verpflichten m,,6k8e Künstlerin, wenn sie an seiner Bühne gastirt, drei große Blumenspenden nrr oh,?? zu reichen; diese Blumen aber müssen von dem Gärtner der Künstlerin ber^» um den dreifachen Preis bezahlt werden. Ferner erzählt Mappleson, er sei vervffiÄ gewesen, die Hotelrechnungen der Künstlerin zu zahlen, dabei warm auSbrürfn* ? Flaschen Bordeaux für das Diner und zwei Flaschen Champagner sür das {SJ.®f bedungen. In letzterer Zeit hat jedoch Frau Patti aus Gesundheitsrücksichten Genuß geistiger Getränke verzichtet, traf jedoch mit dm Hoteliers ein Wommen welchem diese die Weine trotzdem auf dte Rechnung setzten und ihr dcn erkalt-^ Betrag ausbezahlen solltm. 9alter<n
— [@in neuer Gasmotor.) Vor kurzer Zeit lernte ich, so schreibt ein Gorre- spondent der „Jtz. Nachr.", eine bemerkenswerthe Neuerung auf dem Gebiete bS Maschinenwesens kennen, welche meines Erachtens nach die Aufmerksamkeit der Les?? in hohem Grade verdient. Es handelt sich um eine oder eigentlich zwei neue 9ininJ™ von Kraftmaschinen. Bisher waren außer Wind- und Wasserkräften und betrieben fast ausschließlich Dampfkräfte im Gebrauch, trotzdem man weiß daß die Ausnutzung der im Brennmaterial vorhandenen Wärme bei der Dampf-Erzeuaun^ ™ sich eine mangelhafte ist, indem bet der Verwandlung des Wassers in Dampf Wärm, verloren geht. Man hat daher angefangen, das Leuchtgas als treibende ftraft benutzen und damit für das Kleingewerbe einem Bedürfniß so dringender Art ab- geholfm, daß von einer Gasmotorenfabrik allein über zwanzigtausend Motoren mit mehr als sechziglausend Pferdestärken, in alle Theile der civilisirten Wett gel'tefnt worden sind. Dennoch war die Anwendung dieser bequemen und gänzlich gefahrlofen Motoren bisher auf die mit Leuchtgasanstalten versehenen Städte beschränkt, während nun zwei neue Typen dieser vollauf bewährten Maschinen hergeftellt werden, welche an jedem beliebigen Orte in Betrieb gesetzt werden können. Es sind dies Otto's nein Benzingas-Motoren von 1 bis zu 6 Pferdestärken und Otto's neue DowsonaoS- Motoren von 6 bis zu 40, 50, 60 und mehr Pferdestärken. Erstere, mit einem einfachen billigen Apparat zur Gaserzeugung und mit einer an der Maschine angebrachten elektrischen Zündung versehen, eignen sich durch ihre überraschend einfache, kaum einer Wartung bedürfende Einrichtung besonders für das Kleingewerbe, als Buchdruckereiev Tischlereien und Drehereien, Auszüge, Pumpwerke, für elektrische Beleuchtung in Hausern und Hotels, als Ersatz für Göpel zu landwirtschaftlichem Betriebe u. s. w. Die Vorzüge derselben bestehen darin, daß kein Kessel, kein Schornsteinbau, keine Concessim erforderlich ist, daß sie ohne vorheriges Anheizen stets betriebsfähig sind und der Benzinconsum mtt dem Momente des Stillstandes aufhört. Die mit Dowsong«;, einem einfachen, nicht leuchtenden Kohlenwasserstoffgas, betriebenen größeren Motors welche sich besonders für die Großindustrie eignen, haben dadurch ihre ßrofjartigt Bedeutung, daß der Kohlenoerbrauch so gering und geringer ist, wie bei der besten und sparsamst arbeitenden Dampfmaschine. Es wird garantirt, daß der Kohler- verbrauch für die Stunde und Pferdestärke 1 Kilogramm nicht übersteigt, woran; jeder Dampfmaschinenbesitzer ersieht, welch bedeutende Ersparniß mit dieser Anlage verbunden ist. Es liegen außerdem Resultate vor über eingehende Versuche mit einem Motor von reichlich 50 effektiven Pferdestärken, bei welchem nur 0,7644 Kg., also nur reichlich »/« Kg. Brennmaterial verbraucht wurden. Bei der Anlage ist weder Kefset- etnmauerung und kostspielige Fundamentirung, noch Schornsteinbau erforderlich; Staub, Rauch, Asche sind auf ein Minimum beschränkt. Der Bettteb ist gefahrloser und bequemer als bei den Dampfmaschinen und der Motor ist jeden Augenblick betriebsfähig. Für ausgedehnte Geschäfte können Motoren dort ausgestellt werden, o gerade die Kraft gebraucht wird und anstatt schwerer Krasttransmissionen sind nur Gasleitungen erforderlich. Aus allen diesen Gründen glaube ich, den neuen Krast- maschinenanlagen eine große Bedeutung für die Zukunft vorhersagen zu können, unb der Zweck dieser Zeilen ist, die betheiligten Leser dazu anzuregen, daß sie sich vor jeda Neuanlage oder größeren Aenderung an Kraftmaschinen genau über diese Motoren orientiren. Nachdem in unserer Provinz im Laufe der Jahre über 200 Gasmotoren in den Städten aufgestellt worden sind, wird sicher diese Kraftmaschine in den beiden neuen Formen bald auf dem Lande in Gutswirthschaften, Dörfern, sowie in kleinm Städten und Flecken ihren Einzug halten.
— Am vorletzten Sonntag erregte in Dresden ein Versehen viel Heiterkeit. Als nämlich Prinz Georg in die Ausstellungshalle der Bäckerei- und Conditorki- ausstellung eintrat, intonirte die Musik: „Mutter, der Mann mit dem Coaks ist W. Der Prinz lachte, das Publikum ebenfalls, die Musik, welche vom Besuche 66 Prinzen nichts gewußt hatte, schwieg natürlich sofort und brachte ein besseres Stic! zum Vortrag.
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— [Unter federnes Gefängniß.) Lebt nicht so Mancher in der Welt, der rii Freuden fein Scherflein dazu betfteuern würde, gälte es einem unbekannten WohlthM der Menschheit ein Denkmal ru setzen — da wir ja nun doch einmal in der Zeit ta Denkmäler leben — nämlich dem Erfinder deS Bettes? — Ja, das Bett, aus vas lei Mensch nach des Tages Last und Hitze seine müden Glieder streckt, ist eine gute Errichtung im Leben, schade nur, daß gar viele Hausfrauen — sogar oft beste und aOr beste — noch nicht genug die Wichtigkeit beachten und anerkennen wollen, die unta Schlummerstätte, deren Einrichtung und Pflege, besitzt; ist sie doch der Ort, wo rr Vs bis Vi unseres Daseins zu verbringen pflegen! — Wie mancherlei Hebel des ßeisj und der Seele haben nur darin ihren Grund, daß die Stelle, wo wir Körper Mi Geist sollen ausruhen lassen, um für neue Strapazen sich zu.stärken, daß diese «Stil! fehlerhaft ausgestattet und behandelt wird. Anstatt die größten, trockensten, gesunde n und- besten Räume des ganzen Hauses oder der betreffenden Wohnung als Scv'd aemächer zu erwählen, liebt man es, dieselben wie Stiefkinder zu bettachten und fllu. die Betten häufig gerade in die Zimmer, welche am wenigsten Licht und Luft au w weisen haben, ja zuweilen sogar in enge, feuchte Löcher oder in Alkoven und ahnt w sanitätswidrige Behälter. Ob man dabei an einer steinernen Wand, der Brutfl«c" von rheumatischen Leiden und Beschwerden oder an mit Arsenik ober grüner KUPF, färbe gestrichenen oder tapezirten Wänden schläft, wird vollends nicht beachtet, wentfln®® nicht eher, als bis die bösen Folgen sich bemerkbar machen. — Was nun die «Je.- selbst betrifft, so ließe auch in diesem Punkt sich gar Manches pro und contrApreotg . Das Bett ist eigentlich nämlich ein sehr absoluter Herrscher und duldet nicht ßer-. viel Anderes neben sich; — da nun aber ein solcher Ideal-Zustand, wie die!Lehre « » Bett als einziges Zimmermöbel, kaum zu erreichen und ourchzuführen ist, 1° ’c wenigstens dafür gesorgt werden, daß jede irgend zu vermeidenoe Aufspeicherung - Kleidungsstücken, Möbeln, Schuhwerk, dtahrungsmitteln u. s. w. unterbleibe, um bischen Luft nicht noch mehr zu verderben. Ebenso schädlich ist das Einfperren - Betten in Sopha- oder anderen Kasten den Tag über, weil das die Ausdunstung, • hindert, ein Fehler, der auch dann gemacht wird, wenn die allzu ordnungsnev c Hausfrau schleunigst am Morgen die Spuren des Schlafens zu verwischen sucht, sie schnellstens dafür sorgt, daß die Betten fein säuberlich gemacht und wieder gu > gedeckt werden, während dieselben möglichst lange offen bleiben unb auslusteu i besonders aber im Sommer, wo der Körper mehr ausdünstet. Dagegen in ।* auch frischer Luftzug — das Lüften in der Sonnenhitze schädlich, da die Fevern « starker Sonne zu sehr austrocknen. — Daß zu viele Federv, zu kurze und zu ' J Bettstellen vom Hebel sind, weiß wohl Jeder; leider ledoch pfl^t Wissen uno oft sehr zweierlei zu sein, — auch in Bezug auf unser fcdernes GefanMV - a §
- [Kameradschaftliche Bosheit.) ‘Major: Premierlieutenm.t ME^
um die Erlaubniß zum Heirathen cingefommen, Herr.Oberst. 4
sie ihm ab!" - „Aber warum nicht gar, lieber Major! Weshalb soll ver es haben als wir!"


