— Der Fürst empfing heute früh die Officiere der Garnison Sofia und empfahl denselben Disctplin und Einigkeit, denn auf dem vollständigen Einvernehmen zwischen dem Fürsten und der Armee beruhe die Sicherheit und die Zukunft des Landes.
— Nach dem gestrigen Tedeum hielt der Metropolit Element eine Rede, in welcher er sagte, die Dankbarkeit sei eine Tugend des bulgarischen Volkes; es sei Rußland dankbar für die Befreiung und die Existenz des Landes. Der Fürst müsse da- ber das bulgarische Volk auf dieser Bahn erhalten; alsdann werde dieses den Thron sicher stützen.
Petersburg, 23. August. Ein heute veröffentlichtes Gesetz erklärt die Getreidesäcke, welche behufs des diesjährigen Getreide-Exports zu Schiffe über die Pontushäfen und die Häfen des Schwarzen Meeres etngeführt werden, für zollfrei, stellt dieselben jedoch unter Zollcontrole.
Kronstadt, 23. August. Heute Nachmittag gegen 4 Uhr dampfte die Yacht „Derschawa", begleitet von der Yacht „Zarewna", mit dem Kaiserpaar nach Kopenhagen ab.
Ostende, 23. August. Hiesige Fischer ließen sich heute bei dem Versuche, das Ausschiffen einer englischen Fischladung zu verhindern, erhebliche Ausschreitungen zu Schulden kommen, wobei ein Thetl der Ladung zerstört wurde. Poltzetbeamte und Gensdarmen mußten etnschreiten und von der Waffe Gebrauch machen, so daß mehrere Fischer schwer verwundet wurden. Die Ruhe ist jetzt wieder hergestellt. Die Ausladung später ankommender englischer Fischerboote erfolgte unter dem Schutze der Gensdarmerie.
Ajaccio, 23. August. Im Arrondissement Sartene sind mehrere Domanial- waldungen durch Feuersbrunst vollständig zerstört, ebenso sind in den Arrondissements Bastia und Corte Brände von der Ausdehnung ausgebrochen, daß nicht weniger als vierzehn Gemeinden dadurch in Mitleidenschaft gezogen sind.
Lokales.
Gießen, 25. August. In der heutigen Sitzung Großh. Landgerichts Gießen wurden die nachstehend Verzeichneten als Geschworene für die nächste Sitzungsperiode
gezogen:
1. Wenzel, Eberhard, Spengler, Alsfeld.
2. Frank, Emanuel, Kaufmann, Rieder-Ohmm.
3. Arnold, Jakob, Kaufmann, Grüningen.
4. Zörkel, Ludwig, Eichelsdorf.
5. Euler, Johannes II., Mittel- Gründau.
6. Riebling, Wilhelm, Kaufmann, Büdingen.
7. Wertheimer, Max, Büdingen.
8. Brumhard, Constantin, Gedern.
9. Kirchhof, Karl, Nidda.
10. Sehrt, Ferdinand, Ruppertenrod.
11. Wörner, AndreasII., Hoch-Weisel.
12. Langsdorf, Heinrich V., Bad Nauheim.
13. Nicolay, Johannes I., Blofeld.
14. Schott, Jakob, Friedberg.
15. Menz, Georg, Eifa.
16. Steffan, Heinrich VII., Gettenau.
17. Ohly, H. K., Griedel.
18. Schneider, Joh. Jost, Ermenrod.
19. Borreen, Heinrich II., Lauterbach.
20. Zehner, Georg II., Schwalheim.
21. Born, Heinrich II., Ober-Mörlen.
22. Schaffstädt, Heinrich II., Gießen.
23. Noll, August I., Gießen.
24. Hammel, Wilhelm, Altenstadt.
25. Müller, Karl, Heldenbergen.
26. Lotz, Ludwig, Gießen.
27. Reitz, Christian, Echzell.
28. Stamm, David, Gießen.
29. Kennel, Peter, Gießen.
30. Koch, Philipp, Wieseck.
Universität- - Chronik.
— An den 21 Universitäten des Deutschen Reiches (mit Einschluß der Akademie zu Münster) sind im laufenden Semester 28,776 Studenten immatrikulirt, also rund 700 mehr als im Wintersemester 1886-87. Die evangelisch-theologische Fakultät zählt 4837 Studenten (16,81 pCt.), also 252 mehr als im letzten Semester. Die katholisch-theologische Fakultät, an 7 Universitäten, zählt 1215 Studenten (4,22 pCt. der Gesammtzahl). Gegen das letzte Semester hat sie um 51 zugenommen. Die besuchteste katholische Fakultät ist Münster mit 344 Theologen. Die Gesammtzahl der Juristen beträgt 5819 (20,22 pCt.), also 231 mehr als im letzten Semester. Mediciner sind 8595 (29,87 pCt.) immatrikulirt. Die Zunahme beträgt hier nur 34 Studenten, was wohl die Abmahnung des Aerztevereins vom Studium der Medictn bewirkt hat. Die Gesammtzahl der Philosophen beträgt 8310 (28,88 pCt.), also 145 mehr wie im letzten Semester. Die besuchteste Universität ist, wie es seit den 80er Jahren stets der Fall ist, Berlin mit 4654 Studenten; dann folgen München mit 3367, Leipzig mit 3054, Halle mit 1529 Studenten u. s. w. Leipzig, welches in den 70er Jahren stets die meisten Studenten aufwies, dann aber hinter Berlin zurückblieb, ist nun auch von München stark überholt worden. Dieses, sowie u. a. auch Tübingen, Greifswald, Marburg haben in diesem Semester eine noch nie zuvor erreichte Frequenz. Marburg hat zum erstenmale 1000 Studenten aufzuweisen. Was die Heimathsverhältntsse der Studirenden angeht, so bilden die Preußen an den Universitäten ihres Landes die überwiegende Mehrzahl. An den außerpreußischen, besonders den süddeutschen Universitäten sind die Verhältnisse aber wesentlich anders. Während z. B. in München und Erlangen nur wenig über die Hälfte der Studirenden Bayern sind, ftudtren in Würzburg allein mehr Preußen als Bayern. Auch in Heidelberg, Freiburg, Straßburg bilden die Angehörigen des betreffenden Staates die Minderzahl. Ausländer sind an deutschen Universitäten rund 1500 immatrikulirt; den höchsten Procentsatz erreichen sie in Heidelberg. Am stärksten sind unter den Europäern die Russen Oesterreicher und Schweizer, unter den Nicht-Europäern die Amerikaner und Japaner vertreten.
Vermischtes.
™ 17- August, lieber einen Hauseinsturz in Kohden berichtet das „Nidd.
Anzgbl.": Gestern stürzte in Kohden das dem Philipp Merz I. gehörige Haus ohne erkennbare Ursache zur Hälfte ein. Die Familie saß gerade beim Nachmittagskaffee, als sie durch ein verdächtiges Knistern und Krachen erschreckt, das Haus schnell verließ Gleich darauf erfolgte der Zusammenbruch. Die Möbel sind zertrümmert, Frucht- vorräthe theilweise unbrauchbar geworden. Das Haus hatte durchaus kein baufälliges Aussehen; vielleicht war ein Balken morsch, die Belastung mit Frucht möglicherweise etwas stark.
Darmstadt, 22. August. [Stiftungen und Vermächtnisses Das jüngste Regierungsblatt veröffentlicht eine Liste derjenigen Stiftungen und Vermächtnisse welche tm Laufe des 2. Quartals 1887 die Bestätigung des Gr°ßher,ogs gefunden haben. Nach dieser Zusammenstellung erhielten: Katholilche Kirchen 18 Stiftungen mit iu- fatnmen 22,92b 43 evangelische Kirchen 9 Stiftungen mit zusammen 4320 uf
i3raelttifd)e Gemeinden 2 Stiftungen mit zusammen 1600 Kommunalverbände 7 to iftungen mit jufammen 16,907 x 29 Wohltbätigkettsfonds u. s. w. sechs Stiftungen mit zusammen 27,600 JL, zusammen 42 Stiftungen mit 73,353 M. 72 r. △ August. Auf den 3. September ist eine Verwaltungsraths-
sttzung der Llldwigsbahn anberaumt, zu welcher neben untergeordneteren Dingen auch
Ä^en -beä Preufeiftben Verkehrsministers wegen Uebernahmc der Strecke FrankfurbKelsterbach aus den preußischen Staat zur Beratbung steht.
®la.i‘nj. 23. August. Wie das ,M. wissen will, fei das Domkapitel jüngster. Tage in Anwesenheit des Bischofs Haffner und vier Senioren des Diöcesen- clerus m einer 10 Stunden dauernden Sitzung versammelt gewesen, um über bie Besetzung der erledigten Pfarreien Beschluß zu fassen. Di- Commission, die ihre B schlusse vorerst str-ng geheim halte, hatte nach dem genannten Blatt keine leichte Arbett gehabt, indem die Zah der Bewerber für einzelne Pfarreien überaus groß gewesen Ungeachtet daß die Beschlüsse geheim gehalten werden, will das „Tageblatt" in der Lage sein, melden zu können, daß alle erledigte Pfarreien besetzt werden sollen und haft an Stelle des Herrn Domkapitular Thoms der Propst am Wormser Dom v- K-br Domvfarrer in Mainz werden soll. An Stelle des Dr. Fehr solle der jetzige Kavlan von Niederolm, Herr Goedecker kommen. Wir geben diese Mittbeiluna des t » ohne Bürgschaft für die Richtigkeit, zumal die Quellen des genannten Blattes in dielen Fragen sich schon mehrfach als unzuverlässig gezeigt haben. ö,n
Vom Rhein, 23. August. Wie von Boppard gemeldet wird, bat es diele Woche auf der Fleckartshöhe — einer der höchsten Punkte auf dem vorderen Huns-
rückerr — angefangen ju schneien und seien alle Fluren auf dem bunsr,'^ gereift. v uaciT
Frankfurt a. M., 20. August. Der Familie eines hiesigen 6olonialmnnr.n- händlers wurde gestern Mittag eine große Ueberrafchung zu Theil Es schellt^ ziemlich ältliche, anständig gekleidete Person gab ein großes schweres Packet ab zu lesen war: „Vor Fall zu hüten." - Mit den Worten: „SBitte'an b'en Lbrrn N. junior" verschwand Die Ueberbringerin. — Behutsam trug man die Sendung Zimmer. Mit größter Vorsicht wurde es geöffnet. Es regte sich etwas in dem Schon wollte man mit den weiteren Enthüllungen innehalten, als der Jnbalt »d-- Kastens sich durch jämmerliches Schreien verrieth. — Ein kleiner Knabe von einem halben Jahr lag, einen Lutscher im Munde, fein säuberlich gebettet in Packet. Auf dem Kleide des Kindes war ein Zettel geheftet, auf welchem fMnhü „Emil! Du bist dem richterlichen Spruch nicht nachgekommen, Du hast d'e ntn-' fprochenen Ratenzahlungen nicht etngehalten. Du thust geradezu nichts für unser Kind Ich hätte dennoch geschwiegen, aber Dein langes Schweigen zwingt mich, durch sendung meines lieben Kindchens, für das ich kein Brod mehr hatte, zu reden unglückliche Meta." — Der junge Mann, aber ganz besonders seine Eltern ' bie nm! der Existenz des Kleinen keine Ahnung hatten, waren nicht wenig erstaunt.' Dennoch nahm sich die Großmutter des sauberen netten Kindes an. (ö. Z)
— Auf einer hiesigen Bank meldete sich ein junger Mensch und lieferte eim großes Couvert ab, dessen Adresse an die Bank lautete. Es war ziemlich schwer un^ fest verschlossen. Der betreffende Bankbeamte nahm das Couvert ab und notirtr firf* die Adresse des ehrlichen Finders. Kurze Zeit darauf meldete sich der Geschäftsführer einer hiesigen Firma und frug an, ob vielleicht ein Couvert mit dem und dem Inhal» gefunden und abgeliefert worden wäre. Als man dies bejahte, da kannte die Freude des Fragenden keine Grenzen. Er hatte das Packet verloren. Dem redlichen Finh-i- ließ er 500 Mark auszahlen. Das Couvert hatte einen Werth von über 80000 Mark gehabt. (O. Z.)
** Unter allen Leuten sind uns Diejenigen am unangenehmsten, die fortwährend plappern müssen und auck da, wo Ruhe und Aufmerksamkeit am Platz wär», ihrer Redeanstall nicht einen Augenblick Stillstand gebieten können. Ganz besonders störend- ist ein solches Benehmen in Concerten, und Derjenige, welcher sich einfindet, um Musik zu hören, kann mitunter verzweifeln, wenn das harmonische Getön der Instrumente besiegt wird von dem weit weniger harmonischen Geplapper der Zungen in seiner Nähe Gewiß verlangt kein verständiger Mensch, daß in den Concerten, wie sie regelmäßiq von Militär- und städtischen Capellen gegeben werden, jeder Zuhörer wie ein Travpist sich benehmen und vom ersten Trompetenton bis zum letzten Paukenschlag kein Wort sprechen soll. Trotz vortrefflicher Leistungen stellen die Concertgeber selbst derartig hohe: Forderungen an ihr Publikum nicht, und in der That wird Niemand es als eine Beleidigung Polyhymnias auffassen, wenn während eines Strauß'schen Walzers oder eines flotten Militärmarsches, der mit Bumbum! und Dschinderadata! daherbraust ein Theil der Zuhörer sich mit einander unterhält. Aber — und diese Rücksicht vermißt man leider zu oft — wenn das Orchester sich zum Interpreten genialer Gedankem eines großen Meisters macht, wenn Tonstücke von geistigem Gehalt und tiefer Empfindung zum Vortrage gelangen, dann sollte wenigstens die Plaudertasche zugeklappt werden, denn in solchem Falle heißt mit Aufmerksamkeit hören so viel wie etwas lernar seinen Geschmack und sein ästhetisches Gefühl bilden. Und auch dazu, nicht nur, um über einige sonst vielleicht der Langeweile verfallene Stunden Hinwegzutragen, werden Concerte gegeben, wenn dieser Zweck auch vielen Leuten nicht recht zum Bewußtsein kommt. Gerade jetzt, da wir an der Schwelle der Saison stehen, in welcher die Concerte in den geschlossenen Raum verwiesen werden, möchten wir aber auf diese Seite der Sache besonders Hinweisen. Es ist wirklich nicht erfteulich, wenn Man im Genutz eines Beethoven'fchen, Mozart'schen oder Wagner'schen Meisterwerkes durch die üoih Nebentisch herüberschwirrende Kunde gestört wird, wie die verehrte Frau Nachbarin ihrem Jüngsten die zerrissenen Hosen geflickt hat.
— lieber den Brand an Bord des Dampfers „City of Montreal" liegt auS Queenstown folgender Bericht vor: „Der Dampfer verließ Newyork am 6. ds. Mts- mit 27 Passagieren zweiter Klasse und 126 Zwischendecks-Passagieren, sowie einer gemischten Ladung. Die Mannschaft zählte 96 Köpfe. In der Nacht vom Mittwoch den 10. ds., als die meisten Passagiere sich zur Ruhe begeben hatten, erscholl der 3tufr „Feuer! Feuer!" und bald darauf quollen dichte, erstickende Rauchwolken aus dm Gängen hervor. In kürzester Zeit hatten sich alle Passagiere schnell angekleidet und
waren auf dem Verdeck erschienen, worauf ermittelt wurde, daß das Feuer unter bei im Hinteren Hauptschiffsraum aufgestapelten Baumwolle ausgebrochen war. Neun Schläuche wurden rasch in Anwendung gebracht und große Wassermassen ergossen sich auf den Sitz des Brandes. Der Curs des Schiffes wurde alsbald nach dem 400 Meilen entfernt gelegenen Neufundland gewendet. Bald darauf brach das Feuer auch im Hinteren Schiffsräume und in einem Mittelgange aus, und nach der Macht des Brandes zu urtheilen, wurde es augenscheinlich, daß keine Hoffnung vorhanden sei, das Schifi zu retten. Die Boote wurden alsdann herabgelassen, 4 Rettungsboote und 4 Pinnassen und mit Lebensrnitteln versehen. Am nächsten Morgen 8 Uhr hatten die Flamme, so weit um sich gegriffen, daß es nicht länger möglich war, auf dem Schiffe zu bleiben Sämmtliche Passagiere wurden auf dem Verdeck versammelt, um das Signal zum Verlassen Des Schiffes zu erwarten. Endlich wurde der Befehl dazu ertheilt und naü beträchtlicher Mühe waren die Passagiere in den Booten umergebracht. In Folge hohen Seeganges schwebten die gebrechlichen Fahrzeuge jeden Augenblick in der ©efw zu kentern. In der Auftegung der Einschiffung waren einige Passagiere und Mr- glieder der Mannschaft zurückgelassen worden. Sie wurden indeß später im hinter« Theile des Schiffes entdeckt und gerettet, allerdings fast erstickt. Endlich stießen bt Boote von dem brennenden Wrack ab und trieben, eins von dem andern gelten» zehn Stunden hindurch umher. Die Masten eines fernen Schiffes waren vorher i Sicht gekommen und auf dieses willkommene Ziel ruderten sie so gut als es die Behältnisse erlaubten. Ein Boot verschwand indeß aus dem Gesichtskreise der ander». Es enthielt 2 Stewards, 4 Matrosen und 7 Passagiere. Die Unglücklichen sind, m- befürchtet wird, als verloren zu betrachten. Das in Sicht kommende Schiff erwies >« als die deutsche Barke „Trident", mit einer Ladung Terpentin von Charleston na* London unterwegs, welche sämmtliche Insassen der Boote aufnahm. Während Nacht kam der Dampfer „York City" von der Furneß - Linie, von Baltimore na* London fahrend, herbei, welcher anlegte, bei Tagesanbruch die Passagiere und Seelem: der „City of Montreal" an Bord nahm und alsdann seine Reife nach Oueenstoc^ fortsetzte, nachdem er sich vergeblich bemüht, das verschollene Boot aufzufinden. Un:r den Passagieren^ desselben befinden sich ein Deutscher Namens Samuel Kaufmann uu zwei Russen, Simon Kowelsky und S. Kachumeki. Die Passagiere und Mannfcha haben ihre ganze Habe verloren. Der Ursprung des Feuers ist noch unbekannt. Capitän versichert jedoch, daß es an drei Stellen unter der Baumwolle ausbrach. „City of Montreal" wurde für die alte Jnman-Gesellschaft im Jahre 1872 in Mm- gow erbaut. Sie hatte ein Brutto - Deplacement von 4496 Tons, Maschinen v> 600 Pferdekrast, eine Länge von 419 Fuß und eine Breite von 44 Fuß.
— Der Brand im Hertogenwalde setzt noch immer seine verwüstende ThätiMi fort. Man sieht zwar keine Flammen mehr, aber hohe Rauchsäulen steigen von gj* zu Zeit auf und verdüstern den Horizont gänzlich. Dazu stürzen von Zeit zu ££ ganze Reihen Bäume, deren Wurzeln verzehrt sind, mit Getöse zusammen. IN w- Walde von Drossart und von Hasebus aus nimmt das Feuer an Kraft und > dehnung zu, dagegen hat es an der Baraque Michel wesentlich abgenommen, um II- - Ausdehnung des Feuers an dieser Stelle zu hindern, arbeiten Soldaten unter le von Ingenieur-Offizieren in diesem Theile des Waldes Tag und Nacht. 5 SolDW- , sind bei dieser Arbeit verletzt worden. Die scharfen Regengüsse der letzten Tage wer >» hoffentlich zur Auslöschung des Feuers beigetragen haben.
- fGensdarmen als Mörder.) Aus Risch kommt dem „Pesther Loyd " näherer Bericht über das kaum glaubliche Ereigniß, daß Vertreter der offentitaP Sicherheit ihre Stellung zu Mordthaten mißbraucht haben. Die Sache wurde folgen.^ maßen entdeckt -. Wie alljährlich, kam auch heute vor 14 Tagen ein aus Ruvr» gebürtiger Teppichhändler Namens Josifi Abramovics, nach Pirot, um seine i in Teppichen zu besorgen. Er kam, mit ordnungsmäßigen Reisedokumenten 1 <
über Sophia - Zaribrod um 7 Uhr Abends nach Pirot und loairte sich m elnem bekannten Gasthause ein. Seine von früher ihm bekannten Eeppöcherikug bald von seiner Ankunft und saßen mit ihm bi® nach 10 Uhr fröhlich >
Kurz darauf erschienen zwei Gensdarmen diensteifttg, den Abramovics auffo , ,


