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Allgemeiner Anzeiger
r I Ausgekämmte Haare | ' kauft H. Plank, Kaplansgaffe 2.
Scheibenpulver
Schiffs» ach richten-
Bremen, 22. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Fulda, Capitän R. Rtngk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 13. August von Bremen und am 14. August von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 23. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Rhein, Capitän W. Töpfer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. August von Bremen abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen.
6313] Schönes «rummetgra- zu ver- I 6263 Ein geprüfter Heizer wird ge» kaufen in der Pulvermühle. i sucht- kout» Mu
Zum 2. September!
Wie in den vorderen Jahren, kommen wir auch in diesem Jahre zum ^vorstehenden Nationalsest vom 2. September mit der Bitte um Gaben F ”te H"validen und die Hinterbliebenen gefallener Soldaten des «W, 1870/71. Ueberall, wo man an jenem Tag, in Gotteshäusern oder °°NoMgen Vereinigungen, dieses Fest feiert und sich dessen erinnert, was
Mmzehn Jahren geschah, möge man auch jener Opfer des Krieges oamend gedenken und durch Gaben je nach Vermögen dazu beitragen, daß ihr wo« auch weiterhin verbessert werde.
W>r bitten insbesondere, wie früher, die evangelischen Pfarr-
«vd Kirchenvorstände, gemäß der ihnen von Großherzoglichem voet-Q,on|tftanum ertgeilten Erlaubniß, bei den betr. Festgottesdiensten Collecten M jenen Zweck zu erheben.
ji,., Un[c« Aweigvereine ersuchen wir, wie seither möglichst für Ver- ormung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbeson- ere geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen.
thiH-r L r' ^blche uns demnächst die Erträgnisse von Sammlungen ru über- 2 ^ben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unseren Schatz- MWer, Herrn Brandversicherungs-Ralh Hechler dahier, einzusenden
Darmstadt, den 11. August 1887.
Der Vorstand
de» Hülssvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde, als Landesverein der Kaifer-Wilhelms-Stistung für deutsche Invaliden.
Landwirthschaftliche Nachrichte«.
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Möbel-V ersteigerong.
Donnerstag den 23. und Freitag den 26. August dS.
. , Nachmittags 2 Uhr, "
werden im Hause der Frau Hosgerichts-Advokat Wieffell Wwe., West, anlage 4, die zu deren Hinterlassenschaft gehörigen Mobilien, als:
Stuhle, 4 Sophas, 4 Kommoden, Kleiderschrcinke Glasschrank, Spiestel, Lampen, Hängelampen, Alabasteruhr,' Osenschirm, Bettladen, Bettwerk, Weißzeug, Küchen- und Gartengerathe, große Bütte, Sturmlaterne, mehrere Koffer re versteigert. v
Im Auftrag:
. Hoffmann, Ortsgerichtsmann.
Auftrage nimmt Herr Taxator Louis Rothenberger, Neuenweg 22, entgegen.
zum Nacsalnikat (Pi ekten) sofort zu folgen. Abramovics, ganz überrascht, sträubte sich energisch gegen diese nächtliche Vorladung und betheuerte, daß seine Reisedokumente in Ordnung seien, foroie daß er am anderen Morgen zeitig dahin kommen werde. Die zwei Gensdarmen wollten ledoch davon nichts wissen, sondern bestanden darauf, ihren angeblich vom Präfekten erhaltenen Befehl durchzuführen. Sie schleppten Abramovics fort, welcher leider nicht mehr zuruckkehren sollte. Am folgenden Tage um 5 Uhr Morgens kamen einige Tepprcherzeuger in das Gasthaus, den Abramovics zu suchen, denen aber der WiNh nur das Abends Geschehene mitthetlen konnte. Inzwischen wurde es 2 Uhr Nachmittags - - und Abramovics war noch nicht da. Den guten Leuten erschien dies rathselhaft, worauf sie sich zum Präfekten begaben, um Auskunft zu erhalten. Der Pomocsnik (Vertreter des Präfekten, welch' letzterer auf Urlaub in einem Bade war), hierüber ganz erstaunt, sagte ihnen, daß er von diesem ganzen Sachverhalt nichts wlsse und daß lhm bezüglich einer Verhaftung Abramovics nichts mit; gethetlt wurde. - In der Nähe der während des serbisch-bulgarischen Krieges zwischen Pirol und Zaribrod erbauten Schanzen beschäftigte sich eben an diesem Tage eine BauernfamUte mit ihrer Feldarbeit, als ihr Hund furchtbar zu heulen anfing. Der Bauer forschte nach der Ursache und erschrak nicht wenig, als er seinen Hund einen Menschenkopf herumzerren sah. Der Bauer begrub den Kopf wieder und eilte
in die Stadt (Pirot), um der Polizei seine Entdeckung mitzutheilen. Dort angelangt, ' traf er einen Gensdarmerie Lieutenant und einen Gensdarmen beim Verhöre über die nächtliche Verhaftung des Abramovics an. Der Pomoesntc, von dem unheimlichen Funde verständigt, schöpfte Verdacht, sandte geheim um Militär und erklärte den Gensdarmerkelieutenant und alle Gensdarmen für verhaftet. Der Lieutenant der seine ganze Fassung verloren hatte, mußte an einem Selbstmorde verhindert werden indessen zwei Gensdarmen folgendes Geständniß machten: Im Auftrage ihres Lieutenants brachten sie um 11 Uhr Nachts den Abramovics zur Polizei Ein vom Lieutenant verfertigter Befehl mit Amtssiegel, daß man Abramovics wegen Verdachts der Spionage sofort an die bulgarische Grenze befördern solle, wurde dem Abramovics oorgelesen und lhm bedeutet, daß seine im Gasthause zurückgelassenen Effekten bereits dahin expedirt worden leien. Ein einspänniger Wagen (Eigenthum des Lieutenants) stand schon vor der Thüre. Abramovics wurde binausgeschleppl, drei Gensdarmen blieben bei ihm und so fuhren sie gegen die bulgarische Grenze. Vor dieser bogen sie aber rechts zu den erwähnten Schanzen ein, schlachteten dort den Abramovics ab, ihm seine Baarschaft von 1503 Imperials abnehmend, und begruben ihn daselbst Nach- ttaglich sollen sie auch eingestanden haben, daß derselbe Gensdarmerielieute'nant im Etnverstandnkß nut seinen fünf Gensdarmen schon seit zwei Jahren dieses Mörderhandwerk betreibe und es sollen circa 60 Personen auf solche Weise ermordet worden sein; 22 goldene Uhren sammt Ketten, Brillant-Ohrgehänge, Medaillons rc. wurden bet rhnen vorgefunden. Zwei französische Correspondenlen, die während des Krieges in Vlrot waren und von da ihren letzten Bries datirten, sollen auch diesen Kopfabschneidern zum Opfer gefallen sein. Der französische Gesandte aus Belgrad ist vor drer Tagen direkt nach Pirot gereist und soll einen Ring von dem Ermordeten gefunden haben. Er ließ einen Wachsabdruck des Ringes anfertigen und sandte ihn nach Frankreich. Ein Stallmeister des früheren Fürsten Alexander von Bulgarien der im vorigen Jahre von Sofia über Zaribrod-Pirol-Nisch-Belgrad in seine Heimath rejfen wollte, ist gleichfalls von dieser Bande ermordet worden. Eine Untersuchungs- ^grad ist bereits nach Pirot abqegangen. Ferner wird aus Belgrad benchtet: Der in Pirot lnhaftirte Gensdarmerieltcutenant Butrics gestand, daß auch ?? R* br.crt^f[c ernwrdet wurde; es verlautet, daß der Ermordete 100,000 Rubel habe Der saubere Ehef der Sicherheit hat bereits sieben Morde ein- geftanden; 8000 Stuck Dukaten wurden bei ihm gefunden. Die von ihm geübte Praxis war die daß er jene Reisenden, die ihre Pässe durch ihn visiren lassen mußten auf eine spate Abendstunde bestellte, so daß sie nur Nachts weiterreisen konnten Er ünLiRrt u“ter.0eblnen Gensdarmen fanden sich dann an geeigneter Stelle ein, um Mich stchen a3erbrCd)Cn 3U ""üben. In Pozsarevac soll übrigens die Sache ganz . . n Tn rbecn statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahl- industriellen bestes sich bte Roheisenproduction des Deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs) im Monat Juli 1887 auf 326 075 Tonnen, darunter 149 413 Tonnen Puddestohepm und Spiegeleksen, 42 491 Tonnen Bessemerroheisen, 91075 Tonnen S0IUQ S 7 £nb 43 096 Tonnen Gießereiroheisen. Die Production im Juli 1886
Innern Vorn 1 Januar bis 31. Juli 1887 wurden producirt 2174556 Tonnen gegen 1983 515 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
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