Entzündung entstanden sein. Diese Aeußerung hat aber Virchow gestern gethan, als noch nicht die positive Nachricht vorlag, daß es sich doch um eine neue Wucherung handelt und nicht um eine Entzündung. Man darf überhaupt nicht vergessen, daß Virchow den Kronprinzen nie selbst untersucht hat — das ist nicht sein Beruf — sondern nur die pathologische Struktur der von Mackenzie extrahirten Theile der Neubildung begutachtet hat. (Frkf. Ztg.)
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telrgr. Cor^esdondenr-Brrreatr.
Darmstadt, 8. November. Se. Kgl. Hoheit der Prinz Heinrich von Preußen, welcher Ihrer 'Majestät der Kaiserin in Coblenz einen Besuch abstattete, ist heute Nachmittag tu längerem Besuche der Großh. Familie hier eingctroffen.
Berlin, 8. November. Se. Majestät der Kaiser stand Mittags auf und hörte die Vorträge Perponcher's und Albedyll's.
— Das Landes - Oekonomie - Collegium sprach sich in seiner heutigen Sitzung dahin aus, die Beseitigung der kleinen Lokalwollmärkte sei anzustreben, die Provinztalmarkte seien beizubehalten. Eine Concentralton des Wollmarktes im Centralpunkte der Monarchie sei nicht zu empfehlen.
Halte, 8. November. Der Professor der Theologie, Dr. Schlottmann, ist in vergangener Nacht gestorben.
Leipzig, 8. November. Das Reichsgericht hob das von dem Danziger Landgerichte gegen 20 Soctalisten am 28. Mat gefällte Urtheil auf und verwies die Sache an das Landgericht Danzig zurück.
Aachen, 8. November. Landrath Janßen (Centrum) hat sein Landtagsmandat für den zweiten Aachener Wahlkreis niedergelegt.
Pari-, 8. November. Das Tribunal für Strafsachen setzte heute das Zeugenverhör tn der Angelegenheit Caffarel fort. Madame Limousin erklärt, Casfarel habe gewußt, daß sie für Vermittelung von Dekorationen Geldbelohnungen versprochen habe, was jedoch von keinem Zeugen bestätigt wird. Caffarel behauptet, er habe niemals auch nur einen Sou für eine derartige Sache genommen.
— Bet der heutigen Beerdigung des ehemaligen Mitgliedes der Commune, Portier, waren mehrere Deputationen mit rothen Fahnen erschienen, welche die Polizei entfernte. Hierbei kam es zum Zusammenstöße, welcher mit der Verhaftung mehrerer Personen, darunter des Muntctpalraths Joffrtn, endete.
Dublin, 8. November. Eine Bande Mondscheinler drang heute früh in die Wohnung emes Pächters in Ktrby bet Tralee ein, riß denselben aus seinem Bett und lödlete tbn durch Flintenschüsse in Gegenwart seiner Familie.
Brüssel, 8. November. Senat. Der Justizmtnister theilte mit, die Regierung werde sich demnächst mit der Frage der Begnadigung der bei den letzten Arbetts- einstellungen Verurtheilten beschäftigen.
Spezzia, 8. November. Das deutsche Schulgesckwader, bestehend aus Sr. M. Fregatten „Luetn", „Prinz Adalbert", „Gneisenau" und „Moltke", Geschwaderchef Contreadmiral v. Kall, ist hier eingetroffen.
Chicago, 8. November. Die in der Zelle des zum Tode verurtheilten Anarchisten Lingg vorgefundenen Bomben bestanden aus mit dem stärksten Dynamit gefüllten Gasleitungsröhren. Lingg erhielt sie in einer Delicatessenbüchse mit doppeltem Boden. Es gilt für zweifellos, daß er das Gefängniß in die Luft sprengen wollte.
Lokale-.
Gießen, 9. November. Am gestrigen Tage feierte Herr Rechtsanwalt Justizrath Diery fein 50. Amtsjubiläum. An diesem Tage vor 50 Jahren wurde Herr Dtery als Gerichtsaccessist vereidigt. Von allen Setten wurden dem Jubilar die herzlichsten Glückwünsche dargebracht. Se. Königl. Hoheit der Grotzherzog verlieh ihm das Ritterkreuz 1. Classe des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen. Se. Excellen; Staatsmmrster Finger sandte ein Glückwunschschreiben. Eine Deputation der hessischen Anwaliskammer, vertreten durch die Herren Rechtsanwälte Dr. Gutfleisch und Batst, überreichte eine Adresse, während die oberhessischen Rechtsanwälte durch die Herren Curtman, Dr. Reatz und Dr. Rosenberg ihren Glückwunsch darbrachten. Die Juristen- Facultät der Landes-Universität ernannte den Jubilar zum Ehrendoctor. Auch die Stadtverordneten-Versammlung, deren Mitglied Herr Diery lange Jahre gewesen, ließ ihren Gluckwunsch durch die Herren Beigeordneter Keller und Stadtverordneter Homberger darbringen. Das Landgericht, vertreten durch den Herrn Landgerichtspräsidenten Knorr und die Staatsanwaltschaft, vertreten durch den 1. Staatsanwalt Herrn Jockel, wie auch das Amtsgericht durch Herrn Oberamtsrichter Langsdorff, übermittelten dem Jubilar zu seinem Ehrentag die herzlichsten Glückwünsche. Möge demselben noch recht lange ein gesegneter Lebensabend beschieden sein.
—e Gießen, 9. November. Im „Gewerbverein" hielt gestern Abend Herr Ingenieur
B r o ck m a n n von Offenbach einen Vortrag über „die technische Verwendung flüssiger Kohlensäure und m Verbindung damit führte Herr Brockmann einige Experimente mittelst einer mrt flüssiger Kohlensäure gefüllten Flasche vor. Eingeführt durch Herrn Prof. Dr. Buchner, welcher in Verhinderung des Vorsitzenden des Gewerbvereins, des Herrn Geheime Rath vr. o. Ritgen, den Vorsitz übernommen, führte Herr Brockmann aus, daß schon in den zwanziger Jahren von Dawy und Faraday flüssige Gase hergestellt worden seien, Thilorier in Parts war der Erste, der einen Apparat erfand, nnt welchem es möglich war, in wenigen Augenblicken 1 Liter flüssiger Kohlensäure herzustellen. Die Anwendung des Apparates war nicht ganz ungefährlich und kamen verschiedene Unglucksfalle vor. Trotz der später von Stetterer in Wien con- struirten besseren Apparate blieb die Herstellung der flüssigen Gase eine Specialität, em Prroateigenthum der pysikalischen und chemischen Labaratorien, wo die Versuche ^näidjun0§fraft ausubten. Die erste wirklich industrielle Anwendung mit machte Dr. Raydt in Hannover, indem er das Gas zur Hebung ^ou Schiffm vorschlug und aelungene Versuche auf der Kaiserlichen Werft zu Kiel “ft: Die nächste Anwendung machte Friedrich Krupp in Essen, der die flüssige Kanonenfabrikation verwendete. Ausgedehnte Anwendung fand die IÄlt»s^Ä/Ensäure erfy- man gelernt hatte die an manchen Orten der Erde in zahllosen Mengen der Erde entströmende Kohlensäure direkt zu verwenden. Die- Vuhlt, comprimirt und gelangt in schmiedeeisernen Flaschen die Kohlensäure in den Flaschen einen Druck von 70 Atmo- ?u8ubt' Handhabung doch ganz ungefährlich, da die Flaschen auf 250 sind. Durch die verhaltnißmäßig billige Darstellung der flüssigen ^iaure findet dieselbe beim Bierausschank ausgedehnte Verwendung. Redner demonstrirt an einem von den Herren Fleischer und Mühlisch in Frankfurt zur Verfügung gestellten Apparat, wie derselbe neuerdings beim Bierausschank vielfach Verwendung findet. Die Flaschen dieser Apparate sind mit einem eigenen patentierten ;ziehen, .welches Redner näher erläutert. Der Vorthetl des Verzapfs mit em großer, Bier kann 4 Wochen lang im Anstich bleiben ohne zu ver- derben. Dabei ist der Verzapf mit Kohlensäure ein verhältnißmäßig billiger und wird vom Redner pro Hektoliter auf 40 Pf. veranschlagt Der Verlust der sonst hptm Bieroerzapf entsteht, beträgt 4—5 Liter pro Hektoliter; da beim Verzapf mit Koblen- saure der letzte ^ropfen gebraucht werden kann, würde sogar noch eine Ersparnis eintreten. Flüssige Kohlensäure findet ausgedehnte Anwendung in der Mineral- maüerMbrifation, Jie wird verwendet zu Feuerlöschzwecken, zur Fabrikation von Dnna mtt- Auch )um Betrieb von Maschinen kann flüssige Kohlensäure verwendet werden was Redner an einem kleinen Modellmaschinchen erläutert, das in Gang gesetzt wird' Neuerdings wird die flüssige Kohlensäure noch angewendet zur Eisfabrikation und zur Lederfabrikation; letzteres Verfahren ist noch im Werden 0
Z.^m Brockmann noch mittheilte, daß die flüssige Kohlensäure von gelblicher Farbe sei, sich übrigens auch in kleineren Röhren aufbewahr n lasse spricht er die Hoffnung aus, daß diese Erfindung, welche bisher nur als Kind in den Laboranten gediehen, sich mit der Zett mehr und mehr der Industrie dienstbar zeigen möge. Der Vortrag wurde von allen Anwesenden mit großer Befriedigung^ auf Genommen und dem Redner am- Schlüsse desselben der wohlverdiente Beifall gespendet Die wahrend der sich hieran anschließenden Diskussion aufgeworfene Frage, ob der oNläure-Apparat, wie er heute Abend vorgeführt und direct im Zapfraume mit dem Ausschank verbunden, als eine Bierpression zu betrachten sei, glaubte Redner im
UniverfitätS-Chronik.
— Der Unioer sitätsbibliothekar Dr. P. Schwenke in Kiel ist als Bibliotbekar an die Universität Göttingen berufen.
— Dr. Landwehr, bisher Assistent an dem physiologischen Institut zu Würr- burg, Abtheilung für medicinische Chemie, nahm einen Ruf als Professor der Physiologie nach Santiago in Chile an und ist bereits abgereift.
— Aus Halle, 4.November, schreibt man uns: An der theologischen Fakultät unserer Umoeifität hat vor Kurzem der erste evangelische Spanier seine Studien begonnen, nachdem derselbe auf dem vom Pastor Fliedner in Madrid gegründeten evangelifchen Gymnasium vorgebildet und auf der dortigen Universität den Grad eines Liceniiaten in den Wissenschaften erworben hat.
— Das neuphilologische Fach an der Universität Heidelberg leidet schwer darunter, daß der hochverdiente Germanist und Romanist Karl Bartsch immer noch nicht im Stande ist, seine Thätigkeit wiederaufzunehmen. Geheimrath Bartsch erkrankte vor dem Jubiläum so bedenklich, daß an Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit noch nicht zu denken ist. — Einen weiteren Vertust erlitt die neuere Philologie durch die Berufung einer tüchtigen jüngeren Kraft nach auswärts. Von Ersatz oder hinreichender Aushilfe vernimmt man noch nichts. Kuno Fischer lieft in diesem Semester neuere deutsche Literatur seit Lessing, Meyer von Waldeck über Entwickelung des deutschen Dramas seit Lessing.
Gegensatz zu anderen Autoritäten in Bayern verneinen zu müffen, da ja keine damu*. Bierleitung vorhanden sei, in welcher das unter Druck liegende Bier sich rasch^Si?! könne resp. an Gehalt verliere. Gerade die Kohlensäure conscroire das Bier und mn*, auf Wochen hinaus haltbar. Um bet den Anwesenden etwaige Vorurteile aeoen bi- Anwendung flüssiger Kohlensäure beim Bieroerzapf zu beseitigen, ließ Herr Br mann ein ihm gütigst zur Verfügung gestelltes Fäßchen Bier anzapfen, von welArm später ein Thcil unter Druck gestellt wurde, um am folgenden Vormittag als ‘VaT schoppen zu dienen. ü uy'
Gießen, 9. November. Im Verlaufe der Nacht von Sonntag auf kamen verschiedene Prügel-Affairen mit zum Theil erheblicher Körperoerletzuna hiesiger Stadt vor. Auf dem Oswaldsgarten stach ein Arbeiter einem anderen mi? einem zerbrochenen Revolver aus Glas (die Industrie fertigt eben Schnapsbouteisl^ in Form eines Revolvers an) durch den Arm, so daß eine schwere Fleischwunde Der Thäter wurde zur Anzeige gebracht. entftand.
— Auf der Bachgasse wurde ein älterer Mann von mehreren jungen Leuten Folge eines Wirthshausdisputs verfolgt und mit den Stöcken geschlagen so dak Mann zusammenbrach. Auch hier ist Anzeige erhoben. * B Ocr
— In einer Wirtschaft der Kaplansgasse prügelte sich eine Anzahl junaer wobei einer einen erheblicheren Denkzettel erhielt. utc*
— Gestern Nachmittag stahl ein fremdes Frauenzimmer auf der Schmitz'schen Bleiche eine Schürze. Von einem bortfelbft wohnenden Herrn hierbei ertavot wurde die Person einem Arbeiter der Bleiche übergeben, damit letzterer auf der fßolhei Anzeige erstatte. In der Nähe des Viehmarktplatzes brannte das Frauenzimmer durck und lief nach der Lahnstraße. Hier erwischte sie der Arbeiter wieder, wurde aber von einem daherkommenden Weichensteller verhindert, die sich wehrende Diebin fortiubrinaen indem ihm von dem Bahnbeamten mit einem Stock der Hinterkopf schwer verlern Gezen den Weichensteller ist Anzeige erhoben. De*
nn. Darmstadt, 8. November. Nach fast zweijähriger Pause begannen heute Morgen 91/» Uhr unter dem Vorsitz des Oberstabsauditeurs Eigenbrodt die Verhandlungen der evangelischen Landes-Synode.
Nachdem der Vorsitzende die Verhandlungen mit einem Gebet eingeleitet, fand die Verpflichtung der in die Synode neu gewävlten Mitglieder statt.
Bei den nun folgenden Neuwahlen und zwar: eines Schriftführers wurde Psarrer Nitzert-Darmstadt, eines Mitgliedes zum 1. Ausschuß wurde Pfarrer Hagm und je 2 Mitgliedern des 2. und 3. Ausschusses wurden die Herren Hallwachs, Hof, Staubinger und Wahl mit fast Einstimmigkeit gewählt.
Bei der darauffolgenden Ersatzwahl des Synodalausschusses wurde Dr. Rieger- Darmstadt gewählt.
Nachdem noch die Verkündigung neuer Einlaufe stattgefunden und die Wahl- prufungs-Commission über die staltgehabten Wahlen zur Synode ihre zustimmenden Berichte abgegeben, trat dieselbe in die Perathung über die Vorlagen Großh. Ober- Consiftoriums bett, die Trennung der Gemeinde Lanzenhain der Pfarrei Engelrod und Zutheilung zur Pfarrei Herbstein.
Die Synode beschließt die Abtrennung nach den Anträgen des Ausschusses gut zu heißen.
Ferner beschließt dieselbe die Bildung einer evangelischen Filialgemein.be zu Bretzenheim, die Bildung einer Confessionsgemeinde zu Lorsch, sowie einer solchen zu Mombach nach den Anträgen des Ausschusses zu genehmigen.
Nächste Sitzung morgen früh 9 Uhr.
X Darmstadt, 8. November. Ausgehend von dem Aliceverein, Abteilung für Waisenpflege, findet morgen Abend im hiesigen Saalbau eine Wohlthätigkeits- Soiree statt, bet welcher auch Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog milwiiken wird. Es soll nämlich u. a. ein lebendes Bild gestellt werden: Friedrich Schiller lieft am Hofe des Erbprinzen von Hessen-Darmstadt den 1. Akt seines „Don Carlos" vor. Diesen Erbprinzen nun stellt unser Erbgroßherzog, den Schiller ein Urenkel des Dichters, der rm 2. Großh. Hess. Drag.-Rgt. (Leib-Drag.) Nr. 24 stehende Secondlieutenant v. Gleichen-Rußwurm dar. Die für diesen Abend zuständigen Billets waren schon gestern sämmtlich vergeben. — Unser Mozartcyclus ist glänzend verlaufen. Das Hos- theater war an jedem Abend ausverkauft. — Unsere Primadonna Fräulein Roth, welche bekanntlich wegen eines erlittenen Unfalls mehrere Monate der Bühne fern bleiben mußte, tritt heute Abend als „Santa" in Wagners „Der fliegende Holländer- zum ersten Male wieder vor unserem Publikum auf. In den Kreisen des letzteren hat man mannigfache Vorkehrungen getroffen, der beliebten Künstlerin einen enthufiastischen Empfang auf den weltbedeutenden Brettern zu bereiten.
— Ein Lieutenant in Zittau ist dieser Tage zu einer Strafe von 8 Monaten Festungshaft und Zurückstellung in der Beförderung auf 10 Jahre verurteilt worden. Der junge Officier, der am Drillen der Mannschaft nach der Art der alten Zett besonderes Wohlgefallen fand, hatte kurz vor dem Ausmarsch zum Manöver den zu seiner persönlichen Bedienung fommanbirten Soldaten mit Stockschlägen übel zu- gerichtet, zwang ihn aber noch, daß er den Marsch in's Manöver mit vollem Gepäck antreten mußte. Der Soldat erkrankte und kam in ärztliche Pflege, wodurch die Mißhandlung zu Tage kam.
Berlin, 5. November. In stark besuchter Versammlung der Gesellschaft für Erdkunde gab heute Abend Lieutenant Wißmann, von dem Vorsitzenden seierlichst begrüßt, eine eingehende Darstellung seiner letzten Durchquerung Afrikas. Seine Expedition bestand aus 1000 Köpfen, die wahrend der letzten Wochen der Reise fürchterlich unter Pocken, sowie wiederholten Kämpfen mit den Eingeborenen zu leiden hatten. Unter feinen Mitteilungen waren die bemerkenswertesten, daß sich feit seiner letzten vor vier Jahren gemachten Reise in jenen Dtstricten eine völlige Veränderung unter den dortigen Stämmen vollzogen. Während früher noch eine gewisse ursprüngliche Cultur dort geherrscht habe, sei dieselbe bereits unter den fortpflanzenden Eir^ Wirkungen der Entwickelung des Congostaates in raschem Hinsterben begriffen. Auch die Tauschmittel änderten sich theils; nicht mehr die Kaurimuschel, sondern europäische Gewehre und Pulver würden tief im Innern Afrikas von den Negerstämmen oer- langt, die noch keine Weißen sahen. In Verbindung damit breite sich ein scheußlicher Menschenhandel und Sklavenjagen aus, wie sie früher nicht bestanden. W-ßmänns Reiseroute ging auf Bastian's Rath von der Westküste Afrikas etwas südlich vom Congo aus, wandte sich zunächst nach dem Kassaistrom, verfolgte denselben rnehrett Grad nördlich, durchschnitt in nordöstlicher Richtung das Congobecken und wandte M dann, weil die Schwierigkeiten unübersteiglich wurden, nach Nrangwe, von wo aus die bekannten Wasserstraßen des ostafrikanischen Seengebiets erreicht wurden, die nach ocr Ostküste Afrikas führten.
— fSchonet die Vögel!] Vor einigen Tagen wohnte in Cannes die KaiseM von Brasilien einem großen Feste bei. Die hohe Frau hielt einen einfachen Schtio- plattfächer in der Hand und eine der anwesenden Damen fragte die Kaiserin, warum


