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aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprieß­lichen Dienste, mit Wirkung vom 1. Juni d. Js. an, in den Ruhestand zu versetzen, sowie

den Kreisbauausseher-Aspiranten Georg Best aus Gießen zum Bahn­meister bei den Oberhesstschen Eisenbahnen zu ernennen.

Darmstadt, 1. Juni. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht:

Am 1. Juni dem Gräflich Erbach-Erbach'schen Kammerrath Ernst Riedel zu Erbach das Ritterkreuz 1. Kliffe und

dem Schullehrer Daniel Lorz zu Nidda das silberne Kreuz des Verdienst- Ordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.

Berlin, 1. Juni. Der Kaiser nahm Vormittags militärische Meldun­gen und den Vortrag Wilmowski's entgegen, empfing Nachmittags den Gesandten aus Kopenhagen Dr. Stumm und machte alsdann eine Spazierfahrt. Um SVa Uhr erscheint Minister v. Puttkamer und um 4 Uhr der Staatssekretär Gras Bismarck zum Vortrage.

Berlin, 1. Juni. DieNordd. Allg. Ztg." theilt osficiös mit, daß von den beiden in Straßburg wegen Landesverraths verhafteten Beamten Cabannes und Brückner der Erstere neue Geständnisse gemacht und insbesondere eingeräumt hat, zu dem bekannten Oberst Vincent, dem vormaligen Chef des französischen Nachrichten-Bureaus in Beziehung gestanden und demselben Berichte unter der Adresse:Müller, Paris, Rue Varenne 26" geschickt zu haben. Noch ein dritter Beamter des Bezirkspräsidiums Straßburg, der Steindrucker August Klausinger, der nach einem sehlgeschlagenen Vergiftungsversuch verhaftet worden ist, gestand, von Cabannes zur Mittheilung sekreter Drucksachen verleitet worden zu fein. (Fr. Ztg.)

München, 1. Juni. Der Kaiser wird auf der Durchreise nach Gastein dem Prinz-Regenten einen kurzen Besuch abstatten. (Fr. Ztg.)

Hamburg, 1. Juni. Eine Feuersbrunst, wie sie seit dem Brande vom Jahre 1842 hier nicht erlebt worden ist, brach Abends 9% Uhr im Hafen aus. Sechs große Schuppen am Hübener- und Strandquai standen m Zeil einer halben Stunde nebst den zum Einlöschen davor liegenden großen Seeschiffen in Flammen. Der Dampfer Gladiator", am 29. Mai von Oporto angekommen, und dieCity of Dortmund", am 80. Mar von Swansea angekommen, sind ausgebrannt, an vielen Schiffen sind die Takelagen und Masten verbrannt. Ein mit Salpeter beladener Oberländer Kahn stand in vollen Flammen. Die zwischen beiden Ouais stehenden Eisenbahnwagen konnten gerettet werden. Kolossale Mengen von Baumwolle, Kaffee und sonstigen Kaufmanns- A?^^,^^^E>rannten. Der an der Spitze beider Quais weithin sichtbare monumentale N?A?au ist gleichfalls niedergebrannt. Das Feuer hatte eine Ausdehnung von über 460 Metern Lange. Soweit bisher bekannt, ist kein Menschenoerlust zu beklagen. Sammtlrche Spritzen Hamburgs waren in Thätigkeit. Um 2 Uhr Nachts war der Brand so weit gedampft, daß eine Weiterverbrettung nicht zu befürchten war. Der Schaden wird viele Millionen betragen. Hätte der Wind landwärts gestanden, so wäre das Unglück unabsehbar gewesen, da dann die in der Nähe befindliche große Gasanstalt und die übrigen Quais gefährdet gewesen wären.

V Der Quaibrand ist jetzt gelöscht. Am meisten beschädigt ist der Dampfer City of Dortmund , welcher Oel- und Erzladung an Bord hatte. Ter erste In- «emeur dieses Dampfers, Namens Maccoller, erlitt erhebliche Brandwunden und mutzte in s Krankenhaus verbracht werden. An Deck ist alles verbrannt, die Maschine ist nur theilweisc beschädigt VomGladiator" waren 300 Kisten und 500 Fässer Wein fben gelöscht, die am Lande sammtlich verbrannt sind; ein Matrose erlitt Brandwunden xn\ Gcncht und an den Händen. Außerdem wurde der DampferProgreß von Goole" erheblich durch das Feuer an Deck beschädigt; die Maschine und die Ladung erlitten nur Wasserschaden, Mus Kastenschuten mit Ladung und ein Oberländer Kahn mit Schwe el wurden gleichfalls durch das Feuer bedeutend beschädigt. Von einem der Muschi,ten wollte der Mann mit grau unb Äinb sich retlfn und sprangen in die §lbe; der Mann wurde gerettet, Frau und Kind sind ertrunken. Ein Feuerwehrmann fiel in die Elbe wurde aber gerettet. Das Feuer ist wahrscheinlich durch Selbst- -ntzundung von Baumwolle entstanden. Dicht davor standen fünf mit Stroh beladene Eisenbahnwagen; das Stroh sing Feuer und verbreitete es mit rasender Schnelle Da- h^nter standen M mit Gütern beladene Waggons, welche sämmtltch total verbrannten Der Schaden ist ganz unabsehbar. Die Abwickelung der Versicherungen ist äußerst schwierig, da m vielen Fallen nicht zu constatircn ist, ob die Seeversicherung noch ein- fi-ht, indem die verbrannten Waaren meistens gelöscht waren. Fünf Millionen Mark Schaden wird als kaum zu hoch taxirt angesehen. Auch die kolossalen eisernen Dampf- krahnen am Quai sind vielfach ausgeglüht und stark beschädigt. (F. 3.)

Hesterreich.

. . d«dap«st, 1. Juni. In Szeged!» sind 100 Joch bester Felder durch Schleußen- bruch unter Wasser gesetzt. Es wird ein Schaden von 10 Millionen befürchtet Schiffe gingen nach den Theißdammen ab, um die gefährdeten Menschen und das Vieh ,u bttgen. (g. Z.)

Arankreich.

Pari», 1. Juni Die Regierung erhielt beim ersten gestrigen Kammer- Votum eine republik. Mehrheit von 21 St. DasJournal des Ddbatr" äußert fich befriedigt über den Sieg des Cabinets, tadelt jedoch, daß Rouvier io geflissentlich eine Verbindung mit der Rechten obgewiesen habe. Bei dem gestrigen Militärball im Opernhaus wurde vor dem Hause vielfachEs lebe Bau- ÄVL ®r6t^ Sausen! doch trug diese Manifestation keinen ernsthaften Charakter an stch. Rach demMalin" will der Krtegrminister F-rron Boulanger auffordern, als Regierungs-Commiffar an der Discusston de« Militärgesetzes theilzunehmenJustice" sagt, dar Cabinet Rouvier verdanke ferne Existenz einer Börsenspekulation. (gr>

Telegraphische Depeschen.

Wolss's telegr. Correspondenz-Bureau.

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An in den ersten Anfängen befindlichen jpanbei® u schwer zu belasten"

Deutschlands, bte Spirituosen höher zu belasten, wurden von ^rnnfrpt* r l aßC

Paris, 1. Juni. Die radikalen Sölätte'r führen&rfSfÄr*

Sprache wie gestern gegen das neue Cabinet. Die 0emäfci0tetreffeDerfiält'firft nserotrt und erwartet weitere Schritte von der Negieruna rnnfJrnLV

constatircn mit Genugthuun0 den Bruch zwischen Radikalen und Blatter

sie einen Nutzen für ihre Partei erhoffen " und Opportunisten, woraus

Brüssel, 1. Juni. Gestern Abend durchzogen mehrere kaufen nnn die Stadt. Es entspann sich dabei ein Handgemenge mit be Mhri H ^hrere Personen verhaftet wurden. Der

nunmehr beschlossen, die Verfügung, wonach die Ansammlung von mehr als 5 Personen, verboten ist, mit Nachdruck zu handhaben. -Pionen.

1räuni. Dex Strike im Bassin von Ssraing und an beiden Ufern der Maas erscheint beendigt. In allen Kohlengruben ist die Arbeit wieder auf- genommen. '

dem am gestrigen Tage in Kraft getretenen Sommer­fahrplan ^verkehren auf Station Gießen täglich 80 Personenzüge incl. Schnell- unk Counerzuge; es gehen ab 40 und kommen an ebenfalls 40. Von den hier verkehrenden (ankommenden und abgehenden) Zugen kommen auf die Main-Weser-Bahn allein 42 m C£Cner un? Berlm-Coblenzer Bahn 22 und auf die beiden Linien d^

Oberhessischen Bahnen je 8 Züge. E

Univerfftüts-Chronik.

ba§ Bett mrlaffen^ SUIrot^ in fann wieder als genesen gelten. Er hat schon

Vermischte-.

,r. . r ~ Jur den 13. hessischen Feuerwehrtag in Butzbach am 18. und 19. Juni

O Programm festgestellt: 18 Juni: Nachmittags 4 Uhr im Gartensaale des HbN- Hofes Abgeordnetenversammlung Hess. Feuerwehren mit folgender Tagesordnung- \er b«re p?iäLißfclt Landesausschusses. 2) Verwaltungsbertcht des geschaftsfuhrenden Ausschusses der Landesunterstützungskasse. 3) I. Antrag der Freiw ^ue'wehr Ortenberg: Die Hessische Abgeordnetmverfammlung wolle beschließen und den Landesausschuß beauftragen: Bet höchster Staatsbehörde vorstellig zu werden einstweilen bis zum Eintreffen oder Inkrafttreten des neuen Löschgesetzes eine vorläufige ^Erordnung zu erlassen, wonach die freiwilligen Feuerwehren regierungsseitig mehr unterstützt werden als dies seither geschehen ist. II. Deßgleichen wolle die Abgeord netenverfammlung beschließen, den Landesausschuß zu beauftragen: Bei höchster ^-taatsoehorde dahin vorstellig zu werden, daß die Regierung die Verwaltungsbehörden ^?welse, m der Provinz Oberhessen Kreis-Feuerwehr-Jnspectoren zu ernennen, gleichwie i)te§ in Rheinhessen und Starkenburg durch die Verwaltungsbehörden schon vielfach h \ Vortheile haben Abprotzspritzen gegen diejenigen anders Constructtonen und welche find bei Neuanschaffungen zu empfehlen? (Freiwillige ^UErwehr Bodenhelm.) 5) I. Was hat sich in der Praxis am besten bewährt, die Rohrfuhrer und Sapeure den Spritzenzügen zuzutheilen oder solche bei den Steiger- abtheilungen^zu fuhren^ II. Welches ist die praktischste Art der Allarmirmia? (Freiwillige Feuerwehr Offenbach.) 6) I. Bieten die neueingeführten Balanceleitern Vortheile gegenüber denjenigen anderer Constructionen? II. Woran liegt es haft gummirte Hanfschlauche in neuerer Zeit, verglichen mit den in früheren Jahren nn- mwler schlechter werden? (Freiw. Feuerwehr Darmstadt.) 7) I. Worin besteht die Zweckmäßigkeit kleiner Handspritzen ? II. Wie bringt der Steiger gefährdete Menfchen am leichtesten in Sicherheit? (Freiw. Feuerwehr Butzbach.) 8) Wahl der- femgen Feuerwehr m der Provinz Starkenburg, welche den im Jahre 1889 ftatt- 1« ^ssischen Feuerwehrtag übernimmt. - Das Festprogramm ist folgendes:

J? ,pullt (Samstag), 9tachmtttags 4 Uhr: Abgeordnetentag der Hess. Feuerwehren im

i i nL"^^ chen Hofes". Abends 8 Uhr: Concert in der Festhalle (Vom obiLmpfang der Abgeordneten.) 19. Juni (Sonntag) Morgens 6 Uhr. Weckruf, ausgesiihrt von der Festmusik. Vormittags 8-9 Uhr: Allarmtrung er ^reiwilllgm Feuerwehr. Angriff auf den Thurm der Stadlkircbe. Vormittags b-l? Uhr: Früh choppen auf der Wilhelmshöhe. (Nabe bei der Stadt gelegener Ausstchtspunkt mit prachtvoller Fernsicht.) Mittags 12V. Uhr: Gemeinschafttiches Mittagessen imHess. Hofe .- Das^Gedeck JL. 2,50 mit Wein. Nachmittags 2^2 Uhr 9e?Au® ^adt. Aufstellung desselben auf der Niederweiseler Chaussee um

2\ Nachmittags 3Vz Uhr, nach Ankunft des Festzuges auf dem Festplatze: a) Schulubungen, d) Angriff auf die Festhalle (Butzbacher Freiw. Feuerwehr.) Nach ^/s^st^^^^^bbungen: Concert Tanzvergnügen. Abends: Brillantbeleuchtung des Festplatzes. Des Vormittags und Nachmittags bis 2Vr Uhr findet Empfang der cinruckenden Feuerwehren statt. Im Festzuge spielen nur die Musikcorps der Feuer- r^'ftunb Trommler marschiren mit umgehängtem Jn- ftrument. Die Festmusik stellt die Kapelle des 2. Großh. Infanterie-Regiments Nr. 116^. in vyteßen.

Wai l^7Ul5UImt?n?nei i1" ^uni* . Monats - Bericht der Arbeiter - Colonie pro insgcsamntt' 48 ^ai waren ln ber Colonie arbcits-, resp. stellenlos

F.tnhpr ^iCT^KCnQ Ia5bro* ^biter rc. 9, Bäcker 2, Bergleute 2, Brauer 1, Bucb- ötnljer Dachdecker 3, Former 1, Gartner 1, Gerber 1, Kaufleute 2, Maurer 5, 1?-, ^chloffer 2, Schmiede 1, Schneider 3, Schuhmacher 2, Scheeren- 9 ^retbcr Schirmmacher 1, Weber 1, Ztmmerleutg 2, Portefeuille- XllUvUvi Ue

Tfiürtn^eni 1^^ kommen auN Großherzogthum Hessen 12, Nassau 5,

Thüringen 1, Baden 1, Bayern 1, machten 1. Von Preußen die Provinzen' ffieftfaLnnUl8 Mfe>'(ßafW) 5 ««lefien 4, Sachsen 4, Rheinlanb 6^

Westfalen 1, Elsaß-Lothrtngen 1, Lübeck 1, Oesterreich 1, Transvaal-Rep. 1.

Abgegangen sind im Laufe des Monats Mai 44

o31- durch bie Colonie in Stellung 9, butch eigenes Bemühen rc. 1, durch Entlassung 3.

3"* Z?"ien würben seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 623 Kolonisten. erZrh.n blc lausenben lanbwirthschastlichcn Arbeiten besorgt.

Zahlung gearbeitet. V-rpfl-gungstag- geleistet unb 192 Tage gegen ftembe B--

Der Gesundheitszustand ist ein sehr guter.

S A ^Un^ Nachdem gestern die Delegirtenversammlung und am

i ? Ubn"dip^Commers stattgefunden hatte, versammelten sich heute Mittag um 11 Uhr ^.Mitglieder des hessischen Landeslehrer-Vereins in außerordentlich arober städtischen Akademiesaale zu der 18. Generalversammlung. Neben den zahl- 8@?Ierrtnneft h?"en sich aus Interesse für die Volksschule die Mit- Lebr-r unb * SBrotofomt* h^r01^beS' «Ertretcr ber staatlichen unb stäbflschcn Behörde», teurer und Professoren der höheren Lehranstalten, einiac Landtaasabaeordnete unb ©tabtoerorbnete, sowie sonstige zahlreiche Freunde des Schulwesensin der Geuerasi Versammlung ^llelunden. "Namens des Vorstandes des Lehrervereins erfolgte die Begrüßung durch Lehrer Backes von Darmstadt, der gleichzeitig in großen Wm als ^em^;Cre kte nothlvendige Solidarität des Lehrerstandes schilderte. 9 Ober- ®teim beroiUtommnete die Versammlung im Auftrag der obersten Schul- flefmibei^Sinn ulib au§ tcm ^''idcn Lehrerstande einen fo

gefunoen ötnn und frischen Geist zu finden. Bürgermeister Dr. Oechsner der unter ®i*ta faaUteb'^*°MnOtte'f.fi?r Lehr-rstanb Seitens seiner Vorredner mit d-m Si Q fei, gewahrt mir die Bitte, in Eurem Bunde der Dritte' bieß die Therlnehmer Namens der Lladt Mainz in deren Mauern auf das Herzlichste will- dem^Vrotokoll der ^n^^üßungen wurde zunächst der Jahresbericht erstattet und von worauf a/sdavn 9?^rausgegangenen Delegirten-Versammlung Kenntniß gegeben, Ä ©d?u£inad)er oon Worms zuvörderst einen sehr durchdachten Vortrag über das Thema:Wie find die Menschen auf den jetzigen Standpunkt der Humamtat gekommen und welchen Antheil hat die Volksschule daran", hielt^ welchen ri*UUnnUAÖhn Vortrag Überdie Methode des naturgeschichtlichen Umer-

CAedimnm Bestrebungen" von Lehrer Jndith-Bürstadt anreihte. L.'ach

Erledigung dieser ernsten Fragen versammelten sich um 2 Uhr die Theilnehmer zu mand)e§Tnrenpnhp11 ? blr "Stadthalle", wo zwischen heiteren Musikweisen h-r ÄprÄ ^^r^Hrochen und zwischen den einzelnen Theilnehmern das Band der Berufsgenossenschaft inniger geknüpft wurde.

A Mainz, 1. Juni. Während der weitaus größte Theil der von derBürger- ^ ^) /"6angenen Einladungen zu den Hafenfeierlichkeiten angenommen worden sind, vr. Miquel in Frankfurt a. M. mit Rücksicht auf seine durch ^.^^ff^nssitzungen sehr in Anspruch genommene Zeit, die Bürgermeisterei benachrichtigt, daß er leider an der Feier nicht theilnehmen "könne. Aus Anlaß der zwtfchen Frankfurt und Mainz in Handelssachen herrschenden fast komisch zu nennenden