Ausgabe 
31.10.1886 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

LVL6.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Muyd**. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf-

Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS.

Bwreoitt Schulstraßs 7.

p , . o , - Gießen, den 23. Oktober 1886.

Betresfend: Die Control-Versammlungen der Landwehr- w

Das Großherzogliche Kreisamt (Stegen

an die Ge.tz»-e,°«l,»«n Baeae-m-i«"-«-'' »«8

WM »t Wn

$lr. 294 Zweites Statt Sonntag den 31. Oktober

ichmer Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

UniverfitätS - Chronik.

Der bisherige LustoS, am

Kemeindevfleae-, für Rettungs-, Waisen-, Unterrichts- und Erziehungsanstalten aller Art für Mäadeherbergen, Gefängnisse, Asyle, Magdalenenstrfte u. dergl.

' Lier undda begegnet man der Ansicht,daß auf katholischem Baden Kräfte wirksam feien mit welchen es unmöglich sei, auf evangelischem Boden in Concurrenz »r/treten" " Wir finden eine solche Ansicht in dem neuesten Septemberheft derBau­steine, Monatsblatt für innere Mission" vertreten, in einem Aufsätze überdie barm­herzigen Schwestern der römisch-katholischen Kirche", denen im Uebrrgen dre vollste Anerke^ung^g^wchmet^wlrd. bie confefsionelle Seite der Frage nicht näher

einaeben Wir glauben, daß Protestanten und Katholiken wie auf anderen Gebieten so auch in der Kranken- und Armenpflege berufen find, von einander zu lernen und lieb täalick zu erneuern in reiner Liebe und edler Gesinnung. An ihrer Gesinnung und ihren Früchten wird man die rechten Jünger Christi erkennen

Das Deutsche Reich, welches nach der Volkszählung von, 1880 unter 10 000 Ein­wohnern^6263 Protestanten, 358§ Katholiken, 17 sonstige Christen, 124 Israeliten und 7 Personen ohne Angabe der Religion zählte, glebt wegen der bunten Mischung seiner Confessionen jeder einzelnen Glaubensrichtung auch ganz besondere Gelegenheit zum r-gon WM-^ in W-rken d-r Liebeor°t-st-nMchm und bie katholischen Schwestern und d e Pflegerinnen uom reiben Kreuz ttiedlich nebeneinander w r en und durch die That beweisen, weß Geistes Kinder sie find. Christus selbst hat u dem Gleichnis; von dem barmherzigen Samariter die Antwort auf die Frage.Wer ist Mn -i. m> .«ta i«w-

D-r Wetteifer in der Nächstenliebe wird auch die Versöhnung der Lonsesstonen am besten fördern. ______________

Die Krankenpflegerinnen der verschiedenen Consessionen.

sröblicker Wetteifer in Werken der Nächstenliebe ist überall sichtbar und es ist eine^höchstObea^cht^ensw^ Erscheinung, daß Franenthätigkeit zunächst in Oer Rranfenu;>S"it VXTin&'ZewTnukau^"Ättn Jahrhunderte d°r Arifttidien Kirche wieder an. Die Diaconissen nahmen damals für den weiblichen Theil der Gemeinde ganz dieselbe Stellung ein, wie für den männlichen bi° Dmconen. Der Dienst der Diaconcn und Diaconissen vermittelte damals einer -us die Kunde von jeder in der Gemeinde vorhandenen Roth und bot andererseits die Mittel, lebe und Nothleidenden die Hilfe zukominen zu lasten, die gerade seinen Verhalt! st

Die WW» St,««(»«!!« -*« >« «'<* 9***Ä*Lf:

I. Im Bezirke der ! Compagnie (Gießen).

GieHen am 4 November 1886, Vormittags, im Oswald schm Garten

..n e cx r r n Hhe für sämmtliche zur Disposition der Truppenthelle und der Ersatz-Behörden

Hierher Mren die Orte: Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen Treis a d. Lda., Trohe und Wieseck.

ftpr sImin^Gellsbausen Göbelnrods Gründerg (;nit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Hierher gehören die Orte: Allertshausen, ^^ttenrob, Harbach (mit der Kolbenmühle und Sommermühle), Kesselbach (mit der

Obere und Untere Ziegelhutte, Latzmuyle^, Äarr^ro^^ ^mmüble, Georgenhammer, Strellesmühle und Walkmühle), Rabenau schen Papiermühle), La^ (^ , Buramühle Schmidtmühle, 9ieitzenmühle und Ziegelhütte), Lumda (Groß- unb Sn? oSnÖn(mit älpSnbörn rjof), Qmckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen (mit Bolln- bach Veitsbergund^^^ Stockhausen, Weickartshain, Weitersham (mit dem H°mer-H°f), Winnerod.

II. Im Bezirke der II. Gompagme (L»ch).

Münster, Nieder-Bes 1 ^bn,Ober-Befiu^^ im^betteffenden Bezirke wohnenden Offiziere und Mannschaften des Beurlaubten-

Sesuche°^welche von Ln betreffenden Bürger.

ffle«®lÄtXÄTfeTn SÄÄÄ9e vor den betreffenden ContLl-Versammlungen auf dem Dienstwege eingereicht werden. Die e in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben, und vor dem

Beginn der Control-Versammlu'ng Schirme, Stocke, Pfeifen rc. s°rtznlegen sind Control-Versammlunq theilnehmenden Mannschaften für den ganzen

8 Schließlich wird noch ganz besonders darauf hmgewte,-n, daß> sammtunterworfen find.

Xaa, an welchem die Control-Versammlung stattfindet, zum acttven He g ) Fxhx. v. Nöder,

Oberst z. D. und Bezirks-Commandeur.

,nt,Pra@e8enroärti0 handelt eS sich besonders um die Ausbildung °°n Krankenpflegerinnen, Wph iebe aröfcere Gemeinde bedarf. Die katholische Klrche hat fich m denBmm- üpriiaen Schwestern" schon seit mehr als 2 Jahrhunderten thätige ^^^Ünnen tur » itnh Armenvfleae berangezogen. Der Stifter des Ordens der barmherzigen Schwestern der 1576 in der Gascogne als Sohn eines Bauern geborene Vincenz von S her fein eigenes Vermögen und sein Leben g°n, dem Dienste der Armen we.hte

"Ul< hip rrftpn ^raueiiaemeinfcbaften zu persönlicher dauernder Armenpflege und L» bk D ben§reflel Wbte CiÄr« in dem Kranken den »eilnnb f°U>st pflegen

^selbst wollte nicht, daß sie Nonnen seien und durch lebenslängliche Gelübde fo? n^n^merben Mten ieü ift di Regel des Nonnenthums vorherrschend. In der

^Kirche ist ^das Diaconissenwerk erst durch den Pfarrer Theodor ^Kaiserswerth in umfassender Weise organisirt worden. Am 13. October ^neT 11 seit der Gründung des ersten Diacontssen-Dttitterhauses in

«v^fpr^rfh verkosten und heute finb tiarau^ gegen ^(^^9 5)iacontf1en^

| Dr. OttTÄejZ i« d.....<«