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reicher besucht wird.

L

nteressanten Vortrage über die verschiedenen Arten von Bienenwohnungen, an welche sich eine recht anregende Discussion anschloß.

Hoffen wir, daß die General-Versammlung, wie jede andere folgende noch zahl-

Gietzen, 27. Januar. Im Interesse von Herrschaften und Dienstboten nmchcn wir darauf aufmerksam, daß das für die Dienstboten zu entrichtende sog. Kliniksgeld doch präcis entrichtet werden möge, damit nicht, wie in letzter Zeit Öfters geschehen, Aufnahme-Verweigerung von Seiten der Klinik-Verwaltung stattfinden muß. Wenn auch kein eigentlicher Zwang vorliegt und die Herrschaft sich vielleicht mit dem Ge­danken trägt, bei eintretendem Kranksein den Dienstboten in die Heimath zu schicken, so möge man doch bedenken, daß Dienstboten ansteckenden Krankheiten wie Diphlheritis re., sowie Arm- und Beinbrüchen auch ausgesetzt sind, ivelche das Unterbringcn in die Klinik zur zwingenden Nothwendigkeit machen. Daß dann die Aufnahme mit Schwierig­keiten verbunden ist, wenn man die Zahlung des geringen Beitrags verweigert, darf nicht Wunder nehmen und ist nur eine Eonsequenz des vorherigen Handelns. In früheren Zeiten wußte man es gar nicht anders, daß für Dienstboten Kliniksgeld ge­zahlt werden mußte und Herrschaften sowohl als auch Dienstboten befanden sich bei etwa eintretendcm Kranksein geborgen. Im klebrigen sind Herrschaften für die ersten Hülfeleistungen bei einem Unglücksfall ihrer Dienstboten gesetzlich verpflichtet.

Die gestern Abend imFrankfurter Hof" abgehaltene ordentliche General­versammlung der Gießener freiw. Feuerwehr war nicht so zahlreich besucht, als mein bei der Wichtigkeit der Tagesordnung erwarten durfte. Nach dem eingehenden Rechenschaftsbericht des ersten Hauptmanns, Herrn L. Petri II., und Erstattung der Rechnungsablage, welche die Kasse als günstig situirt bezeichnete, wurde der bisherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Bei der Besetzung der einzelnen Obmannschaften traten einige Veränderungen ein. Nachdem noch eine Besprechung über etwaige Un­fälle und deren Linderung durch städtische und staatliche Unterstützung stattgefunden, fand der Schluß der sehr interessanten Verhandlung statt.

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Kassel, 27. Januar. Auf dem Rangirbahnhofe Kassel-Rothenditmold kostete der Eisenbahndienst wiederum ein Menschenleben. Der Oberrangirer Dinklage hatte gestern in der Mittagsstunde das Unglück, beim Rangiren zwischen die Puffer zweier' Wagen zu gerathen, von welchen er in der vollsten Bedeutung des Wortes zerquetscht wurde. Schon nach einigen Stunden starb derselbe an den erhaltenen Verletzungen.

Schwindel würde man sagen

wenn heute eine Zahntinktur empfohlen würde, die neue Zähne in alte Lücken hcrvor- bringt und doch wäre dieses gleichbedeutend mit dem Versprechen neuer Haare auf kahlen Stellen! Deßhalb kann man bei den sich massenhaft mehrenden Mitteln für Haarleidende nicht genug auf das seit Jahren bewährte, von allen Autoritäten em- und Billigkeit sich auszeichnende Carl Relter'sche Haarwasser München aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht, nämlich Eon- servirung und Kräftigung des Haares, Reinigung aller Kopfhautübeln, als Schuppen rc. Herstellung eines weichen glänzenden Haares und festen Scheitels. Zu haben um 40 $ und JL 1.10 bei I. H. Fuhr, Sonnenstraße 25, Gießen. 211

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Konkursverfahren.

lieber das Vermögen des Kon­rad Heß von Rieder-Besfingen wird, da derselbe sich heimlich entfernt hat und nach dem aufgenommenen Inventar die Schulden das Vermögen übersteigen, auf Antrag verschie­dener Gläubiger, heute am 22. Januar 1886, Nachmittags 5 Uhr, das Kon­kursverfahren eröffnet.

Der Bürgermeister Horst von Nieder- Bessingen wird zum Konkursverwalter ernannt.

Konkurssorderungen sind bis zum 20. Februar 1886 bei dem Gerichte anzumelden.

Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus- schusses und eintretenden Falls über die in § 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der an- gemeldeten Forderungen auf

Mittwoch den 3. März 1886, Vormittags 9 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt.

Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitz der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Be­friedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 20. Februar 1886 Anzeige zu machen.

Großherzogliches Amtsgericht Lich.

Langermann. 631

Holzversteigerung

Lm Gießener Stadtwald.

Montag den 1. Februar 1886, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem Distriet Waldshute nachverzeichnetes Holz versteigert werden:

A. Brennholz.

Scheith. Prügelh. Stockh. Reish.

Rmtr. Rmtr. Rmtr- Wellen Nadel 21 739 145 7500

8. Bau-, Werk- und Nutzholz.

8 Eichenstämme mit 1,05 Festm.,

204 Nadelstämme 52,34

1807 Derbstangen 132,90

1072 Reisstangen 14,61

Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee nach Lich an der 4. Schneise.

Gießen, am 26. Januar 1886. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.

A. Heß, Beigeordneter. 628

Allgemeiner Anzeiger.

Holzversteigerung

Dienstag den 2. Februar, Vormittags von 91/2 Uhr an sollen in dem Albacher Gemeindewald, Distrikt Kreuzholz, Abteilung 2 a, 2 b und 5, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden:

Scheit. Knüppel. Reisig. Stock.

131 Nm. Buchen. 141 Rm. Buchen. 2780 Wellen Buchen, 64 Nm. Buchen, zweiter Durchforstung.

2000 Astwellen Buchen.

B. Bau- und Wagnerholz.

68 Eichenstämme von 5 bis 11 Mtr. Länge, enthaltend 16 Festm.

17 Nadelstämme von 11 bis 19 Mtr. Länge, enthaltend 5 Festm.

4 Nadelstangen von 8 Mtr. Länge, enthaltend 0,33 Festm.

Die Zusammenkunft findet im Distrikt Kreuzholz, Abtheilung 2a statt.

Bemerkt wird noch, daß der Anfang mit dem Brennholz bei Nr. 41 gemacht wird, und das Bau- und Nutzholz von circa 11 Uhr an zum Aus- gebot kommt.

Albach, den 26. Januar 1886.

Großherzogliche Bürgermeisterei Albach.

___________________________Balser.________________________641

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Heinrich

! Donnerstag den 28. d. M,

Nachmittags 2 Uhr,

in der L o u i s F l e t t'schen Hofraithe dahier^ sollen gegen Baar

2 Sopha's, 2 Kleiderschränkc, 2 Com- moben, 1 Bettstelle, Tische, Stühle, Spiegel, Bilder rc-, versteigert werden.

Gießen, den 24. Januar 1886.

Engel, 619 Gerichtsvollzieher.

Freitag den 29. Januar, Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hause Grünbergerstraste Nr. 39 gegen Baarzahlung versteigert:

1 Bierapparat, 1 Buffet und

1 Glüserreal.

Die Versteigerung findet bestimmt statt.

Gießen, am 26- Januar 1886.

Geistler, 630 Gerichtsvollzieher.

Dienstag den 2. Februar, Nachrn. 2 Uhr, werden Tenfelslustgärtchen 14, im Hause der Frau Flett Wwe.: Bett­werk, Kleiderschränke, Bettstellen, Kommode, Tisch u. sonst. Gegenstände versteigert. [625

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