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Wilhelmshafen, 25. Januar. Das PanzerschiffPrinz Friedrich Carl" wird schleunigst ausgerüstet, um dem Vernehmen nach sich nach dem Piräus zu begeben. c

Pesth, 25. Januar. Die Direction der Südbahn theilt mit: Gestern Morgen fand vor Groß-Kanic-a ein Zusammenstoß dreier Bahnzüge statt, indem der Prager­hofer Postzug an den Güterzug stieß und der von Fiume kommende Eilzug zwischen beide Züge hineinfuhr. Eine Frau wurde getödtet, eine Frau und ein Zugreoisor wurden leicht verletzt. Wie Zeitungen melden, wäre auch der Dircctor der Fiumaner SchiffsgesellschaftAdria", Kuranda, erheblich verletzt.

St. Gallen, 25. Januar. Der frühere schweizerische Gesandte in Wien, Friedrich von Tschad!, der Verfasser desThierleben in den Alpen", ist hier gestorben.

Paris, 25. Januar. Die Dcputirtenkammer beschieß, die Berathung des An­trags, wonach bei den durch den Staat abgeschlossenen Geschäften auswärtige Arbeiter nicht verwendet werden sollen, zu vertagen. Der Deputirte des Departement du Nord, Deberln, hatte die Vertagung beantragt und darauf aufmerksam gemacht, daß eine solche Bestimmung ernste ökonomische Fragen berühre, die freie Arbeit beeinträchtige und Repressalien seitens des Auslandes hcrbciführen könnte. Die Kammer vertagte sich schließlich bis zum Donnerstag.

Pari-, 25. Januar. In einer heutigen Versammlung der conservativen Union wurde die Frage der Aufrechthaltung der Union bejaht und beschlossen, für die Amnestie im weitesten Umfange zu stimmen. Die royalistische Rechte, welche ebenfalls heute eine Versammlung abhielt, schloß sich den Beschlüssen der conservativen Union an. In einer Plenarversammlung der Rechten sollen weitere Beschlüsse bezüglich der Amnestie-Frage gefaßt werden.

Ein Telegramm des Gouverneurs im Gebiete des Senegal meldet, eine Truppenabtheilung Frey's hätte die Truppen des falschen Propheten Samary vvll- kommen geschlagen und dieselben gegen den Niger zurückgeworfcn.

London, 25. Januar. Im Unterhause machte Bourke, Mittheilung von der auf Antrag Englands gestern erfolgten Uebergabe der Collectionote der Mächte in Athen. Eine Antwort Griechenlands ist noch nicht eingelaufen. Derselbe sagt ferner, die Weigerung Egyptens, der Canalgesellschaft die Erweiterung des Canals zu gestatten, sei den Kroniuristen unterbreitet. Das Haus setzt die Adreßdebatte fort.

Oberhaus. Salisbury beanstandet die Aufhebung des Amtes des Vicekönigs von Irland als augenblicklich unzeitgemäß und hofft in ein oder zwei Tagen seine Politik in Betreff Irlands mitzutheilen.

London, 25. Januar. DieTimes" glaubt, die von Lord Salisbury in Athen gethanen Schritte stinlmen mit dem jüngst von den Großmächten im Interesse des Friedens erngeschlageneii Verfahren überein. Wenn die britische Regierung es übernommen habe, eine Flotte zum Schutze der Türkei gegen einen Freibeuter-Angriff zu entsenden, so sei dieser Schritt zweifelsohne im Einklang mit der von sämmtlichen Regierungen des Continents gebilligten Politik gethan. Lord Salisbury habe von der Starke und dem Einflüsse Englands im Interesse des Friedens einen weisen Gebrauch gemacht und sein Rücktritt in diesem Augenblicke würde in Gesammt-Europa als eine Schwächung des europäischen Concerts und der für die Aufrechthaltung der Ruhe Europas wirkenden Kräfte empfunden werden.

DieDaily News" sprechen ihre äußerste Mißbilligung über die griechische Politik Lord Salisbury's aus, welche den Gefühlen und Ansichten des britischen Volkes nicht entspreche; England würde niemals wieder auch nur einen Finger rühren zur Aufrechthaltung des türkischen Reiches in Europa.

Athen, 25. Januar. Delyannis hat auf die Aufforderung des britischen Ge­sandten wegen der Abrüstung geantwortet, Griechenland könne dem Verlangen nicht nachgeben. - Die hier befindlichen griechischen Kriegsschiffe gingen gestern früh mit versiegelten Ordres ab. Der Bestimmungsort derselben ist unbekannt.

Vor dem Königspalais fand gestern eine Kundgebung einer beträchtlichen Volksmenge statt. Der König war abwesend. Die Wortführer der Menge überreichten dem Ministerpräsidenten Delyannis einen Protest gegen das Vorgehen Englands, in­dem fie dieses als einen Angriff auf die nationale Selbstständigkeit Griechenlands be­zeichneten und erklärten, Griechenland werde für die Vertheidigung der Rechte des Hellenismus jedes Opfer bringen. Delyannis erwiderte, die Negierung werde das nationale Programm gemäß den in der Kammer abgegebenen Erklärungen ausführen.

Athen, 25. Januar. Die Vertreter der Mächte überreichten gestern Abend Delyannis auf den Antrag Englands, eine Collectionote, welche besagt, daß die Mächte, da Griechenland keine legitimen Motive zu einem Angriffe aus die Türkei habe, ein Vorgehen Griechenlands zur See nicht gestatten würden, da solches die Interessen des Friedens gefährde. Das Cabtnet tritt heute zur weiteren Berathung zusammen.

Lokales.

Gießen, 26. Januar. Oeffentliche Sitzung des Kreisausschusses des Kreises Gießen Samstag den 30. l. M., Vormittags 11 Uhr. Es kommt zur Verhandlung: Die Bestellung eines Rechners für die Gemeinde Rödgen.

Gießen, 26. Januar. In der gestern Abend stattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung des Turnvereins nahmen die ihr Amt niederlegenden Vorstands­mitglieder, bis auf drei, die Wahl wieder an, nachdem der Stein des Anstoßes, ein Brief des Turuwarts, von letztere,m zurückgezogen wurde.

UrriverfitätS Chronik.

In Leipzig ist an Stelle des verstorbenen Prof. Dr. Eckstein der Rector des dortigen Staatsgymnasiums, Prof. Dr. Richter, zum außerordentlichen Professor innerhalb der philosophischen Facultät ernannt worden.

In Greifswald ist der Vertreter der praktischen Theologie, Prof. vr. Hanne um seine Emeritirung eingekommen.

Tin dreifacher Doctor ist zum Amtsrichter in Berlin ernannt worden. Gs ist dies der bisherige Gerichtsassessor Dr. Sachse ein Sohn des ftüheren Oberpost­directors der in der theologischen Facultät den Licentiaten-, in der juristischen und philosophischen Facultät den Doctorgrad rite erlanat hat. Bei dem Doctor-Examen, das er bei der Berliner juristischen Facultät bestanden hat, erhielt er das Prädikat Summ» cum laude, das die Facultät überhaupt bisher nur zweimal ertheilt hat (das erste Mal dem jetzigen Prof. Schulte in Bonn.) Dr. Sachse war bisher auch im Justizministerium beschäftigt und ist gleichzeitig Privatdocent in der juristischen Facultät der Berliner Universität.

Dem soeben ausgegebenen akademischen Kalender nach haben die 80 Docenten, welche derzeit an der Universität Marburg wirken, ein Gcsammtalter von3511 Jahren aufzuweisen; der älteste Docent ist 86, der jüngste 23 Jahre alt. Das Durchschnitts­alter beträgt 43,8 Jahre und speciell das eines Ordinarius 48,4, das eines Extra­ordinarius 40,3 und das eines Privatdocenten 35,2 Jahre. Die Ordinarien der medicinischen Facultät weisen das höchste (51,2 Jahre), die der theologischen das niedrigste (46,3 Jahre) Durchschnittsalter auf. 11 der 46 ord. Professoren haben weniger als 40 Jahre, 10 mehr als 60 (darunter 5 mehr als 70).

Aas Paradies und die Peri-

Dichtung aus Lalla Rookh von Th. Moore, Musik von R. Schumann.

I.

*** Der bevorstehende Februar wird zwei hervorragende Werke Schumann's: "Das Paradies und die Peri" undManfred" bringen und somit den Musikinteressenten einen seltenen Genuß bieten. Wir halten es für unsere Pflicht, wenn mir uns zuvörderst eingehend mit dem erstgenannten Werke beschäftigen, da dasselbe voraussichtlich am 7. kommenden Monats inStein's Garten" zur Aufführung gelangen soll.

Die erste Aufführung dieses Werkes, welches im Jahre 1843 entstand, erfolgte am 4. December 1843 im Gewandhaussaale zu Leipzig und zwar unter persönlicher Leitung des Componisten, welcher unstreitig mit seinemParadies und Peri" ein Kunstwerk von hoher dramatischer Bedeutung geschaffen hat.

Von seinem Freunde Emil Flechsig schon im Jahre 1841 auf das Th. Moore'sche Gedicht aufmerksam gemacht, ergriff er zwar die Idee mit der ihm eigenen Begeisterung, kam aber trotzdem erst nach 2 Jahren zu ihrer vollen Ver­wirklichung und diese zeugte entschieden, daß Schumann keinen angemesseneren

Stoff, daß das Gedicht keinen berufencren Meister zu seiner musikalischen Behandlung finden konnte.

Die romantisch erklärte Welt, in welcher des Meisters Gedanken am liebsten herumschweiften, eine Welt »oller lustiger, neckischer Kobolde, zarter, luftiger Elfen umhaucht von dem Aether des Orients, sie war wie geschaffen für des Meisters Ideale; nur daß er dieselben nicht aus der Phantasie, sondern aus der Wirklichkeit, aus dem Leben hatte.

Die Personen, die Schumann uns vorführt, sind keine Schatten, keine über­natürliche Gebilde, sondern sie sind menschliche Wesen, die Herz, Seele und Empfindung in sich vereinen; auch die Peri, welche die Sage alsanmuthiges Wesen der Luft" hinstellt, ist verkörpert zu menschlichem Fühlen und Denken.

Eines Fehltritts ihres Geschlechtes wegen aus dem Paradiese vertrieben, sucht sie nach des Himmels köstlichster Gabe, welche ihr nach der Verheißung die Pforten des Edens wieder öffnen soll. Die Geschichte der Menschheit nicht allein, sondern vielmehr die des menschlichen Herzens wird unS hier offenbart, denn nur in diesem kannte Peri jene köstliche Gabe finden.

Eine Veränderung, welche das Gedicht nothwendig machte, unternahm Schumann selbst, er behielt aber die Form des Oratoriums bei und das war vollkommen ent­sprechend. Er führt nach epischer Form, nach Art des ältesten Oratoriums den Erzähler ein, welcher in einfachen Worten die Thatsachen berichtet, bis dorthin, wo eine größere dramatische Darstellung derselben nothwendig wird. Die einzelnen Personen treten leibhaftig vor uns hin, wir leben gewissermaßen alles mit durch und sehen alles in einem gewissen Sinne verkörpert. Schumann blieb sich allerdings bei der musikalischen Behandlung des Erzählers nicht ganz treu.a

Vermischtes.

F riedb erg , 23. Januar. ^Vorgeschichtliche Fundes Am 9. Februar v. I. wurde Ihnen über ein aufgefundenes vorhistorisches menschliches Scelett berichtet. Bei den nun begonnenen diesjährigen Ausgrabungen zeigte sich dicht bei der Fundstelle eine zusammengebrochene Höhle, welche 2,75 Meter tief in den festen Lehmboden ein­gegraben war. Der horizontale Boden der Höhle erreichte nach 2,85 Meter^ von Osten nach Westen gemessen sein Ende und befand sich an diesem Ende das Scelett eines Vierfüßlers, welches möglichst sorgfältig mit der umgebenden Erde ausgegraben und in einem Privatmuseum aufbewahrt wurde, woselbst es der genaueren Untersuchung eines Sachverständigen harrt. Die Entfernung desselben von dem menschlichen Scelett mag in nordwestlicher Richtung etwas über 3 Meter betragen haben. Bei dem Thier- scelett befanden sich circa ein Dutzend faustgroße und kleinere Steine. Außer den er­wähnten Gegenständen fanden sich noch in der Höhle zerstreut eine gespaltene Knochen­röhre, einige wenige Knochenreste, einige rohe kleinere Steine und ein spärlicher Rest einer T»pfscherbe aus rauhem, schwarzen, schwachgebrannten Thone. (D. Z.)

Friedberg, 22. Januar. Gestern versuchte ein fremder Mann in hiesigen Geschäften und Wirthschaften falsche Ein- und Zweimarkstücke auszugeben. Die Poli­zei, auf sein Treiben aufmerksam gemacht, behielt ihn im Auge. Wahrscheinlich fühlte er sich nicht mehr sicher und manövrirte so schlau, daß er mit dem Mittagszug nach Frankfurt entkommen konnte. Man avisirte die dortige Polizei telegraphisch, der hiesige Polizeidiener Fourier fuhr ihm mit dem nächsten Zuge nach und so gelang es, den Gauner in Frankfurt zu erwischen und in Nr. Sicher zu bringen.

Aus dem oberen Vogelsberg, im Januar. In unserer von der Natur nicht sehr reich bedachten Gebirgsgegend fehlt es leider an einer lohnenden regelmäßigen Arbeit auf industriellem Gebiete. Wenn auch, namentlich im Winter, ein Theil unserer Arbeiter Verdienst in den Holzmachereien findet, so ist derselbe immerhin fein dauernder und kommt überdies nur einem kleineren Theile zu statten. Die Weberei ist, weil dieselbe durch die größeren Etablissements absorbirt wird, sehr wenig lohnend, ja, fast außer Cours gesetzt, während vor 30 und mehr Jahren dies für den oberen Vogels­berg ein HaupterwerbSzweig war. Eine eigentliche Industrie hat jetzt der Vogelsberg nicht. In einigen Orten nur wird die Rechenfabrikation mit gutem Erfolg betrieben, namentlich in dem nach Hergenhain höchst gelegenen Rebgeshain. Immerhin würde der obere Vogelsberg weniger Armuth aufweisen, wenn dessen Haupterwerbsquelle die Viehzucht intensiver betrieben würde, was aber hauptsächlich deßhalb unterlassen wird, weil noch viele große Strecken Grasgelände theils mit Hügel und Steinen über­säet, theils sehr sumpsig und vermoost, also nicht entwässert sind. Der Vogelsberg könnte, eben weil er Basaltboden hat und stets die nöthige Feuchtigkeit besitzt, noch zehnmal mehr und gutes Futter produciren, wenn die Einzelnen und auch die Ge­meinden mehr für Verbesserung des Wiesenbaues und der Culttvirung der Hügel- und steinreichen Triften, besorgt wären, namentlich aber für Entwässerung, und wenn die auf trocken gelegten Wiesenflächen das Moos vernichtenden Kunstdünger mehr in An­wendung gebracht würden. Da der Fleischconsum jetzt größer als früher ist, so ist und bleibt die Viehzucht der lohnendste Theil unserer jetzigen Landwirthschaft, nament­lich des oberen Vogelsbergs; und selbst der Kleinbauernstand, auf dessen Erhaltung die Negierungen, und zwar mit Recht, so sehr bedacht sind, kann, wenn derselbe die Land­wirthschaft in der Weise betreibt, daß mehr Futter producirt und demgemäß die Vieh­zucht vergrößert und in Folge dessen mehr Dung erzielt wird, immer noch bestehen. Wenig Ackerland, tief gepflügt, gut gedüngt, von 5 zu 5 Jahren mit guten Futter­kräutern eingesäet, namentlich schwedischem Klee, welcher sich als Tiefwurzler in unserer Gegend trefflich bewährt, vermischt mit Grasarten: englisches Raygras, Knaulgras. Thirnothcegras, Wiesenfuchsschwanz, Honiggras, und Verbesserung der Wiesenflächen, resp. Culttvirung der Gemeindetriften und Anwendung von Kunstdünger dies muß jetzt die Devise für unsere Landwirthschaft und namentlich für unsere Kleinbauern- «irthschaft des oberen Vogelsbergs ausmachen. (Landw. Zeitschr.)

Darmstadt, 22. Januar. Aus dem nach Art. 1 des Gesetzes vom 10. September 1878, die Landes-Brandversicherungs-Anstalt betreffend, zur Perfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz stehenden Fonds, welcher zur Unterstützung von Personen, welche in Folge ihrer Theilnahme an den Lösch­anstalten verunglückten, und ihrer Hinterbliebenen, sodann zur Förderung des Feuer­löschwesens insbesondere zu Beiträgen an Feuerwehren und Gemeinden verwendet werden soll, hat das genannte Ministerium außer den in Nr. 308, zweites Blatt von 1880, Rr. 50 von 1882, Nr. 192, erstes Blatt von 1883 und Nr. 363, erstes Blatt von 1884 in derDarmstädter Zeitung" veröffentlichten Derwilligungen, auf Grund der gutachtlichen Vorschläge des Plenums der Großh. Brandversicherungs-Commission in­zwischen weiter folgende Beiträge verwilligt: I. Zur Unterstützung von Personen, welche in Folge ihrer Theilnahme an den Löschanstalten »erunglückten, und ihrer Hinterblieben 1036,90 X II. Zur Förderung des Feuerlöschwesens durch Beittäge an Gemeinden und Feuerwehren: Allgemein. Der Unterstützungskasse des hessischen Feuerwehren»erbandes 500 X

Es erhielt die Provinz Oberhessen: Kreis Gießen: Die Gemeinde Inheiden 500 X. die Gemeinde Stockhausen 300 X Kreis Büdingen: Die Gemeinde Schwickartshausen 250 X Kreis Lauterbach: Der Spritzenverband Schlitz 400 X Kreis Schotten: Die freiwillige Feuerwehr zu Schotten 500 X Summe in der Provinz Oberhessen 1950 X

Darmstadt, 25. Januar. sTodesfallJ Der Maler Fach ist heute Nacht gegen 3 Uhr den ihm in der Nacht zum 17. d. MtS. zugefügten schweren Verletzungen erlegen.

Mainz, 23. Januar. Das städtische Bauamt hat angeordnet, daß die Einlässe zu den Hydranten in der Stadt bei eintretendem Schnee- und Frostwetter mit dena- turirtem Salz bestreut werden müssen, damit die Einlässe nicht zufrieren und dieselben bei einem etwa ausbrechenden Brande 2c. rasch geöffnet werden können.

Groß-Zimmern, 22. Januar. In der Nacht von gestern auf heute sind zwei arme Fremde, welche obdachlos hier betroffen worden waren und denen ein Zimmer im Rathhaus zur Nächtigung angewiesen war, an Kohlengas erstickt. Es ist Anzeige beim Großh. Amtsgericht Groß-Umstadt erstattet worden.

Frankfurt, 22. Januar. Der Volksmund sagt:Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu." Ein hiesiger Bankier besaß eine ganze Serie Loose, fünfzig.Stück. In der letzten Serienziehung wurde die Serie gezogen. In der Geminnziehung kamen auf die Loose der betreffenden Serie die drei höchsten Treffer und außerdem noch einige kleinere Treffer. Der Gcsammtgewinn beläuft sich auf über 165,000 X Vier Tage vor der Ziehung hatte der Bankier die Loose erst erworben.

Frankfurt e. M., 22. Januar. An gleichem Tage und zu gleicher Stunde I verschied gestern, wie dieKl. Pr." meldet, iiu heil. Geisthospital das hochbetagte Ehe- paar Koch von Oberrad. Die alten Leute hatten im vorigen Jahre ihre goldene Hoch-