London, 24. November. Lord Salisbury hatte heute mit dem russischen Botschafter v. Stual eine Besprechung.
— In der vergangenen Nacht kam es unweit Castle Island in der Grafschaft Kerry (Irland) -wischen der Polizei und einer Anzahl bewaffneter Mitglieder der sog. Mondscheinler zu einem Zusammenstöße, wobei beiderseits von der Feuerwaffe Gebrauch gemacht wurde. Die Polizei brachte 5 Gefangene ein.
Odessa, 24. November. Der Klipper „Zabiaka" mit dem russischen Consul in Burgas, Emtlianow, ferner Nabokow, Zalewski nebst 7 bulgarischen Emigranten ist eingetroffen.
Lokale».
Gießen, 25. November. Wie die Leser an anderer Stelle dieses Blattes ersehen, hat Se. König!. Hoheit der Großherzog Herrn Hugo Buderus zu Hirzenhain zum lebenslänglichen Mitglied der ersten Kammer der Landstände ernannt. Wie wir hören, war diese hohe Auszeichnung dem Herrn Georg Buderus in Lollar zuerst angetragen, der indessen aus geschäftlichen R-ücksichten zu Gunsten seines Bruders verzichtete.
Gießen, 25. November. Gestern Nachmittag wurde ein junges Mädchen, die Tochter eines früheren hiesigen Wirths, irrsinnig und tobsüchtig; die Bedauernswerthe wurde vorläufig im hiesigen Bürgerhospital untergebracht.
Gießen, 25. Nov. sTheater.^ Die Muse — welche übrigens ihre Herren Söhne etwas fleißiger in's Theater schicken könnte —, pflegte kürzlich anzukündigen, sie werde sich Mittwochs leichter schürzen. Nun, das hat sie gestern in der „Schönen Ungarin" auch redlich gethan. Der kleine Kobold Humor trieb sein Spiel in der ausgelassensten Weise und fand dafür donnernden Beifall. Das Theater war wiederum ausoerkauft. Sämmtliche Darsteller waren nach bestem Können bemüht, das Publikum gut zu amüsiren und ist ihnen dieses auch gelungen. Der große Beifall war eine dankbare Quittung dafür.
Vermischte».
A Mainz, 24. November. Im Anschluß an die von der Regierung den Kammern in Betreff der Erbauung eines neuen Landesgefängnisses gemachten Vorlage wird eben von mehreren rheinhessischen Abgeordneten ein Antrag vorbereitet, welcher eine Vermehrung und Veränderung der Untersuchungsgefängnisse in Mainz bezweckt. Abgesehen, daß die Räume für die Untersuchungsgefangenen schon seit Jahrenrnichl mehr ausreichen, entsprechen dieselben weder der Humanität noch den Erfordernissen der Strafproceßordnung, indem die Verwaltung wegen der Raumbeschränkung nicht in der Lage ist, eine Trennung der Untersuchungsgefangenen nach Verbrechen oder Vergehen und Stand oder Person durchzuführen. Zu dem tritt noch, daß, wie jüngst bei einer größeren Assisenprocedur constatirt worden, die Eintheilung und Einrichtung der heutigen Untersuchungsgefängnisse eine Communication der Gefangenen unter sich auf verschiedenen Wegen — durch die Aborte, Heizung rc. — unverhütbar gestatten und hierdurch die Untersuchung in vielen Fällen sehr erschweren. Der hiesigen Staatsanwaltschaft wie der übrigen Justizverwaltung sind diese Mängel all' sehr gut bekannt, mit dem bellen Willen läßt sich aber bei den dermaligen beschränkten Räumen eine Abhilfe nicht schaffen, auch dann nicht, wenn die für das Frühjahr vorgesehene kleine bauliche Veränderung des Justizpalastes vollendet sein wird. Der eben in Vorbereitung begriffene Bauplan bezweckt keine Abänderung der bestehenden Gebäude, sondern die Errichtung eines Neubaues, in welchem die heutigen Mängel vermieden sind. — Das Gesammterträgniß von dem hier abgehaltenen Wohlthätigkeitsbazar beläuft sich auf rund 30,000 J4.
A Mainz, 24. November. Der Reichstagsabgeordnete Racks hat an den Staatsminister Finger nachstehende Eingabe gerichtet: Ew. Excellenz dürfte vielleicht bekannt fein, daß verschiedene Orte des Großherzogthums fast ausschließlich auf den Gemüsebau angewiesen sind. Schon seit einer längeren Reihe von Jahren macht sich nun die Concurrenz des unter wesentlich günstigeren klimatischen Bodenverhältnissen arbeitenden Auslandes in der empfindlichsten Weise geltend. Die betreffenden Orte — insbesondere Gonsenheim und Mombach — wo der Gemüsebau durch den Fleiß und die Intelligenz der Bewohner allmälig zu großer Blüthe gelangte, sehen in Folge dessen die Resultate Jahrzehnte langer Bemühungen in Frage gestellt und sich in ihrer Existenz bedroht. Dieselben sind bei der Reichsregierung wiederholt vorstellig geworden um Einführung eines mäßigen Schutzzolls und durften diese Petitionen um so gerechter erscheinen, als den weitesten Kreisen der Landwirthschast und der Jndustrik bereits dasjenige bewilligt ist, um was hier petitionirt wird. Aus diesem Grunde und weil es in der That ungerechtfertigt erscheinen muß, dem Einen zu versagen, was dem anderen gewährt ift, habe ich mich im Vereine mit mehreren Collegen des Reichstags wiederholt bemüht, den gerechten Forderungen der Petenten Gehör zu verschaffen. Man hat sich namentlich unter Hinweis auf den deutsch-schweizerischen Handelsvertrag bisher nicht dazu verstehen können, der Sache näher zu treten. Da nun aber diesen Monat die Verhandlungen über den schweizerischen Handelsvertrag noch neu auf genommen werden sollen, so erlaubt sich der Unterzeichnete an Ew. Excellenz die Bitte zu richten • „Die Großh. Regierung möge bei dem hohen Bundesrathe die Petitionen der Eingangs erwähnten Orte geneigteft befürworten."
Wenn überdies es im Interesse der Allgemeinheit nothwendig erscheinen sollte, so ließe sich ja der Zoll auf Gemüse soweit beschränken, daß derselbe nur in jenen Monaten zur Erhebung gelangt, wo den klimatischen Verhältnissen entsprechend, die deutschen Gemüsebauern mit ihren Producten an den Markt kommen können. Auch würden sich die Petenten wohl mit Berücksichtigung nur der feineren Sorten zufrieden geben, um jeden Anlaß zu Klagen zu vermeiden.
Frankfurt a. M. Der hessische Feuerwehroerband tagte am Sonntag hier unter dem Vorsitze des Herrn Branddirectors Justus aus Darmstadt. Die Tagesordnung, auf welcher auch mehrere technische Fragen standen, war sehr umfangreich. Aus dem Bericht über den derzeitigen Stand des Verbandes ergab sich, daß durch Hinzmritt von 16 neuen freiwilligen Feuerwehren der Verband nun 126 Wehren zählt. Die Unterstützungskasse hatte eine Ausgabe von 521.73 JL, der Kassavorrath beträgt 2621.14 JL Der Antrag auf Einführung von Ehrendiplomen für zwanzigjährige Dienstzeit seitens des Verbandes wurde abgelehnt, dagegen der Verleihung eines Ehrenzeichens für 25jährige Dienstzeit zugestimmt. Aus einer weiteren Mittheilung erhellt, daß, man feit dem Jahre 1880 mit dem Bestreben der Einführung eines Norrnal- gewindes für Druckschläuche nach dem Metz'fchen System noch nicht weiter gekommen ist und sich der Wunsch nur nach und nach bei Neuanschaffungen realifirt. — Die in Büdingen erscheinende „Feuerwehrzeitung" wurde als Verbandsorgan anerkannt. Der nächstjähnge hessische Feuerwehrtag soll in Butzbach abgehalten werden. — Von der Berathung fort begaben sich die Mitglieder des Feuerwehrtags hinaus auf den Jur- platz, um einem Experiment der Würzburger Seperatorfabrik mit dem feuersicheren, mineralischen Filz beizuwohnen. Die Probe fiel vollständig befriedigend aus; ein mit diesem Material überzogenes Kistchen, in welches Eier, Siegellack, Streichhölzer Uhr Paprergeld rc. gelegt worden waren, wurde etwa 30 Minuten lang einer bedeutenden Hitze ausgesetzt (es lag mitten im Feuer), fand sich vollständig tntoct vor. Den Schluß bildete eine Besichtigung der Centralstation der hiesigen Berufsfeuerwehr und wurden verschiedene Exercttien ausgeführt, welche allgemein befriedigend ausfielen und einen neuen Beweis von der Schlagfertigkeit der hiesigen Wehr und der Mustergültigkeit der hiesigen Einrichtungen lieferte.
— Eine interessante Entscheidung hat, wie bekannt, die Prüfungs-Commission für Einjährig Freiwillige in Minden getroffen, indem sie zwei Handwerkern auf Grund ihrer vorzüglichen Fachleistungen die Berechtigung zum einjährig - freiwilligen Militärdienst ertheilte, ohne von denselben einen Beweis für ihre wissenschaftliche Befähigung zu verlangen. Solche Entscheidungen sind zwar längst gesetzlich zulässig, aber sie wurden bisher nur bei angehenden Künstlern rc. gefällt. Daß Handwerkern Liese Vergünstigung ertheilt worden, ist bisher nicht allgemein bekannt geworden und um so mehr verdient also der Fall in Minden Beachtung. Allerdings ist diese Vergünstigung — allgemein betrachtet — sehr zweifelhafter Natur. Wenn auch noch anderen jungen Handwerkern auf Grund ihrer gewerblichen Leistungen die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst ertheilt würde, immerhin würde, der finanziellen Verhältnisse wegen, nur eine kleine Zahl von der Vergünstigung wirklich Gebrauch machen können. Um diese Bestimmung xu einer wirklich praktischen zu machen, müßten auch Mittel vorhanden fein, welche in jedem Einzelfalle den einjährig-freiwilligen Dienst ermöglichten. Vielleicht kommt dieser Geldpunkt einmal in einem deutschen Parlament
zur Besprechung und finde! dort Befürwortung. Die schlechteste Kapitalanlage würde damit sicher nicht gemacht.
Sn Entscheidung der Mindener Kommission ist aber noch ein Punkt, der vor Allem Beachtung verdient und für dessen richtige Erkenntniß Sorge getragen werben mufj. Es ist ja eine bekannte, wenn auch nicht erfreuliche Thatsache, daß, von -?cnVx ?cr modernen Gesellschaft wenigstens, der Handwerkerstand noch sehr
über die Achseln und von oben herab angesehen wird. Viele Eltern halten ihre Kinder für zu gut, einen gewöhnlichen Handwerkslehrling zu spielen, und die Eltern, welche ihre Sohne einem Handwerker in die Lehre geben, glauben wieder nur zu oft, daß zum Handwerker nicht mehr gehöre, als Schreiben, Lesen und das Einmaleins. Beiden total verkehrten Anschauungen entspringt auch, zum Theil wenigstens, die 'Tiere Thatsache, daß die Arbeit eines Klein - Industriellen vielfach unterschätzt Weil vielleicht einzelne Artikel von der Groß-Industrie zu niedrigerem Preise geliefert werden, wird kurzweg über die gesammte Handwerker - Arbeit der Stab gebrochen.
Das muß vor allen Dingen anders werden, wenn eine wirkliche und allgemeine Aufbesserung des Handwerkerstandes erfolgen soll, und wir meinen, zur äußeren Hebung des Handwerks muß ein Beschluß wie der in Minden viel beitragen. Der § K'^TwillMn-Dienst galt bisher als das Privilegium der ftudirten Kreise und der höheren Klasse, sowie des Beamtenthums. Handwerker und Einjährig-Freiwilliger vereinte sich bisher nur in seltenen Fällen; denn nicht ein jeder junge Mann, der al Berechtigung zum einjährigen Dienst erworben, hat Neigung, in der Werkstatt dcn Lehrling zu spielen, und ohne Lehrling bekanntlich kein Meister. Indessen ist es in einzelnen Hallen doch geschehen und das soll rühmlich anerkannt werden.
Auf der Hand liegt es, daß die Aussicht, nur ein Jahr Soldat fein zu brauchen, ouf junge Handwerker anspornend und lusterweckend wirken muß, und wenn auch nicht Jkater, wie oben gesagt, im Stande ist, feinem Sohne die Mittel zum einjährigen ®jenft zu geben, eine Anzahl wird doch immer dazu vermögend fein und in den anderen Zallen konnte ja etwas Unterstützung eintreten. Vor Allem ist aber nöthig, daß das Beispiel in Minden Nachahmung findet. Wenn in einer Stadt wie Minden in einem 3abre zwei so tüchtige junge Handwerker gefunden werden, fo muß es im deutschen Reiche eine ganze Zahl nicht geringerer Kräfte geben, man mag nur recht darauf atmen. Das wird den Stolz des Handwerkerstandes — jedes ordentliche Gewerbe muß feine Portion Stolz haben — heben, und dann dem Publikum, welches dem Handwerk kühl gegenübersteht, die Augen gründlich öffnen. Die Handwerkerlausbahn wird mit einem Schlage eine ganz andere, wenn tüchtige Kräfte in ihr es bis zum Ein- lahrigen-Dienst bringen. Die Welt gibt viel, fast alles auf Aeußerlichkeiten und an solchen fehlt es dem einfachen Handwerk noch sehr. Tie Mindener Commission hat sehr richtig gezeigt, was leicht geschehen kann, um hier eine Aenderung Nichts ^ON^^H nicht Alles, aber doch Etwas, und das ist besser als
i^stie geschäftliche Mahnung.^ Das Publikum wird zur Zeit wieder förmlich überschwemmt mit Zusendungen von Empfehlungsbriefen und brochirten Jnhalts- Waarenlagern auswärtiger Firmen und Großhändler, die mit angeblich spottbilligen Angeboten die Leute für Einkäufe zu ködern suchen. Es soll nicht behauptet werden, daß alle derartigen Offerten Schwindel seien, denn es finden sich unter den anbietenden Manufacturisten, Grossisten und Fabrikanten so respectable bekannte Namen, daß unsaubere Manöver als ausgeschlossen gelten müssen. Allein die hiesigen Ein- wohner sollten doch Anstand nehmen, von den angepriesenen, billigen Preisen sich dazu ?E^^eilen zu lassen, sofort ihre Bestellungen bei den fremden Herren zu machen. Denn in Wirklichkeit ist der „billigere Preis" ein scheinbarer. Der hiesige Kaufmann würde bet r..e ,.T 1 Heren und treuen Kunden als reeller Geschäftsmann schon wegen der persönlichen Beziehungen oder wegen seines eigenen Ansehens, das dem ordentlichen Mitbürger nicht gleichgiltig ift, kaum höhere Preise machen. Ueberdies hütet sich der reelle Kaufmann, seine Geschäftsehre dadurch zu verletzen, daß er für den entsprechenden B^eis eme nicht entsprechende, d. h. schlechte Waare liefert; dadurch würde er ja auch meisten schaden, denn sein Geschäft käme in Mißcredit und der ange- wäre ihm verloren. Die freie Concurrenz bewahrt den anständigen Geschäftsmann vor bedenklichen Praktiken. Wenn aber auch selbst der Geschäftsmann am Platze einen unbedeutend höheren Satz haben sollte, wie der auswärtige Grossist oder Fabrikant, so wäre es doch nicht rathsam, das heimische Geschäft sofort im Stiche iu lassen und anstatt des Mitbürgers den Fremden unterstützen zu helfen.
Bei den gleichen Artikeln kann unmöglich die Differenz der Preise für Privrste eine nennenswerthe fein, da der Bedarf des Einzelnen kein fo großer ist; will man aber der vermeintlichen Ersparniß halber große Quantitäten auf einmal bestellen, nun, fo macht der Zinsverlust für die größere Geldvorlage doch auch etwas aus. Abgesehen davon, daß der hiesige Kaufmann gewiß auch seinen Kunden bei einer Bestellung von sicher Größe und sofortiger Baarzahlung durch entsprechenden Rabatt den gleichen Vortheil eingeräumt hätte, sind die Kosten für Porti's der Bestellung, Waarenver- fenoung, Geldeinzahlung u. dgl. doch auch zu rechnen; ferner sind die Mühe des Schreibens, be§, Verpackens und Versendens, der Mangel an einer größeren Auswahl und einer praktischen Garantie rc. nicht außer Ansatz zu lassen. Ein Hauptgrund für aue Bewohner eines und desselben Ortes, den Fremden nicht ohne Weiteres den einheimischen Kauf- und Geschäftsleuten vorzuziehen, ist der, daß der hiesige Verkäufer als Mitbürger alle Lasten des Platzes und des Gemeinwesens mittragen muß, während oer Fremde um unsere Steuern und Gemeindeumlagen rc. sich nicht zu kümmern braucht. Ueberdies sucht man bei irgend einer Sammlung für wohlthätige und kirch- liche Zwecke nicht den Fremden zur Beisteuer auf, wohl aber den Einheimischen. Darum gebe man fein Geld lieber den einheimischen Geschäftsleuten zu verdienen. Das Hemd muß uns auch im geschäftlichen Verkehr näher liegen als der Rock. Hier gilt es, einen Lokalpatriotismus zu üben und nach dem alten Grundsätze zu handeln: Leben und leben lassen!
— sDer Unterschied.j Frau: „Mann, ich glaube, Du haft Deine Pfeife lieber als mich.' — Mann: „Ja, die geht auch nicht so oft aus wie Du."
Literarische».
— Im Verlage von Emil Roth in Gießen ist soeben erschienen: Der Alt« katholicismus. Geschichte seiner Entwickelung, inneren Gestaltung und rechtlichen Stellung in Deutschland. Aus den Akten und anderen authentischen Quellen dar- gcfteHt non Dr. Joh. Friedrich von Schulte, Geheimem Justizrathe und ordentlichem Professor der Rechte in Bonn. 683 Seiten auf holzfreiem Papier in größtem Lexikon-8o, gediegen ausgeftattet. Preis geheftet 12 JL, solid gebunden in Halbfranz 14 JÄ 50 H — Das Werk gibt auf Grund authentischen Materials eine Darstellung der Bemühungen in Deutschland, die Bischöfe der Minorität in ihrem zu Rom bekundeten Glauben zu erhalten, es zeigt ferner, wie die entschiedensten Gegner des Dogma von der Unfehlbarkeit und Allgewalt des Papstes auf dem Konzil bald nachher die heftigsten Verfolger wurden, so namentlich Melchers, Krementz, Scherr u. a.; wie die Herren v. Ketteler, Hffele, Stroßrnayer, Kardinäle Rauscher, F. Schwarzenberg u. s. w. im graben Widerspruche mit ihrem zu Rom bekundeten Glauben sich unter: warfen; wie Martin von Paderborn sogar in seinem eigenen Religionshandbuche Gegner der päpstlichen Jnfallibilität war
.... W- ?afür wird eine ganze Reihe von hier zum ersten Male veröffentlichten Onginalbriefen mitgetheilt, fo besonders von Hefele, Strohmayer, Rauscher, S^^?^ubera, sowie anderer deutscher und auswärtiger Bischöfe, ferner die Erklärungen verschiedener Bischöfe auf dem Konzile selbst.
m^den. unter Abdruck der wichtigeren bisher nicht veröffentlichten und nur ganz Wenigen bekannten Aktenstücke aktenmäßig geschildert: die Drangsalirung der Geistlichen durch die Bischöfe; die Stellungnahme der deutschen und österreichischen Regierungen unter Beifügung der Schreiben oder authentischen Äußerungen von König Ludwig II., Bismarck, Falk, v. Lutz rc. rc.; die Verhandlungen mit den deutschen Regierungen wegen Anerkennung des Bischofs Dr. Reinkens; die Stellung der Regierungen von Baden, Hessen, Preußen seit erfolgter Anerkennung nach allen Richtungen (Bildung von Gemeinden , Altkatholikengesetze, finanzielle Unterstützungen u. f. w.); die Bedrängung der AUkatholiken; die innere Entwickelung des Altkatholicismus auf den Kongressen und Synoden, auf dem Gebiete der Lehre, des Kultus, Rechts; die innere Verwaltung u. s. w.


