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Dienstag den 20. April

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zur Ausstellung des Standbildes Sr. Maj. des

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sollen überdies für russische russischen Häsen einlausenoe

und ausländische Producte und sämmtliche in den Schiffe dieselben sein.

Italien.

Gestern sind hier 15 Cholerafälle, darunter

Brindisi, 17. April.

6 Todesfälle, vorgekommen.

»reis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Srtnftofcta.

Durch bk Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Vf.

Deutschland.

Berlin, 17. April. Der Kronprinz befindet sich nach Abnahme des Fiebers bei bisher günstigem Verlaufe der Masern recht befriedigend.

Frankfurt a. M., 17. April. Der Oberpräsident, Staatsminister Gras Eulenburg, richtete an den Oberbürgermeister Dr. Miquel eine Zuschrift, in welcher er mittheilt, daß Se. Maj. der Kaiser durch Allerhöchste Ordre vom 17. März Seiner Allergnädigsten Anerkennung Ausdruck gegeben habe über den Beschluß der Stadtbehörden Frankfurts, das unter dem NamenRömer" be­kannte Gebäude zu restauriren und in dem Kaisersaale die Standbilder aller deutschen Kaiser im Anschlufle an die vorhandenen Gemälde der früheren Kaiser

nachrichtigt worden, daß übelgesinnte Personen versuchen, unter dem Vorwande der Wohlthätigkeit junge unerfahrene Studirende der russischen Universitäten in ihre Netze zu ziehen, forderte der Minister Deljanow die Curatoren der Lehr- bezirke mittelst Rundschreiben vom 18. März unter Hinweis auf die ihnen ebenso wie den Unioersitätsbehörden zu diesem Behuf durch die neue UniversitätS- Ordnung eingeräumten weitgehenden Vollmachten auf, stricte alle Mittel zu ergreifen, um die Agitationen unter den Studirenden im Keime zu ersticken.

. Betreffs der Gütertarife im directen Eisenbahnverkehr von den russi­schen Häsen des Baltischen, Schwarzen und Asowffchen Meeres, sowie von der westlichen Landesgrenze in's Reichs-Innere nahm der Oberste Eisenbahnrath eine Resolutionen, wonach die Tarise sämmtlich nach dem Localtarise der Nikolai- Bahn Petersburg-Moskau zu reguliren sind und bei denjenigen Strecken, welche die der Nikolai-Bahn (600 Werste) übersteigen, ein 6procent. Zuschlag für je weitere Hundert Werst eintreten soll. Die Tarise

gegenwärtig und in Zukunft aus Kosten der Stadt aufzustellen. Der Ober­präsident fügt hinzu, daß durch diese Allerhöchste Ordre, ohne besonder^ Erwäh­nung, auch die Genehmigung Kaisers ausgesprochen sei.

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g«hrtkn Stinten.

Oriechenlanv.

Athen, 16. Aprll. (Meldung derAgence Havas.") Delyannis hat die Antwort der griechischen Regierung auf die letzte Note der Mächte denselben übergeben. In der Antwort heißt es, die Regierung habe nichts gethan, was den Freden stören könnte, weil sie auf diese Weise einem oft geäußerten Wunsche der Mächte nachkommen wollte, sie könne aber nicht auf die im Berliner Ver­trage bezeichnete Grenzlinie verzichten, welche damals schon Griechenland durch die Mächte aufgedrungen wurde, ohne oaß dem nationalen Gefühle Rechnung getragen werde. Uebrigens werde die Kammer, überzeugt davon, daß die Er­richtung der gedachten Linie das schon gefährdete Gleichgewicht aus der Balkan- Halbinsel wieder herstellen und den Frieden im Orient sichern werde, morgen ihre Sitzungen schließen, nachdem sie sämmtliche Regierungs-Vorlagen votirt habe.

Der Kriegsminister hat demiffionirt.

Türkei.

Konstantinopel, 17. April. Ein Jrade, betr. den Firman über die Einsetzung des Fürsten Alexander zum Gouverneur von Ost-Rumelien ist heute erlassen worden; die Pforte wird den Firman in nächster Zeit nach Sofia senden und die beiden Commissare für die Abänderung des organischen Statuts von Ost-Rumelien ernennen.

Auf die letzte Circular-Note der Pforte, betr. die in Athen zu thuen- den Schritte liegen jetzt die Antworten sämmtlicher Mächte vor. Nach denselben herrscht vollständige Uebereinstimmung über die Nothwendigkeit, eine Abrüstung Griechenlands herbeizusühren.

Numänien.

Bukarest, 17/rSpnL Heute begann in der Kammer die Debatte Äber den autonomen Tarif. Die Session wird nach den Ferien fortgesetzt. Der Minister des Aeußern und der Delegirte zur Donau« Commission, Ghika, «eisen heute nach Wien ab.

nzerger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

Wußland.

Petersburg, 17. April. Gegenüber den von derTimes" und an­deren auswärtigen Blättern über den Fortgang Der AbgrenzungS'Arbeiten in Central-Asien verbreiteten ungünstigen Gerüchten bemerkt dasJournal de St. Pötersbourg", ein so complicirtes Werk, wie die Herstellung einer nor­malen Grenze in säst ganz unerforschten, von halbwilden Nomaden bewohnten Gebieten müsse mancherlei Schwierigkeiten darbieten. Beide Regierungen sind von friedlichen und freundschaftlichen Gesinnungen beseelt. Die Commissare sind beiderseits angewiesen, die Arbeiten ohne Ausenthalt durch etwaige Meinungs- Verschiedenheiten fortzusetzen, welche bei Ausgang der Arbeiten durch die Com­missionen den beiderseitigen Regierungen zu unterbreiten sind.

Nachdem jüngst das Ministerium für Volksausklärung mehrmals be-

Telegraphische Depesche«.

Wolff'- telegr. Correspondenz - Bn«ea«.

Berlin, 18. April. Der heutigen feierlichen Einweihung der renovirten und erweiterten Dreifaltigkeitskirche wohnte im Namen des Kaisers als obersten Patrons der Kirche Prinz Wilhelm bei. Außerdem waren anwesend: Prinz Alexander, die Minister v. Goßler und v. Puttkamer, Staatssecretär Bötticher, der Präsident des Oberkirchenraths Hermes, der Polizeipräsident, Vertreter des Magistrats, der Stadt­verordneten, Geistliche anderer hiesigen Kirchen rc.

Berlin, 18. April. Das Befinden des Kronprinzen ist fortdauernd zu­friedenstellend.

Wien, 18. April. In Folge des Auftretens der Cholera in Brindisi werden die Provenienzen aus sämmtlichen italienischen Häfen am adriatischen Meere einer 7tägigen Obseroationsquarantäne unterworfen.

Lemberg, 18. April. Die Stadt Stryi, Station der Albrecht- und Dniester- Eisenbak ist durch eine Feuersbrunst fast vollständig in Asche gelegt, gegen 600 Ge­bäude sind zerstört, zahlreiche Personen werden vermißt, mehrere fanden in den Flammen den Tod.

Madrid, 18. April. In der hiesigen Kathedrale wurden heute auf den Bischof, als er eben die Palmzweige einsegnete, von einem Priester drei Schüsse aus einem Revolver abgefeuert, der Bischof ist an den erhaltenen Verletzungen verschieden.

Der Mörder des Bischofs ist verhaftet, das Gericht hat mit der Unter­suchung begonnen. Die Leiche des Bischofs, welcher bei dem zweiten Schüsse tobt niederste!, ist in der Sakristei niedergelegt. Die Kathedrale ist geschlossen und von Gensdarmerie umgeben.

Brindisi, 18. April. Von gestern bis heute Mittag kamen hier 6 Cholera- Todesfälle upd 4 neue Choleraerkrankungen vor.

Newyork, 18. April. Heber den Bau des Panama-Canals liegt jetzt ein Be­richt Bigelow's vor, welcher als Vertreter der New - Aorker Handelskammer Lesseps nach Panama begleitet hat. Bigelow spricht seine Ansicht dahin aus, daß, wenn man die Arbeiten beschleunige, der sechste Theil der Ausschachtung bis Ende dieses Jahres vollendet sein werde. Die Gesammtkosten des Baues könne er nicht abschätzeu, er­halte es aber für wenig wahrscheinlich, daß der Bau für die in Aussicht genommene Summe in der festgesetzten Frist vollendet werde, doH zweifelt er nicht, daß das Wert I zur Vollendung gelangen werde.

Betreffend: Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen.

Bekanntmachung.

w . -AAttwvch den 21. April - Dormittags 11 Uhr, soll eine Generalversammlung des landwirthschaftlichen BezirkS- verernS Gießen dahier auf dem Lenz'fchen Felsenkeller abgehalten werden. *

AKe Mitglieder des Vereins und Freunde der Landwirthschast sind hierzu freundlichst eingeladen.

Tagesordnung:

1) Dortrag des Herrn HofgärtuerS Noack aus Darmstadt über Obstbaumzucht und Obstverwerthung.

2) Vorlage der Veremsrechnung für 1885. ö

3) Feststellung des Voranschlags für 1886.

4) Wahl eines Mitglieds zur Commission für die Besichtigung des Faselviehs.

5) Verschiedene, geschäftliche Mittheilungen.

Gießen, den 15. April 1886. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen.

_______________Nover._______________________________

, Gießen, den 15..April 1881.

Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen

an die Herren Bürgermeister deS Kreises.

Ich ersuche Sie, vorstehende Bekanntmachung auf geeignete Weise zur Kenntniß Ihrer Gemeindeangehörigen zu bringen.

Nover.

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