dieses Jahres zu entsprechender Mehrtilgung der Staatseisenbahnschuld hat in Ausgabe gestellt werden müssen. Von dem laufenden Jahre sind nach den bisherigen Wahrnehmungen ganz so günstige Ergebnisse nicht zu erwarten, insbesondere wird der Ueber- schuß der Eisenbahnverwaltung unter dem Einfluß einer verminderten Verkehrsentwickelung den Voranschlag vielleicht nicht voll erreichen. Dessenungeachtet erscheint die Hoffnung berechtigt, daß das Gesammt-Ergebniß auch des lausenden Jahres kein ungünstiges sein werde. Für das nächste Jahr fällt in's Gewicht, daß inzwischen durch die gesetzliche Uebcrweisung von Zollerträgen an die Kommunalverbände und durch die Pensionirung der Lehrer an den Volksschulen die ersten Schritte gethan sind zur Befriedigung der auf dem Gebiete der Kommunal- und Schullasten seit Jahren hervor- tretenen Bedürfnisse, für welche aus den bisherigen Einnahmequellen des Staates die erforderlichen Mittel weder zu beschaffen waren noch in Aussicht stehen. Die Mehrausgaben in Folge jener beiden Gesetze nehmen die Mehreinnahmen, welche der Staatskasse inzwischen durch die Neichsgesetzgebung neu zugeführt worden sind, zum größeren Theile in Anspruch, während der Reichshaushalt eine erneute Steigerung der Matri- kularbeiträge für das nächste Jahr vorzusehen nöthigt. Unter diesen Umständen können auch die größeren Ucberschüsse, an welche bei den meisten Betriebsverwaltungen des Staates nach den sorgfältig aufgestellten Voranschlägen wiederum zu rechnen sein wird, und die beträchtliche Erleichterung der Zinslast des Staates, welche durch die Umwandlung bisher höher verzinslicher Schulden in vierprocentige gesichert ist, bei aller Sparsamkeit und Beschränkung in der Berücksichtigung neuer Bedürfnisse nicht hinreichen, um das Gleichgewicht der Einnahmen und Ausgaben im nächstjährigen Staatshaushalts-Etat herzustehen. Es wird daher, wenn auch in geringerem Umfange, wie für das laufende Jahr, abermals der Staatskredit zur Deckung des Fehlenden in Anspruch zu nehmen sein. Die Regierung hat hierin und in der Ueberzeugung, daß es bei den geringen Anfängen einer Erleichterung des Druckes der Kommunal- und Schullasten und dem Aufschübe der Verbesserung der Beamtenbcsoldungen nicht etwa sein Bewenden haben kann, erneuten Anlaß gefunden, auf die Weiterführung der Reichssteuerreform hinzuwirken. Insbesondere hat sie sich angelegen sein lassen, reichsgesetzliche Bestimmungen zur Einführung des Branntweinmonopols vorzubereiten und zu beantragen, von deren Annahme sie ausreichende Erträgnisse zur Befriedigung der dringenden Bedürfnisse in Staat und Reich und günstige Folgen für Moral und Gesundheit erhofft. Die Entwürfe des Staatshaushaltsetats für das nächste Jahr und eines Gesetzes wegen Aufnahme einer Anleihe zur Ergänzung der nächstjährigen Einnahmen des Staates werden Ihnen alsbald vorgelegt werden.
Auf dem Gebiete der industriellen Thätigkeit macht sich in einzelnen Betriebszweigen eine Stockung des Absatzes bemerkbar.
Diese Erscheinung läßt sich auf eine durch die bisherigen günstigen Erfolge der gewerblichen Arbeit angeregte Steigerung der Betriebsamkeit und auf den Wunsch zurückführen, dem deutschen Fabrikat im Wettbewerb mit den konkurrirenden Industriestaaten den Vorsprung zu sichern. Eine Abhülfe hiergegen liegt außerhalb des Bereichs unserer Gesetzgebung. Rur die Zurückführung unserer Produktion auf das Maß des Bedürfnisses wird die ungünstigen wirthschaftlichen Folgen fernzuhaltcn vermögen, welche eine Anhäufung nicht absatzfähiger Erzeugnisse nach sich zieht.
Die erfreulichen Ergebnisse unserer Eisenbahnpolitik gestatten, Ihnen auch in diesem Jahre die Herstellung einer Reihe von Schienenverbindungen in verschiedenen Thcilen des Landes vorzuschlagen, durch welche wichtige Verkehrsgebiete erschlossen und erhöhter wirthschaftlicher Entwickelung entgegengeführt werden sollen.
Von der Fürsorge für die Förderung der Binnenschifffahrt wird neben den weiteren beträchtlichen Forderungen für Stromregulirungen mit) Schifffahrtsanlagen in dem Staatshaushaltsetat eine Vorlage Zeugniß ablegen, welche die im Jahre 1883 ohne Erfolg vorgeschlagene Anlage eines Kanals von Dortmund nach den Ems-Häfen unter zweckmäßiger Erweiterung des Projektes und zugleich den dem gegenwärtigen Verkehrsbedürfniß entsprechenden Ausbau der Wasserstraße von der mittleren Oder nach Berlin bezweckt.
Nachdem in Folge der jüngst ergangenen Kreis- und Provinzial-Ordnungen die Einführung der Verwaltungsreform sich in der Provinz Hannover in erwünschter Weise vollzogen hat und für die Provinz Hessen-Nassau in nahe Aussicht gerückt ist, bleibt die Vollendung des in seinen Grundzügen gesicherten und bewährten Reformwerks für noch vier Provinzen der Monarchie eine wichtige Aufgabe der Gesetzgebung. Zu diesem Behufe ist zunächst der Entwurf einer Kreis- und Proviuzial-Ordnung für Westfalen ausgearbeitet worden, welcher Ihrer verfassungsmäßigen Beschlußnahmc unterbreitet werden wird.
Das Zurückdrängen des deutschen Elements durch das polnische in einigen östlichen Provinzen legt der Regierung die Pflicht auf, Maßregeln zu treffen, welche den Bestand und die Entwickelung der deutschen Bevölkerung sicher zu stellen geeignet sind. Die zu diesem Zweck in Arbeit befindlichen Vorlagen werden Ihnen seiner Zeit zugehen
Der Kaiser empfing die^Thronrcde sodann von Bismarck zurück und verlas den Schluß:
Geehrte Herren!
Sic ersehen aus dem Verlesenen, daß der Landesvertretung wiederum ein ausgedehntes Feld wichtiger Thätigkeit eröffnet ist. Ich hoffe, daß Ihre Arbeit auf dem- selben sich auch in diesem Jahre zu einer fruchtbringenden und unter Gottes Segen für die Wohlfahrt des Landes förderlichen gestalten werde.
Fürst Bismarck erklärte sodann den Landtag auf Befehl Sr. Majestät des Königs für eröffnet. Der Kaiser verließ den Saal unter abermaligem dreifachen Hoch.
Das Abgeordnetenhaus wurde um ls/4 Uhr mit einem dreimaligen Kaiserhoch durch den Alterspräsidenten Lessing eröffnet. Der Letztere berief provisorische Schriftführer, ordnete die Verloosung der Mitglieder in Abtheilungen an und setzte die nächste Sitzung auf Sonnabend zwei Uhr fest. Präsidentenwahl.
Im Herrenhause brachte der bisherige Präsident Herzog v. Ratibor, nachdem er des Regierungsjubiläums des Königs gedacht hatte, ein dreifaches Hoch auf Se. Majestät aus. Auf Antrag Kleist-Rctzow's wurde das bisherige Präsidium per Acclamation wiedergewählt, ebenso die Schriftführer.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'- tellegr. Correfporrderrz-Brrreav.
Berlin, 14. Januar. Der Bundesrath überwies die Branntweinmonopol- Vorlage an die Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen, Handel, Verkehr und Justizwesen.
— Gegenüber den Newyorker sensationellen Nachrichten, wonach Deutschland ■Don Samoa Besitz ergriffen hätte, ist wiederholt zu bemerken, daß davon gar keine Rede sei, daß es sich nur um Wiederherstellung einer oom König Maliotoa widerrechtlich rückgängig gemachten Pfandnahme handeln kann.
Essen, 14. Januar. Nach der „Rh.-Westf. Ztg." blieben bei einer Explosion auf der Zeche „Neuiserlohn" bei Langendreer 4 Bergleute todt, 1 Bergmann wurde schwer, 2 wurden leicht verwundet.
Aachen, 14. Januar. Die Leichen sämmtlicher seit dem Brande der Kayser u. Biesing'schen Fabrik vermißten 17 Personen sind heute auf der Brandstelle gefunden worden. Die feierliche Beerdigung derselben erfolgt auf städtische Kosten.
Leipzig, 14. Januar. Nach Meldung der „Leipziger Zeitung" ist der erste Staatsanwalt Galli (Göttingen) in Folge des Tedes des Ober-Reichs-Anwalts von Seckendorf als Hilfsarbeiter der Staatsanwaltschaft an das Reichsgericht einberufen.
— Dem Schauspieler Friedrich Haase wurden bei seinein heutigen Auftreten im Stadttheater anläßlich seines 40jährigen Schauspieler-Jubiläums durch Hervorrufe und Ueberreichung von Lorbeerkränzen fast ununterbrochen Ovationen dargebracht. Nach dem Schlüsse der Vorstellung fand eine Feier Seitens des Schauspiel - Personals und darauf ein Festbanket statt.
Paris. 14. Januar. Die Botschaft des Präsidenten wird heute Nachmittag um 4l/r Uhr verlesen.
— Der Senat wählte mit 149 von 173 abgegebenen Stimmen Leroyer zum Präsidenten.
PariS, 14. Januar. Präsident Grevy spricht in seiner Botschaft den Dank für seine Wiederwahl aus, wodurch das Land allem Anscheine nach den Wunsch ausdrücken
wollte, die Stetigkeit der Regierung zu sichern. Die Republik sei angesichts der Spaltung und Ohnmacht der Gegner die nothwendige Regierungsform. Es liege viel daran, daß die Parteien der Linken sich vereinigten, um ernsthafte Reformen durchzuführen. Die Botschaft constatirt ferner, daß die Regierung der Republik in Europa hohe Achtung genieße. Frankreich habe in den letzten Jahren nicht wenig zur Erhaltung des Friedens von Europa beigetragen. Der Präsident sprach schließlich ber Armee und Marine seine volle Anerkennung aus.
— In der Botschaft heißt es, nachdem auf die Republik als einzig mögliche Regierungsform und auf den zweimaligen Untergang der Monarchie und des Kaiserreichs in diesem Jahrhundert hiugewiesen ist, das Parlament möge besonders für eine ministerielle Stetigkeit Sorge tragen, die so nolhwendig für eine gute Führung der Geschäfte, für die Würde ber republikanischen Regierung, für Frankreichs Eredit unb seine Achtung in der Welt sei. Diese wünschenswerthe Stetigkeit hänge von ber Bildung einer gouoernementalen Majorität, dem gebieterischen Bedürfniß des gegenwärtigen Augenblicks, ab, sie sei gesichert, wenn die Freunde der Republik nur wollten. Dieselben möchten sich eng zusammenschließen auf dem ihnen gemeinsamen Gebiete; dasselbe jei weit und fruchtbar genug, daß sie durch ihre Vereinigung darin jede für die Bedürfnisse und Wünsche des Landes erforderliche Befriedigung finden könnten. Die französische Republik sei seit den Friedensschlüssen mit China, Annam und Madagaskar im Frieden mit allen Nationen und habe niemals aufgehört, im Frieden zu sein mit den Völkern von Europa und Amerika, in deren Vereinigung Frankreich den ihm gebührenden Platz wieder eingenommen habe. Es folgt dann der bereits gemeldete Dank an die Armee und Marine. — Die Botschaft wurde im Senat durchweg beifällig ausgenommen. In der Kammer wurden bei den Stellen, wo von der Ohnmacht der monarchischen Negierungsformen die Rede ist, Proteste laut.
Paris, 14. Januar. Der Präfekt des Eure-Departements ist gestern Abend in der Nähe von Maisons-Laffite im Eisenbahnwaggon ermordet worden. Der Mörder ist noch nickt ermittelt. Raub scheint das Motiv ber That zu sein.
— Der Mörber bes Eure - Präfekten ist noch nicht ermittelt. Der Kopf der Leiche hat zwei Wunden, deren eine von einem Revolver, die andere von einem schneidenden Instrument Herrührt.
Lokale-.
Gietzen, 15. Januar. Die hiesige Rudergesellschaft wird kommenden Sonntag den 17. d. M. in ihrem Vereinsloeal, „Hotel zum Einhorn", für ihre Mitglieder einen musikalischen Damen-Abend veranstalten; wie man uns mittheilt, ist hierfür u. A. ber Königl. Hofkünstler Herr Professor Duschnöe bereits engagirt worben, welcher laut uns vorliegenden Zeugnissen die Ehre hatte, vor Sr. Majestät dem Kaiser von Deutschland und Rußland austreten zu dürfen und dessen mimisch - physionomischen Darstellungen großen Beifall fanden. —h.
— In der Nähe von Annerod lagerte eine Zigeunerfamilie am Waldessaume; die kleine Niederlassung dot für alle bei dem schönen Wetter Vorüberfahrenden einen sehr malerischen Anblick. In dem zum Theile offenen Zelte brannte ein lustiges Feuer, an dem unbeweglich eine junge Frau saß, während die zahlreichen schwarzlockigen Kinder die Schlitten um kleine Gaben bestürmten. Zwei dieser Kinder, etwa 4 bis 6 Jahre alt, waren nur mit Hemd und Jacke bekleidet, aber voll blühender Gesundheit liefen sie ebenso schnellfüßig im Schnee wie die etwas besser bekleideten Geschwister. Wer mag wohl der Familie Hausarzt sein?
— Drei Realschüler bereiteten sich gestern Nachmittag das zweifelhafte Vergnügen, an einem Hause der Nodheimerstraße, sowie an der Spinnerei von Gebr. Hornberger u. Söhne diverse Fensterscheiben einzuwerfen. Das Nachspiel wird wohl nicht so arg verlockend sein.
Universität- - Chronik.
— Man schreibt aus Heidelberg: Der Große Senat hat zum Prorector in dem Jahre, in welchem die Ruperto-Carola ihr 500jähriges Jubiläum feiern wird, den Geh. Rath Becker erwählt. Eine nicht unbeträchtliche Minderheit hatte sich auf den Geh. Rath Kuno Fischer geeinigt. Es wird in weitesten Kreisen befremden, daß Letzterem, ber burch seinen Ruf als Gelehrter und durch seine glänzende Wirksamkeit als akademischer Lehrer zu den ersten Zierden der Universität gehört, ein Wettbewerber um die höchste akademische Würde vorgezogen worden ist.
Verwischte-.
Mainz, 12. Januar. Gestern hat der Inhaber einer Putz- und Modewaaren- Handlung seinen Concurs angemeldet. Es ist dies nunmehr das fünfte Falliment seit Beginn dieses Jahres. Im abgelaufenen Jahre sind hier fünfundzwanzig Fallimente vorgekommen; das neue Jahr scheint das verflossene noch überflügeln zu wollen. —
Hektoliter Malz,
im Jahre 1880/81
und wurde mit diesem letzten Quantum ber größte Malzverbrauch unter sämmtlichen
1881/82 1882/83 1883/84 1884/85
55 426
56 342
59 977
88 734
105 575
— sDie Hackerbrauerei in München s Die Erbauung bes „Hackerkellers" erfolgte im Jahre 1820 durch den damaligen Besitzer des „Hackerbräu" in der Sendlinger- straße, Herrn Josef Pschorr. Letzteres, ein kleines, aber sehr beliebtes Bräuhaus im Eentrum der Stadt, war, wie noch heute manche Münchener Klein-Brauerei, hauptsächlich aus den Hausconsum angewiesen und besteht derzeit noch als stark besuchte Dierwirthschaft unter dem alten Schilde „zum Hackerbräu".
Der schon bei ber Erbauung in einer für die damalige Zeit außergewöhnlich rationellen Art angelegte, successive vergrößerte und zu einer eigenen Brauerei um- gewandelte Hackerbräukeller ging von dem Erbauer Josef Pschorr auf dessen ältesten Sohn Mathias und von diesem wieder auf seinen ältesten Sohn Mathias Pschorr jun. über, welcher im Juli 1881 seine im schwunghaftesten Betriebe befindliche Brauerei in eine Actiengescllschaft umwandelte.
Von dieser Zeit schreitet der stetige Aufschwung der Hackerbrauerei mit noch größeren Schritten vorwärts, wie aus folgender Zusammenstellung des Malzoerbrauches ersichtlich ist. Verbraucht wurden
deutschen Actienbrauereicn erreicht.
Die Brauerei betreibt einen schwunghaften Export nach Frankreich, Italien Holland, Belgien und Oesterreich rc., ohne auch nur eine einzige ausländische Bierhalle auf eigene Rechnung führen zu müssen und erfreut sich insbesondere der „Bock" einer allgemeinen Anerkennung, welcher auch Fürst Bismarck (als Kenner unb Verehrer des bayerischen Bieres bekannt) während seines Aufenthaltes in Kisfingen beipflichtete.
Heidelberg, 9. Januar. In der letzten Stadtrathssihung wurde die Vorlage für die nächste Sitzung des Bürgerausschusses, betr. die Erbauung einer Festhalle zum Universitätsjubiläum, festgestellt. Da hierzu viele Tausende von Fremden unsere Stadt besuchen werden, so hat man die nöthigen Vorbereitungen behufs Beschaffung von Wohnungen schon eingeleitet. Es soll insbesondere durch Aufnahme von Hans zu Haus festgestellt werden, über wie viel Zimmer, resp. Betten für Fremde, einschließlich jener, welche bei hiesigen Bekannten und Verwandten zu Besuch verweilen werden, verfügt werden kann. Gleichzeitig sollen ähnliche Erhebungen zunächst in den Nachbarstädten Mannheim unb Schwetzingen gemacht werden; aus der letzterwähnten Stadt liegt bereits ein bezügliches Anerbieten des dortigen gemeinnützigen Vereins vor. Das Gesuch eines hiesigen Wirths um die Erlaubniß, während des Universitäts- Jubiläums aus dem großen Faß auf dem Schlosse Wein verzapfen zu dürfen, wurde vom Stadlrath der Großh. Domänen-Direction empfehlend überwiesen, jedoch wird der jedenfalls sehr berechtigte Vorbehalt daran geknüpft, baß nur guter Wein zu angemessenem Preise verabreicht werden darf.
— In Paris herrschte am Freitag ein starker Schneesturm. Der Wagenverkehr in den Straßen war sehr erschwert. — Das am 5. d. M. über Norddeutschland hinweggezogene Wintergewitter hat den von vielen Seiten einlaufenden Berichten zufolge besonders an der unteren Elbe stark gehaust, da sich zu dem Schneesturm zeitweise starke Hagelböen gesellten. Im Dorfe Busdorf bei Schleswig ist im Viehstall ein Ochse vom Blitz erschlagen, mehreren Kühen wurden die Halsketten durch ben,
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