Silistria, Turtukai und Rustschuk, sowie für je zweiwöchentliche Tourfahrten von Odessa nach Ismail Subsidien erhält. Die Dampfer der Gesellschaft sind in Kriegszeilen der Regierung auf Verlangen zur Verfügung zu stellen.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'» telegr. Torrefpondenr • »urean.
Berlin, 13. April. Das Abgeordnetenhaus beendete nach 6stündiger Debatte die Besprechung der Interpellation Minnigerode. Im Laufe der Debatte erklärte der Finanzminister, die Regierung habe unausgesetzt das Interesse der Landwirthschaft vor Auaen. Mit der Einführung der Doppelwährung werde die Währung nicht verbessert, sondern verschlechtert; diese Währungsverschlechterung könne der Landwirthschaft keinen Nutzen bringen. Die Urtheile englischer Männer, resp. des Ministers für Indien über die Doppelwährung seien für deutsche Verhältnisse nicht maßgebend. Die Frage des Wollzolles müsse jedenfalls noch der eingehendsten Diskussion unterliegen. Diejenigen, welche die Doppelwährung und Getreidezölle forderten, übersähen die Mittel, welche die Regierung zur Beseitigung des Nothstandes geboten; wenigstens möchten dieselben sie Regierung bei den neuen Vorschlägen unterstützen. Zur Hebung des Eredits der kleineren Grundbesitzer stellt der Minister ein Gesetz in Aussicht, welches der Selbstverwaltung Schutz und Unterstützung zur Regelung des Credilwesens und zur Verhinderung wucherischen Aussaugens gewähren soll. Der Minister erklärt ferner, die Regierung wolle keine erhöhten Einnahmen aus directen Steuern und schließt mit der Versicherung, geeignete ausführbare Wünsche aus den Kreisen der Landwirthschaft würden stets Berücksichtigung finden.
Die Vorlage über den Staatsbeitrag zu den Zollanschlußkosten Altonas wird der Budgetcommission überwiesen.
Morgen Nordseekanalvorlage.
— Das Herrenhaus genehmigte die Kirchenvorlage in der Specialdiskussion durchweg nach den Commissionsanträgen und mit dem Anträge Dietze, wonach die Lehrer in den kirchlichen Seminaren Deutsche sein müssen. Bei der namentlichen Abstimmung über den angenommenen Antrag Kopp, die Bestimmung zu streichen, wonach dem Staate minder genehme Lehrer nicht anstellbar seien, hatte auch Fürst Bismarck für den Antrag gestimmt.
Haag, 13. April. Das gesammte Cabinet demissionirte gutem Vernehmen nach wegen der Abstimmung der Kammer vom 9. dss. Mts. über die Verfassungsänderungen betreffs des Unterrichtswesens, da zu befürchten sei, daß bei der von der Rechten in jener Sitzung beobachteten Haltung die beantragte Revision des Verfahrens scheitern werde. Die Entscheidung des Königs ist noch nicht erfolgt.
London, 13. April. Oberhaus. Lord Rosebery theilt mit, obwohl Fürst Alexander noch seine Einwände gegen die Bedingung aufrechterhalte, welche die Ernennung zum Generalgouverneur einer 5jährigen Erneuerung unterwirft, hätte derselbe dem Großvezier angekündigt, daß er im Hinblick auf den einstimmigen Beschluß der Mächte bereit sei, sich dem von ihren Vertretern unterzeichneten internationalen Acte zu fügen und sofort die bulgarischen Mitglieder zu den verschiedenen in dem Abkommen specisicirten Commissionen zu ernennen.
— Unterhaus. Bei fortgesetzter erster Berathung der irischen Verwaltungsbill spricht sich Schatzkanzler Harcourt abfällig über die Gegenprojecre Trevelyan's, Chamberlain'» und Hartington's aus, deren Hauptfehler sei, daß sie Niemand acceptiren könne. Es handle sich Irland gegenüber entweder um einen Plan der Regierung oder um Zwangsgesetze; dazu aber gehöre eine starke, einige, von einer überwältigenden Majorität im Unterhause unterstützte Regierung; eine solche sei jedenfalls nicht im Eoalitionsministerium zu finden.
— Graf Elgin wurde zum Bautenminister ernannt.
London, 14. April. sPrivatdepesche.j Unterhaus. Annahme der Homenste- bill in erster Lesung abstimmungslos. Die zweite Lesung wurde auf den 6. Mai festgesetzt. Im Laufe der Debatte erklärte Gladstone, er habe nicht die Reichscontrole über die Zölle und Accise von Irland ausschließen wollen. Die Vertretung Irlands im Reichsparlamente wird als wesentliches Princip der Bill bezeichnet. Die Regierung habe kein Recht, im gegenwärtigen Stadium der Erwägung der Bill der inzwischen angeregten Zulassung irischer Vertreter mit beschränkten Befugnissen oder in verminderter Zahl die Thür zu schließen.
Konstantinopel, 13. April. Das neueste Rundschreiben der Pforte betreffs der Entwaffnung Griechenlands hebt hervor, daß nunmehr, wo die bulgarische Angelegenheit durch die Zustimmung des Fürsten zu den Conferenzbeschlüssen erledigt sei, Mittel gesucht werden müßten, um ein Ende der Dinge an der griechischen Grenze zu machen, da die kriegerische Haltung Griechenlands die Pforte nöthige, dauernd bedeutende Ausgaben zu machen, um die Armee auf dem Kriegsfüße zu «rhalten.
Athen, 13. April. Die Kammer nahm sämmtliche Regierungsvorlagen, darunter den Entwurf einer Anleihe von 25 Millionen, an.
Lokales.
S. Gießen, 14. April. (Sterblichkeit in Gießens Die Zahl der Todesfälle in unserer Stadt hat in der Woche vom 4. bis 10. April sich etwas gesteigert. Es waren 9 Sterbefälle zu verzeichnen und diese sämmtlich bei Erwachsenen. Als Todesursache wurde angegeben: Lungenschwindsucht viermal, Eitererguß in die Brusthöhle, Krebs, Gicht, Schlagfluß des Gehirns, Altersschwäche je einmal^
Gießen, 14. April. In dem gestrigen Artikel über Victor v. Scheffel ist ein Jrrthum insofern unterlaufen, als das Geburtsjahr des Dichters in 1816 verlegt wurde. Scheffel ist jedoch am 16. Februar 1826 geboren, mithin erst 60 Jahre alt geworden.
Gießen, 14. April. Der Entwurf des Voranschlags der Stadt Gießen für Das EtatSjahr 1886/87 ist uns zugegangen. Gleichwie in früheren Jahren geben wir im Nachstehenden bie hauptsächlichsten Punkte zur Kenntniß unserer Leser.
. .A^Msehene Hauptsumme aller Einnahmen und Ausgaben balancirt mit ** 0eöen 1152 298.88 im verflossenen Etatsjahr, also ein Minus von
40 569.48.
Als der Hauptposten der Einnahmen figuriren 401.485.32 neu aufzunehmende Kapitalien gegen X 397182 tu 1885/86. Erstgenannte Summe soll wie folgt ver- wandt werden: 1) Ablösungssumme an die hiesige evangelische Kirche X 119 231.32, AFassung des Stadtrmagrabens in eine Steinsohle X 21500, 3) Fassung und Rui Führung der Quellen m der Großeri-Busecker Gemarkung X 60000, 4) Ueberwölbung » £?9?' o) zur Bezahlung von Hauskaufgeldern X 45 800, 6) für
u oh aaa q\ fit. /Twfc»....«.« ____ 1 .? ®elänbeanfauf zum
Klimkbau 20000, 8) für Erbauung von Straßen X 32 054 = x 401 485 32 welcher Betrag aus dem neuen Anlehen vom Jahre 1886 von X 1000 000 nontmcn wird. ö
Unter den Einnahmen, welche gegen den Betrag im vorigen Etatsjahr sich höher stellen, nennen wir folgende Kapitel: Von Gebäuden x 4507.57 (X 2821 57 im Vorjahre), von verliehenen Gütern X 8923.08 (X 8895.48), von Zehnten Grundrenten und Gefällen X 959.89 (X 172.95), Micthe von öffentlichen Plätzen X 3500 U 3400), Octroi X 91 200 <X 90 200), Schul- und Holzgeld 91466 44 (X 90540.67), Forst-, Feld-, Polizei- und Defraudationsstrafen X 2928 (x 2628) während hinter den Erträgen des Vorjahres zurückbleiben die Kapitel: Kassebestand X 83168.11 (X 159 437.72 im Vorjahre), Ausstände X 3978.84 (x 430216) aus Gras und anderen Naturalien X 15 680 (x 15 750), von Waldungen X 69 301 70 621.50).
Unter den Ausgaben, welche den Betrag im vorigen Etatsjahre überschreiten sind zu nennen: Grundrenten und andere ständige Gefälle X 1464.29 (x 682 85 im Vorjahre), Brandversicherungsbeil rüge X 995 (X 820.54), Kapitalzinsen X 94 716 09 (X 83 938.03), Kosten der Kirche, des Pfarrhauses und des Gottesdienstes X 122 550 32 (13 589.33), Unterhaltung und Kosten des Friedhofs X 1208.07 (x 603.07) Unterhaltung der Baumpflanzungen an Straßen X 3800 <X 2800), Wasserleitungen und Brunnen X 90 282.37 (X 56 848.37), Feuerlöschanstalten X 2200 (x 1800) Octroi- verwaltung und Rückvergütung (X 17 210 (X 16 660), Beiträge zur Kreiskasse 32 309.35), für den allgemeinen evangelischen Centralkirchenfond «< 14 299.38 (X 10 788.90), Besoldungen X 141 279.08 (X 141 167.24), Diäten und Gebühren X 48(7; (X 4676), Botenlohn rc. X 1332.27 (X 1313.56), Zeitungen
Jahre
im
Seelen,
7209 8696
10233 12245 13980 17003
1840:
1850:
1870:
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M der W des Zimmermanns von Reiskirchen Rechtsanwalt Katz Meck gec den Schreiner Ko Reiskirchen, vertr anwalt Dr, Sittir, Weck wegen Sßele fot das Gr. Schöffen in seiner Sitzung i 1886, an welcher haben:
1. Amtsrichter I) als $oti|
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Der Angeklal wirb des Wg im (SiJ 200 Str. @1 erkannt und! von zwamial bringlichkeitsD Eefangniß vZ ihm M« nchtskoßen J wirb dem PW ?Ueräumt, 1 wnerhalb 141 M >5 uJ W bei
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Formularien und Buchbinderkosten X 945 <X 200), indisponibler Ueberschuß vorhergehender Jahre X 67 158.76 <X 4983.72), Ankauf von Grundstücken X 45 800 (•< 12 938.24).
Die Ausgaben vermindern sich bei den Kapiteln: Landes-und Provinzialsteuern uni X 200, Communalsteuern um X 800, Unterhaltung und Kosten der gemeinheit- lichen Gebäude um X 700, Unterhaltung und Kosten der Güter um X 1910, Unterhaltung und Kosten der Waldungen um X 617.49, Gemeindenutzungen der Ortsbürger um X 3.29, Kosten der Schulhäuser und Schulen um X 857.2, Bäche und Entwässerungsanstalten um X 658, Unterstützung Hülfsbedürftiger um X 3760, für Feierlichkeiten um X 800, Pensionen um X 1000, Bureaukosten um X 150, Polizeiposten um X 460.77, Betriebskapital um x 91302.7, zurückzuzahlende Kapitalien um X 1537.87, Erbauung gemeinheitlicher Gebäude um X 20000, Erbauung von Schul- häusern um X 160 000, desgl. von Straßen, Brücken u. s. w. um X 6305.23.
Die aufzubringenden Umlagen sind auf X 313 891.65 (im vorigen Etatsjahr X 276 787.78) veranschlagt; dieselben zerfallen in folgende Kapitel: Auf das gesammte Communalfteuerkapital der Einwohner und Forensen X 295 841.22, auf die Mitglieder der evangelischen Gemeinde X 3139, Kosten der Parzellenvermessung X 612.05, allgemeine evangelische Kirchensteuer X 14 299.38.
Die Einwohnerzahl Gießens betrug:
Literarische».
Professor G. Droyfen» allgemeiner historischer Handatlas in sechsundneunzig Karten mit erläuterndem Text. Ausgeführt von der Geographischen Anstalt von Velhag en L Klasing in Leipzig unter Leitung von Dr. Richard Andree. Bielefeld und Leipzig, Verlag von Velhagen & Klasing 1886.
Tie Verlagshandlung von Velhagen & Klasing hat sich schon seit geraumer Seit durch eine Reihe werthvoller, für das allgemeine Bildungsbedürsniß berechneter Werke denen sie zugleich glänzende typographische Ausstattung gab, um das deutsche Volk wahrhaft verdient gemacht. Wir brauchen nur an die mit Bildnissen und erläuternden Abbildungen gezierte „Deutsche Literaturgeschichte von Robert König" (1. Aufl. 1879), an die prächtig illuftrirte „Deutsche Geschichte von L. Stücke" (1. Aufl. 1880 und 1881, 2 Bände), an Richard Andrees großen geographischen 21V®3'. „Ge0graphische Handbuch" desselben Verfassers (Bielefeld
und Leipzig 1882) gleichsam den erläuternden Text bietet, u. a. zu erinnern Werke welche auch, wie die überraschend schnell auseinander folgenden Auflagen beweisen eine fast unerhört günstige Aufnahme im Publikum gefunden haben. Ihnen allen schließt sich nun neuerdings die oben genannte Publikation in der würdigsten Weise an
es. ja seither auch schon an tüchtigen kartographischen Leistungen für das Studium der Geschichte nicht fehlte — es sei hier nur der großen Verdienste K. v. Spruners H. Kieperts rc. gedacht, — so darf doch behauptet werden, daß es bei dem seh" entwickelten geschichtlichen Sinn der Gegenwart an einem größeren historischen Atlas eigentlich noch fehlte, der nicht sowohl den Kreisen der Fachgelehrten und der Sckule als vielmehr der großen Menge der wissenschaftlich Gebildeten überhaupt zu dienen geeignet war. Diesem Bedürfniß kommt nun der Troysen'sche Atlas in der erfreulichsten Weise entgegen. 1
,.3^" wissenschaftlich bewährten jüngeren wie älteren Fachmännern (Friedr Delitzsch, G. Hertzberg, H. Guthe, B. Kugler, H. Jordan Ed Mener' A. Scobel A. Baldamus, I. Bühring, Th. Lindner u. a) unter der L->wng des ve. Rtch Andree, des Vorstehers der Velhagen 4 Klasing'schen geoar Anstalt in Leimig, entworfen und ausgeftihrt, liegt in ihm auf 88 Hauptkarten in Foliotormat, denen nut autz-rster Ausnutzung des Raumes ca. 200 Nebenkarten und Kärtchen b-lg-geben sind, und aus 92 Doppelseiten Text, welcher die graphische Dar st-llung begleitet, em Unternehmen vollendet °,r, das ebenso sehr als ein Triunivb deutscher Technik wie deutscher Wissenschaft bezeichnet werden darf m>d dein darum °°r°uszusagen ist, wie den obengenannten Publi-
, Sch°» das flüchtige Durchblättern dieser durch Sauberkeit, Schönheit und Sorg- saltigkeit der Zeichnung alle anderen uns bekannten Atlanten übertreffenden Karten- bilder, welche die territorialen Gestaltungen der Länder aller Zeiten auf's Anschauli-bst- vergegenwärtigen, erregt wahres Wohlbebagen, wie viel mehr mutz tieferes Studium derselben, verbunden mit der L-cture des erläuternden Textes, Belehrung Freude und Genug gewahren! Als wissenschaftliches Hilfsmittel zur Stütze und zur Belebung des historischen Studiums wie zur schnellen Orientirung über irgend welche historisch- politiiche, religiöse, merkantile, culturgeschichtlichc u. a. Verhältnisse einer gewissen Seil' hmei die territoriale Entwicklung der Länder darüber Auskunft geben kann, ist darum etwas?m Stich lasten 9B“rm *C iU empMIcn- Er wird seine Benutzer selten üb" , . D-nn außer werthvollen kartographischen Darstellungen zur Geschichte der Erd- kunde, welche die ältesten Vorstellungen von der Erdoberfläche und der aus ihr vorhandenen Volkerverha ,n,s,e von den Tagen eines Herodot, Eratosthenes und Ptolemäus an bis zu dm neuesten Entdeckungen und Ausschließungen noch unbekannter Gebiete bi-t-t unser Atlas zur Geschichte des Altertums des Mittelalters und insbesondere der Neuzeit -in so reichhaltiges Vcrsinnlichungs: material, daß für das^edurfmtz der allermeisten, die sich seiner bedienen, in voll- kommen ausreichender Weise gesorgt sein dürfte. Der uns hier oerstattete Rauin
ri un8 ?&er ,.aut die Fülle des Gebotenen genauer cinzugehen. Es sei deshalb nur kurz bemerkt, bau di- G-schicht- der alten Völk-r von der Z-ft d-r Pharaonen b,s zur V° k-rwanderung mit 55 Karten und Kärtchen bedacht worden ist ‘’u -a r Slaaten-Entwicklung der Orientalen, Griechen und Römer, die alten Weltreiche und ihre Schicksale, z. B. Alexanders des Großen Eroberungen und die bC( 8“ni,erbef*6e5 der alles verschlingenden Roma, auf's Trefflichste ver-
*mCnr'Qu^ K ?ic biblische Geschichte in vorzüglicher Weise die Verhältnisse Palästinas in verschiedener Zeit, die Reisen des Apostels Pattlus u st iv. erläutern und außerdem durch Mittheilung von Stadtplänen, wie z. B. von Jerusalem' a lcn'^o!£*r unb kl-m- N-b-nkär,chm, wie z. B. von d-r Umgegend von Trom nach H Schliemann, der Akropolis von Mvkenä, von dem Ausgrabunasseld -inen Begriff ^ge^cm ''' d-m Stand der neuesten Alterthumsforschun,
„ „ 1885: 19001 „
von welchen nach der im December 1880 erfolgten Fesfftellung 15035 Lutheraner, 1297 Katholiken, 612 Juden, 16 Mennoniten und 43 ?lngehörige sonstiger christlicher Religionssecten sind. Die Angabe nach den verschiedenen Consessionen auf Grund der letzten Zählung ist nicht möglich gewesen, weil die Ausscheidung bezw. Zusammenstellung nach den verschiedenen Religionssecten durch das statistische Bureau noch nicht erfolgt ist.
Die Anzahl der Gebäude beträgt 1270, gegen 797 im Jahre 1840.
Steuerpflichtige sind im Jahre 1886/87 6215 vorhanden.
Die Normalsteuerkapitalien haben sich von 219 400 fl. im Jahre 1860 auf X 1 107 063 im Jahre 1885/86 erhoben. Für das Jahr 1886/87 sind die Steuerkapitalien festgesetzt worden:
a. die Grundsteuerkapitalien auf X 292 197.3,
b. die Einkommensteuerkapitalien auf X 1015 225,
c. die Gewerbesteuerkapitalien auf X 185 225,
d. die Kapitalrentensteuerkapitalien auf X 118 088.
Nach einer Zusammenstellung der seit dem Jahre 1840 erhobenen Umlagen betrugen dieselben in genanntem Jahre fl. 9211 — x 15 750, während sie im Jahre 1885/86 die Summe von X 264 853 erreicht haben.
Die Schulden der Stadt Gießen betrugen im Vorjahre X 2020 717.62, für das Jahr 1886/87 berechnen sich dieselben auf X 2 289 974.79, mithin ergiebt sich ein Zugang an Schulden von X 269 257.17.
Das Vermögen der Stadt Gießen beträgt nach dem vorjährigen Budget X 3 831744.50; für das Jahr 1886/87 berechnet sich solches auf x 3 874 512.27 mithin Zugang an Vermögen X 42 767.77. q


